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Jüdisch-liberale Zeitung · 1925-11-20 · 47 (20.11.1925) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
5 (1925)
Issue
47 (20.11.1925)
Date
1925-11-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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ft Mit KiudereisenVahnen und deutscher Furche, mit Hühnern unserer Zone und Singers Nähmaschinen» mit deutschen Landhäuschen und Banerngehöften und mit mttteleuropäischen Gestalten. Da fühlen sich ja die Kinder heimisch. Und sammeln nun im Bekanntenkreis für ein Ziel, das ihnen die Bildchen absichtlich verschwiegen haben, weil sie es nicht verstanden hätten, weil sie es im seelischen Unter, grund vielleicht abgestotzen hätte. So gewinnen sie sich die Jugend. Sie sind nicht wähle, risch in ihren Mitteln, o nein. Wenden auch solche an, deren sich eine politische Bewegung nicht bedienen sollte, eine religiöse nicht darf. Aber sie sind gute Trompeter. Und wir sind so prachtvolle Menschen! D r. Botho L a s e r st e i n. Hl Ans den Gemeinden Ws S $$ t oXy ♦ Berlin. lF ür die Gleichberechtigung der iü- Lisch e n Studenten.) Im Berliner Herrenhause fand am Sonntag. Len 15. November, vormittags 11 Uhr. eine Versammlung des Kartcllkonvents deutscher Studenten jüdischen Glaubens gegen die antisemitischen Treibereien an Len Hochschulen statt. Tr. Hermann Berlack-Berlin führte als erster Redner aus. daß der Judenhaß an den deutschen Hochschulen nicht mehr wie früher eine Frage der Satisfaktion, sondern ein Versuch der rechtlichen und moralischen Entmündigung des deutsch-jüdischen Studenten sei. Der Krieg hatte die Gleichberechtigung restlos hergestellt, aber der unglückliche Ausgang des Krieges brachte es mit sich, daß weite Kreise der deutschen Studentenschaft, vor allem die in den Waffenringen zulsammengeschlossenen Korporationen, nach einer Rekonstruktion des Borkricgsstaates strebten und daß in diesem Streben der jüdische Student der Prügelknabe wurde, weil man in ihm ohne jede berechtigte Begründung den Schuldigen zu finden glaubte. Dieser Geist der Korporationen übertrug sich auf die studentische Selbstverwaltung. Der erste deutsche Studententag war sich niemals darüber im Zweifel, daß als deutscher Abstammung und Muttersprache auch die jüdischen Kommilitonen zu verstehen seien. Diese Einheitsorganisation wurde dann durch den Widerstand der österreichischen, sogenannten arischen Studentenschast zerstört. Versuche, diese Gedanken auf Deutschland zu übertragen, scheiterten an dem Widerstand der Regierung. Der Redner trug sodann eine Menge Tatsachen vor. aus denen sich ergab, daß die Versuche, die deutsch-jüdische Studentenschaft zu entrechten, nicht einmal vor Gewalt znrück- ^hrccktcn. Er warnte davor, gewisse Dinge, wie z. B. die. Reihenfolge bei studentischen Auszügen, lediglich als studentische Acußerlichkcit zu betrachten, wobei er auf die Bedeutung die dem studentischen Ehrbegriff auch heute noch gerade in völkischen Kreisen .zukomme, hinwies. Die Behörden der Hochschulen haben diese Zustände meist stillschweigend geduldet oder nur sehr flau gemißbilligt. Tie Behörden lassen bei dieser Einstellung außer acht, Laß die heutige studentische Jugend dereinst als Akademiker ein wichtiger Faktor des öffentlichen Lebens wird und verkennen so die Gefahr, die dem Rechisstaate droht. Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil führte, aus. wie kann Deutschland mit dem Rechtsgcöankcn in der 'Außenpolitik Erfolg haben, wenn cs duldet, daß im Innern eine nicht unwesentliche Minderheit der Akademikerschaft. die mit Freude bereit ist. mit ganzer Kraft an dem Ausbau des Vaterlandes mitzuarbeiten, verachtet und entrechtet wird. Er versicherte der deutsch-jüdischen Jugend, daß sie in ihrem Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung ans die Unterstützung aller aufrechten, deutschen Juden, darüber hinaus aber auch, ohne Unterschied der Parteirichtung. aus die Mithilfe aller wahrhaft demokratisch Gesinnten rechnen könnte. Der Direktor des Eeniralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Dr. Ludwig Holländer, wies auf die Berechtigung bin. mit diesen Dingen vor die Oessentlichkeit zu treten. Nicht der jüdischen Studenten wegen. die ihre Ehre gewahrt, indem sie stets ihre Batcrbaudspflicht erfüllt haben, sondern um Deutschlands willen, das im Ansehen der Völker herabsinkt, wenn es duldet, daß an seinen Universitäten der Rcchtsgedantc stets aufs neue verletzt wird. Verfolgt man darüber hinaus die Angriffe derselben Kreise gegen Persönlichkeiten wie Marx, Faulhaber. Hclbbach usw.» so erkennt man, daß mir im Interesse des deutschen Volkes und seiner Geltung in der Welt unsere Stimme erheben. Berlin. M ep r ä s eut a n te n s itz un g.) In der Repräsentantenversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde vom 16. November 1925 lag zunächst ein Schreiben des Gemeindevorstandes vor, in dem der Austritt des bisherigen Gemeinde-Vorstandsmitgliedes Justizrat Makower mitgeteilt wurde. Für die Anschaffung von tausend Exemplaren Auerbachi'chcr Schul- und Hansüibelu .zu Bar-Mizwah-Geschenken wurde der Betrag von 1300 Mark bewilligt. Für die Neuwahlen zur Repräsentantenveriammlung ist nunmehr der 11. März 1926 in Aussicht genommen. Ein Anrrag auf Abänderung des Statutes bezüglich der Erhöhung des Reprüscntantcnkollegiums von 21 auf 31 Mitglieder, der Zahl der Stellvertreter von 12 aus 18 wurde genehmigt und wird gehofft. daß seitens der Aufsichtsbehörde die notwendige Einwilligung erteilt wird. Berlin. (K u r s u s nb e r soziale Fürs o r g e.) Die Hochschule für die Wissenschaft >des Judentums veranstaltet einen Kursus über soziale Fürsorge. Herr Obermagistratsrat D r. O l l e n d o r f wird eine Reihe von Vorlesungen mit anschließender Aussprache und Führungen halten. Die Vorlesungen, die am 25. November d. I. beginnen, finden Mittwochs von 71/2—9 Uhr morgens. Artilleriestraße 14 statt und sind unentgeltlich. Berlin. (B 0 r t r a g> S r e i s e Joses Grobs.) Unser Mitarbeiter, der Wiener Oberkantor Josef Grob, wird demnächst, mehreren Einladungen folgend, eine BortragSreise durch Deutschland unternehmen. Auf dieser wird er auch nach Berlin kommen. Darmstadt. (Die Anwesenheit des Reichspräsidenten.) Anläßlich der Anwesenheit des Reichspräsidenten von Hindenburg in Darmstadt, am 12. und 13. November, waren sowohl bei dem Abendessen im kleinen Kreise am Tage der Ankunft wie bei dem offiziellen Empfang der führenden Persönlichkeiten des Landes, am nächsten Tage auch die Vertreter der Kirche geladen. Für die katholische Kirche war der Bischof von Mainz anwesend, die evangelische Kirche vertrat Prälat Dr. Dielrl. die jüdische Glaubensgemeinschaft der Rabbiner der Landeshauptstadt Dr. Italiener. Edites BIEIKMSIAH $ nur Qualitätsware, kauft rnan am besten bei Gluskinos ---------- 3 Gesdittfte ------------ Leipziger Straße 93 Korftretendamm 33. Ecke Grolmanstraße Maaßenstraße 11 am Nollendorfplaiz Frankfurt a. M. lJ ü ö i s 4 e Ko ch k u ir st.) Das in dem Berlage von I. Kanfjmann. Frankfurt a. M.. erschienene Kochbuch: Elsässer, M. „Ausführliches Kochbuch für die einfache und feine jüdische Küche", wurde auf der großen Internationalen Kochkunstausstellung 1926 zu Frankfurt imt der Großen Medaille auSgzeichnet. Köln. lB 0 r 1 r a gs r e i s e von Frau Paula O l l e n d v r s j.) Unsere verehrte Frau Paula OllenSorsf. Breslau, hat in der zweiten Hälfte des Oktober auf Einladung verschiedener Vereine in 18 Versammlungen des Rheinlands und Westfalens über verschiedene jüdische Themata mit aanz besonders aroßem Erfolge gesprochen. Dieser Erfolg zeigte sich auch darin, daß an vielen dieser Versammlungen Vertreter der katholischen und evangelischen Gemeinschaften und der Arbeiterwvhlfahrt tcilnahmen, denen Frau Ollendorffs Name von der Kölner Franenwochc her bekannt mar. Vielleicht zum ersten Male im Leben hörten sie von jüdischer Seite was jüdisch-religiöse ist, und daß diese die Bans des jüdischen Lebens. Es war ein Erfolg gegenüber Mißverständnissen und Feindseligkeiten, einmal aussprechen zu können, mos für ein Glück cs für uns ist. unS bewußt zu sein, des Besitzes unserer Religion. Werdet jüdischer. heißt, werdet reiner, heiliger, vorbildlicher. Bon konfessionellen und interkonfessionellen Verbünden wurde Frau Ollendorfs gebeten, in ihren Versammlungen zu sprechen. In Aachen ist dies bereits geschehen, in anderen Städten des Rheinlandes und Westfalens sollen solche öffentlichen. interkonfessionellen Versammlungen im Februar 1926 stattfinden. Wir können uns keine wirksamere Bekämpfung des Antisemitismus denken. Leipzig. lA t t e n t a t s p l a n auf die Synagoge.) Tie Leipziger Polizei meldet amtlich über ein beabsichtigtes Attentat gegen die Leipziger Synagoge: „Einige Mitglieder einer politischen Organisation hatten vor einiger Zeit nach vertraulicher Besprechung beabsichtigt, die Leipziger Synagoge in die Luft zu sprengen. Die Tat sollte ursprünglich am Reichskriegertag zur Ausführung gelangen und wurde dann auf einen später noch zu vereinbarenden Zeitpunkt verschoben. angeblich um bessere Vorbereitungen treffen zu können. Zwei Personen wurden von der Kriminalpolizei verhaftet. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Die Organisation als solche ist an dem Plan nicht beteiligt. Von dem Vorhaben der Verschwörer hatte die Polizei rechtzeitig Kenntnis erhalten. Die Hauptbeteiligten. ein 22jähriger Goldschmied und ein 20jähriger Landwirt, wruden festgenommen. Eingehende Untersuchungen sind noch im Gange. Beide hatten bereits Fluchtmöglichkeiten besprochen und sich schon Pässe besorgt." Leipzig. lAu s sch u ß s i tz un g des säch si s ch e n israck i t i s ch e n G e m e i n d e v e r h a n d e s.) Unter dem Vorsitz von Rechtsanwalt Salingcr-Dresden fand am 8. November im Gemeindeamt der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig eine Ausschußsitzung des sächsischen israelitischen Gemcindcverbandcs statt. Eingangs widmete der Vorsitzende dem verstorbenen Gemeindevorsteher Adolf Simon aus Planen einen herzlichen Nachrm. Sodann beglückwünscht er Samuel Hodes. Leipzig, zu seinem 7b. Geburtstage. Der Bcrbandsvorsitzcnde beantragt, die Zentralstelle für Wohlfahrtspflege beim sächsischen israelitischen Genteindeverband als Unterverband der Zentralwohlfahrtssrclle der deutsch-m Inden in Berlin und als Landesstelle für Sachsen anzucrkenncn. Ter Antrag wird einstimmig angenommen. Als Beitrag zu dieser Zentralstelle bewilligen die Verbandsgemcinden die Hälfte des Verbandsbeitrages. In der Sitzung wurde ferner die Satzung des Verbandes eingehend erörtert. Die Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Sachsen hat den Antrag gestellt, im Verband vertreten zu sein. 8 6 erhält nach diesem Antrag folgenden Wortlaut: „Der Verbandsausschuß besteht aus den. von den Gemeindevertretungen iVorstand und vcrordnctcn) nach den bei ihnen geltenden Vorschriften zu wähleitden Mitgliedern und einem von der Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Sachsen zu bestimmenden Gememderabbincr." 8 17 lautet wie folgt: „Der Vorstand des Verbandes besteht ans dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und einem Beisitzer, welche vom Verbandsausschuß aus seiner Mitte auf 2 Geschäftsjahre gewählt werden. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende sollen in Dresden, der Beisitzer in Leipzig wohnen: im Behinderun-gsfalle kann der Beisitzer sich durch ein anderes Ansschußmitglied vertreten lassen. Dem Vorstand gehört ferner ein von der Vereinigung der Rabbiner im Freistaat Sachsen zu bestimmender Gcmeinderabbiner mit beratender Stimme an." Die Anträge zu den §§ 6 und 17 werden gegen die Stimme von Chemnitz angenommen. 8 7 erhält folgenden Wortlaut: „Zum Verbandsauschuß wählen ans ihrer Mitte die Gemeindevertretungen von Dresden drei, von Leipzig vier, von Chemnitz zwei Mitglieder. die Vertretungen der übrigen Gemeinden je ein Mitglied. Jede Gemeindevertretung wählt ferner aus ihrer Mitte eine ebenso große Anzahl von stellvertretenden Ausschuß- Mitgliedern. Die Stellvertreter sind zu jeder Sitzung des Ausschusses einzuladen und haben beratende, als Vertreter von abwesenden ordentlichen Mitgliedern auch beschließende Stimme. Ter Verbandsausschuh hat das Recht, auf Antrag einer Verbandsgemeinde. Persönlichkeiten mit beratender Stimme zu den Ausschußsitzungen hinznzu ziehen." Ferner wurde beschlossen, zur Besprechung der Steuerangelegenheiten eine Zusammenkunft der in den israelitischen Religionsgemeindc Sachsens mit der Steuerverwaltung beschäftgten Personen in Dresden in die Wege zu leiten. Alsdann erfolgte ein Austuasch von Erfahrungen in Gemcindeangelegcnheiten. Die Lehrer, die an den Volksschulen den christlichen Religionsunterricht erteilen, erhalten ihre Besoldung ganz aus öffentlichen Mitteln. Die jüdischen Gemeinden müssen die Gehälter ihrer Religionslehrer allein anibringeu. Besteht die Möglichkeit auch für die' jüdischen Lehrer Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln zu erlangen? Die Frage des Austritts aus der Gemeinde nfw. wird nochmals kurz erörtert. Aus der Ausspache ist festzustellen: Die israelitischen Religionsgemeinden Sachsens beharren bei ihrem bisherigen Standpunkt, das heißt, daß keine AuStrittserklürungen anzunehmen sind, in denen nicht zugleich der Austritt auS der Glaubensgemeinschaft beurkundet ist. Leipzig. (Aussprache über die Wanderfürsorge.) Im israelitischen Gemeindeamt in Leipzig fand am Sonntag, den 8. November, eine Sitzung von Vertretern der israelitischen Religionsgemeinden in Sachsen und von Delegierten von Wohlfahrtseinrichtungen zur Aussprache über die Wanderfürsorge unter Vorsitz von Rechtsanwalt Salinger-Dresdcn statt. Folgende von Herrn S ch i e k - Leipzig vorgeschlagene Resolution fand einstimmig Annahme: ,Lün Interesse der Durchführung der Wanderfürsorge ist es dringend geboten, daß die Landeskasseri München, Fürth und Würzburg sich in die Geiamtorganifation einfügen. De genannten drei Landeskassen werden gebeten, ihren Beitritt unverzüglich zu erklären." Die vom Vorsitzenden vorgeschlagene Abhaltung eines Jnstruktionskursus für die in Sachsen in der Wandclrfürsorge Tätigen wird beschlossen. Einstimmig angenommen wurde ein Antrag, die Wanderfürsorge zunächst bis zum 1. April 1926 nach den bisherigen Richtlinien weiterzufü-hren. Marreuwerber. lBortraa>'über den Sinn de- Bete ns.) Am 12. November sprach Herr George Goetz, Danzig, im Jüdischen Jugendbunb Marienwerüer „Ueber den Sinn des Betens" in sehr interessanten und anregenden Ausführungen. Münster i. W. (Hundertjähriges Bestehen der M a r k s - H a i n d 0 r f f ch e n Stiftung.) Herr Studiendirektor Dr. Steinthal in Münster i. W.. Kanonengraben 4. -er Leiter des israelitischen Lehrerseminars bittet uns um Aufnahme des folgenden Aufrufs, dem wir weitestgehend- Beachtung wünschen. Marks-Haindorfer! Am 23. Dezember hat die Marks--Haindorf- , fche Stiftung die Feier ihres 100 jährigen Bestehens. Diese Feier soll dem Ernste der Zeit und zugleich der Bedeutung des Tages entsprechend abgehalten werden. Wer vokl den ehemaligen Lehrern und Schülern der M. H. 2t. die Absicht hat. den Tag gemeinsam mit uns und seinen Mitschülern in Münster zu begehen, wird gebeten, uns umgehend Nachricht zu geben. Wien. tT a s Nabbiner-Le m i n a r in N 0 t.) Die Wiener jüdisch-theologische Lehranstalt «Rabbiner-Seminar) ist in Not geraten. Das Kuratorium hegte den Plan, die äußerst wertvolle, etwa 400 Jahre alte jüdische Handschriften umfassende Sammlung der Anstalt, die unersetzliche Stücke, darunter solche aus dem 13. und 14. Jahrhundert, enthält, an das Ausland zu verkaufen. Der Erlös soll zur Deckung des Defizits während der nächsten fünf Jahre dienen. Das Kuratorium hat die Handschriften der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde zum .Kauf angcboten. Falls diese das Angebot ausschtagen sollte, wandern die unersetzlichen Schätze ins Ausland. Bor dem Zusammenbruch Oesterreichs haben der öfterreichische Staat und die Wiener Kultusgemeindc für die Erfiftüunö der Anstatt gesorgt. Nachher haben einige Zeit hindurch ausländische Spender die Notlage gelindert. Jetzt sind alle Onellen versiegt, und die Sorge um die nUcrnädv>? Zukunft der Anstalt hat das Kuratorium zum Plane des 23er* kaufes der Handschriften gedrängt. ||! Lersammlmrgskalender | Berlin. «I ü d i s ch - l ib e r a I e r I u g c n d v e r e i it ILI zu Berlin.) T-r jüdsich-liberate Jugcndverein fordert seine Mitglieder aus, den fälligen Beitrag auf das Postscheckkonto von Frau Margarete Lichtenstein. Berlin NW. 7. Nr. 9988. für den Jüdisch-liberalen Jngendverein zu überweisen. Bis zum 3«!. November nicht ein gegangene Beträge werden durch Nachnahme erhoben. Breslau. >I ü d i s ch -! ibe r a l c v I u g c u dvcrei it „A d 1* 111) a m G eigc r".l Gruppe „Süden". Leitung: Alfred Berger. Mittwoch, den 2.'». November, abends 8'Uhr bei Erich Königsbergcr. Kcn'ce-W'ilhelm-Straße 27. Thema: Der deutsche Erziehnngs- und Eutwicklungsgedavke. Referent: Hermann Sachs. Freie Aussprache. Vereinsmitglieder. die der Gruppe nicht angeboren, als Gäste will ko mineu. Frankfurt a. M. «I ü d i s ch - l i b e 1 al c I ugcndge - m c i n s ch a f t.) Samstag, den 21. November: Heimabend bei Dr. Hvssmann, Niedenau 37. 2. Thema: 1. Tagesereignisse. 2. Einführung in das l. Buch Mojes. Sonntag, den 29. November, vormittags!>t2' Führung durch das Museum jüdischer Altertümer. Herr Erich Töplitz. l Fahrgasse 146.) Stetti'rn. <B e r e i n i g it 11 g f ü r d a s l i b e r a l e Indent n m . Ortsgruppe L t e t L i n.) Montag, dsn 23. 'November, abends 8V- Uhr. findet in den Räumen've? Loge. Friedrich-Kar-l-Ttratze 3. eine NUlglieöcrvcrsammftW mit folgender Tagesordnung statt: 1. Neuwahl des Vorstandes, 2. Bericht des Herrn Tr. Meyer. Stettin, über die erste Tagung des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. 3. Vortrag des Syndikus der Vereinigung. Herrn Rechtsanwalt Tr. Mar Mayer. Berlin: „Der Einzelne und die Gemeinschaft im religiösen Liberalismus." Wir bitten dringend um das Erscheinen unserer Mitglieder. Gskar Kokoschka bei Cassirer. Irr der feilten und ruhigen Villcustadt inmitten Berlins, die an Felix Philipps und Georg .Herrmann und vergangene Kultur gemahnt, in der Biktvriastraße 35, wirbt Paul Cassirer, der feinsinnige Kunstförderer, für Oskar Kokoschka durch eine nur kurze Zeit währende Ausstellung. Diese feinen Bilder, die so gut in die Gegend passen, diese Farbenfrennde ivllie man sich anieheu. Manchen wird vielleicht der Wunsch kommen, eins dieser Bilder sein eigen zu nennen. Eine dieser .Hasenlandschaften, die so dämmerig daliegcn. Ich möchte dies, weil ich's für das Stärkste halte. Durch mondgedämpfte Frühlingsnacht in einen Wald schreiten, wo ein Pferd grast und sich mühsam der Wagen vordrängt, und möchte in diesem matten Blau- Grün von mir gelöst sein. Das ist der Eindruck des einen Bildes. Das andere ist ein waldhügelgebetteter See, eine Stimmung wie am Pechsee in Freieuwalde. Man sollte Bildkunst nicht technisch, sondern subjektiv zu erfassen versuchen. Der Eindruck . . . Dieser ist tief und nachhaltig. Lst. / q £(>*1 fri«dr flrO» ry„re Dprlin» .Lttfcäl Margaretensaal (Neu eröffnet) Eintritt frei! Eintritt frei! Ungarische Kapelle Horvath Sandor Wiener Küche Prima Weine Ia Biere

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