Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1925-11-20 · 47 (20.11.1925) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
5 (1925)
Issue
47 (20.11.1925)
Date
1925-11-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2613366-2613788-2613835--1577-2618954
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

s. Jahrgang Nummer 47 I. Beilage 20. November 1925 WichÄemKZeiliU Die jüdische Gegenwart Tagung der liberalen Rabbiner in Amerika. Ueber die Ende Oktober in Cincinnati st-attgefundene 36. Jahresversammlung des Zentralverbandes der amerikanischen Rabbiner lliberale Richtung) ist noch au berichten: Der Präsident des Rabbincrvcrbandes Dr. Abram Simon knüpfte an die in diesem Jahre abaebaltene Konferenz der Union der orthodoxen indischen Kongregationen. sowie an die Zentralkonferenz der amerikanischen Rabbiner an und führte ans. es war ein erhebendes Bild, wie die Vertreter der Reform mit dev Vertretern des Konservativismus und Ser Orthodoxie zuiammensaßcv und über aemeinsame indische Fragen berieten. Er schlna vor. der auf der Zentralkonferenz vom Vertreter des liberalen Judentums Rabbi Dr. Philipson, vom Vertreter der Orthodoxie Rabbi David de Sola Pool nnd vom Vertreter der Konservativen Rabbi Jacob Kohn gemeinsam eingcbr-achten Resolution betreffend ein Zusammenarbeiten aller drei Gruppen mit dem Ziele der Förderung religiöser und nationaler Interessen des Judentums, ziizustiinmen. Die Entwickelung des liberalen Gedankens im Judentum — fährt der Präsident fort — ist in allen Ländern sehr ermunternd. Die liberale Synagoge Londons, deren Oberhaupt Rabbi Israel L. Mattuck ist. hat am 13 .September ihr monumentales Gotteshaus cingeiveiht. Die Liberale Israelitische Union in Paris hat im vergangenen Frühjahr den 18. Jahrestag ihrer Gründung gefeiert. Der Gedankenlnhalt des liberalen Judentums in allen Ländern hat sich vertieft, die Energie des jüdischen Idealismus ist gewachsen. Der Präsident verlas den Bericht von Mist Liln H. Montagu, Sekretärin des Jüdischen Nelrgionsverbandes. In demBericht wird derPlan öerSchaffung einer Interterritorialen Union der Synagogen nnd Vereine, die die Fortschritts- ^ee des Judaismus pflegen, entwickelt. Es wird auch der Plan einer praktischen Zusammenarbeit auseinandcrgesetzt. Der Präsident schlost sich den Vorschlägen von Mist Montagu an und sagte, eine Konferenz liberal-gesinnter jüdischer Männer und Frauen, Geistlicher und Laien, der Bereinigten Staaten. Englands, Frankreichs .Deutschlands nnd aller Länder. wo um einen weitherzigen Ausdruck der Idee des Judentums gerungen wird, würde ein Leviathanfest des Geistes fein. Ich empfehle, sagte der Präsident, dast die Zentralkonferenz der amerikanischen Rabbiner an Mist Montag» eine Mitteilung senden solle, in der ihre Idee bcgrüstt wird. Auch wir wollen uns mit unseren Brüdern in allen Ländern in der Idee der Weiterentwicklung des reformierter: Judentums und der jüdischen .Kultur vereinigen. Herr Dr. Simon berichtete sodann über das Verhältnis des liberalen Judentums zn Iewish Agency und Palästina-Ausbau. Er skizzierte die nichtzionistische Auffassung der Arbeit in Palästina und erklärte die Bereitwilligkeit der liberalen Bereinigungen in Amerika, mit anderen jüdischen Organisationen im Rahmen der Iewish Agency an dem Ausbau Palästinas praktisch mitznarbertcn. Ter Präsident beleuchtete die Stellungnahme des liberalen Judentums gegenüber der freien wissenschastlichen Forschung und sagte, Neformjudentinn ist ein Ausdruck liberaler Gesinnung. Liberalismus in Religion und in sozialer »Arbeit ist die Forderung unseres Zeitalters und die einzige Basis, ans welcher Toleranz, gegenseitiges Verständnis nnd Freundschaft gedeihen können ES wurde die folgende von Dr. Calisch eingebrachie Resolution über Erziebnilgswescn angenommen: Die Konferenz billigt die Bemühungen, die gemacht wurden, um den allgemeinen Unterricht in den Schulen w zu verkürzen. dast mehr Zeit bleibt, die Kinder in den religiösen Fächern sit unterrichten. Wir mistbilligen die Form des Relcgionsunterrichtes in den amerikanischen Volksschulen und anderen Erziehungsanstalten., ebenso mistbilligen mir die Klassifizierung der Kinder in den Volksschulen nach ihrer konfessionellen Zugehörigkeit. lUnicr Sonderkorrespondent der sich zur Zeit in Amerika anfhält. wird nach seiner demnächst erfolgenden Rückkehr einen eingehenden Bericht über die Tagung in unserer Zeitung veröffentlichen. Die Red.! jüdische Vorlesurigen an der Universität Jerusalem. In der sudaistischen Fakultät der Universität Jerusalem werden im Wintersemester Eä-26 folgende Vorlesungen und Seminarübnngen gehalten werden: 1. Vorlesungen: Pros. Epstein, „Einlcituna in die Textkritik der Mnchna" und „Babylonisches Aramäisch": Dr. G. Scholeni. „Geschichte der Kabbala im 13. Jahrhundert": Pros. Klausner, „Die hebräische Literatur im Zeitalter der Aufklärung 1785 bis 1880"; Rabbiner Assaf. „Babylon und Palästina im gaonäischen Zeitalter": Dr. Schwabe, „Griechisch" für Anfänger und Fortgeschrittene, sowie „Lateiniisch" für Fortgeschrittene. 2. Seminarübnngen: Prof. Epstein hält Semi-- narübungen über „Talmud-Traktat Baba Bathra" und „Die Mischna und Tosscsta zum Traktat Kelim". Dr. G. Scholem hält Uebunaen über den „Sohar": Pros. Klausner hält Hebungen über „Die hebräische Sprache im Zeitalter der Aufklärung" und Rabbiner Ast'as über „Gaonäische Novellen im jüdischen Recht". Weitere Vorlesungen, deren Themen noch nicht feststehen, werden von Dr. N. Gulack und Rabbiner Segall gehalten werden. Das Semester ist mit folgenden allgemein zugänglich«» Vorlesungen eröffnet worden: Prof. Joseph Klausner: „Drei Epochen in der hebräischen Aufklärung" und Dr. Gerhard Scholem: ,„Hat Rabbi Mose de Leon den Sohar verfaßt'?" Jüdische Schachmeister. Am 9. November ist in Moskau das Internationale Schachtournier eröffnet worden. Es war selten der Fall, daß sich so viele hervorragende Meister der Schachwelt an einem Orte zusammenfanden. Groß ist diesmal die Zahl der jüdischen Meister. In erster Reihe zu nennen ist der frühere Weltmeister Dr. Emanuel Lasker. dann Grünfeld au§ Deutschland, Rnbinstein aus Polen, Tartakower aus Frankreich, Svielmann ans der Tschechoslowakei, Leinfisch aus Rolland. Schitomirsky. Werlinsky. Rabinowitsch. Gotthilf und Jliischenökn ans Rußland. Gleich für die erste Runde wurden Dr. Lasker und der fetzige Weltmeister Capablanca als Partner ansgelost. Ihr Spiel dauerte zwei Stunden nnd endigte mit Remis. Als Lasker im Turniersaal erschien, wurden ihm seitct'.Z der anderen Meister große Ovationen bereitet. Zwei Episoden ans dem Marokkanischen Krieg. Von W. O l f f. Icphtas Gelübde in der-Gegenwart. In der in Madrid spanisch und hebräisch erscheinenden Zeitung „La Isrncüia" wird folgende traurige Geschichte, di-e in dem spanischen Städtchen Feduel passiert ist. erzählt. In dem Städtchen Feduel wohnte die Fra» Leonora Grau, eine bekannte Gesellschaft-Wohltäterin. Sie stammte von den Maranncn ab. Bis vor fünfzig Jahren hat diese Familie das Lebe» der Marannen geführt. In der Oessentlichkeit hat sie die Rolle einer fromme» Katholikin geführt, nur im geheimen führte sie ein vollständig jüdisches Leben. Ihr Man». Nosim Grau, war ein Schriftsteller. In der spanischen Prelle bat er viel geschrieben, einige Artikel behandelten auch die Iudenfrage in Spanien. In diesen Artikeln hat er die historische Ungerechtigkeit Spaniens dem jüdischen Volke gegenüber bewiesen, und den Auslassungen widmete man große Aufmerksamkeit. Während Professor Jehuda nach Madrid als Professor der dortigen Universität eingeladen wurde, war Nosim Grau in der Kommission, die ihn mit Ehren empfangen hat. Im allgemeinen hat die Familie Grau eine hervorragende Rolle unter Juden sowie unter Christen aespielt und war überall geschätzt. Nosim Grau starb vor sechs Jahren und hinterlief, eine Frau mit einem einzigen Sohn. Leon Grau, der damals 16 Jahre alt war. Die Mutter hat alles getan. um ihrem Sohn eine gute Erziehung zu geben. Und da in dem Städtchen Feöuel. wo sich nur noch zwei indische Familien befanden, keine Gelegenheit für jüdischen Unterricht war. wurde er nach Madrid geschickt, obwohl es der Mutier schrecklich einsam war. ohne ihren einzigen Sohn zu bleiben. Als in Marokko der Aufstand ausbrach, wurde Leon Grau von der spanischen Regierung als Mjcihriger Jüngling zum Militär eingezogen. Die Mutter geriet in Verzweiflung. Sie reiste gleich nach Madrid und bemühte sich, ihren einzigen Sohn frei?,»bekommen. Es half nichts. Leon wurde Soldat, und nach einigen Monaten wurde er nach der marokkanischen Front abtransportiert Da fing für die Frau Grau eine Zeit der Trauer und Klage an. Tag »nd Nacht betete sie. damit ihr Sohn geschützt werde und ihr einziges Kind bald gesund vom Schlachtfelde wiederkehre. Einmal sagte sie folgendes Gebet: „So wie Jephta lege ich ein Gelübde ab. Gott höre mein Gebet! Wenn mein einziges Kind, mein lieber Sohn ans dem schrecklichen Krieg gesund nnd munter, wie er auszog. wiederkehrt, gebe ich dafür mein eigenes Leben in den Fluten des Flusses als Opfer." Nor einigen Wochen ist Leon Grau wieder nach Hause zu seiner Mutter gekommen, so frisch und gesund, wie er avcgzog. Die Mutter fiel ihm in die Arme, weinte und lachte vot Freude, sie hat ihren einzigen Sohn mit heißen Küssen bedeckt und wußte nicht, was sie mit ihm machen sollte. Tann hat die Mutter dem Sohn sein Ncttlager bereitet, und er schliefmwr Müdigkeit sofort ein. Die Mutter stand an seinem BMc und überzeugte sich, daß er gut schlief. Sie neigte sich über sein Bett und schenkte ihm einen Kuß. Dann ging sie still durch die Türe auf hie Straße. Durch .die dunklen, stillen, schlafenden Gäßchen eilte sie durch die .Nacht mit leichtem Tritt, sie eilte nach der Richtung des .Flusses. Am nächsten Morgen fand der Sohn unter seinen Kissen einen Brief von seiner Mutter, in dem sie ihm von ihrem Gelübde erzählte, und dadurch hat man auch von der schrecklichen Tragödie erfahren. Die Subvanüon. für den Preußischen Landesverband. In der Sitzung vom 13. November d. I. des Preußischen Landtages wurde in zweiter Lesung über die Anträge zum Kultusetat abgeftimmt. Der Antrag des Hauptausschusscs 1. Widerruflich BcdürsniSzuschüsse den Synagogengemeinben zur Besoldung der Rabbiner und deren Hinterbliebenen 209600 Mark: 2. Beihilfe für leistungsschwache Synagogengemeivden behufs Erfüllung ihrer Verpflichtung zur Erteilung von Religionsunterricht 250 000 Mark wurde gegen die Stimmen der Demokraten und des Zentrums abgelehnt. lES ist zu hoffen, daß bei der dritten Lesung des Kultus- Etats im Dezember d. I. der Antrag des Hauptausschusses doch noch zur Annahme gelangen wird. Wir werden nach der dritten Lesung ausführlich auf die Angelegenheit zurückkommen. Die RedI Orthodoxie und Irauenwahlrechi. „Wollen Sie mir freundlichst gestatten, zu einer mich betreffenden Bemerkung in Nr. 46 Ihrer Zeitung mit Gegenwärtigem Stellung zu nehmen. ES wird dort berichtet, daß in einer Versammlung der liberalen Partei der Synagogengemeinde in Bremen die Einführung des Frauenwahlrechts unter anderem mit folgendem Hinweis gefordert wurde: „Nachdem durch das Gutachten des streng orthodoxen Rabbiners Eöva Munk auch die letzten religiösen Bedenken gegen das aktive und passive Wahlrecht der Frauen zur israelitischen Gemeinde geschwunden sind, darf auch die Gemeinde Bremen keinen Grund mehr geltend machen, den Frauen diese Rechte vorzncnthalten und sie dadurch von der tätigen Mitarbeit an de» Gcmeiudeanfsaben fernzuhalten." Ich darf darauf aufmerksam machen, daß hier ein tatsächlicher Irrtum vorliegt. Richtig ist. daß ich in meiner Eigenschaft als Sachverständiger für jüdische Angelegenheiten im Ministerium für Wissenschaft. Kunst und Volksbildung, ebenso wie der andere Sachverständige, H-err Justiz^ rat Leo Lilienthal, ausgefordert wurde, zu einem aus Ein* » sührung des Frauenwahlrechts ihiuziclenöen Antrag auf Genehmigung einer Satzungsänderung gutachtlich mich zir äußern. Der Antrag war von der jüdischen Gemeinde in Berlin gestellt worden. Die den Gutachtern vorgelegte Frage ging nicht dahin, ob die Einfüh* rung des Frauenwahlrechts in Synagoge»-> gemeinden religionsgcsetzlich statthaft sei oder nicht. Tie Gutachter hatten vielmehr zu der Frage sich zu äußern, ob die beantragte Satzungsänderung, obwohl sie mit dem Jndengcsetz vom 23. Juli 1847 im Widerspruch stehe, zu genehmigen sei. Die Entscheidung dieser Frage war nicht nur von staatsrechtlichen Erwägungen abhängig, sonder» auch von der Prüfung der Frage, ob die Satzungen der betreffenden Sunagogengemeinde eine Bestimmung enthalten, gemäß welcher die Fordernngeu de§ RcligionSgesetzeS aller Satzungsbestimmungen zugrunde zu legen seien, und, falls dies der Fall ist. ob die beantragte Aenderung dieser Forderung entspräche. Ich kam zu dem Ergebnis, auf Grund de,r im vorliegenden Falle bestehenden Rechtslage könne die Genehmigung zur Satzungsänderung nicht versagt werden. Bei der Bewertung der geltend gemachten Gesichtspunkte habe ich zwar auch Anlaß gehabt, ganz ausdrücklich und mit Entschiedenheit zu betonen, daß die Einführung des F r a n e n wa h l r c ch t c s in die Verfassung einer Synagogengemcindc de in jüdischen Religio n S g e i etz widerspreche. Ich mußte crber aner, kennen, daß diese Erwägnna nicht ausreiche, um die Versagung der staatlichen Genehmigung zu rechtfertige». Denn die Beobachtung religiöser Vorschriften gehört zu de» ureigensten inneren Angelegenheiten der RcligionSgeselllchaft» in die sich der Staat als solcher auch bei Ausübung feine- Genehmigungsrcchts nicht hindernd cinznmischen hat. Es sei denn, das; die Satzungen einer Sunagogengemeinde di« Zugrundelegung des Religionsgesctzes vorschreibe». Eine solche Bestimmung ist aber in den Satzungen der Jüdischer Gemeinde in Berlin nicht enthalten. Ich war also gezavung«» zu folgern, daß der Staat die Einführung -e§ Frauenwahlrechts in Synagogengemcindc» seinerseits nicht zu hindern berechtigt sei. Daß mithin ans meiner gutachtlichen Feststellung' der Rückschluß nicht zulässig ist, ich hätte vom Rcligionsstanöpnnkte ans die Einsührnng des Frauenwahlrechts. sei es passiv oder aktiv, für statthaft erklärt, daß ich im Gegenteil die religiöse Unznlässigteit ausdrücklich betont habe, dürfte nunmehr klargestellt sein. Mit bestem Dank für die freundliche Aufnahme dieses Erklärung zeichne ich hoch achtungsvollst Rabbiner Dr. E. Munk." Berlin, 17. November 102V' Gute Trompeter. Wir Liberalen sind's allzumal nicht. Aber fast durchweg prachtvolle Musikanten. Die Zionisten sind das vielleicht weniger. Doch sie wissen, daß Kläppern zum Handwerk gehört. In der Kunst der Menschenbehandlung muß Gerechtigkeit sie Meister nennen. Wie sie jeden an seinen Platz stellen, das Problem der Unterordnung lösen, schon die Kinder in den Dienst ihrer Idee spannen, Bewegung schaffen — all das erseht der jüdische Liberalismus durch Bedenklichkeit. Sollte die aber endlich einmal den ander» überlassen nnd dem guten Ziel das rechte Mittel paare». Also da hat der Keren Kajemeth Leisrael sich gesagt: Ekannukah steht bevor. Da werden wir den Jüngsten noch eine Freude machen. Und mehr damit hereinbringe«, alS cs Kosten erfordert. Im Spiel muß die Seele der jüdische» Jugend uns verknüpft werden. Zwei dieser Spiele liegen vor. Jedes mit deutscher, französischer, englischer, hebräischer Erklärung. DaS eine in einfachster Ausführung. Ein Wettrennspiel ohne künstlerischen Wert. Wohin aber rennt ans diesen Leitern der Pfennig, den der Würfel treibt? Zur Büchse deS Kere» Kajemeth Leisrael natürlich. Zu dieser Büchse, die angeblich nur den Boden Israels speist. Bon der in Wahrheit aber die zionistische Bewegung, palästinische Zeitungen, der jüdische Vvlksgedanke mitlcbt. Wirklich reizend ist das andere Spiel. Ein Palästina- Domino. Mit vom jugend-künstlerischen Standpunkt a»-> trefflichen Bildern. „Das Spiel stellt die Verwandlung defür Erez Israel aufgebrachten Geldes in eine blühe»de Kolonie dar." Sagen die Spielregeln. Die Zionisten sind viel zu gute Psychologen, als daß daS Spiel öieZ wirklich täte. Ich werde an einen der besten jüdischen Witze erinnert. „Wohin fährst de. Jankel?" fragt Schlome. —. „Nach Warschau" — „Woher kommst dn?" — „Aus Lod-." —* Darauf Schlome: „Wenn de sagst, de kommst aus Lodz und fährst nach Warschau, denkst de, ich soll glauben, de willst nach Lodz und kommst von Warschau? WaS red'st de? Kommst de also doch ans Lodz und fährst nach Warschau." Nie noch, in langer Beobachtung zionistischer Propagauda. ist mir das Verlogene, aber darum gerade Geschickte, und Gefährliche an ihr so ins Auge gesprungen wie bei diesem Spiel. Ein Pfennig wandert in die Büchse deS Koren Kajemeth Leisrael. Aber er baut nicht etwa eine palästinensiichc Kolonie auf. sondern Kinderland, blühendes, kerndeutsches, senglisches, französisches) Kinderland. 0EBR. KONIGSTR _

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.