Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1925-11-13 · 46 (13.11.1925) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
5 (1925)
Issue
46 (13.11.1925)
Date
1925-11-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2613366-2613788-2613834--1565-2618941
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Aus der Bewegung Die Gründung des schlesische» Landesverbandes. (Vorbericht.) Li-cgnitz. Am Sonntag, den 8. November erfolgte hier auf einer von Delegierten unserer schlesischen Ortsgruppen und Ilis. sowie von Vertrauensleuten aus den meisten schlesischen Mittelgemcindcn zahlreich beschickten Tagung die Gründung des Schlesischen Landesverbandes der Vereun-' flititfl für das liberale Judentum. Die Hauptorganisation war durch Herrn Dipl.-Ina. Woyda und ihren Syndikus. Herrn Rechtsanwalt Tr. Max Mayer, die Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-liberaler Iugendverciue durch Herrn Gerichtsassessor Dr. Lilientlial vertreten. Ter Vormittag wurde durch Beratungen ausgefüllt, die sich an ein ausgezeichnetes. begeisterndes Referat des Herrn Curt Bricnitzer-Breslau über die Ausgaben eines schlesischen Landesverbandes an schlossen und an deren Schluß einstimmig die Gründung des Verbandes erfolgte. Der Vorstand, der einstimmig gewählt wurde, seht sich folgendermaßen zusammen: Brienitzer-Brcslan, Vorsitzender: R.-A. Dr. Scbeyer-Liegnitz. Stellvertreter: San.-Rat Dr. Schlesinger-Oppeln. l. Schriftführer: Rabbiner Dr. Lucas-GIogan, Stellvertreter: Kommerzienrat Pincus-Renstadt. Schatzmeister: zu Beisitzern wurden gewählt: Bauer-Breslau. Berger-Breslau, Mctz- Liegnitz. Dr. Brauer-Ratibor. Frau Instizrat Ollcndvrf- Breslau. Rabbiner Dr. Nellhaus-Hirschbcrg. Frl. Lotte Rosenthal-Breslan und ein Mitglied der libe^^len Inzendgruppe Liegnitz, das die Gruppe selbst benennen soll. Nach einer durch verschiedene Tischreden gewürzten, harmonisch verlaufenen Mittagstafel referierte Frl. Lotte Rosenthal-Breslan iiber das Thema: „Wie gewinnen wir die Mitarbeit der Jugend?", woran sich eine angeregte Debatte schloß. Kurz nach 5 Uhr nachmittags begann die öffentliche Versammlung. Vor einem gewannt lauschenden Publi'knm. das selbst der grobe Raum nicht fassen konnte, sprach in zu Herzen gehender Weise ft-rait Instizrat Ollendorf-Breslau über: „Was will der religiöse Liberalismus?" Unter dem Eindruck der überzeugenden Ausführungen der verehrten Rcdncrin wurde allseitig ans eine Diskussion verzichtet. Bis znr Abfahrt der Delegierten blieb man noch einige Stunden im Hotel Reichshof gemütlich beisammen. Ueber den Verlaus der Tagung, die, wie wir bossen, einen Markstein für die Entwicklung der liberalen Bewegung in Schlesien bilden wird, werden wir noch näher berichten. Auster dem rührigen Vorsitzenden des ncugcgründctcn Landesverbandes Herrn Rechtsanwalt Dr. Schener- Liegnitz und unseren Breslauer freunden Rrieuitzcr und Berger gebührt besonderer Dank für die Vorbereitung der ausgezeichnet verlaufenen Tagung den Herren Markiewitz und Metz. sowie ft-rcm Greta Iacobwhn, die acm Vorstände unserer Ortsgruppe Liegnitz angehören. Berlin. (I ü d i s ch l i b e v ö I c x Iugendverein (ILI) Verkitt: Gruppe Südwesten (Führer Ludwig Lewin. Charlvttenburg 5. Riehlstr. D) berichtet über den letzten Heimabend: „Tie Berichte Esras und Nehemias batten wir am vergangenen Heimabend kennengelcrnt. Daher verwendeten wir unseren letzten Heimabend darauf, uns ein Bild der religiösen Einstellung eines Juden in Jerusalem um die Beit 4W v. Ch. zu machen. Die Gottesvorstellung. das Verhältnis zwischen Gott und Volk, die Ethik des einzelnen, die soziale Lage und schlicstlich der Kultus waren die Punkte, an denen wir uns das Leben jenerZeit anschaulich zu machen suchten. Aus der einen Seite sahen wir dw Partei jener frommen, die einen erbitterten Kampf führen gegen Mischehen, gegen alles Nichtjüdische. die in ihren Massenopscrn. in ihrer Gottesvorstellnng und ihrem Glauben an die Verkettung äusteren Wohlstandes mit sittlichem Hochstand den Einfluß prophetischen Geistes nicht erkennen lassen. Auf der anderen Seite stehen ihnen gegenüber die Dichter von Ruth oder Jona, die Vertreter reinen Mcnschlichkeitsgcfühls. Auch die sozialen Miststände dieser Zeit. in Nehemias Bericht so klar beschrieben, beeinflussen das Gesamtbild. Nun folgt die Festlegung,des PriesterkodereS. der das Thema für unseren nächsten Bibelabend sein wird." Ein Mitglied der Gruppe Norden lFührer Paul HcinrichSdorff. NW 43, In den Zelten 9) berichtet: „Am vorigen Heimabend lasen wir den Schluß des Buches Jena. Gott verzeiht den Bewohnern der Stadt Ninive, denen Jona den Untergang angekündigt hatte. Das verdrvst Iowa sehr, der in einer Hütte in der Nähe von Ninive wohnte. Da liest Gott ein Wunder geschehen: In einer Nacht wuchs ein schöner Baum mit grünen Blättern vor Jonas Hütte empor, der ihm Schatten spendete. Am andern Tag aber war der Baum verdorrt. Darüber war Jona so traurig, dast er sich den Tod wünschte. Gott aber sprach zn ihm: Du bist traurig. wenn ein Banm verdorrt, ich aber soll nicht traurig sein, wenn eine ganze Stadt wie Ninive uutergeht?" Gruppe Osten. (Führcrin Betty Markus, N.68, Schönhauser Allee 452s machte am vorigen Sonntag, G r u p v e W e st e n (Hans Löwcubcrg. Charlottenbnrg, Havelstr. 43) am letzten Sonntag wohlgelungene Fahrten durch den herbstlich schönen Wald in der Umgegend von Berlin. Bremen. (K o n st i t u i e r u n g der neuen Ortsgruppe.) Die Bereinigung für das Liberale Judentum, E. V.. hatte unsere Mitglieder in Bremen zu einem Ausspracheabend über die nächsten Anfgabcn und Forderungen der liberalen Juden in Bremen eingeladen, die am 9. d. M. im Bureau des Herrn Dr. Abraham stattfand. Es wurde dort beschlossen, dast die Ortsgruppe Bremen der Bereinigung für das Liberale Judentum, c. V.. gegründet sei und sich konstituiert habe. Ihr Vorstand besteht aus Herrn Rudolf Apt als Vorsitzenden. Iran Ansbacher und den Herren Joseph, Lennhof, Müller und Tr. Woyda als Bisitzer. Vorstand und Gemeinderai der Fsraeliliichen Gemeinde zu Bremen sotten hiervon in Kenntnis gesetzt werden. Ferner wurde beschlossen: „Die ncugegründcte Ortsgrupve Bremen der Bereinigung für das liberale Judentum, e B. erwartet von ihren Mitgliedern, soweit sie jüdischen Organisationen oder Institutionen angehören, dast sie unter Wahrung des Bestrebens. die Einheitsgcmeindc in Bremen zu erhalten, von ihren MitgUdern eifrigste Mitarbeit innerhalb der risraelitischen Gemeinden zu Bremen. Sie erwartet ferner suchen. Als nächstizulösende Aufgabe betrachtet die Ortsgruppe die folgenden: 4. bei voller Aufrechterhaltuna der Einheit der Gemeinde streben wir eine Gestaltung des Gottesdienstes, insbesondere an den hohen Feiertagen an, die Ser großen Anzahl der fortschrittlich gesinnten Gemeinde- Mitglieder wahre religiöse Erbauuna bieten kann. 2. Wir verlangen umgehend das Znsammentretcn der von der hiesigen Gemeinde eingesetzten Satzungskommission und erwarten, dast die schon lange in Angriff genommenen neuen Satzungen der Gemeinde nunmehr umgehend einer Gcncralversammluna zur Beschlutzsassnna vorgelegt werden. 3. Es sind unverzüglich bet den zuständigen Behörden geeignete Schritte zu unternehmen, um staatliche Anerkennung der hiesigen israelitischen Gemeinde und damit die Znmicgvangehörigleit jedes in Bremen wohnhaften Inden, soweit er nicht seinen Austritt erklärt, berbelzuführen. 4. Es sind unverzüglich geeignete Schritte zu unternehmen. um zur Entlastung der Gemeindefinanzen endlich Staatszuschüsse für die Religionsschule der Gemeinde und die Beamtengehälter zu erhalten. Die Handhabe hierzu bilden die Bestimmungen der geltenden deutschen ReichSverfassung und die Verhältnisse in «ruderen deutschen Ländern. 3. Nachdem durch das Gutachten des streng orthodoxen Berliner Rabbiners Eöra Munk auch die letzten religiösen Bedenken gegen das aktive und passive Wahlrecht der Frauen zur Israelitischen Gemeinde geschwunden sind, darf auch die Gemeinde Bremen keinen Grund mehr gellend machen, den Frauen diese Rechte vorzuenthalten und sie dadurch von der tätigen Mitarbeit an den Gemcindeaufgaben fernzuhalten. Wir werden, soweit dies nicht schon geschehen ist, durch entsprechende Anträge an den Gemeinderat und in der Generalversammlung diese Forderungen zur Geltung bringen und erwarten dabei die Unterstützung aller fortschrittlich gesinnten und um das Wohl unserer Gemeinde besorgten Glaubensgenossen." Im übrigen wurden Fragen lokalen Charakters besprochen, Die Ortsgruppe konnte bereits eine Anzahl Neuanmeldungen verzeichnen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 2.60 M. vierteljährlich inkl. freier Zustellung der „Jüdisch- Liberalen Zeitung. Hamburg. (Bereinigung für das liberale Indent u m.) Am Donnerstag, den 22. Oktober 4926, hielt die im Laufe des Jahres neu konstituierte Ortsgruppe der Vereinigung für dgs liberale Judentum, Hamburg, ihre erste gröstcre Versammlung ab. Zu dieser hatte sie Herrn Rabbiner Dr. Baeck aus Berlin als Redner gewonnen. Der Erfol-g der Versammlung zeigte, das; in d-er Tat kein würdigerer und geeigneterer Redner für die erste Repräsentation der Sache hätte gefunden werden können. Die Versammlung war beinahe überfüllt. Der wie immer meisterhafte Bortrag ergriff die Hörer. Herr Rabbiner Dr. Baeck führte ungefähr folgendes aus: „z§s ist der revolutionäre Gedanke, den bas Judentum in die Welt brachte. Wohin dieser Gedanke kam, da war der Friede des ewigen Gleichbleibens erschüttert. Die Welt, in die der jüdische Gedanke nicht gelangt ist. erfreut sich noch beute des Gleichmastes: Das ferne Asien, Indien, China. Japan — die Welt des Buddhismus, des Brahmanismus, die Welt Kung Fu Tscs und Lao Tses. Diese Welt ist das VcrgangenhcitS- und GegenwartSgebiet — die Welt aber, in die das Judentum unmittelbar oder mittelbar gelangt ist. ist das Zukunstsgebiet. T^en Begriff „Zukunft" hat der indische Geist erst geschaffen: der alten Welt blieb er unverständlich. Dieser Zukunftsgedanke, dem Judentum eigen, verursacht immer eine Revolution, wenn er lebendig wird. Durch dielen Gedanken haben Christentum, Islam, Reformation und Sozialismus gesiegt. In diesem Gedanken ist aber auch noch etwas anderes enibalten, das Nietzsche verächtlich „Sklavcnmoral" genannt hat. Cs ist vielleicht das Furchtbarste in der Geschichte, daß sie von den Siegern geschrieben wird. Nur eine Geschichte gibt es, die die Besiegten, die Schwachen, die Unterlegenen, die Wenigen geschrieben 'haben, das ist die Geschichte der Juden, die in der Bibel steht. Ein einziges Mal haben zwar nicht die „Sklaven", abe? die Besiegten Geschichte geschrieben, und sie waren auch die einzigen, die diese Geschichte schreiben konnten, weil sie der Zukunft gewist waren. Wer das Gute durchsetzen will, stöstt immer ans Widerstand: zum Bösen aleitcn wir von selbst herab, zum Guten aber müssen wir emporgehoben werden. Der Fromme ist immer ein Märtyrer. Der alten Welt war die Idee des Märtyrertums fremd. In der griechischen Welt bat es zwar — als einziges Analogon — einen Sokrates gegeben, aber dieser war kein Märtyrer, sondern ein Mensch, der dem Leben gleichgültig und gleichmütig gegcnüberstaud. Erst durch das Judentum ist das Märtyrertum in die Welt hineingebracht worden, das „Du sollst" fordert alles vom Juden, bedeutet mehr für ihn als das irdische Dasein. Aber der jüdische Geist hat nicht nur die Unruhe, sondern auch die Vollendung in die Welt gebracht: die Idee des Sabbats. Alles Drängende. Stoßende, Unruhige findet hier seine Erfüllung und Lösung. Das ist das Tiefste, was der jüdische Geist der MensMeit gebracht bat. Zukunft ist nicht nur Drängendes und Stoßendes, sondern auch Sabbat. Das Unterliegen ist nicht nur ein Apvell au die Zukunft, sondern es bat auch sein Sabbatliches. Das Martyrium ist nicht nur Hingabe des Lebens, sondern auch Sabbat. Sabbat ist ein anderes als „Ruhe" im alltäglichen Sinne. Es ist nicht Nichtstun, Sich-nicht-bewegeu Der Gegensatz zu Sabbat ist Plcbejertum und „Keine Zeit haben" — beides im Grunde dasselbe. Es gibt nichts Plcbeierisches als keine Zeit zu haben. Wo nur das Drängen nnd Treiben, nur die Unruhe in der Welt ist, da könnte der jüdische Geist zum plebejischen - werden. Dieses Plebeicrtnm findet sich bei vielen Juden, aber es ist nicht jüdisch. Sabbat bedeutet Zeit haben, für Gott, für die Seele, für den Geist, für das Ich. Das ist die versöhnende Idee des Judentums. Einmal in der Woche, einen Tag oder wenigstens einen Abend Zeit haben, einmal Mensch sein. Aristokrat sein. Nur dnrch den Sabbat wird der Jude ein Aristokrat, nur dadurch findet der jüdische Geist seine Versöhnung." Dem Vorträge folgte keine Aussprache, da der so starke und tiefe Eindruck nach dem Empfinden aller hätte nur vermindert werden können. Lediglich unter Ausdeutung des Inhalts des Baeckschen Vortrages als Erneuerung des Judentums vom Geiste her. dem Ziele deS liberalen Judentums, wurde durch ein vom Vorstand ersuchtes Mitglied an 'die Anwesenden die Aufforderung zum Beitritt zur Vereinigung gerichtet. Der Erfolg war nicht nur ein geistiger und moralischer, sondern vor allem auch ein greifbarer für die neu geschaffene Organisation durch Zugang neuer Mitglieder. IÜf Bersammlungskalender j||| Berlin. (Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin, c. B., Bezirksgrnpve Wcstl. Vororte.) Am Mittwoch, den 48. November, abends 8 Uhr, findet im Ratskellersal in Friedenau eine öffentliche Versammlung statt, in der Herr Lehrer Robert Hirschseld sprechen wird, Unsere Mitglieder erhalten noch besondere Einladung. Wir bitten dringend um zahlreiches Erscheinen, damit auch unsere Gegner, ans deren Besuch wir rechnen können, ein achtunggebietendes Bild des liberalen Interesses in den südwestlichen Vororten erhalten. Gäste sind zu dieser Versammlung herzlich willkommen. BreSlan. (Jüdisch-liberaler Jugendverein „Abraham Geiger".) Mittwoch, Bußtag, den 18. November, abends 8 Uhr spricht im Schiedmayersaal, Karlstr. 48-49. Herr Gemeinderabbiner Tr. Felix Golömann-Leipzia über das Thema: National, international» übernational. Vollzähliges Erscheinen aller Mit-glieder und Freunde an diesem Abend Ehrenpflicht. Gäste willkommen. EottbuS. Der Syndikus der Vereinigung für daS liberale Judentum, Rechtsanwalt Dr. Max Mayer-Berlin, wird am kommenden Sonntag, den 16. November, abends 8 Uhr. vor fcI I <3r° höre Margaretensaal (Neu eröffnet) Eintritt freit Eintritt frei! Ungarische Kapelle Horvath Sandor Wiener Küche Prima Weine Ia Biere den hiesigen Gemeindemitgliederu über die Grundlagen deS religiösen Liberalismus und die Ziele der Vereinigung 'prechen. Tie Veranstaltung findet im Saale des „Kaiseradler" statt. Frankfurt a. M. (Freisinniger Verein für jüdisches G e m e i n d e l e b e u.) Der Verein veranstaltet im Winter einen Vortragszyklus „Das Judentum innerhalb der Kultur der Gegenwart". Es ist gelungen, die nachstehend genannten Redner zu gewinnen, die im Nahmen dieses Zyklus sprechen werden . Montag, den 30. November 4925, abends 8 Uhr, Herr Siudieudirerter Tr. O. Triefen über „Das Judentum der Zukunft". Dienstag, den 46. Dezember, abends 8 Uhr» Herr Rabbiner Tr. W. Salzbergcr über „Die Weltkonferenz für praktisches Christentum im Lichte des Judentums". Montag, den 11. Januar 492(1 abends 8 Uhr, Herr Studienrat Dr. Kurt Joachim Grau über „Die Bibel in der neuen deutschen Ballade". M o n t a g. den 26. Januar, abends 8 Uhr, Herr Rabbiner Tr. & Scligmaun über „Religion und Wissen« srbasl". "M ittwo ch, den 17. Februar, abends 8 Uhr, Herr Studienrat Dr. Arthur Galtiner über „Wandlungen religiösen Erlebens in der bildenden Kunst". Montag, den 8 März, abends 8 Uhr, Herr Rabbiner Dr. A. Lazarus über „Tie Inden und das Wirtschaftsleben". .7!- Mittwoch, den 24. M ä r z. abends 8 Uhr, Herr Rab«. Diner E. Kronheim über „Was heißt und zn welchem Ertöt studiert man jüdische Geschichte?" M o n t a g, den 42. A v r i l. abends 8 Uhr, Herr Frank Rothschild über „Der Jude in der Musik". Sämtliche Vorträge finden im gvßen Saal des Dr. Hochschon Konservatoriums, Eschershcimer Landstraße 4. statt» und sind alle Mitglieder nnd Freunde, sowie auch alle Mitglieder der Gemeinde und ihre Angehörigen zur Teilnahme an diesen Vorträgen eingeladeu. Karten zn dem GeiamtZyklns sind bei der Musikalienhandlung V. Firnberg. Schillerstr. 20, und zu den einzelnen Berlyägl'u ebenda und au der Abendkasse erhältlich. Frankfurt a. M. (Jüdisch-liberale Jugend- § e m e i n s ch g f t.) Sonntag, den 16. November. Tageswanderung dnrch den Borsvcssart. Treff nun kt: 8 Uhr 16 Minuten. Eingang Ostbahnhof. Sonntagskarte nach Kahl lösem Kahl Alzenau-Niederrodenbach. Rückkunft gegen 7 Uhr. Gäste willkommen. Samstag, den 21. November: Heimatabend bei Dr. Hoffman n. Nicdenau 37. 2 Tr. Tbcma: 1. Tagesereignisse, 2. Einführung in das erste Buch Mose (Nabü, Dr. Jacob in der Zeitschrift „Der Morgen".) Forst (Lansitz). Am Sonntag, den 16. November, nachnnttags 4 Uhr pünktlich, findet hier im Mohrschen Hotel eine Versammlung statt, in der der Syndikus der Vereinigung für das liberale Judentum, Herr Rechtsanwalt Tr. Max Mancr-Berlin. über das Thema: „Was ist und was will der religiöse Liberalismus?" sprechen wird. Hamburg. (Jüdischer Ingcndbnnd Hamburg.) Wir teilen unseren Mitgliedern und Freunden mit. daß wir laut Beschluß der letzten Versammlung wieder an jedem Mittwoch im Logenheim. Hartunastr.. beisammen sind. Herr Tr. Lu b a sch hat stch bereit erklärt, die Leitung einer Vortragsreihe zu übernehmen, die das Thema: „Das Buch Iesaia" znm Geaenstand hat. (Mitbringen der Rcklam-Ansgabe aleiclien Titels erforderlich!) Diese Abende beginnen am Mittwoch, den 26. d. M. und finden vierzehntägig statt. An den übrigen Mittwoch--Ahcnden ist 'Heimabend. Am Mittwoch, den 48. d. M.. machen wir eine Wanderung. Einführungen erwünscht. Stettin. Am Montag, den 23. November, veranstaltet die hiesige Ortsgruppe einen Vortragsabend, an dem Herr Dr. Martin Meyer-Stettin über den Preußischen Landesverband indischer Gemeinden und Herr Rechtsanwalt Dr. Mar Mayer-Berlin. Syndikus der Bereinigung für das liberale Judentum, über das Thema „Der Einzelne und die Gemcillschast im rcligiöscu Liberalismus" sprechen werden. Näheres in der nächsten Nummer dieses Blattes. r« Berlin. Der liberale Synagogenverein richtet in diesem Winter Hebräische Kurse tür die reifere Jugend . sowie Barmizwakurse für Knaben und Eimegmmgskurse für Mädchen ein. Leilung der Kurse-. Herr Rabbiner Dr. Salomonski. Meldungen bei ihm, Bendlersfr. 18 (Nollendorf 3366), oder bei dem Vor« sifzenden Herrn Falkenberg, Loftumstr. 22 (Norden 10991), oder bei der Geschäftsstelle: Arthur Zander, Berlin C54, Lin!ens!r45 (Norden 3233.) i, 470^79490549249^4967

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.