Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 45 (6.11.1925)
- Date
- 1925-11-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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UNSERE RÄTSEL-ECKE Kammrätsel Nachfolgende Buchstaben AAAAA BB C D EEEEEE FF G H I I I I I KLLLLMM NN Ö P RRR 5 5 5 8 TTTTÜ sind so in die Felder einzuordnen, Laß die senkrechten Reihen Wörter von sollender Bedeutung ergeben: 1. Uraltes Blasinstrument- 2. ein durch Noah bekanntes Blatt; 8. Sohn Josephs; 4. heiliges Versprechen; a Poetische Briefe; 6. jüdischer Monat. Die wagerechte Reihe nennt eine Gott ergebene Gesinnung. ZahlenrLttsel 12 3 1 Vater eines jüdischen Königs 2 1 4 5 6 7 Ort in Samarra 8 3 5 6 9 Jakobs Frau 3 10 8 3 5 3 7 Stammvater 6 11 12 7 In der Bibel viel erwähnte Landschaft 9 6 18 1 14 1 15 16 2 Teil des Pentateuchs Die Anfangsbuchstaben dieser Worte trennen ein untergegangenes jüdisches Reich. Drehrätsel Die Quadrate sind so zu drehen und aneinanderzufügen, daß drei wagerechte Reihen entstehen, die je eine Stadt in Palästina nennen. Paradox? Ein Weiser stahl, so warmir kund Die Lieblingsfrau dem Zeus; Kauls Sohn entsproß der beiden Bund. Wie? Paradox? Wer weißt » fr fr Auslösungen der Rätsel von voriger Nummer: 1. Bilderrätsel. Alles Göttliche auf Erden ist ein Lichtgeöanke nur. j 2. Silbenrätsel. , Himmelsleiter. 3. Gleichnamig. Nathan. 4. Israels Heil. Gebote. Der Vorsitzende berichtete sodann, daß der Vorstand beschlossen habe. um die Tätigkeit des Vereins wieder zu beleben. im Laufe des Winters einen Zyklus von Vorträgen unter dem Titel: „Das Judentum innerhalb der Kultur der Gegenwart" zu halten und haben sich acht hervorragende Persönlichkeiten hierzu bereit erklärt. Die einzelner Themen sollen noch genannt werden. Die Vorträge finden jeweils im großen S-aal des Dr. Hochscheu Konservatoriums statt und verteilen sich über die Monate Ende November bis Anfang April. Herr Rechtsanwalt Dr. H. Hoffmann, Vorsitzender der indisch-liberalen Jugend-Gemeinschaft. erstattete Bericht über die Arbeiten während der Sommermonate des neu gegründeten Jugendvereins und entwickelte das Winter-Programm, sowie die Werbetätigkeit des Vereins. Er beabsichtigt nicht nur das Interesse zum liberalen Judentum in der Frankfurter Jugend zu beleben und zu begeistern, sondern auch mit Jugend-Gemeinschaften in der näheren Ilmgegend in Fühlung zu treten. Seine Ausführungen fanden lebhaften Beifall bei der Zuhörerschaft und seitens des Vorstandes wurde ihm der Dank für seine bisherigen Bemühungen und die besten Wünsche für seinen weiteren Erfolg ausgesprochen. Liegnid. (Liberaler Verein der Synagogengemeirrde Megnitz.) Am Montag, den 19. Oktober ö. I. fand unser 1. Vortragsabend in diesem Winterhalbjahr mit Herrn R.-A. Erich Spitz als Redner statt. Thema: „Von indischer Renaissance". Besser, wie er sagte, „von jüdischer Selbsterkenntnis". Dr. S. schildert die Juden zunächst vor der katholischen Gesetzgebung, als Nomadenvolk, später in Aegypten als Sklavenvvlk. Sie waren Ackerbauer und Wiuzei., wie auch das Buch Ruth und der Talmud berichten. Mil der Gesetzgebung der Katholiken kam das Unglück über die Juden, machte sie landfremd und heimatlos. Man verbot das Zinsnehmen, gestattete es jedoch den Inden. Unsere Vorfahren haben das Leben leben müssen, das man ihnen aufgezwnngcn hat. Jetzt rächen sich die Sünden, der Vergangenheit, die jüdische Eigenart reizt andere zum Haß aus. Nach dem Blutrausch der Kreuzzüge eingevfercht hinter die engen Mauern des Ghettos — fern dem freien, frohen Lehen da draußen! Erst die französische Revolution machte die Juden zu Gleichen unter Gleichen. Doch nun zerbröckelte das Familienleben, die Frömmigkeit verschwand. Es blieb die berufliche Einseitigkeit, die im Ghetto großgczogen worden war, körperliche Inferiorität, fern dem Ackerbau, fern dem Handwerk. Handel und Wucher blühten — nur beim Austausch der Güter kommen Ackerkorn und Pflanze in jüdische Hände, der Jude pflanzt und pflegt sie nicht. Der Kaufmann wird einseitig intellektuell. Der Jude ist körperlich, geistig und seelisch Produkt seiner herben Vergangenheit. Der heutige Jude muß alles tun. um die Mißachtung der anderen zu bekämpfen. Es muß gebrochen werden mit der jüdischen Einseitigkeit. Jeder junge Jude muß seinen Körper stählen, muß sich sportlich betätigen. Jüdische Siedlungen sollen erstehen — der Frontbunö leistet hier wie dort zähe Arbeit — will die Jugend wieder zur Scholle zurückführen. Ankauf des Lehrgutes? — Das jüdische Haus, die Innigkeit des jüdischen Familienlebens mutz wiederhergestellt werden! Wenn überall erst wieder die Sabbatkerzen brennen, wenn Seöer-Abend und alle anderen Feste wieder religiös gefeiert werden, dann wird es eine Generation geben, die ganze Arbeit leisten wird!! WaS uns nottut. ist: jüdischer werden — deutscher werden! Der Redner schloß seinen von hohem Idealismus erfüllten Vortrag mit der Aufforderung: Wir wollen uns in diesem Sinne assimilieren! „Wenn Jhr's nur wollt, ist es kein M ü r ch e n! I" Endloser Beifall der begeisterten Zuhörer, unter denen die Jugend zahlreich vertreten war. folgte den hochinteressanten Ausführungen! Dr. Scheyer dankte in warmen herzlichen Worten dem Freund und Führer, wenn er sich auch nicht bedingungslos mit allem einverstanden erklärte. Dr. Scheper sagte: Unproduktive Arbeit ohne Juden. Wir lind ein wesentlicher Bestandteil des Volkes — siehe Einstein, Ehrlich, Preuß, Staub usw. — Die liberale Idee muß jetzt arbeiten — wir dürfen nicht warten! Wenn erst die nächste Generation arbeitet, ist es zu spät. — In der nun einsetzenden Diskussion behauptet Herr Metz, körperliche Ertüchtigung sei auch bei der reiferen Jugend vorhanden — der körperliche Rückgang der Juden in Deutschland sei überwunden. — Dr. Naumann hält Umschichtung der Berufe für sehr erstrebenswert — er glaubt. Deutschland werde ein Industrieland werden. In seinem Schlußwort sagt Dr. Spitz, das sei das Unbefriedigende, daß wir uns sozusagen nur an die gedeckte Tafel setzen. Der Jude werde dadurch allzuleicht zum Objekt des Hasses. Die anderen haben noch Banernblut in sich — bei uns ist eine körperliche Minderwertigkeit — ererbte Jnseriorjtät. —Friedrich Naumann träumt davon: „Bauerngut an Bauerngut von der Elbe bis an die russische Grenze." Möge der Jude sein rechtlich Anteil daran haben, damit der Haß unsere Kinder nicht noch stärker zerreiße. Magdeburg. (Jüdisch-liberaler Jugendbund ^eintat".) Am 24. Oktober gab der ,Jli-.Heirnat", Magdeburg. einen großen Ball, auf dem außer den Vertretern anderer jüdischer Jugenbvereine Magdeburgs auch Delegierte der Arbeitsgemeinschaft jüd.-lib. Jugendvereinc Deutschlands erschienen waren. Die sehr große Schar Besucher dieses Festes ließ das Interesse erkennen. das man in Magdeburg dem „Jli" zuwendet. Es gelang dem „Jli"-Magdeburg ausgezeichnet, seine Gäste zu unterhalten und einen Abend voll Geselligkeit zu schaffen. Von den Darbietungen fanden besonders die Rezitationen Heinz Vrandensteins und der Grotesktanz des Paares Ha-Lo ungeteilten Beifall. Man hofft, daß der Erfolg des Abends sich auch in der Weiterentwicklung des „Jli"-Magdehurg bemerkbar machen wird, indem recht viele Magdeburger, die noch nicht zu unserer Bewegung gehören, sich an unserer eigentlichen — ernsteren Arbeit beteiligen. ♦♦♦♦«♦♦♦♦♦♦♦♦♦»♦»♦♦♦♦•♦♦♦♦••♦♦♦♦♦♦♦»♦♦»♦♦»»♦♦MM» Lersainmlrmgskalend er ♦MMMMM»MMMMMMMM»M»»MM»M Berlin. (Liberaler Verein für die Angelegenheiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin E. B., Bezirksgruppe Westen und westliche Vororte.) Wie schon in der vorigen Nummer der Jüdisch-liberalen Zeitung angekündigt, findet am Montag, den 9. November, abends 8V? Mir, im Noten Saal des Logenhauses. Kleistür. 12. eine öffentliche Versammlung der Bezirksgruvpe statt, in der Herr Rechtsanwalt Dr. Max Mayer, Syndikus der Bereinigung für das liberale Judentum E. B. über das Thema: „Religiöser' Liberalismus in Gesinnuua und Tat" und Herr Professor Dr. Moritz Türk. Mitglied der liberalen Fraktion der Berliner Repräsentantenversammlung. über „Vergangene Arbeit und zukünftige Aufgaben der Berliner jüdischen Gemeindeverwaltung" sprechen werden. Eine Aussprache ist selbstverständlich vorgesehen, in der auch Gegner zu Worte kommen werden. , Wir bitten unsere Freunde, recht zahlreich zu dieser Veransvaltuna zu erscheinen, zumal auch Gegner eingeladen sind, denen wir ein Bild des Interesses unserer Gesinnungsgenossen an den zur Debatte stehenden Fragen bieten müssen. . Im gleichen Raum findet um 8 Ubr eure Mitgliederversammlung statt, in der der Geschäftsbericht erstattet und die Neuwahl des Bezirksgruppenvorstandes vorgenommen werben soll. Die Versammlung schließt pünktlich um 814 Uhr: -wir bitten deshalb unsere Mitglieder, um 8 Uhr vünktlichst zur Mitgliederversammlung zu erscheinen. Berlin. (Liberaler Verein fürdieAngelege nheiten der jiidischen Gemeinde zu Berlin E. D., Bezirksgruppe C h a r l o t t e n b u r g.) Ihre erste öffentliche Versammlung im Winter - Halbjahr 1925/26 hält die Bezirksgruppe am Mittwoch, den 11. November 1925, abends 8% Uhr, im Verwaltungsgebäude der Synagoge. Jasanenstraße. ab. Der Syndikus der Vereinigung für das liberale Judentum E. V.. Rechtsanwalt Dr. Max Mayer, wird über bas Thema „Falscher und 'wahrer Liberalismus in Theorie und Praxis" sprechen, woran sich eine Aussprache schließen wird. auch Gegner zu dieser Versammlung geladen sind, bitten wir unsere Freunde um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Vor der öffentlichen Versammlung findet um 8 Uhr vünktlichst im gleichen Raum eine Mitgliederversammluna statt, in brr der Geschäftsbericht erstattet und die Neuwahl des Bezirksgruppeuvorsbandes vorgenommen werden soll. Da diese Versammlung spätestens um 814 Uhr beendet sein muß, ist rechtzeitiges Erscheinen unserer Mitglieder unbedingt nötig. Berlin. (LiberalerVereinfürdie Angelegenheiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin E. B. Frauen Versammlung.) Die im Winterhalbjahr 1924/25 so erfolgreich begonnenen Frauenveranstaltungen des Vereins sollen auch in diesem Winterhalbjahr fortgesetzt werben. Die erste Frauenzusammenkunft findet am Mittwoch, 11. November 1925, nachmittags 4N Uhr, im Hause der Frau Rosa Sachs. Brückenallee 1 (am Bahnhof Bellevue) statt. Herr Rabbiner Dr. Leo Baeck hat sich in liebenAwücdigcr Weise bereit erklärt. über das Thema «Der Platz der Frau im Kultus" zu sprechen. Nach dem Vortrag ist eine Aussprache vorgesehen. Wir hoffen bestimmt. Laß die liberalen Frauen unserer herzlichen Einladuna gern und zahlreich Folge leisten nnd auch die weibliche Jugend nicht fehlen wird. Berlin. (Liberaler Synagogen verein Norde n.f 1. Gemeindeabend in diesem Winter findet Mittwoch, den 18. November, 5—7 Uhr, Schönhauser Allee 162, als Synagogenkvnzert statt. Mitwirkende die Herren Alfred Wittenberg (Geige), Lundgren (Orgel), die Damen Staatsopernsängerin Frl. Major (Gesang), Frau Johanna Mayer (Rezitation), der verstärkte Synagogenchor (Dirigent Herr Max Kohn). Der Ertrag fließt in die Unterstützungskasse für das notleidende Alter und den Mittelstand. Karten, sind zu haben: in der Geschäftsstelle Arthur Zander. Berlin E. 54, Linienstr. 45, Norden 3233: in der Buchhandlung I. & M. Salomon, NO. 56, Weißenburger Str. 73, Humboldt 4627: im Auerbachschen Waisenhaus, Direktor Plaut, NO. 85, Schönhauser Allee 162, Humboldt 281: beim Vorsitzenden H. Falkenberg, N.64, Lottumstr. 32, Norden 10991: bei M. Gottfeld, NO. 55, Heinrich-Roller-Str. 24, Königstadt 1814: im Hauptbureau der Lib. Bereinigung, SW. 48, Wilhelmstraße 147, Lützow 9160. ' Berlin. Liberale Synago geNoröen, Schönhauser Allee 182 (Auerbachsches Waisenhaus). Der Gottesdienst beginnt am F r e i t a g, den 30. d. M., abends 7,15 Uhr. Predigt Rabb. Dr. Salomonski. Am Sonnabend, den 31. d. M. beginnt der Gottesdienst vormittags um 10 Uhr. B e i t r i tt s e r k l ä r nn g e n sind zu richten an unsere Geschäftsstelle: Arthur Zander. Berlin E. 54. Linienstr. 45. Telephon: Norden 3233. Berlin. (Liberaler Synagogenverein Norden.) Der liberale S y n a g o g e n v e r e i n Norden richtet in diesem Winter Hebräische Kurse für dje reifere Jugend sowie Barmizwakurfe für Knaben nnd Einsegnnn gskurse für Mädchen ein. Leitung der Kurse: Herr Rabbiner Dr. Salomonski. Meldungen bei ihm, Benülerstr. 18 (Nollendorf 3366), oder bei dem Vorsitzenden H. Falkenberg, Lottumstr. 22 (Norden 10991), oder bei der Geschäftsstelle: Arthur Zander, Berlin (5.54, Linienstr. 45. (Norden 3288.) Berlin. (Jüdisch-liberaler Jugcndverein E. B.) Wir machen bereits hcnte ans den am 10. d. M. stattfindenden Bortrag von Fräulein Rita Scherk über „Die Mystik in den ersten Kapiteln der Genesis" aufmerksam.. Breslau. (Jüdisch-liberaler Iugendvereitz „Abraham Geiger"). Briefadresse: Alfred Berger, Breslau 13, Avgnstastr. 67. So n n t ag, d e n 8. 2! v v e m b e r : Schlesische Tagung der liberalen Haupt- und Jngendvereine in Liegnitz im „Reichshof". Vollzähliges Erscheinen aller Breslauer Mrtalieder nnd Freunde ist unerläßlich. Abfahrt Breslau Hanptbahnhof, Personenzug 7 Uhr 58 Minuten, Schnellzug 8 Uhr 41 Minuten. Mittwoch, den 11. November, abends 8>: Uhr. bei Freund, Neudorsstr. 37. Gruppe „Süden". Leitung: Alfred Berger. Thema: Warum bin ich liberaler Jude? Einleitendes Referat: Günter Goldblnm. Berciilsmitglieder, die der Gruppe nicht augehören, als Gäste willkommen. Voranzeige: Vortrag des Herrn Gemeinderabbincr Dr. Goldmann-Leipzig: National, International, Uebernational. Zeit und Ort wird durch Sondereinladung bekanntgegeveu. Frankfurt a. M. (Jüdisch-liberale Jngendg e m e i n s ch a f t.) Samstag, den 7. November, abends 81,1 Uhr, Heimabend, bei Dr. Edinger. Bockenheimer Anlage Nr. 49. So n n t ag , d e n 8. N o v e m b e r, vormittags 10 Uhr, Führung durch den nlteu jüdischen Friedhof. Treffpunkt: Eingang Stolzcstraße der Synagoge am Böruevlatz. Köln. (Vereinigung für das liberale Judentum der Synagogen gemein de K ö l n.) Montag. den 9. November, abends 8% Uhr, im Saal der Rheiirlanöslöge. Eäcilrenstraßc. Bortrag des Herrn Rabbiner Dr. Max Dienemann-Osfenbach über das Thema: „Was ist liberales Judentum?" Gäste herzlich willkommen! Spendenliste. (Abgeschlossen am 31. Oktober 1925.) An weiteren Spenden gingen ein: 10 Mk. Dr. Guggenheim-Ossenboch, 6 Mk. Bär-Dort» wund, 5 Mk. San.-Rat Dr. L. Nenmann-Breslau, Albert Rose-Köln, 4 Mk. S. Benjamin-Dortmund, 3 Mk. Abr. Auser-Berlin, 2.59 Mk. Fr'. Henriette Eckstein- Leipzig, 2 Mk. M. Würzrveiler-Dortmrmd, H. Äw reuter-Dortmund, Fr. A. Allen Spendern danken wir herz liehst. Mitglieder und Freunde! Folgt diesem Beispiel und fördert auch finanziell unsere Bewegung! (Postscheck-Konto: Vereinigung für das liberale Judentum E. V., Berlin NW 7, Nr. 137 069.) Vereinigung für Las liberale Judeutnnr E. V. Hindenbura so betitelt sich eine Schrift, die wesentliche politische Erkenntnisse vermittelt. Theodor L e s s i n g, Professor an der Technischen Hochschule in Hannover, entwirft das Bild des Reichspräsidenten und zeigt, wie eine Stellungnahme vor der Wahl eine neue skandalöse Unterdrücknna republikanischer Meinungsfreiheit gezeitigt hat. Für die Freiheit des Wortes tritt H e r b e r t Enleuberg in einem Nachwort ein. Anch M a x i m i l i a n H a r d e us geistvolle politische Paradoxe machen das Buch zu einer genußreichen Lektüre. ES kostet 1,20 M. und ist bei Hapke it. Schmidt, Berlin W. 8, erschienen. Pelz — die grobe Mode! Wohl selten ist mit so starker Betonung als in diesem Jahr das Tragen von Pelzwerk als oberstes Gesetz der Mode hervorgehoben worden. Schlechthin ist eine Dame der eleganten Welt ohne Pelz eine Unmöglichkeit. Wo aber die Kosten eines Pelzes oder einer Pelzjacke nicht erschwinglich sind, füllt der reich mit Pelz besetzte Mantel, den eS in den wundervollsten und mannigfachsten Kombinationen gibt, die Lücke aus. Selbst die Nachmittags- und Abendkleider sind mit Pelzwerk verziert. wodurch ganz einzigartige Wirkungen in Farbe und Form erzielt werden. Wer sich über Pelze im besonderen orientieren will, hat dazu in den großen, zweckmäßig ailsgestatteten Verkaufsräumen des Pelz-Spezial-Hauses C. A. Herpich Söhne. Berlin, Leipziger Str. 9/11, die denkbar beste Gelegenheit. Ohne Kaufzwang werden hier die seltensten Pelzexemplare gezeigt, auch jeder Rat bezüglich Umänderung von Pelzen usw. bereitwilligst erteilt. Wer diesem -Ruse folgt, kann gleichzeitig eine zweite Sehenswürdigkeit des Hauses Herpich in Augenschein nehmen, die neu eingerichtete dritte Etage mit deutschen und echten Teppichen. Welche Auswahl hier vor dem erstaunten Auge des Beschauers ausgebreitet wird, welche Farbenfülle und Farbenpracht sich hier auftut, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Ist Herpichs Teppich-Lager ja auch bei weitem das größte in ganz Deutschland. Jeder, auch nur denkbare Wunsch hinsichtlich Teppichen, Brücken, Vorlegern, Gobelins, Orientkunst usw. kanu hier seine beste Berücksichtigung und Erfüllung finden. | Edites I BIHKKISIAII nur Qualitätsware, kauft man am besten bei Olaskinos 1 — S Gestihittfte ------ Leipziger Strobe 93 Kurfürstendamm 33, Edce Grolmanstra&e Maa&enstrabe 11 am NoUendorfplatz