Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1925-10-30 · 44 (30.10.1925) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
5 (1925)
Issue
44 (30.10.1925)
Date
1925-10-30
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2613366-2613788-2613832--1548-2618922
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

MWWWWWW . j ^IWWWWMMMWWWWW ,UP*. MW!MMWWW Lcrsammlungskalcnder Berlin. (Liberaler Verein für die Angelegenheiten der Jüdischen Gemeinde zn Berlin E. V., Bezirksgruppe Westen unwestliche Vororte.) Am Montag, den 9. November, findet im Roten Saal des „Logenhauses Kleiststratze" eine Veranstaltung der Bezirksgrupve statt. An die um" 8 Uhr beginnende Mitgli^der-Bersammlung. in der die Neuwahl des Bezirksgruppen-Borftanöes vorgenommen wird, schließt sich die um H9 Uhr beginnende öffentliche Versammlungan, in der der Syndikus der Vereinigung für das liberale Judentum, Herr Rechtsanwalt Dr. Max Mayer und das Mitglied der Repräsentauten-Bersammlung, Herr Professor Türk, sprechen werden. Nähere Mitteilung folgt in der nächsten Nummer dieses Blattes, Zur öffentlichen Versammlung sind Gäste herzlich willkommen. Zahlreicher Besuch der Veranstaltung ist dringend erforderlich. Berlin. Liberale Synagoge Norden. Schönhauser Allee 162 iAuerbachsches Waisenhaus). Der Gottesdienst beginnt am Freitag, den 36. d. M., abends 7.15 Uhr. Predigt Rabb. Dr. Salomonski. Am Sonnabend, dem 31. d. M. beginnt der Gottesdienst vormittags um 10 Uhr. Beitrittserklärungen zum Synagogenverein sind zu richten an unsere Geschäftsstelle: Artur Zander, Berlin Cöl, Linienstr. 45. Telephon: Norden 3233. Berlin. (Liberaler Synagogenverein Norden.) Der liberale Synagogenverein Norden richtet in diesem Winter Hebräische Kurse sür die reifere Jugend sowie Barmizwakurse für Knaben und Einsegnungskurse für Mädchen ein. Leitung der Kurse: Herr Rabbiner Dr. Salomonski. Meldungen bei ihm, Bendlerstr. 18 lNollendorf 3366), oder bei dem Vorsitzenden H. Falkenberg. Lottumstr. 22 (Norden 16991). oder bei der Geschäftsstelle: Arthur Zander, Berlin 0 51. Linienstr. 45. (Norden 3233.) Breslau. (Jüdisch-liberaler Fugendverein „Abraham Geiger".) Mittwoch, den 4. November, abends 8^ Uhr, bei Kvrnhäuser. Freiburger Str. 9. Musikalischdeklamatorische Darbietungen unter Mitwirkung des Herrn Kantor Wartenberger. Sonntag, d e n 8. N o v em b e r. Schlesische Tagung der liberalen Haupt- und Jugendvereine in Liegnitz. (Siehe Inserat.) Voranzeige: Mittwoch, den 18. November. Vortrag des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Goldmann. Leipzig: National, International, Uebernationa-l. Gäste bei allen Veranstaltungen willkommen. Frankfurt a. M. (Jüdisch-liberale Jugendgemeinschaft.) Die Winterarbeit hat mit einer Mitglieder-Versammlung und einem sehr wertvollen Bortrag von Frl. Dr. meä. Philippson über „B e r n f u n g d c r jüdischen Jugend zusoziaIer Arbeit" begonnen. Im Anschluß an diesem Vortrag hat sich eine soziale Arbeitsgemeinschaft gebildet. Ferner bestehen folgende Arbeitsgemeinschaften: Jeden Montag, abends 8^ Uhr. Bockenheimer Anlage 49, Frau Dr. Eöinger: „Judentum und Christentum." Jeden Montag, abends 8^- Uhr, Bäckerweg 23, Herr Erwin Bär: „Das deutsche Judentum unserer Zeit." Jeden Mittwoch, abends 8^ Uhr, Sitzungszimmer der Königsteiner Synagoge, Rabb. Dr. Lazarus: „Der G roß staö tiude und die Religio n." Jeden Donnerstag, abends 81/* Uhr. Schulzimmer der Synagoge Königsteiner Straße. Herr Hans Benario: „Literatur und Rezitation." Ferner lltägig Heimabende und soziale Arbeitsgemeinschaft. Sonntag, den 1. November, gemeinsame Wanderung. . Sonntag, den 8. November, pünktlich 10^ Uhr, Treffpunkt am Seitenportal (Stoltzestraßej der Synagoge am ^örneplatz, Prof. Dr. Hülsen: „Führung durch den alten jüdischen Friedhof am Börnevlatz." Im November Vortrag von Herrn Rabb. Dr. Seligmann: >,S v i n o z a". Im Dezember Chanukkahfeier. Im Januar Vortrag von Herrn Rabb. Dr. Salzberger. Im Februar Lichtbildervortrag von Herrn Dr. Galliner: „Der Jude in R embr ands Kuttst". Im März gemeinsame Fahrt nach Worms. BÜCHERSCHAU J, Kracauer: Geschielte der Juden in Frankfurt a. M, I. Band. 463 8. J. Kaufimann Verlag, Frankfurt a. M. 1925. Brosch. 10 M., geb. 13 M., Halbleder 16 M. Die reiie Frucht einer entsagungs- und aufopferungsvollen .Lebensarbeit, die Kracauer, der stille, bescheidene, unermüdliche und kluge Mann, selbst nicht mehr pflücken durfte, liegt in. diesem Werke, in dieser ersten Hälfte des Werkes, greifbar und in anziehender Form uns zu Händen. Welche Tragik wäre es gewesen, und welch unersetzlicher Verlust, wenn die im Manuskript völlig vollendete Arbeit unter den nachgelassenen Papieren liegengeblieben oder wie so vieles andere ein Opfer der Inflationszeit geworden wäre. Den Herausgebern und Mitarbeitern, insbesondere dem Vorstand der Israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. M., kann der Entschluß, das Buch alsbald herauszugeben, nicht hoch genug angerechnet werden, und der Dank der Oeffentlichkeit läßt sich nur dadurch abtragen, daß jeder Geschichtsfreund, jeder Forscher nach der eigenen jüdischen Vergangenheit insbesondere, das Werk in seinen Besitz, bringt, Denn nicht nur von Lokalgeschichte wird hier gehandelt. Am Abbild und Vorbild einer der größten und reichsten deutschen Judengemeinden formt sich ein plastisches Modell, an dem wir Schicksal und Erleben, Handeln und Wandeln, Streiten find Leiden der deutschen Juden des Mittelalters überhaupt erkennen. Aus den minutiösen Details, den kleinen sorgfältig herbeigetragenen Bausteinehen fügt sich dem Leser im Geiste ein großes Mosaik zusammen. Ein Mosaik mit packender und aufrüttelnder Darstellung, eine Pieta, ein Leidensweg, eine Schilderung von grandioser Einheitlichkeit des Themas: Immer erneutes Niederdrücken und Niedertreten unvertiljjbarer jüdischer Lebenskraft. Mord 'und Marter, Raub und Rohheit, Haß und Hinterlist reichen sich zum Vernichtungswerk die Hand. Und immer tiefer gebeugt wird der Rücken des Juden, immer unscheinbarer sein Aussehen, immer abgeschlossener seine Wohnstätte, immer größer die Entfremdung von seiner Umwelt, Aber er dauert, Eigenartig ist, wie gerade die absolute Nüchternheit, Leidenschaftslosigkeit des Inhalts und der Darstellung trotzdem diese fast visionäre Schau des Ganzen gewähren. Kein Wörtchen des Mitleids oder Unwillens, der Kritik oder Verurteilung läßt der Verfasser einflifeßem Gleichmäßig und unbeteiligt bringt er Daten und schildert Fakten, stellt Tabellen auf und exzerpiert Urkunden. Gerade am kleinen 'beschränkten Objekt, an der Darstellung dieser einzelnen Stadtjudengeschichte war .es möglich, in wissenschaftlich genauester Arbeit das gesamte, größtenteils ungedruckte Quellenmaterial in Gemeinde- und Stadtarchiven zu durchforschen und zu verarbeiten. Der Sachlichkeit des Inhalts entspricht die Klarheit und Flüssigkeit der Darstellung. Auch der Stil ist rein wissenschaftlich, frei von Schwung und Uehertreibung, ohne jeden Atem der Leidenschaft. Und doch wirkt er, wo das Herz des tesers beteiligt ist, dramatisch.; und spannend« ' ‘ v UNSERE RÄTSEL-ECKE Bilderrätsel. Bans Silbenrätsel. Zweisilbig Wort dir ein Gefilde pveist, Das nach dem Tode Seligkeit verheißt. Mit weitrenr Wort wird ein Gerät genannt Du siehst's im Haus und auch im Han' Durch einen Konsonant die Wörter binde, Das Ganze dünn als schlichte Lösung finde Gar wohlbekannt im alten Testament, Das dir ein Traumgesichte Jakobs nennt. anö.j! % % Israels Heit. I Als Zweites ward Moses von Gott gesandt, » Das Erste befahl er aus der Wolke. ' Das Ganze gab er in seine Hand, l Zum Heil dem auserwählten Volke. i ^Auflösungen der Rätsel von voriger Nummer: \ 1. Bilderrätsel. Das Buch Esther. 2. Kreuzworträtsel. Ig E | N|E IS I S A L [g a|dB ~R~ I ~ ofl uiiJ A C o B Mil A Ufo 8 A b|a K HHs B E N Hn "k BHu T Hn O g|a B I H U Hl A aBi 8 I iaHj 0 T H A mH Gleichnamig. Der eine David weissagt das Ende seiner Pracht, Den and'ren hat ein Dichter zum Titelheld geumcht. 3. Verwandlung. Ebal —Abel. Haben Sie schon Thre Spende auf das Postscheckkonto der Bereinigung für das liberale Judentum E. V.. Berlin NW. 7, Nr. 137 069 eingezahlt?. In acht Kapiteln bringt der erste Band die Geschichte der Frankfurter Juden von der ersten Einwanderung 1159 bis zur' Judenvertreibung und Wiedereinholung gelegentlich des Fettmilchaufstands im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts, Der hoffentlich bald erscheinende zweite und Abschlußband wird die Fortführung bis 1824 enthalten und ist auch bereits im Manuskripte fertiggestellt. Seinem Erscheinen wird jeder Leser des ersten — und hoffentlich sind, es recht viele — mit Spannung entgegensehen. Dr. Erwin Seligmann -Frankfurt a. M. Carl Christian Bry: Verkappte Religionen. Verlag Friedrich Andreas Peirthes A.-G., Gotha und Stuttgart 1924. Die Nbt unserer Zeit verführt zum Sektierertum, die Unfähigkeit des heutigen Menschen, sein Weltbild aus vielfältigen Eindrücken zu gestalten, zur Einseitigkeit. Diese Ohnmacht, mit dem Leben in seiner Vielgestaltigkeit fertig zu werden, entwickelt aus. der Einseititgkeit eine Monomanie, die sich in den zahlreichsten seelischen, geistigen und ungeistigen Bewegungen unserer Zeit auswirkt. Eine ebenso lehrreiche wie fesselnde Uebersicht über die zahlreichen Monomanien, die in unserem Zeitalter ihr Dasein fristen, gibt das Werk des Verfassers. Nach einer grundsätzlichen Einleitung wird an den verschiedensten Beispielen gezeigt, Wie „die verkappte Religion“ entsteht und wie sie sich auswirkt, wie eine an sich durchaus nicht unvernünftige Idee zur Karikatur wird, wenn man ihr Wirkungen unterschiebt, die man weit über das zulässige Maß hinaus ausdehnt und die man, da man sie nicht beweisen kann, als etwas hinter der Welt, jenseits des Bewußtseins und Beweisenkönnens liegendes bezeichnet und ansieht. Um mit den Worten des Verfassers zu reden: „Alle verkappten Religionen sind nicht nur Monomanie, sie wollen zu gleicher. Zeit auch, alles umfassende Gedanken ein. Ueber jeder von ihnen wölbt sich ein besonderer Kosmos, wie klein auch der Ausgangspunkt sei, dem Pazifisten genügt es durchaus nicht, Kriege zu verhindern, nein, er will auch einen bisher nie gesehenen, durch und durch friedlichen Menschentypus verwirklichen. Kurz, sie wollen nicht nur ihren Teil der Welt, wie klein auch dieser Teil sei, sie wollen mit aller Macht der ganzen Welt und dem All einen neuen Sinn geben. Sie leiden an einem Uebel, das man Elephantiasis religiosa oder philosophica nennen könnte." Ganz besonders reizvoll ist es, zu sehen, wie der Autor in dem Kapitel „Der Blondenwinikel" dem Antisemitismus als verkappter Religion zu Leibe rückt. Köstlich, wie Bry aufzeigt, wie der unbelehrbare Antisemit glaubt, die ganze Welt müsse durch das Verschwinden, der Juden wieder, zum Paradies werden, aber daß andererseits fast jeder Judenfeind nicht weiß, was man eigentlich mit den Juden anfangen soll. Es ist unmöglich, den Inhalt des Buches in einer kurzen Besprechung wiederzugeben. Jeder Gebildete, besonders aber der. einseitig Gebildete muß es lesen. Dr. Max Mayer, Berlin. Gute Herzen. Von Heinrich Einstädtair, Hermon-Verlag, Frankfurt a. M< 5685—1925. Gebunden 1.80 Mk., 120 Seiten. Es ist nicht anders zu erwarten, daß Heinrich Einstädter, der Uebersetzer des Siddur. für den Schulgebrauch und gemütvolle Verfasser seines schönen Religions-Lesebuches, uns mit seinem neuen Werke obigen Titels um eine köstliche Gabe bereichert. „Gute Herzen“ nennt sich das Buch, weil der warme Hauch des echten jüdischen „Lew tauw“ die 41 Abhandlungen, vier davon in Versen, durchflutet. Alte Weisen teils mit den Typen vergangener Zeiten, teils mH geliebten kleinen und großen guten Menschen, die der Verfasser in seinen Erlebnissen gesehen haben muß oder mindestens mit dem Glanze dichterischer Freiheit verklärt hat, tönen in wunderbaren Harmonien in unsere träumende Seele hinein. Das Buch enthält soviel Innigkeit, daß es sich für jung und alt zugleich eignet und auch dem Religionslehrer manche wertvollen Anregungen gibt. — Mit seinem geschmackvollen Einband kann man es auch trefflich zu Geschenlczwecken ■verwenden. Rabbiner Dr. Arthur Rosenthal, Berlin-Lichtenberg. Spendenliste. (Abgeschlossen am 24. Oktober 1925.) An weiteren Spenden gingen ein: 50 Mark Leo Heskel-Werlin, Direktor BjercholH-Nennmnn-Berlin- 20 Mark Gustav Zamory-Berlin, 2,50 M. O. Eskeles-Berlin. Allen Spendern danken mir Herzlichst. Mitglieder und Freunde! Folgt diesem Beispiel und fördert auch finanziell unsere Bewegung! (Postscheck-Konto: Bereinigung sür das liberal Judentum E. B., Berlin NW.7, Nr. 137 009.J f KexeiÄSMg lA M Georg Kolbe-Ausstellung. Paul Cassirer, der Hervorragende Kunstförderer. veram staltet in Liesen Tagen eine Ausstellung der in den letzten; beiden Jahren entstandenen Plastiken und Zeichnungen zw solchen Bildhauerwerken von Georg Kolbe. Ueber die Ausstellung, die die Bedeutung dieses republikanischen Bildners in Las rechte Licht rückt, schreibt Lothar Brieger.in der „B.Zam Mittag": Kolbe ist die genialste Empfindlichkeit unter den deutschen Bildhauern der Gegenwart . . . Aus einer bewegten Linie, aus einem Flattern der Lider, aus einem unbewußten Zucken wird ein plastisches Grundprinzip. aus dessen Instinkt heraus ein Werk persönliches Leben gewinnt. Seit Rodin hat diese Fähigkeit in so intensivem Grade kein anderer Bildhauer wieder besessen ... Es ist schwer, wenn nicht unmöglich, dieses genialste Temperament unter unseren heutigen Bildhauern einzuorönen, und auf diese Unmöglichkeit sind wohl auch alle Vorurteile und Einwände gegen ihn zurückznführen ... In diesem Sinne will auch Kolbe verstanden und geliebt werden." Kein geistig interessierter Mensch kann an dieser Aus-< stellung Vorübergehen, jeder muß sich mit Georg Kolbe,.-dem Gestalte? der berühmten Ebert-Büste. die die Ausstellltits ebenfalls zeigt, auseinandersetzen. ModAchau int Schaufenster. Die Vorführung der neuesten von der Mode kreierter« Modelle im eleganten Rahmen der Theateröühne oder der Halle des Luxushotels ist ihrer ganzen Art nach nur sür die Leute vom Bau und außer ihnen für wenige Anserlesene zugänglich. Moöeschauen in voller Oeffentlichkeit. die jeder Straßenpassant nach seinem Belieben genießen kann, sind deshalb selbst für den Großstädter mit seinen durch die Vielheit reizvoller Schaufensterauslagen verwöhnten Augen eine originelle und fesselnde Angelegenheit.' In zwei großen Schaufenstern des Konfektionshauses. Bernwarö Leineweber, Am Köllnischen Fische markt 4-6. wird gegenwärtig eind solche Modeschau gezeigt. Im Hintergründe der Schaufenster inmitten der Auslagen, die dadurch in keiner Weise beeinträchtigt werden, ist ein! kleiner schwarzer Rahmen aufgestellt, innerhalb dessen sich die Darbietung abrollt. Plötzlich erhellt sich die dunkle Innenfläche. Im strahlenden Lichte der Jupiter-Lampen erscheint das Miniatur-Ankleidezimmer eines Herrn von Welt. Die Danagrafigur eines nach dem letzten Schick gekleideten jungen Mannes tritt in die Mitte des Zimmers. Ein Diener reicht ihm die Sakkos, Ulster. Paletots, Pelze und Sportjacken, die die Mode den: Herrn zurzeit vorschreibt. Der Zuschauer kann ihren Schnitt und Sitz von allen Seiten ausgiebig bewundern, und was für ihn besonders praktisch ist, der Miniatur-Herr zeigt ihm jedesmal auf einer Tafel den genauen Preis, den er anzulegen hat, um sich in den Besitz des vorgeführten Kleidungsstückes zu setzen. Es ist ihm also, schon ehe er den Laden betritt, nröglich, sich das gewünschte Stück nach seinem Geschmack und seinem Vermögen ouszuwählen. Kein Wunder, daß diese ebenso eigenartige wie informative Darbietung überaus große Anziehungskraft auf die Vorübergehenden ausübt und die Schaufenster während der Vorführungsstunden in der Mittags^ und der frühen Abendzeit von Schaulustigen und Interessenten dicht umlagert sind. Der alte und. doch immer wieder verblüffende Trick, de« das Danagra-Theater anwendet, ist hier in neuartiger Weise zu einem in die Oeffentlichkeit hinauswirkenden Propaganda- und Belehrungszweck benutzt worden. Der Vorsübrungsraum selbst ist wie zu einer Film-Aufnahme ausgcstaltet und beleuchtet. Der Herr, der sich so zwanglos inmitten des Raumes bewegt, ist natürlich ein Jilmschauspieler. für kommende Saison neueste Modelle JBTZTi BERUNWJO■ BAYRISCHER.PLATZ 6-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.