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Jüdisch-liberale Zeitung · 1925-05-08 · 19 (8.5.1925) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
5 (1925)
Issue
19 (8.5.1925)
Date
1925-05-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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4 1:81 Aus den Gemeinden, Hs <» C J ♦ <> T ♦ w ♦ ' in bescheidenen Grenzen, nicht ausblciben wird. Als äußeres Anzeichen hierfür darf der Verein zunächst eine Mehrung seiner Mitgliederzqhl feststellen. Dem Vortragenden selbst möge der Dank des Vereins auch an dieser Stelle nicht vorenthalten bleiben. «Q Versammlungskalender. Frankfurt a. M. Ein krasses Geschick brachte den Nerven« arzt Dr. Mar Sichel, hier, ums Leben. Ein Patient, der einer Anstalt überfuhrt werden sollte, dam in die Sprechstunde Dr. Sichels, stürzte ins Zimmer, während jener eine Patientin behandelte, und schoß den Arzt mit dem Revolver nieder. Dr. Sichel war sofort tot. Er hinterläßt eine Witwe mit zwei kleinen Kindern. Der Mörder eilte auf die Straße und erschoß sich dort, als er erfaßt werden sollte, selbst. Dr. Mar Sichel ist der Verfasser einer Schrift über die nervösen Erkrankungen bei den Juden. Er erfreute sich großer Beliebtheit, und sein jäher Tod löste große Aufregung unter der Bevölkerung aus. Die Beerdigung fand unter großer Beteiligung statt. * Köthen. Schändliche Roheiten verübte hier ein Gärtnerlehrling. Auf dem neuen Gemeindefriedhof und dem an diesen grenzenden Israelitischen Friedhof beschädigte er etwa 30 Gräber durch Umstürzen oder Zertrümmern der Denkmäler und Zertreten der Hügel. Dann entfernte sich der Bursche, der sich früher in Zwangserziehung befunden hatte, aus seiner Lehrstelle und ist seitdem verschwunden. Aus -er Bewegung. ... ♦»»< Augsburg. Vor einer zahlreichen Zuhörerschaft, die sich aus Angehörigen des Vereins für die liberalen Interessen des Judentums und aus geladenen Mitgliedern der Kullusgemeinde zufammensetzte, hielt letzte Woche der Syndikus der liberalen Vereinigung Herr Dr. Max Mayer aus Berlin einen Vortrag über „Heilung der Gleichgültigkeit gegenüber jüdisch-religiösen Fragen." Die geistvollen Gedanken, die der in Augsburg von seiner früheren beruflichen Tätigkeit bekannte Redner in formvollendeter Weise und mit dem Feuer jugendlicher Begeisterung entwickelte, fanden den ungeteilten Beifall der Anwesenden. Wenn auch leider gerade die Kreise fehlten, die von dem Indifferentismus geheilt werden sollen, so wirkten die überzeugenden Ausführungen doch sichtlich so stark auf die Er« schienenen, daß der bezweckte Erfolg, sei es vorerst auch nur «8» Berlin. Jüdisch-liberaler Zugendoerein „Ili", Berlin e. B. In der am 23. April staitgehabtcn Generalversammlung des „Ili"-Berlin wurde nach einem Geschäftsbericht des ersten Vorsitzenden und dem anschließenden Kassenbericht, der einen Bestand von rund 200 Mk. in der Kasse seststeUtc. der neue Vorstand gewählt: Erster Vorsitzender: E. H. Seligsohn; zweiter Vorsitzender: L. Lewin; erster Schriftführer: H. Rosenberger: zweiter Schriftführer: W. Basch; Kassenwart: H. Lichtenstcin; zweiter Kassenwart: R. Scherk; Beisitzer: Dr. A. Lilienthal und B. Markus. Der Vorstand behält sich vvr, einen weiteren Beisitzer zu kooptieren. In der anschließenden Aussprache kam nichts Wesentliches zur Diskussion. Berlin. Jüdisch-liberaler Iugendverein „Ili", Berlin e. B. Im Anschluß an die Generalversammlung vom 23. April sprach Herr Prof. Friedländer über „Psalm 51". Nach einem lieberblick über Sprache. Dichtungsart, Inhalt der Psalmen im allgemeinen, interpretierte der Herr Vortragende den 51. Psalm. Er verstand cs meisterhaft, den Gedankengaua des Pfalmes zu entwickeln und zu erläutern. Von besonderem Interesse waren die philologischen Untersuchungen an einigen Stellen. Hoffentlich hat der Vortrag dazu beigetragen, daß' unsere Mitglieder sich auch selbständig mit den Psalmendichtungen befassen.' Elberfeld. Vor einem durch eine politische Demonstration leider nicht sehr zahlreichen Zuhörerkreis sprach am 25. April in unserer Ortsgruppe Herr Mittelschullehrer Stern- Berlin über „Jüdische Schulfragen im Lichte des Liberalisch u s. — In äußerst fesselnder Weise schilderte der Redner die schwierigen Verhältnisse, denen die jüdischen Lehrer und Schüler — somit auch die jüdischen Ellern — an unseren öffentlichen Lehranstalten begegnen. Er beleuchtete eingehend das Für und Wider der jüdischen Schule, die ja immer einen Abschluß des jüdischen Kindes gegen andersgläubige Schüler und ein verschärftes Aufeinanderplatzen der verschiedenen jüdischen Richtungen mit sich bringt. Fragen des Religionsunterrichts, der Reformierung des hebräischen Unterrichts, die Stellungnahme des liberalen Lehrers zu allen übrigen Unterrichtsqegcnständen, sowie auch zu politischen Problemen innerhalb der Schule, wurden berührt, und eine lebhafte Diskussion bewies dem Redner am besten das rege Interesse seiner Zuhörer. Breslau. (Jüdisch-liberaler Iugendverein „Abraham Geiger"). Am Dienstag, den 12. Mai, abends 8^4 Uhr, findet bei Lotte Rosenthal, Reuschestr. 58/59 der Kursusabend über „Die Lehren des Judentums" statt. Referentin: Liesbeth Fuchs. Esten. (Vereinigung für das liberale Judentum.) Auf einer Vortragsreise durch die westdeutschen Gemeinden begriffen, wird Herr Syndikus Dr. Max Mayer- Berlin, hier am Sonnabend, den 9. Mai 1925, abends 8^4 Uhr pünktlich im Chorübungssäale der Gemeinde, Steeierstraße 291. einen Vortrag über „Grundlagen. Ziele und Gegenwartsaufgaben des religiösen Liberalismus" halten. Frankfurt a. M. (Jüdische Iugendgemeinschaft). Montag 8/2 Uhr, Königsteinerstr.. Dr. Salzberger: Iüd. Geschichte. -7 Montag 8*,4 Uhr, Bockenh. An!. 49, Frau Dr. Edingerz Judentum und Christentum. — Dienstag 814 Uhr, Niedenau 37, Dr. Hoffmaun: Staatsbürgerkunde. — Mittwoch 81/* Uhr. Königsteinerstr., Dr. Lazarus: Schrift v. H. Cohen über Wert des Judentums für Kultur. — Donnerstag 7 Uhr, Friedrichstr. 29, Dr. Scligmann: Hebräisch. — Donnerstag 81/" Uhr, Bockenheimer Anl. 49, Dr. Edinger: Iüd. Tagcsfragen. — Donnerstag 8i.4 Uhr, Königsteinerstr., Hans Benario: Lese- und Rezitation Kursus. Montag, den 11. d. M.» abends 8*4 Uhr findet im Trausaal der Königsteinerstr. Mitgliederversammlung mit daran anschließendem Vortrag von Frau Liefet Oppenheimer über „Jüdische Dichtung" (Iehuda Halevi, Zuckermann, Werfel, Lasker-Schülcr. Uriel Birnbaum) statt. Herford. Am 12. Mai, abends 8>4 Uhr, spricht hier der Syndikus der Vereinigung, Herr Dr. Max Mayer, über „Weg. Ziel und Arbeit des religiösen Liberalismus." Der Vortrag findet im Gemeindesaal der Synagogengemeinde, Komturstr. 21, statt. Geschäftliche Mitteilungen. Der heutigen Nummer unseres Mattes liegt ein Prospekt des Drel.MaSken-DertagiS, Lunchen bei, betr. des ne-erschienenen nomaneS Zud Süß von Lion Feuchtwanger, auf die wir unsere geschätzten Leser besonders Hinweisen. Religwnslehrerlurse. Wir beabsichtigen, sofort Kurse zur Ausbildung von ReligionS' lehrern u. Religionslehrerinnen evtl, auch Kantoren einzurichten. Die Dauer der Kurse wird voraussichtlich 4 Jahre betragen. Am Ende der Ausbildungszeit findet eine Abschlußprüfung statt. Vorbedingung für die Aufnahme ist die Reise für die Obersekunda oder das Abschlußzeugnis einer voll ausgestalteten anerkannten Mittelschule. Allgemein verbindliche Fächer sind Hebräisch, biblische und jüdische Geschichte, Psychologie, Pädagogik, Methodik des Religionsunterrichts. Deutsch und Geschichte. Diejenigen Schüler, die auch zu Borbetern ausgebildet werden sollen, erhalten einen ausreichenden Unterricht in der Musik und im Kantorat. Schillerst, die hinreichend Zeit und Begabung besitzen, namentlich solchen, die am Unterricht in der Musik nicht teilnehmen, soll ein weitergehender Unterricht erteilt werden, der sie befähigt, nach Absolvierung des Kurses die Aditurtentenvrüfung abzulegen. Bedürftigen Schülern — auch von außerhalb — können ausreichende Stipendien in Aussicht gestellt werden. Schulgeld wird Nicht erhoben. Lehrmittel werden unentgeltlich geliefert. Bei dem augenblicklich bestehenden Mangel an Religionslehrern und Kuttusbeamten ist zu erwarten, daß die Schüler sofort «achAbkgung der Abschlußprüfung Stellen erhalten. Meldungen nimmt der Leiter der bisherigen Lehrerbildungsanstalt der Gemeinde. Herr Studiendirektor Dr. Gutmann, in seiner Sprechstunde (Sonntag 9—10, Montag bis Freitag 12/4 dis 1/4) entgegen. Berlin, im Mai 1925. Der Vorstand der jüdische« Gemeinde zu Berlin. taHHUUUIHMHMH : p.p.p. P.P.P. Beleihungen Juwelen, Gold, Silber und Warenposten Geöffnet 9*5, Sonnabd. 9*3 Uhr A Iltn.RplAlhll fl Ct ^Uale: Witteabergplatz 4 -em-U IU-DCICIU U Hg Telephon: Amt Steinplatz 7046 An- und Verkauf Lombardhaus Witteabergplatz Staatlich konzessioniert Berlin W, Tauentzlenstr. 1 Hochpt. TeL.: Stelnpl. 709,10225 P.P.P. P.P.P. PPP. ocxioiooooKJCöcwaoaoosocxJOöaooiop 3 8 Versteigerung CIV 8 s am 14. und 15. Mai 1925. ,Q 0 8 Wertvolle Aufographen 0 8 o aus allen Gebieten. 0 n Q Katalog soeben erschienen. 8 Q Besichtigung: Mittwoch, den 13. Mai von 10—4 Uhr. 5 Q Karl Ernst üenricl. Berlin w 35 0 Q 0 8 LüizowsiraBe 82,1 0 8 öaoQOGoaooooiocxiöoaoaoooGoaoö w« G Warum? wird meine Birma fiberall empfohlen. Warum? kanten Sie bei mir so billig Warum? finden Sie bei mir die größte Aaswahl und die schönsten Deutschen und Perser Teppiche. Weilt ich. Sie fachmännisch bediene. Weilt ich dlrelt beim Hei steiler kaufe. 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M. einreichen. Berlin, den 3. Mai 1925. Vorstand der jüdischen Gemeinde. Carl Pischke Inh, Otto Hoffmann feine Schuhwaren nach Maß, besonders für Fußleidende Berlin W50, Nürnberger Straße 66, Fernsprecher: Stemplet* 3243. Wdsdie liefert tadellos sauber gewaschen zu billigsten Tagespreisen Dampf wä $ che rei für Berliner Haushaltungen Inh. Otto Babekuhl, Brunnenstr. 79 Fernspr.: Humboldt 2351, Freie Abholung jederzeit. Die billigste Einkaufsstelle für Schreibwaren ist Kleimann & Co., £ 3: Berlin Gertraudtensira&e 4-7 / Merkur 9547 Inl mir, Leitzordner 80 Pi., zweiseitige Kuverts 1000 St —VjI Hill . Mark Faber-Bleistifte Dutzend 55 Pf Abitur. Obersekunda oggooqqqc Vormittagssckule, Abendschule. Vorbereitungsanstalt. Direkt Danziger Berlin, Alte JakobstraBe 124. Schuhhaus Breslau Ohlauer Straße 5/6 Dir.Jankowskys Einjährigen-, Abiturienten-Anstalt Rosenheimer Str.23 (am Bayer. 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