Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 13 (27.3.1925)
- Date
- 1925-03-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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fcic Geschichte kr hi«stgen jüdischen Gemembe zu verans Häßlichen. ,,t einer Ausstellung vereinigt wenden. Me Ausstellung wird fcilgende Gebiete umfassen:. 1. Die Geschichte der Frankfurter ^den, 2. dl 2 Iudenoafse, 3. Synagogen, Dauni» Friedhof, 4. Schulen. 5. die Wohltätigkeit, 8. die hebräische Druckerei, 7. Rabbiner und andere jüdische Gelehrte, 8: Bedeutende Männer uii- Frauen, 9. Trachten und Strahentypen. Das Städtische Historische Museum, die Israelitische Gemeinde und zahlreiche Sammler und Vereine haben bereits Gegenstände, Abbildungen, (Scmälde. Bücher usw. für diese Ausstellung zugesagt: es fehlen aber noch viele Stücke aus Fa mil i e nbesitz, die der Oesfentlichkeit unbekannt sind, und bei dieser Gelegenheit einmal weiteren greifen zugänglich g-emacht werden sollten. Hamburg. Am 15. März fanden hier die Wahlen zur Re» präsentantenversammlung statt. Etwa 50 bis 80 Prozent der Wahlberechtigten haben ihrer Wahlpflicht genügt. Bon den 21 Repräsenianten. die zu wählen waren, haben die Liberalen zehn Abgeordnete erholten. In vielen Fragen werden mit ihnen die Vertreter der Handwerker Zusammengehen, die zwei Sitze erhalten dürften. Es wurden weiter zwei Agudisten, vier Orthodoxe und drei Zionisten gewählt. Bon 3612 Wählern wurden 1573 liberale Stimmen abgegeben. Karlsruhe. Das durch die Berufung des Karlsruher Stadtrabbin'.'"? Ar. Kurrcin nad) Linz (Donau) und den Weggang des Herrn -Rabbiners Dr. Cohn nach Stuttgart freigewordene Aabb'inat der Gemeinde Karlsruhe soll demnächst wieder besetzt werden. Wie der ITA-Bertreter erfährt, wird voraussichtlich die Wahl entweder auf Herrn Dr. Braunschweiger-Oppeln oder auf Herrn L.andrabbiner Dr. Schiff-Braunschweig fallen. Dr. Schiff ist Baöen-er Landeskind. Da die badischen Gemeinden gern Badenser in ihre Aemter berufen, so ist nicht ausgeschlossen, daß Herr Dr. Schiff nach Karlsruhe gehl. Liegnitz. Der israelitische Frauenverein zu Liegnitz hielt am Donnerstag, den 19. d. M. im Sitzungssaale des Gemeindehauses leine Generalversammlung cd. Die stellvertretende Vorsitzende, Frau SanitätSrat Dr. Weichmann, erstattete den umfangreichen .ichres- und Kassenbericht. Vorbehaltlich der Genehmigung des Gemeindevorstandes wurden dir neu entworfenen Statuten angenommen. Me disheiiae Vorsitzende, Frau Dr. Peritz, die aus Gesundheitsrücksichten tankend ihr Amt niedergelegt und darum gebeten hatte, von ihrer Wiederwahl abzusehen, wurde von der Generalversammlung emstimm-'g zur Ehrenvorsitzenden ernannt, nachdem Frau Sanitätsrat Dr.'Weichmann im Namen des Borstandes ihr wärmsten Dank für ihre Tätigkeit ausgesprochen hatte. Zur Vorsitzenden wurde nun Frau Sanitätsrat Dr. Weichmann gewählt und als neues Vorstandsmitglied Frau Kaufmann Friede. Cs folgten Beratungen über Beiträge usw. Der Vertreter des Gemeindevorflandes, Herr Ludwig Haürwih, schloß die Versammlung in 11 Dankesworten an den Borstand des Frauenvereins für feir.i rege, segensreiche Tätigkeit. München, Zur Micdertesetzung der durch den Rücktritt des Professors Hammel an der Universität München erledigten ordentlichen Professur, für semitische Philologie ist ein Aus an den ordentlichen Professor Dr. Enno Littmann in Tübingen ergangen. Nürnberg. Am 22. März wurde eine um die Gemeinde und um dir gemeindlicken Einrichtungen hochverdiente Persönlichkeit. Herr Lazarus Kohlmann, Kurz vor Erreichung des 80. Lebensjahres unter riesiger Anteilnahme zu Grabe getragen: ein Mann von echtem Schrot und Korn von Rechtlichkeit, Biedersinn und wahrer Religiosität. Trotzdem der Genannte in früheren Jahren Mitinhaber eines großen weitverzweigten Handelshauses mar, widmete er einen großen Teil seiner Zeit und seiner Kraft der jüdischen Kultusgeuwinde, wo sein Rat, seine Klugheit, sein praktisches und tatkräftiges Handeln sehr geschäht wurden. 26 Jahre gehörte -er Verlebte der Gemeindeverwaltung als Mitglied des Ausschusses und späterhin als Mitglied des Vorstandes an und leitete die gemeindlichen Kassengeschäfte sowie das Bau-und das Gteuerwesen in vorbildlicher Weise. Daneben war er über 25 Jahre Schatzmeister des Israelitischen Wohltätigkeitsvereins und war stets mit vollem Herzen dabei, wo es galt, den Armen und Kranken hilfreich beizusiehe-n. Als Lazarus Kohl mann wegen hohen Alters von seinen gemeindlichen Aemtern zurücktrat, ehrte ihn die Gemeindeverwaltung durch Ernennung zum Ehrenmilgliode des SynagoqenauAschusses. Herr Rabbiner Dr. Freudenthal wußte in trefflicher Weise die Verdienste des Hingeschiedenen den zahlreichen Zuhörern und Freunden vor Augen zu führen. Außerdem sprach Herr Hugo Baermann Worte des Dankes und der Anerkennung im Namen des Israelitischen Wohltätigkeitsvereins zum Andenken an die langjährige, ausgezeichnete Tätigkeit, welche der Beglichene diesem Berei-n gewidmet hatte. Würzburg. Hier fand die Tagung des Verbandes bayerifch-! jüdischer Gemeinden statt. Den Vorsitz führte Oberstlandesgerichtsrat Dr. Silberschmidt. Vertreten waren das bayerische Kultusministerium, die Kreisregierung von Unterfranken und die Stadt Würzburg, deren Oberbürgermeister Dr. Löffler die Tagung mit herzlichen Worten begrüßte. Oberregierungsrat Dr. Hoffmann überbrachte die Glückwünsche der Regierung von Avterfranken und Distriktsrabbiner Dr. Hannover begrüßte die Tagung im Namen der Jüdischen Gemeinde Würzburgs. Die eigentlichen Verhandlungen eröffnete ein Bericht des Vorsitzenden des Verbandes bayerisch-jüdischer Gemeinden^ Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, der and) des Hinschetdens 'des Reicksvräsidenten Ebert gedachte. Der Etat .pr/i 1924 zeigte einen Abschluß von 175 000 M.. die im wesentlichen durch Lastdesumlage in Höhe von 3«/ö der Reichs- und Landessteuern zu Kalendarium für dir 3eit vom 28.3. bi-111925 mr$ 1925 Nissan 3695 Sonnabend Sonntag Montag Dienstag April 1925 28.! 3. Wochen-Abschnitt: Dajikro 29.! 4. (3. Ä. M. Kapitel 1—5) 30. : 5. vaftarah: Jesaja 43,21—28) 44,1-23 3t.; 6. Mittwoch 1. 7. Donnerstag 2. 8. Freitag 3. 9. Sonnabend 4. j 10. Wochen. Abschnitt: Zaw Sabbat Hoaobol (3. Ä. M. Kap. 6—8) j Hostarah: Ieremia 1,21-34; 8,1—3; 9,22—23 decken sind. 3ur Wertung und Beschlußfassung stunden neben dem Etat die Sicherung der Pensionen und der Hinterbliebenen* Versorgung von Gemeinde* und Änstoltsbeamten durch den Der* band, die Uebernahme der Pensionrkasfe bayerischer Rabbiner, die Inventarisierung von Kultgegenständen und die Erhaltung kulturgeschichtlich wertvoller Kulistatten. ferner Schiedsgericht und Schiedsgerichtsordnung. Anstellung von Dezirkswanderlehrern usw. Im Mittelpunkt der Beratung stand die Schaffung eines Beamtenrechtes für die Beamten der Gemeinde, der Distrikte und des Verbandes, sowie die Ausgestaltung des Rechte» der Distriktsradbinate. Eingehend wurde unter Zuziehung der Wohl* fahrtsvereinigunaen die Frage der sozialen Arbeit besprochen, ferner die Errichtung eines Siechenhaufes in die Wege geleitet, für die die Gemeinde München als ersten Beitrag 20000 M. zur Verfügung gestellt hatte. Es wurde unter Mitwirkung von Vertretern der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden in Berlin Ausgaben und Ziele der Wohlfahrtspflege in Deutschland und insbesondere der jüdischen Wohlfahrtspflege in Bayern unter besonderer Berücksichtigung 'der Jugend und Wanderarmenfürsorge erörtert. Das überreiche Programm der Tagung wurde im allgemeinen zur Zufriedenheit der anwesenden Gemeindeoertreter erledigt. Noch nicht erledigt ist die Frage des Ausländerwahlrechtes, das die nächste Tagung beschäftigen wird, von dem aber nach der allgemeinen Stimmung angenommen wird, daß sich eine befriedigende Lösung finden wird. Aus der Bewegung. Berlin. (Jüdisch-liberaler Iugendverein.) Der Beitrag für das 2. Quartal 1025 ist jetzt fällig und zwar beträgt er für Mitglieder des Liberalen Vereins M. 1,50, alle anderen Mitglieder M. 2,50. Ausgenommen sind die Gruppenmitglieder. Derselbe ist auf das Postscheckkonto Nr. 9980 an Frau Margarete Lichtenstein für den Jüdisch-liberalen Iugendverein bis zum 15. April zu überweisen, Andernfalls werde ich mir erlauben, den Beitrag per Nachnahme einzuziehen. Der Kassenwart Heinz Lichtenstein,'Charlottenburg, Carmerstr. 17. Dresden. Am 11. Dezember 1924 wurde die Ortsgruppe Dresden der „Bereinigung für das liberale Judentum" gegründet. Der Zweck der Ortsgruppe ist bestimmt durch die in folgenden Sätzen niedergelegten Anschauungen: Die jüdische Gemeinschaft ist Träger der Religion Israels. Die jüdische Religion ist geschichtlicher Entwicklung unterworfen. Aus der Erkenntnis der geschichtlichen Entwicklung des Judentums in der Vergangenheit ergibt sich auch für die Gegenwart das Recht auf selbständige Gestaltung religiöser Einrichtungen. Der Wille zu lebendigem Judentum und das religiöse Verantwortungsgefühl legen jedem einzelnen die Verpflichtung auf. weiter an der religiösen Entwicklung des Judentums zv arbeiten. Dadurch wird das Recht auf Mgiöse Neugestaltung zur sittlichen Pflicht. Die Erhaltung des Judentums als eine durch Abstammung, Geschichte und durch ihre Ausgabe verbundene Gemeinschaft ist Pflicht. Die Erhaltung erfolgt nicht auf nationaler, sondern auf religiöser Grundlage. Die religiösen Formen sind mit unfern sittlichen Maßstäben in Uebereinstimmung zu dringen und durch Anpassung an modernes Empfinden lebendig zu erhalten. Die überlieferten Formen und Bräuche find wesentliche Mittel zur Erhaltung der jüdischen Gemeinschaft. Darum ist für ihrtzy Fortbrsta'Nd Sorge zu tragen, insoweit sie nicht unserm religiösen und sittlichen Empfinden widersprechen. Das Verantwortungsgefühl für das Judentum verpflichtet jeden einzelnen zu religiöser und sittlicher Betätigung im täglichen Leben. Die Einheit des Judentums ist zu fördern durch Mitarbeit an allen gemeinsamen jüdischen Aufgaben und durch Achtung andersartiger Anschauungen. Freibnrg i. B. Donnerstag, den 12. März 1925, fand hier ein Dortrag des Syndikus der Vereinigung für das liberale Judentum. Herrn Dr. Mayer, statt. Der Redner gab in eindringlichster Form Aufschluß über Zweck. Ziel und Wesen des religiösen Liberalismus. Seine interessanten Ausführungen, besonders über die einzuführenden Reformen im Gottesdienst, fesselten allgemein, und die große Achtung, die auch von den' anders Gesinnten dem Referenten, dank seiner sinnreichen Vorschläge, entgeaengebracht wurde, kam in der Diskussion zum Ausdruck. Es war nur bedauerlich, daß trotz des aktuellen Themas, die Beteiligung verhältnismäßig gering war. Halle. Am 12. März fand die Generalversammlung der kiesigen Ortsgruppe statt. Rach Erstattung eines Tätigkeitsberichtes durch den ersten Vorsitzenden, Herrn S.-R. Dr. Oppenheimer, an den sich eine kurze Diskussion anschloß und der Erstattung des Kassenberichtes wurde die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen, bei der Herr S.-R. Dr. Oppenheimer zum ersten Vorsitzenden. Herr Hermann Natus zum zweiten Vorsitzenden. Herr Georg Oppenheim zum Schriftführer. Herr Emil Mütter zum Kassierer und die Herren Arthur Simonsohn. Dr. Kahloerg und Rechtsanwalt Pintus zu Beisitzenden gewählt wurden. Hamburg. Uebertritt des neutralen jüdischen Iugendbundes Hamburg in die Arbeitsgemeinschaft der ,,I l i s". Der jüdische Iuqendbund Hamburg, der in den Borkriegsjahren eine große 'Mitgliederzahl und ein umfangreiches Programm aufzuweisen hatte, ist in den Stürmen der Kriegs- und Nachkriegszeit allmählich ein reiner Gesclligkeitsoerein geworden. Der 'Mangel an Anregung auf jüdischem Gebiete seitens des Verbandes der neutralen Iugendvereine. das.stärkere Hervortreten zionistischer Elemente und nicht zuletzt der ernste' Wille^ wirklich .siimtche Arbeit zu leisten^ haben die Leiter veranlaßt, sich der Ili-Dewegung anzusckließen. In einer eingehenden Besprechung mit dem Schriftführer der Arbeitsgemeinschaft Ernst Heinrick Seligsohn hat man sich dahin geeinigt, daß der Neu- Aufbau auf st r c n g liberaler Basis sofort in Angriff genommen werden soll. Man mar sich vollkommen einig darin, daß in Hamburg nur eine p y i i t i v i ü d i s ch e Arbeit den Iugendbund aus die Höhe führen könne. 'Zu diesem Zwecke gilt es aber — nach Ansicht aller Teilnehmer an dieser Besprechung — nicht nur wie bisher die reifere Jugend bei sich zu versammeln, sondern auch die jüngeren, zum Teil schulpflichtigen Jungen und Mädchen zu erfassen. Alle diese müßten in Arbeitsgemeinschaften zu intensiver Arbeit zusammengeschlossen werden. Es ist überaus erfreulich, daß die Leiter des Hamburger Iugendbundes den festen Willen zum Ausbau haben und daß sie erkannt haben, daß nur ein klares Programm, nicht aber farblose Neutralität junge Menschen heute dem Judentum zurückzugewinnen vermag. Besonders erfreulich aber war ihre Uebcrzeugung, daß ein enger Zusammenschluß unter allen „Ilis" dem Blühen und Gedeihen der einzelnen Pereine sehr dienlich sei. Es ist zu hoffen, daß der Hamburger Verein bald achtbare Erfolge aufweisen wird. Heidelberg. Zum ersten Male seit langer Zeit haben die Heidelberger MiHlieder der Vereinigung für das liberale Judentum zu einem Vortrag eingeladen. Am 4. März 1925 sprach der Syndikus der Vereinigung Herr Dr. Mayer-Berlin im Saale der Friedrichsloge über ..Grundlagen, Ziele und Gegenwarlsaufgaben des religiösen Liberalismus". In Begeisterung erweckender Weise zeichnete der Redner das Wesen des religiösen Liberalismus und gab uns ein Bild von den verschiedenen Schattierungen liberal sein wollender Juden. Man ist noch lange kein Liberaler, wenn man für die Erhaltung des Judentums die andern sorgen läßt: auch ist es kein Kriterium religiösen Liberalismus', wenn man sich am Iaukippur von Schinkenbrötchen ernährt. Der wirklick liberale Jude setzt sich für Erhaltung jüdischer Sitten und Gebräuche ein, soweit sie mit der Weltanschauung des Abendlands im 20. Jahrhundert vereinbar sind. Jeder einzelne kann aus seine Weise hier positiv Mitarbeiten, sofern er überhaupt von der Notwendigkeit der Erhaltung seines Judentums überzeugt ist. Der Redner streifte dann auch die Stellung der Vereinigung zum Zionismus. Der Zionismus hat es verstanden, fast überall die Orthodoxie vor seinen Wagen zu spannen, obwohl Zionismus und Orthodoxie keineswegs gleichartige Gebilde sind. Wieviel zionistische Gruppen gibt 'es, 'die religiös mehr als liberal sind, und sich um die jüdische Religion überhaupt nicht kümmern, da sie nur ihren national-jüdischen Zielen leben? Andererseits gibt es genug ausgesprochene Gegner des Zionismus, die erkannt haben, daß sie mit ihrer orthodoxen Weltanschauung sehr gut die Ziele des Centralvereins vereinigen können. Wegen dieses nicht als fair-play zu bezeichnenden Verhaltens des Zionismus, ist die Vereinigung für das liberale Judentum in eine gewisse Kampfstellung zum Zionismus geraten. Die an de» Vortrag sich anschließende Diskussion zeigte, daß die Ausführungen des Redners auf fruchtbaren Boden gefallen waren. Man entschloß sich, die Ortsgruppe Heidelberg wieder zum Leben zu erwecken und wählte die Herren: Professor Ludwig Basnizki, Staatsanwalt Hugo Marx, Professor Sigmund Rotheimer. zu Vorstandsmitgliedern, von denen der Erstgenanme die weitere Leitung des Abends übernahm. Zn der Diskussion zum Dortrag, kam dann noch manch' be. herzigenswerte Anregung zum Ausdruck. Bon dem einen Diskussionsredner wurde davor gewarnt, den Liberalismus im Niederreißen von bisher geübtem zu erblicken: das sei nicht Liberalismus. sondern Nihilismus. Ein zweiter Sprecher hob hervor, daß gerade unsere heutige Zeit mit ihrem religiösen Sehnen einen günstigen Boden für die Ziele der Vereinigung abgebe: ein weiterer Redner machte Vorschläge, wie man die Schuljugend und schulentlassene Jugend für religiöses Streben im Sinne eines wohlverstandenen Liberalismus gewinnen könne, und schließlich formulierte der neugewählte Vorsitzende die Aufgabe der Ortsgruppe dahin, daß es ihre Arbeit fein müsse, nicht Juden zu Liberalen, sondern Liberale zu Juden zu erziehen. Konstanz. Am 15. März wurde hier eine Ortsgruppe der Bereinigung für das liberale Judentum gegründet, zu deren ersten Borsitzenden Herr Kantor Braomann gewählt wurde. Ulm. Hier ist «ine Ortsgruppe gegründet worden, deren Vorstand die Herren Rabbiner Dr. Straßburger, Julius Hilb und Simon Frank angehören. , Versammlungskalender. < r « Breslau. (Jüdisch-liberaler Iugendverein „Abraham Geiger".) Der bereits angekündigte Vortrag von Herrn Rechtsanwalt Erich Spitz über „Bibel, Bodenkultur, Bodenreform — und wir?" findet erst am Dienstag, den 31. März, abends 8^ Uhr im Bereinszimmer des Konzerthauses statt. Gäste willkommen. Maunheim. (Liberal-jüdische Vereinigung.) Montag, den 30. März, abends ^9 Uhr im Saal der August Lame'y-Loge. Bortrag des Herrn Lehrer S. Liebermensch über „Lehren und Lernen in Israel". Gäste willkommen. cRXXRRX)GLRX>6SSG(-XRX)<!)G(-)OD(R-XR2OODOLX>OOcX)O<-) Vereinigung für das liberale Judentum Ortsgruppe Dresden Einladung Am Mittwoch, den 1. April 1925, pünktlich ö ühr, findet in den Räumen der Fraternitasloge, Morihsiraße ib, eine öffentliche Versammlung der Ortsgruppe Dresden statt. Herr Rabbiner Dr. 6. Seligmann, Frankfurt a. M., spricht über das Thema: „Liberales Judentum" Aussprache! Eintritt frei! Der Vorstand der Ortsgruppe Dresden o GGOOOGOOOOOOOOOOOOOOOOOCOOOOOOOOOGOOGXDOe wann: Otto Braun Er soll der Führer des neuen Deutschlands sein Er ist der einzige und würdigste Nachfolger Eberts