Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 9 (27.2.1925)
- Date
- 1925-02-27
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Schiel« »Scholem. Erinnerung! aus Ali-Berlin. Von Max Rosenfeld. Wer entsinnt sich' noch der seltsamen Erscheinung, des alten jüdischen Hausierers Schölem? Man sah ihn in den achtziger Jahren täglich mehrmals durch das Menschengewühl auf dem Berliner Mühlendamm stapfen. Scholem war ein Oreis, silberweißes langes Haar quoll unter einer flachen Schirmmütze hervor und wallte auf seinen kaftanartigen Mantel nieder. Ein großer Bart, dessen Farbe mehr ins Weißgoldige spielte, bedeckte seine Brust. Oer Alte trug stets auf dem Rücken einen umfangreichen Sack, worin die Waren, die er verkaufte, steckten: Kämme, Bürsten, Taschenmesser, Seife, Talmischmucksachen und allerlei Ramsch. Er besuchte vielfach die im Zentrum gelegenen Fabriken, meist um die Mittagszeit, wo er bei den Arbeitern und Arbeiterinnen guten Absatz fand. Etwas unheimlich sah der Mann durch seine einwärts schielenden Augen aus, dieser Eigenschaft wegen wurde er auch überall nur „Schiele-Scholem“ fenannt. Auf der Straße hatte er meist eine große char Berliner Rangen hinter sich, die ihn mit dem johlenden Zuruf „Schiele-Scholem!“ zu necken suchten. Der alte Jude achtete aber gar nicht darauf, er setzte unbeirrt seinen Weg fort. Von dem alten Hausierer ging das Gerücht im Volke, daß er sich vervielfältigen könne, oder daß er wenigstens einen Doppelgänger habe, manche behaupteten, sie hätten Schiele-Scholem in Berlin zu gleicher Zeit doppelt gesehen. Ich hielt das Gerede der Leute für einen jener frivolen Scherze, die man sich mit dem Greis erlaubte. Und dennoch, sonderbar, einmal hatte ich am Landsberger Tor zu tun, sah dort Schiele-Scholem mit seinem Sack; ich bestieg den Omnibus, fuhr nach dem Molkenmärkt, stieg dort aus — und blieb wie erstarrt stehen: Schiele-Scholem kam genau so, mit Sack und weißem Bart, vom Mühlendamm. Der alte Mann erregte meine knabenhafte Phantasie, ich beobachtete ihn eifrig, konnte aber sonst nichts Geisterhaftes an ihm bemerken. Doch einst hatte ich ein Taschenmesser von ihm gekauft. Am nächsten Tage bedauerte ich, daß ich nicht eins mit Korkenzieher genommen. Ich ging in die Poststraße, wo ich die Kellerwohnung Schiele-Scholems wußte. Als ich mich in dem dunklen Gange zu seiner Tür getastet hatte, blieb ich stehen und lauschte. Ich hörte Schiele-Scholem drinnen laut und aufgeregt mit jemand sprechen. Es waren zwei verschiedene Männerstimmen, manchmal erscholl ein meckerndes Lachen, dann grollten wieder Vorwürfe, die von der anderen Stimme mit Seufzen beantwortet wurden. Da mein Klopfen unbeachtet blieb, öffnete ich einfach die Tür und trat ein. Wie erstaunte ich, als ich Schiele-Scholem ganz allein in dem ziemlich kahlen Raum fand. Ich brachte ihm mein Begehren vor, das gekaufte Taschenmesser umzutauschen. Er war sehr freundlich, zeigte mir eine ganze Reihe von Messern, und ich durfte mir eins auswählen. Als ich ein sehr schönes wählte, schmunzelte der Alte und sah mich mit seinen schielenden Augen an. „Guter Solinger Stahl! Es kost zwar eigentlich mehr als das andere, aber nu, wir wollen es lassen sein gut.“ Er nickte mir zu, ich bedankte mich und ging hinaus. Nachdem die Tür hinter mir zugefallen war, konnte ich es nicht unterlassen, wieder zu lauschen. Da hörte ich richtig wieder Schiele-Scholem mit einem anderen sprechen. Ein Gruseln befiel mich, und ich eilte fort. Allgemein war der alte Hausierer beliebt, man kaufte gern bei ihm, fand seine Ware billig und gut, man machte Scherze mit ihm, auf die der Greis gutmütig einging, wenn sie nicht in Roheiten ausarteten. Es gab aber auch Menschen, 'die den armen alten Juden auf jede Art zu plagen suchten, zu diesen «hörte der Schneidermeister Hinze, der in einem eckhause der Fischerstraße wohnte. Hinze spielte sich gern als Judenfeind auf, er hetzte die Straßenjugend gegen Schiele-Scholem und pöbelte den Greis an, wo er nur konnte. Des Schneiders Weib, eine schmähsüchtige Hexe, unterstützte ihren Gatten meist bei seinen Unflätigkeiten. Ich sah selbst einmal, wie dieses Ehepaar den harmlosen alten Juden mit Kot bewarf, und in dem Augenblick erschien mir Scholem geradezu imponierend. Er sagte kein Wort, blieb nur stehen, sah den Schneider und sein Weib ernst und verachtend an, dann ging er ruhig weiter. Der Brand unsinniger Judenhetze war wieder einmal vom politischen Lager in die Gemüter irregeleiteter Menschen gefahren. „Die Juden haben an allem Uebel schuld! Schlagt die Juden tot!“ so hörte man überall schreien. Da waren Schneider Hinze und seine Frau im richtigen Fahrwasser. Wenn Hinze unter dem Mühlendamm an den Läden der jüdischen Händler vorüberging, gröhlte er immer höhnisch den Spottvers: „Am Mühlendamm, am Mühlendamm, Da blüht der ganze Mauschelstamm.“ An einem Februarnachmittage kam ich vom Köllnischen Fischmarkt und bemerkte einen Menschenauflauf an der Ecke der Fischerstraß. „Schiele- ScKoteml“ hörte ich es schon von weitem brüllen. Id) eilte näher. Hinze hatte 'dem alten Juden die Mütoe vom greisen Haupte gerissen, die Schneiderfrau zerrte mit beiden Hände« am Bart des Hausierers. „Schlagt den Dreckjuden tot!“ schrie Hinze und holte zum Schlage aus. „Nun verdoppele dich doch, Jude, dann haben wir gleich zwei zum Totschlägen!“ Da geschah' etwas Unerwartetes. Eine Riesengestalt trat plötzlich hinzu, ein hellblonder Mann, den man In der Gegend den „Athletenkarl“ nannte. Der Hüne faßte mit der einen Hand die aufkreischende Schneiderfrau, daß sie den Bart des Juden losließ. Im gleichen Augenblick wälzte sie siech schon auf dem Pflaster. Mit der andern Hand hatte Athletenkarl den Schneider bei der Gurgel gepackt, daß er stöhnte. „Wat hat dir cL ..!!c Mann jedahn?“ schrie Athletenkarl. „Er ist ein Jude“, ächzte Hinze. „Watt er dir jedahn hat, will ick wissen.“ „Mir? Nischt! Aber die Juden haben alles Geld.“ „Du feije Memme, da nimmste dir son armen Pindeljuden vor, der kaum watt zu knacken un zu beißen hat?“ „Ja, die Juden haben Christus gekreuzigt, die Juden haben Brunnen vergiftet, die Juden wollen die Weltherrschaft an sich reißen.“ Athletenkarl hob den dürren Schneider mit einer. Hand hoch und schüttelte ihn. „Mensch, dir droppt ja de Neese vor Dummheet. Du dust ma blos zu leed. Aba sonne Menschen, wie du eena bist, die kennte man stundenlang ohrfeijen.“ Damit verabfolgte Athletenkarl dem Hinze ein paar Proben links und rechts, so daß der Schneider sieben Meter weit flog. Jetzt legte sich die Polizei ins Mittel. Alle an dem Krawall Beteiligten wurden auf geschrieben. Nachdem dieses vollzogen war, führte Athletenkarl den alten Juden, der inzwischen seine Sachen zusammengesucht hatte, ungefährdet durch die Menschenmenge. Wie ich hörte, soll die Angelegenheit noch ein gerichtliches Nachspiel gehabt haben, wobei Schneider Hinze und seine Frau zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, wegen Anstiftung zu grobem Unfug und wegen Körperverletzung. Die Judenhetze ging aber immer weiter. Tagelang hielten die jüdischen Trödler unter dem Mühlendamm ihre Läden geschlossen, weil sie Angriffe befürchteten. Um die Fastnachtszeit artete die Hetze zu einer tätlichen Feindseligkeit, beinahe zu einem Pogrom aus. Ende Februar ging ich an einem Abend über den Mühlendamm, den ich ja täglich mehrmals überschritt, als ich wieder den bekannten Ruf: „Schiele- Scholem!“ vernahm. Dazwischen scholl es: „Schlagt den Juden tot!“ Eine Rotte wüster Kerle verfolgte im Dunkeln den alten Juden, der mit seinem Sack vor ihnen hertappte. Beim Schein einer Straßenlaterne sah ich noch den weißen Bart, die gebeugte Gestalt mit dem Pündel, dann bildete sich ein Menschenknäuel, Schiele-Scholem war zu Boden gefallen, sie schlugen unmenschlich auf ihn los. Ein dumpfes Stöhnen hörte ioh aus dem Wirrwarr . . . und plötzlich drängte sich eine weibliche Gestalt in orientalischer Tracht durch den Kreis der Rohlinge und warf sich mit einem Schrei über den am Boden Liegenden. Vergeblich sah ich mich nach Athletenkarl um, er kam diesmal nicht. Doch was war das? Die Menge stob auseinander . . . denn dicht vor dem auf dem Pflaster regungslos in seinem Blute liegenden Schiele-Scholem, der merkwürdigerweise von der orientalisch gekleideten Frauensperson bejammert wurde, stand wie aus dem Boden gewachsen wirklich noch ein Schiele-Scholem. Ich sah ihn genau im hellen Licht einer Laterne, mit seinem Sack und Kaftan, mit,seiner Schirmmütze und weißem Haar und Bart. Er reckte drohend die magere Hand in die Luft und rief: „Gottes Gericht! Gottes Gericht!“ Dann verlor sich die Gestalt in der Dunkelheit nach dem Molkenmarkt zu. Am nächsten Tage wurde die schreckliche Aufklärung bekannt. Der Schneider Hinze hatte sich am vorhergehenden Abend als Schiele-Scholem maskiert und wollte mit seiner Frau, die als Orientalin verkleidet war, einen Maskenball besuchen. In der Dunkelheit wurde er von den blinderregten Judenfeinden, die er sonst selbst angestachelt, für den echten Schiele-Scholem gehalten und totgeschlagen. Was aus dem wirklichen Schiele-Scholem wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, ich sah ihn niemals wieder, er mußte wohl Berlin für immer verlassen haben. BÜCHERSCHAU. Dit iirMÜMie Knltu«g«meind* Nürnberg 1874—1924. Von Rabbiner Dr. Max Freudenthal. J. Bulka-Verlag Nürnberg 1928. 172 Seiten. Von einem der gefeiertesten Lehrer des Talmuds wird gerühmt, daß er einem Arbeiter gleiche, dem eine Menge aller möglichen Qetreidekörner in seinen Kasten geschüttet den; zu Hause angelangt, sonderte er das*Gute und BrJ bare von den Hülsen und dem Wertlosen und ordnete; nach seiner Besonderheit planmäßig und übersichtlich, dal eine Freude war, es anzusehen. Diese weise Auswahl des geschichtlich Wertvollen, Beschickte Bewältigung und feine Gliederung des weil« figen Stoffes, die geradezu vorbildlich für alle derartiges] beiten genannt werden kann, fct auch dem neuesten W des bewährten Meisters der geschichtlichen Gemeinde achung, Rabbiner Dr. Freudenthal in Nürnberg, in erster Linie nachzurühmen. Neuland in doppelter Beziejj ist es, was Freudenthal uns auftut. Einmal, indem er jj Ausschnitt der Geschichte der unmittelbar erlebten Ov wart behandelt. Neuland ist dieses Buch aber auch, we einen ganz neuen Typ von Geschichte darstellt, wie sie lieh bis jetzt noch ungeschrieben ist: das Gesamtbild i jüdischen Gemeinde in ihrem Gefüge, in ihren Einrichtun in ihren inneren Strebungen und äußeren Beziehungen \ rend der letzten fünfzig Jahre, nicht nur in Umrissen, son] in der ganzen Fülle und Lebendigkeit der Gestalten, der, kenden Kräfte, der Schöpfungen und Erlebnisse. „Diel schichte einer so modernen Gemeinde ist bisher noch geschrieben worden", sagt der Verfasser mit vollem Rt| und fügt hinzu: „auch diese hier hat ihre Rechtfertig nicht etwa in dem zufälligen äußeren Anlaß, sondern sie an Bedeutung weit über die Ringmauern Nürnbergs hin greift." In der Tat wächst diese Geschichte über den Rahmen tJ Lokalgeschichte und einer Gelegenheitsschrift zum fünf] jährigen Jubiläum der Synagoge hinaus und wird in k Grundriß zum Paradigma, zum Vorbild und Spiegelbild! Geschichte der modernen jüdischen Gemeinde in Deutsch^ All die großen religiösen, erzieherischen, sozialen, kulti len, gemeindepolitiscnen und weltpolitischen Fragen und gange innerhalb des deutschen Judentums seit fünfzig Jak viele berühmte Namen spielen in diese großzügige i schichte der aufstrebenden, stets mit der Gesamtheit judiscj und deutscher Kultur verbundenen Nürnberger jüdischen i meinde hinein: Zionismus und Bne-Brith-Orden, Ostjudem Keren hajessod, Richtlinien und bayerisches Judenedikt, Fe bestattung und Esperantokongrei) mit Esperantopredigt inj Synagoge. An allem, was aas jüdische Herz und das sehe Herz bewegte, nahm die Nürnberger Gemeinde ik Anteil. Scharf nerausgemeißelte Charakteristiken führen Persönlichkeiten, wie Josephthai, Held, Levin u. a. belel] das geschichtliche Bild. So ist dieses Buch eine ebenso lehrreiche wie reizvtj Lektüre. Der an sich spröde Stoff wird unter der Meli hand der systematischen Anordnung und wirkungsvollen ' Stellung fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Kil heit, Gründlichkeit und gewissenhaftes Streben nach OM tivität sichern ihm seine wissenschaftliche Bedeutung. Für das liberale Judentum von besonderem Interesse die Kapitel, die von der Entwicklung des Gottesdienstes,! Religionsunterrichtes, von der ersten Hauptversammlung Vereinigung für das liberale Judentum ui Nürnberg, \ Richtlinienstreit und den Kämpfen mit der sich bildend Separatgemeinde Adass' Israel handeln. Uns ist beim Lesen der heiße Wunsch aufgestiegen: Mo ten vielen Gemeinden solche Rabbiner wie Freudenthal möchten vielen Rabbinern solche Gemeinden wie Nümbij zuteil werden! Rabb. Dr. Seligmann, Frankfurt a. M.I Das jüdische Schrifttum über den Wert des Lebens. V<| Dr. i. Günzig. Hannover 1924. Orient-Buchhandlung I Lafalre. Das Buch ist aus Vorträgen für ein größeres Publik« hervorgegangen und trägt so den Charakter des und zwar] gutem Sinn Populären ohne allzutiefgehend zu sein. —' gibt zwei Arten von negativer Auffassung über den Wert i Lebens, von der hier vornehmlich die Rede ist, oder sa wir in gebräuchlicher Terminologie, von Pessimismus, eine, der in dem Leid der Welt das letzte sieht und dabl stehen bleibt, der andere, der hinter dem Leid, nach des Sinn und in diesem nach dem Sinn des Lebens sucht, für den das Leid so zu einer Bejahung des Lebens, zu eine] Positiven also, wird. So Nietzsche, so bei näherem Zusei« zuletzt auch Schopenhauer. Es ist die Frage, ob diese überhaupt noch „Pessimismus" ist. Daß das Judentum Ganzes zu ihr gehört, geht aus dem Buch mit aller Deoj lichkeit hervor. Wenn im Gegensatz zur optimistischen Weltauffassung $ alten und ältesten Hebräer in der letzten Periode des zweitt Tempels sich ein grämlich verbitterter Pessimismus zeifl wenn neben den Klagen über die Leiden des Daseins imm wieder vornehmlich der Widerspruch zwischen Glück undWd des Menschen das Denken beschäftigt, so erweisen sich zulw doch die philosophischen und poetischen Dokumente wie Buch HioD und Kohelet, das Buch Esra und die Psalm« wie nicht minder die talmudischen Schriften als Theodiz« d. h. als Bejahungen und Rechtfertigungen der Welt, Bestätigungen einer sittlich-göttlichen Weltordnung. Das Ld den wird ein Mittel zur Verinnerlichung und Heiligung dg Menschen, „die nach menschlichen Begriffen und für mens liehe Verhältnisse nachteiligen und zweckwidrigen Tatsacl werden nur als Grund und Gelegenheit angesehen, ethisch Antriebe zu erzeugen, ethische Gesinnung zu bewähren. « gibt der Uebel viele in der Welt, aber nach jüdischer rabbinischer Anschauungsweise sind Not und Elend vorhin den, damit das Gute sie heile." In den durch Fremdhefl schaft und Tyrannen (Merodes) Verderbnis, politische uj religiöse Spaltungen so unheilvollen, politischen Verhältnis?« des ersten Jahrhunderts sieht, wie schon angedeutet, der Ve| fasser die äußeren Voraussetzungen jenes Pessimismus; ' Mittelalter waren es vom 11. bis 14. Jahrhundert die säglichen Bedrückungen, die blutigen in Deutschland ihr« Höhepunkt erreichenden Verfolgungen, denen zuletzt Vej1 jagtmgen aus einigen Ländern wie England, Frankreich, Spi nien folgten. Für c|en Pessimismus aus dieser Zeit komm'] vornehmlich vier große jüdisch-spanische Dichter in B? tracht: Salomon b. Jehudah, Ibn uabirol, Bach ja b. JosepJ Ibn-Pakuda, Abraham ibn-Esra und Jedajah Bedaresi Pen«» Sie alle in dichterischer Hinsicht mehr oder minder wertv« (der Verfasser bringt Proben aus ihren Werken), mehr od« minder asketisch-moralisierend, verbinden mit ihren Klag« über die Nichtigkeit und Unzulänglichkeit des Daseins, die vd werflichkeit und Häßlichkeit der Materie im Gegensatz rul rein Geistigen, doch zuletzt jene Lebensbejahung im ang« deuteten Sinn, jene Umkehrung des Leids in die HinaJJ Züchtung des Menschen. So erweist sich der Gruncjzug d Judentums stets als eine Lebensbejahung; so entläßt uns a» dieses Buch mit der Ueberzeugung von einer im jüdische Volke schlummernden unerschöpflichen Lebenskraft. — A Buch enthält noch eine historische Abhandlung über dq Rabbi Meir Schiff und über Eine Enzyklopädie des Judentums, letztere besonders für die jüdische F°] schung wichtig. Dr. Elise Dosenheimer, München.