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Jüdisch-liberale Zeitung · 1925-02-20 · 8 (20.2.1925) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
5 (1925)
Issue
8 (20.2.1925)
Date
1925-02-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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V Aus -er Bewegung. »♦»»♦»♦♦♦»♦♦»♦♦♦♦»»♦♦♦♦»♦»»♦♦♦♦»♦♦♦»»♦♦♦♦»♦♦ •♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Herford. Am Donnerstag, den 22. Januar fand unter Leitung non Herrn Dr. Baruch die angesagte Versammlung statt, AU der sich ein großer Teil der Herforder Gemeinde eingefunüen hatte. Er gibt seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß Rechtsanwalt Stern, Berlin, durch Krankheit im engsten Familienkreise im letzten Augenblick am Sprechen verhindert ist. Für ihn hat sich aber liebenswürdigerweise Herr Rabbiner Dr. Steinthal aus Münster zur Verfügung gestellt. Nachdem Dr. Baruch auf die Ratwendigkeit eines festen Zusammenschlusses all derer hingewiesen hat, denen eine Verinnerlichung unseres jüdischen Seins Herzenssache bedeutet, erteilt er Herrn Dr. Steinthal das Wort zu seinem Vortrag über Zwecke und Ziele der Vereinigung für das liberale Judentum und ihre Stellung zu den wichtigsten Gegenwartsfragen. Durch die ruhig-sachliche, ja vornehme Art des Vortrages hatte Herr Dr. Steinthal seine zahlreichen Zuhörer bald in seinen Bann geschlagen. 2m ersten größeren Teil seiner Ausführungen ging der Redner besonders aus das Wesen des liberalen religiösen Judentums ein, während er im zweiten Teil zu der im Augenblick wichtigsten Frage, zur Wahlbewegung innerhalb der preußischen Iudenheit Stellung nahm. Auch hier kein Wort des Kampfes, der Verächtlichmachung der Gegner, oder der Hervorhebung eigner Vorzüge. linier großem, ehrlich verdientem Beifall schloß Herr Dr. Steinthal seine gehaltvollen Ausführungen. Herr Dr. Baruch fand herzliche Worte des Dankes und eröffnete die Diskussion. Gleichzeitig wurde eine Liste, die zum Beitritt zur Vereinigung für das liberale Judentum aussorderte, in Umlauf gesetzt. In der mm folgenden Aussprache erläuterte Herr Prediger Goldmann einige vom Redner gemachte Ausführungen mit Bezug auf die Gemeinde Herford und gab dem dringenden Wunsche nach Zustandekommen einer Ortsgruppe der V. f..d. l. I. Ausdruck. Zuin 2. Punkt des Vortrages: zur Wahlbewegung, erhob sich Frau Anschel, Herford, die in wundervollen, zu Herzen gehenden Worten die Frauen auf ihr Wahlrecht, das ihnen Wahlpflicht sein müsse, hinwies. Auch sie erntete nach ihren Ausführungen reichen Beifall. Rach einem Schlußwort von Dr. Steinthal schloß Herr Dr. Baruch die Versammlung um 10 Uhr 45 Minuten. Der Abend brachte als äußeren Erfolg die Anmeldung von 25 neuen Mitgliedern, die sich mit den bereits vorhandenen in der allernächsten Zeit zu einer Ortsgruppe der Vereinigung für das liberale Judentum e. V. zusammenschließen werden. Königsberg. In der hiesigen Ortsgruppe der Vereinigung sür das liberale Judentum fand Anfang Februar ein Vortrag über „Aufgaben des jüdischen Liberalismus" Mt, über den die „Königsberger Hartungsche Zeitung" in ihrer Abendausgabe vom 5. Februar folgendes schreibt: „Nicht Theorie und Begründung des religiösen Liberalismus, wie der zionistische Diskussionsredner des Abend irrtümlich annahm, sondern die Gegenwartscmfgaben dieses Liberalismus innerhalb des deutschen Judentums war das ] Thema, welches sich Generalsekretär Dickmann, Berlin, am Mittwoch, Körtesaal der Stadlhrlle, in der „Vereinigung für das liberale Judentum" gestellt hatte. Herr Fabian begrüßte ' Mitglieder und Gäste zu Beginn der öffentlichen Versammlung und ging dann, wie zunächst auch der Hauptredner, auf die am; 1. Februar erfolgten Wahlen zum Landesverband jüdischer Gei meinden ein (deren vorläufiges Ergebnis wir bereits milgeteilt haben): an allen größeren Orten ergab sich dabei eine liberale Mehrheit, die zahlenmäßig etwa 70 Prozent betrug: in Berlin hatte der große Zustrom zionistisch eingestellter Ostjuden bei nur etwa 50prozentiger Wahlbeteiligung der Liberalen zur Folge, daß 26 Liberalen 16 Zionisten gegenüberstanden. Im Reich dagegen waren die Resultate weit erfreulicher: in Westfalen z. B. fielen bei einer Wahlbeteiligung bis zu 99 Prozent vier von fünf Sitzen den Liberalen zu: auch in Breslau, Köln, Frankfurt a. M. und anderwärts feM der Will-SW deutlich ins liberale Lager, ja es gibt sogar eine ganze Anzahl liberaler Ostjuden. Es darf nun aber — so führte Herr Dickmann weiter aus — kein Ausruhen auf diesen Lorbeeren und keine Indifferenz geben. Zweifellos ist die Gleichgültigkeit in den Großgemeinden heute noch sehr verbreitet: der Aufbau tut vor allem in der Familie not, die „Auserwählung" des jüdischen Volks darf nicht als Bevorzugung, sondern als Zwang zur Pflichterfüllung ausgefaszt werden. Drei Gruppen haben wir zu unterscheiden: das nicht religiös interessierte Rationaljudenium, den Zionismus, der als „jüdische Volkspartei" in den Wahlkampf zog und eine großzügige Kolonisation in Palästina anstrebt, sowie den Liberalismus, der den Entwicklungsgedanken dem starren orthodoxen Prinzip entgegenstellt: ihm ist Moses als Mensch der tatsächliche Urheber der jüdischen Gesetze, die also auch Fehler und Zeitgebundenheiten aufweisen können. Vor allem ist es nötig, Kenntnisse vom Judentum sich zu erwerben. Schlagkräftig wird der Liberalismus nur sein, wenn er sich einen fähigen Nachwuchs sichert, fo daß er nicht immer, wenn cs darauf ankomm!, erst einen Redner von der Berliner Zentrale braucht. Jeder eiuzelue muß befähigt sein, dem Gegner wirksam entgegenzulreten, damit nicht nur Offiziere, son¬ Friedrichstraße 60, Ecke Leipziger Straße Etablissement Z Etablissement Cafe lelka Täglich nadim. und abends Kabarett u. Variete 2 Kapellen u. a. Das große Karnevals - Programm Oscar Sabo — Bolgaroff'Truppe Anna Müller 'Linke mit A.Tyrkowsky Ferry*Duett — Martin Loewe Conferencier Roth'Rese Gastspiel des Münchener Schriftstellers Walter Rath*Rex dern auch Soldaten vorhanden sind. Für den Nachwuchs an Rabbinern und jüdischen Lehrern zu sorgen, ist dringende Pflicht. Die Frage der jüdischen Volksschule muß nach lokalen Gesichtspunkten entschieden und darf nicht zum Programmpunkt erhoben werden. Die zwei Aeligionsstunden wöchentlich reichen bei weitem nicht aus: hier muß die Selbsthilfe der jüdischen Geistlichen einsetzen, die daher auskömmlich besoldet sein müssen. Freiwilliger Zusammenschluß zeitigt vorzügliche Erfolge, die Familie muß als Grundfaktor wieder neu geschaffen werden. Der Wille zum Judentum ist zwar entscheidend, aber machtlos, wenn nicht auch dafür gearbeitet wird. Die Erkenntnis der Schicksalsgemvinschaft aller Juden tut not, gleichzeitig aber eine bewußte Tätigkeit nach dieser Richtung, nicht bloß unfruchtbares Kritisieren: eine Emanzipation von allen kleinlichen Fragen, ein Aufbau durch die Tat. Darin liegt die Gegenwartsaufgabe des jüdischen Liberalismus, dessen Wesen der Redner an einer hübschen Legende vom Schloßbesiher und seinen drei Söhnen klar erläuterte. Aus d-er Erkenntnis der eigenen Fehler soll der Wille zur jüdischen Tat erwachsen, die das von den Vätern ererbte Gut neu erwerben muß, um es zu besitzen. Einem zionistischen Redner, Rechtsanwalt Dr. Schloßberg, trat zunächst Iustizrat Dr. Lichtenstein, dann auch noch der Vorsitzende wirksam entgegen, worauf Herr Dickmann in einem längeren Schlußwort die Gründe des Gegners widerlegte. Besonders scharf arbeitete er nochmals den Gegensatz heraus, daß dem Liberalismus das Judentum nur Religion sei und meilenhoch über allem Nationalismus stehe, während der Zionismus grundsätzlich nationalpolitisch eingestellt sei und die Religion als Prioatsache betrachte." Leipzig. N e u k o n st i 1 n i e r u n g der Ortsgruppe. Der 4. Februar wird, so hoffen wir,' für die Verbreitung und die Vertiefung des religiösen Liberalismus in unserer Gemeinde eine nachhaltige Bedeutung erweisen. Unsere Ortsgruppe, als Sammelpunkt unserer hiesigen Liberalen, war, wie auch anderwärts, unter den Nachwehen des Krieges still cingeschlummert. Der Rührigkeit einiger Weniger ist eS gelungen, einen Stamm an Mitgliedern zu vereinigen, die nun mit neuem Mute und frischer Begeisterung an die Arbeit gehen wollen. Die Versammlung, mit der die neue Aera eingeleitet wurde, läßt mit Recht erwarten, daß wir vorwärts schreiten werden. Für den Arbeitsausschuß, der die Vorarbeiten mit freudiger Hingabe geleistet hat, leitete Herr Emil Ioske den Abend mit einem Berichte über diese Vorarbeiten ein und erklärte dann, unter Zustimmung der anwesenden Mitglieder die Ortsgruppe als neu konstituiert. In einem von religiöser Begeisterung getragenen Vortrage wies Herr D r. Max Mayer-Berlin die "Dringlichkeit einer regen Betätigung der liberalen Vereinigung nach. Es gilt, den Indifferentismus zu überwinden, der sich oft als Liberalismus gebärdet und nichts weniger verdient als diese Bezeichnung. In einer stattlichen Zahl von Formen werden Anschauungen als liberale ausgegeben, nur um die Gleichgültigkeit zu bemänteln. Unsere Gegner weisen dann auf diese Erscheinungen hin und machen dafür den Liberalismus verantwortlich. Ganz zn unrecht. Denn der Liberalismus bekämpft gerade dieses Auch-liberale: er will ja im Gegenteil positives Judentum in lebendiger Kraft, Judentum, das den ganzen Menschen erfüllt, allerdings in Formen, die dem jüdischen Menschen unserer Tage wahrhaft etwas sein können. Darum auf der einen Seite individuelle Freiheit, die den Inhalt des Religiösen in Ilebereinstimmung mit Geist und Gemüt gestaltet. Auf der anderen Seite ist aber auch religiöses Massenbewusztsein unerläßlich: nur aus der Gemeinschaftlichkeit des religiösen Gutes erwächst dem einzelnen volle religiöse Kraft. Diese mit lebhaftem Beifall anfgenommenen Gedanken unterstrich Herr Genie inderaobiner Cohn, der seiner innigen Freude darüber Ausdruck gab, daß die Neugestaltung der Ortsgruppe die Hoffnung auf eine Vertiefung des Religiösen in den Kreisen unserer Liberalen erwecke. In den anderen religiösen Gruppen herrscht reges Leben: auch die Liberalen sollen in ihrer Vereinigung nicht nur äußerlich sich sammeln, sondern auch innerlich festere Stellung zum Judentum gewinnen: nicht aus die Zahl der Mitglieder soll es ankommen, sondern auf die Stärke jüdischen Lebens, das durch die Vereinigung angeregt werden soll. Er wies dann auf eine. Reihe von lokalen Aufgaben hin, die geeignet sind, in dieser Richtung die Vereinigung wirksam zu machen. Herr Lehrer Jaffa empfahl der Aufmerksamkeit der Vereinigung sür das liberale Judentum die Frage des jüdischen Lehrers, deren Vernachlässigung ein gut Stück der Schuld an der Zunahme der religiösen Gleichgültigkeit zugesch rieben werden muß. Eine grundsätzliche Forderung betonte alsdann Herr Gemeind erabbiner Dr. Goldmann: wenn das liberale Judentum die Absichten, die ihin zugrunde liegen, verwirklichen soll, dann muß der liberale Jude wieder dahin gelangen, für sein Judentum Opfer zu bringen, Opfer ideeller und auch materieller Art. Er muß suchen, Fühlung mit dem Gottesdienst zu gewinnen, auch wenn der Synagogenbesuch anfänglich Ileberwindnng kostet. And er muß auch sonst wieder Opferfreudigkeit betätigen, wie das unbestreitbar bei den anderen religiösen Gruppen in weit höherem Maße geschieht. Nach weiteren geschäftlichen Bemerkungen nahm der Vortragende in seinem Schlußwort noch Gelegenheit, auch an die Mitarbeit der Frauen zu appellieren. — Die Versammlung darf als ein erfreulicher Anfang für die Wiederaufnahme unserer Arbeit gebucht werde! In einer für bald geplanten Mitgliederversammlung soll der ne' Vorstand gewählt werden, und dann gilt es, intensive Arbeit leisten. Liegnitz. (Jüdisch-liberaler Iugenöverein Lieg nitz —Liberaler Verein der Synagogen gemein d> zu Liegnitz.) Am 9. Februar fand hier die Generalvrij sammlung des Ili statt, in der zunächst der erste Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Scheyer, einen ausführlichen Geschäftsberi gab, der die lebendige Arbeit des vergangenen Jahres klar aul zeigte. Den wichtigsten Punkt der Verhandlungen nahm dann &j, Beratung über die Umstellung des Vereins oder Gründung clnci liberalen Hauptvereins in Anspruch. Einerseits mußte sich dabr die Tatsache auswirken, daß in dem Verein zahl-reiche äffen Mitglieder aktiv tätig sind und die Notwendigkeit zu Tage lra auch in gemeindepolitlscher Hinsicht öffentlich auszutreten," anbei rerieits war es selbstverständlich, daß die Jugend nicht von dd Arbeit ausgeschlossen werden konnte, sondern im Gegenteil öi] Möglichkeit größerer aktiver Mitarbeit erhielt. Dieses Proble wurde dadurch in vorbildlicher Weise gelöst, daß der Ili in eine .Liberalen Verein der Synagogengemeinde zu Liegnitz" mngtj wandelt wurde, die bisherigen ordentlichen Mitglieder (bis zj 30 Jahren) des 3li wurden Mitglieder einer Unterableilung 5c< Vereins, die wie bisher der Gesamtverein, den Rainen „Indisch liberaler Iugendverein zu Liegnitz" trägt. Für beide Verein wurde ein gemeinsamer Vorstand gewählt, und zwar Herr Drl Scheyer als erster Vorsitzender, Herr Markiewitz all zweiter Vorsitzender, Frau Greta Iakobsohn als Schrift führerin und Fräulein Hertha Cohn als Kassenfiihrerin. Z diesen treten für den Liberalen Verein die Damen Fra! Dr. S ch m u ck l e r, Frau Dr. Löwenheim und Frau 91iai Krieg und die Herren Mannheim, I e r e s l a w u H a r l a m als Beisitzer hinzu, während für den I u g e n d v e r e j die Damen Fräulein Trude Schneider, HennyWrenkr, Lilly Liebrecht und Margot Meichmann und dül Herren Dr. Meyer und Erich Fischer für diese Funktioneis gewählt wurden. Durch diese Umstellung des Vereins wird di Möglichkeit besonders ausgedehnter Arbeit gegeben, und es il zu hoffen, daß dadurch der weitaus größte Teil der Liegmhcil Gemeindemiglieder in der liberalen Organisation zusammengefasis werden kann. Die Generalversammlung beschloß ferner, an -cm bisherig^ Beitrag festzuhalten: auch "wurde eine Kommission gewählt, dir! die notwendig gewordene Aenderung der Satzungen von beraten soll. Potsdam. (Jüdisch-liberaler Iugendverein.! Unsere diesjährige ordentliche Generalversammlung fand sahungs gemäß am 5. Januar 1925 statt. Rach dem Bericht des Von staudes und der Wartschaften erfolgten die Vorstandswahlen Herr §. Rochocz schied nach langjähriger erfolgreicher Mitarbei! im Vorstände wegen augenblicklicher beruflicher Ueberlastung aus demselben aus. Ihm sei auch an dieser Stelle nochmals gedankt An seine Stelle wurde cand. jur. A. Iosephsohn zum stellver tretenden Vorsitzenden und Schriftwart gewählt. Im übrigen wurde der übrige Vorstand, Dr. Cohn als erster Vorsitzender, S. Blumenthal als Kassenwart, ohne Gegen- Vorschläge einstimmig wiedergewählt. Wegen anderweitiger Inanspruchnahme legte Fräulein Iosephsohn ihr Amt als Bibliothekarin nieder, das sie seit Bestehen des Vereins aufs treuest versehen hat. Ihrer Umsicht ist es vor allem zu dannen, wen» wir heute eine Bücherei von über 450 Bänden unser eigen nennen können. An ihre Stelle wurden Fräulein Hammerstein und Fräulein Hirschbruch zu Bibliothekarinnen gewählt. An die Vorstands- und Wartschaftswahlen schloß sich ein Bericht des erstell Vorsitzenden über die Magdeburger Tagung. Unsere Arbeit vollzieht sich in derselben Weise wie bisher. Es finden wöchentliche Veranstaltungen, abwechselnd Leseunö Vortragsabende statt. An den Leseabenden wird unter Leitung von A. Iosephsohn die Lektüre von Zweigs Jeremias fortgesetzt. Diese gibt stets zu lebhasten Erörterungen jüdischer Gegenwartsfragen Veranlassung. Am 19. Januar sprach unser Freund E. H. Selig-sohn in einem mit lebhaftestem Interesse anfgenmmneneu Vorträge über „Die Jugendbewegung der Gegenwart". Am 16. Februar sprach Ludwig Lewin über „Zweifelsfragen eines liberalen Juden". An den äußerst anregenden Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache. Auch unsere Schülergruppe hält nach wie vor jeden Sonnabend abwechselnd besondere Lese- und Vortragsnachmittage ab. In diesem Jahre sprachen Walter Cohn über „Die historische Entwicklung des Zionismus", Artur Aperiarsky Wer „Abrahm Geiger, sein Leben und sein Werk", Fritz Hirschbruch über „Flavins Iosephus" und Walter Zimei über den Mischen Krieg (70 nach Christi). Alle Veranstaltungen legen ein beredtes ZeumüS von dem vortrefflichen Geist ab, der in unserer Gruppe herrscht und der zu den schönsten Hoffnungen für unsere Sache berechtig!. Es sei bereits jetzt auf den am 14. und 15. März in Potsdam stattfind enden Jüdisch-Liberalen Jugend tag hingewiesen, der ernew der Aussprache der gesamte« jüdisch-liberalen Jugend über bk brennendsten Fragen unserer praktischen Betätigung bienen fw* Für unsere Gottesdienste am Freitag abend und an den Feiertagen wird ein Cantorund Prediger (nebenamtlich) zum 1. April ds. Js. gesucht. Bewerbungen sind an den Unterzeichneten zu richten. Synagogen-Verein Weissensee E.V. Dr. Geisenberg, Vorsitzender Syna&ogengemeinde Bonn Zum 1, April ds. Js. oder später ist in unserer Gemeinde die Stelle des Rabbiners neu zu besetzen, der auch an den hiesigen staatlichen und städtischen höheren Schulen den Religionsunterricht mit zu übernehmen hat. Gehaltsregelung und Anstellungsbedingungen erfolgen nach besonderer Vereinbarung. Bewerbungen bitten wir baldigst an den Vorstand der Synagogengemeinde Bonn einzureichen. Die Stelle eines Chordirmenfenl für gemischten Chor (Knaben und Männer) ist an einer unserer Synagogen mit altem Ritus zu besetzen. Bewerber mit gediegener musikalischer Ausbildung insbe-| sondere der Fähigkeit, die Chorknaben für ihre Aufgabe stimmlich und musikalisch heranzubilden, werden gebeten, ihre Gesuche bis Ende Februar ao den Unterzeichneten Vorstand zu | richten. Berlin, im Februar 1925 Vorstand der jüdischen Gemeind« lügel ca« 150 Instrumente der verschiedenst. altrenommiert. Marken stets vorrätig, auch Kunstspielpianos Bmihmi« TtKlrahluns gestattet! Hans RehbocU Go., Motzstr.78 WWWWWWWWWWWWWWMWW (a. Generalvertretung von Schieimayer & Söhne Ideal - Zahnbrücke Die Zukunft des festsitzenden Zahnersatzes ist in schwierigsten Fällen leicht anwendbar, da kein Abschieifen, kein Nervtöten - der gesunden Zähne nötig! I Total schmerzlos! Patentiert in Deutschland, Amerika usw> 12jährige Erfahrung ____ Alleiniger Hersteller: A. Wittenbecher u. F.Schreiber] jetzt: Berlin W 35, Setiöneberger Ufer 21 4, Haus von der Potsdamer Brücke, Telephon; Lützow 5404 Jede besorgte Mutter sann ihrem kleinen Bubi zur raschen Bekämpfung seines Hustens ruhig Fans echte Sodener Mineral-Pastillen in heißer Milch ausgelöst geben. Der Nein, Magen vktträgt dieselben ausgezeichnit.

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