Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 43 (5.12.1924)
- Date
- 1924-12-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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denen Abraham unterworfen mürbe Sollte er in der letzten, entscheidenden Prüfung versagen? Und sie^gingen LeiLe schwergend zur Höhe, Abraham und fern Lohn Jfaar. Und sie rau.en an Len Ort, welchen ihm Gott gesagt hatte. Und Abraham baute den Altar, schichtete das Holz, band seinen Sohn Isaak und nahm das Messer, um ihn zu tüten. . . . eine finstere, keine freudige Entschlossenheit. Ein Grollen und Zucken,, wie nahenides Gewitter, in der Seele des Velden. Die Gedanken, sagen sich wie die dunklen Wolken am Himmel. Unerträgliche dumpfe Schwüle seufzt uach Befreiung. Wie. Sturm heult es in seiner Seele Alles rst Au-fruhr in ihm. Es treibt zur Entladung! Da zerreißt ein Blitzstrahl das Gewölk, und ein Engel Adonois rief ihm vom Himmel: „Abraham, Abraham!" Wer war der Engel, der — nicht von außen, sondern im Innern Abrahams — zu ihm sprach'? Ein anderer Abraham, Abraham ibn? Esra, der geistvollste und kühnste unter den großen jüdischen Bibelerklärern des Mittelalters, sagt es uns in seiner Vorrede zu seiner Erklärung der Thora: „Der Engel zwischen dem Menschen und seinem Gott ist die Vernunft." Nicht das Dürnonische in uns, nicht Besinnungslosigkeit, nicht Rausch, Leidenschaft, Taumel, Verzückung, Fanatismus, Hemmungslosigkeit, nicht die heroische Selbstverleugnung und Opferkraft, so Gewaltiges sie auch zu vollbringen vermögen, sondern die Vernunft ist der Prüfstein und Leitstern unserer Frömmigkeit. Rasch treibt der Sturm das Fahrzeug unseres Lebens durch das wilde Meer, bewegter und beschwingter als die trügen, ftlEeu Winde,' doch wenn des Steuers Kraft versagt, und wenn kein Kompaß Ziel und Richtung weist, droht jeden Augenblick dem Fahrzeug tue Gefahr zerschellt zu werden und als Wrack zu treiben. Wehe, wenn die Vernunft das Steuer unseres Lebens «ms der Hand gibt! Wehe, ivenn wir ziel- und richtungslos nur von maßloser Triebhaftigkeit uns jagen lassen! Unsere klarsten Gedanken Und reinsten Gefühle Rollen als Schutzengel über uns wachen und uns be-, ^wahren vor der vernunftlosen Frömmigkeit, vor der MnkontroMertheit ihrer chaotischen und brutalen Formierungen, vor mystischem Halbdunkel und roman- Mchem Schwärmen» durch deren gefährliche Pforte die Menschen aller Zeiten zu den Molochsopfern gesifthritten sind. * Das Aufdämmern dieser Erkenntnis, das Aufwachen dieser Wahrheit ist die neue Welt, die wie eine neue Schöpfung aus dem trunkenen Chaos des Heiüentxms emPrwsteigt. Der Durchbruch der Religion zur Sittlichkeit durch die Vernunft, das ist die Entdeckung Wrahams auf Moria. Es gibt nur eine Religion, und die heißt „gut ffei u" Die Vernunft mit ihrem Postulat des Guten ist der Engel, der Gott und Menschen verbindet. Es darf keinen Widerspruch geben zwischen Frömmigkeit und Sittlichkeit. Reinste Menschlichkeit ist höchstes Gvtttesg-ebot. Das ist die gtvße Lehre des Judentums, M nicht erst in späterer Zeit, sondern in den Urge- 1« dieser einzigartigen Geschichte der Prüfung AbrayamS zum Durchbruch kommt. Denn das ist der letzte Sinn dieser Geschichte: BiZ W dem Augenblick, da der Engel ihm erschien auf' Moria, war Abrahams Gewissen noch belastet mit devi dämonischen Mauden seiner chalbäischen Heimat. Bis H zn dresem Augenblick hatte sich Abraham noch nicht bis zum letzten Rest losgerissen aus der Gewalt der dunklen ttrm ächte, die von Kindheit an ülS Gewohnheit, Sitte, Tradition, Gesetz das Gewissen beschweren. Verführt von dem Heldentum der Opserfahigkeit. von dem Heroismus der Entsagungsfreudigkeit, im BanUe dämonisch-mystischer Mächte, hielt Abraham diesen Heroismus für Frömmigkeit. Was Abraham für eine Gottesstimme gehalten hatte, war eben dieser letzte Rest heidnischer Frömmigkeit; dieses Leehte, was Abraham von seiner Umwelt noch hatte, mußte er überwinden, um der Vater einer neuen Wahrheit zu wsrdeN. Die Heiden hielten (und halten) Gott für einen harten Schuldherrn und die Menschen für sein« Schuldkncchte. Darum war ihnen ihre Relegivn, ihre Opfer die Schuldsumme, die man dem harten Gläubiger zu zahlen hatte. Er war ein grimmiger Kordover und begnügte sich nicht mit Geringem. Wer das Höchste zu opfern imstandL war, war der Frömmste. Alle Verwirrung, aller Wahnsinn in der Geschichte der Religion ist durch diese selbstquälerisch- Gchwär« merei erzeugt worden. Es ist ein Wahnsinn zu glau- Oen, man könne Gott dienen, wenn man gegen sich selbst wütet und alles menschliche Empfinden mi seiner Seele reißt. Gott verlangt nichts Unmenschliches. ES ist eine Verwirrung zu glauben, man tue Gott einen Gefallen, wenn man den Menschen wShe tttt. -tabdt Chanina ben Dosa sprach: „Woran Menschen Wohlgefallen haben, daran hat auch Gott WohLgesallen. Was den Menschen aber wehe tut, daS tut auch Gott wehe." Auf dem Mvfel des Moria, dort, wo sich später der Tempel Jerusalems erhob, wuchs AbrahaM zu bieftr Erkenntnis empor. In einem der dramatischsten Momente, den die Literatur aller Zeiten und Völker auf» bewahrt hat, in eben unserer Geschichte, wird Abrahatt der Schöpfer von Neuland der Religion. Niesenhoch ragend aus eigener Kraft über seine Zeit und sein Volk, wird er zum Kämpfer und Ueberrvinder LeS Heidentums, zum Prediger eines neuen Gottes. Jena- Gottes, von dem der Prophet Micha mit unverkennbarer Beziehung ans unsere Geschichte kündet: „Höret doch, was Gott spricht! Er rechtet mit seinem Volke und geht ins GerÄt mit Israel. VZas. fragst Lu: womit kann ich Gott di-mn? Poll ich ihm Brarrdopfer bringen? Soll ich sein Wohlgefallen suchen mit tausend Widdern? Mit Myriaden Strömen Oels? Soll ich meinen Erstgeborenen hingdveN als Sund» opfer? MeinFleisch und Blut? hat dir kunögetan, o Mensch» was. gut ist und was er von dir fordert. Nichts als recht tun, Üieba ubvn und in Demut zu wandeln mit Seinem Gott!" Me gewinnen wir den jüdischen Menschen für de« religiösen Liberalismus? Bon Generalsekretär Di ckm ann - Berlin. Die Beantwortung dieser Frage setzt die KessnkMS der Idee des religiös-liberalen Judentums, setzt wfe tzfUNdsätz» liche Berechtigung dieser Idee pöbüns. Hier siündtzft «S ft© nur «di die Krage der WeittttzilduNg «nd OeMftrWuttS der Iber, um die Frage der Bertlefüssg Und HMMWUN. . Das JUSeutuln will Und soll Nach unserer AuMffttnü Erzieher der Menschen sein, ein Erzieher fteiM.Ler.Vsn religiösen Motiven auSgeht, ein Erzieher, der den Menschen erfassen will,«indem er imn seine KkdnnoenyÄt lat VwiK-n zeigt, indem has Göttliche litt Menschen Wbst weckt. Mde« er ilim die Bahnen der Erkenntnis mit dem ständigen Geleitwort öffnet: „Ich bin der Enügel". ein Erzieher alsö. der nicht allein und Nicht einmal vornehmlich den Verstand des Vergessene jüdische Kunstwerke. Bon Professor Dr.-Jng. Alfred Grotte (Breslau). Die schweren Pogrome, die bald nach der Einverleibung!Galtzteris zu Polen die Lernberger Inden heimsuchten. hat auch eine der dortigen alten Synagogen zum Opfer gefordert. Diese ist leider nicht das einzige Kunstwerk, das in de« KriegSwirren der Nachwelt verloren ging, einer Nachwelt, die nach Jahrhunderten Jnöifferentismus gegenüber den Betätigungen der Juden auf baukünstlerischem Gebiete endlich Augen bekommt für den Wert dieser bisher nicht beachteten oder gewürdigten Sakralkunst. So hat denn auch die während der Kriegszeit in österreichischen Zeitungen verbreitete Nachricht von der Bildung eines Komitees zur Erhaltung der kricgsbeschädigten Synagoge in Zolkiew zweifellos in allen Kreisen Erstaunen erregt. Erstaunen bei all denen, die bisher nicht wußten, daß. in dem übelbelenmnndeten Galizien Knnstwerte dieser Art überhaupt vorhanden seien! Erstaunen aber gleicherweise bei noch so gründlichen Kennen: galizischer Verhältnisse, denen zwar zahllose Synagogen des Landes bekannt sind, die aber kaum vermutet hätten, daß ihnen mehr denn ein gewisser kultureller oder ethnographischer Wert bcizu.nessen sei. Für den Forscher bieten indessen alle diese eigenartigen Werke ein hochinteressantes Neuland, dessen Ergründung sich für den Künstler ebenso verlohnt wie für den Techniker. Die meisterhaften Stimmungsbilder aus den Betstuben und Synagogen, die Isidor Kaufmann in seiner tiefgründlichen Art fcstgehalten hat, sind ja bekannt; aber über all den meisterlich wiedcrgegebenen Typen der Figureugrnppcn. den eigenartigen Einrichtungsstücken usw. übersieht man nur zu leicht und zu Unrecht das. was den zünftigen Architekten an Kaufmanns Bildern nicht minder fesselt: das Baukünstlerische und die dekorative Wandmalerei. Beides aber verleiht diesen galizischen Synagogen einen höheren Kunstmert, als man beim Betrachten der äußerlich vielfach unscheinbaren, schmutzigen und bisweilen kaum anders als scheuneuartig anmutenden Gotteshäusern annehmen sollte. Man kann zwei Hauptgruppen dieser Synagogen unterscheiden: hölzerne und steinerne. Jene sind die häufigeren; denn das holzreiche Polen bevorzugte diesen Baustoff, den auch die für das Aeußere der jüdischen Gotteshäuser vorbildlichen Kirchenbauten der Umgebung verwendet hatten. Die Steinbauten sind gewöhnlich im Burgencharakter gehalten, eine Erscheinung, die hier in Polen wohl dieselbe Berechtigung haben mochte, wie bei den vielen schöne« Burgenkirchen in Siebenbürgen und vielen anderen österreichischen Gegenden. (Eisenerz usw.) Als ganz besonders ausgeprägter Typus eines Burgenbanes ist nun die Synagoge in Zolkiew anzusehen. Strassgezvgene, schwere und schräge Strebepfeiler gliedern den sonst schmucklosen Steinban. in dessen dicken Mauern die Fenster sechs Meter oberhalb des Fußbodens beginnen; wohl auch als Schuhmatzregel. Nach typisch polnischer Art ist das Dach flach und durch einen drei Meter hohen mächtigen Attiknaufbau verdeckt; dieser weist ringsum Schietzscharten auf. Airs der wehr als spärlichen Literatur hierüLZr ist mir NUß noch aus galizischem Boden öle Synagoge rn Lutze bekannt geworden j andere solcher Vur genbauten ftNoe« sich iM vordem russischen^ Polen noch vereinzelt vor.*) Architektonisch bedeutsam ist aber auch der konstruktive Kern dieser S.Anbauten. Ausgehend von der.leider stark beschädigten ,rsraötsynagoge Lembergs diesem ebenso hochmonuu' >ett als allgemein unbekannten Bsuive rk von 400 Quadr i'ter Grundfläche und 11 Meter JnNenhöhtz die 1632 otii'.um&, zeigen die massiven Sieinsnyagogen »in (von mir so benannten) „MeWületttyMs", Ich nehme att, daß diese Bauweise mit ihrer äuSg-ösprychön zentralen TeN» denz auf die PrögcanrMfvkderüng zürückgreift, odn „ÄlMe- Uwr", das Pult zum Borlesen ans döM Pdntäteuch. in die Mitte des guadratischett Gotteshauses zu verletzen nNd sS — vielleicht in ungeahntem künstlerischen EMPfiNoett diese Estrade, von der das Wort Goitts verlesen wirb, durch Vitt flankierende, hochstrebende Säültzn zu vetdneü. In Lemberg, Rzeszow und anderen Orten finde« .wir diese« TYPUS mehrfach vertreten, in Zolkiew wohl zur höchsten Neift entwickelt; hier das übliche schmiedeeiserne UlmeMokgitter USch in künstlerisch vollendeter Form. Es Mag nicht «MNtetzessant erscheinen, wah.rz-lmesMl«t» bah dieser TYPUS oU« seine ausgesprochene Dekadenz bet kleinere« Battie« aUv weist, wie z. B. in der Neustäöter Synagoge zu Nzeszow uns in Przeworfk, wo an Stelle der Wichen, durch sie Vitt Säulen bedingten neun Gewölbejhche eiy rvenja moAuütt«- tales. umlaufendes Tonnengewölbe entsteht, das inmitten des Raumes von einem klobigen Biereckpfeiler jststüvt wird, der seinerseits ans den vier enggestellten Mittelsänle« Mtauswächst. Diese erscheinen nunmehr zu Büldachinstützt« des Almemor herabgewürdigt. Weniger architektonisch bedeutsam, abtt binsschtlich ihrkv JnneNausmalung von größerem künstlerischen Gert tt» scheinen viele Holzsynagogen Galiziens, Hier hat i« m* erkennenswerter Weise die ehemglige „k, k, Kommission z«v Erforschung der historischen Kunstdenkmälek" tft, Wt Jahren Pionierarbeit geleistet, Vetlvölles erhütte« ««tz htt Forschung gefördert. In ihren Mitteilungen lsvrSjvottMiS) veröffentlichte Prof, Wierzbieki die prächtige Synagoge VS« Jablonow (1600—1670) mit ihren höchst eigenartige wk\i* reien. diese ein seltsames und beachtenswertes PotpvUMs byzantinisch-asiatischer und Uralter jüdischer UiKtWefttMtzKkunst. Wir sehen alle Wände ruch die meist ÄS tztzistttitzem gebildete WölböeSe des Gotteshauses mit fsrvsttßttWßtt Maleret überzogen, in ihrem Reichtum. OrnameR st«d stg«- ralem Detail Sn mantischü oder perstscht v-ttudör «» mahnend, vielleicht ein Hinweis Mf did LdvtzURßaNtt dtt StiftSbütte. Große Flächen sind mit MSten m tt« ttui» gen Bücher« geschmückt, die iftoÄ« GchttstsMu««» rahmt von reichem Rättkenwttk, däs stelleNWdift Von osttlm *) vgl. des Berf. Aufsatz Kirchliche MrkeidjWntzSbsutk^ in „Denkmals"flege" (herauSgeg. vom preutz. Ministerium für Kunst usw.) 1921, Nr. 7/8. Menschen d«urtzt, sondern kt btt tisssten Tiefe menschlichen Gesührs ansetzt. Der jüdische LtderäliswttS hat lange Zeit hindurch diesem religiösen Moment viel zu wenig Rechnung getragen, und di« natürlich« Folge davon war hie Verflachung der Idee selbst, die Entstehung eines mit Recht schlecht brleuuurnLeten Atm-eind«. «ch M»grtunjMbtt«lid«us. Wir müssen uns zunächst also dcttüter klar meedeu, Satz dem Judentum davor scheuen. Evwägungen der Zweckdienlrchknt und Taktik allzu sehr in de« Borbttgrund unserer Arbeit zu stellen. Es ist vwl«Shr. W»v«ndt-, das gesamte Problem vorwiegend von der religiöse« Seite zu behandeln. Gen« wir tt* Ititttg* Struktur M deutschen Judentums toMtcn, so stude« »tr, m Mt weitaus Lberwiezenbe Ästtzl dieser Juden nur äußerst selten bereit ist, sich tieferer rÄietöser Hingabe zu widme«, ««m t§ «icht gerade Gele. StNhditöN sind, die dank ihre« vsrss«ttchen oder familiären Eüarakter den Mensche« in eine tiefere gefühlsmäßige «imrnung »ersetzen, sö finden wir eigentlich eine religiöse Bore tschast der Massen nur anven höchste» Feiertagen und auch La LöreitS bei zahlreichen Juden nur am BersöhnungStage, währensonst das ganze Jahr nichts anderes als ein steter Alltag ist, in de« die Menschen zwischen Berufspsttcht «nd gesellschaftlichen Verpflichtungen, zwischen Wirtschaftssorgen und kleinen Freuden des Alltags plan- und ziellos hin- NNd hertaumeln. Dabei ist für uns ganz besonders beachtlich, büß hier nicht etwa ein« positive Abkehr von der G«s8?echtt!s die allgemeine Ünd Mn auch nicht zu verkennen ist, daß die tiefe seelische Gnkuva. bin Krieg Und Nachkriegszeit auf die Mensch«» anS-«üvr hüben. gSfade hierin einen guten Einfluß gehabt hat. so darf doch nicht verkannt werden, daß es auch heute noch sehr wenige sind, die wahrhaft religiöse Gedanke« ihr eigen Nenn«« können. Auch Heule noch be- Hauptsüche di« KaviwtiVr und soziale Einstellung, die den ippfttimn der ttnMea Anden anzuftchen vermag. Auch tarn noch Stäuben zahllose Inden, ihr reliMses Bedürfnis durch rein tthisch« und pstilvfophische Geönnkengänge üefnedigen zn Hntm ES IM« ht«r «icht untersucht werden, inwieweit die jüdisch« Ethik sich ans ganz bösvndrrs« und ihr ureigenen Momtznttz« ausbäut. obwohl das gerade in der heutigen Zeit eint Mßekst dankmbwßrtt ßmfgäbr w§ve. Wir haben hier lediglich di« gegebenen Tatsachen zu betracht«« und aus ihNW öi« SchkubftlSsrnnKctt für NNssre Arbeit zu ziehen. «Sr muß zunächst in unseren eigenen Oeihen die GtbennSnik Platz grOftn» düst unsere Bewegnng im Augenblick das Hauptgewicht auf die innere Erneneruna le-gen muß, süß einzelne Sttftrmsn UNS jetzt nicht vorwärts bringen kSttNM, daß wir einmal »ns wieder grundlegend mit HM JNöetttum desassen und znm anderen die jüdischeu Massen erst ft weit heranbtlden müssen,, daß sie Verständnis gewinne« hkt bU KWMstaltnng unserer Religion. PDazu ist «S notwendige Voraussetzung, Lüh die jüdische ffeNlcheft st» öft Lag« versetzt wird, die unermeßlichen ffittögSbiet« des Jrwentums Völlig neu zu bearbeiten; muh erreicht werden können, daß die berufenen Männer irMlsi« ZÄt und Muße für die Fortentwicklung dieser SiMsLäst Anden. Gerade dies ist m Gebiet, das die WLWiuigtttt ««(«<** Anhänger wecken müßte. Diese ‘Mf&ttims mutz Me Grundlage einer Wirklich inneren dtotbft «mspe- Judentums «ttden. Erst wenn sic ttckn aMrrKnsnW. werken wir dageistige 9Ursiz-r«g k«t. «m uNftrSr Mwsaung Me neu« feste Basis und \t vlsMtt ÄMwfts« Settn zn könne«. Äut dem bisher Geka-ftn gshi Hervor, daß wir unsere Lrvajt miit JüW verschiedenen SXstchtSpunkttzn zu betrachte häöeN, Einmal ist «S Sie Belehrung Und Aufklärung Mer düb JU-antum überhaupt, m wir pflegen müssen, und znm andere« müsse« wie Wege finden, um das religiöse;üdischz chzfühl ft Et wtcken uns z« stärken, daß sich eine Ge- W^stiWerte^^ üdek JatNrWkeNcr. Dar b, von MkW. Pelikanen, Störchen. Man dürfte in der Vermutung nicht SÄttM, ßstz hier M« LurchreiseNdSN WMfchen Kaufieute »eken WüNttrstratzi iM di« «eisten OrteDurchschnitt, deren Svttetzhünstt diese« MShr ÜlS sMamen Schmuck aufwersen. Mch ihre Ääron Md besostsers Textilpkodutte die Mant«sl« Ut Ghettpsewohner befruchtet habe«: dies alles « einer für di« AtLde« Mttitzey Zeit religiöser Duldung, u« hier ungleich länger tmm m in anderen Seilen Euroms, MS dckönrch eine Kunst zum Entfalten und Blühen nachts, die. wi« überall j« dtzt Geschichte, zur LebenSsShlgktzit dtt NokMübige Beschaulichkeit --- Behagllchkeit lttach Küdeutann) «bMchie, Als dünn im 17. Jahrhundert der schbnz Traum zu Ende war. MN'dem« viele Juden «ach bifti «Stst«« Mvück. einige wandten sich nach ihrer früheren StziNat. dem alten tzra«re«lande. dar sie drei Jahrhunderte *et«t SerttttbStt hatt«. wä Sa sich wohl das Merkoüvdigste Messt Künst: ünur^be« Rückwanderern befänden stch auch Architekt SN Und Maler des Ghetto. In einsamen DörftrN des oberen Mainioles. in der Umgebung von WÜrMtg «nd AnSbgch, ettichttten die Heimatlosen GümelNm, Btfilfcft Me Architekten schmv/lvse. scheunenartlge SynasstzM. Ader in Aühenver Farbenpracht erstand das gsvete der kleinen Bechssüsek. ein getreuer Abklatsch der polnischen Vorbilder. Die prächtige SyNNtzöge in Böchhöve« b-steht «öchr ander« sind dem UntevMnge nahe: die kleine Brtstnbe a«S KirchHviM ziert seit 1ÄS das Luitpold-Mmeum Mzs der Krieg von diesen alten %tett in Galizien verschont hallst Ui EkySltiMg wert, Wenn in ZEew versttzMge MSMör m vereinigt wben, NM die Reste des )önen Baues zu retten, so ist dies mne vorblldttche Tat. i* m Geschick mt, d«S tzssfentlich mels dieser Ge- StzLSM vor Kussevnoi ttwÄhLt hat. sie auch vor den l mMer ttfthrlicheü M«rbar«n" schützen: den vön üe« ttsettte«, über unsühigen und verständnlS- Mtürzn. In mehr als öreijährläer Arbeit hat j« 3? Ölte, KsMöll««« oder bis dahin unbekannte raaÄÄöäWfc*) mrmessstt. in iWer Formen,prache zN deu- M vitzMt Und die Gesahrnng mache« müssen, daß nicht ™ Mrwurm Md Bviwnfsuchiigkeit voller älter Gams» sind. Der alte vor wtzine« Freynden" hat auch Jt, Im der N2en Welt heb Mettv Mit M« Kunst ging eigene Wege, u«. WtSüätNge« btt dem Ätzetto süindilchen riss starker Arm allen Vestrebünü«« sierung und etwaigen Ver- «M Msien. um.das Wenige tigsr RestSttsüdischer Kunst «Kr ÄS KulrnrdoruMent Leb k&* «ssd M 4« wßhrsn ftrit «tztz fttnz - «i teeiöt < mtt. Msk i rÄ’wSrtWM.' *) und , Deutsche, böhmische jom41. bis Anfang deS IS Lkahrh. polnische Synagogentypen Berlin 1918. Zirkel-