Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 15 (23.5.1924)
- Date
- 1924-05-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Vichts zu tun haben. Allerdings war man sich von Anfang <m darüber einig. Saft man die Entscheidung darüber, ob -er Gebührensatz für Trauerfeiern im Krematorium stehen bleiben solle, vertagen wollte, aber dennoch wurde die grund- ' fittzliche Frage bereits gründlich^ erörtert. Die Bedeutung dieser Debatte beruht nun weniger auf der ja allgemein bekannten Stellungnahme der einzelnen Parteien zur Feuerbestattung, sondern darauf, daß sie di« Unduld- . famkeit der Orthodoxie wieder einmal klar zmn AuSdru« brachte und zeigte, was wir unter der Herrschaft einer orthodoxen Mehrheit zu erwarten haben. Bon der praktischen Anerkennung der Forderung, daß die Gemeinde mit ihren Einrichtungen der Befriedigung deS religiösen Bedürfnisses aller ihrer Mitglieder dienen muß. ist man auf orthodoxer Seite nun einmal weit entfernt, denn sonst könnte sie die Mitwirkung der Gemeinderabbiner als solcher bei den Trauerfeiern im Krematorium. die unzweifelhaft dem Bedürfnis einer sehr großen Anzahl von Menschen, deren Judentum und deren Liebe zum Judentum oft genug erprobt sind, entspricht, nicht verweigern. Die Unduldsamkeit wurde aber — und für die dadurch geschaffene Klarheit muß man dankbar sein — gestern geradezu zum Prinzip erhoben und dieses Prinzip auf eine Formel gebracht, indem der zionistische orthodoxe Oberregiernngsrat Goslar, der zum erstenmal als Vollrepräsentant mitwirkte. etwa erklärte: Wir wollen duldsam sein und auch den Liberalen das gewähren, was die Befriedigung ihres religiösen Bedürfnisses erfordert. Was aber ans der liberalen Weltanschauung folgt und wo die Nöte der liberalen Seele anfangen, darüber entscheiden allein wir. Mit dieser Formel ist jeder orthodoxen Gewaltherrschaft Tür und Tor geöffnet; und wer neulich die unbelehrbare Verständnislosigkeit des Herrn Goslar und der übrigen orthodoxen Redner für daS. was liberales Judentum eigentlich ist, beobachten konnte, wirb nicht im Zweifel darüber sein, wozu dieser neulich verkündete Grundsatz, wenn die Orthodoxie die Macht hätte, ihn in der Praxis zu verwirklichen, führen würde. Ebensogut wie es nach Ansicht dieser Herren mit dem Liberalismus nichts zu tun lmt. wenn wir für unsere Glaubensgenossen die Möglichkeit fordern, sich verbrennen zu lassen, ohne deshalb von der Gemeinde ihr schlechtes Judentum durch Verweigerung der Mitwirkung der Gemeinderabbiner in amtlicher Eigenschaft attestiert zu erhalten, könnten sie ja eines Tages beschließen, daß durch die Entfernung der Orgel aus allen Gemeindesynagogen die liberale Seele nicht in Not gerate und diese Entfernung deshalb unbedenklich geschehen könne. Es zeigt sich letzten Endes doch immer wieder, daß die Orthodoxie trotzdem vereinzelte Männer eine rühmliche Ausnahme machen. — eben nicht duldsam sein kann, und daß deshalb ein gleichberechtigtes Zusammenleben beider Richtungen in einer Gemeinde nur bei einer liberalen Mehrheit in den Gemeindekörperschaften möglich ist. — Und die Zionisten? Es verlohnt sich nicht, in diesem Zusammenhang ein Wort über sic zu verlieren. Sind sie doch jedenfalls in der Berliner Reprüsentantenversamm- Inng im wesentlichen nichts als eine Hilfstruppe der Orthodoxie! In der letzten Sitzung haben sie sich als solche wieder hervorragend bewährt. Aber seien wir gerecht! Etwas Eigenes bieten auch sie gelegentlich der Berliner Repräsentantenversammlung. Und das ist ein höchst eigenartiges Benehmen. Zwar hat Professor Löwe Beschimpfungen von Mitgliedern der Versammlung, die ihm entfahren sind, zurückgenommen und bedauert, aber alle unbeguemen liberalen Acußerungen von liberaler Seite wurden auch sonst von der Jüdischen Volkspartei (d. h. den Zionisten» mit nicht sachlichen, sondern höhnischen Zwischenrufen und einer Unruhe begleitet, die den Gang der Ver- Handlungen empfindlich störte. Uns jedenfalls von unserem ^'^jK^Pellticht nicht maßgeblichen liberalen Standpunkt aus Weint, -atz das der Würde einer Versammlung, die eine religiöse Gemeinschaft vertritt, nicht angemessen ist. Einen komischen Beigeschmack erhielt die ganze Debatte über die Feuerbestattung dadurch, daß. wie sich herausstellte, die Orthodoxen und Zionisten im Jahre 1021 dem — jetzt nur veränderten Gebührensatz für die Mitwirkung der Gemeinderabbiner an VcrbrennnngSfeierlichkeiten zngestimmt hakten. Und zwar war ihnen diese sündhafte Position nicht etwa, wie sie behaupteten, entgangen, sondern der damalige Sprecher der Zionisten hatte selbst eine Erhöhung des betr. Satzes beantragt, ohne dadurch irgendeinen Widerspruch gegen die ganze Position hervvrzurnfen. Für gar so sündhaft muß man also damals die Beteiligung der Gemeindcrabbiner an diesen Feiern nichr gesunden haben. Aber auch orthodoxe Anschauungen „entwickeln" sich eben. Der Vertagung verfiel auch die Vorlage des Gemeindevorstandes ans Bewilligung einer Subvention von 15 00V M. für die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Von orthodoxer Seite, d. h. von seiten der konservativ-orthodoxen Arbeitsgemeinschaft und der Zionisten wollte man die Subvention erst bewilligen, wenn eine gleiche Bervtllgung für das orthodoxe Rabbinerseminar gesichert wäre, und da die Orthodoxie infolge des Fehlens einiger liberaler Repräsentanten an diesem Tage die Mehrheit hatte, so setzte sie ihren Willen durch. Ebenso erging es der Vorlage über die Subvention für das jüdisch-theologische Seminar in Breslau. Dagegen wurde dem Verein zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums eine Subvention von 15 000 M. glatt bewilligt. Berlin. Ter Ausschuß des Verbandes preußischer Syna gvgengemeinden hat soeben beschlossen, die allgemeinen Wahlen zum Verband noch in diesem Jahre, und zwar nach den Herbstseiertagen, stattfinden zu lassen. Der Beschluß des geichästsführenden AnSfchnfses bedarf noch der Bestätigung seitens des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde, doch ist nicht daran zu zweifeln, daß diple erfolgen wird. Auch in der Repräsentanz dürste sich eine.^/ehrheit für die Neuwahl finden. Es ist Pflicht aller Liberalen, schon jetzt die Vorbereitungen für die Wahlen zum Landesverband zu kreffen. Lamlt diese ein der wirklichen Stimmung entsprechendes Bild ergeben. Berlin. Am 15. Mai beging Rabbiner Dr. Meyer »eimer feinen Sv. Geburtstag. Dr. Hildesheimer ist hrer der deutschen Adaß Jtsrorlgemeinde und gilt als Autorität auf dem Zcremomalgebiet. Hier ist er in den zahlreichsten Fällen als Gutachter herangezogen worden. Man rühmt seinen Gutachten die umfassende Würdigung deS talmndischen Stoffes nach. vraunschmeig. Am 28. Mai begeht der bekannte jüdische Maler, Zeichner und Radierer Ephraim Mose Lilien seinen 50. Geburtstag. Besonders bekannt sind Lilien- Illustrationen zu dem Buche von Morris Rosenfeld „Lieder des Ghetto", zu BörrieS von Münchhausens ^Juda" und fein Bibelrverr. Anläßlich dieses Jubiläums wird in Berlin im Logenhaus, Kleiststratze, eine Ausstellung ber Werke LilienS stattfinden, die eine Uebersicht über das Schaffen des Künstlergeben wird. Breslau. Am 14. Mai beging Justizrat Steinfeld, eine besonders in Musikkreisen bekannte Persönlichkeit, seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar bekleidet sowohl im öffentlichen als auch tm jüdischen Leben zahlreiche Ehrenämter. Burgel a. M. In diesem Jahre feiert die israelitische Kultusgemeinde ihr hundertjähriges Jubiläum. Die Gemeinde ist dadurch berühmt geworden, daß im Stadtwald der falsche Messias Simon Frank vor ungefähr 130 Jahren seine Andachtsstunden abhielt. Er trat später zum Katholizismus über und wurde Priester an der St. Marienkirche in Burgel. Frankfurt a M.: Ueber die Lage des Liberalismus in der Frankfurter Gemeinde ist seit Jahren nichts mehr berichtet worden. Auf vielfachen Wunsch soll dies hiermit nachgeholt werden. Die Schweigsamkeit mag sich zum Teil daraus erklären, daß es nicht viel zu berichten gab. Lange hat man sich unter besonders starker Mitarbeit des Frankfurter Liberalismus bemüht, eine eigene Gemeindeverfassung zu schaffen, die nun seit dem 31. Mai 1020 ins Leben getreten ist. Sie beruht auf demokratischer Grundlage. Das Hauptgewicht liegt nach der Verfassung bei der Gemeindevertretung, in der auf Grund eines Kompromisses 14 Liberale sitzen. Ihnen stehen 13 Konservative, Zionisten und konservative Ostjuden gegenüber. Die Wahl erfolgt nach dem Proporzsystem. Alle Gemeindemitglieder. auch Frauen und Ausländer, wählen. Die liberale Fraktion ist glücklich zusammengesetzt, sie umfaßt Kausleute. Aerzte. Juristen, Lehrer, Handwerker. Fabrikanten und sozialtätige Frauen. Tie Gemeindevertretung wählt den Gemeindeuorstand, der aus 9 Liberalen — allerdings meist sehr gemäßigter Richtung — und 6 Konservativen und Zionisten besteht. Unter den konservativen Vorstandsmitgliedern befindet sich auch eine Dame. Die Hauptarbeit der Gemeindeverwaltung besteht nach dem Ausbau der Verfassung in der Sorge für die Finanzen der Gemeinde. Neben ihr mutzten in den hinter uns liegenden Zeiten alle anderen Fragen zurücktreten und so ist eben vom parteipolitischen Leben nicht viel zu merken gewesen. Als ein Fortschritt ist zu verzeichnen, daß. da alle Synagogen an den hohen Feiertagen nicht ausreichen, für diese hohen Feiertage neben den orthodoxen Filialgottesdienst seit einigen Jahren «in gut besuchter liberaler Filialgottesdienst getreten ist. leider nur in einem Saal, da die Finanzlage den Neubau einer Synagoge nicht erlaubt. Erfreulich ist ferner. Latz sich ein Verein gegründet hat, der die liberale Hauptsynagoge fördern will. Er hat in ihr einen freiwilligen Knabenchor gegründet, der auch in der anderen freiwilligen Synagoc Nachahmung gefunden hat. er hat den Besuch des Gotteshauses belebt und er läßt im Winter an den Samstagnachmittagen im Anschluß an den Gottesdienst wertvolle Vorträge der liberalen Rabbiner veranstalten. Indessen scheinen die Zeiten der Ruhe vorüber zu sein. Die Zionisten sind in den letzten Monaten überaus rege, nahezu jede Woche prangt an den Litfaßsäulen eine mächtige Einladung zu irgendeiner großen Versammlung mit auswärtigen Rednern. Um eine Machtprobe zu machen, haben die Zionisten im Januar, bei der Wahl des Vorsitzenden der Gemeindevertretung, die sonst immer glatt erfolgte, ihre Stimme gegen den langjährigen, um die Gemeinde hochverdienten Vorsitzenden, Dr. Merzbach, abgegeben, ohne daß ein Grund hierfür ersichtlich war. Die Konservativen demonstrierten durch weiße Zettel. Die Liberalen waren, nachdem dieser Ansturm abgeschlagen war, vornehm genug, für den konservativen Vize-Präsidenten zu stimmen. In neuester Zeit soll es um die Schule gehen. Die seit 125 Jahren bestehende Schule, das weltbekannte Philantropin. patzt den Konservativen und Zionisten nicht mehr, obwohl es von über 900 Kindern aus allen Lagern der Gemeinde besucht wird, und obwohl der Religionsunterricht teilweise von streng konservativen Herren und der hebräische Unterricht bei bedecktem Haupt (!) der Knaben und der Lehrer erteilt wird. Ohne Rücksicht auf diese ehrwürdige Schul-Jnstitution wollen Konservative und Zionisten eine absolut konservativ einseitig geleitete Volksschule ins Leben rufen. Man kann sich ungefähr vorstellen, welche Toleranz in einer solchen neuen Schule herrschen wird und wie es einem liberalen Kind in ihr ergehen mag. Natürlich wollen die Konservativen diese Volksschule nur für den Aufbau einer konservativen höheren Schule haben und vielleicht kommen dann noch die Zionisten mit der Forderung nach einer jüdischen Universität. Es ist zu hoffen, daß die Liberalen in Frankfurt einsehen werden, um was es sich handelt, und daß sic aus ihrer Tatenlosigkeit erwachen werden. Es ist weit gekommen, daß man nicht nur Synagogen, sondern auch Schulen verschiedenen Ritus in einer deutschen Gemeinde gründen will. Frankfurt a. Main. Der Anschlag auf die Westend- Synagoge. der im März vorigen JahreS zum Purimfest geplant war. wird demnächst vor dem Leipziger Staatsgerichts- Hof ein Nachspiel haben. Es war seinerzeit geplant, die Synagoge in die Luft zu sprengen, was für gewisse riatio-- tlalistische Gruppen das Zeichen zum Losschlagen fein sollte. Ter Anschlag wurde jedoch zum Glück rechtzeitig entdeckt und vereitelt. Es wurde eine Rethe von Verhaftungen vorgenommen. Die Angeklagten Bau und Genossen, anscheinend Mitglieder nationalistischer Verbände, werden sich nunmehr zu verantworten haben. Halle a. S. Am letzten Sonntag nachmittag kam es hier zu sehr aufregenden Szenen. Der „Hallefche Turnverein von 1904", der sich ausschließlich aus jüdischen Mitgliedern zusammenfetzt. veranstaltete im Turnsaal des Rcformgymnasiums ein öffentliches Schauturnen, das stark besucht war. Während gerade die Darbietungen vor sich gingen, drangen etwa 50 mit Hakenkreuzen geschmückte und mit Gummiknüppeln bewaffnete junge Leute in den Saal und hieben unter dem Ruf „Hoch Hitler!" auf die jüdischen Turner ein. von denen mehrere Verletzungen öavontrugen. Die herbeigcrufene Polizei verhaftete 20 der Exzedenten, während die übrigen entflohen. Ungefähr die Hälft« der verhafteten Hakenkrcuzler sind Schüler ans Halle. Es wurde gegen sie Anzeige bei der Schulbehörde erstattet, auch wird ein Gerichtsverfahren eingeleitct werden. Hamburg. Am 15. Mai beging Dr. Nathan Birnbaum seinen 60. Geburtstag. Dr. Birnbaum hat unter dem Pseudonym Mathias Acher einen populären Namen in der jüdischen Welt. Er war einer der ersten westeuropäischen Zionisten und Mitbegründer der Wiener „Kadimah". Als Hcrzl die zionistische Organisation begründete, war er deren erster Sekretär. Später wandte er sich von der zionistischen Organisation ab und vertrat solvistischc Ideen. Vor einer Reihe von Jahren vollzog er seinen Anschluß an die Agudahbewegung. nachdem <r durch seine Schrift „Gottes Volk" seine Rückkehr zu dem traditionell-religiösen Judentum angezeigt hatte. In der Agudah-Bewegung nimmt er einen hervorragenden Platz ein. Aus Anlaß des 60. Geburtstages geben Freunde Dr. Birnbaums eine künstlerisch ausgestattete Festschrift heraus, die Beiträge über die Persönlichkeit des Jubilars sowie poetische und Bildbeiträge seines als Dichter und Maler bekannten Sohnes Salvmo enthält. Hoof b. Cassel. Aus dem der hiesigen und der Nachbargemeinde Breitenbach gehörenden israelitischen Friedhofe wurde von Rohlingen eine Reihe von Grabdenkmälern teils umgewvrfen. teils zertrümmert. Negensburg. Zn der Feier der Enthüllung einer Gedenktafel für die Gefallenen der jüdischen Gemeinde erschienen der Regierungspräsident Dr. v. Wintcrstcin in Begleitung des Oberregierungsratcs Dr. Hahn und anderer hoher Regiernngsbcamter, der kommandierende General Tautphoeus mit Vertretern des Ossizierkorps der alten Armee und der Reichswehr, der Kriegervercine und des Sanitätskorps, die Deputierten des Stadtrats. Bürgermeister Baumer, Stadtschulrat Dr. Freudenbcrgcr und Stadtrat Jetzen, die erste Vorsitzende des Frauenvereins des Roten Kreuzes. Frau General Mann,',, der fürstliche Domänenrat Dr. Diepolder. Stadtpfarrcr Dr. Endres und andere Vertreter der Geistlichkeit. Nachdem der erste Vorsitzende der Kultusgemeinde. Dr. Oettinger, den Gedenkstein übernommen und Distriktsrabbiner Dr. Meyer gesprochen hatte, ergriff General T a u tphocus tm Namen der Offiziere der alten Armee und der Reichswehr das Wort zu einer bemerkenswerten Rede, in der er ausführtc. cs werde auch wieder die Zeit kommen, in der Liebe. Treue und Einigkeit im deutschen V a t e r l a n d c herrschen werden. Wiesbaden. Dr. pstil. Georg Goldstein, erster Direktor der Deutschen Gesellschaft für Kausmannserbolungsheime, ist als Vertreter der Liberalen vor wenigen Wochen in den Vorstand unserer Gemeinde gewählt worden. Aus der Bewegung. w Stuttgart. Die „liberale Vereinigung" veranstaltete am Samstag, den 10. Mai, int Hotel Wcstheimer eine. Mitgliederversammlung. in der Ministerialrat Dr. Hirsch in anregender Weise über die neue Verfassung berichtete. Eine lebhafte Aussprache über die am 18. Mai stattsindenden Wahlen vom 18. Mai zum Gemeindevorstcheramt führte zu einer erwünschten Klärung über die Kandidaten. Die Versammlung sprach sich einmütig für die Wahl einer Frau zur Landestagung ans. Wiesbaden. Frau Marie Baer. die Gattin unseres Gesinnungsgenossen Dr. meä. Baer, hielt am 13. d. M. in der „Bereinigung jüdischer Frauen" einen wirkungsvollen Vortrag über „Die jüdisch-liberale Bewegung, ihre Entstehung und ihre Geschichte." Zu Beginn des WinterhalbiahreZ soll hier eine Ortsgruppe der „Vereinigung fiir das liberale Judentum" gegründet werden. Lersammlungskalender. Berlin lJüdisch-liberaler Jngendvcrcin zu Berlin, e. V.): Sonntag, den 25. Mai, Tagesausflug: Bernau — Licpnitzsee. Abfahrt: Stettiner Bahnhof 8 Uhr 40 Minuten. Breslau. iJüdisch - liberaler Jugendvercin „Abraham Geiger") Sonntag, den 25. Mai 1924 Ganztagsausflug nach dem Zobten. Treffpunkt 8 Uhr vormittags am Nordhotel, Abfahrt 8 Uhr 47 Minuten, Bahnsteig 5 mit Sonntagssahrkarte 4. Klaffe bis Strobel sselbst lösen). Näheres durch Herrn Hans Hamburger, Steinstr. 11, Telephon: Ohle 285»»^ nur 8-5 Uhr nachmittags. Gäste durch Mitglieder cingeführt willkommen. IAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA 1 V VOX aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaiaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa^ MODERNE TÄNZE GESPIELT VON DER KAPELLE ßLRNARD ETTt UND ANDEREN ERSTKLASSIGEN KÜNSTLERN NUR AUF - VOK-HAUS AM POTSDAMER PLAJZ hWßERUN W 9 POTSDAMER STR' ¥ VOX