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Jüdisch-liberale Zeitung · 1924-03-28 · 7 (28.3.1924) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
4 (1924)
Issue
7 (28.3.1924)
Date
1924-03-28
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Religiosität werden durch die Konsequenz -er Gedanken oder durch Erlebnisse, die aus der wohlumsriebeten Welt der DurchschnittSmenschlichkeit fytwttt** führen, die religiösen Energien geweckt. Manch einem widerfährt Luthers Schicksal: daß -er Blitz, -er uns den Frepnd von der Seite hott, auch den religiösen Funken in unserem Innern entfacht. Geburt; Liebe; Zeugung; Tod führen aus der Selbstverständlichkeit de- Alltags hinaus. Das Saunen kann ebenso der Anfang des religiösen Erlebnisses wie der Antrieb zu philosophischer Bewältigung sein; das Genie mit seiner radikalen Kritik führt uns als der edelste Typ des Revolutionärs auf die Grenze, wo ThaoS und Schöpfung sich begegnen. Okkultistische Tatsachen durchbrechen den irdischen, endlichen Kreislauf der Dinge und stellen uns in unendliche Zusammenhänge: überall ist das Wesentliche, -aß die Endlichkeit alS Begrenztheit erscheint und so ihre Selbstverständlichkeit verliert. Das religiöse Erlebnis ist das Erlebnis dev Unendlichkeit; besser: das Erlebnis des Ausbrochens aus irgendeiner Endlichkeit: deshalb ist auch der Bourgeois, soweit er sich von der Tradition abgelöst hat, der Repräsentant des Atheisten geworden: er pantscht in dem Pfuhl der Endlichkeit, als gäbe es keine Ozeane. Und im Rahmen dieser allgemeinsten, jedem begegnenden Impulse zum Religiösen — dem Erlebnis der> großen Wendepunkte im menschlichen Leben, dem Erlebnis der Genies, dem Erlebnis okkultistischer Tatsachen — wird nun der einzelne noch besonders durch die Art seiner Weltüberwindung zu den Quellen des Religiösen geführt. Der Denker ist bald an dev Grenze, wo die Wissenschaft: das heißt die Theorie des Endlichen etnpacken kann. Längst weiß man, daß jedes Problem mit der Lösung zugleich auch ein neues Problem bekommt: auf deutsch: daß diese Welt und dieses Leben sich gedanklich nicht bewältigen lasten, also in keine Endlichkeit eingehen. Auch für den Denker richtet sich das Unendliche als das Unüberwindbare an allen seinen Horizonten auf. Und längst wissen wir (oder sollten es wissen), daß alle Systematisierungen und Kategorisierungen nuv zur Erhellung von Einzelstrecken des Lebens auSreichen: daß wir zum Ganzen aber noch nicht einmal durch den Sprung der Intuition gelangen, soweit diese nicht in der Unbesttmmbarkeit des Unendlichen verbleibt. Denn gelangte ein Schopenhauer selbst durch seinen intuitiven Sprung zur Unendlichkeit? Dieser blinde, rasende Wille, der Welten aufbaut und Welten niederlegt: ist er nicht immer noch eine Endlichkeit? Und der Hegelsche Weltgeist, den der universalste europäische Philosoph das Absolute zubenannte, ist in ..feinem dialektischen Gang nicht immer noch eine Endlichkeit, hinter dev wir das Unendliche suchen? So tpeibt uns das innerste Leid der Philosophie auS der 'Philosophie d. h. aus der verbegriffltchten universalen Endlichkeit hinaus, und der nie glückende Versuch der Deutung (also: der Verendlichung) des Unendlichen führt zur Beruhigung im Erleben des Unendlichen: und in der Verschmelzung der Deutung und des Erlebnisses des Unendlichen haben wir den Typus der weltdeutenden Religionen. Der Künstler gelangt auf ganz anderem Wege, aber ebenso notwendig zur Erfahrung der Unendlichkeit als der Philosoph. Ihm ist es ja nicht aufgegeben, den Stein des Sysiphus zu rollen und so über die Grenzen der Endlichkeit zu treiben. Er kann (waS der Philosoph nicht kann): in jeder Schöpfung die Unendlichkeit darstellen; denn er braucht das nicht faktisch, sondern nur symbolisch zu tun. In der Kunst liegt nicht zugleich die unendliche Aufgabe, die gesamte, reale Welt künstlerisch zu formen — wie in dev Philosophie die unendliche Aufgabe enthalten ist, jede Tatsache in den Stand der ewigen Wahrheit zu erheben. Der Künstler stößt sich nicht an den Schranken der Endlichkeit; er erlebt das Hineinragen des Unerchlichen in das Endliche und die Ansgipfelung des Endlichen biins Unendliche. Er erlebt in höhevem Grade als der Phitvsoph in sich das Geheimnis des geistigen GebärenS. Er fühlt sich als Pforte zur Endlichkeit, durch die -er uneudttche Gast etntrttt; «ährend der Denker mehr (beladen mit der Schwere de» Endlichen) zum Unendlichen, das er ahnt, vor will. Die Formen des künstlerischen Ausdrucks sind auch nicht so starr wie -ie logischen Formen, die (wie es tn Europa nicht selten vorgekommen ist) Unendlichkeits-Erlebnisse in ihren unelastischen Fesseln erdrosselt haben. Daher kommt es, daß durchschnittlich der Künstler eine weit stärkere religiöse Spannung hat, als der Denker. ES wäre nun möglich typische Darstellungen deS Unendlichen durch Denker und Künstler anfzuzeichuen und überall den Ansatzpunkt deS spezifisch religiösen Erlebens zu suchen. Statt desien wollen wir noch ein drittes Welt- und Werkerlebnis neben dem denkerischen und künstlerischen betrachten, weil dies einen neuen Typus Mensch neben dem Denker und Künstler geschaffen hat: daS Welt-Erlebnis deS ethischen Menschen und seines Repräsentanten, den Utopisten. Der Utopist ist der Künstler dev Wahrheit im Stoff des Lebens. Er hat Wahrheit und Wert zu ergründen wie der Philosoph und darzustellen wie der Künstler. Und die Darstellung von Wahrheit mrd Wert im Leben ist eben das Moralische. „DaS moralische Phänomen tn uns ist das allein Reale an allen religiösen Vorstellungen; alle Religion ist nur Auslegung des moralischen Bewußtseins." Paul Deussen, der diese Worte in seiner „Philosophie der Bibel" schrieb, ist einer der philosophischen Repräsentanten, der von der Sittlichkeit und der Tatsache des Gewissens zu Gott kommt. Kant, dem Gott ja das Postulat dev praktischen Vernunft war, zog auch aus der Moral die Idee Gottes, und eine der wesentlichsten Gottesbeweise des Mittelalters geht eben diesen Weg. Eisner und Landauer waren religiöse Utopisten. Und alle religiöse Kraft in der Sozialdemokratie entzündet sich an dem utopistischen Erlebnis der Welt. Wenn wir so einige wesentlichste und allgemeinste Typen von religiösen Charakteren überblicken (den religiösen Denker, den religiösen Künstler, den religiösen Utopisten), so müssen wir gestehen, daß wir (wenigstens rein zahlenmäßig genommen): die umfänglichste religiöse Lebensform übergangen haben: das bayerische Mütterchen vor dem verstaubten Heiligerchild rvie den allmächtigen Papst im heiligen Ornat, wenn er die heilige Handlung zelebriert. Doch uns kam es nicht auf die in konkreten religiösen Formen lebenden Menschen an, sondern auf die Geburt der Religion aus der Seele der Menschheit in ihren charakteristischen Typen. Sie sind die Dovausfetzungeu der konkreten Religionen, und sie tragen das religiöse Leben weiter, wenn die festen Formen der Religionen wieder einmal bersten. DaS bayerische Mütterchen ist aber wie der inbrünstig Tag und Nacht durchibetende Jom-Kippur Jude, Gefangener eines ReligionSbaueS, während wir hier auf die religionSerzeugende, nicht religionsverbrauchende Menschheit sehen. Diese letztere stellt ja kein Problem. — Gemeinsam ist allen religiösen Charakteren: daS religiöse Urerlebnis; sie scheiden sich: einmal nach der Stärke dieses Erlebnisies; dann: nach dem Weg, auf welchem sie zu diesem Erlebnisie gelangt sind (als Denker, Künstler, Utopist) und endlich nach den außerreligiösen Elementen (Erlebnissen und Gedanken), mit denen sie das religiöse Erlebnis verschmolzen haben zu einem religiösen Glauben. Und eS könnte nun ein inhaltliches Typenschema der Religionen ausgezeichnet werden, in welches die konkreten Religionen einzuordnen wären, nachdem wir eben (rm groben) das formale Schema der religiösen Charaktere skizziert haben. So ist es unterschiedbegrüudend, ob man in Gott den Richter (Judentum) oder Erlöser (Christentum) der Menschheit erblickt; ob Gott als aufblühende Gestaltenfülle erlebt wird (Pantheismus) oder als einer, der sich nur aus Irrtum oder Günöe taWöf* drwlisiert hat (Buddhismus). Jede Religio» enthält eine Mischung von wettdeutenden, utopistischen und künstlerisch symdottstevendeu Elementen neben dem Zeitkolorit. Jede Religion hat ihre doppelte Vergänglichkeit: nicht nur, daß die soziale, politische, stiMMung-wätzige Atmosphäre, ans der sie hervor, ging, sich überlebt; nicht nur, daß die Art -er Symboli, sterung bedeutungslos wird, da eine andere Zeit de» künstlerisch-darstellerischen Ausdruck der religiöse» Erregung nicht mehr,adäquat findet (heute etwa: das Abendmahl oder das Schofarblafen; das Abüeten deS Rosenkranzes oder die Taufe); fondevn vor allem wird die in der Religion investierte Lebensdeutung uw« Liberales Judentum. Bon Dr. M. Spanier -Magdeburg. Vergegenwärtigen wir uns. baß .-ie GeisteSgeschichte d« gesamten Menschheit seit je von zwei Faktoren beherrscht wird: der eine hält am Althergebrachten sest. ist traditionsgläubig: der ander e läßt sich vom fortschreitenden Denke» leiten. Es ist so wie in der physischen Welt, wir verweise» nur auf die Centripetal. und die Centrifugalkraft. die Kräfte, die nach rückwärts und die nach vorwärts treibe». Der Zusammenhang -er Welt beruht auf der Existenz und Wirksamkeit dieser Kräfte. ES scheint uns darum nickt ganz einwandfrei, wenn di« These aufgestellt wird: DaS liberale Judentum tst daS Judentum: ebenso zu nerwerfen ist die Auffassung: „Es gab und gibt füx sie (die Bekenner deS überlieferten Judentums) vielmehr nur das eine Judentum. Las auf der sinaitifcheu Geisetzgiebung beruh-, und neben diesem nicht noch ein weiteres Judentum. dadieie Gesetzgebung als göttliche ganz oder teilweise verleugnet." (Dr. Cabn-FuLda.j Es liegt uns völlig fern, religiös« Ueberzeugungen anderer zu bekämpfen, wir wollen nur unser liberales Judentum beleuchten. Religiöse Gesinnungen müssen als ein Soll me tangere bewertet werden, sie sind gewissermaßen eine dsimoea pudica, die. berührt, in zitternde Bewegung versetzt wird. Wie erschütternd wirkt der Goethesche Vers: „Weh! weh! D» hast sie zerstört die schöne Welt, mit mächtiger Jaust: sie stürzt, sie zerfällt!" Aeußerste Vorsicht gebietet die Toleranz. Fanatismus. Intoleranz isi kein Zeichen wahrhaft religiösen Denkens, Religion soll Frieden und Eintracht unter den Menschen fördern. Aber wieviel Haß. Feindschaft. 'Elend ist im Laufe der Jahrhunderte durch die Religio» -über die Menschen gekommen! Die Verfolgung Andersdenkender resultiert daraus, daß man das Recht der eigenen Ileberzeugung aus religiösem Gebiet anderen aibi'vricht. Luther, der Begründer des Protestantismus, der GlauHenS- Heros, wie er genannt wird, legte den Hauvtwert aus de» Glauben, nickt auf die Liebe. Er behandelt die alter» Kirchenlehrer als Ketzer: er sagt: „Sie haken alle im Glauben geirrt, und wenn sie fick nicht vor ihrem Tode bekeibrt haben, so sind sie ewig verdammt." Gewissensfreiheit — nickt Glaubenszwang muß die Parole sein. Vir wollen der Freiheit der Geistesentwicklung dienen: wir sind -er Ueberzeugung. -aß die seweiliae moderne Weltanschauung. die sich durch Tatsachenmaterial auf de» verschiedenen Gebieten -er Kunst. Wissenschaft und Technik zulamrwenlletzt. unsere ganze Innenwelt m erschüttern vermag. Die Judenhett aller Zeiten und Länder hat in ihre» hervorragenden Vertretern eine wunderbare Assimilationssähigkeit -betätigt. Wenn Mommsen im -ritten Banseiner Römischen Geschichte -i« Juden als Ferment des Ko-- mopolitismuS bezeichnet, so ist das sicherlich keine gehässige Ausdrucksweise, sondern ein geschichtliche- Faktum. Die jüdisch-hellenistische ReligionS Philosophie feierte in Phil» (um 40 n.j die höchste Blüte dieser GeisteSrichtung. die jüdisches und hellenisches Denken unter den Stammes» genossen zu amalgamieren versuchte und -ie s y m b o l i s ch t Deutung -es Schriftwortes anstrebte. AuS platonischen, aristotelischen und stoischen Elementen bildete er ein Ganzes theolophischer Anschauung. Ebenso ist daS Bestreben des auS Aegypten stammenden großen Gaon Saa-ia (862—912) darauf gerichtet, vermittelnd und ausgleichend eiw° zugreifen: einerseits bekämpfte er das starre Glaubenssystem -er Karäer. andererseits war er der erste, -er die Bibel in- Arabische übersetzte, um die Inden in die arabische Kultur einzufübren. wie später Moses Mewdelsfohn -urch seine deutsche Bibelübersetzung die Glaubensgenossen mit dem deutschen Kulturgut vertraut machen wollte. Gedenken wir nur noch MaimoniüeS (11SS SiS 12041. -er philosophische Forschung — gestützt auf aristotelische Ideen — mit religiösem Glauben zu versöhnen suchte. Harnack sagt einmal mit Recht: „Eine Theologie. ..v?« «ruiirninniFvtP entbehren au können meint, wird zur kU dir und mit Israel einen Bund geschlossen." — Mau iruß sich schon die Müde nehmen, den zitierten Vers an Ort nd Stelle nacktzulesen, um zu versieben, daß er wohl einen lnhaltSpunkt aibt. um einen Unterschied zwischen auf» „Dereinignna für religiöse Erneuerung im Judentum". Annahme fände. Dke-seö Wappen muß all denen anziehend erscheinen. -ie von streng religiösem Stan-vunkt aus und im Sinne -er Tradition, dem Evolutionögedanken Rechnung tragend, am Ausbau der Religion Mitwirken möchten. Bei „Liberalismus" klingt etwas wie „Erleichterung. Bequem» Zur talmudifchen Evolutionsidee. Don Dr. Samuel Fuchs. Großherzoglicher Landesrabbiner in Luxemburg. Wenn der Hohepriester, am BersöbnungStage. mit -er Verlesung des Thvraabschnittes fertig war, wandte er sich an die Anwesenden und sprach: „iofer mimah schekorosi lifneckem kosuw kaan". d. h. „Mehr noch alS daS. waS ick euch vorlas. sieht hier geschrieben". (Joma VII L) Auf manches kurzaedrängte Wort des Talmuds, -essen Inhalt nicht genügenausgeschöpft wurde, ließe sich dieser Ausspruch verwenden. Ich wüßte die religiös« Erneuerung, die «ns so unendlich not tut. mit keiner Talmudftelle besser zu verteidigen als mit dem Aussprüche -es R. Samuel bar Rachman. in dem ebenfalls viel mehr enthalten ist. als «S in dem ersten Augenblick scheinen mag. Im Talmu- Jeruschalmi Peah III ist die Frage aufgeworfen, welcher Teil der Lehre sich bei Gott gröberer Beliebtheit erfreue, ob die schiftlicke oder die mündliche Ueberlieferung? Schon diese Problemstellung läßt die seelischen Kämpfe ahnen, hie sich hier in -en Dienst tiefreligiösen Wolle«- stelle«. Und Samuel bar Nachman glaubt den Borrang der mündlichen Ueberlieferung deutlich ausgesprochen zu sehen in '* der Schriftstelle Exodus Kap. 34 VerS 27. Da heißt eS: ' »Denn ans Grund dieser gesvrochene» Worte habe ich geschriebener und mündlicher Lehre erkennen zu lassen. Go sehen wir auch, daß kein Geringerer als Rabbi Jochanan. gerade auS diesem Bibelverse. ableitet. -aß Gottes Bündnis mit Israel nur wegen -er mündlichen Lehre geschlossen wurde (vgl. Talmud Babli. Gtttin 60,). Die Schlußfolgerung Samuel bar Rachmans lautet: .So aibt sich zu erkennen, daß -ie mündliche Lehre beliebter ist." (Deportm schebepeü chavivim.l Wer wollte nun nicht erkennen, daß in all diesen Auslegungen die Freiheit des Denkens eine ebenso geistvolle wie von tiefreliaiösem Geiste eingegebene Verteidigung findet? — Die mündliche Lehre bot den nötigen Apparat, um daS tägliche Leben mit der Religion anfS engste zu verbinden und jede Tat wie auch jede Gesinnung in den Dienst Gottes zu stelle». Die mün-lich« Lehre mit ihrem weiteu Spielraum für Selbständigkeit deS Denkens bleibt der Tr«fivunkt für alle, denen die religiöse Erneuerung des Judentums ein« Aufgabe erscheint, der unsere besten Kräfte zu widmen wäre». Darum wäre eS auch zu begrüßen, wen« an Stelle der alle Werbekraft entbehrenden Bezeichnung »Vereinigung für das liberale Judentum", die von Herr« G. Goetz-Danzia vorgeschlagene Er wirkt nicht bindend, sondern eher lösend. Er entfremdet manchen Arbeitswilligen, entfremdet diejenigen, die gerade aus tiefem religiösen Gefühl heraus helfen möchten bei der Erneuerung mitzuarbeiten in einem Geiste, dem nichts so fern liegt, als ein Zerstören der Zeremonien, also der kostbaren Gesäße, welchen der unschätzbare Inhalt heiliger erzieherischer Gedanken anvertraut ist. Die Erneuerung kann zur Vertiefung werden im Sinne des talmudifchen Prinzip-: »Kol Milso deaSjp mi-roscho chavivo leb" (Babli Jebamot 8»). -. h.: Alles, wolei die Freiheit des Denkenzum Ausdruck kommt, ist in -en Augen GoiteS die beliebteste Art religiöser Belehrung. Go ist auch btt größte Teil unserer religiöse» Satzungen auf die ..MidroschoS mischlosch esre Mi-dos" znrückzufüöre». und das ist. wie jeder Eingeweihre weiß: bas verbriefte Recht, auch für religiöse Fragen Logische- Denken in Anspruch zu nehmen, um so jede Stagnation zu verhindern. AUSSTELLUNG: UNTER DEN LINDEN 1 WERK: REINICKENDORF AUTOMOBIL- UND KAROSSERIEFABRIK A. G.

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