Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 7 (28.3.1924)
- Date
- 1924-03-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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in denen W« StelWo« wUUr ein «SSttger Faktor GetsteSleLen zu werden beginnt. fordert daS liberale ' ntum. daß -er Geist der nach Religion sich «Lehnenden Gottsucher) nicht in spanische Stiefel» eingezwängt »erde. Es kann gar nicht eindringlich gßvua betont werbe». -atz -er Schwerpunkt -er Frömmigkeit sich auf -ie innere Gesinnung gründet und nicht auk -te rituelle praktische Uebung. Zeremonien sin- Mittel zm» Zweck — nicht Ee-bsimveck. Es ist wahrhaft erbebend, wen» Hugo Dinaler jmfenbar ein Ehrist) in seinem Buch „Die «ultur der »»den" (Leipzig 1910) schreibt: D>ie Jude» haben -ie Wissenschaft von der Innenwelt erfunden, begründet und bis zur fabelhaften Höbe ausgebaut". und weiter: „Man siebt. die alten Inden waren in der Ethik um ein Stück Weiter bereitals Ammanuel Kant."-,Dte intuitive Vereinigung einer höchsten Idee des göttlichen Gesetzes Mit dem höchsten Gottesbegriffist wohl nur ganz wenigen <Htf kurze Strecken gelungen. Mer vorhanden war Ne. und ewar der Höhepunkt der klassischen Lei jüdischer Reliaionsichöpfung." Das liberale Judentum stellt es stch zur Aufgabe, diese Auffassung zum Gemeingut immer weiterer Kreise zu machen und besonders den Indifferenten zu Herzen zu führen. Wir müssen es auch dankbar anerkennen und zu Herzen nehmen, wenn Gras Coudenhove in- Jtaä Wesen des Antisemitismus" folgendes ausspricht: „Das Reformiudentum ist unzweifelhaft die tolerantest« aller monotheistischen Religionsformen." Das liberale Iudenum will Ewigketswerte konservieren und dabei den modernen Zeitverhälrnissen Rechnung tragen. Es gilt. Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden, wie die Philosophie es fordert, und so auch die Kunst. Gewohntzeitsmäßig wird von vielen das Kunstwerk um seinen gegenständlich erfaßbaren Inhalt befragt, maßgebend 1« aber niemals das gegenständlich Dargestellte. Aber Philo,ophre und Kunst können nur sehr Ledingt Religion schaffen trotz -es an srch schönen Diktums: .LLer Wissenschaft u»d Kunst besitzt, der hat auch Religion, und wer diese beiden mcht besitzt, der Hab« Religion." (Goethe.) Berstandes- - »und Gefühlsmäßiges müssen ineinandergreifen. ems durchs andere blühen und reisen. Glauben und Wissen Müssen sich miteinander verschmelzen. Der Mensch mit der Einheit seines Bewußtseins verkörpert in sich die Trias- ®c£*,en'J*ü8und Wollen. „Wie alles sich zum Ganzen «E! Eins in dem andern wirkt und lebt." Man muß bedenken, daß der Wissende immer zugleich auch ein Glaubender ist. Nach Goethe bleibt Le» der Division der Wirklichkeit durch die Vernunft noch ein Nest übrig. Zur Leit der Scholastik und der Romantik war das Gefühl und mit chm der Glaube vorherrschend: nannte doch der Romantiker Novalis das Denken „ein erstorbenes Fühlen". In unseren Tagen das umgekehrte Bild. Es muß betont werden, daß in liberalen Kreisen die Bedeutung des Glaubens selir unterschätzt wird. Treffliches hierüber sagt Paulsen in -er „Kultur der Gegenwart. Philosophie". S. 415: ..Der Glaube erweist sich immer wieder als die stärkste der geschichtlichen Lsbenömächte. Ohne den Glauben an das Gute, mag er sich einkletden. wie er will, als Glaube an Gott und Vorsehung, als Glaube an aufsteigendes Leben und Fortschritt, an Wahrheit und Gerechtigkeit und ihren notwendigen Sieg, ist nie etwas Großes und Dauerndes geschaffen worden.-Kein Zweifel, der Glaube war es. der in aller bisherigen Geschichte Berge versetzte-nickt das Wissen^ Alle großen Bewegungen im Leben der Menschheit waren religiösen Ursprungs." Der Glaube durchläuft nun «ine Reihe von Stadien, in denen bald das Gefühl und der Affekt, bald der Wille, bald das mystische rationale Gefühl, bald die Erkenntnis die erste Rolle spielt. (Siebe ausführlich hierüber Dorner: „Grundriß der Religionsphilosophie". Leipzig 1908. Der Verfasser beurteilt übrigens das Juden» tum lehr einseitig.) Es sei .noch hingewiosen aus den mystischen Glauben, det die Form des Glaubens ist. in -er die Vereinigung mit der Gottheit in der Anschauung und dem Gefühl stattfindet. Das liberale Judentum ist dem starren Insptrationsdogma abhold. Es bekennt sich ft» der Auffassung, daß wie auf weiteren Lebensgebieten so auch in der Religion eine sich in Jahrtausenden vollftogene Entwicklung stattgesunden bat und stimmt Moritz Lazarus („Erneuerung des Judentums". Berlin 1909) zu. wenn er sagt: „fortschreitend veredelte und vertiefte Gesinnung, fortschreitend erleuchtete Lebensauffassung ist jüdische, ist höchste und wahrhaft jüdische Tradition, durch sie ist es möglich, die steigende Uebereinstimmuna mit aller Fortbildung der allgemeinen Kurtur herteizwführen." Insofern ist das librale Judentum trad-tionsgläubig und konservativ. Abraham Geiger war es. der mit allem Nachdruck die Parole ausgegeben, daß die ewige Idee des Judentums in Sen Vordergrund treten soll, die formen- Istarrheit bekämpft werden muß. Der Kampf sollte wich! enden, bis nicht .das Medusenhaupt der Formenstarrhetl «bgehauen ist". (Siehe die treffliche Rede ElkogenS bei -er Abraham-Geiger-Feier am 22. Mai 1910. abgedruckt tm 89. Bericht der Lehranstalt für die Wissenschaft des Juden» tums. Berlin 1911.) Worin besteben die ewigen Ideen öeS Judentums? Sie sind im jüdischen ProphetismuZ enthalten, der den Höhepunkt aller Religionen bezeichnet und das umfassende Prinzip einer Universalreligion in sich birgt, alle möglichen individuellen Modifikationen derart ausweist, daß auch der Fortschritt der geistigen Entwicklung «vd der gesamten Kultur in ihr vorhanden ist. Uebei Diesen Gegenstand lassen wir nurmehr eine Awzchhl christ kicher und jüdischer Stimmen folgen. Caspari (Die israelitischen Propheten. Leipzig 1914) „Des Propheten Forderungen aber bestimmt nicht der Ta, und die Leit, noch so klua beurteilt, sondern tat Wechsel de! Tages will er eine religiös-sittliche Grundaesinnuna auf recht erhalten: die TageSfragen stellen dann der Anwendung der Gesinnung ihre Aufgaben." Kleinert (Die Propheten Israels in sozialer Beziehung. Leipzig 1906): „TaS jene Männer (die Propheten) nicht tloß mit der Art. wie sie die Religion Gottes ihrer Gegenwart vorgelebt haben, sondern auch mit den unter dieser Gegenwart geborenen Erkenntnissen Wegweiser -er Zukunft geworden und geblieben sind, ist wesentlich mitbegründet in der bedingungslosen Energie, mit der sie die sittlichen Kräfte der Religion alS richtende, reinigende und erneuernde Gewalten tat Gemeinschaftsleben deS Volkes zur Geltung gebracht haben: in ihrer sozialen Wirksamkeit." Ed. König (Das atttestamentliche Prophetentum. GüterSloh 1910. vorwiegend polemisch): «folglich spricht das ganz überwältigende Zeugnis der hebräischen Quellen dafür, daß die wahre Reliaion Israels schon von ihrem Ursprung an ihr Echo in einem Prophetentum gefunden hat."-„Für die ersten Propheten der Hebräer fiel alles Tun unter den religiös-moralischen Gesichtspunkt." R i e h m (Alttestamentliche Theologie — bei Ed. König zitiert): „Ter alttestamentliche Prophetismus ist durchaus religiös-sittlichen Zwecken öenstbar." — — „Der alttestan «ntliche ProphetiSmus hat universalistisch die höchsten Interessen der ganzen Menschheit im Auge." Cornill (Israelitische Boiksreligion und die Propheten in.DaS Christentum". Leipzig 1908): „Schöpferisch ist Ieremia gerade in der Hauptsache, dem Wesen der Religion. Er zuerst har die Reliaion mit völliger Klarheit von allem Aeußerlichen und Materiellen losgelöst und sie auf rein geistiges Fundament gestellt."-„Jeder Mensch als solcher ist dazu geboren, ein Kino Gottes zu sein: er wird es durch wahre Frömmigkeit, welche an kein Bekenntnis und keine Rationalität gebunden ist. Der Idealismus und der Universaliswus de' Religion, und vor allem der Individualisnus der Religion, die Religion, ein persönliches Herzensverhältnis des Individuums zu Gott, das sind die geistigen Errungenschaften Jeremias." Cornils (Theologie Leipzig 1911): „Besonders die Propheten sind es gewesen, die die Religion der Israeliten -auf eine höhere Stufe binamgehoben haben." — — „«Sie haben die Stawmesrelig-irn der Israeliren erst zu einer sittlichen Religion gemacht." — — „Ihr Gott fragt nicht, ob jemand Israelit ist oder nicht — ihrGott will nur eins von den Menschen: reine Hände und reine Herzen! Damit, daß diese große sittliche Forderung i m nt e r wieder a l s die eine Hauptsache herausgehoken wird, haben die -Propheten zuerst Gott als einen sittlichen Gott erkannt und das religiöse Denken der Menschen aus ein höheres N i v e a u e r h o b e n." Hermann Gunkel (in Kultur der Gegenwart, isrielitische Literatur, Berlin und Leipzig 1006): „Sie l-die Propheten) verdammen Israel zum Untergang, weil es Jahves Willen nickt erfüllt. Was aber Jahves Willen -sei. darüber befinden sie sich im stärksten Gegensatz zu ihren Zeitgenossen: diese glauben nach antiker Art. daß Religion im Tarbringen von Opfern und Vollziehen von Zeremonien -bestehe: die Propheten aber verkünden mit Macht, daß Jahve soziale Gerecht-ig-k-eit und gläubiges Vertrauen verlangt." Wir kommen nun zu jüdischen Gelehrten und Schriftstellern. Elias Auerbach (Die Prophetie. Jüdischer Verlag. Berlin 1920 — ein ausgezeichnetes Werk!) Der Verfasser geht von der Voraussetzung ans. daß. wer das Prophetentam verstehen will, trachten muß. Ieremia zu erfassen. Der Prophet ketont nur daS. was Gott vom Menschen fordert. — „Es ist eine geläuterte Sittlichkeit, dre auf dem Bekenntnis zum einen, allmächtigen Gone fußend, die Beziehung von Mensch zu Mensch umfaßt. An diesem Maßstab gemessen, hat für Ieremia auch der reine Kult Jahves nur einen Sinn im Wert als Symbol, als äußeres Zeichen -unserer Läuterung. „Ohne diese ist er Götzendienst." Doch dürfe Jeremias nicht als Gegner jedes Kultus angesprochen werden. „Nur hat der Kult in seinen Augen einen bloß relativen Wert." MaxWiener (Die Anschauungen der Propheten von der Sittlichkeit. Verlta 1909): „Ter sittliche Genius des Menschen aber rragt^es. in den göttlichen Forderungen .selber Bedeutsame von weniger Wichtigem zu unterscheiden. Die Propheten haben das Opfer nicht radikal und grundsätzlich verworfen, aber sie haben es seiner Stellung im Mittelpunkt der Religiosität beraubt. So erst wurde die Bahn gangbar, die vom Menschen zu Menschen führt." S. Kaatz (Das Wesen des prophetischen Judentums. Berlin 1807: orthodox): „Es ist das Judentum der Thora in seiner Totalität, das die Propheten wiederherstellen wollen."-„Prophetisches Judentum ist z e i tg e m ä tze s Judentum, aber nicht in dem Sinne, daß eS sich dem schwankenden Geist der Zeit unterwirft, sondern -atz es ihn zu beherrschen sucht." Last not least. Wie Abraham Geiger, der Begründer, so Hermann Cohen, der berühmte Kantforscher. der Philosoph d«S liberalen Judentums. Folgen wir seinen Gedankengängen Tie Propheten Israels, so lehrt Cohen, haben den echten Monotheismus begründe: und mit ihm einen eigenartigen Gedankengehalt verbunden. Im prophetischen Moootheismus tritt das Verhältnis zu den anderen Menschen in den Vordergrund. Man dient Gott nicht mit Opfern und anderen kultischen Handlungen, sondern damit, -atz man gegen den Nächsten Gerechtigkeit und Liebe übt. — Mtt -dem prophetischen Monotheismus ist auch der MeWanismuS verbunden, und das bedeutet ver Gedanke an eine etudettltche Menschheit. So ist der Gedanke tat Menschheit, dieser eminent sittliche Godauke. eine fmm des prophetischen Monotheismus. GS ist »übt.»»i»A« essant. hier »och anzufügen, daß Code» i» tajnet,Ab» Handlung: Das soziale Ideal lei Platon in den Propheten in .Der Jude" (Heft 10/11 19A) bemerkt: .L»d aller so» ziale Fortschritt mutz sich die allgemeine Schule »»ft bin Einheitsschule zum Ziel setzen." Zur «liiere» Orientierung sei u. a. a»k Schrillten hingewiesen: Hermann Coden: Die Renata» -er Vernunft. Leipzig 1919: Samue l: Zur WeiterrilftW« des Judentums. Berlin 1918: Kellermann: Ltbe«IeD Judentum. Berlin 1907: Ziegler: Die GetsteSrettgto» und das jüdische Religtonsgesetz. Berlin 1912. (Iutereßmch ist daS Geleitwort von Rudolf Eucken: Das Buch wäre »«* deubsam „für süngere Geister, welche von deu üftev» kommenen Formen nicht den Weg zu einer verttettM Ueberzeugun-g finden" usw.i Wohlgemuth: Gesetze-» (orthodox!) — Wenn der alte Spruchdrchter meint: Wer ßeiue Fehle» verheimlicht, bat kein Gedetben. wer sie aber vekeuuti auft verläßt, findet Erbarmen (38. 18). so wollen wir eft »uh nicht verhehlen, daß die Schwäche des liberalen Iudentumh in der Teilnahmlosigkeit der Gemeinde liegt. DaS relrgiösT Leken drohte mehr und mehr zu erlahmen. Da winckt ta unseren Tagen ein Llchtstrahl. denn wir beobachte», da» das Judentum tetzi von jugendlicher Lebenskraft erfü»k wird, die Zukunftshossnung in sich schließt. Wie wir ge* fehen, weisen die Propheten in die Zukunft. Etz ailt »eta» Bereinigung des Zeitben ußtieivs mit dem religiöse» Herkommen". Nicht der Buchstabe, der Geist mutz stege» -Gewiß, die Thora war zu allen Zeiten unser PalladtaM. sie bat uns vor dem Untergang bewahrt — aber nicht Me Thora deS starren Wortlauts, sondern der freie» Deutung. Der Kampf um das Frauenstimmrecht in den jüdischen Gemeinden. Berlin. Am Montag, den 24. März, fand tat Saale d^ß Logculiauses die erste Propagandaversammlung im Rav men der Siimlmxechis-woche des Mischen Frauenbundestatt. Die Versammlung war von etwa 150 Personen, meist Frauen, besucht, ein Besuch, der angesichts der BedeututW der Sache den Erwartungen wohl nicht ganz entsproche» hat. Doch müssen Mängel in der Beröffentltchuna dara» mtt die Schuld tragen. Die Versammlung war von einheitlichem Stil getragen. Allgemein wurde betont, daß das Frauenstimmrecht ta der jüdischen Gemeinde kein Programm und keine Frage mehr sei. baß nur und begreiflicherweise die allgemeine Ueberzeugung noch nicht sich in Taten umgesetzt habe. Als erster Referent sprach Herr Dr. Jsmar Freund. Er führte aus, daß die Zeit dem Aufbau des Judentums dient und Laß es Sache der Frauen sei. an diesem Aufbau a» hervorragender Stelle mitzuwirken. Demnächst vertrat dtp Seniorin der jüdischen Frauenbewegung. Fräulein Bertha Pappenheim, in packenden, von Humor gewürzten AuSfüHrungen das Recht der Frauen. Als dritter Referent legte der Vertreter der Vereinigung für das liberale Judentum E. B. und des Liberalen Vereins für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin E. B., Rechtsanwalt Dr. Breslauer, die Stellungnahme seiner Organisationen dar. Er wies dokumentarisch nach, batz daS Frauenstimmrecht proarammatische Forderuna deS HcheraliSmus seit langen Jahren sei. daß insbesondere der Liberale Verein in wiederholten Eingaben den Berliner Gemeindevorstand aufgeforöect habe, ohne Rücksicht auf dadurch die Reichsverfassung außer Kraft gesetzte Judettgesetz durch Gemeindobeschluß die Entrechtung der Frauen zu beseitigen. Leider ohne bei dem GemeindevorstanH in seiner bisherigen Zusammensetzung durchzudringen. Ihm folgte der Vertreter der zionistischen Organisationen. Herr Rechtsanwalt Dr. Klee, der darlegte, daß in der zionistifchen Organisation die Frau seit jeher gleichberechtigt gewesen sei und der in treffenden Worten die Frauen darauf Mtt* wies, daß sie viel mehr tun müßten, um ihr Recht zu erkämpfen. Aus der Reihe der zahlreichen Diskussionsredner, die sich den Referenten anschlossen, erwähnen wir vor allem den Grotzpräsidenten der Logen. Geheimrat Timendorfex und das Mitglied des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde. Justizcat Makower. Besonderen Beifall fand der Vertreter der deutsch-jüdischen Jugendgemeinschaft. Dr. Friedrich Brodnitz. Wenn von einem der Diskussionsredner hervorgehobe» wurde, daß einer Einführung des Frauenstimmrechts durch Gemeindebeschluß die Entscheidung des preußischen 5kultuSministeriums entgegenftände. nach dessen Ansicht das Judengesetz noch in Kraft sei. so wäre in Variation eineS bekannten Wortes darauf zu erwidern: die jüdischen Gemeinde» werden bas Kultusministerium haben, das sie verdienen. Wenn die Gemeinden immer wieder auf ihr Recht Hinweisen. daS durch Entscheidung des Reichsgerichts verbrieft ist, und wenn sie von dem Ausdruck guter Wünsche zu Taten, zu bindenden Beschlüssen übergehen, so wird der Widerspruch des Kultusministeciums bald verstummen oder das Kultusministerium wird dafür wirken, daß an Stelle der Gemeindebeschlüffe Gesetzesänderungen entsprechenden Inhalts treten, besonderwenn es sich um eine für daS Jahr 1924 so selbstverständliche Sache handelt wie di« Einführung des Frauenstimmrechts. m KARL A. KLEIN automobile a.-g, Eisenacher Str. 111-113 Telephon; Nollondorf 6660—61 Hauptstr. 81-82 PERSONENWAGEN: 6 20 PS AS3 9/30 ps Presto 12/40 PS Steyr e Cyl. »7150 PS ÜUK Unter den Linden 42 Islspsion r«r.8400 Genera I-Verrreh~mc3 Kurfflrstendamm 1 Tslephon: LOtzow 1663 LASTWAGEN: Magirus i-iv„ 2-2./. t» Vomag us<o L.W.D. 3