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Jüdisch-liberale Zeitung · 1924-03-21 · 6 (21.3.1924) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
4 (1924)
Issue
6 (21.3.1924)
Date
1924-03-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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gekommen und verbleibt in ihm. weil sie aliäu-t, für ibr lebendiges jüdisches Gemeinschaftsgefühl, das sehr oft religiöser Grundlage entbehrt, nur in atontfttfcfier ArlÄt ein vetättaungSfelb ftndenzu können. «Meisen wir ihnen, -ah wir, obwohl wir ihr politische- Endziel nicht teUeu, voll sind dejüdischen Gemeinschaftsgefühls. daß die Arbeit in HauS. Schule, «' v. mrd Gemeinde im sogenannten „Daluth" ebenso jüdische Gemeinschaftsarbeit ist, wie die Palästinaarbeit im ganzen und im einzelnen, datz ein „jüdisches Zentrum überall da ist, wo im jüdischen Hause lebendiges Judentum auswächst, dann werden sehr viele, die auf liberalem Boden errvachsen sind und ihm durch Indifferenz und Verhetzung fremd wurden, den Weg zu uns «iederfinden. Wir machen es dem offiziellen Zionismus zum schweren Borwurf, datz er auf Gedeih und Verderb mit der Orthodoxie sich zusammenaeschmiedet hat, und -ach er einem Konservatismus auch dort huldigt, wy er ihn als religiöse Erscheinungsform nicht teilt.und billigt. Abgesehen von dem wirklich überzeugten GeseHe-tr».uen, wie sie sich im MiSrachi finden, hat der Zionismus zahlreiche Anhänger, die religiös-liberal empfinden. Würden diese Menschen nicht in Unkenntnis der wahren Gestalt des Liberalismus parteimäßig hineingedrängt, würden sie uns so kennen, wie sie unS verkennen, so wären viele längst in unseren Reihen. Das liberale Judentum muß und wird jetzt zeigen, datz aus ihm stärkere jüdische Kraftwellen fliehen, unvergänglichere, unversiegbarere, als sie die Hoffnung auf nationalen Besitz und politifch-wirtsihaftltche Erfolge zu bieten vermögen. In uns schwingt der Psalter des prophetischen Judentums so völl, unsere Verbundenheit mit dem Ewigen ist so innig, der Stolz auf unsere jüdische Gemeinschaft so stark, daß wir die lebendige Kraft des Judentums ohne die Hilfskonstruktionen des Nationalismus in uns wach fühlen. Wer derartiger Hilfskonstruktionen bedarf, wie eS der innerjüdische Kampf auf der einen Seite, -er Traum von dem „nationalen Zentrum" auf der andern Seite ist. der fühlt nur indirektes Judentum. Alle, die empfinden, daß sie einer lebendigen Gemeinschaft jüdischer Menschen auch dann angehüren können, wenn sie in ihrer Muttersprache beten und lernen, wenn sie ihr Vaterland als Kindesland lieben, die sollen in unsere Reihen treten. Es kann sein, -aß wir sie nicht so erhitzen, wie es nationaler Ueberschwang zu tun imstande ist. Das aber ist sicher, sie werden langsam erwärmen, aber ewig glühen und nie erkalten. Der Zionismus in der Praxis. Bon Dtpl.-Jng. Bruno Woyda -Berlin. I. Ministerium des Aeutzeren. 2. November 1017. Mein lieber Lord Rothschild! Zu meiner großen Genugtuung übermittele ich Ihne» namenS G. M. Regierung die folgende Gympathte-Erklärung »tt den zionistischen Bestrebungen, die vom Kabinett geprstst und gebilligt morden sind.; „Seiner Majestät Regierung betrachtet dte Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk mit Wohlwollen und wird die größten Anstrengungen machen, um die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern. wobei klar verstanden werde, datz nicht-getan werden soll, waS die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder dte Rechte und die politische Stellung der Juden in irgend einem anderen Lande beeinträchtigen könnte." Ich bitte Sie. diese Erklärung zur Kenntnis der zionistischen Föderation zu bringen. gez. James Balfour. So die berühmte Balfour-Deklaration. Da sie aus der für England kritischsten Zeit des Weltbrandes stammt, hätte sie von Politikerin stets mit größter Vorsicht ausgenommen werden sollen. Wenn Nichtzionisten vor wenigen Jahren Zweifel daran hegten, ob England das ihm auf Grund der Balfour-Deklaration übertragene VölkerbunbSmandat nicht nur als Mittel zur Verstärkung seiner Position im Orient benutzen werde, so wurden sie in ztorvistischen Versammlungen ntederaeschrieeu. Schnell genug haben die Dinge den Nichtzionisten Recht gegeben. Der einzelne mag zu den Ereignissen in Palästina sieben wie er will. Wer nicht durch Parteifanatismus geblendet, der wird jedoch zugeben müssen, daß die praktische Durchführung des zionistischen Ideals die Argumente der einst so verrufenen Antizionisten nicht gerade widerlegt hat. tt. Seit längerer Zeit schweben bereits Mischen König Husietn von HedjaS und dem Britischen Oberkommissar von Palästina, Sir Herbert Samuel, Verhandlungen betreffs des Abschlusses eines anglo-arabifchen Vertrages. Was dieser Vertrag bringen wird, kann man sich denken, wenn man die Ausführungen der „Jüdischen Rundschau" (29. Jahrgang Nr. 10 vom 8. Februar 1924) . „Es scheint, daß König Hussein und Emir Abdulah sich wohl darüber klar sind, daß weder die Aufhebung des französischen Mandates über Syrien» noch die des englischen über Palästina in Betracht kommt. Im Gegensatz zu der Majorität der palästinensischen Araber, dte lieber den völligen Ausschluß Palästinas aus dem Vertrage zwischen dem Königreich Hedjas und England sehen möchte (indem einfach die palästinensische Frage in dem Vertrag überhaupt nicht erwähnt wird), um eine Anerkennung der Balfour-Deklaration zu vermeiden, dürfte Hussein auf dem Standpunkt stehen: nicht die formelle Anerkennung der Deklaration ist wichtig, sondern die faktische Einbeziehung Palästinas in den Verband der arabischen Staaten. Ob nun diese Auffassung Hussein von unseren englischen „Freunden", vor denen uns Gott schützen möge, suggeriert worden ist. oder die arabischen Staatsmänner aus eigener Initiative auf diesen Ausweg verfallen sind, was ihrer politischen Klugheit alle Ehre machen würde, ist für unö nicht von Belang. ES ist offensichtlich, daß von der formellen Anerkennung der Balfour-Deklaration. die ein „Fetzen Papier" bleiben wird, wie so manches andere, der Zionismus gar nichts haben wird, während durch die Vereinigung Palästinas mit der arabischen Konföderation, in welcher Form immer sie erfolgen mag, der politische, administrative, ökonomische usw. Einfluß der Araber wachsen und unsere Schwierigkeiten ins Ungemessene steigern würden... Wenn die Araber den administrativen Apparat Palästinas faktisch in die Hände bekommen, wenn auch formell ein englischer oder englisch-jüdischer High Kommissionär weiterhin an der Spitze steht, bedeutet dies für absehbare Zeit das Ende der jüdischen Siedlungstätigkeit." So sieht der engere politische Horizont aus. Ueber die weiteren Perspektiven heißt es an der gleichen Stelle: „Man muß sich darüber klar sein, datz eine Politik auf lange Sicht mit dem großarabtschen Reiche, das zweifellos in irgend einer Form einmal entstehen wird, rechnen mutz. Es ist völlig ausgeschlosien, Palästina etwa zu einem Bollwerk gegen die panarabische» Bestrebungen zu machen, und zu glauben, ein geeintes arabisches Volk würde diesen „Pfahl im Fletsch" auf die Dauer dulden. Unser Ziel mutz daher weiterhin dte Verständigung mit dem arabischen Volke sein und wir müssen auch unsere Eingliederung in die arabische Welt unter gewissen Bedingungen für die Zukunft in Aussicht nehmen." Das schreibt wohlgemerkt kein Anttztonist, sondern der Leitartikler der jüdischen Rundschau". w. Man mag den Nationalismus der Araber ebenso bedauern, vom jüdischen Standpunkt aus bedauern, wie man es bei dem jüdischen Nationalismus tut. Sichev jedoch ist, daß durch die Versuche der praktischen Durchführung des Zionismus der Nationalismus der Araber ganz gewaltig angefacht wurde. Wer jüdischem Nationalismus huldigt, wird natürlich dem Nationalismus der Araber erst recht ein« Ve^ rechtiauna »verkennen müffen. Eine von dev Regierung ourch ihre Verwaltungsorgane veranstaltete Berechnung der Bevölkerung Palästinas für den 1. Januar 1982 ergab 585271 Mohammedaner, 88049 CMten, 81388 Inden und 7318 Bekenner anderer Religionen. Berücksichtigt man das Anwachsen der jüdischen Bevölkerung, so dürfte die Zahl der jetzt in Palästina ansässigen Juden um 100 000 schwanken. DaS Verhältnis der Araber zu den Juden ist also etwa 6:1. Der weitaus grüßte Teil des Grundbesitzes ist in dev Händen der Araber, die Juden besitzen nur einen winzigen Teil davon. Jeder Zoll Boden in Palästina muß von den Juden zu Phantasiepreisen von den Arabern gekauft werden. Weit Flimmer als der politische Mißerfolg des Zionismus in der Praxis ist jedoch das völlige Versagen in kolonisatorischer Beziehung. Nach einem offiziellen Bericht des Londoner »Colonial Office" sind während des Jahres 1928 insgesamt 7254 jüdische Einwanderer nach Palästina eingewandert. Während deS gleichen Zeitraums wanderten 8466 Juden aus Palästina aus, so daß demnach die Zunahme der jüdischen Bevölkerung durch Einwanderung iw Verlauf dieser zwölf Monate 8788 beträgt. In den letzten Monaten beträgt die Mische Einwanderung nach Palästina nwnatlich etwa 300 bis 400 Menschen, also etwa ein Zehntel der früher veranschlagten Minimalzifier. Und selbst die jüdische Rundschau" kommt zu dem' Schluß, daß mit 3000 bis 4000 Einwanderern im Jahre die jüdische Heimstätte in Palästina nicht aufzubauen ist. Daß also die Verwirklichung des Zionismus zur Lösung der Judenfrage nur wenig oder nichts in den letzten Jahren beigetragen hat, kann in diesem Zusammenhang wohl ausgesprochen werden. Wir Liberalen können nur mit tiefer Besorgnis die Entwicklung der Dinge in Palästina betrachten. Die Bedenken, die vor der Ausführung der zionistischen Pläne immer und immer wieder von unseren Anhängern geltend gemacht wurden, sind durch die Tatsachen nur zu sehr bestätigt worden. Es hieße Vogel- Strauß-Politik treiben, wenn jetzt noch von Zionisten auf den alten,Wegen weiter gegangen werden würde. Man mag Palästina-Filure noch so geschickt zusanrmen- . stellen, rnag durch Filmvorführungen, Vorträge und Flugblätter Unkundige begeistern, man wird hierdurch weder die Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina verwirklichen, noch die religiös-sittlichen Ideale der jüdischen Religion ihrer Evftillung näher bringen. Lange genug har der Zionismus in Deutschland die * Mittel politischer Demagogie angewandt. Soll hieraus nicht schwerste Gefahr für die Gesa^.'tjudenheit entstehen, so muß den jüdischen Masten der Blick für jüdische Probleme entschleiert werden. Das Verdienst, das sich der Zionismus dadurch erworben hat, datz er Indifferente wieder mit jüdischem Gemeinschaftswillen erfüllte, wird auch jeder objektiv uvteilenöe Gegner ihm zugestehen müssen. Nunmehr aber muß dafür gesorgt werden, daß die resignierenden Zionisten nicht wieder im Jndifferentismus untergehen. Der in ihnen lebende Gemeinschaftswtlle mutz m jüdisch-religiöses Wollen gewandelt werden, was natürlich nur im liberalen Sinne möglich ist. Und noch ein Zweites ergibt sich deutlich aus den Mißerfolgen des Zionismus in der Praxis: es kann kein Zweifel mehr darüber bestehen, datz Palästina für die Lösung der Judenfrage nur als ein Kolontsationsland neben anderen in Frage kommen kann. Eine besondere Bedeutung kommt ihm nunmehr, wc selbst die „Jüdische Rundschau" schreibt, daß eine Eingliederung der palästinensischen Inden in die arabische Welt in Aussicht genommen werden muß, nicht mehr zu. Zumal, da oie Statistik deutlich besagt, daß Palästina als-Einwanderungsland von Juden erst weit hinter anderen Staaten rangiert. Zur Geschichte der Einteilung und Deutung des Zehnworts. Bon Dr. M. Holzman. Goethes Wort: „Auch Bücher haben ihr Erlebtes." gilt »Mt nur von einzelnen Teilen des Buches der Bücher, her Bibel, sondern auch von deren Abschnitten. Sätzen, ja. auch non ihren Wörtern. Ein nickt erfreuliches Geschick bat sm Lause der Zeilen tag Zehnwort erfahren. Allgemein bekannt ist. daß die römisch-katholische und dte lutherische Zählung des Zehnworts eine andre ist alS dte unsrtae. Weniger bekannt dürfte der Ursprung teuer Zählung sein. BtS zum fünften Jahrhundert bestand der Unterschied nur darin, daß. weil der erste Satz nur als Einleitung oder Ankündigung angesehen wurde, der zweite Satz: „Du sollst nicht andre Götter haben vor meinem Angesicht", als das erste Gebot bezeichnet wurde. Die Kirche fand diesen Satz, mit dem ersten als Gebot verbunden, vor bet Philon und Jnsevbus. Philon. der das Zehnwort in zwei Pentoden teilt, deren erste die Pflichten gegen Gott, deren andre dte gegen Menschen enthalte, gibt als den Inhalt des ersten Gebots wiederholt Gottes Alleinberrichgst über die Welt an. einmal aber auch, datz es. dem Polytheismus entaeaentretend. lehre, daß die Welt von einem Herrscher regiert werde, und ein andermal nur. daß man nickt an andre selbständige Götter glauben solle. Nach Josephus ..lehrt uns das erste Gebot, daß ,s einen einzigen Gott gibt und man nur ihn verehren darf, und befiehlt da» zweite, von keinem Geschöpf ein Bild zu machen und es zu verehren" Erst der Bischof von Hivvo Aureltanus Augustinus hat auch daS Berkot des Btlöerdrenstes zum ersten Gebot gezogen. Ihm erschien es vafserrder. die ersten drei Gebote zusammenzunehmen, weil sie. wenn man sie genauer betrachte. die Dreieinigkeit einprägten, (so vergleicht er in einer Rede den Dekalog mit einem Psalter von zehn Saiten, von denen zum ersten Gebot drei gehören, weil Gott eine Dreieinigkeit seit. Ferner ..schien'" ihm der Satz: „Du sollst keine fremden Götter haben neben mir" durch die Verbindung mit dem Verbot des Bilderdienstes..vollkommener" erklärt zu werden. Um aber die von der Bibel angegebene Zehnzahl zu gewinnen, teilte er das Verbot deS Begehrens. Dieser Einteilung folgte nun die römisch-katholische Kirche und Luther. Dort lautet inach Petrus Canisius) das erste Gebot lnach den als Einleitung dienenden Worten: Ich bin der Herr dein Gott): Du sollst keine fremden Götter neben mir baben: du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, dasselbe anznbeten. dagegen in Luth«ers kleinem ungroßem (die ausführlichen Erklärungen enthaltendem) Katechismus nur: Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst nicht andre Götter haben neben mir. und daS zweite Gebot im katholischen Katechismus: Tu sollst d«n Namen des Herrn, deines Gottes, nickt vergeblich führen-, bei Luther: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes. nicht unntttzlich führen: denn der Herr wird den nickt ungestraft lasten, der seinen Namen mißbraucht. Die griechische und die reformierte Kirche daa-egen. welche letztere den größten Nachdruck auf das Bilderverbot legt, folgen der philonifchen Einteilung und geben den Text der Bilel wörtlich wieder. Im 17. Jahrhundert gab ein Leydener Historiker die Schriften deS Sulvicius Severus, eine- Zeitgenosten deS Augustinus. mit Anmerkungen heraus. In dem Hauptwerke. der Chronik, einem Abriß der biblischen und nackbibltfchen Geschichte, lautet in dem kurz angeführten Zebnwort das zweite Gebot: ..Du sollst dir kein Scknttzblld machen" und ist Las zehnte Gebot ungeteilt. Dazu bemerkte der Herausgeber: „DaS ist die berühmte Suloicianilche Einteilung des Dekalogs. Denn hier ist verbunden, was zu verbinden, und getrennt, was zu trennen ist. Go daS ganze Altertum. Nur Augustinus bat das Gebot über Bilder auS nichtSiaaenden Gründen mit als erstes gerechnet." Gehen wir nun auf unsre (im Talmud und Midrasch überlieferte) Einteilung ein. so wurde gegen sie eingewendet. daß der erste Satz allein kein Gebot enthalte. Aber gerade dieser Einwand härte zu tieferer Ersastuna deS Satzes führen sollen und hätte vielleicht dazu geführt, wenn man sich nickt durch die Bezeichnung deS Ganzen als «Zehn Gebote" hätte beirren lasten, während die Bibel sErod 34, 28: Deut. 4. 13: 10. 4) nur von zebn Worten spricht. In der Tat enthält der Satz kein Gebot. Er ist aber zunächst infolge der dte L e s u n a des Tetragrammaton (Adonai) wiedergebenden Uebersetzung der Septuaginta: Ich bin der Herr (kyrioa), &etn Gott, der die Vulgata. Luther und viele andre folgten, mißdeutet worden. Auch Philon. der kaum mit den Elementen des Hebräischen vertrant war und nickt wußte, daß die Septuaginta mit kyrios das Tetragrammaton wiedergeben wollte, sonnte sich bei der Inhaltsangabe des ersten Satzes nur an dieses Wort halten und den nabren Sinn nickt erfassen. Aber auch, wenn rmr das aeschriedene Tetragrammaton (IHWH) wiedergelen. dieses aber, wie die Septuaginta ihr kyrios als Prädicatsnomen ansehen. so daß der Satz lautet: Ich bin der Ewige, dein Gott. usw.. spottet er der Erklärung Weder die Meinung, der Satz lehre, daß es einen einzigen, ewigen Gott und Weltregierer gibt, noch die. er enthalte die Selbstankttndtgung GotteS als des Gesetzgebers, noch die. er knüvse den Akt der Gesetzgebung an die Befreiung und mache diese zur geschichtlichen Grundlage für die Gesetzgebung, wird dem Wortlaut gerecht. Sic legen mehr ode; weniger in den Satz hinein, was der willige Leser darin nickt findet. Hingegen ist der Satz sinnvoll und bedarf keiner über ihn hirrauSgeherrden Erläuterung. wenn er lautet: .^ch. der Ewige', bin dein Gott, der ich dick aus drm Lande Aegypten herauSaeführt habe, aus dem -Hause der Knechtschaft." Dann enthält ec an der Spitze des Ganzer, das völlig Neue, dre bedeutsamste Grundlehre des Judentums, datz der Gott, der Israel aus Aegypten geführt hat. der Ewige lSeiende). ein geistiges Wesen ist. Und aus dreier Grundlehre ergeben sich dann die zwei eng ^usammerEängenden Verbote des Polytheismus und der Jdololatrie. Jenes ist keineswegs „bloß der AUSSTELLUNG: UNTER DEN LINDEN WERK: REINICKENDORF AUTOMOBIL. UND KAROSSERIEFABRIK A. G.

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