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Jüdisch-liberale Zeitung · 1923-08-07 · 26 (7.8.1923) · page 3

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
3 (1923)
Issue
26 (7.8.1923)
Date
1923-08-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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schon anfangs CSuli aufgestellte Voranschlag für die nächsten dre! Sabre mit einem Betrag von ca. 660 Millionen Mark jährlich ab. Vieser Betrag wurde von der Sgnode wegen der schon eingetretenen und während der Voranschlagsperiode noch zu befürchtenden Geldentwertung auf rund 3,3 Milliarden erhöht. Während fast alle Voranschlagsposten gemäß den Anträgen des Ausschusses ohne Debatte genehmigt wurden, knüpfte sich eine lebhafte Erörterung an die Stellen, welche die Zuschüsse der israelitischen Zentralkasse zu der Besoldung der Rabbiner, Religionslehrer und Kantoren enthalten. Hierzu lagen Anträge auf Einreihung in die Gruppen X bezw. VH und VIII des staatlichen Besoldungstarifs vor. Der Oberrat erhob hiergegen Bedenken, die sich nicht gegen die sachliche Berechtigung einer Einstufung, wohl aber gegen eine Verpflichtung der Zenlralkasfe richtete, für deren Erfüllung bei der derzeitigen Lage der Gesetzgebung keine Gewähr bestehe. Dagegen sei es Pflicht der Gemeinden, eine Angleichung der Gehälter an den Vesoldungstarif vorzunehmen. Die Synode beschloß jedoch die Lingruppierung, und der Oberrat erklärte sich nochmals bereit, an die Regierung wegen Gewährung erhöhter Vorschüsse heranzutreten und zusammen mit einem hierzu gewählten Ausschuß die weitere Behandlung zu beraten. Damit waren die wichtigsten Beratungsgegenstände erledigt und nur noch die Wahl des Oberrats und Synodalausfchujjes vorzunehmen, die durch Zuruf erfolgte. Der Oberrat wurde in feiner seitherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Ls war nahe an Mitternacht, als der Vorsitzende des Oberrats der Synode und ihrer Leitung für die in dieser mühevollen. Tagung geleistete Arbeit dankte und die 12. Synode für geschlossen erklärte. Eesamtfragen der preußischen Zudenheit in der Berliner Aepräsentanlen- Versammlung. 2n der Repräsentanlenversammlung' der Berliner Gemeinde vom 2. 2uli fand eine Aussprache über den Landesverband der preußischen Synagogengemeinden statt, deren Bedeutung weit über die einer Berliner Angelegenheit hinausgeht. Angeregt durch eine Anfrage der Liberalen Fraktion nach dem Stand der Angelegenheit des Landesverbandes, teilte für den Gemeindevorstand Herr Dr. Freund Folgendes mit: Eine Genehmigung des Verbandes durch die preußische Regierung steht vorläufig nicht in Aussicht, da das Ministerium zunächst die Regelung der dabei entstehenden grundsätzlichen Zragen gelegentlich der Gesetzgebung über die evangelische Kirche abwarten will. Andererseits hat die Regierung bisher die Ausschüttung der in dem letzten Etat zur Unterstützung leistungsschioacher Synagogengemeinden ausgesetzten Lummen von dem Vorhandensein eines anerkannten Landesverbandes abhängig gemacht. Es besteht die Aussicht, daß hier ein Ausweg gefunden und außerdem der zur Verfügung gestellte Betrag erhöht wird. Der Vorstand der Berliner Gemeinde, der bekanntlich vorläufig die Geschäfte des Landesverbandes führt, macht im übrigen feine Tätigkeit nicht von der staatlichen Anerkennung abhängig. So sollen in der nächsten Zeit von den Gemeinden die Beiträge erfordert und ein Ausschuß eingesetzt werden, der die Subventionierung der kleineren Gemeinden regeln soll. Vom «3uH ab soll ferner ein monatliches Mitteilungsblatt erscheinen. Von der Ausschreibung von Wahlen zur Vertreterversammlung im Herbst hat der Vorstand beschlossen, Abstand zu nehmen. Er scheut die damit verbundenen Kosten und hält einen Wahlkampf jetzt für inopportun. Sn der Aussprache wurden gegen die weitere Hinausschiebung der Wahlen nur von zionistischer Seite Bedenken geltend gemacht. Zur die Liberalen regte Herr Prof. Türk an, stattdessen nach den Feiertagen eine Delegierten-Versammlung nach Art der Grllndungsversammlung einzuborufen. Vom Vorstand wurde das mit Rücksicht auf die hohen Reisekosten abgelehnt. (l). Sm ganzen muß leider gesagt werden, daß nur aus der Rede des zionistischen Vertreters, Dr. Kollenscher, wirkliches Verständnis für die Bedeutung des Landesverbandes herausklang. Es handelt sich doch nicht nur um die Erledigung bestimmter Aufgaben, sondern um die Schaffung eines lebendigen Körpers der preußischen und darüber hinaus im Endziel der deutschen Sudenheit. Ein solcher ist aber ohne vne gewählte Vertreterversammlung nicht möglich. Bei Gelegenheit dieser Aussprache konnte Herr Dr. Freund eine weitere Mitteilung von hoher Bedeutung machen. Sn dem kürzlich verabschiedeten Zinanzausgleichsgesetz ist auf seine Anregung in § 6f bestimmt, daß ebenso wie Ländern und Gemeinden auch „Anstalten und Einrichtungen, die Aufgaben der öffentlichen Wohlfahrtspflege oder des öffentlichen Schul- und Bildungswesens erfüllen“, 75 Prozent der ihnen feit dem I. Sanuar 1921 für die Beamtengehälter entstandenen Mehraufwendungen, soweit dieselben die Reichsbesoldungsordnung nicht übersteigen, vom Reiche erstattet werden. Aus dem inzwischen verkündeten Gesetz ergibt sich, daß nach § 60 Abs. 8 darüber hinaus die Religionsgefellschaften diese Zuschüsse für alle ihre Beamten erhalten, soweit sie nicht in werbenden Betrieben B. in der Friedhofsgärtnerei) tätig find. Der $ 61 hat daher Bedeutung lediglich für selbständige Anstalten, wie z. B. die Hochschule für die Wissenschaft des Sudentums. Um Berliner Angelegenheiten entfesselte die lebhafteste Debatte wieder einmal die Reformgemeinde. Der Vorstand hatte beantragt, ihr für das laufende Etatsjahr eine Subvention von rund 75 Millionen Mark zu gewähren, welcher Betrag den Kosten für die Besoldung der Prediger und Religionslehrer entspricht. Der Vorstand und die liberale Zraktion traten warm für die Vorlage ein; dagegen wird von orthodoxer Seite, wie meist bei Vorlagen über die Reformgemeinde, Vertagung beantragt. Dabei kann es Herr M. A. Loeb, der sich stets als besonderer Hüter jüdischer Zrömmigkeit aufspielt, nicht unterlassen, bei einem Angriff aus den weit über die Kreise der Reformgemeinde hinaus hochgeschätzten ^errn Dr. Toblenz die hetzerische Bemerkung zu machen, dieser Kauche ja in seiner Tätigkeit nicht über jüdische Kenntnisse zu verfügen, sie wären vielleicht sogar nur ein Ballast für ihn. Schließlich wurde der Vertagungsantrag gegen alle zionistischen und konservativen Stimmen abgelehnt, der des Vorstandes mit den Stimmen der Liberalen und des Herrn Marcus bei Stimmenenthaltung der Zionisten und eines Konservativen angenommen. Einen bedeutenden Zortschritt für das Gedeihen der Gemeinde bedeutet der einstimmige Beschluß, daß allen Beamten mit Wirkung vom 1. April 1923 unter Aufrechterhaltung der bisherigen Gruppeneinteilung die vollen Bezüge der Reichsbesoldungsordnung gezahlt werden sollen. Es ist außerordentlich zu begrüßen, daß auf diese Weise endgültig die Grundlage für ein wirklich befriedigendes Verhältnis zwischen der Gemeinde und ihren Beamten geschaffen worden ist. 2m engen Zusammenhang mit der Besoldungsvorlage steht der Beschluß, einen zweiten Vorschuß auf die Gemeindesteuer für 1923 in gleicher höhe wie den ersten zu erheben. Gegenüber säumigen Zahlern behält sich die Gemeinde die Zestsetzung eines der Geldentwertung entsprechenden Aufschlages vor. Bei Gelegenheit der Beratung über die Besoldungsvorlage wurde auf liberale und konservative Anregung hin beschlossen, mit den Gemeinde-Rabbinern in Verbindung zu treten, um eine möglichst starke Beteiligung an dem Religionsunterricht der höheren Schulen herbeizuführen. Vom Vorstand konnte dazu milgeleilt werden, daß die Herren Rabbiner auch von sich aus einen Vorschlag zur Verwirklichung dieses Ziels angekündigt haben. Bemerkenswerterweise stimmten die Zionisten gegen den Antrag. Es ist das zweite Mal m kurzer Zeit, daß sie Bestrebungen zur Verbesserung des Religionsunterrichts Schwierigkeiten bereiten. (Wir erinnern an ihr Verhalten bei der Zrage der Snspektion des Religionsunterrichts.) Dagegen fand ein Antrag, die Gemeinde-Rabbiner zur Erteilung eines einjährigen Bar Mizwa-Unterrichts auch für Kinder aufzufordern, einstimmige Annahme. Allgemeine Ueberemstimmung herrscht übrigens in der Repräfenlanten-Versammlung darüber, daß die Gemeinden in der nächsten Zeit wieder neue Rabbiner berufen müssen. Mit der Zukunft des jüdischen Unterrichts beschäftigt sich auch ein zionistischer Antrag, der Vorstand möge in Erwägungen über die Zukunft des Jüdischen Lehrer-Seminars eintreten und die nötigen Vorarbeiten für eine Neuregelung treffen. Es handelt sich darum, daß in Preußen demnächst die Lehrerbildung allgemein neu geregelt werden wird. Wahrscheinlich wird sie unter Aufhebung der Lehrerseminare künftig über die höheren Schulen führen. Die Gemeinde wird zu einer entsprechenden Neuregelung schreiten müssen. Der Antrag wurde, trotz etwas zionistischer Aufmachung besonders in der Begründung, einstimmig angenommen. Es wäre wünschenswert, wenn sich auch an dieser Stelle die berufenen Fachleute zu diesem außerordentlich bedeutsamen, aber auch schwierigem Problem äußern. Zu einer interessanten Debatte von den finanziellen Problemen führte noch die Frage der Beerdigungsgebühren. Allseitig wurde über die drückende Höhe derselben geklagt und dem Vorstand groszzügige Schonung finanziell schwacher Schultern empfohlen. Einzig der Vertreter des Gemeindevorstandes, Herr Fuchs, schien für die drückende Last, die die heutigen Gebühren für viele Familien bedeuten, kein rechtes Verständnis zu haben. Ueder die Mittel zur Abhilfe waren die Ansichten recht verschieden. Von liberaler Seite trat Herr Sustizrat Sonnenfold warm für die vom Vorstand abgelehnto Anpassung der Gebühren an das Einkommen ein, und Herr Dr. Lipschitz gab die Anregung, besonders kostbare Grabdenkmäler einer besonderen Abgabe zu unterwerfen. Von orthodoxer Seite wurde über Bestrebungen zur Gründung einer Sterbekasse berichtet. Schließlich dürfte noch der Beschluß Snteresse beanspruchen, daß die Preise der Plätze in den Synagogen und Beisälen für 1923 verdoppelt werden sollen. Soweit die Plätze bereits bezahlt sind, wird ..'ie c„jferenz nachträglich eingefordert werden. A. L. Dr« Oskar Caffel gestorben. Der bekannte liberale Politiker Geheimer Sustizrat Dr. Oskar Eassei ist nach langer Krankheit im Alter von 74 Sahren gestorben. Dr. Lasset war Ehrenbürger und langjähriger Stadtverordneter Berlins. Dr. Lasse! war lange Sahre Vorstandsmitglied des Verbandes der Deutschen Süden und auch Mitglied des Hilfsvereins der Deutschen Süden. Erst vor kurzem wurde einer Berliner Realschule der Rame Oskar Lasfel-Realschule gegeben. Schädigung der Ruhrhilfe durch den Antisemitismus. Wie gemeldet, hat der Leiter der Berteilungsstelle der Ruhrkinder in Snsterburg, Sänicke, einem angesehenen jüdischen Kaufmann. der ein Kind aus dem Ruhrgebiet in feiner Familie unterbringen wollte, dieses abgelehnt mit der Begründung, daß die Kinder nur bei Treudeutschen untergebracht werden. Als christliche Herren die Antwort des Herrn Sänicke erfuhren, erklärten sie, daß sie unter diesen Umständen Ruhrkinder, deren Aufnahme sie bereits zugesagt hatten, nicht annehmen würden, da es gegen ihr Gerechtigkeitsgefühl verstoße, daß bestimmte vaterländisch fühlende Kreise wegen ihrer Abstammung und ihres Glaubens von der Zuteilung von Ruhrkindern ausgeschlossen sein sollten. Graf Ernst Reventlow in der Roten fahne. Sn politischen Kreisen erregt es ein gewisses Aufsehen, daß das kommunistische Hauptorgan „Rote Fahne" dem Führer des radikalen Flügels der deutschvölkischen Antisemiten Grafen Ernst Reventlow die Spalten öffnet. Sn einer Zuschrift an die „Rote Fahne" vom 2. August nimmt Graf Reventlow zu den von Karl Radek aufgeworfenen Tendenzen eines Zusammengehens zwischen Völkischen und Kommunisten in einer nicht ganz ablehnenden Weise Stellung. itteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Zugendvereine Deutschlands. Nr. 5 August 5. Jahrgang An unsere Lefer! Mit dieser Nummer erscheinen die „Mitteilungen" zum letzten Mal in alter Form. Da die „Südisch-liberale Leitung" nur noch im Abonnement geliefert wird, hat die „Arbeitsgemeinschaft der Slis" auf Grund einer Vereinbarung mit der „Vereinigung für das liberale Judentum" für alle Mitglieder die „Südisch-liberale Zeitung" zur Hälfte des Preises abonniert. Den Betrag wird die Vereinigung von unseren Mitgliedern direkt einziehen. (Zn «Zukunft wird die „Südisch-liberale Leitung" eine Sonderrubrik „Aus der Jugendbewegung" enthalten, die unter eigener Redaktion bleibt. Sie soll besonders über organisatorische Zragen informieren. Der Knappe Raum bedingt es, daß möglichst nur kleinere Aufsätze Aufnahme finden. Wir bitten, auch weiterhin zahlreiche Aufsätze, Berichte usw. für die Sonderrubrik einzusenden. Die grotzen Zragen des liberalen Sudentums und der Sugendbewegung sollen in zwanglos erscheinenden Sonderheften erörtert werden. Dazu bedarf es grotzer Spenden, die der fortschreitenden Geldentwertung angepatzt sind. Durch hochherzige Gaben (s. Spenderliste) waren wir imstande, das Papier für einige Sonderhefte anzuschaffen. Die ungeheuren Druckleg ungskosten machen die Bereitstellung weiterer Geldmittel unbedingt erforderlich. Darum gebt rasch und gebt reichlichl Das erste Sonderheft wird folgende Aufsätze enthalten: 1. Religiöse Erneuerung. 2. Wesen und Erscheinung. Z. Wir und die anderen. 4. Aufgaben unserer Arbeit. Aach Erscheinen des Sonderheftes sind Bestellungen an Alfred Berger, Breslau, Höfchenftratze öl, zu richten. Die Slis bitten wir» die Anzahl der von ihnen gewünschten Exemplare anzugeben. Der Preis des Heftes beträgt für Slimitglieder und Abonnenten der „Südisch-liberalen Leitung" 5 -4, für andere Besteller JO H, beides mal Buchhandelsschlüsfelzahl. Me Schriftleitung der „Mitteilungen". Züdijche Weltanschauungsfragen Rabbiner Dr. Kellermann zum Gedächtnis. Von Arthur Lilien 1hal, Sli-Berlin. Die liberale Sudenheit Deutschlands trauert um den Verlust eines Zührers, der ihr wie nur wenige Ziel und Richtung zu weisen imstande war. Ganz besonders aber trauert um ihn die Sugend. Sst doch in Dr. Kellermann eine Zührerpersönlichkeit dahingegangen, die durch Lehre und Leben Begeisterung zu entzünden vermochte. Oft haben wir darüber geklagt, datz gerade den Zührern des liberalen Zudentums der Mut zur Konsequenz und die Geschlossenheit des Sgstems fehlt. Beides eignete Dr. Kellermann in höchsten Matze. Er kannte kein Kompromitz der Anschauungen, kein Ausweichen vor Konsequenzen, sondern nur ein liberales Sudentum, das eins ist bis in alle Verzweigungen seines religiösen Lebens. Das Wesen liberaler Anschauung vom Sudentum bestand für ihn in der Erkenntnis, datz das Zeremonialgefetz einen selbständigen Wert nicht hat, datz vielmehr Wert und Ziel des Sudentums einzig in seinem Sittengebot liegen. Shm hat das Sudentum mit allen seinen Kräften zu dienen. Rur ein Sudentum, das sich seiner - Aufgabe bewutzt ist, der Welt den Weg zur Höhe der Kultur und zur volledeten sittlichen Bildung der Mensch-! heit zu zeigen, hatte für den Berstorbenen Sinn und! Wert. Alles, was dieses Ziel nicht fördert oder gar es z hemmt, hat keine Daseinsberechtigung und mutz fallen, i Mit vollendeter Konsequenz hat Dr. Kellermann diese Gedanken entwickelt, hat von ihnen aus Stellung genommen zu allen äutzeren und inneren Zragen des Sudentums. Mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit, mit der Leidenschaft seines Temperaments, mit der ganzen Stärke seines Empfindens hing Dr. Kellermann an dieser mit der Schärfe seines Verstandes entwickelten Lehre und suchte er ihr zu dienen. So widerlegt seine Persönlichkeit selbst am besten den oft gegen ihn erhobenen Borwurf, datz das Sudentum, das er lehre, nur den Verstand befriedige, das Gefühl aber kalt lasse und deshalb zur Erstarrung des religiösen Lebens führe. Nicht Kälte strömte von Kellermann aus, sondern Zeuer und Begeisterung. Und Hingabe an das Sudentum mit der ganzen Persönlichkeit, mit allen Kräften der Seele, verlangte er auch von den anderen. Eins allerdings forderte er: datz jeder und datz ganz besonders der junge

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