Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 3 (1923)
- Issue
- 24 (22.6.1923)
- Date
- 1923-06-22
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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sprengen, welches alle Zuden der Well miteinander vereint, und legt damit Bresche in die Einheitlichkeit und Zusammengehörigkeit unserer Glaubensgemeinschaft» die zu betonen und zu erhallen niemals notwendiger und auch — Zritz Naumann zum Trotz — niemals mehr ein Ge^ bot unseres Stolzes und unserer Würde war als in diesen «Zeiten der Verfolgung und der Gefahren. III. Und dennoch die Forderung nach dem Lonntagsgottesdienst? Dennoch! Man muh uns nur eben recht verstehen. Zritz Neumann spricht sich sehr schön vom Freitagabend, den die (Zugend, abrückend von der Gleichgültigkeit der Alten, sich wieder neu mit dem ihm ureigenen unvergleichlichen (Zauber umwoben hat. Aber dann tut er einen logischen Sprung und konstruiert einen Gegensatz zwischen — uns, die wir den Freitagabend heiligen und — uns, die wir die Abhaltung von Gottesdiensten an den Sonntagen fordern. (Zn Wirklichkeit wurzelt das eine wie das andere Tun in dem gleichen seelischen Bedürfnis und Notstand. Schürfen wir etwas tiefer: warum kommt unsere Tugend heute in immer helleren Scharen, immer dichteren Neihen zum (Zudentume zurück und ordnet sich in seine verschiedenen Lager ein? Der Gründe sind entsprechend der Vielfältigkeit der Menschennatur unzählige. Die Erschütterung des Lehrgebäudes des wissenschaftlichen Materialismus, welcher der vorigen Generation die Lösung der Welträtsel zu bringen vorgab, leitet die einen, andere vielleicht eine romantisch-mgstische Geistesrichtung. Vor allem aber sind es die grotzen und schweren Erlebnisse des Krieges und der Nachkriegszeit gewesen, die dem (Zudentum in den Herzen der Mischen (Zugend wieder den Boden bereitet haben. Das praktische Versagen des Ehristentums, dessen fast 2000jährige Kulturarbeit nichts gegen den (Zammer und die Schande dieses Wellunglücks vermochte, erschütterte aufs tiefste und heilsamste den vielfach in jüdischen Herzen genährten Glauben an die innere Ueberlegenheit des „Neuen Bundes". Die im Wesen des Krieges liegende Aufhebung so vieler Gebote der Neligion und Menschlichkeit gegenüber dem Zeinde im Zelde drauhen, das scheulose Hervortreten vieler niedriger (Znstinkte, zumal alle Ausartungen des. Egoismus drinnen in der Heimat, nicht zum wenigsten auch die schliehliche Erkenntnis der krassen Verlogenheit so vieler Staatslenker, vor allem des — "Propheten Wilson, belehrten diejenigen eines anderen, die davon geträumt hatten, datz unsere Generation nicht nur im Technischen, sondern auch in der Kultur der Seele auf einem höheren Standpunkte angelangt sei als die früheren und darum des erziehlichen Einflusses der Neligion wohl schon entraten könne. Und was dann im „Frieden" noch weiter aus dem gärenden Hexenkessel des aufgewühlten Volks- und Völkerlebens emporbrodelte: Lüge und immer wieder Lüge, Gewalt und immer wieder Gewalt. Hatz und immer wieder Hatz, nicht nur zwischen den Nationen, sondern leider oft genüg auch unter den Angehörigen des gleichen Volkes, dazu Wucher und Schieberwesen, schandbarer Luxus bei den einen und Hungersnot bei den anderen, schreiendes Wohnungselend auf der einen und Emporwachfen der Alkohol- und Kinopaläste auf der anderey Seite — das und vieles andere erklärt den bis zum äußersten gesteigerten Ekel, mit dem die Besten aus den Neihen der (Zugend diesem wüsten Treiben den Nücken kehrten und sich in reinere Luft ertteten. Die einen suchten sie hier, die anderen da. Die jüdische (Zugend, welcher der Hatz der anderen fast ebensosehr wie die eigene Herzenswahl den Weg wies, schlug in Hellen Haufen die mannigfachen Pfade ein, die zur alten Gemeinschaft und zum alten Glauben zurückfllhren. Das find die (Zungen, die jetzt mit einer den Alten vielfach unverständlichen, bisweilen unheimlichen (Znbrunst Sabbat" mit Lichterglanz und frommem Gebet begrützen, denen ihr (Zudentum wieder Lebensquell und Lebensinhalt geworden ist. (Zungen, die Fritz Neumann meint, wie lch he meine, die er liebt, wie ich sie liebe — die sollten geborene und geschworene Gegner der Abhaltung von Sonntagsgottesdiensten sein? Sehen wir näher zu ob das richtig fein kann. IV. Die Zreitagabendkerzen sind längst erloschen, der -Sabbatmorgen ist da. Wo findet er die (Zugend, die sich beim Einzug der Himmelsbraut ihres (Zudentums so selig bewuht geworden? (Zn Schulstuben und Hörsälen, in Kontoren und Werkstätten, überall, nur nicht beim Sabbatgottesdienst. Denn sie sind eingespannt in den ehernen Bann des deutschen Staats-, Kultur- und Wirtschaftslebens. dem die nichtjüdische Majorität ihren Stempel aufdrückt. Darum ist der Sabbat nicht ihr tatsächlicher Nuhetag, kann es nicht sein. (Zst er ihnen darum ein Alltag wie die anderen? Nein, denn die Weihe des Vorabends schwingt und leuchtet in ihrem inneren fort. Ein geheiligter Tag ist es für sie — und bennoch ein Werktag! Und nun frage ich Fritz Neumann: (Zst er so sicher daß diese (Zugend (und wenn ich hier vor allem von der fugend spreche, so gibt'« doch in allen Altersstufen besinnliche Menschen, die ähnlich und gleich empfinden), ist er so sicher, datz von solchem Erleben bewegte Menschen an der Zreitagabendfeier ihr volles Genügen finden? datz sie sich nicht danach sehnen, darüber hinaus an dem Orte, welcher den geistig-seelischen Mittelpunkt unserer Gemeinden ist und in immer stärkerem Mähe wieder werden soll, das Wort der Gotteslehre zu vernehmen und durch die Predigt des Nabbiners Anregung. Belehrung. Erhebung, vielleicht auch Wegweisung und (Zieldeutung in der Wirrnis dieser Tage zu empfangen? Die Zrage stellen, heitzt sie beantworten. Bin ich aber erst mit Zritz Neumann darüber einig, datz hier ein seelischer Notstand vorliegt, dann ist es bis zu unserer Forderung nach Abhaltung von Gottesdiensten am Sonntag nur ein winziger Schritt. Denn nur der in Reichsverfassung, Gewerbeordnung und anderen Gesetzen verankerte bürgerlicheRuhetag (was schiert's uns, datz es der vom Thristentum gekürte Tag ist?) vermag diejenigen, die dem Sabbatgottesdienste ungern genug fernbleiben müssen, im Tempel zu vereinigen. V. Wir haben volles Verständnis dafür, wenn man, von der Besorgnis vor einer zur Abschaffung des Sabbats führenden Entwicklung beseelt, solchen Sonntagsgottesdiensten all dasjenige nehmen wollte» was eben nur an unserem Sabbat Sinn und Weihe in sich trägt. Aber natürlich darf es nicht etwa Toravorlesung und Predigt sein! Denn wenn der Gottesdienst am Sonntag demjenigen inneren Bedürfnis, das ich oben zu kennzeichnen gejucht habe, Genüge schaffen soll, dann darf er nicht dem berühmten Lichtenberg'schen Messer ohne Klinge, dem das Heft fehlt, ähneln. Wohl aber erscheint es auch mir angebracht, datz z. B. Barmizwahs und Einsegnungen von jungen Ehepaaren und Wöchnerinnen grundsätzlich nur an Sabbaten vorgenommen werden. Auch ist es selbstverständlich, datz diejenigen Gebetstellen, die auf den Sabbat unmittelbar Bezug haben, am Sonntag nicht in der Sabbatfassung gesagt werden. ,.^aum haschabos hase“ patzt nicht für einen anderen Tag als eben den Sabbat. ‘ Aber ich gehe noch weiter: (Zst es denn überhaupt gesagt, datz der Gottesdienst am Sonntag in seiner Liturgie und seiner ganzen Ausgestaltung dem Sabbatgottesdienste sklavisch nachgeahmt werden soll? Können nicht vielmehr gerade diese Gottesdienste am Sonntag im Sinne des religiösen Liberalismus eine autzerordentlich wichtige Aufgabe erfüllen, indem sie uns Gelegenheit bieten, neue Zormen und Gebräuche zu erproben, ohne datz wir dabei Gefahr laufen, den stürmischen Widerspruch einer konservativen (häufiger noch einer ahnungslosen, aber geschickt verhetzten) Minderheit in der Gemeinde her^orzurufen? Ein Beispiel für viele: Die Vorlesung aus der Thora, so wie sie heute ausgestaltet ist, geht an den Ohren und Herzen eines sehr grotzen Teiles der Gottesdienstbesucher vorüber wie Schall und Rauch. Und doch sollte sie Kern- und Mittelpunkt der ganzen Feier sein. Man hat mannigfache Vorschläge dafür gemacht, wie diesem Uebelstande durch Weglassung belangloser Teile, durch Uebertragung besonders wichtiger Abschnitte ins Deutsche, durch eine besondere Deutungsansprache des Rabbiners oder sonst auf irgendeine Art gesteuert werden könnte. Setzt derartige Neuerungen am Sabbat ohne weiteres in Kraft, und ihr werdet Unwillen und Unfrieden die Fülle in der Gemeinde haben und es wird euch selbst bei solchem Herumexperimentieren nicht wohl sein. Erprobt ihr sie dagegen am Sonntag und bewähren sie sich da durch geraume (Zeit als würdig und andachtsteigernd, dann könnt ihr unter Hinweis darauf mit ganz anderem moralischen Gewicht für die allgemeine Einführung solcher Reformen werben und den noch (Zweifelnden, soweit sie nicht auf das ewig Gestrige grundsätzlich und unheilbar festgelegt sind, Gelegenheit bieten, sich ihr eigenes Urteil zu bilden. Kann man den Wert einer solchen Möglichkeit, für gesunde Reformen im Sinne des Liberalismus durch eine Art Anschauungsunterricht zu wirken, überhaupt hoch genug veranschlagen? VI. Damit bin ich am Ende. Und wenn ich nun noch einmal hinter die eingangs angeführten Kraftstellen des Neumann'fchen Aufsatzes: „Konzession an die Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit der einzelnen", „Hgperliberalsmus", „Auswüchse" meine Fragezeichen setze, dann wird mir, glaube ich, selbst der, dessen Zeder jene Vorwürfe entflossen sind, zugestehen: man ktznn die Dinge auch anders ansehen. Mehr aber darf^und mag ich fürs erste nicht verlangen. Wir können nicht alle der gleichen Ansicht sein, aber wir können einander als Freunde verstehen lernen. Und sind wir erst so weit, dann ist mir darum, auf welche Seite sich die Mehrheit der denkenden und kämpfenden jüdischen (Zugend in der Zrage der Einrichtung von Sonntagsgottesdiensten schlietzlich stellen wird, nicht bange. Diese (Zugend ist jüdisch vis auf die Knochen, aber sie ist zugleich, soweit sie nicht im Banne orthodoxer Auffassung befangen ist, durch und durch freiheitlich und tolerant gesinnt. Sie strebt, wie rechte (Zugend es noch zu allen (Zeiten getan, mit trotzigem Selbständigkeitsdrange nach einem eigenen Urteil über alle göttlichen und menschlichen Dinge und nach der Verwirklichung dessen, was sie für recht erkannt, und sie geht hierbei in Goetheschem Sinne ehrfürchtig und furchtlos zugleich vor. Aber sie gesteht das gleiche Recht auch denen zu, deren ehrliche Ueberzeugung andere Wege geht. Wird sie sich darum erst einmal davon überzeugt haben, datz wir ohne Antastung des Sabbats nur einem aus tiefstem jüdischen Empfinden geborenen, ln Tausenden guter (Zuden lebenden seelischen Bedürfnis Befriedigung schaffen wollen, dann wird sie. auch soweit sie selbst diesen Notstand nicht in gleicher Stärke empfinden sollte, uns sicherlich unterstützend zur Seite treten und uns helfen, die Riegel zurückzuschieben, welche die Pforten unserer Sgnagogen heute noch an den Sonntagen der Betätigung frommen Herzensdranges und wahren Glaubenseifers versperrt halten. Zugendvereine und Gottesdienstreform. Von' Dr. Hermann Berlack-Berlin. die Spalten der Mitteilung und die der jüdischliberalen Leitung überhaupt sind im letzten (Zahre vielfach der Behandlung der Zrage der Reform des Gottesdienstes geöffnet gewesen. Die (Zugendvereine haben sich dieser Zrage mit jugendlichem Eifer angenommen, sodatz es fast scheinen könnte, als handelte es sich hierbei um ihre! wesentliche Aufgabe und doch ist es nicht so. Die Zrage der Zorm des Gottesdienstes ist selbstverständlich eine solche, die im Kreise der Tugend das lebhafteste (Znteresse auslösen mutz, weil es dieser widerstrebt, Zormen anzuerkennen, die ihrer eigenen Art widersprechen. Wenn aber die Reform — wie dies geschehen ist — am Gottesdienst der Hauptgemeinde begonnen wird, so scheint dies den Aufgaben der Zugendbewegung und ihren (Zielen nicht zu entsprechen. Der Sotlesdienst der (Zugend kann nicht in erster Linie der der Hauptgemeinde sein und darum ist die Zrage des Sonnlagsgollesdienstes für (Zugendvereine erst in zweiter Linie wichtig. Vielmehr müssen die (Zugendvereine ihr «Ziel darin sehen, die (Zugend dem Gottesdienste zuzuführen und gerade für diejenigen Kreise, für die der Sonntag nicht der einzige Tag ist, an dem sie sich dem Zamilienleben widmen können, eine Lösung des schwierigen Problems zu finden. Hierfür ist es aber unerheblich, wann diese Gottesdienste stallfinden und ungleich wichtiger ist ihre Zorm. Um wirklich mit Anteilnahme dem Gottesdienst zu folgen, mutz er in frühester (Zugend, man möchte fast sagen, aus dem Spiel heraus, geboren werden. Zugendgottesdienst sollte wirklich Gottesdienst der (Zugend fein, d. h. die äugend sollte ihn allein veranstalten» selbstverständlich unter der Leitung geeigneter Persönlichkeiten. Wer jemals den konfessionslosen Gottesdienst gewisser freideutscher Kreise milgemacht hat, der weitz, was ich dabei im Auge habe. Wer im Zugendgottesdienst gelernt hat, sich als Glied einer tatsächlichen „Gemeinde" zu fühlen, tätig mitwirkt an der Ausgestaltung der göttlichen Zeier, fei es auch unter Umständen in kindlicher, nicht vollverstandener, Nachahmung der religiösen Gebräuche der Erwachsenen, der wird nicht, wie es noch allzu häufig geschieht, als Erwachsener den Besuch des Gotteshauses als eine konventionelle Zorm empfinden, sondern ihm werden diese Zormen zum Erlebnis geworden sein. Was haben die Vertreter der liberalen Zugendvereine. die dies und jenes an dem Gotetsdienst auszusetzen haben, schon dafür getan, um für ihren eigenen Nachwuchs einmal die Möglichkeit eines solchen Gottesdienstes zu schaffen? (Zn wie vielen der Grotzgemeinden bestehen wirkliche (Zuqendgottesdienste. bei denen die (Zugend Subiekt und nicht nur Objekt ist? Erst wer hier glaubt, die Grundlagen gelegt zu haben, sollte sich mit der weiteren Zrage des Sonntagsqottesdienstes beschäftigen, der schlietzlich eine Zrage der Berufstätigen ist und damit im wesentlichen nicht mehr in das Tätigkeitsbereich der (Zugendvereine hineinfällt. — Mit dem Gabbathgottesdienst ist es aber nicht getan. Erst recht bedarf es solcher Gottesdienste für die Wallfakrtsfeste. Ein Programm hierzu entwickeln, -würde über den Rahmen eines Artikels hinausführen. Prüft aber einmal diese Zrage in Euern Versammlungen, seht was in Eurer Gemeinde hier noch zu verbessern ist, lehrt Eure (Zugend einmal rechtzeitig religos empfinden und dann werdet (Zhr auch keine Gorgen haben, wo der Nachwuchs Herkommen soll, dann werden weitere Kreise von Eltern ihre Kinder von selbst Euch zuführen. Die Zorm, in der bisher in den Zugendvereinen Gottesdienstreform behandelt worden ist, verrät nichts von jugendlichem Geist, sondern mutz unbedingt den Eindruck erwecken, als handele es sich um altkluge junge Menschen oder um solche, die ihre Zdeen im Zugendverein vertreten, weil sie im Kreise der Erwachsenen keinen Anklang finden. Damit ist selbstverständlich nicht etwa die Zrage der Gottesdienstreform überhaupt gelöst, aber es scheint doch notwendig zu sein, die (Zugendvereine einmal darauf hinzuweisen, datz ihre Aufgabe eine andere ist, die noch nicht getan ist. Datz ein solcher (Zugendgottesdienst möglich ist und zwar durchaus im Geiste unserer Religion, ist mehr als einmal bewiesen worden. Warum haben aber diese Gedanken in den Kreisen so wenig Anklang gefunden, die sich für radikale Reformen einsetzen? Wenn die (Zugendvereine ihre Aufgabe in den nächsten (Zähren darin sehen, überall Sonnabend Nachmittags (Zugendgottesdienste als vollgültige Gottesdienste der (Zugend ins Leben zu rufen, wobei der Begriff (Zugend nach oben sehr eng abgegrenzt werden mutz, wenn sie ihre Mitglieder nicht nur durch Vorträge bilden, die schlietzlich nur für das Alter über 21 (Zahre verständlich sind, sondern wieder zu (Zugendvereinen werden, die hierfür das Rüstzeug bilden, dann sollen ihre Mitglieder, wenn sie diesem Alter entwachsen sind, mit sachverständigerem Blick, als es heute geschieht, den Gemeindegottesdienst kritisieren. Diese Forderung zieht eine andere nach sich. Einen Gottesdienst milerleben kann nur der, der die Grundbegriffe der Religion nicht nur kennen, sondern auch lieben gelernt hat. Darum habt (Zhr Aelteren in den Zugendvereinen die Aufgabe, den Religionsunterricht zu kritisieren. Zhr, die Zhr erst kurze (Zeit dem Unterricht entwachsen seid und die Zhr über Znteresse und die notwendige Kenntnis der Dinge verfügt, könnt die besten Berater in dieser Zrage sein. Auch hiervon ist in letzter (Zeit in den Zugendvereinen nur allzuwenig die Rede gewesen. obwohl hier vielleicht das Meiste zu tun ist. Es kommt nicht darauf an, datz auch die Zugend jüdischliberale Gemeindepolitik treibt, sondern datz sie jugendliche (Ziele mit jugendlichem Eifer und jugendlichen Mitteln in jüdisch-liberalem Ginne zu erreichen strebt. Nachwort der Redaktion. Wir haben vorstehendem Aufsatz gern Aufnahme gewährt, weil er Probleme behandelt oder streift, die unter den verschiedensten Gesichtspunkten erörtert werden müssen. Gerade deshalb aber Hallen wir es für geboten, ohne uns mit den vorgetragenen Anschauungen im einzelnen auseinanderzusehen, auf einige Punkte hinzuweisen, die der Verfasser nicht oder nicht ausreichend beachtet hat. Es würde überaus bedenklich fein, wenn die Zugendvereine ihrerseits besondere Zugendgottesdienste schaffen wollten. Gelbst in den wenigen ganz grotzen Gemeinden