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Jüdisch-liberale Zeitung · 1923-01-19 · 3 (19.1.1923) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
3 (1923)
Issue
3 (19.1.1923)
Date
1923-01-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Litte eines Zeststrautzes verknüpft. Aber wir fragen: Wen erinnert der trockene Lulow an die Natur, der aus fremdem Land flammende Lssrc>§ an den heimischen Erntefegen. Wir wissen sehr wohl, daß man alles dieses symbolisch deutet, aber der Eharakter des Festes würde zehnmal besser gewahrt, wenn man hier bei uns frische und heimische Pflanzen und Früchte anstatt der tropischen eingesetzt hätte.' Das ist nur ein Beispiel von vielen. — Vor allem aber müssen wir anstreben, datz der Zreilagabendgottesdienst stets mit Predigt verbunden und zu einer Zeit stattfindet, die auch dem Geschäftsmann und Angestellten gestattet, an ihm teilzunehmen. Weiterhin ist auch die Einführung von Gottesdiensten an Lonntagen in den Gemeinden zu ermöglichen, die für eine solche Einrichtung geeignet erscheinen. Vorträge über Wert und Wesen aller jüdischen Dinge, alles, was religionsgeschichtliches Verständnis verbreitet, unter Erwachsenen und Tugend mutz gefördert werden. H. Aber hiermit allein kann sich ein positiver Liberalismus nicht begnügen, wenn er wirklich will, daß die Periode der Stagnation des Judentums als Religion überwunden wird. Lange genug haben die Fuden rückwärts geblickt, stolz auf die Geschichte ihres Glaubens, aber ohne etwas für seine Fukunft zu tun. Hum Teil war der Faun des Feremonial- und Ritualgesetzes daran schuld, den die Orthodoxie auf keinen Fall entbehren will. Lie hat von ihrem Ltaudpunkt aus durchaus nicht unrecht; weniger begreiflich ist die Reigung liberaler Rabbiner, ihre geistliche Würde wieder mehr innerhalb eines solchen Faunes zu hüten. Aber der Liberalismus im Judentum hat grötzere Aufgaben, jetzt mehr denn je. Pastor Möhring hat in seiner Schrift „Der neue Glaube" angedeutet, datz für das Judentum jetzt wieder ein wichtiger religionsgeschichtlicher Moment gekommen sei. Lchon einmal vor reichlich 2000 Fahren ist ein solcher Augenblick verpatzt worden; der schon oben erwähnte Professor Kittel sagt über die sonst von ihm hochverehrten Propheten, datz „unter ihnen n i ch t ein Mann der Cat war, nicht einer, der es v er stan d e n hat, seinen h e r r l i ch en Fdeen und Gedanken praktische Verbreitung zu verschaffen". Vielleicht war die damalige Feit noch nicht reif, vielleicht ist es auch die heutige noch nicht, aber der Versuch mutz gemacht werden. Wir blicken immer zurück auf die der Wunder und vergessen darüber ganz, datz wir, gerade wir, das jetzige Geschlecht eine Lpanne durchlebt haben und noch durchleben, die voll ist von Wundern und Offenbarungen. Wir haben im Artikel „Unsere Theologen" (Rr. 19 d. Vl.) der Legende vom Limon bar Fochai Erwähnung getan, den Gott noch einmal weitere 12 Monate in eine Höhle verbannte, weil ihm während seines langen Verborgenseins vor der Welt der Blick für die Wirklichkeit abhanden gekommen war. Erft dann, nachdem er ein zweites Fahr in Abgeschiedenheit verlebt hatte, fand er den Blick für die Wirklichkeit wieder und erkannte die Wunder des Diesseits und seiner Feit. Auf der letzten Tagung brachte einer unserer Freunde die Rede auf das Wunder und Geheimnis der Elektrizität. Lofort wies einer der Herren Rabbiner darauf hin, „zu welchen Konsequenzen ein radikaler Liberalismus führ e". Wir meinen, datz wir alle Wunder der Technik, alle Errungenschaften der Wissenschaft auch vom religiös-ethischen ötandpunkt aus würdigen müssen. Stellen wir uns einmal vor, wie man zu biblischer Feit die Entdeckung der Elektrizität aufgefatzt hätte; sicher als Offenbarung Gottes, die einem erleuchteten Menschen zuteil geworden, als ein Geschenk des Himmels, dem Menschen die Arbeit zu erleichtern, das Leben zu verschönen und den öabbat erst recht zu einem Ruhetage zu machen. Als Wunder hätte die Bibel die Erfindung des Telephons, der drahtlosen Telegraphie, der Röntgendurchleuchtung dargestellt. Wir haben als religiös empfindende Menschen durchaus recht und Veranlassung, alle diese Erfindungen nicht nur vom rein materiellen Ltaudpunkt der Technik und des aus ihnen erwachsenden Profits anzusehen und zu bewerten, sondern sie als Erfolge des im Menschen arbeitenden Geistes, der göttlichen Ursprungs ist, anzusehen. Dann werden wir dazu gelangen, die ethischen und sozialen Auswirkungen der Technik höher zu bewerten. Dann wäre, nachdem der Fkaridentraum der Menschheit sich durch das Flugzeug erfüllt hatte, nicht sofort der erste Gedanke gewesen, wie man diese Erfindung für den Krieg, also zu gegenseitiger Vernichtung benutzen könne. Walter Rathenau (der in Wirklichkeit ein besserer Fude war wie manch Orthodoxer, trotzdem ihn ein jüdisches Blatt auf Grund einer seiner Lchriften aus den Reihen des Fudentums verwiesen) hat etwas ähnliches angestrebt. Er spricht einmal davon, datz unser Leben und Denken durch die Entwicklung der Technik allzusehr „mechanisiert" worden sei und datz, um eine mehr altruistische und mehr soziale Wirtschaft überhaupt zu ermöglichen, die Menschen sich erst wieder „e n 1 m e ch a n i s i e r e n" mützten. Wir meinen, datz sie sich wieder mehr ethifieren müssen. Moses hat als Stifter unserer Religion der jüdischen Ethik, die die des reinen und wahren Menschentums ist, staatliche und juridische Form gegeben; vieles von seiner, von unsrer Ethik hat sich im heutigen Staat durch den Einflutz der Tochterreligion schon verwirklicht. Unser Streben mutz dahin gehen, die Menschheit mit dem wahren Kern der jüdischen Ethik so zu 5urchdringen, datz auch der grotze, jeder Ethik bare Rest der Staats- und Gesellschaftsformen von diesem Mangel geheilt wird. Das heitzt nicht etwa, sie zertrümmern, das atte, immerhin sichere Haus vernichten wollen, bevor man ein neues erbaut hat. Man nennt das Fudentum international, in Wahrheit ist es übernational. Vom Standpunkt des liberalen Fudentums aus haben wir auch Veranlassung, für den Pazifizismus als Vorläufer des Messianismus einzutreten. Allerdings nicht für jenen Pazifizismus, der die eigenen Waffen fortwirft und in weltfremder Fllufion nun ein Gleiches vom Gegner erwartet. Schon Feremias klagt über die falschen Propheten, die „Frieden rufen, wokeinFriedei st". — „Kein Friede, spricht Gott, den Frevlernl" Wir sind keine Razarener, die „die rechte Backe Hinhalten, wenn man die linke fchläg 1". Moses predigte den „heiligen Krieg" gegen Kanaan und war tatkräftig genug, ihn zu führen. Die Propheten predigten so oft den „heiligen Frieden", aber keiner von ihnen besatz Macht und Fähigkeit, ihn der Menschheit zu bringen. Vielleicht wohl, weil dies schwere Werk von einem Einzelnen überhaupt nicht vollbracht, sondern nur vom Geist der Gesamtheit ermöglicht werden kann. Das ist eine, vielleicht die Hauptmission des heutigen Fsrael; soll es ernstlich mit ihr beginnen, dann mutz der Faun des Gesetzes, der es von der Umwelt abfchlietzt, möglichst weit geöffnet werden, es mutz fein religiöses Leben im liberalen Sinne führen. Es war jüngst auf einer katholischen Studentenversammlung von der „pax romana" die Rede, unsere Hoffnung geht auf „scholom jisroeI". „Pace, pace, pace," rief der Fude Rathenau am Schlüsse der Konferenz in Genua. m. Wenn der Liberalismus solche Grundsätze propagiert, wird er positiv sein; alles andere, was namentlich von vielen jüngeren liberalen Rabbinern vorgeschlagen wird, wie Wiederaufnahme einer grötzeren Menge von hebräischen Gebeten für den Gottesdienst, stärkere Betonung der Bedeutung von Ritual- und Feremonialgesetzen, dürfte sich wohl für den einen oder andern als Palliativmittel wirksam zeigen. Aber dazu bedarf es für diese Wenigen nicht des Liberalismus, das finden sie in der „mittleren Richtung". Wir möchten auch dem Ausspruch eines geschätzten Rabbiners und liberalen Mitkämpfers „d i e Menschen von heute m ü tz - len e r st wieder beten lernen" nur sehr bedingt beipflichten. Das Bittgebet des Menschen sollte vom Himmel nur eines erflehen, innere und äutzere Kraft das Schicksal zu ertragen und zu meistern. Das Donkgebet sollte im Dank für diese Kraft bestehen. Wir meinen, datz dies den Grundsätzen unserer Religion entspricht, die jeden Fatalismus verwirft und an dem Grundsatz der freien Willensbestimmung des Menschen festhält. Fmmer aber sollen Dank- und Lobgebet den Menschen zur Demut mahnen und vor Ueberhebung und Selbstüberschätzung bewahren. Bor allem mutzte immer wieder hervorgehoben werden, datz der Gott Fsraels „erkannt und erleb 1", nicht nur geglaubt sein will. — Wenn nach dieser Richtung hin von dazu berufener Seite gewirkt wird (jetzt bei der Schaffung des liberalen Gebetbuches durch liberale Rabbiner, dann aber, auch nur dann dürfte zu hoffen fein, datz sich Notrufe erübrigen, wie solchen unser Vorsitzender Heinrich Stern in der Roschhaschahna-Nummer unseres Blattes erlietz. Dann wird die grotze Menge der liberalen Fuden erst einsehen, datz unsere Bewegung noch andere Bedeutung und andere Fiele hat, als die Einrichtung von Orgelsgnagogen und Einführung von deutschen Gebeten. Dann werden wir die dem Fudentum zurückgewinnen, die jetzt in der grotzen Menge der Fndifferenten abseits von jedem religiösen Leben stehen, die ein-, zweimal im Fahre oder auch gar nicht einen Gottesdienst besuchen und in ihren Häusern nichts von Religion kennen. Sie müssen nur erst überhaupt wieder für religiöses Empfinden gewonnen werden, dann wird in ihnen auch wieder das erwachen, was D r. S e l i g m a n n in seiner lesenswerten Schrift „G e s ch i ch t e der j ü d i s ch e n Reform b e w e g u n g" sehr treffend den „W i l l e n zum Fudentum" nennt. Fenes geheimnisvolle Etwas, das den religiös indifferenten Fuden doch beseelt, das rein geistige Gefühl, zu den Wächtern und Bewahrern des reinsten Monotheismus zu gehören, in einem Bekenntnis geboren zu sein, das nicht im Wider - I spruch steht mit Vernunft und Wissenschaft, das den Menschen, wie Dr. Leo Baeck in seiner „R omantischen Religion" sagt, nicht nur als „Objekt des Glaubens" betrachtet. Aber (und nun mutz wiederholt werden, was uns einmal einen scharfen persönlichen Angriff aus den Reihen der mittleren Richtung einbrachte) letzten Endes ist unser Fiel weiter gesteckt. Wir denken an die Kreise, die durchaus nicht ohne Religion sind, aber autzerhalb jeder Religions-Gemeinschaft stehen. Auch sie sollen durch die Ethik des Fudentums, die, wie nicht oft genug wiederholt werden kann, die des reinen Menschentums ist. für Religion als solche gewonnen werden. Wir stehen durchaus nicht auf dem Standpunkt des Soethewortes, datz, „wer Kunst und Wissenschaft besitzt, nun auch schon Religion hat". Wir meinen, datz jemand ein grotzer Künstler sein kann, ohne grotze ethische Eharakterwerte zu besitzen. Es kann jemand ein genialer Techniker und dabei der größte Schurke fein. Wir können sogar noch weiter gehen: es kann jemand ein sehr geschickter Arzt sein, ohne auf den Ehrentitel eines guten Arztes Anspruch zu haben, wenn er nicht bewußtes oder unbewußtes ethisch-religiöses Gefühl besitzt. Man wird uns wieder in die Reihen der Monisten und Freireligiösen verweisen, wir bitten darum heute schon alle diejenigen, die uns unsrer Grundsätze wegen nicht als vollwertige Fuden ansehen, sich über diese ihrer Meinung nach für uns gültigen Weltanschauungsgemeinschaften genau zu unterrichten, damit sie den gewaltigen Unterschied einsehen. Gewitz, auch wir treten für.den Rationalismus im Fudentum ein, aber wir schätzen durchaus nicht das Gefühlsmätzige im religiösen Leben und Empfinden gering. Rur darf dieses Gefühlsmäßige weder von der eigenen, noch von der Vernunft eines andern (das letztere erst recht nicht) verlangen, datz sie ihre Erkenntnis und Ueberzeugung dem Gefühl bedingungslos unterwirft. — IV. Aus dem bisher Gesagten dürfte schon unsere Auffassung zu ersehen fein, datz der Liberalismus neue Anhänger nur bei den Fndifferenten suchen sollte. Wir haben schon aus Gründen der Toleranz wahrlich keinen Grund, in offensiver Weise gegen die Vertreter orthodoxer Anschauungen.vorzugehen, solange sie sich bescheiden, das religiöse Leben rein orthodoxer Gemeinden nach ihrer Auffassung zu lenken und zu beeinflussen. Wir meinen, datz, wie in den letzten 100 Fahren, auch weiterhin die Feit unser bester Bundesgenosse sein und datz im Laufe der Fahre auf dem blebergangsweg über die mittlere Richtung mancher Orthodoxe sich in unsern Reihen einfinden wird. Erst recht haben wir keinen Grund, als Angreifer gegen die „mittlere Richtung zu streiten, schon weil sie das Bindeglied zwischen den beiden Flügeln des Fudentums ist und weil wir auf dieser Brücke in gemischten Gemeinden bei den orthodoxen Mitgliedern Fnteresse und Geschmack an neuzeitlichem Kultus zu erwecken vermögen. Selbstverständlich kann dieser Burgfriede nur soweit und solange gellen, als die „mittlere Richtung" ihre Ansichten nicht als maßgebend für den Liberalismus propagiert. Etwas anderes ist es mit dem Fionismus. Wir hatten vorher gesagt, datz das Fudentum übernational sei, das schlietzt aljo jchon jede nationale Auffassung des jüdischen Gedankens aus. Wir haben ferner betont, datz das uns überkommene Erbe, das Gefühl, die Siegelbewahrer des reinen Monotheismus zu fein, etwas rein geistiges, der Dusblick auf das Fahrtausende alte Panier des schemah jisroel sei. Das steht (ebenso wie die liberale Auffassung von der Weltreligion der Propheten) der Vererbung durch das Blut entgegen. Vor allem aber haben wir deutschen Fuden Veranlassung, uns gegen eine Richtung zu wenden, die dom völkischen Antisemitismus recht gibt, wenn er sagt, datz der Fude nie ein guter Deutscher sein kann Der grotze Einflutz, die grotze Bedeutung, die das deutjche Fudentum seit 150 Fahren unter dem Fudentum aller Länder innehat, verdankt es seinem Deutschtum. Die grotze Mehrheit der dem Ostjudentum entstammenden grotzen Geister in Fsrael hat diesen hohen geistigen Rang erst durch den Einflutz der deutschen Kultur gewonnen. Nicht umsonst haben wir deutschen Fuden trotz der bis zur Abdankung des alten Regimes noch fehlenden, völligen staatsbürgerlichen Gleichstellung uns so in das geistige Leben unsres Vaterlandes eingebürgert, in ihm zum grotzen Leidwesen aller Fudenhasser mit die Führung erhalten. D r. Leo Baeck hat einmal gesagt, „das Fudentum sei immer etwas fluktuierendes, etwas werdendes, nie etwas feiendes gewesen". Wir lasen neulich aus der Feder eines hervorragenden Geistes unter den christlichen Deutschen das gleiche Urteil über das Deutschtum und die Deutschen. Fa, ein Führer der Fionisten, allerdings wohl ein Anhänger des geistigen Fionismus, hat einmal auf die Aehnlichkeit der neudeutschen Philosophie mit dem Fudentum hingewiesen, das ebenso wie jene nicht auf dem Standpunkt des Fatalismus steht; er hat ferner ausdrücklich erklärt, datz der Orient wohl die Grotzen geschaffen, der Occident sie aber erst für die Menschheit verwendungsfähig gemacht habe." So denken auch wir und meinen, datz ein geistiges Fion auch in Europa erbaut werden und die Lehre und das Wort von der Gottheit aller Volker und Menschen auch vom Herzen Europas ausgehen kann. Wir haben keine Besorgnis, datz die durch Assimilation herbeigeführte Gleichheit der Litten uns den jüdischen Kern raubt; wir wollen diese Assimilation, weil wir durch sie unsern andersgläubigen deutschen Mitbürgern von jüdischem Geist und jüdischem Empfinden mitteilen können. — v. Lo sollte ein positiver Liberalismus an der Ausgestaltung des jüdischen Kultus, des jüdischen Empfindens, des jüdischen Lebens in und nutzer dem Hause arbeiten! Ohne Rücksicht und ohne Furcht vor dem Tadel, datz die sogenannte „F ü d i s ch k e i 1" der Fuden unter dieser allgemein menschlichen Auffassung leiden könnte. Wir haben in einer Predigt des Herrn Rabbiner Vogelstein gehört, datz der moderne Fude oft das Wort „simcheh schel mizwah" mit dem deutschen Wort „P f l i ch t g e f ü h l" übersetzen müsse. Wir möchten sogar sagen: an seine Stelle setzen, dann würde in Wahrheit der Fwiespalt zwischen Lehre und Leben schwinden. — Fn seinem wunderbaren Gebet bei der Tempeleinweihung flehte Salomo zu Adonei: „Aber auch das Gebet des Fremdlings, der in diesem Tempel zu Dir betet, erhör e, o E w i g e r!" So sollten in rein geistiger Weife wir die Wiedererbauung des salomonischen Tempels anstreben. — Wir wüßten nicht, was größer, was menschlicher, was jüdischer sein könnte. — Wenn der Liberalismus diese Pfade einschlagt, wird er im jüdischen Religionsleben der Prophet Elias werden können, der „die Eltern mit den Kindern versöhnt", alte Anschauung mit neuer. Dann wird das Fudentum geistige Erlösung bringen können durch Versöhnung derer, die inner- und autzerhalb unsres Glaubens reugionsfremd. wenn nicht gar feindlich dastehen mit Religion, mit dem Monotheismus, mit der jüdisch-menschlichen Ethik. Dann kann Fsrael den Völkern, den Klassen, den Rassen die Versöhnung bringen, dann kann es für die Welt der Prophet Elias fein.—

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