Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 3 (1923)
- Issue
- 14 (6.4.1923)
- Date
- 1923-04-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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4 voll wie beim Film. Und doch ist dies nur die Außenseite des« Buches. Drinnen steckt eine Fülle von Geist und Temperament, von Belesenheit und Anschaulichkeit, die das Buch zu einer fesselnden, teilweise erschütternden Lektüre macht. Das Buch zeigt, daß die gesamte Bildung zweier christlicher Sahrtausende, die Logik und Ethik des Abendlandes, seine Weltgeschichte und Menschheilsentwicklung nichts anderes ist als verkappter Machtwille der europäisch-amerikanischen Menschenwelt. Lehr beachtenswert ist das Kapitel über die Süden <5. 29$—332). Ls schließt mit den ergreifenden Worten: „Als die am längsten und strengsten gebundene Gemeinschaft der Erde hätte in ruhigem Wachstum das Judentum den Uradel unter Lrdenmenschen abgeben können. Ls hätte an Leelenfülle und aufgespeicherten Kräften glücklichere Völker der Geschichte übertroffen. Aber zu plötzlich wurden lange gefesselte Europäer frei. Run werden sie vernutzt auf dem Markte der europäisch-amerikanischen Bildungswirtschaft. Da brennt nun das Feuerwerk, darin die Treue, der Traum, das Leiden und die Zucht von sechs Fahrtausenden leuchtend verschwendet wird für wesenlose Zwecke; schnell verrauscht in ein paar kurzen Sahrhunderten abendländischen Ruhms. Gemeine begleiten den Opferbrand mit ihrer Schmähung. Kluge wenden sich ab in oft gerechtem Unwillen. Edle liehen schaudernd ergriffen vor einem tragischen Schauspiel." Sn demselben Berlage wie das Buch von Lessing erschien von Hans Havemann „Der polare M e n s ch " 4), eine Reihe philosophischer Versuche, die Urprobleme vom Gesichtspunkt der Polarität zu betrachten. Ein ernst zu nehmendes Buch, das zu eigenem Denken anregt. Die polaren Gestalten sind: „Mörder und Bruder", „Sünglinge und Mädchen", „Vater und Lohn", „Dichter und Entmensch", „Mann und Weib", „Vrudermensch und Herrenmensch", „Fatalist und Gegenwollender", „Mensch und Gott"; daran reihen sich im zweiten Teil polare Gespräche: „Entschiedenheit, nicht Skepsis", „Gegenwille", „Sinn und Zerrbild", „Gegenwille und Fürwille", „Werk und Selbst", „Gegenspiel und Beispiel", „Willensvermeinung und Wille zur Macht". , Ein drittes Buch desselben Berlages trägt den Eitel: „Greifet, schleifet, lasset los"^). Ein hizarres, expressionistisches, wenn nicht dadaistisches Gestammel. Vielleicht gärender Most, aus dem sich einmal ein genießbarer Wein entwickelt. Als ein klassiches Werk auf dem Gebiet der Völkerkunde ist Felix von Lus ch ans „Völker, Bassen, Sprachen" betiteltes Werk anzusprechen "Ä. Der Verfasser, Direktor des Berliner Museums für Völkerkunde, ausgezeichnet durch feine aufhellenden Arbeiten über Anthropologie, ein Mann der strengsten Wissenschaft, behandelt in diesem grundlegenden Werke alle mit der Bassenfrage zusammenhängenden Probleme „niemand zu Leide und niemand zu Liebe, sondern mit aller nur möglichen Objektivität". Da aber in der modernen, von Leidenschaften aufgepeischten und zerrissenen Zeit, Insbesondere in unserem aus tausend Wunden blutenden Deutschland die Bassenfrage wie kaum eine andere den Vorwand zu völkischem Ehauvinismus, zur gesellschaftlichen Verhetzung den Vorwand abgeben muß, wird dieses äußerst wissenschaftliche Buch zu ehern „Führer der Srrenden" Es klärt den ganzen schwierigen und verwickelten Komplex aller mit der Bassenfrage zusammenhängenden Probleme. Sn der grundlegenden Einleitung führt der Verfasser in die großen strittigen Probleme seiner Wissenschaff' ein, führt den Leser über Australien» Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien nach Europa und erörtert nach diesen geographischen Gesichtspunkten die wichtigsten archäologischen, paläographischen, geologischen und sprachwissenschaftlichen Fragen. Von einer arischen Basse zu reden, findet er wissenschaftlich unzulässig; namentlich wendet er sich gegen den aus völkischen Motiven geprägten Gegensatz von „arisch" und „jüdisch". Von Ehamberlains „Grundlagen" sagt Luschan, daß er ihnen „nur insoweit zustimme, als der Verfasser sich selbst 4) Hans Havemann, der polare Mensch, Gestalten und Gespräche, 1923. Wolf Albrecht Adam Verlag, Hannover. 8. III 5. 5) Greifet, schleifet, lasset los. Gin Wechfelreigen> von Ludwig Bachr, mit Zeichnungen des Verfassers. 1922. 8. 58 5. 6) Völker, Vossen, Sprachen von Zelix v. Luschan. 1922. Wcltverlag Berlin 8. VIII und 192 Seiten mit Titelbildern, 8 Textbildern und 18 phot. Tafeln. als Laien und Dilettanten bezeichnet". Ueber die Bassenreinheit der Süden stellt er fest:,» Sowenig als es eine indogermanische oder „arische" Basse gibt, sdwenig gibt es eine jüdische. .. die Süden treten ... als ein Mischvolk in die Geschichte ein, und sie haben seicher nie aufgehört, stch mit ihren jeweiligen Bachbarn und „Wirtsvölkern" zu vermischen. . . Wer Augen hat, braucht sich doch wahrlich nur irgendwo einige Dutzend Süden anzusehen, um wahrzunehmen, wie viele ganz heterogene Tgpen, blonde und brünette, kurz- und langköpfige, breit- und sckmalgesichtige, groß- und kleinnasige unter ihnen vertreten sind.An der Tatsache also, daß unter den Süden, wo immer sie leben, sich ein großer, oft überraschend großer Prozentsatz von Leuten findet, die mehr oder weniger stark an Tgpen aus ihrem „Wirtsvolk" angenähert sind, ist ein Zweifel nicht möglich; das tritt ganz besonders bei den spanischen und an den russischen Süden hervor; wird aber auch an den englischen und deutschen Süden immer und immer wieder beobachtet". — Die wissenschaftlichen Resultate seiner Forschung faßt Luschan am Schlüsse in „10 Werken" zusammen, die in ihrer lapidaren Monumentalität und ihrem Bruch mit allen nationalistischen Vorurteilen an die Bibel erinnern. Die Hauptsätze lauten: „Die gesamte Mens ch heit besteht nur aus einer einzigen Spezies: Homo sapiens". „Es gibt keine „wilden" Völker, es gibt nur Volker mit einer anderen Kultur als die unsere". „Die trennenden Eigenschaften der sogenannten „Bassen" sind im W e s e n t l ich e n d u r ch k limatische, sozialen ndandereZaktoren der Umwelt entstände n". „Es gibt keine an sich minderwertigen Basse n". „E s g i b 1 i n jeder Basse einzelne minderwertige Sndividue n". „DerUnterschiedzwisch enden verschiedenen Nassen ist, besonders was die moralischen Eigenschaften und die Sntelligenzangeht, nichtentferntsogroß alsderzwischeneinzelnenSndividuenein und derselben Basse. Mit der intuitiven Schöpferkraft eines Dichters gestaltet MaxBrod in dem Bekenntnisbuch: Heidentum, Ehriftentum, Sudentum fein religiöses Weltbild "?). Auf der Flucht vor dem Belativismus unserer Zeit, klammert sich der Wahrheitssucher Brod an sein Sudentum als den Halt im Absoluten. Damit das Sudentum Brod'sche Lebensrechtfertigung sei, wird es dahin gedeutet, daß sein Wesen dem Brod'schen Wahrheitserlebnis adäquat ist. So kommt er dazu, in Einseitigkeit seiner Konzeption einem Spengler, Marx, Freud vergleichbar, ein theologisches Sgstem zu errichten, in dem Ehristentum, Heidentum, Sudentum jedes an seinen gebührenden Platz gerückt werden und ihre welldas ist gotles-geschichtliche Bedeutung erhallen. Das Sudentum aber, das größte unter ihnen, wird — tragische Sronie! — von denen, denen zum Heil es gesandt ist, verkannt, verlacht! — Der Größe der Vorgesetzten Aufgabe entspricht die Meisterschaft der Behandlung. Die Fülle neuer Gedanken, der Reichtum an Einblicken und Ausblicken, die packende Einfachheit des Stils, die Klarheit und Geschmeidigkeit in der Darlegung schwierigster philosophischer Gedankenfolgen, geben dem Werke seinen einzigartigen Wert und machen es zu einer anregenden und ergreifenden Lektüre. Weniger einwandfrei ist der systematische Aufbau, der es schwer macht, mit wenigen Lätzen den wesentlichen Snhalt des Buches zu skizzieren. Bon dem nirgends ausgesprochenen, aber mit logischer Botwendigkeit stillschweigend vorausgesetzten eudämonistischen Gedanken ausgehend, daß Unglücksüberwindung der Zweck des Lebens und Religion ein Mittel in diesem Kampfe sei, unterscheidet Brod zwei Unglückskategorien, das edle und unedle, das notwendige und nicht notwendige; das erstere von Gott verhängt und nur durch seine Gnade abwendbar wie Tod und persönliches Versagen, das andere das von Menschen einander zugefügte, auf schlechter sozialer Ordnung beruhende und behebbare wie Armut, Krieg, Unterdrückung. An ihrer Einstellung zu diesen beiden Arten Unglück scheiden sich die möglichen Lebenshaltungen und Beligionsformen: Die christliche, diesseitsverneinende, welche alles Unglück als edles, unabwendbares auffaßt, das nur durch die gött- 7) Max Brod, Heidentum, Thristentum, Oudentum. Ein Vekenntnisbuch. 2 Bände. Kurt Wolff Verlag München 1921. 8. Z19 u. 580 Leiten. liche un Glauben an Lhchti Opfertsd jedem Mnfchen gleichmäßig zugängliche Gnade überwunden werben kann; die heidnische, dresseitsbejahende, das Göttliche nur m der Diesfeitsfortfetzung erblickende, welcher alles Unglück unedles, überwindbares ist. deren höchstes sittliches Prinzip der auf der Annahme schrankenloser menschlicher Freiheit fundierte Fortschritt zur Erlösung auf Erden. Aus Ehristentum und Heidentum ward das Amalgam der Moderne, da das Ehristentum sich — Dante und Kierkegaard untreu — mehr und mehr entjudet, auf sei«n Himmel zurückzieht und nun dem heidnischen Prinzip die Welt zu Mord und Raub überläßt. Und endlich diejüdische Einstellung: Mit aller Schärfe wird die Sdentifizierung des Sudentums mit der Fortschrittsidee, der bloßen Diesseitsumformung abgelehnt. Auch Brod gesteht, früher von der irrigen Auffassung ausgegangen zu fein, als kenne das Sudentum nur unedles Unglück, nur soziales Leid und setze dem Menschen die Aufgabe der Ueberwindung des Leids als göttliches Endziel. Sn Wahrheit sei aber einzig das Sudentum gerade die Religion, die beiden Arten von Unglück ihren richtigen Platz in der Welt anweise. Freiheit und Vervollkommnungspflicht im Bereich des unedlen, menschlichen Unglücks und in diesem Bereich Streben nach der Zeit des Messias, da die Schwerter umgeschmiedet werden zu Pflugscharen. Demut aber und Harren auf die göttliche individuelle — im Gegensatz zur christlichen Verallgemeinerungs-Gnade im Bezirk des edlen Leids. Das Gute tun, nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Liebe, beseligt von göttlicher Begnadung. So entsteht wohl ein Paradoxon, unlösbar dem Logiker und Rationalisten, ein Zwiespalt, zwischen Tat und Ergebung, Pflicht und Begnadung, da tätiges Eingreifen die Haltung des unedlen, abwartende Einsamkeit die des edlen Unglücks ist. Die Unvereinbarkeit des Zusammengehörigen wird so zum tragischen Lebensproblem, das doch so leicht in der Realität des wirklichen, des gelebten Lebens, vor allem des wahrhaft jüdischen Lebens, des jüdischen Heiligkeitslebens überwunden wird und so Zeugnis von der Existenz Gottes ablegt, dessen Gnade im Diesseitslvunder das Unfaßbare geschehen läßt und das Unvereinbare eint. Das Sudentum als die Religion des Diesseitswunders wird versinnbildlicht an der Legende des Simon bar Sochai, der zwölf Sahre in der Einsamkeit der Höhle seine Seele vervollkommnete, so daß er, der allzu Heilige, Unweltiicye, zu den Menschen zurückgekehrt, nur Unheil verbreitete. Aber da er nochmals in der Höhle zwölf Monde faß und sann und dann wieder unter die Menschen ging, da wußte er zu heilen und sprach zu seinem Sohne: „Siehe, da un$ nun ein Wunder geschehen ist, will ich eine gute Einrichtung treffen". Und er baute Bäder und verbesserte das Münzwesen. Diese Lebensbejahung, nicht in der heidnischen Naivität, sondern aus dem Erlebnis des Göttlichen, ist das Diesseitswunder, das seinen sinnfälligsten Ausdruck im menschlichen Leben an dem Geschehnis der Liebe findet. Sm Liede der Lieder, das Brod in neuer Uebertragung seiner Werke einfügt, findet das Diesfeitswunder seinen konkretesten Ausdruck; so war die Aufnahme des Liedes in dest biblischen Kanon der gottnächste Augenblick der Weltgeschichte. Daß das Buch in einer Rechtfertigung der kulturzionistifchen Einstellung des Verfassers ausklingt, ist bei dem durchaus subjektiven Eharakter des Ganzen nicht verwunderlich. Man kann die ganze Konzeption nur annehmen oder verwerfen. Es hat keinen Zweck, im Einzelnen zu rechten, und etwa zu rügen, daß des Buddhismus mit keinem Worte gedacht wird, daß die Auffassung des Heidentums den Gedanken der griechischen Tragödie, der unentrinnbaren Moira nicht berücksichtigt, oder daß sein jüdischer Ehauvinismus den nicht durch allzu große Sachkenntnis getrübten Dichter das Ehristentum nur in der ihm passenden Verzerrung sehen läßt. Daß sich für die Brodsche Auffassung vom Sudentum in dem unermeßlichen Reichtum der jüdischen Literatur Belege finden lassen, wie für jede erdenkliche andere, ist selbstverständlich. Wie bei all derartigen gewaltsamen Sgnthesen, wird nur das Passende herangeholt, das Widersprechende aber übergangen, wo es sich nicht etwa, zur Stütze der These, leicht widerlegen läßt. Daß dabei aber offenbare Verdrehungen Vorkommen, wie die Uebersetzung des Schema Sisroel: „Du wirst lieben", um das unbequeme: „Du sollst" wegzueskamotieren, ist schon bedauerlicher. Auch der gehässige Ton, in dem Brod häufig von den Vertretern anderer Auffassungen des Sudentums spricht, ohne sich auch nur paf fab-T^räum erei Von Soseph Kaufmann, Berlin-Weißensee. Wir hatten einen angeregten, wohlverlaufenen Lederabend verlebt. Es war nicht bei den vorgefchriebenen vier Bechern verblieben, ihnen hatten sich während der Mahlzeit noch einige weitere zugesellt. Als wir auseinander gingen, war die Mitte der Nacht weit überschritten. Am nächsten Morgen wurde mir das Aufstehen sehr schwer, aber ich raffle mich auf, um rechtzeitig zum Gottesdienste zu kommen. — Das Gemeindelied nahte sich seinem Ende, schon stand der beliebte Prediger auf der Kanzel, erwartungsvoll schauten die dichtgescharten Andächtigen zu ihm auf. Sn der kurzen Pause zwischen Lied und Bede durchzuckte mich der Gedanke: Sind es die vier Becher, von denen er heute sprechen wird, oder hat er sich die vier Söhne zum Text gewählt? Mehr als 50 Sahre höre ich ja fast alljährlich eine dieser beiden Predigten, der Gedanke, daß ein anderes Thema gewählt sein könne, kam mir nicht in den Sinn. Die Einleitung ließ aber doch etwas Neues» Ungewohntes, Ueberraschendes erwarten. Vom Heranbrausen des Frühlings und dem Beuerwachen der Natur, von bevorstehenden glücklicheren Zeiten klang und sang es. Meine Spannung stieg, mit andächtiger Aufmerksamkeit lauschte ich den schönen Worten. Wenn mich die vielen strahlenden Lichter rings um die Kanzel nur nicht so störend blenden würden! Einen Augenblick muß ich dadurch wohl abgelenkt worden sein, plötzlich vernehme ich die mir so wohlbekannten Worte: hozessi — ich habe herausgeführt, hizalli — ich habe errettet, goalti — ich habe befreit, lokachti — ich habe genommen. Also die Vecherpredigt! — Hozessi! Wann habe ich wohl zum ersten Male diese Predigt gehört? War es nicht als kleiner Knabe in der alten Sgnagoge meiner Heimatstadt? Sch sitze neben unserm verehrten greisen Lehrer, er wendet sich zu mir, den langen, grauen Bart mit der rechten Hand streichend, mit der linken zeigt er auf eine Stelle seines Pentateuchs mnd flüstert mir zu: die Predigt vermagst du schwerlich zu verstehen, nenne mir lieber die Stammworte von hozessi, hiz'alii. Alter guter Lehrer! Dein Linnen und Trachten war es, uns Sungen die' Verwickelungen der hebräischen Grammatik, die Geheimnisse der Zeitwörter P. I. und P. N. und mancher anderer klar zu machen. Wenn wir dein Steckenpferd ohne Anstoß ritten, dann glitt ein zufriedenes Lächeln über dein gefurchtes und doch so freundliches Antlitz. Wenn nur die Lichter nicht so glitzern würden, ich muß die Brille abnehmen, um die Blendung zu mildern. Seltsam! Das ist ja aber gar nicht der alte Lehrer, das bist du ja lieber, alter Onkel, mit dem laugen weißen Barte. Die glänzenden Bäume des neuen Gotteshauses dehnen sich um uns, auf der Kanzel steht der neue Rabbiner, der nach heißem Wahlkampf heute zum ersten Male von den vier Bechern erzählt. Hizalii, goalti! Der Alte neben mir lächelt und spricht: damit bin ich gemeint, ich habe dich gerettet und befreit, als ich dich hinderte, deinem jähen <)orn zu folgen und den Schlag zu erwidern, den ein Bube gegen dich geführt. Nun bricht auch noch ein Sonnenstrahl durch ein Fenster neben der heiligen Lade; er fällt auf die blanke Messingkugel eines Kandelabers, ich muß die Augen schließen, der Glanz, das Gleißen sind unerträglich! •Lokachti! Sch sitze neben dem Großvater meiner Frau. Zum ersten Male feiern wir das Passah in ihrer Heimat, brachten unseren Knaben zu seinen Großeltern und Urahnen. Lokachti! Sch habe sie genommen, sie ward meine geliebte, treue Gefährtin in guten und bösen Tagen;