Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 3 (1923)
- Issue
- 11 (16.3.1923)
- Date
- 1923-03-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Tein. ‘Dies aber ist feie £rä£ik einer Sudevheit, wie wir sie vorfanden und noch vorfinden. Das Judentum ist immer Bewegung gewesen, denn immer strömte es Leben aus und immer wurde es bekämpft. Eine gewisse Linie in seiner Geschichte läßt sogar erkennen, daß seine innere Kraft und sein schöpferischer Geist dann besonders erstarkten, wenn die Wogen des Hasses mit erhöhter Gewalt ihm entgegenschlugen. Die einzigartige Tatsache, wie eine Gemeinschaft, trotz schlimmster Leiden, Verfolgungen und Verleumdungen, wovon kein Abschnitt ihrer Geschichte sich frei weih» durch die Jahrtausende nicht nur sich erhielt, sondern lebte und wirkte, muh auch von dem, der selbst diesen Urquell des Lebens nicht in sich zu fühlen glaubt, als ein überwältigendes Zeugnis für ihre innere Erneuerungs- und Ewigkeitskraft anerkannt werden. Mochten auch Hah und Wut zu den furchtbarsten Mitteln greifen — der Strom des Lebens versiegle nie, und die schmachtende Seele wühle stets, wo frische Labung, wo neue Kraft zu finden ist. Wie klein ist das uns heute zugefügte Unrecht und Leid — ich spreche hier nur von der deutschen Sudenheit — im Vergleich zu den Leiden unserer Vorfahren. Und doch — wie schwach ist die eigene Kraft und das Selbstbewuhtsein der Generation, die uns gebar, selbst diesem kleinen Leid gegenüberl Warum zeigt sich gerade hier eine Mattigkeit und Hilflosigkeit, die oft ob ihrer grotesken Wirkung die Tragik fast vergessen läßt? Sesaja sagt einmal: „Denn nicht der Tod lobt dich, und nicht die in die Grube sinken. Der Lebende, der Lebende, er preiset dich, wie ich heute; der Vater tut den Kindern deine Treue kund." Hier wird uns der Urquell unserer Lebenskraft offenbart, in wenig Worten enthüllt sich uns das Geheimnis jüdischen Ewigkeitsbestandes. „Der Vater tut den Kindern deine Treue kund." — Und nun mag ein jeder einen Augenblick versuchen, diesen Satz in Beziehung zum eigenen Sch zu bringen. — Wir wollen nicht klagen, sondern aufbauen. Lines aber ist sicher: unsere Väter hätten es leichter als wir gehabt, Treue zu bewahren; denn ihnen floh von ihren Vätern jener Urquell doch noch reich genug, um daraus zu schöpfen. Aber sie haben das Lrbe zu gering geschätzt, als daß sie es in uns lebendig erhalten konnten, es fehlt ein Faden im Bande der Treue, und was heute in der Sugend lebt, ist neu erworbenes Gut, dessen Saat gestreut zu haben nicht der Ruhm der Väter ist. Die Jahrzehnte vor dem Kriege, also die Lntwicklungsperiode der Generation, von welcher hier die Rede ist, boten auf keiner Seite bedeutenden Anlah zu intensiver oder extensiver Kraftentfaltung und Bewegung. Ls war, wenigstens nach auhen hin» im freien Spiel der Kräfte, eine Seit der Ruhe und Zufriedenheit, ohne Brennpunkte geschichtlichen Wirkens und Werdens. Der Antisemitismus schwieg nicht, wie er nie geschwiegen hatte, doch trat er nicht besonders hervor; die Sudenheit andererseits zog ruhig und gelassen, schwunglos und gleichförmig, die nun einmal vorgezeichnete Strahe. Die religiöse Gesinnung ward in den jährlich aufgesuchten großen Gottesdiensten mit den beifällig aufgenommenen Kanzelreden verbürgt, wohl auch durch selbstverständliche Werke der Wohltätigkeit kundgetan, die Lgnthese Deutschtum—Sudentum konservierte und zentralisierte man in einem Verein selbstzufriedener Staatsbürger im übrigen forderten des Tages Last und Mühe den ganzen Menschen. Sn diese allseitige Ruhe und Bewegungslogsikeit schlugen die Lreignisse des letzten Jahrzehnts plötzlich eine Bresche. Die Süden erfüllten mit Selbstverständlichkeit und ohne viel Worte die Pflicht gegen das Vaterland, zogen aber eine falsche Folgerung aus dieser an Gut- und Blutopfern reichen Seit, wenn sie die Hoffnung daran knüpften, dah die gleiche opferfreudige Hingabe an das gemeinsame Vaterland alle Abneigung und allen Hah endlich zum Schweigen bringen und völlige Ruhe und Frieden herbeiführen würden. Ls kam ganz anders» und auch bei siegreichem Kriegsausgang wäre es anders gekommen, denn abgesehen davon, dah der Antisemitismus nicht von heute oder gestern ist, gibt es im Leben vielleicht überhaupt keine absolute Güte oder Rächstenliebe und keinen Gottesfrieden. Sollten wir darob verzweifeln? — Sm Gegenteil, unser inbrünstigstes Gebet sollte lauten: Herr» alles gib mir, nur nicht Ruhe. Diese spar' mir bis zum Grabe aufl — Der Kampf mit einem stark erregten Antisemitismus muhte aufgenommen werdtzn. Doch die Alten sehen in der erhöhten Gereiztheit des Gegners nicht so sehr eine Folge der allgemeinen Hochspannung, als vielmehr vor allen Dingen ein Element, das ihnen widerrechtlich ihre Ruhe und Zufriedenheit raubt. Sene Süden, die für ein eigenes Volkstum eintreten, glauben auch in diesen Lreignissen eine Rechtfertigung ihrer Forderung zu sehen, steuern aber im übrigen, ohne nach rechts oder links zu blicken, nur mit positivem Willen ausgerüstet, ihrem Siel entgegen. Lin echtes Kind antisemitischer Hochflut ist jenes kuriose Lxtrem, dem sein Deutschtum angeblich so vollprozentig in den Adern rollt, dah ihm für sein Sudentum kein Prozentsatz mehr übrig bleibt. Wir wollen hier weder auf jene Bewegung eingehen, diemnserer Ansicht nach auf Grundirrtümern beruht, deren Lebenskraft wir aber nicht mehr leugnen können, noch uns bei lächerlichen und auch quantitativ bedeutungslosen Lxtremen aufhalten. Uns erscheint der Abwehrkampf gerade der Sudenheit so tragikomisch,' die gleich uns politisch auf dem Boden der Lgnthese steht, von der uns aber das Line trennt, dah wir weder unserm Deutschtum zuliebe, noch dem Antisemitismus zuleide, Süden sind, sondern um des Sudentums, also um unserer selbst willen. Die Quelle der Kraft flieht nur schwach. Mail ruft die Organisation auf den Plan, damit sie die Ruhe wiederherstelle. Dazu hat man sie gegründet und dafür bezahlt man sie ja. Doch die wenigsten sind sich darüber klar, dah jede Organisation starke Kräfte hinter sich wissen muh. Man nimmt die Geschichte zu Hilfe und ruft die Theologen an die Front. So höret doch diesen Mannl Lr wird euch einen glänzend aufgebauten Vortrag über „Sudentum und Staat" hallen. Lr wird euch schlagend beweisen, dah, einem unserer wertvollsten Schriftworte entsprechend, die Welt nach unserer Anschauung auf Wahrheit, Recht und Frieden ruht, dah all' diese drei Begriffe die allerengste Verknüpfung mit dem jeweiligen Staatswesen voraussetzen, dah schon die Propheten fordern, dem Staate, dem man angehört, mit ganzem Herzen zu dienen, dah Umsturz- oder Staatserneuerungsgedanken dem Sudentum stets fremde Begriffe waren, dah wir gemäh allen geschichtlichen Quellen die friedfertigsten Menschen von der Welt sind, und dah ihr nur aufmerken mühtet, um unfern Ruf, ähnlich dem des Razareners, zu hören: Kommet her zu mir alle, die ihr feindselig und von Hah erfüllt seid, ich will euch versöhnen. — Sene aber bleiben verstockt, sie wollen es nicht glauben, ja, es ist. wirklich zum Verzweifeln, dah man als Sude niemals seine Ruhe finden kann. Und an die Stelle der unhaltbar gewordenen Gleichgültigkeit tritt plötzlich ein sich selbst abgezwungener, künstlicher Stolz, der um so lauter ausposaunt wird, je weniger er auf innerer Wahrhaftigkeit beruht. Und die Tragikomödie wird zur Posse. Wenn unsere Sugend der Generation» der sie entsproh, etwas zu sagen hat, so ist es dies: Lernet aus dieser Seit! Den alten und ewig jungen Urquell unserer Kraft werden wir selbst neu beleben. Was wir von euch fordern, ist nur ein ganz geringes Pflichtopfer gegenüber dem Gut, das euch so gering erschien. Shr sollt nur die materielle Stütze bieten, die — wie hier vor kurzem allzuwahr bemerkt wurde — gerade wegen eurer Stagnation und stark materialistischen Einstellung heute schwankender dastehl als irgendwann. Aber gebraucht keine Ausreden. Weist ihr entrüstet darauf hin, wieviel Gelder von anderer Seite in den Palästinafonds fliehen, so zeigt ihr damit nur, wie sehr es euch an positivem Willen fehlt. Wenn die grohen jüdischen Snstitutionen der Wohlfahrt in ihrem Bestände gefährdet sind, wenn die Organisationen des Aufbaus und der Abwehr kaum noch fähig find, den Kampf um eure Ehre zu führen, und wenn — was das Allerschlimmste ist — die geistigen Führer und Stützen, der Rabbiner-, Lehrer- und Beamtenstand, mehr und mehr vor dem völligen wirtschaftlichen Ruin stehen, sodah schon der größte Heroismus dazu gehört, eine solche Laufbahn überhaupt zu beschreiten —, dann sind alle Ausflüchte, mögen sie nun „Rot der Seit" oder sonstwie lauten, nichtig und schamlos. „Sie eilen dem Unheillag entgegen, und mit ihrem Stillsitzen bringen sie das Unglück heran." So sagt der Prophet Amos von den Sorglosen in Samaria. Soll die Geschichte nicht über euch einst ein ähnliches Urteil fällen, dann verschlieht euren Blick nicht dem Gebot der Stunde. Die Bibel, dieses uralte und immer moderne Buch, erzählt einmal von David, dah er» im Kampf mit den Philistern, Durst bekam und drei seiner Helden nach Bethlehem ins feindliche Lager schickte, um ihm Wasser zu holen. Sie brachten es ihm, doch er vermochte es nicht zu trinken, es war ihm wie das Blut dieser Männer, denn unter Lebensgefahr hatten sie es ihm geholt. Shr sollt ja nur eure Pflicht erfüllen und aus dem Füllhorn eures Reichtums depen geben, die darben, hungern und ermüden. Shr dürft nicht vom Blute derer zehren, die für euch arbeiteten und kämpften, deren Kraft aber zu wanken droht. Sn diesen Blättern war von einer zu gründenden „Gesellschaft für religiösen Pazifismus" die Rede. Der Gedanke ist schön und edel, doch wollen wir nicht zunächst den Urquell der Kraft in uns selber recht lebendig gestalten, um der Zukunft eine Grundlage zu geben? Wollen wir nicht erst einmal eine Gesellschaft zur Lrneuerung der Kraft in uns gründen? Aber ganz still, ohne große Worte, mache sich jeder innerlich zum Mitglied. Schreiben wir die Statuten nicht auf Papier, sondern in unsere herzen. Um so eher werden sie in uns lebendig sein, wenn es gilt, sie anzuwenden — sei es zum Aufbau oder zur Abwehr. Aus Schrifttum und Literatur Jüus Bibel und Schrifttum. Bon Robert Hirschfeld, Berlin. (Fortsetzung aus Ar. 44 vom 3. November 1922.) Der Bericht über die große Flut, die schon wiederholt berührt ist, geht zweifellos auf babylonische Vorbilder zurück. Die Uebereinstimmung mit diesen ist äußerlich so klar, daß keinerlei Bedenken bestehen können, sie als solche zu bezeichnen. Ls ist aber auch schon darauf hingewiesen worden, wie die Lthik des biblischen Berichts weit über die des Vorbildes hinausgewachsen ist. hier ist es der gerechte und gute Gott, der das Böse vernichtet und das Gute unter allen Umständen erhallen will. Dies ist wohl der Sinn des Bundes, der mit Noah und allen Menschen geschlossen wird. Zugleich werden in diesem Bunde gewisse Grundgesetze der Kultur gegeben, die im späteren jüdischen Schrifttum als die sieben noachidischen Gesetze bezeichnet werden. Ls scheint, als ob man darauf Wert gelegt habe, den Fortschritt von der Pflanzenzur Fleischnahrung zu sanktionieren, obgleich es scheint, als ob die Ernährung durch Pflanzen als die ursprüngliche, als die bessere angesehen wurde. Kap. 9 Vers 18—27. Ls waren aber die Löhne Roahs, die aus dem Kasten gingen,. Sem und Ham und Saphet, Ham aber K der Vater Kanaans. Dtzse drei waren die Söhne Roahs, und mit ihnen beginnt die Spaltung der Menschheit. Und Noah, der Landmänn» war der erste, der einen Weinberg pflanzte. Und als er von dem Weine trank, wurde er trunken und lag entblößt in seinem Zelte. Als nun Ham, der Vater des Kanaan, die Blöße seines Vaters sah, sagte er es zu seinen beiden Brüdern draußen. Da nahmen Sem und Saphet das Obergewand, legten es beide auf ihre Schultern, gingen rückwärts und deckten die Blöße ihres Vaters zu, so daß sie bei rückwärts gewandtem Gesicht die Blöße ihres Vaters nicht sahen. Als aber Roah von seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn angetan hatte, da sprach er: Verflucht sei Kanaan: er sei Knecht, der Knecht seiner Brüherl Dann sprach er: Gepriesen sei Sahwe, der Gott Sems, aber Kanaan soll sein Knecht seinl Weiten Raum schaffe Gott für Saphet, und er wohne in den Zelten Sems, aber Kanaan soll sein Knecht sein. Diese Erzählung zeigt deutlich, daß hier nicht Ham, sondern Kanaan als der dritte Sohn Roahs angesehen wird. Sie will augenscheinlich die niedrige Stellung der Kanaaniter und ihre Abhängigkeit von den Ssraeliten und einem anderen Volke (Phönizier?) begründen. Merkwürdigerweise wird diese Erzählung im Unterricht meist übergangen, obwohl sie recht geeignet ist, auf die Ehrfurcht hinzuweisen, die die Eltern bei unfern Vorfahren genossen Haben. Kap. 10. Die in diesem Kapitel enthaltene Völkertafel führt als Nachkommen Noahs seine Söhne Saphet, Ham, Sem und die von ihnen abstammenden Menschen oder Völker an. Die in ihr erwähnten Völker sind nicht alle nach unsern Kenntnissen fest bestimmbar und das Kapitel birgt eine Menge interessanter» noch nicht gelöster Fragen, es scheint aber, als ob es sich nur um Völker handelt, die um das Mittelmeer herum wohnen. Der Gesichtskreis des Schriftstellers reicht nicht weit über die Grenzen des assyrischen Reiches in seiner größten Ausdehnung hinaus. Das spätere jüdische Schrifttum bezeichnet diese Völkertafel und die in Kapitel 5 als einen richtigen Beweis für die Einheit des Menschengeschlechtes. Auch Kautzsch sagt in seiner Erklärung: „Shre Bedeutung liegt nicht bloß in ihrem vielfachen Wert als geographische und geschichtliche Urkunde, sondern vor allem in der Ausdrücklichkeit, mit der die gesamte Erdbevölkerung auf die drei Söhne eil^es Vaters zurückgeführt, somit die Sdee der Menschheit als einer Einheit zur Geltung gebracht wird." Aus dem Midrasch: Als Noah die Arche verlassen hatte, und anfing, den Boden zu bebauen, gesellte sich der Satan zu ihm, er brachte ihm eine Weinpflanze und empfahl ihm, sie zu pflegen. Auf seinen Rät tat Roah auf die Wurzeln der jungen Pflanze Blut vom Löwen, vom Schaf und vom Schwein. Als er dann von dem Wein getrunken hatte, fühlte er zuerst den Mur und die Stärke eines Löwen, dann benahm er sich so dumm wie ein Schaf und zuletzt wälzte er sich auf der Erde wie ein Schwein. AusdemTalmud Pefsachim, Fol. 108b. Sn der Mischna wird verordnet, daß jeder am Pessachabend verpflichtet ist, vier Becher Wein zu trinken. Genaueres führt die Gemara in folgendem aus: Mischna: Am Vorabend des Pessachfestes, kurz vor dem Rachmittaggebet, darf man biH zur Dunkelheit nicht mehr essen. Selbst der Aermste unter den Ssraeliten darf nicht essen, ohne sich Hpzulehnen» ferner muß man ihm mindestens vier Becher Wein einschenken, selbst wenn er aus dem Armenkessel empfängt. Gemara. Die Rabbanan lehrten: Alle sind zu diese» vier Bechern verpflichtet, Männer, Frauen und Kinder. R. Sehuda sprach: Welchen Genuß haben Kinder vom Wein, vielmehr verteile man an sie am Vorabend.des Pessachfestes geröstete Aehren und Rüste, damit sie nicht einschlafen und fragen sollen, warum an diesem Abend alles anders ist, als an jedem anderen Abend. Man erzählt von R. Akiba, daß er am Vorabend des Pessachfestes an die Kinder geröstete Aehren und Rüste zu verteilen pflegte, damit sie nicht einschlafen und fragen, warum an diesem Abend alles anders ist, als an jedem anderen Abend. Es wird gelehrt: R. Elieser sagte: Man hasche am Pestachabend nach der Mazze, damit die Kinder nicht einschlafen. Es wird gelehrt: Man erzählt von R. Akiba, daß er nie gesagt habe, es sei Zeit, das Lehrhaus zu verlosten, sondern nur an den Vorabenden des Pessachfestes und des Versöhnungstages, am Vorabend des Pessachfestes, wegen der Kinder, damit sie nicht einschlafen, am Vorabend des Versöhnungstages, um die Kinder zum Esten zu ermahnen. Die Rabbanan sprachen: Es ist Pflicht, feine Kinder und Familienangehörigen am Fest zu erfreuen, denn es heißt: Du sollst an deinem Fest fröhlich sein. Womit soll man sie erfreuen? Mit Wein. R. Sehuda sprach: Männer mit dem, was sich für sie eignet, und Frauen mit dem, was sich für sie eignet. Männer mit dem, was sich für sie eignet, mit Wein, womit aber erfreut man die Frauen? R. Soseph sprach: Sn Babglonien mit bunten Gewändern, im Ssraelland mit gebleichten Leinengewändern. Es wird gelehrt: R. Sehuda b. Bethera sprach: Zur Zeit, da noch der Tempel bestand, beging man die Festfreude mit dem Genuß von Fleisch, denn es heißt: Du sollst Friedensopfer schlachten und essen. Du sollst vor dem Herrn deinem Gotte fröhlich sein, jetzt aber, wo der Tempel nicht mehr besteht, begehe man die Festfreude nur mit Wein/denn es heißt: Der Wein erfreut des Menschen Herz.