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Jüdisch-liberale Zeitung · 1922-06-16 · 24 (16.6.1922) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
2 (1922)
Issue
24 (16.6.1922)
Date
1922-06-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Muflflofietii hevanzok Ts Iaffen fWj nicht alle simlnzkellm Verhältnisse der einzelnen Gemeinden WerjAen, aber im allgemeinen wird man sagen können, toft das System der Zuschläge zur staaMchen Einkommensteuer am gerechtesten N und den Vorzug verdient. Nur in einer Hinsicht ist ein Ausbau dieses Systemdurch die Gemeinde anzustreben. AuS durchsichtigen finanziellen Gründen berücksichtigt die staatliche Steuer die M)I der Familienmitglieder, insbesondere die Kinderzahl, nur in ganz mangelhafter Weise. Ts würde dem Geist des Judentums entsprechen, wenn die Gemeinden kinderreichen Familien durch weitgehende Erleichterungen entgeaenkommen würden. Zum Schluß sind den Leitsätzen noch einige Forderungen für die Organisation de- Liberalismus in den Gemeinden boigefügt. Daß alle Liberalen den Gemeindevereinen und Iugendvereinen Unterstützung gewähren, neue Vereine ins Leben rufen sollen, wo sie noch nicht bestehen, ist eine selbstverständliche Forderung. In der Praxis nicht so selbstverständlich und darum noch wichtiger ist die Forderung zielbewusster Vertretung der liberalen Grundsätze durch die liberalen Mitglieder der Gemeindekörperschaften. Es mutz aufhören, datz führende liberale Persönlichkeiten glauben, sobald sie in den Gemeindevorstand eintreten, mutzten sie über den Parteien stehen, neutral sein. Jede gesinnungsvolle Persönlichkeit kann nur durch Vertretung ihrer Auffassung vom Judentum für das Judentum und für die Gemeinde wirken. Zionistische oder orthodoxe Gemchndevorsteher sind von der Richtigkeit ihrer Anschauungen viel zu sehr überzeugt, als datz sie anders handeln könnten. Die Liberalen dürfen ihnen nicht nachstehen. Datz die Vereine ihre Zwecke tatkräftig tot verfolgen haben, ist wiederum selbstverstäMich. Wichtiger aber ist der allen Gemeinden gegebene Hinweis auf die große Bedeutung der bevorstehenden Wahlen zur Gosamtorganisation und deren rechtzeitige Vorbereitung. Dergl. die jüngst veröffentlichten Leitsätze in Nr. 15. IM—«■UUIM ,1».—- ■ i » Umschau. Die große Frnanzkonferenz in Paris hat mit einem lllein geendet. „Man spricht vergebens viel, um zu versagen" * . . Morgan und die übrigen Goldfürsten Amerikas wollen die grotze Anleihe nicht übernehmen, und vielleicht ist ihre Furcht echt. Der Weg Über die Atlantis könnte gefährlich^ werden als Krösus Zug über den Halhs. Die „Blüten träume" reifen eben niemals ohne Enttäuschungen. Ein böser Frost, der noch dazu ganz unerwartet kam, hat setzt die hoffnungsvollen Pflanzungen der deutschen Iudercheit betroffen. Die gestrengen Herren, welche ihre Organisationsbestrebungen hätten vernichten können, regieren zwar nicht mehr. Aber siehe da. der Geist der Uneinigkeit in der eigenen Mitte und nicht nur die Schwerkraft des Staates haben den sehnsüchtig erwarteten Abschluß weit verschoben und die zum Hochflug gespannten Flügel matt und müde sinken lassen. Man kehrt zum längst überwundenen PartikulavrsmuS zurück und die Gemeinde Berlin beschert uns über Nacht einen Preutzentag, der selbst bei günstigem Ergebnis nur ein Rumpfparlament schaffen kann. So ist denn die echte Begeisterung des 28. Januar vom Jahre 1921 verpufft uttd ein wesentlicher Teil dev vom D- I. G. B. und seinen bewährten Leitern mit Hingabe geleisteten Arbeit war umsonst. Hier kann man wirklich mit Herrn Dr. Naumann fragen: »Siegt Berlin noch in Deutschland?" Wenn das deutsche Judentum leider wieder einmal seine Stunde verpatzt hat, so tut es doch wohl, im Kreise der durch Quertreibereien. „Hochschulring" und völkische Verhetzung merklich in der allgemeinen Achtung gesunkenen deutschen Studentenschaft den kraftvollen und gesunden Ruf nach Einigkeit, die Sehnsucht nach akademischem Frieden zu vernehmen. Ihre Tagung in Honnef bedeutet einen sichtbaren Schritt zur Versöhnung und Ertüchtigung mtfeter Akademiker. He in «ihrer Mehrheit sich für Freiheit und Recht entschieden und anstandslos die Vertreter Oesterreichs und der deutschjMfchen Gruppe in ihren BerfasiungScmSschutz delegiert haben. Möge eS auf diesem Woge und nicht nur in den Hallen der Wissenschaft weitergehen! Dämmert auch in Ungarn-diese Erkenntnis? Die dortigen, mit matzlosem antisewitischen Terror inszenierten Wahlen scheinen zu ungunslen der sattsam bekannte« Regierungspartei auSzufallen. Eine Reihe hetzerischer Minister ist glatt durchgefallen und die Aussichten der Demokraten und übrigen linken Gruppen sollen recht gute sein. Wir empfehlen der neuen Regierung die jüngste Programmerklärung der tschechischen Nachbarvepublik, deren Ministerpräsident Benesch im Prager Parlament am 30. Mai erllärt hat: „Die Verfassung der Republik und der in ihr herrschende Geist machen besondere Bestimmungen über di« Juden überflüssig." Sondergesetze in dieser Hinsicht fordert der Vatikan, dessen palästinensische Interessen, wie man zugeben mutz, bei einer Annahme des Mandatsentwurses geschmälert scheinen. Cr macht bei allen Landern seiner Machtsphäre Stimmung und hat wachsende Erfolge zu buchen. Nach Mexiko und Südamerika sollen sich fetzt Spanien und vielleicht auch Italien — vou Frankreich zu schweigen — den zionistischen Hoffnungen entgegenstellen. Wir haben me bezweifelt, datz die jüdischen Nationalisten politisches Verständnis uud Ginflutz erworben haben uttd geben ihnen auch gewisse Erfolge zu. Mer wir bitten unsere mächtigen Brüder, in einer Zeit, wo selbst im fernen Indien und halbasiatischen Rumänien schöne BekuMnrgen zur Rettung der dem Tode preisgegebenen russischen Juden sich regen, der Not der Stunde ganze Beachtung zu gewähren und das grotze und kleine Israel vor einer Katastrvphenpolitik zu bewahren. Sie könnte auch die „deutschen Siedelungen" bedrohen! Katastrophal und lächerlich sind in Sprache und Erscheinungen der Gegenwart manchmal verwandt. Das soll aber nur auf Herrn Arthur Trebitsch angewendel sein, der pünktlich wie die grotze Seeschlange austaucht und „fixe Ideen" bei sich feststem. Arthur ist ein Rasse-Phänomen, der auf dem „Entmischungswege" das Judentum in sich überwunden hat und um Anerkennung bittet. Mögen die Antisemiten ihm diesen Gefallen tun: er gehört wirklich zu ihnen! H a r o & On aller Kürze. Der Vorstand der Berliner jüdischen Gemeinde hat beschlossen, am 25. Juni eine Tagung der preußischen Äffchen Gemeinden nach Berlin emzubevufen. Dä die Begründung einer Gesamtorganisation der deutschen Juden zunächst auf starke Schwierigkeiten gesetzgeberischer Natur stötzt, wird erstrebt, die pveutzffchen Gemeinden zu einer geschlossenen Organisation zusammenzufühven. * * # Auf dem Bonner Bundestag des BerbandeS jüdischer „neutraler" Iugendvereme ist Fräulein Eova Berliner zur Vorsitzenden gewählt worden. Auf der Tagung wurde auch eine Resolution emgebracht. die ein entschiedenes Eingreifen für den Keren Hajessod fordert. — Der Verband hat feinen Namen bisher nicht geändert. * * * Die neue Jugendorganisation der nationaldeutfchen Juden heitzt Wandergilde. Ob dieser Name bei den Völkischen Gnade finden lvird? * * * Im russischen Bezirk Tscheljabinsk ist die Lage kritisch. Von der 1300 000 Personen zählenden Bevölkerung hungern 85 Prozent. Kannibalismus, Typhus und Cholera herrschen in grauenerregender Weise. * * * DSe SowseSatM W Mt, M Wt JWK ftt «fc arome unter dem Gowjetregime He der IudenmassaeveS im zaristischen Rußland west Lbertrifft. * * w Unter 11585 Immigranten. Me während der letzten Wochen über Quebec in Kanada eintvafen. waren nur 268 Juden. Die Zahl der jüdischen Einwanderer hat sich gegenüber der gleichen Zeitperiode des vergangenen IahveS stark vermindert. — Als wenn eS sich in Kanada nicht Mfctt ließe! * * * Vom Januar bis zum April dieses Jahres sind 8221 Juden in Palästina eingewandert. * * « Der König von HedschiaS hat He in London wellenve arabische Gesandtschaft mtt 8000 Pfund unterstützt. DaS Geld hierzu bezieht dieser Monarch von der englffchen Regierung. und so sieht man wieder, datz Großbritannien Juden und Mohammedaner gegeneinaicher ausfpbett. » * ♦ Auch der katholische ErzWchos von Beirut« Ist ta Rom eingetroffen und erklärte in einer Unterredung mit Pressevertretern, der Vatikan mache jetzt alle Anstrengungen. um eine Einigung der Kirchen aller Riten in Palästina und Syrien herbeizuführen. * * * Der katholische Patriarch in Jerusalem will bei feiner antiziomstischen Propagandatour durch Europa Paris. Berlin und Wien besuchen und m dortigen religiösen und politischen Kreisen gegen den Gedanken einer iüdischnationalen Heimstätte in Palästina Stimmung machen. Der 7. verbanüstag -er Mischen Lehrervereine am ö., S. und 7. Juni in Berlin. Nach mehr als achtjähriger Paust fand hier die Tagung de- LehrervevbandeS statt. @ie wird durch die Wichtigkeit der Beratung-sgegenstände, durch organisatorische Umstellung, sowie, durch die Neuwahl deS Vorstandes «ine der bedeut- Stcit Tagungen in der Geschichte deS Lehrerverdrmdes en. Am Nachmittage deS 5. Juni fand eine Vorstandssttzung statt. ES waren die Vorsitzenden bezw. deren Vertreter aus sämtlichen 17 angeschlosienen Bezirks-, Provinzivlunv Landesverbänden erschienen, darunter auf Beschluß des Vorstandes auch die letzten Vorsitzenden der in den abgetrennten Gebieten bestandenen und nunmehr ausgelöstm Vereine: Becker-Berlin für d«t Verein der jüdischen Lehrer in den Ostprovinzen, Mannhetm-Osterode für Westpreußen Und Stem-Berlin für Oberschlesien. — Die Vorsiandssttzung b«. schüfttgte sich mit intemen Verbandsangeleganheiten und deschloß die vom gesckästSführenLen Ausschuff« vorgeschlagen« Tagesordnung für die Tagung. — Am Abend fand in der Aula dev Knabenschule der Wischen Gemeind« alS stttnmMS> volle Einleitung zur Tagung eine Gedächtnisfeier sür di« im Weltkriege gefallenen VerbandSmitglieder, sowie für den verstorbenen Direktor Dr. Adler-Frankfurt a. M., den Ehrenvorsitzenden und langjährigen Leiter deS Verbandes, statt. Zu dieser Feier waren sämtliche hier bestehenden groß« Mi. scheu Organisationen, sowie der Vorstand und di« Repräsentanten der jüdischen Gemeind« geladen, und hatten Deettet« entsandt. Auch piele Gemeindemitglieder mtt ihren Damen waren erschienen, sodaß der Raum kaum die Teilnehmer fassen konnte. — Ein Duo für Flügel und Geige versetzt« durch die künstlerische Ausführung die Teilnehmer in weihevolle Stimmung. Fräulein Felde« sprach einen tiefempfundnen Prolog, gedicM vvn Sophie Jakobsohn, Oberkantor Klein sang in gewohnter M«st«rschaft .Sterben" von Nolff. worauf der BereinSvorsitzend«, Rektor Fröner-Hamburg, die Gedenk, rede für di« jungen Helden ans dem Lehrerstandhiüt. Mtt sichtbarer Bewegung gedachte er dieser Opfer der Weltkrieges aus unseren Reihen, welch« ihr an so schönen Hoffnungen reiches junges Leben für Deutschtum und Judentum gelassen hatten. In ehrfurchtsvoller Sttlst lauschten die Versammelten den ergreifenden Worten deS Redners, welcher besonderder die geborene llugenüreich. Ein Großstadtroman von OSkar Ion- Miltman. (10. Fortsetzung.) - Reuen Beziehern wird der bi-her veröffentlichte Teil des Romans gern nachgeliefert. Regina erwiderte, datz sie immer »schon etwas bö#u verdient habe und weiter Putz arbeiten wolle und „mein Mädel soll mir dabei helfen, denn der Junge geht noch ein Jahr in die Schule." „Dann sangen wir mit Ihrem Söhn an", empfahl der Chef mit gewohnter Entschlußkraft, den geben Sie mir ins Geschäft, wenn er vierzehn ist; er soll was ordentliches lernen! Ihre Tochter ist ja schon eine ganze Dame, aber ich kann sie leider nicht nehmen. Wie Sie wissen, haben wir kein weibliches Personal. Aber ich wäre dafür, datz sie sofort etwas Praktisches ergreift, und darum will ich mit einem Geschäftsfreunde vÄen." „Das ist viel mehr, werter Herr Sachs, als ich zu hoffen wagte", antwortete Regina, in ihrer Freude in den heimatlichen StA verfallend, der mit ehrenden Attributen nicht sparte. „Ich danke Ihnen von ganzem Herze» und weiß. Sie werden schon alles zum Guten lenken." Diese Redewendung, welche sie mit gefalteten Händen aussprach, war für Sachs ausschlaggebend. Der. Typ. der leichte Posener Akzent und selbst die Mberschäße hatten noch trügen können. „Zwm Guten", mit gefalteten Handen ließ keinen Zweifel. Die Frau seines Otto war eine Jüdin, und feine Teilnahme für Regina und ihre Kinder gewann schon in diesem Augenblick einen Grad, über den er sich erst später als Vormund und Berater flar Wurde. Die geborene Tugendroich war immer darauf vor* Vermiet, als Jüdin erkannt zu werden, und hatte niemals Inte falsche Scham erworben, die das Weib, allerdings nicht so häufig, wie den jüdischen Mann, zur schweigende.! BerleuMung des Stammes führt. Als sie den erkennenden Blick Sachsens aus sich ruhen fühlte, der alle Juden ohne umständliche Erklärung verbindet, fand sie eS für richtig, nicht hinter dem Berge zu hallen, und darum sagte sie in ihrer schlichten und angenehmen Art: „Sie merken wohl. Herr Sachs, daß ich eine'Jüdin bin: meine Eltern — das hatte sie eigentlich verschweigen wollen — waren sogar sehr fromme Leute: Minni aber und der Junge (hier ging ihre Stimme in halbes Meinen über) sind glaubenslos." Der meistens so kühle und gleichmütige Sachs war setzt wirklich ergriffen, als er im Tone reuig bekannter Schiüd diese Teilbeichte erfuhr und sagte sanft und väterlich: ..Aber liebe Frau Witt, ist eS denn nötig, daß Sie sich das Herz schwer machen? Ihr Mann war eine so brave Seele, daß auch der Unterschied des Glaubens Ihnen gewiß nicht einen Augenblick Sorge und Kummer gemacht hat. Regina nickte zustnmnend, denn sie stand noch unter dem Erziehungsgrundsatz. den Mächtigen dieser Erde immer ja zu sagen. „Und e8 ist doch auch Ihre eigene Angelegenheit und geht keinen Menschen etwas an. Mr sind doch keine Fanatiker!" ,,Ich beschwöre Sie, werter Herr Sachs", bat Reama, „meine Worte zu bewahren!" „Sie können mir vertrauen", erwiderte Theodor und erhob sich- „Mr sind also einverstanden", sagte er. sich zum Gehen wendend, und als Regina ihm die Rechte reichte, fügte er ernst hinzu: ,,Hüten Sie Ihr Kind, das Mädel wird eine Schönheit!" Damtt verließ er di« Wohnung und ließ Regina ziemlich betreten zurück. Worauf bezog sich denn diese letzte Mahnung? Hatte er sonst noch irgend etwas erfahren oder sah er schon ihr Kind in Gefahr. „Nein, ich konnte ihm nicht noch das Letzte sagen, um meines Kindes willen darf ich schweigen." Damit verscheuchte sie diesen Gedanken und ging in die Küche, wo die Alte und Minni schon auf den Bericht warteten. Die Großmutter war ganz aus dem Häuschen und kleidete ihre Anerkennung in den Ausspruch: „Es ist eben 'n feiner jüdischer Herr", ein Prädikat, das auS dem Sprachschatz der alten Mtt selten herausgeholt wurde, aber bei Regina unbeabsicb^^" Empfindungen weckte. Minni' war natürlich froh und schwelgte schon in der Aussicht, in einem Geschäft zu fein und unterwegs vielleicht jemand zu treffen, an den zu denken ihr nicht zu viel wurde. Das werdende Fräulein hatte Nicht nötig, so lange zu harren, bis Herrn Sachsens Pläne ihr die Freiheit gaben. Der bedeutsame Dienstag war noch nicht zu Ende, und Regina beschloß, das allgemeine Hochgefühl durch eine KuchenbeAage zum Nachmittagskaffee zu krönen. Ottchen erbot sich mst sonst nicht bemerkter Bereitwilligkeit, die benötigten Genüsse hevanzuschaffen, Regina indessen bestimmte Mmni, fügte jedoch nach einer Sekunde hinzu, vielleicht der Abschiedsworte des Besuches eingedenk: „Ich komme mit., mein Kind". In PacheS Konditorei erstand man bald ein appetitliiches und nach persönlichem Geschmack zusammengestellteS Allerlei, darin der Kranzkuchen für di« alte Mtt nicht fehlte. Die hagere urü> ältliche Tochter des Inhabers packte mit müder Höflichkeit, die dem Kundigen gescheiterte Sehnsucht verriet. daL süße Häuflein zusammen und quittiert« mit leisem Dank Reginas Zahlung. Grüßend verließ man das Lokal und lächelnd' lauftW die Mutter ihres Kindes Plaudern, das nicht begreifen wollte, wie Großmutter Kuchen mit Korinthen essen könne, Das würde ihr so schmecken, wie wenn sie Fliegen ätze. Bei solchem nicht ganz äschetischem Gespräch näherte vrav sich langsam der Strausberger Straße. Minni hing an Arm der Mutter und jeden Schritt ihres ganz leffe wiegen» den Ganges belebte das funge Blut und ihre guellenbl Irgend- So wandelte sie mit strahlenden Augen, eine öw* gebrochene Rosenknospe, ein schimmerndes Bild der Reim heit und Holdseligkeit. . „ (Fortsetzung folgt.)

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