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Jüdisch-liberale Zeitung · 1922-01-27 · 4 (27.1.1922) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
2 (1922)
Issue
4 (27.1.1922)
Date
1922-01-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Sedenfid dev Jfidtocftcn Mindevhtlfel die da lauten: Duldung und Gerechtigkeit? Wir erwidern darauf mit einem energischen: „Nein!" Denn trotz ihrer Berufung auf jüdische Kultur und Kulturgüter, deren Pflege der Zionismus *u seinen ganz besonderen Aufgaben zählt, widerspricht dieses Ziel, so laut es auch von den zionistischen Idealisten betont wird — denn es gibt auch solche in der jüdisch-nationalen Bewegung — sowohl den Grundsätzen der ältesten jüdischen Kulturträger, den Propheten, als auch den Grundsätzen der allgemeinen Menschheitskultur, deren Entwickelung und notwendige Förderung selbst die Zionisten .,der reinsten Observanz" nicht ableuqnen wollen und ableugnen werden. Zunächst kennen die Zionisten so gut tme die religiös! Liberalen die Mahnung des Propheten Iecheskel an die! Vertriebenen in Babylon: „Suchet das Wohl der Stadt, J dahin ich euch aeführct, und betet für sie nun Etvigen, denn in ihrem Wohl ist auch euer Wohl." Und die späteren Weisen mahnen: „Trenne dich nicht von der Gemeinde!" freilich entgegnen die Zionisten: „Wir folgen der Mahnung des Propheten, indem wir — unbeschadet unserer völkischen Bestrebungen — in unserer Eigenschaft als! Staatsbeamte oder Staatsbüroer — unseren vaterländij schen Wichten gewissenhaft Nachkommen, also hindert Euch, I die liberalen Juden. nichts. in unsere Reihen zu treten, und uns, die Zionisten, hindert nichts, daneben unsere! völkischen Ziele zu verfolgen. Abgesehen davon, daß ein! solcher Gewissenskompromitz unsere geistigen und morali-! schen Kräfte zersplittert, so daß wir uns weder für düs eine I noch für das andere Ideal voll und ganz einsetzen können, ] i st eine solche Zwiespältigkeit inderGegen w a r t. in der das deutsche Volk und das deutsche Judentum sich in hoch st er Not befindet, geradezu ein Verbrechen. Hier mutz der religiöse Liberalismus Hüter der jüdischen Kultur sein, die in den Aussprüchen unserer Propheten zum schönsten Ansdruck kommt und immer wieder an die Mahnungen unserer „Grützen" erinnern. Auch die Mahnung unserer Weisen: „Trenne dich nicht von der Gemeinde", will natürlich nicht sagen: Trenne dich nicht von der Glaubensgemeinde. sondern unsere Weisen wollen auch die Trennung von der Umwelt verbieten. mit der wir durch die Sprache, die gemeinsame Kultur,, die Sitten. Gewohnheiten, kurz durch unsere gesamte Lebensführung seit Jahrhunderten verbunden sind. Wenn aus diesen Erwägungen der Zionismus als „engstirnig" bezeichnet werden ^yutz.^ jo „ können wir aus s ähnlichen Gründen die Orthodoxie als „engherzig" charakterisieren. Der königliche Spruchdichter lehrt: „Ucker alles, mein Sohn, wahre dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus!" Vernunft und Herz. Erkenntnis und Gefühl. das sind die Mächte, die nicht nur unseren Willen, sondern auch unsere zur Tat gewordene Lebensführung leiten. So wie die zionistischen Ziele nicht im Einklang mit unserer Vernunft stehen, ebenso wrdersvrechen die orthodoxen Grundsätze und Lehren unserem Gefühl. Denn widerspricht cS schon unserem allgemein menschlichen Gefühl, wenn tvir einen Menschen für minderwertig halten, der nicht unseres Glaubens ist, irre engherzig ist da die jüdische Orthodoxie, die ihre eigenen Glaubensgenossen so gering einschätzt, ste mit Spott unfc Hohn verfolgt, ihre Gesellschaft meidet, ja sogar ihre Gotteshäuser flieht und sie in Acht und Bann tut. nur deshalb, weil ibr „die ganze Richtung nicht patzt!" — Aber „vom Herzen gebt das Leben aus", so lehrt der königliche Spruchdichter. Wir fragen die Orthodoxie: „Hot der religiöse Liberalismus jemals versaat. wenn an das jüdische Herz, an das jüdische Gefühl appelliert worden ist? Hat der religiöse Liberalismus jemals sein Judentum verleugnet, wenn es mit Spott und Hohn überschüttet wurde? Hat der religiöse Liberalismus nicht seinen Platz in den Reihen der Kämpfer „Iirr Gott mmmmmmaa und Israel!" als sekbsiverstaMich eingenommen mtb mtt allen tfim zu Gebte stehenden geistigen und materiellen Fähigkeiten und Mitteln, unter Ausnutzung seiner oft hohen sozialen Stellung seit den Tagen des Moses ben Maimon bis auf den Minister Rathenau, für sein Bekenntnis und für unsere Glaubensgenossen mutig und unerschrocken Zeugnis abgelegt? ftnbem aber die Orthodoxie den religiösen Liberalismus verwirft, verleugnet sie auch die Erkenntnis von der fortschreitenden Menschheitskultur. Abraham Geiger sagt m seinem Werke „Das Judentum und seine Geschichte in bl Vorlesungen": „Wir wollen auch auf das Leben hören, aber nicht auf den Lebensbrauch, wie er vor 300 Jahren in Krakau gewesen. Wir wollen nicht mehr, so sehr wir ihn ehren möge», aus die Stimme des Moses Isserles lauschen, wir sollen selbständige Moses- und Israelssöhne werden und diesen Geist in Leben und Wissenschaft ausprägen." — Wir finden keine größere Klarstellung für den inneren Zusammenhang zwischen dem religiösen Liberalismus und der fortschreitenden Meuschbeitskultur, als in dem Schlutzwortc Abraham Geigers zu seiner 34. Vorlesung. das also lautet: „Es war zuerst das Judentum de§ Volkslebens und hat als solches sich bewährt. Es war dann das Judentum innerhalb der Menschheit, aber abgesondert. gedrückt, und bat als solches feine Stufte bewahrt. Run wird das freie Judentum innerhalb der Menschheit zu wirken berufen, es soll mit ihr im innigsten Kontakte wahrhaft seinen Geist entfalten, empfangend und spendend sich neu bewähren." Neben diesem Zeuanisse des liberalen Führers wollen wir nur noch den Ausspruch eines orthodoxen Rabbiners anführeu. Rabbi Iosevh Abraham Iriedländer. Landesrabbiner zu Brilon in Westfalen, hat in einem Gutachten über den Bann, mit welchem der altrabLinische Fanatismus in Breslau die freie Forschung auf dem Gebiete der jüdischen Theologie belegen wollte, gejagt: ..Mischna und Talmud sind Moses nicht auf Sinai offenbart, sondern bilden eine Sammlung erst später entstandener Gesctzesauslegungen und haben keine ewig verbindende Kraft." Als Iricdländer dieses Gutachten erstattete, war er achtzig Jahre alt. Wir glauben nachgewiesen zu haben, datz der religiöse Liberalismus allein das prophetische Ideal verwirklichen rann, das nach diesem die israelitische Religion zum völkerverbindenden Mittel machen und nach innen unsere Religion den Entwickelungsqesetzen der fortschreitenden Menschheitskultnr unterwerfen will. Nur auf diesem Wege ist es möglich, die Lauen und Indifferenten unter unseren Glaubensgenossen bei dem „Degel machane iehudoh", bei der Jahne des Lagers Juda zu erhalten, unserem Bekenntnis aber auch seinen Ewigkeitswert zu bewahren. ■ Deutschtum und Mischer Geist. Die Ortsgruppe Köln des Zentralvereins Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die zu einer Besprechung über das Thema „Deutschtum und jüdischer Geist" im Stimmsoal des Gürzenich eingeladen hatte, hätte in der Wahl ihres Referenten keinen glücklicheren Griff tun können. Professor Dr. G o l d st e i n - Darmstadt svrach zu der Irage in einem zweistündigen Vortrag in so klaren Grundlinien und von einem so überlegenen Standpunkte aus, datz bis in die entlegensten Abzweigungen des Problems hellstes Licht gebracht wurde. Professor Goldstein besprach, I bevor er zu der eigentlichen Kernfrage überging, zunächst die mannigfachen Gemeinsamkeiten zwischen Deutschtum und Judentum. Wie verwachsen die deutschen Juden mit ihrem Heimatlande sind, ergibt sich schon daraus, datz fr* m Deutschland länger angesicdelt sid, als sie in Palästina waren. Geistige Gemeinsamkeiten ergeben sich aus der Gebundenheit an dieselben klimatischen BerhältMe, an die gleichen staatlichen Schicksale und durch die Sprache. Einen Beweis für die Anhänglichkeit der deutschen Juden findet man in den Abstimmungsgebieterl. wo sie zu den überzeugtesten Vorkämpfern der deutschen Sache gezählt haben. Ebenso haben die deutsch-amerikanischen Juden ttätfcn ihrer nr'ch'i, fött machen das mH unser« religiösen Gewissen allein aus, Dr. Schlesinger sagt dann werter Wer den Abschnitt meines Artikels, der sich mit der Mission des Judentums bei den ans dem Christentum stamruertden Dissidenten befaßt: ..... aber es würde ihnen (nämlich den Liberalen Rabbinern) nicht als Rabbinern, sondern als Lehrern der Ethik, als Monisten gelingenundfie würden sich kau nr wesentlich von den Predigern der freireligiösen Gemeinden unterscheiden. Sie würden nichtDissidentcnzumIudentum bringen, und das ist auch gar nicht ihre Aufgabe, denn das Judentum hat niemals danach gestrebt. P r o s e l y t e n z u m a ch en , sondern sie würden das Kitzchen Iüdischkeit. das NochbeidenallermeistenIuden,wennauch vielleicht nur unbewutzt, vorhanden ist, zu Grunde richten und das Judentum in Dissidente ntu m verwandeln." Dr. Schlesinger möge zunächst einmal ein Buch studieren. daL ihn über daS WefendesMoniL muSbelehrt, dann wird er den tiefen Unterschied zwischen d i e s e r W e l 1 a n s ch a u u n g und n n s e r m liberalen Judentum begreifen. Er möge auch „Grätz, GeschichtederIude n" u. a. eifrig durchlesen. er wird dann erfahren, datz d a S Judentum, als esnoch Kraft und Aussicht hatte, für seine reliaiöse Anschauung die Welt auf direktem Wege zu erobern, sehr starke Mission trieb und sehr viel Proselyten machte. sodatz schließlich Rom mit drakonischen Strafen geaen Missionär-: und Konvertiten e-inschrift. Die Gewinnung eines Glaubensbruders (oder Schwester) aalt als wohlgefälliges Werk, die Schwierigkeit (das dreimalige Abraten) hat andere Gründe; vornehmlich den, datz der Uebeririit zu uuserm Bekenntnis aus reiner Erkenntnis erfolgen foIL Wie lietze sich sonst auch der Weltengott der Propheten erklären, wenn ihn Israel für sich behalten sollte. Aber frellich. es gibt noch genug Juden und namentlich Rabbiner. die von diesem Weltengotte in den höchsten Tönen reden und sich liberal nennen, eine Vorbedingung zum Liberalismus dennoch nicht erfüllt haben: sie haben den alten Nationalgott Jahwe int nt er noch nicht überwunden. — Das jetzt lebende Geschlecht der Juden ist wieder einmal eines derjenigen, die öerufen sind, an den Vorbereitungen zur nrcssianisch-n Zeit mitzuarbeiten, dieser Zeit, die nach Auffassung der späteren Propheten nicht von einer Person, sondern von einem unter den Menschen wohnenden Geist heübeigeführt wird. Meier Zeit, von der es im Talmud Kcrtzt. datz ..wenn sie erfüHtist.sichalle religiösen Gebote und Gesetze von selbst erübrigen und aufgehoben werde n". Es gebt. ein Sehnen nach Religion durch die Menschheit des Abewblandes. man wirft sich dem Buddhismus und dem Okkultismus in die Arme. Würde man das auch tun. wenn man den reinen, klaren Monotheismus der Liebe und der Vernunft so schauen könnte, wie er sick in unserer Religion darstellt, ohne die Zaune, die irdische Menschen in bester Absicht nm das Gesetz Mosches und die Berkündimurgen der Prvvheien gelegt haben? Ist es nicht richtig und wichtig für die, die .,d e n Ewiq en anbeten in derStrlle". d. h. die unbewußt jüdisches Religionsempfinden in sich tragen, eine Brücke zu scklaaen? Diese Iraqe man sich auch die ..mittlere R i ch t u n g" clmna! ernstlich verlegen. Religiöser Liberalismus. ii r Verständigung mit unfern n Glaubensgenossen. Bon H e r vn <t n rr Becke v, Berlin II. (Hc&iuö.) Wir sprachen von einem engstirnigen Zionismus. Widerspricht diese Kritik nicht den von uns selbst aufgestellten Grundsätzen des religiösen Liberalismus, Eigmologische Plaudereien aus dem jüdisch-religiösen Leben. Von Dr. M. Spanier, Magdeburg. Mr beginnen mit dem geistlichen und geistigen Führer der Gemeinde, dem Rabbiner. Raw, Rabbi, Lehrer und Meister, im Jargon: Rebbe. Raw bedeutet: viel, grotz. Der Rabbi ist eine Persönlichkeit, die viel wissen und kennen mutz und daraus resultiert seine Grötze. Der weltliche Führer ist der P a r n e tz, wörtlich Ernährer und Bersoraer und — Herrscher s..Er soll dein Herr sein!"). DaS Dort hat natürlich nichts zu tun mit Parnatz. dem Gebirge in Griechenland, das dem Apollo und den Musen heilig war. Im shnagogalen Leben spielen eine sehr wichtige Rolle: der Chason und der Schammosch, gewöhnlich Schammes genannt. Bezeichnend ist dtz Bokalisation a—o. die ein charakteristisches Merkmal einzelner Berufe bildet, z. B. Chajot — Schneider, Zajod — Jäger, Gannow --- Dieb (der das Stehlen handwerksmützig betreibt). Chason. früher Wächter, Auf jeher, jetzt Vorbctcr, Vorleser, Vorsänger, von choso-----schauen. Nicht datz er Aussehen erregt oder nach allen Seiten um sich schaut; das Wort als Abbreviatur aufzufassen: Chasonim sind Narronitn, ist scherzhaft oder gar gehässig, aehässig in der Verallaemeinerung. denn Narren gibt eS in jedem Berufe. T ch a m m o s ch von schemesch ----- Sonne, er ist die Sonne am Gemeindehirnmel. Seine Bedeutung weitz auch Heinrich Heine zu würdigen; dieser ungezogene Liebling der Grazien besingt ihn mit den Worten: „Durch das Haus geheimnisvoll, zieht ein Wispern und ein Weben, und der unsichtbare Hausherr atmet schaurig in der Stille. Stille! Nur der Seneschal vulgo Stznagogendiener springt geschäftig auf und nieder, um die Lampen anzuzünden. Trosiverheitzend goldene Lichter, wie sie glänzen, wie sie glimmern! Stolz aufslackern auch die Kerzen auf der Brüstung des Almemors." Dieses letztgenannte Wort wird oft fälschlich mit memoria in Verbindung gebracht, es ist aber aus dem j Arabischen entlohnt und lautete ursprünglich: Almenber und bezeichnet eine erhabene Stätte, die Stätte, wo „g klein t", d. h. aus der Thora vorgelesen wird. Z u n z in seinem berühmten Werke „Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden" vermag das Wort sich nicht genügend zu erklären. Professor Berliner leitet es ab von dem anglo-nonnandischen und altfranzösischen Lah oder Lais----Lies, Weise, Gesang. Sollte es nickt näher liegen, an das lateinische legere-----lesen zu denken? Aus „eg" hat sich „ei" entwickelt, vergleiche Magd und Maid, castigare und kasteien, bene dire und benckeien, wovon bekanntlich unser „benschen" stammt. Bon diesem Wort zu kulinarischen Genüssen ist nur ein Schritt. Der jüdischen Kucke sind zu ollen Zeiten Lobreden gehalten. Wir wissen es. datz sich der gelauste Jude oft nach den iüdischen Kochtöpfen zurücksehnt. wohl weniger des Gaumenkitzels wegen, als aus ethischem Grunde, um an seinen Ursprung, seine Herkunft erinnert zu werden. Es mag das vielleicht auch angezweifelt werden!!! Ganz anders wie das Brot des Elends (mittelalterlich: „ellcnde"-----Fremde, im Gegensatz „inlende" ----- Heimat), die Mazza, schmeckt „B a r ch e s", von D'rocho ----- Segen, Brot, worüber der Segen gesprochen wird; in Süddeutschland auch „Tadscher" genannt. Siche Sprüche Sal. 10. 22: Birkaß-shaaschir: Der Segen Gottes macht reich. Ganz grotze Barches. die zu gewissen Festlichkeiten bereitet werden, sind unter dem Namen: Kaulesch bekannt; das Wort stammt aus dem polnischen Kolacz. Aber die berühmteste aller Speisen ist der Schalet. „Schalet, schöner Götterfunken. Tochter aus Elpsium, also klänge Schillers Hochliod, hält' er Schalet sc gekostet. Schalet ist die Himmelspcise, die der liebe Herrgott selber einst den Moses kochen lehrte auf dem Berge Sinai.-„Schalet ist des wahren Gottes koscheres Ambrosia. Wonnebrot des Paradieses!" So schwelgte der getaufte Heinrich Heine in jüdischen Erinnerungen. lieber den Ursprung des Wortes Schalet bat man viel Tinte verspritzt. Das Wort ist das alifranzösische ch a l d . jetzt chaud — Gewärmtes. Hoffentlich hat der Schreiber dieser Zeilen den grsck)ätzten Lesern nichts Anfgewärmtes aufaetischt. Wir wollen zum Schlutz noch darauf Hinweisen, datz das vielgrschmähte Iudendeutsch oder Jüdisch-Deutsch eine rcidje Fundgrube für die mittelhochdeutsche und altdeutsche Sprache bietet. In der Einleitung zu den Erzählungen aus der modernen jüdischen Literatur: „Aus einer stillen Welt" bemerkt Theodor Z loci st i: „Die ganze Tragik des modernen Juden ist in diese Sprache (des Jüdischdeutschen) eingegroben. Sprache der Verachteten, brauchte cs da noch andere Ursachen, datz sic zu einer verachteten Sprache wurde?" In der Petzackckaaaada finden wir jetzt noch: Bau den Tenrpel schiere, dieses Wort stammt aus dem Mittekhochdeutscheu und bedeutet: schnell. Die alten Talmudisten sprechen von einem „h a r b e n" Ramöam. d. h. schwer verständlichen; im alt- und mittelhochdeutsckien bedeutet harve soviel wie „sauer", unser „herb" hat sich daraus enllvickelt. — Vielleicht bietet sich ü'ä'.cr Gelegenheit, diese Plandereicn forLzusetzen

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