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Jüdisch-liberale Zeitung · 1921-12-09 · 51 (9.12.1921) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
1 (1920-1921)
Issue
51 (9.12.1921)
Date
1921-12-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
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ObZtzktlvitat der GeschichtSschttkbuna der Hebräer Bei den neueren Dttisteklern durchweg ignoriert worden ist, haben sie unisono z. B. dies betont, daß „Gott die Partei seines Lieblings nehine, auch wenn er offenbar Unrecht habe", wie es bei Gunkel im Genesiskommenlar, S. LXX heißt, oder das Jahwe „den Diebstahl" der aus Aegypten ausziehenden Jsr-eliten begünstigt, oder Unschuldige dahingerafft habe (Kittel. Geschichte Israels II, 1917, S. 493 usw.). Me nun steht es mit diesem Borwurf der „Unters i t t l i ch k e i t" des Gottosbeqriffs der prophetischen Religion? Diese Anklage kann schon an folgenden Beispielen hinreichend beleuchtet werden. Zunächst mit dem Borwurf, daß Gott für das Unrecht Partei genommen habe, zielt man in erster Linie auf den Fall hin, wo Abraham seine Frau für seine Schwester ausgegeben hatte, und sie infolgedessen durch den Philisterkönig Abimelech von Genar entführt worden war (1. Mos. 20, 6 ff.). Dieses Verhalten Abrahams soll nicht voll entschuldigt werden, obgleich es in der Gewalttätigkeit jener Zeiten, wie ja die Tatsache beweist, erklärlich gemacht wird. Aber hat Gott bei dieser Geschichte für das Unrecht Abrahams Partei ergriffen? Die Gottheit entschuldigt im Gegenteil das Verhalten Abimelechs, weil er Sara als Abrahams Schtvester bezeichnet bekommen habe, und die Gottheit fordert nur, daß Abimelech dem Patriarchen seine Frau zurückgebc. Ist das ein Parteinehmen für das Unrecht? Sollte sie dem Abimelech die Frau Abrahams etwa laffen, weil dieser eine Schwäche gezeigt hatte? Ferner kann man (nämlich die Wllhausenianer, wie Kautzsch in seinem Bibelwerk, und Fritsch. S. 43) sich nicht genug darüber entrüsten, daß Jakob den Erstgeburtssegen „erschleiche" und sich durch unredliche Manipulationen an dem Gute seines Schwiegervaters bereichere (27, 5 ff; 30,' 29 ff) usw., ükrd setzt diese Handlungen e i nfach auf das Konto der Gottheit. Aber vor allen; ist diese Zurechnung falsch, da die betreffenden Handlungen nicht auf Gottes Anordnung zurückgeführt sind, urw Gott mit der sittlichen Entscheidung des Menschen als einem Faktor seiner Weltgeschichtsleniung rechnet. Sodann reden viele Neuere von der „Erschleichung" des Erstgeburtssegens, und doch wird dabei übersehen, daß die natürliche Schwäche der Mutter für den häuslich gesinnten Sohn Jakob mitgewirkt hat, für Jakob aber der Erstgeburts s e g e n nur die Konsequenz des Erstgeburtsrechtes war, und dieses hatte sich Jakob nicht „erlistet", wie so viele schreiben, sondern dieses hatte Esau sich in seiner pessimistischen Geringschätzung idealer Güter (25, 34) verscherzt. Ferner bei seinem Verhalten gegenüber Laban vergalt Jakob sein Unrecht, das ihm in den übervorteilenden Lohnänderungen Labans angetan worden war. und dieser Sachverhalt darf nicht so einfach, wie es gewöhnlich geschieht, übersehen werden. Sodann ist noch dies eine Hauptsache, daß der Erzähler die erwähnten Handlungen Rebekkas und Jakobs keineswegs als von Gott undest,r,a ft.hin* gestellt hat. Denn Rebekka hat die '^egünfngunff Jakobs durch die Wegsendung des geliebten Kindes büßen müssen, das sie wohl niemals hat Wiedersehen dürfen, und Jakob ist für sein Eingehen auf den Plan der Mutter usw. mit diesjährigem Exil bestraft worden, hat auch die List, die er gegenüber dem unredlichen Laban anwendete, durch die angstvolle Flucht (30. 21) vergolten bekommen. Und wieviel Demütigung und Unglück hat er auch später noch erleben müssen: die Schändung der Tochter (34, 1 ff.) usw. Wahrlich, er hatte Grund, vor dem Pharao zu sagen: „Wenig und schlinnn waren die Jahre meines Lebens" (47, 9). Also die mißbilligende Beurteilung der erwähnten Handlungen liegt in dem G a n g d c r Tatsachen verkörpert vor. Weiterhin bei dem sogenannten „Diebstahl" der aus Aegypten ziehenden Israeliten ist der Gottheit nur dies zugeschriebcn: Sie hat die Aegypter den Israeliten geneigt gemacht (2. Mos. 12, 36a), sodaß sie durch die hereinbrechenden Katastrophen endlich ihr Unrecht gegen das zuerst.eingeladene Volk (1. Mos. 45, 18) einsahen und die Israeliten zum Bitten aufsorderten. Dies heißt aber der dort stehende hebräische Ausdruck h i s ch' i l und Gedenfiet der Jüdischen Minderhilfe f nicht „leihen". Die erbetenen Geschenke aber wurden, weil der Pharao seinen Beschluß wieder änderte und die Verfolgung einleitete, zu Kriegsbeute, und daher ist von „Plündern" die Rede (12. 36b), wofür Luther ungenau „entwenden" gesetzt hat, worauf nun der Dilettant Friffch schimpfend herumreitet (S. 57). Aber hat Gott nach dem althebräischen Schrifttum nicht „Unschuldige" weggerafft? Bei der Bejahung dieser Frage blickt man hauptsächlich auf das Hinsterben einer Anzahl Leute in Bethsemes (1. Sam. 6, 19 ff) hin. Aber im Grundtexte steht nicht, daß diese Leute „die Lade des Herrn gesehen", wie Luther leider übersetzt hat, sondern mit neugieriger Schaulust b e sehen, wie es aus 1. Mos. 34, 1 usw. sich ergibt. Also hatten diese Leute ein mit Irreligiosität verbundenes Begucken sich zuschulden kommen lassen, und Irreligiosität ist Untreue gegen den alten Rettergott. Folglich wurden da nicht „Unschuldige bestraft". Hiermit meine ich aber schon genug nachgewiesen zu haben, daß die jetzt im Schwange gehenden Behauptungen von der sittlichen Minderwertigkeit des Gottes der altisraelitischen Religion auf Mißdeutung der betreffenden Textstelleu beruht. Woher aber nun gerade diese Mißdeutung? Sie wird durch die Neigung der Wellhausenianer, nach darwinistischer Theorie alles von unten nach oben sich entwickeln zu lassen, begünstigt. Darnach Hot man die Konstruktion ausgebildet, daß der Gottesbegriff Israels sich aus einem primitiven allmählich e m p o r e n t w i ck e l t habe. So wird der Gottesbegriff der prophetischen Religion nach seiner moralischen Seite entstellt. Die bei den Antisemiten gipfelnde Verkennung des prophetischen Gottes begriffs hat aber noch eine zweite Seite. Diese Verkennung betrifft kurz gesagt auch die W e l t st e l l u n g des Gottes der prophetischen Religion. Dies nun ist der Punkt, an welchem Delitzsch dem althebräischen Schrifttum „die große Täuschung" vorwirft. Wie aber sängt er dies an? Nun, er beginnt mit der scheinbar ganz unschuldigen Behauptung, daß im althebräischen Schrifttum der Satz: „Es gibt keinen höheren Gott als Jäho", wie er auch im zweiten Teile seiner Schrift wieder falsch ausspricht (S. 18). Natürlich wird dieser Satz wirklich im althebräischen Schrifttum gelesen, aber er wird in einen: völlig anderen Sinne gemeint, als Delitzsch cs ihm zuschreibt. Die Grundanschauung des althebräischen Schrifttums von dessen erstem Kapitel bis zu seinem letzten ist diese, daß der Schöpfer der Welt, der Regent des Weltalls und Versorger der gesamtest' Mtzstschcheit'd an ft zü' Abtähälü itt'ehrö b e sondere Beziehung trat. Aber Delitzsch erlaubt sich, das Zustandekomnien der Gleichsetzung der Gottheit Abrahams mit dem Gott der Welt u mzud rehen. Er behauptet, daß der Gott Abrahams und Israels ein bloßer Stammgott, wie z.. B. der moabitische Hauptgott Ramos gewesen, aber von Mose und den Propheten hinterher zunl Gotte der Welt u m g e d i ch 1 c t worden sei. Das ist „die große Täuschung", die Delitzsch in das althebräische Schrifttum h i n e i n b r i n g e n will. Um diesen Versuch Delitzsch's als einen grundlosesten Willkürakt zu erweisen, braucht nur folgendes Vierfache gesagt zrr werden: Erstens gibt cs n i ch t irgendwelchen positiven Grund für seine Aufstellung. Sie ist einfach in die Luft, oder vielmehr auf die obenerwähnte darwinistische Voraussetzung von der Ernporentwickelung des Gottesbegriffs der prophetischen Religion gebaut. Zweitens spricht das g e s a m t e alchebräische Schrifttum Redner. Dichter und Weisen Chor die oben angegebene Beziehung des Weltengottcs zum Gotte Abrahams aus, sondern tut dreS auch mit vollkommenster Ruhe. Wenn diese biblische Behaup, tung ein Tendenzprodukt hätte fein sollen, wozu Delitzsch sie machen will, dann würde sie mit dem natürlichen Eifer der Tendenzarbeit betont und mit Berteidigungsvarsuchen verknüpft worden sein. Drittens erlaubt Delitzsch sich, die Propheten zu Urhebern dieser angeblichen Umstempelung zu machen, und doch haben diese gegen jede Begriffsverdrehung laut protestiert (Jes. 5, 20: Wehe denen, die das Böse gut nennen usw.!) und haben gegen die sogenannte Volksreligion und die Volkspropheten (29. 14) gekämpft, überhaupt so viele religiöse und moralische Irrtümer anfgedeckt, nur daß Delitzsch von alledem nichts weiß. .Biertens: wenn der Gott der prophetischen Religion nur gleich dem Moabitischen Dauptgott Ramos gewesen wäre, warum würde dann nicht dieser „zum Schöpfer der Welt und zum Gott der Gerechtigkeit" geworden sein? Schon Wellhausen hat ausdrücklich (in „Die Kultur der Gegenwart", 1, 4. S.. 15) zugestanden, daß e r von seinem Standpunkt aus keine Antwort auf diese Frage wisse. Aber die Propheten haben die Antwort geben können! Auch die Vergleichung der Religionsgeschichte Israels mit der ariderer Nationen gibt also kein Recht, die Religionsgeschichte Israels umzudrehen. Folglich ist auch an diesem Punkte der antisemitische Angriff auf die altprophetische Religion gescheitert. Ja, gerade an dem Punkte, wo die Dhnamitmine gelegt werden sollte, um die prophetische Religion in die Luft zu sprengen, ist der Angriff als eine willkürliche E i n s ch w ä r z u n g in die Geschichtsquellen aufgedeckt wordeu. Der neueste Versuch des Antisemitismus, sich aus dem althebräischen Religionsbuch selb st die Waffen zur Vernichtung der geistesgesckichtlichen Stellung Israels zu holen, konnte demnach als völlig mißlungen erkannt werden. „Die Wahrheit ist mächtiger als alles", sagte Serubabel mit Recht (griech. Esra 4, 35). Mt« unft jliWe Volksschule Von I. W o l f 4 s o h n , Brrlin-Schöncbrrg. Nachfolgende Erwiderung war schon bald nach Erscheinen des Artikels von Herrn Gemeinderabbiner Dr. Gold, mann- Leipzig einaegangen und konnte aus technischen Gründen bisher nicht erscheinen. Die Red. Es war zu erwarten, daß mein Artikel in Nr. 40 dieses Blattes die Kämpfer für bie iübtfd^e schule auf den Plan rufen würde; so haben in Nr. 47 Herr Rabbiner Dr. Goldmann-Leipzig und Herr Lehrer Arndt-Charlottenburg das Wort ergriffen und ihren Standpunkt vertreten. — Zunächst sei zu den durchaus sachlich gehaltenen Ausführungen des Herrn Arndt folgendes bemerkt: l > zu-f ich chÄ^ alleMWs die KduMÄnalWklM' B-erÜI«"''"' für Simultanschulen gehalten; zu 2. soweit mir bekannt, hat die politische Gemeinde nicht unbedingt die Unterhaltungspflicht: zu 4. wenn die M e h r z a h l der Eltern bezw. die v o n ihnen gewählten Repräsentanten jüdische Schulen verlangen, so müßte selbstverständlich diesem Wunsche stattgegeben werden. Daß es in Berlin neben der jüdischen Mittelschule für Knaben auch eine solche für Mädchen gibt, war Von mir nur irrtümlich nicht erwähnt worden. Nun zum Aufsatz des Herrn Dr. Goldmann! Ich überlasse den Lesern der „Jüdisch-liberalen Zeit u n g" das Urteil, ob seine Ausführungen als sachlich zu bezeichnen sind. Wer meinen Artikel in Nr. 40 gelesen und noch im Gedächtnis hat, wird mir nicht nachsagen können, daß ich in ihn: irgendwo und irgendwie seine Geschichtsbücher, seine Gesetzesurkunden, seine den I d e a l i s m u s d e s Rabbiners und i u b t * nicht bloß in einstimmigem? s ch e n L e h rers a n g e z w e i f e l t h a b e. Schon aus I versönlicken. hier nickt zu erörternden Gründen hätte ich Hastara Wajseze. I Hos. 11—13. Wir dreien eine Auswahl ans den beiden Haftaras. welcke auf die Geschichten von Jakob in dieser und der nächsten Sidra anspiclen. Eav. 14, da2 dem Sabbat Schnwob zwischen Neujahr und Persöhnnngstag den Namen gegeben hat, lassen wir sott. Wir ziehen Hoscas zerrissene Orakel, etwas willkürlich, in größere Einheiten zusammen. — So erhalten wir ein« Vorstellung von der Vereinigung der Liebe und der Gerechtigkeit Gottes bei diesem Propheten. Es fehlt iedoch sein tiefster Gedanke, daß Israels verdiente Strafe dock letzten Ertzdes nur ein Läuterung smittel der göttlichen Liebe und somit Vorbereitung einer messianischen Heilszeit ist. Auch wie sich Hosea die Strafe denkt, ist aus den gewaltigen Bildern am Schluß nicht zu erkennen. Desto llarer wird Israels Sünde gezeichnet: Eitle Großmannspolitik Unehrlichkeit im Handel, verbunden mit materialistischer Hoffart, und Heidentum durch Anbetung fremder Götter und Götzenbilder. ES sind imgrunde die Hauptsünden vieler Zeiten, auch der unfern'. Als Israel jung war, liebt' ich's, rtef's aus Aegypten als meinen Sohn. Doch wie ich sic auch rief, sic gingen von mir. Sie opferten dem Baal, räucherten Bildern! Ich hatte Esraim gegängelt, auf Händen getragen, Mit Menschenziigrln zog Ich's, mit Banden der Liebe, Mein Volk aber hangt an Abfall! Man ruft sic nach oben, Doch bringt sie zusammen nicht hoch! .— Doch wie kann ich Efraim abtun, Israel preisgeben! Kann ich wie Admah dich machen, wie Z'boÜn vernichten? Da dreht sich das Herz in mir um, vor Mitleid trampst sich mein Jnnresl kann nicht tun nach der Glut meines Gtimms, kann Efraim nicht ganz verderben! bin ja ein Gott und nicht ein Mensch: Der Heilige in dir: Ich kann nicht vernichten! Mit Lug umgibt mich Efraim, mit Trug das Haus Israel, Esraim weidet Wind und jagt allzeit dem Ost nach: Mit Aschur schließt es Vertrag, nach Aegypten schleppts Tribut-Oel. Das ahndet Gott an Jakob, — er tut ihm nach seinen Taten! Als Kind schon hielt Jakob den Bruder am Kragen, als Mann besiegte er Gott; Mit dem Engel rang und gewann er, bis dieser weinte und flehte. In Bethel sollt' er ihn finden: — dort redet er nun mit uns! — Und Jakob floh nach Aram und diente um eine Frau: Um eine Frau ward er Hirt! Doch Gott führte, Israel aus Aeghpten durch den Propheten, Und der Prophet ward sein Hirt! So schuf's Adonoj, der .Herr der Scharen! Nun bleib' doch bei deinem Gott! Halt fest an Liebe und Recht und boffe mtf deinen Gott stets'. Doch Efraim spricht: „In Kanaans Hand ist falsche Wage. Uebervorieilen liebt er: Reich will auch ich sein, — und Geld mir schaffen: Was ich erworben, bewirkt daß niemand sündig mich nennt!" Ich aber, der Herr dein Gott seil Aegypterland, Wer-' wieder dich wohnen lassen in Zelten wie einst'. Ich hab's durch Propheten verkündet, vorausgesagt oft genug! Wenn Gilead Ntcht'ges anbetct, so wird's vernichtet werden. Opfern sie. Stiere in Gilgal, wird ihr Altar zmn Spielball! Schon einmal verehrte cs Baal, da brach ein Sterben aus. Jetzt häuft cS neue Schuld: Sie machen stch Gußbilder Von ihrem Silber, nach ihrer Gestalt, ikr Sckmieve- Handwerk, — Das sprechen sie an beim Opfer. — Menschen küssen ein Kalb! Und ich bin doch der Herr dein Gott seit Aegypterland! Du kennst keinen Gott außer mir, keinen Helfer, wenn nicht mich! Ich wars, der in der Wüste, im Land der Entbehrung dich liebte. Ich gab dir Weide, — dock kaum warst du sott. schwoll dir das Herz: Nun habt ihr mich ganz vergessen! So sollt ihr wie Morgenwolken werden, wie Tau. der früh austrocknet, Wie Spreu, die stiebt von der Tenne, wie Rauch, der fliegt aus dem Fenster! Ich werde für euch wie ein Junglen, laur« am Weg wie ein Panter, Und packe euch wie die Bärin, der man die Jungen geraubt hat. Wie Löwen soll's euch zerfleischen, gleich reißenden Tieren der Flur, — Und wenn i ch dich Israel verderbe, wer wird dir * helfen! Wo ist dann, dich zu retten, dein König. Führer und Fürsten? Du sagtest ja einst: Gib mir König und Hofstaat! Ich gab dir den König in Gram: ich nehm' ihn im Gttmm! Verwahrt ist Efraims Sünde in meinem Gedächtnis, — Soll ich vor dem Grab es bewahren, vom Tod es erretten? Nein! Mitleid, meide mein' Auge! Tod, wo sind deine Seuchen? Grab, wo gähnt drin Grausen? Aussicht der Ost, aus Steppen steigt der Gottesstnrm. — Und Brunn versandet, und Born versiegt, ' Und alles Köstliche zerkracht! Fuchs.

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