Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1921-11-18 · 48 (18.11.1921) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
1 (1920-1921)
Issue
48 (18.11.1921)
Date
1921-11-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2613366-2613604-2613651--0235-2617448
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

SSnbent in höchstem Maße HM- «nd vpferberck. Eie übersenden Schifsskarten und Geld und besorgen auch die nötigen P«ipiere. Den einzelnen Emigranten wie auch der jüdischen EmigraUonsbewegrrng werden dadurch unschätzbare Dienste geleistet. Wir lassen nachstehend eine zweite Liste von Vertrauensleuten folgen, die sich freundlichst für die Vermittelung bei Personalrecherchen zur Verfügung gestellt habe«. Zweit« Liste N« venthen: Von«: Danzig: Eisenach: Elberfeld: Erlange« Frevstadt. $ e l b e 11» c r KaiserSla Kiel: Kolb « rg : Königsberg i. Köntgshütie: Leipzig: Liegnitz* Lvdwigshasen Äördlingen: Nürnberg: Öfsenbach a. M. O s n a b r ti cf: Vlanen: Ratbenow: Stettin: Zittau: R.-Dchl S: u 11 r n Pr Verteanen-lente« »nd Ver»ittl««gs» stelle». RechtSanwalt Dr. «sorg Ehrlich» Katser-FranA-Ioses.Platz. Kantor I. Baum. Martenstratze 2 Rabbiner Tr. Kälter. Lehrer und Prediger Ernst Meyer, Hospitalstrabe. Leo Rind'köpf, Wotanstrat« 7. (Tel. 2522^. Lehrer Leopold Kap, Dntkönlgstr F. sandberger. Emst Carlevach. Anlage 28. Iustizral Tr. Rheinheirner, San.Rai Tr. Jacob. Ringstr. 48. Rabbiner Tr. Goldschmidt. Lehrer Mar D offmann. Köttelstr. 11 Rebtsanwilt Alexander Müller, Poststraße 2. Heinrich Rosenthal, Israel. Reliaions-Gemetnde. Löhrstrabe Ist. Mar Sillinmann. Reue Galdbergprabe 7. 2. Vctzler. David Steniglanz. Mar Lamm. Senbachflrabe 5. Rabbiner Tr Tienemonn. ^ran Sara ttrahnstraße 81. Vrodiger Emannel Hamann. Hans Iacob'obn. Steinsttaße 82. Simon. Sekretär der Gvnagogen- Gemeur"«. Prediger Bella!. Aus üem Reich. Berliner Tagungen. Der Zentralverei» deutscher Ltnaisbürger jüdi^rn Glaubens halt am 2st. und 31. November d. I. seine Hauptversammlung in Berlin ab. Diese wird durch eine Kuvdgebunq „Im Kampf u« unser Vaterland" erngeleitet. Das Referat hat Laudesrabbiner Dr. R i« g e r - Braunschwerg übernommen. Dorstandsitzuug der Bereinigung für das liberale Judentum Deutschlands. Am Sonntag, den 20. November, tritt der Gesamwerband der liberalen Vereinigung zu einer Tagung in Berlin zusammen, um über die künftige Arbeit, die. demnächst stattfindende Hauptversammlung Usch die dieser zu machenden wichtigen Borlagen sick» schlüssig zu werden. ReichSknud jüdischer Frontsoldaten. Am 22. November tagt die Hauptversammlung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten im LoaerchauS *n Berlin, wozu sämtliche Ortsgruppen Vertreter entsenden. Berlin. Sechzigster Geburtstag Keffer llrhtz. Ter Maler Lefser Urh beging am 7. d. Mts. seinen 60. Geburtstag. Die Berliner Sezession benutzte diesen Anlaß, den Jubilar zu ihrem Ehrenmitglied zu ernennen. Als Vertreter des Oberbürgcrmeiftc^ von Berlin grotrrlierte Stadtverordneter Rosenberg. Bulin. Abeudvorlesnugen an der Hochschule sür die Wissenschaft des Judentums. Im kommenden Wintersemester veranstaltet die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. neben den Fachvorlesungen. wiederum verschiedene Abendvorlesungen. die sich an weitere Kreise der Gebildeten wenden. Es werden lesen: Herr Dr. Torezhner: Israel und Aegypten; Herr Dr. Freund: Die staatskirchenrechlliche Stellung des Judentums in Deutschland nach der neuen Reichüveifassunq; Herr Rabbiner Dr. Baeck: Besprechung moderner religiöser Literatur; Herr Professor Dr. Guttmann: Cinfühnrng in die jüdische Philosophie des Mittelalters. Eine Vorlesung zur Einführung in den Text der Mischua hält Herr Professor Dr. Baneth. Die Vorlesungen sind sämtlich unentgeltlich Berlin. Die Erhebung der jüdischen Kultussteuern. Dem preußischen Landtag ist ein Gesetzentwurf zu gegangen, durch den die Uebertragung der Steuerverwaltung der jüdischen Svnaqogengemeinden auf die Reichsfinanzbehorden ermöglicht werden soll. Den in der Reichsabgabenordnung vorgeschriebenen Uebcrtraaunasantraa soll der Minister für Wissenschaft. Kunst und Volksbildung stellen. Dresden. Der bekannte Großindustrielle M a x E l b. hier, beging seinen? 0. Geburt-tog. Der Jubilar hat sich nicht nur stets als ei» Förderer von Wohltätigkeit und Wissenschaft erwiesen, sondern insbesondere auch der ftberalen Betvegung sein warmes und tätiges Interesse jederzeit angsdeihen lassen. Elberfeld. Tagung des jüdische» Frauenbundes. Die schon gemeldete, hier abgehaltene Tagung des jüdischen Frauenbundes, zu der außer den Führerinnen der jüdischen Fraueubetvegung aus allen Teilen Deutschlands auch Bertrete rinnen aus Amerika und Holland erschienen waren, veranstaltete eine Sympathiekundgebung für Oberschlesien «nd beschloß nach einem Bortrag über die Tuberkulosenbekämpfung mit besonderer Berücksichtigung der Kindersterblichkeit bei den Juden, die Bekämpfung der Tuberku- M* sowie aller Bollskrarikbeiten in den Bereich des Frauenbundes einzujchiießen und ein aujttärendes Flugblatt: „Was alle Kinder wissen müssen", in Form von Löschblättern gnr Berbmttuna fa de» Schick» heva»kzu« geben. Ferner wurde beschlossen, daß alle dem Bunde angeschlofsenen Vereine sich bereit erkläre», daS Patronat, d. h. die völlige Versorgung für ein durch die furchtbaren Pogrome zur Waise gewordenes ukrainisches Kind zu übernehmen. Zum Paragraph 218 des Strafgesetzbuches nahm der Bund dahin Stellung, daß zur Erhaltung der sittlichen Kraft des ganzen Volkes da- Gesetz bestehen bleiben müsse unter Berücksichtigung der notwendigen Aenderungen im sozialen Sinne. Dem Anträge der holländischen Frauen zur gemeinsamen Arbeit stimmte die Versammlung zu. Frankfurt a. M. Der ÄnttsemstiSmus — elu schreie»' d«S Unrecht. Herr Konsistorialrat Professor D. Förster an der hiesigen deutsch-reformierten Kirche hat in einer Predigt aus die schreiende Ungerechtigkeit hingewiesen.. die der antisemitische Gedanke verkörpere; er sprach gegen die Verallgemeinerung der Fehler einzelner und betonte die Notwendigkeit, daß ein jeder vor seiner eigenen Tür kehren und seine Fehler bekämpfen müsse, ehe er daran denke, für ein allgenvineö Unglück andere verantwortlich zu machen. Die Wort« des hervorragenden Gelehrten und Kanzelredners machten einen tiefen Eindruck auf die versammelte Gemeinde. ftfflu. Der Verein für jüdische Geschichte «nd Literatur hat am 1. November mit seinem Vortrag des bekannten Privatdozent Kaplan-Kogan aus Breslau: „Jüdische Wirtschaftsvrobleme der Gegenwart" seine Dinterarbeit in erfolgreicher Weise ausgenommen. Die nach Form und Inhalt ausgezeichneten Ausführungen des Redners, der au» seiner besonderen Eignung aus dem behandelten Gebiete wirtschaftlicher Beirat am Osteuropäischen Institut ist, fanden uneingeschränkten Beifall. Magdeburg. Eine t\ bebrndc Feier fand am Sonntag, den 36. Oktober, vormittags 11 Uhr, auf dem hiesigen jüdischen Friedhofe statt. Sie galt der Denkmalsweihe für die im Weltkriege gefallenen Krieger der Shnagogen-Gemeinde zu Magdeburg. Es starben 32 Mitglieder den .Heldentiw für das Vaterland — eine Anzahl Vermißter nicht eiubezogen. Das Denkmal —- ein Meisterstück der hiesiaeu Baubank — ziert die acht Heldengräber mit den Grabsteinen. die die Namen der Heimgegangenen tragen. (Weitere Ueberführungen waren nicht zu ermöglichen.) Außer zahlreichen Mitgliedern der Gemeinde und den Hinterbliebenen der verstorbenen Krieger waren erschienen: Der Oberpräsident, der Persönlich einen Kranz niederlegte, ein Vertreter deS Regierungspräsidenten, der Polizeipräsident. Vertreter der Militärbehörde, der Oberbürgermeister, Stad träte und Stadtverordnete mit ihrem Vorsteher-Stellvertreter. Eingelcitet wurde die Feier mit dem Liede: ..Ich hott' einen Kameraden", von der Militärkapelle ausaefi'chrt. das eine erschütterrwe Wirkung ausüble. Die Weihrcde hielt in der ihm eigenen schwungvollen Weise, tiefe Ergriffenheit auslösend, Rabbiner Dr. Wilde, der während des ganzen Krieges als Feldprsdiger beim A. O. K. kV tätig war und mit dem E. K. H. und dem Ritterkreuz I. Kliffe mit Schwertern vom königl. ivürtt. Friedrichsorden ausgezeichnet worden ist. Der ftottev führte «. a. c\\f: Hundertmal habe ich im Feld« an tzoldaiengrabern dieses Lied („Ich hott' einen Kameraden") gehört, daS uns immer wieder erschüttert hat. Warum nach drei Jahren noch einmal diese Gefühle aufwühlen? „Wenn Eure Kinder. Euch fragen werden, was sollen Euch diese Steine, dann sollt Ihr antworten: „Diese Steine sollen den Kindern Israel eine ewige Erinnerung sein." (Iosua 46. 7.) Als die Juden aus dem Sklavenland Aegypten ausgczogcn, vierzig Jahre durch die Wüste gewandert waren und in dos heilige Land, das von Milch und Honig floß, einzogen, bauten sie einen Denkstein. Wir aber sind den umgekehrten Weg gezogen: auS einem Land, das von Milch und Honig floß, durch eine vierjährige K riegswüste in ein Sklavenland, über daS stündliche Böller die Peitsche schwingen. Warum bauen wir einen Denk» stein? Nicht zur Erinnerung au vir Zeit, die war oder die ist, sondern zur Erinnerung an junge Menschen, die nüt uns gelebt und sür uns gestorben sind. Der Denkstein soll ein Dank sein. Ein Dank für die Gesinnung, mit der Mt Tod gegangen. Die Gesinnung deS Lebensretters. der bei seinem Werk den Tod gefunden hat, ohne ^aß die Rettung gelungen. Wir danken ihnen als Deutsche, wir danken ihnen als Juden. Sir ruhen im fremden Boden, gestorben für den Boden, auf dem man uns dentschen Juden das Heimatsrecht bestreiten mochte. Der Denkstein soll eine Erinneruna sein, daß kommende Geschlechter noch die Namen kenne». Der Denkstein soll ein Trost sein für Eltern und Geschwister, für Frauen und Kinder. Für die. die ihren Toten hierher bringen konnten» noch mehr für die. die den Gefallenen in Feindesland lassen mußten, am meisten für die, die die Grabstätte chrrs Sohnes, ihres Bruders nicht kennen. Ihre unstäj umherschweifende Sehnsucht soll hier eine Stätte friedliche« Gedenkens finden. Der Denkstein soll eine Warnung sein. Krieg macht die besiegten Völker unglücklich und schlecht, die siegreichen Völker nicht glücklich und noch schlechter. Die Religion soll nicht die Waffen, sondern die Menschen segnen. Der Denkstein soll ein Gelöbnis sein. Wir wollen den Wog nicht rückwärts wandern, wieder durch eine vierjährige Kriegswüste ziehend, sondern mit Gottvrrtrmren vorwärts wandern, vor uns ein Land der Freiheit und des Friedens suchend. Als die Plagen über Pharao kamen, erkannte er endlich den Finger Gottes. Die Feinde Deutschlands werden auch den Finger Gottes erkennen. Dann wird die Zeit kommen, in der wir mit friedlichen Gefühlen vor diesem Denkmal stehen werde». Deutschland wird nicht mehr von Haß umtobt, von Haß durchwühlt fein, sondern wir werden wiffen: Das Land der Arbeit und des Friedens, das Änd der Freiheit und deS Moblstandes. da« üft unser deutsches Vaterland. Hierauf wies der Vorsitzende des Vorstandes der Synagogengemeinde. N. Simon, in treffenden Worten auf die Bedeutung dieser Weibeftunde hin. dankte den Vertretern der Behörden für ihr Erscheinen und dem Künstler für das wohlaelungcne Werl ulw gelobte namens der Gemeinde. daS Denkmal in treue Obhut zu nehmen. Nachdem Kantor Teller ein hebräisches Trauerlied (El mole wchamim) siimmllngsvoll vorgetragen, endete die allen unvergeßliche Feier mit dem von der MUitärkapelle intonierten Gesang: ..Wie sie so sanft rnhen." Beelitz (Marl). Dauerheim für erwachsene jüdische Schwachsinnige. Seit mehr als 10 Jahren besteht die Israelitische Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder in Beeiltz (Mark). In dieser Zeit hat sich daS Bedürfws in incmer steigendem Maße herausgeiiellt, sür diejenigen Insassen, die durch die Anstalt nicht son>ejt gefördert werden können, um in das Leben hinaus entlassen Zll werden, ein Dallcrheim zu schaffen. Auch die zahlreichen Anfragen, die ständig bei der Leitung eingehen. lassen erkeimen, daß ein Notstand in dieser Richtung besteht und die Schaffung eines solchen Dauerheirns eine dringeTlde Ausgabe der jüdischen Wohlfahrtspflege ist. Rur der Umstand, daß bei der jetzigen Deuenulg dir Errichtung eine- Anstaltsgebäudes und der Unterhalt eines solchen Instituts überaus kostspielig ist, hat den Vorstand der Anstalt davon zurückgehalten, diesem Projekte, dessen Ausführung ihm auch von der Zentralwohlfahrtsstelle dringend nahe gelegt wird, näher zu treten. Neuerdings hat sich dem Vorstand eine Möglichkeit eröffnet, irr der näheren Umgebung von Berlin ein AnstaltSgebäudy kostenlos zur Verfügung gestellt zu erhalten, das sich im wesentlichen für das geplante Dauerheim gut eignen und nicht allzu große Umbaulosten erfordern würde. Gestützt auf diese Möglichkeit hat der Vorstand des Vereins Bcesih beschlossen, sich ein Bild von dem Umfange deö Bedürfnisses einerseits, und andrerseits von den zur Verfügung stehenbe» Mitteln zu verschaffen. Dabei wird besonders damit gerechnet, daß erfahrungsgemäß die Angehörigen älterer Schwachnmngcr geneigt sind, das Erbteil der dauernd Unterzubringenden der Anstalt zu überlassen und daß nianche Wohltäter, die Verständnis für die seelische Not der Angehörigen von erwachsenen Schwachsinnige« besitzen, geneigt sein dürften, größere Summen für daS fegerrsreiche Wert zur Lersügung zu stellerr. Daher erläßt der Verein Beelitz z. Zt. an sämtliche jüdische» Gemeinden Deutschlands Fragebogen, die sich mit der Feststellung der Personalien erwachsener Schwachsinniger beiderlei Geschlechts und nüt der Ermittlung der für das Projekt eventuell zur Verfügung stehende» Mittel befassen. Da es in Großstemeinden schwer sein dürfte, das erforderliche Material beizubringen, so wäre es erwünscht, tvenn die Leser dieses Blattes das Vorhaben durch ihre Mitarbeit unterstützen würden. Fragebogen sind in jeder gewünschten Zahl durch daS Büro des Deutsch-Israel. Gemeindebunde-» Berlin W. Sv, Stoglitzerstr. 9 l, zu beziehen. KS«i-«ber-. (O st! » d e n f ü r s 2 r g e in C fl« *«««&€«.) Das Arbetteefürsorgeamt du jüdische« Ctg* Nksattove« Drutschtands hatte zur Besprechung oerlchredena mit der Osttudensürivrge in oer Pcovuz Lstpreußen zusammen-8»gknden ^mgrn da? Mitglied sejneS Gkneralsekreto riatt, Herrn Dr. Senator, nach Evvtkuhnen und Koma-« brrentsandt. Der Besuch in Evdtkutznen ergab, daß die Fürsorge für die osrlübrsch'u Flüchrlirrge. trotzdem die rüdi. sche Gemeinde dort nur 10 Familien zahlt, von vcn Ge> meindamt.tzltstern in vorbildlicher Reise auSgeübt wird:. Die Gemeind« tzrdcknbnen erklärte sich bereit, zu den Koste« der Eibischen Aroei»ersiirsorg«ste1le in Königsberg monatlich -Oll Mark bei?u'mgeu. - 3» iköntgöbcr,< fand am CI»- tsfrct eine Versammlung von Miiülicderu des AorstartbeS und ber Repräsentanz der Gemeinde stönigSberaS. sowie Vertretern der jüdisäen Organifaltonen und e'vzLlnen Ve?- lLulichketten statt. Es berrschie Einigkeit über die Rotwen» diakeit einer oeomncten politischen Vertretung, wie sie das Akbeiterfürsovqemnt und seine Zweigstellen dlttstellen, sowie einer möglichst weitgebenden sozialcu Fürsorge. Die Versammlung nachm einstimmig folaende Resolution an: ,1. Dis nn 8. Oktober 1921 versammelten Vertreter des Borstande? und der Nrpräsentan» der Iüd'schen Gemeinde, sowie der lüdtschen Organisationen Köttl-kbergS ccklärcn Die Mlrecht. »Haltung der Url'ctierss'rsorfcstclle Königsberg für unbedingt n'olberlich. Die anwesenden Vertreter der südftcden Cr*o» nttattonen erklären sich bereit, sich bei chren Organisationen afür einzu^'e«. dan in analoger Wei^e wie bei den am '^run A t bi'-4 et) ü i f ora c fiel kn der Arbrikerfürsoraestelse Königs, era lausende monatliche tzczw. vieU.Häbttichc Beiträge zur '^lwetson Deckung drs Etats nach Mltbaade der mr Ver sllgttng stehenden Mittel überwiesen werden. 2. Die am 8. Oktober 1921 versammelt?-» Mitglieder des Vorstandes und der Reprisentanz der Jüdischen Gemeinde KöniasSerg erkläv« angesichts der Willigkeit der politilch-kon'Nlarischen Dötigkett. sowie der sosialpottttsch.fürwrgcrischen Arbeit des ^rbt-iferfürwr^einteS di« Auirechterbaltnng des HMswerkS kstr dl« osttüdischen svlstchttinge als e-ne unbedingte Notwendt^-it. Denn d'e d:s Ar^eiiertstrsoraeamts Ueat nicht not im Inte-este der Müchtlinge. als vielmehr auch <n dnn tz^r ekn^es-stenm deuttchen 5lndsnbeii. Die Gemeinde Königsberg erwartet — «nd üe riebttt in dieser Erwottnng einen dringenden Appell an die Gemeinden d:r Prouinten da^ auch die^e. und vor allen Dingen die von W Oft* ^ivennot nicht oder nur wenig bettofsrnen. die Ar^c^tettür^ 'orgestelle Königsberg mit lauienaen monatlichen Beiträgen 'mterstützen werden. Di« ver^ammelim Vertreter deä Vor» "gndes nn'o der Re>'r^^entant der Gemewve werden stch dafür «insetzen, daß auch die Gemeinde Königsberg;u de» ^ost«« der Älcheiterfk'r'orsrl'ettL einen lausenden monatlich«« Beitrag, soweit es ibre Mittel iri^Nd erlauben, bewilligt.?ie bed<n»ern dabei, da'i an-d:^' Grobgantti^en. iu4^e'ond-rc ^nch SVrtK verbölinlsmöß'g zu acringe Mittel für diese» 'tweck bewillioi haben." — Die am nächsten Lag stattgesundem Tagung der Gemeinden Ostprsuf-.rns war leider n?<Üi ko besucht, w'e es die Wichtiakett d:r Aiweleqenbeii ettordert ''ätte. Immerbin war'« Perttticr einer Reibe wtchüaer Gemeinden anwe^nd. Rach einac^i'nder Darlegung des Re^e. -ente» Tr.. Genator üb« den Ernst der Sitvation wind« die »achtt-bende Rekolntton angenommen: ^Tie am g. Oft»«»«, *ll21 deckammelten der Gemcwden CftwenßrnS erlläre« stch bereit, in der Erkenntnis der drine"tze» Aotweudtakeit einer produktiven Fürsorge für die oft» 'üdischen Flstchtlim-'e. stch bei i"-ren Gemeinden für eine ka»' 'c«b« monatliche bezw. vierteljährliche Subventionierung der kttbettersürsorgestrll« Königsberg ein»,setzen. Der Synagoge»' 9

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.