Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 1 (1920-1921)
- Issue
- 48 (18.11.1921)
- Date
- 1921-11-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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We Küttüc, chaotische Mut aus &tt Wern VreS Vaters in allen seinen edleren Trieben gehemmt." Nie fürchterlich diese Rasjentheorie die Geistesgeschichte der Menschheit mit einem Umsturz bedroht, ersieht man «Mich daraus, daß Delitzsch auch im zweiten Teile seines Buches „Die große Täuschung" die Geistesverfassung Jesu für unmöglich erklärt, wenn er ans „jüdischm Geblüt" geboren worden wäre (H, S. 63). Indes mit dieser Entfaltung mm Rallen-AntisemittSmus hatte die Entwickeluirasgeschichte der Judenfeindschüft noch nicht ihren Abschluß erreicht. Endlich griff der Antisemitismus auch zum alten Religionsbuch des Judentums als seinem Hauptwaffenarsenal. Dies geschah erst in den neueren Jahrzehnten. Erst da sing hauptsächlich der frühere Müller Theodor Fritsch (in Leipzig) an, die Streitschrift „Mein Beweismaterial gegen IÄive" zu veröffentlichen, die jetzt unter dem Titel „Der falsche Gott" (4. Ausl. 1916) erscheint. Seitdem wird von ihm auch in seiner Halbmonatsschrift „Der Hammer" mW in vielen Schriften von Antisemiten, wie z. B. in A. Hoffmann-Kutschk^s Buch ^Deutschland den Deutschen" (1931). 10 ff. das Alte Testament att Zeugnis benützt, um die heutige Iudenschaft schon in Ären Vorfahren als niedriggesinnte und be trügerische Menschen zu erweisen. Diese neueste Wendung im antisemitischen Kampfe hängt aber, wie zu ihrem Der ftändnis bemerkt werden muß. mit dem immer schärferen Hervortreten einer extremen Richtung des reNqwnS geschichtlichen Wellhausenianismus zusammen. Dies zeigt sich an zwei Tatsachen: Erstens wurde eS durch die Gut achten von Vertretern dieser Richtung zuwege gebracht, daß Fritsch in seinem zweiten Gotteslasterungsprozeß (1914) freigesprochen lvurde (vgl. mein Schriftchen „DaS Obsrgutachten im Gotteslasterungsprozeß Fritsch". 1918), Der zweite Beweis für den Zusammenhang der antisemi tische» Verwendung des Alten Testament- und dem er tremen Wrllhau senianismus liegt in Delitzschs Buch „Die große Täuschung" vor. Denn nicht nur nennt er Wellhausen ausdrücklich (S. 7) als seinen Vorgänger, sondern viele seiner Aufstellungen stimmen mit den Meinungen der Dellhausenianer zusammen, wie z. B. seine Behauptung daß die Stiftshüttc erdichtet worden sei (vgl. meine erst». Gegenschrift. S. 17 ff.). Die Beurteilung dieser neue st en Phase deS antisemitischen Kampfes, in welcher das alte ReligivnSbuch des Judentums als besten hau'vtsächlich st eSWasfenarsenal benützt wird, soll nun der Gegenstand der folgenden Darlegung sein. Diese meine Ausgabe meine ich ober so in Kürze erledigen zu können, daß ich mein Gesauttthema „DaS alte Rekiglonsbuch des Judentums als neuestes Waftenarseual des Antisemitismus" unter zwei Gesichtspunkten betrachte. Der erste von diesen Gesichtspunkten gibt aber folgenden Eindnick und deshalb folgenden ersten Gegenstand der Erörterung: DerAntisemitismutz verkennt am althebräischen Religionsbuch dessen Autorität »ES Geschttht-qneUe i m e r t r e nr ft « n M a ß e. (Fortsetzung folgte druckt, zu Giftmischern und Mordbrennern gestempelt. Hier tritt zuerst die antffemitische Berallgemeiuerungsmanie aus und in diesem Sinne wich auch in der Schule gelehrt. Ein anderes Beispiel. Im Reuen Testament (Ev. Matthäi 5. 48) heißt eß: Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hasten. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde. Wohl firtbci sich zuerst im Alten Testament (3. B. Mos. 19. 18) das Gebot bet Nächstenliebe, aber der Nachsatz, den Feind zu hasten, ist »«wahr, nicht in Bibel, nicht in Taltnud zu finden. (Siehe 2. B. Mos. 23, 4 u. 5.) Der neutestamentlichen Darstellung entsprechend wich in den Schulen gelehrt. So lesen wir in einem pädagogischen Büchlein, betitelt „Hilfsmittel zmn evangelischen Religionsunterricht, von Oberlehrer Evers und Pros. Fauth" (Berlin 1892): „Das alte (national beschränkte) Gebot der Nächstenliebe (3. B. Mos. 19, 18) mit dem (rabbinischen) Ansatz des FeindeShastes wich Gebot der allumfassenden Menschenbezw. FeindeSliebe. Die Verfasser haben wahrscheinlich nie einen Talmud gesehen, geschweige, daß sie eine Ahnung von seinem Inhalt haben. Die ticsbetrübendc Erscheinung hierbei liegt darin, daß unsere Gegner sich nicht belehren lasten; nicht von jüdischen Gelehrten, denn hie Werden als befangen obgelchnt, und nicht von christlichen Gelehrten, die bibel- und talmudkundig die Ergebniste ihrer Forschungen mit bestem Misten und Gewissen der Wahrheit gemäß in ihren Schriften verkünden. Sie werden als Iudengenosten stigmatisiert. Zu den letzteren Gelehrten zählt der ehr würdige Geheime Konststorialrat Professor Dr. D. Eduard König in Bonn, einer der namhaftesten Vertreter der alt testamentarischen Wissenschaft. Positiv gläubiger Christ, als echter Wissenschaftler von ausgeprägtem WahrheitSftreLen und Gerechtigkeitsgefühl beseelt» kann dieser edle Mann weitesterr Kreisen als Vorbild echten Menschen tumS dienen. Unermüdlich betont er in Wort und Schrift den Ewigkeitsgeholt der jüdischen Religion. In Vorträgen vor Lehrern und Lehrerinnen hat dieser Gelehrte moderne Anschauungen über den Ursprung der israelitischen Religion (Langensalza 1906) besprochen. Da kennzeichnet er steff Religion als eine solche, die von den Vätern Abraham usw. ererbt war. Cs gab eine Religion, bei deren Pflege daS Herz der Israeliten jubelte uttb hei deren Verletzung ihr Gewissen zitterte. Ein solcher reli giöser Eigenbesitz Israels fordert auch seinen GeschichtS verlauf: Israel hatte sich gar nicht als ein besonderer Menschentcil erhalten können, wenn es nicht eine eigen artige Religion besessen dätt*. Israel wäre von den Wellen der Völkerbewegung verschlungen worden usw. Das Wesen der israelitischen Religion gründet K. au folgende Punkte: 1. Aus einen immer voller sich entfaltenden Mono t h e i s m u S; 2. die Geistigkeit Gotte- (Prinzip der Bildlosigkeit): 3. die Heiligkeit GotteS; 4. die Bestimmung zur Universalität; 5. den Hochflug in das religiös-vwralische Ziel seiner Zukunstsperspektive; 6. daS Moment, das sich zeigt durch das konstante Horvortttten von Interpreten der wahren Religion Israel- Pie Jahrhunderte hindurch. Denn Kuno Fischer in seinem „Schopenhauer" die Frage ausivirft: „Die will man die Geschichte und Bedeutung der jüdischen Religion würdigen, wenn man ihre Propheten aor nicht in Rechnung zieht und kennt?", so behandelt Prosestor Kömg „DaS alttestamentl i ch e P r o p h e t e n t n m" und die moderne Geschichtsforschung (Gütersloh 1910) und legt dar, daß die Proleten das Organ des ewigen Gottes und daS leberwige Gewissen ihrer Nation waren und alle- Tun für sie unter den religjys-moralischen Gesichtspunkt fiel. K. ist der Ansicht, „daß die wahre Religion Israels schon von ihrem Ursprung an ihr Echo in einem Prophetentum gefunden hat. Er zitiert auch einen oberen Forscher (Riehm), der einen ihm gleichen Standpunkt vertritt und ausdrücklich bemerkt: Der alttestamentliche Prophetismus ist durchaus religiös-sittlichen Gedanken dienstbar", und „der alttestamentliche ProphetiSums hat universalistisch die höchsten Interesten der ganzen Menschheit im Auge". Wir können hier nicht Königs zahlreiche Schriften alttestamentarischen Inhalts namentlich austühren. nur mochten wir in dankbarer Anerkennung erwähnen, daß dieser wahrheitseifrige Gelehrte unerschrocken, mit dem nötigen Rüstzeug, wie nur einer, versehen, den Kamps Verlogenheiten im antisemitischen Lager aus gewiesen auf Königs jüngst erschienene Schrift: „Wie wert jat Delitzsch recht?" (Berlin 1921), worin der zweite Teil von D.'s „Die große Täuschung" kritisch beleuchtet wird. Gegen Delitzsch und Genossen, die den Gott Abrahams und Israels einen .,Stammgott" ähnlich dem moabitifchen Nott KamoS nennen, behauptet Eduard König: „Die Grundanschauung der Propheten wie deS ganzm Alten Testaments, von besten ersten Kapitel an, ist, daß der Schöpfer der Welt und der Menschen, der Regent deS Weltalls und der Versorger der gesamten Menschheit, dann mit Abraham in eine besondere Beziehung getreten ist." — „Die Tatsächlichkeit der Ausäqe von dcrGleichhcitdesWeltengottes mit dem Gott, der sich dann insbesondere Abraham. Mose und den ihm gleichen Propheten enthüllt hat. leuchtet von den ersten Müttern der Bibel ab mit völliger Klarheit ihren Lesern in die Augen." König bekämpft auch e-ine grundlose Neigung mancher Neueret und Delihsch's: d i e Kulturfähigkeit und Kulturleistung von Der Rasse abhängig zu machen. Das heißt, das Körperliche mit dem Geistigen, das Geblüt mit dem Gemüt verwechseln, indem er unter anderm darauf hinweist. wie wenig sich Jesus als Nichtisraelit fühlte, bewiese der Ausspruch: „Das Heil kommt von den Juden" (Ioh. 4, 23). — Der falschen Auffassung D.'s: „Kein Mensch, kein Volk hat Zutritt zu Gott außer durch das Medium Israels", begegnet K. mit den Worten: Nur d a s ist sicher der Sinn der Worte: Unfo gesegnet werden sollen in dir alle Geschlechter auf Erden (Gen. 1,3) und so des ganzen Alten Testaments. daß der wahre Segen, die direkte religiös-sittliche Gemeinschaft mit dem wahren Gott, zunächst in Israel enthüllt, in ihm durch die religiöse Verbindung mit diesem Volke allen Menschen zuteil werden folt" So begeht Rwfessor König in der Tot Kiddusch hoschem. indem er die „Verdrehung der gotte-geschichtlichen Tatsachen" beleuchtet und der Wahrheit die Ehre gibt. In dem greisen Bibelforscher vereinigt sich streng wissenschaftlicher Geist mit einer tief sittlichen Natur. Aus vollem Herzen rufen wir ihm zu: Chasak w'emaz! HHBSB Eüuarü König anö seine Stelloag zum Judentum. Don Dr. M. Spanier, Magdeburg. Wenn \vit dem Wahrheilssinn, der Wahrheit der Wissenschaft als alleiniger Grundlage aus dem Gebiete der Erziehung und des Unterrichts das Wort reden, so wollen wir damit keineswegs die zu ertveckcnden religiösen Ge mütserregungcn, wie religiöse Pietät, aus dem Wege ge räumt wissen. Wir müssen aber die Forderung erbeben, daß die in Leben, Staat und Gesellschaft zu verwirklichen den sittlichen Ideale nicht mit haßerrege irden Vorstellungen untermischt werden, sodaß das ethische Bewußtsein in seiner Reinheit nicht in die Crsckzeinung treten kann. Es ist auch unverantwortlich, in leicht empfänglichen fugend licherr Seelen den Kamps gegen Andersgläubige zu ent fachen. Anlaß hierzu bietet das Neue Testament, das als Tendenzschrist mit der Mutterreligion um die Palme ringt. Nur zwei Beispiele. Die Pharisäer, Vertreter der Iudenhelt zur Zeit Jesu, die von echter Frömmigkeit durchdrungen waren, werden im Neuen Testament samt und sonders zu Heuchlern, oder wie Güdemann sich auS-1 genommen und weiterführt. Schließlich sei nur noch hin Mitteilungen -es Hilfsverekns -er Deutschen Ju-en. AnswandLrungswesen. Der vom Hilfsverein der Deutschen Juden vor einiger Zeit übernommene jüdische Bahnhofsdienst am Schlesischen Bahnhof in Berlin wird entsprechend der dauernd steigenden Zahl von Emigranten weiter auSgestaltet. Die technische Arbeit liegt in den Händen eines besonderen Ausschusses. Der Bahnhofsdienst ist in den letzten Wochen namentlich stark von größeren geschlossenen Transporten und solchen Auswanderern in Anspruch genommen worden, die über Nacht in Berlin Rast halten müssen. Die Zahl der Emigranten hat die monatliche Durchs schnittshöhe von 5000 Personen erreicht. Im Reiche ist besonders der jüdische Bahnhofsdienst in Osnabrück vor schwere Aufgaben gestellt. Trotz der Schwierigkeiten, die in einer kleinen Stadt Beherbergung und Verpflegung großer Transporte bei kurzer Ausenthaltszeit bieten, ist es möglich gewesen, die Fürsorge für die Duräitvairderer vermittels eines ehrenamtlichen, mit großer Eingabe des Amtes waltenden Komitees in bester Weise zu regeln. In Bentheim kontrolliert den Durchwanderen verkehr auf dem Bahnhof, soweit erforderlich, das dortige Schutzkomitee des Hilfsvereins der deutschen Juden. Wir hatten im Juli d. Js. die erste Liste von Dertraucnsleuten und Vermittlungsstellen veröffentlicht, an die sich ostjüdische Glaubensgenossen behufs Erkundigungen über Verwandte, mit denen sie die Berbindung verloren baben, wenden körnren. Die Zentrale deS Hilssvereins der deutschen Juden in Berlin übernimmt es, nachdem ihr die entsprechenden Angaben van den Vertrauensleuten übermittelt worden sind, Informationen einzuziehen. Die großen jüdischen Organisationen des Auslandes leihen hierbei dem Hilfsverein der deutschen Juden berweitwilligst ihre Mithilfe. Bei der sehr erschwerter! Einwanderung nach den Bereinigten Staaten ist es von besonderer Bedeutung für die in Deutschland befindlichen Ostjuden, die Adressen von Angehörigen über See zu erfahren. Me sich täglich zeigt, sind die Verwandten in den überseeischen Hastara Wassers. II. «ön. 4, 8-37. Erziblimg von Elisa und der Simanntin ist «in schön«- Gegenstück zur Toravorlesrmg; den« diese erzötztt: Ahrahams Gastfreundschaft. dt« Veckündiguna an Sara und Isaak» Geburt. Opferung und -ietlungi Den Anfang der Haftara (o. 1—7) lasse ich fort, fyt'X tt keine Beziehung zur Sidra und keinen Zu» sammenhang mit der Haupt erz'ihlrrng hat. ,In der PaeallÄerzählung 1. kön. 17,7—21 ftettMb ist die Frau mit dem Oelkrug mit der Prophetenwirtin identisch! — Der rckigiöse Wett der Erzählung liegt für unS nicht i« dem Wunder, sondern in folgend-» Gr danken 1. Gastfreundschaft findet unerwarteten Lohn, ebenso Ehrung religiS'er Führer. 2. Gott hilft noch da. wo d«e Mensch an Rettung verpveiselt: Vertraue«, mit E'ungte Verbünde«, schafftsl 3. Rebe» dem i« Beruf versunkenen Mann hat die Frau die Initiative für die ideale» Ausgaben zu ergreifen, besonders für Wohltätigkeit, Förderung der Religio« und Kinderdsi«2«; sie soll den «iigiösen Führer rufen, um das Tote tu der Jugenv zu wecken! Der Führer selbst soll die Frau nicht >g-:ringschatzrn! Ter Gatte über soll die Mittel für die Pficge des Idealen zur Der» kügung stellen? Eines Tages kam Elisa ou.ch Zurum. Dort wohnte eine vornchme Frau, dir nötigte, ihn zu Tisch!. Tann kehrt» er dort NN« Essen rin. so »st er vorüberkanl. Sie aber sprach zu V)tm Man» »Ich weiß dach: es ist ein heiNgcr G»tteS«amt. der immer yta vorüberkommt: -Laß uns doch B» Ach«» DachstÜdche» WuchchUdchul «* ftrife» ihm Bett, Tisch. Stuhl und Leuchter hinein: Mag ct dock abstetgen, so oft er zu uns kommt!' Und sie taten je: EineS Tage« kam Elisa wieder, da konnte er hwaufgehe» und dort schlafen! Da sprach er zu Gechast, seine« Burschen: Jluff diese Simaurttin!« dt ries stör aber sie bllrb draußen stehen Darauf sprach ENsa zu Geaast: .Tag' tbr doch: Sieh, du hast dir unsertwegen so v'el Mühe gemacht. — tvas kann man für dich tun? Hast du vielleicht eine» Wunsch, daß man beim König oder einem Heerführer für dich sprichtt" Sie aber antwor^:« »Ich wohne ja mitten in meinem Volker Da sprach Elisa: .Was läßt sich als» für sie tun!" Und Gechast antwor e'e: ^M»er fle hat ja keine« Sohnl^ Da sprach Elisa: „fM« sie!' Und Gechast ries, mW sie trat an d'e Tür. und Elisa sprach: »Uc^erl Jahr, — Wie die lebend ge Zeit! — herzest du einen Sohn!* Sie antwortete dar, auf: .Nicht doch, mein Herr! Man» Gotte-, täusche deine Magd doch «ich?" «der übers Jahr, wie die lechevdtge Zeit, rrtitlt st« wllll'ch eine« Sohn, wie Elisa ihr vechetsten. Das Kind wavd groß, und eine- Ta<°es ging «S au hinein Vatrr bei de» Schntttrm. Da sagt« «S plötzllä Mein Kopf, mein Kopf! Der Vater riss einen Burschen: Trage ihn w seiner Mutter!" Der nab« ihn und brachte lfm 3« ihr. nM> ct saß ihr aus dcn Aitien bis Mittag, ~- dann aber starb er! Da stand sie aus und legte ihn aus das Bett des GottesnutnueS, schlaß gb und ging und rief ikirem Manne zm .Schick' mir doch eine» Bursche» mit einer Eselin: Ich muß einmal eisonds zu de« GatteSmanne. — ich komrne fofott zurück!" Er fragte noch: .Worum ged' du heute?u ihm? Es ist ja weder Sabbat noch Neumond!" sie aber sprach: .Schon gut!', sattelte die Eselin nnd sagt, d u Vuffchen: .Gel», iceib' und laß mir nicht halten, es ei denn, daß ich eS dir befehle!" Sa ritt sie, vUi st» zu dem Gottrsmann an da» BimriaiHf» chm» AlS d <er sie von ferne sah. sprach « zu seinem Burchen Gechast: .Da ist ja unsre Sunamitin! Eile ibr doch ntgo^en und frage sie: Wie ceht es dir? Deinem Manne? ^ernem Kinde?" Sie antwortete: Als sie aber aus de» Beri zu dem GotteZmann« selbst kam. umfaßte sie siebend se'ne Füße. Gschast trat dazu, um sie wttzustoßen: ''och der Gottesmann sprach: .Laß sie! Ihr ist bitter zu Mut. mir a"'«r befehlt eZ Gott noch, er bat mir nichts os'enba t! ' Darauf sprach sie: .Hab« tck denn meinen Herrn um einen So^n gebecon? Habs ich nicht gesagt: Tausche mich nichtsf" Da sprach er zu Grchasi: .Gürte detire Hüften, nimm meine» Stock in die Hand und geh! Triffst du innanden, grüß' ihn nicht! Grüßt dich ^cmand, anttvorte nicht! Dann lege meinen Stock ans des Knaben AnüiN!" Die Mutter der Knaben aber sprach: .So wabr Gott lebt ind bet deinem Leben: Ich laß dich nicht los!" Da stand uselbst auf rn d ging mit tbr. Gechast war vorangcgangeu und legten den Stock auj deS Knabe» Rntl'tz; doch kaw kein Laut und Mn Leben; »eichen. Da aing er zurück Ihm «ntacgen und meldete: J&tx Knabe ist nickt ettvawt!" So lag der Knab« noch, tot auf dem B-tt, als Elisa d^s Hauö betrat. Da ging er hinein, schloß die Tür hiwer sich und beVe zu Gott. Dann stand er aus und lenke sich über daS K'nd. — Mund aus Mund und Arm' aus Aug' und Hano ans Haitd! So blieb er. bis der Leib des Kindes warm ward. Daraus stieg er hinab unß ging im Hause einmal auf und nieder, und ging wieder hinauf mrd lrgte sich noch einmal über den Knaben. Da nieste der Knabe wobl sieben Mal und öffnete die'Auaen! tt' d Eli^a r*cf Geckast und sprach: .Ruf' unsre Gmiantitin!". d»esir r'rs sie. und ff: kaut, und er svrach: .Riunn deinen Sohn!" Da fiel ste ihm zu Füßen, und beuate sich betend zu Blöden, - - und nahm ihren Sohn und ging. »».ch.a.