Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 1 (1920-1921)
- Issue
- 38 (26.8.1921)
- Date
- 1921-08-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Aehnliche Sympathie aller, und das WU viel bedeuten, bleibt ihm aber auch gewahrt im weltumspannenden Orden Bne-Brith, dem er sich stets brüderlich geweiht, seitens des Akademischen Vereins sür jüdische Geschichte und Literatur und von seinen gleichaltrigen und jüngeren Freunden, zu denen ich mich rechnen darf. Die fördernde Liebe und Güte, die er wie vielen auch mir selbstlos erwiesen, die Teilnahme, die er als Seelsorger auch meinen Lieben in Freud und Leid bezeigt, sie bleibt uns unvergeßlich, und darum mag es erlaubt sein, daß ich dies hier bekundet habe. In einer großen Stadt ist ja die Anbahnung und Durchführung des Vertrauensverhältnisses zwischen Gemeinde und Rabbiner sehr erschwert. Um so mehr verdient und fand es Anerkennung, daß Hochfeld immer gestrebt hat, die rein formellen, kalten und leeren Beziehungen zu verinnerlichen. Sein energischer, furchtloser und gerechter Geist, sein vornehmes, ruhiges und taktvolles Wesen, seine korrekte und aufrecht-gerade Art, dazu die Treue, welche er dem greisen und kranken Lehrer stets geweiht, haben ihni hohe Acbtung und echte Liebe beschert. Das Gelöbnis bei seiner feierlichen Amtseinführung: „zedek, zedek tirdauf, Gerechtigkeit und Liebe sollst du erstreben", leuchtete ihm stets voran und machte sein kurzes Dasein doch zum wahren und vollkommenen Leben. Darum ist er nicht hingerafft in der Hälfte seiner Tage, er erbt auch das Land der Ruhe und des Friedens, das der ewige Gott den Lauteren und Frommen verheißen bat. fius dem Reich. Berlin. Das „Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands" teilt mit: „Der ostjüdischen Durchwanderung durch Deutschland hat das deutsche Judentum nicht tatenlos gegenübergestanden. Es hat im Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands und im Jüdischen Arbeitsamt Institutionen geschaffen, die den Schwierigbnten, welche sich aus einer ungeregelten Transmigration durch deutsches Gebiet ergeben konnten, wirksam entgegenarbeiteten. So hat das Arbeiterfürsorgeamt mit Hilfe befreundeter amerikanischer Verbände auf allen Gebieten der Wohlfahrtspflege für die ostjüdischen Flüchtlinge eine wichtige, auch im Interesse der gesamten deutschen Bevölkerung liegende Arbeit zur Linderung großer Not geleistet. Das Jüdische Arbeitsamt hat in Ergänzung dieser Tätigkeit durch die produktive Fürsorge der Arbeitsbeschaffung im Einvernehmen mit den Landesarbeitsämtern dafür gesorgt, daß diejenigen Durchwanderer, die zu einem weiteren Aufenthalt in Deutschland gezwungen waren, durch nutzbringende Beschäftigung der deutschen Wirtschaft eingegliederr wurden. Die Arbeit der genannten Institutionen ist in Gefahr. Sie wurde bisher mit Hilfe der Subventionen des großen amerikanisch-jüdischen Joint Distributions Comittees -ausgeführt. Diese Hilfe ist jetzt wesentlich eingeschränkt; daher ist es notwendig, daß sich die an der Weiterführung einer geregelten Flüchtlingsfürsorge interessierten Kreise mit allen Kräften für deren Finanzierung einsetzen." Berlktt. Derer st eweiblicheDoktorjuris der Berliner Universität ist eine Jüdin. Fräulein Hanna Katz, die Tochter des Geh. Justizrats Dr. Edwin Katz, erhielt dieser Tage für ihre Arbeit „Lücken im Arbeitsvertrag" und auf Grund der mündlichen Prüfung die Doktorwürde. Während in der philosophischen und medizinischen Fakultät seit Jahren viele Damen promoviert worden sind, ist es bisher noch keinem der allerdings weniger zahlreichen juristischen Studenten weiblichen Geschlechts an der Berliner Universität gelungen, die Doktorwürde zu erhalten._ Kongreß der zionistischen Weltorganisation. Am 1. September wird in Karlsbad der Kongreß der zionistischen Weltorganisation eröffnet werden, den 500 bis 600 Delegierte besuchen werden. Neben den sachden Kurfürsten Johann bittet, die brandenburgischen Juden zu vertreiben, und als Grund für diese Bitte den Mischen Wucher angibt, tellt ihnen Johann mit, daß die Schutzbriefe der Juden noch einige Jahre liefen, und daß man diese Zeit erst abwarten müsse. „Eigentlich war ein anderer Bescheid beabsichtigt worden", heißt es in der brandenburgischen Urkundensammlung, „es sollte nämlich die Ritterschaft daran erinnert werden, daß zu der Zeit, als die Juden unter der Regierung Friedrich II. aus dem Lande verwiesen waren, die Ritterschaft von den Christen noch ärger als vorher von den Juden mit Wucher bedrückt woÄen wäre. Aus diesem Grunde seien die Juden mit ihrem Handel wieder zugelassen worden, und solange dieselben nur den ortsüblichen Zins forderten, würde er, der Markgraf, ihnen nicht entgegentreten." (Vgl. Urkundenkodex von Riedel III, Bd. 2, S. 245, Schriften zur Geschichte der Stadt Berlin, Heft 21, S. 5, Bd. 23, S. 6.) Im 16. Jahchundert, in dessen erster Hälfte die Juden aus der Mark Brandenburg vertrieben waren, war der Wucher der Nichtjuden allgemein; Kurfürst Joachim II. erließ wiederholt strenge Befehle und Strafandrohungen gegen den Wucher; er bestimmte, daß nur 6% Zinsen zu nehmen erlaubt sei. (Vgl. Gallus, Geschichte der Mark Brandenburg HI, S. 69.) 1564 beschwert sich der Rat von Frankfurt a. O. über den „heillosen Wucher" der Juden, über ihre Lästerung der christlichen Religion, über ihr Hereinschleppen der Pestilenz ins Land usw. beim Kursürsten Joachim II. (Vgl. Spieker, Chronik von Frankfurt a. O., S. 154 ff.) lichen Verhandlungen ist ein Turnfest und ein Wettspiel zwischen den besten jüdischen Fußballmannschaften vorgesehen. Die freie Mische Bühne aus Wien wird im Karlsbader Stadttheater während der Kongreßzeit Vorstellungen geben. Die Kongreßleitung gibt ein eigenes Tageblatt heraus. die »weisen von Zion". Die sogenannten Protokolle der „Weisen von Zion", die in der antisemitischen Agitation der ganzen Wett seit einiger Zeit die Hauptrolle spielen, sind seinerzeit von der „Times" trotz ihrer Sinnlosigkeit ernsthaft behandelt und besprochen worden. Die „Deutsche Tageszeitung" hat sich .damals ausdrücklich auf die Autorität des englischen Blattes berufen und damit die Aufmerksamkeit begründet, die sie Dem Machwerk zugewandt hat. Dieselbe „Times" sind es jetzt, die feststellen, daß es sich bei dem Buch um eine ziemlich einfältige Fälschung handelt. Das Buch war im Jahre 1905 von einem russischen Beamten Sergius Nilus veröffentlicht worden, der behauptete, von einem Freunde die Protokolle eines geheimen Kongresses erhalten zu haben, den eine jüdische Organisation in Paris abgehalten hat, die sich zum Ziele gesetzt hatte, die bestehende Zivilisation zu stürzen und eine jüdische Weltherrschaft zu errichten. Durch Zufall ist jetzt der Konstantinopeler Korrespondent der „Times" zu der Feststellung gekommen, daß die Protokolle nichts anderes sind, als eine zum Teil wörtliche WiÄergabe, bei der nur die Namen verändert waren, eines Pamphlets gegen Napoleon III., das in Brüssel im Jahre 1864 veröffentlicht wurde und den Titel trägt: „Dialogue aux enfers entre Machiavel et Montesquieu, ou la Politique de Machiavel au XIX. Siecle. Par un Contemporain." (Ein Zwiegespräch in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquien, oder die Politik Machiavellis im 19. Jahrhundert. Bon einem Zeitgenossen.") Kurz nach dem Erscheinen des Buches wurde von dem Pariser Polizeipräsidenten Haußmann als Verfasser des Pamphlets der Pariser Rechtsanwalt und Publizist Maurice Joly ermittelt. Und Joly erhielt 18 Monate Gefängnis. Ein Exemplar des Buches befindet sich im Britischen Museum. Die Aufklärung des Schwindels durch die „Times" hat für Deutschland noch ein ganz besonderes Interesse. In der antisemitischen Hetzpropaganda spielt das Kapitel „Auf dem Judenkirchhof in Prag", des zu Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhurrderts veröffentlichten Schundromans „Biarritz" von John Retclifse — recte des bekannten Kreuzzeitungs-Redakteurs und noch bekannteren falschen Zeugen im Waldeck-Prozeß, Hermann Goedsche, der nach der Erklärung des Staatsanwalts in diesem Prozesse „das Bubenstück ersonnen hatte, um einen Mann zu -verderben" — eine ganz hervorragende Rolle. Fast alle antisemitischen Schriften, Flugblätter usw., die über die angebliche jüdische Weltherrschaft verbreitet werden, basieren auf den in diesem Kapitel enthaltenen Mitteilungen über die angeblichen Beratungen der Vertreter der zwölf Stämme Israels auf dem alten Prager Judenkirchhof. Viele wörtliche Uebereinstimmungen zwischen dem Inhalt der „Protokolle der W. v. Z." und dem in Rede stehenden Kapitel des Goodschen Romans machten es zur Gewißheit, daß beide Machwerke eine gemeinsame französische Quelle benutzt haben müssen, die zeitlich in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts angesetzt werden muß. Diese gemeinsame Quelle ist eben das gegen Napoleon III. gerichtete und im Jahre 1864 voröffentlichte Pamphlet des Pariser Rechtsanwalts Joly. Aus dem Goedscheschen Schundroman stanimt auch das seit dem Jahre 1891 von den deutschen Antisemiten in Millionen von Exemplaren verbreitete Flugblatt „Eine Großrabbiner-Rede". Dieses Flugblatt ist zu Beginn dieses Jahrhunderts ins Russische übersetzt worden, und es bildete ein Hauptagitationsmittel bei den blutigen russischen Judenprogromen der Jahre 1903—1906, bei denen so viele unschuldige Menschen ihr Leben lassen mußten. 1565 wiederholte der Magistrat seine Klagen gegen die Juden und berichtet in interessanter Weise, daß gerade die christlichen Händler den Exodus der Juden sehr gern sehen würden. Kurfürst Joachim II. antwortete dem Rate in einem Briefe vom 10. Juli 1565, in dem es u. a. heißt (man lese den köstlichen Brief in der Spiekerschen Chronik nach!): „Und er st e ns die Juden betreffend, wollen wir die nicht schützen, sondern lassen sie mit allen Lastern, so ihr ihnen schuld gebt, besudelt, des Teufels, da sie sich nicht bekehren, sein und bleiben. Wir achten aber auch hinwiederum, daß es besser wäre, diefelbigen geduldet und xfe litten, als solches auch sonsten im heiligen Reich deutscher Nation hin und wieder geschieht, und sie zu mehrer iyrer Schmach und Strafe bis an dev Welt Ende bleiben sollen und müssen, denn auf ihr Austreiben und Vertagen so. hart dran« gen und sich nichtminder ihrer Sünden und La st er zum äußersten befleißigen. Denn es ist unvermeintlich wahr, daß leider jetzt unter den Chri.sten nicht ge. ringere wie nicht größere Gottes lä st e. rungen im Schwange, denn eben unter den Juden. Mit Verringerung aber und Verderbung der Münze, Wucherei und anderen unziemlichen Händeln und Auf. sätzen sind die Christen nunmehr d-er Juden Met st er soweit, daß die armen Juden, denen es auch an großen Haupt, summen mangelt, diesfalls gegen die Christen nur als Schüler zu achten. So Ungarische Heerführer über öle ungarischen jüdischen Soldaten im Weltkrieg. Aus dem Anlässe, daß die Pester Israelitische Religionsgemeinde im Herbst den im Weltkrieg gefallenen Helden jüdischer Konfeffion und den jüdischen Opfern der Gegenrevolution vttte solenne Trauerfeier zu veranstalten gedenkt, hat sich die Zeitschrift „Egyenlösög" an drei hervorragende ^ungarische Heerführer im Weltkriege mit einer Anfrage um deren Meinung über die jüdischen Frontsoldaten gewendet. Das zitierte Blatt veröffentlicht nun in seiner jüngsten Nummer die ihm zugegangenen Antworten dreier Generale der gewesenen österreichisch-ungarischen Armee. Der frühere ungarische Landesverteidigungsminister Baron Alexander Szurmay schreibt unter anderem: „Wir begehen die Gedächtnisfeier toter jüdischer Helden, die dem Baterlande den größten Tribut, den ihres Lebens, entrichtet haben; denn hätten sie ihre schwere Pflicht nicht getreulich erfüllt, so würde vielleicht jetzt keiner von ihnen im Grabe schlummern. Es wäre somit von den Lebenden, also von jenen, die die große Sturmflut nicht hinweggefegt hat. unbillig, undankbar und ungerecht, würden sie anders handeln. Es ist ein wichtiges Landesintereffe, daß der wahllose Heldenkult sobald als möglich allgemein werde; zum Schaden der Landesverteidigung haben wir in dieser Hinsicht ohnehin schon viel verabsäumt. Durch den Heldenkult ziehen wir neue Helden auf, und auf diese staatserhaltenden und sichernden Stützen — und zwar auch aus die jüdischen Helden — ist unser unglücklichs kleines Land jetzt mehr als je angewiesen." F. M. L. Baron Geza Lukaczich äußert sich über die Mischen Soldaten: „An der Front, also auf dem Schlachtfelde, ist bei mir gegen Offiziere und Mannschaften jüdischer Konfession keine Klage geführt worden. In den meisten Fällen waren die Vorgesetzten über die konfessionelle Zugehörigkeit ihrer Subalternen gar nicht unterrichtet, denn während des Krieges hatten wir keine Zeit, uns mit dergleichen zu befassen. Die Leitung sah nur darauf, ob der Soldat seine Pflicht erfülle oder nicht. Ich lernte die jüdischen Soldaten als ebenso gute Krieger einschätzen, wie die Angehörigen anderer Glaubensbekenntnisse. Es ist nicht vorgekommen, daß etwa gegen jüdische Soldaten vom Gesichtspunkte des persönlchen Mutes Klage erhoben worden wäre. Ich entsinne mich nicht, daß gegen jüdische Soldaten wegen Feigheit oder Fahnenflucht verhältnismäßig öfter das Verfahren ein» geleitet worden wäre, als gegen Soldaten, die einer anderen Religion angehörten. Während des Krieges wurde nur eine einzige Beschwerde laut, die im ersten Augenblick den Anschein ernsten Charakters hatte: daß nämlich von den jüdischen Soldaten verhältnismäßig mehr den Bureaus und Kommandos zugeteilt waren, als von anderen Soldaten. Rach Ueberprüfung dieser Beschwerde kamen wir dahinter, daß sie ihre Ursache in der außerordentlichen Eignung und Brauchbarkeit der jüdischen Soldaten im Bureaudienst habe und daß die Betreffenden auch dort nützliche und pünktliche Arbeit verrichtet haben. Die jüdischen Soldaten aber, die während des Krieges an der Front waren, haben sich als gewissenhafte, tapfere und wackere Kämpfer bewährt; das kann und darf auch nicht geleugnet werden." F. M. L. Desider v. Molnar berichtet über eine Heldentat des Reserveleutnants Karl Grün bei Gorliee, der hierbei den Heldentod erlitten hatte, und schließt diesen Bericht mit den Worten: „Keines einzigen unter meinen jüdischen Soldaten oder Offizieren aber, der sich feige geführt hätte, vermag ich mich zu erinnern. Soviel jüdische Soldaten ich kannte, so viele brave, tapfere ungarische Jungen waren es." __ Bismarcks Stellung zum Judentum. Zu der über dieses Thema auch von uns kürzlich veröffentlichten Artikelreihe teilt der Verfasser, Ministerialrat Dr. Otto Jöhlinger-Berlin, der „Kölnischen Zeitung" folgendes mit: „Auf meine Artikelreihe ist mit eine ganze Anzahl von Inschriften zugegangen. Der weitaus größte Teil war zustimmender Natur. So schreibt mir z. B. einer der wenigen zurzeit noch lebenden Mitarbeiter Bismarcks wörtlich: „Ihre Artikel über die Stellung des großen Kanzlers zur Judensrage entsprechen überall der Auffassung, die ich persönlich über diese gewiß nicht uninteressante Frage habe gewinnen können, und ich könnte das von Ihnen Gesagte durch mancherlei Aeußerungen des Fürsten Bismarck, die er in meiner Gegenwart, besonders später in Friedrichsruh, gemacht hat, bestätigen. Als Staatsmann (verschieden von seiner Jugendzeit) hat er die Judenfrage und Antisemittsmus nicht aus Empfindungen heraus, sondern auf Grund reicher Menschenkenntnis beurteilt." Von anderer Seite ist aber immer wieder auf die Beziehungen Bismarcks zu Stöcker hindürft ihr auch dergleichen Meister nicht suchen. Ihr werdet sie bet euch in den Ringmauern finden können, deren Ver. mögen viel geringer sein würde, denn es also ist, wenn sie sich der jüdischen Wucherer und anderer jüdischen Händel nicht mehr und unziemlicher beflissen, denn eben die Juden selbst tun können und dürsen. Und zwar läßt sich auchdtese Weigerung, die Juden anzunehmen, mehr dahin ansehen, daß sich etliche bei euch von ihren jüdischen Händeln Rachteil oder Eintrag befahren, denn daß es aus somderltchem christlichem Eifer und andächtiger guter Wohlmeinung geschehe" usw. Sapienti sat! Der Kurfürst Joachim II. scheint ein sehr lebenskluger Herr gewesen zu sein, der sich kein X für ein U vormachen ließ! Ich finde, daß sein Brief ein bißchen aktuell wirkt. Es würde vielleicht nichts schaden, wenn unsere modernen Antisemiten ihn sich ein wenig ckd notam nehmen würden. Uobertriebene Hoffnungen in das Gerechtgkeitsgefühl dieser Herrschaften scheinen allerdings nicht am Platz zu sein, denn -bisher haben sie immer gezeigt, daß sie allen Belehrungen und der Sprache der Taffachen unzugänglich sind. ... Dr. L. D. Frau Dr. Gertrud Be: ndix.Wasser, Berlin, Tochter des Justizrats Bendix, Breslau, veröffentlicht in den „Annalen des Deutschen Reiches", Heft 1919, 7/12 bis 1920, Jhvg. 1921, S. 341 ff., eine Abhandlung, betitelt: „Zur Frage der ungleichen Entlohnung von Männer, und Frauenarbeit".