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Jüdisch-liberale Zeitung · 1921-08-26 · 38 (26.8.1921) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
1 (1920-1921)
Issue
38 (26.8.1921)
Date
1921-08-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
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wenn sie Iriegserblindet sir^ oder aus Krücken angehumpelt kommen, so ist doch oder gerade deshalb die Stellungnahme dieser hohen Militärs bemerkenswert. Es gibt ein anderes Land in Europa, das auch Tausende und Abertausende solcher „braver, tapferer Jungen" auswies, die seit langen Jahren in fremder Erde schlafen, auf den Höhen von C o m b r e s und am „Toten Mann", in den Vogesen, an der Somme und in Belgien, in Flandern und am Hartmannswellerkopf, am Kamm der Karpathen tief im ewigen Schnee, dort wo die Putna rauschend durch rumänisches Bergland sich gießt, vor Riga und vor Belgrad, weit in Polen, im glühenden Sande Makedoniens und tief unten auf dem Grunde des Weltmeeres, ja ein anderes Land, das auch viele hohe Militärs auswies und noch ausweist, Generäle, die sich zu den schmachvollen Verunglimpfungen ihrer heldenmütigen, gefallenen Untergebenen in ähnlicher Weise noch nie geäußert haben. — Wir deutsche Juden müssen auf Anerkennung von außen her verzichten — wir haben sie, als wir uns begeistert freiwillig zu den Fahnen meldeten, und auch nachher nie erwartet — wir dachten an 1813, 1870/71 und das — was folgte. ' Wir müssen uns selbst verteidigen, müssen denen, die schwach genug waren, der Unwissenheit und dem bezahlten Betrüge zu erliegen, Material an die Hand geben, aus dem sie erkennen, daß sie auf falschem Wege sind. Gerade in letzter Zeit ist die Lüge von der „Drückebergerei" der Juden während des Krieges wieder fleißig kolportiert und von jüdischer Seite oft gebührend zurückgewiesen worden. Es ist Zeit, daß mit dieser haltlosen Verleumdung endgültig Schluß gemacht wird. Und dieser Zustand könnte wenigstens annähernd erreicht werden, wenn man jedem die Wahrheit suchenden — andere sind nicht zu überzeugen — und von der Schuld der Juden durch gefälschte Tatsachen und Zahlen überzeugten Nichtjuden — und, leider sei es gesagt, auch Juden, die prächtige Broschüre in die Hand drücken könnte, die von Dr. Jakob S e g a l l verfaßt und mit einem Vorwort des Direktors des Statistischen Amtes der Stadt Berlin, Professor Dr. Heinrich Silbergleit versehen, kürzlich vom Ausschuß für Kriegsstatistik herausgegeben wurde.*) Der Raum verbietet mir, das hervorragende Büchlein, das in die Hände all derer gehört, die sich mit der Frage der Teilnahme der Juden am Kriege näher befassen, eingehend zu behandeln. Auf zirka 60 Seiten wird auf Grund e i n w a nd f r ei e n M a t e r i a l s die Zahl der jüdischen Feldzugsteilnehmer und ihre Verteilung auf Provinzen und Staaten, die Zahl der jüdischen Kriegsfreiwilligen, die Verwendung der jüdischen Soldaten an der Front, die Verluste, die Auszeichnungen und Beförderungen festgestellt — und eine Reche wertvoller Tabellen ergänzen das Büchlein. Der Verfasser kommt in der Zusammenstellung zu dem Ergebnis: 1. zirka 100 000 deutsche Juden haben am Feldzüge teilgenommen, d. h. die jüdische Bevölkerung in Deutschland hat restlos den auf sie entfallenden Anteil an Kriegsteilnehmern gestellt; 2. zirka 80 000 jüdische Kriegsteilnehmer sind an der Front gewesen, d. h. vier Fünftel aller jüdischen Feldzugsteilnehmer und zwar nahezu gleichmäßig in allen Provinzen und Staaten haben vor dem Feinde gestanden; . 3. zirka 12 000 jüdische Kriegsteilnehmer haben die Heimat nicht wiedergesehen, d. h. die deutschen Juden haben Blutopfer ge bracht, die nach Lage der Dinge durchaus entsprechend sind; 4. zirka 35 000 sind kriegsdekoriert, 23 000 befördert worden, darunter mehr als 2000 zu Offizieren, d. h. die jüdischen Kriegsteilnehmer haben an den Erfolgen kriegerischer Leistungen in einer dem Durchschnitt mindestens entsprechenden Weise teilgenommen. *) „Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege 1914—1918." Berlin 1921. Philo-Verlag, Berlin SW. 68, Lindenstraße 13. DaS ist in großen Zügen der Jnhaltdes erschütternden Buches. Und diesen einwandfreien Zahlen zum Trotz gibt es Subjekte, die das Andenken der gefallenen jüdischen Helden in den Kot zu zerren und die Verdienste der zerschossenen oder leidlich gesund nach Hause zurückgekchrten zu verkleinern versuchen. Lügen, Verleumdungen, gefälschte Zahlen müssen herhalten, vhne die ein waschechter Trutzbundantisemit nicht gut auszukommen vermag. — Ja, Verleumdungen — ein Kapitel für sich. Nicht nur hinsichtlich der „Drückebergerei". Man denke an den famosen Herrn R e i f f g e r st e, Vorsitzenden des Breslauer „Schutz- und Trutzbundes", der kürzlich in einer Versammlung den Ausspruch tat, der Zentralverein trachte antisemitischen Führern nach dem Leben, und der dann, angeklagt, in der Gerichtsverhandlung klein beigeben und eingestehen mußte, daß alles, alles, was er behauptet hatte, aus dem kleinen Finger gezogen war und dafür zu — 500 Mark Geldstrafe verurteilt wurde. Weiß Gott, wir deutschen Juden haben, abgesehen davon, daß wir die Aufreizung zur Ermordung Andersdenkender Leuten vom Schlage des Antisemiten L e b i u s überlassen, gar keine Veranlassung, die Beseitigung von Führergestalten, wie Reiffgerste, Knüppelkunze, u l l e oder gar D i n t e r zu verlangen. Solche Leute, und vor allem der letztgenannte, der sich besonders verfolgt ühlt, kompromittieren ihre Sache dutzendemal mehr als es ein ganzes Schock noch so geriebener Juden und „Juden genossen" vermöchte. Nein, nein, um Gotteswillen, sie ollen bleiben, um in hoffentlich nicht allzulanger Zeit ver einsamt auf weiter Flur — Offiziere ohne Soldaten — dazustehen. Ich bin Optimist. Auch in Deutschland wird sich in ruhiger Zeit eine Phalanx aller anständigen Leute gegen iden unwissenschaftlichen Radauantisemitismus bil den. Man imponiert mit Schlagworten und mit Dinter scher Wissenschaft auf die Dauer nur einer bestimmten und bedauernswerten Menschenkategorie. Aber etwas muß heut schon verlangt werden — mit allem Nachdruck. Lange genug sind wir verleumdet und in den Kot gezerrt worden, lange'genug haben wir zugesehen, wie gerade die Elemente, die unsere Menschenwürde am meisten besudelten und vor Gericht nicht den Schatten eines Beweises für ihre Behauptungen beibringen konnten, mit geringfügiger Geldstrafe belegt wurden, die sie möglicherwse nicht einmal selbst bezahlten — wenn man sie überhaupt bestrafte. Ich kann es nicht verstehen, wenn man bei solchen Leuten den mildernden Absatz 2 des § 187 R.-Str.-G.-B. zur Anwendung bringt — und auch die Wahrung berechtigter Interessen darf nicht so weit gehen, daß man seinem Nächsten auf ehrlose Weise die Ehre abschneidet. Keine zu weste Auslegung des § 193 bei antisemitischen Verleumdern und rücksichtslose Anwendung des § 187 Abs. 1. Einige Probeurteile dürsten abkühlend aus Leute vom Schlage eines Reiffgerste, eines Kunze, eines Wulle wirken. Mit der üblichen Art der Geldbestvafung, die noch dazu wohl in den seltensten Fällen die ^Ehrabschneider persönlich trifft, bessert man nicht und schreckt man nicht ab. „Macht ganze Arbeit mit den Juden! Bestien reizt man nicht, man tötet sie!" So tobte sich, lange vor der europäischen Hitzekatastrophe in einem schmierigen Flugblatt einer der geistigen (!) Führer des Heda-Gummiknüppelantisemitismus, Dr. Heinrich P u d o r, aus. Ich aber sage: „Macht endlich einmal ganze Arbeit mit jener Klique, die das Ansehen des deutschen Volkes immer tiefer und tiefer in den Kot zerrt." Eine interalliierte Behörde stellt teilweise Verführte und Verirrte wegen Aufreizung der Bevölkerung vor's Kriegsgericht. Bor deutschen Gerichten aber billigt man Leuten in führender Stellung, Verleumdern mit kaum zu überbietender ehrloser Gesinnung mildernde Umstände zu. Der Erlaß der Interalliierten Kommission wurde — irre ich nicht, just an dem Tage herausgegeben, an dem Herr Reiffgerste in Breslau mit 500 Mark Geldstrafe und einem blauen Auge davonkam. Ein merkwürdiges Zusammentreffen! Samson Hochfelö. Von Rabbiner Dr. Salomonski in Frankfurt a. O. Genau zwei Jahre nach unserem Lehrer Maybaum, den er als bevorzugter Schüler mit ergreifender Würdigung zu Grabe geleitet, ist am 6. des Trauermonats, ganz plötzlich und darum zu unserem größeren Schmerz, Samson Hochfeld verschieden. Nach vierzehnjährigem, gesegnetem Wirken in Berlin und vorangegangener, in dankbarer Erinnerung gebliebener Amtszeit in Düsseldorf und Frankfurt a. O., wurde er nach dem Willen Gottes hinweggenommen aus heller Mittagszeit 'des Lebens ins Tal der chatten. Sein jähes Hinfcheiden führt allen, deren Aufgaben hier noch nicht abgeschlossen sind, die Pfalmbitte nahe: „Ewiger raffe mich nicht dahin in der Hälfte meiner Tage, immer währen ja Deine Jahre!", und gebietet uns jene demütige Bescheidung und Mahnung zugleich, die ihm gewiß nicht gefehlt hat: Sei immer gerüstet! Daß der ewige Gott aber den Menschen nach kurzer Zeitlichkeit noch weiter dauern läßt, wenn ein gutes Andenken ihm folgt, gewährt uns an des Entschlafenen Bahre tzinen ersten Trost. Die guten Taten, die sittlichen Errungenschaften formen ein bleibendes, nicht vergängliches Bild, und mag er auch viel zu früh, in der Hälfte seiner Tage, von uns geschieden fein, es gilt auch von ihm: „Immer währen Deine Jahre!" Hochfelds rabbinisches Wirken dauert fort. — Was er auf der Kanzel seiner Gemeinde bot, war kein leerer Hall, noch öde Phrase. Die Ueberzeugtheit des Redners wurde eine ertragreiche Ernte den Andächtigen, die Wucht ynd Echtheit der stets edlen aber ungekünstelten Sprache zu einem starken Appell für Gemüt und Geist. Besonders in seinen Kinderpredigten, die er als junger Rabbiner gehalten und der Öffentlichkeit übergeben hat, zeigt sich das ferne und erfolgreiche Bemühen, als Freund zur Jugend zu sprechen und ihr die Religion als Lebensgut und -bestes darzubieten. So wurde frühzeitig sein Streben darauf gerichtet, die Verbindung von Glauben und Lehre, diesen zarten Schößling der Wissenschaft, zu Pflegen. Durch seine Berufung als Dozent an die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums fand er schönste Gelegenheit, die Disziplinen der Pädagogik und Methodik zu vertreten, und eine treue Hörerschar, darunter auch Männer, die schon ihre Studien abgeschlossen hatten, aber bei ihm noch zu lernen sich bewußt waren, lohnte seine Lehrtätigkeit. Wenn der Verewigte bei diesen Leistungen allgemeine Sympathie und natürlich erst recht im Urteil seiner Kollegen und besonders der liberal gerichteten hohe Wertschätzung genoß, so war er als moderner Mensch auch über den engen theologischen Kreis hinaus beliebt. Die nur zu oft dem Rabbiner anhaftende falsche Vorstellung, daß er der geborene Rückschrittler in Kern und Schale, Eiferer und Finsterling sein und bleiben müsse, wurde durch ihn und seine Neigungen aufs günstigste widerlegt. Wie jedem Menschen Vorzüge verliehen sind, so war in ihm und mit chm eine besondere Gabe: die Aesthetik. Hochfeld war ein Schöngeist. Ob wir an seine hohe musikalische Kunst denken, die er im Verein mit seiner gleichgerichteten Gattin zu religiöser Weihe erhob, wenn sein süßes, starkes und beseeltes Geigenspiel alles im Banne hielt, ob die Erinnerung sich regt an das traulich-behagliche Heim seiner Arbeit, an seine Liebe zur Literatur, einer schönen Bibliothek, einem geschmückten Buche, immer findet sich selbst bis zur Ausprägung seiner charakteristischen Schrift im vollendeten Briefstil jenes anziehende, lebensvolle und verbindende Moment, das die Herzen ihm zuneigte und ihn in der Gesellschaft zum Mittelpunkt machte. Schon allen Fernerstehenden teilten sich diese Wahrnehmungen mit; was war, was bleibt er da erst den Seinen, denen, die sein Eigenleben genossen und mit ihm und für ihn da waren! Die Liebe und Freude, die er als Gatte und Vater, als Sohn und Verwandter gespendet, der Kummer, dem seine verwaiste Familie anheimgefallen ist, sie verschmelzen in ein einziges rührendes Gefühl sanfter Wehmut und werden nicht aufhören, die Hinterbliebenen trauernd zu umschweben, aber auch zu trösten. Ueber öen .vermaledeiten jüdischen Wucher". Ein Anonymus in Berlin hat eine Broschüre „Ueber den jüdischen Wucher" erscheinen lassen, die er in vielen Tausenden von Exemplaren an alle möglichen Stellen versandt hat. Es wäre interessant, festzustellen, von wo die erheblichen Geldbeträge für den Druck und die Verbreitung der Veröffentlichung stammen. Anscheinend steht irgend eine antisemitische Organisation hinter diesem neuen Versuch, das Urteil Unbefangener und Unwissender zu vergiften. Die Broschüre selbst — in spottschlechtem Deutsch geschrieben — lohnt kaum der Erwiderung; nur auf einiges soll eingegangen werden; der Verfasser bemüht sich nämlich, „historisch" nachzuweisen, daß die Berliner und märkische Bevölkerung seit Jahrhunderten von den bösen, wuchernden Juden ausgesogen worden sei; er behauptet natürlich nur, ohne zu b e w e i s e n. Kenntnis historischer Urkunden und Beherrschung des Quellenmaterials darf man natürlich nicht von ihm erwarten! Da ich persönlich aber in Berliner und märkischen Chroniken, sowie in den Quellen zur Geschichte dieses Landteiles jahrelang geblättert habe, will ich gerne auch mit einigen Angaben dienen, die freilich nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern deren Herkunft und historische Glaubwürdigkeit jedermann nachprüfen kann. Am 16. August 1356 bestimmt Markgraf Ludwig der Römer — und diese Verordnung war lediglich für die Christen bestimmt —, daß man für 10 Pfund märkischen Silbers eine jährliche Rente von einem Pfund kaufen könne; er fetzt also das Zinsmaximum auf 10 % fest (vgl. Zeitschrift für märkische Forschungen, Bd. 17, S. 59, Risdels Urkundenkodex, 3. Bd. 1, S. 39).. Dann wird im 14. Jahrhundert im Berliner Stadtrecht den Christen erlaubt, Verzugszinsen zu nehmen (Zeitschrift für Geschichte Berlins, „Bär", V., 1879, S. 42). Im Urkundenkodex für die Geschichte der Mark Brandenburg wird von unausgesetzten kirchlichen Wucherverboten berichtet (Urkundenkodex I., Bd. 3, S. 232). Verschiedene dieser Kirchenverordnungen sind in Epochen erlassen, in denen keine Juden in der Mark Brandenburg lebten. In der Urkundensammlung findet man folgende Bemerkung: „Die Kirche konnte nicht erreichen, was sie erstrebte. Das Bedürfnis des Leihens in kleinen Summen und darauf, gerichteter Leihgeschäfte war schon damals sehr dringend. ... Es hatten daher auch solche Geschäfte, die man als wucherlich betrachtete, überall gryße Ausdehnung gewonnen. Bischof Konrad klagt im Jahre 1427 (Tit. VIII Kirchenordnung), daß es in der Stadt, wie in der ganzen Diözese überall Menschen beiderlei 'Geschlechts gäbe, die sich eigens darauf legten, Geld in kleinen Summen auszuleihen, bei dessen Rückzahlung sie sich oft ein Zehntel bis ein Fünftel mehr, als das Darlehn betrage, zurückzahlen ließen. Durch die Verfolgung solcher den Bedürfnissen entsprechenden Leihgeschäfte von seiten der Geistlichkeit wurde das Wucherliche derselben mit der Zeit nur um so größer, indem den heimlichen Unternehmern solcher Geschäfte über den Gewinn, womit sie sich sonst begnügt hätten, nun auch noch die Gefahr, in harte geistliche Strafen zu verfallen, und das Widrige öffentlicher Verunehrung, in dem Zinse vom Borger vergütet werden mußte." So sehr die Geistlichkeit aber gegen den Wucher öffentlich eiferte, so gerne beteiligte sie sich im geheimen an dem damals schon verachteten Gewerbe. (Vgl. Funk, Geschichte des kirchlichen Zinsverbotes, S. 21 und 29, Schaub, Der Kamps gegen den Zinswucher, S. 38, Lamprecht, Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter, S. 822, Schmoller, Forschungen, 152, S. 36.) Klöden, der berühmte und allgemein anerkannte Historiker der Mark Brandenburg, berichtet (St. d. K., S. 66), daß vermögende Christen, „unter diesen selbst viele Geistliche", ihr vorrätiges Geld an Juden liehen, „damit diese wucherten, und den Gewinn mit dem Eigentümer des Geldes teilten". 1472 schickte der Kurfürst Albrecht Achilles seinen Rat Hertnid von Stein nach Rom (vgl. Publikationen aus den Preuß. Staatsarchiven, Bd. 59, Priebatsch, Albrecht Achill, Bd. 1, S. 320); dort soll dieser ir. a. vom Papste einen Gebotsbrief gegen das Wuchern der Geistlichkeit erwirken, das so arg wäre, „das sich kein jud hieinnen vor in, als sie clagen, ernern kann" (vgl. Burkhardt, Quellensammlung zur Geschichte des Hauses Hohenzollern, Bd. 1, S. 28); die christlichen Priester „gebrauchen sich des Wuchers in l manseltig weiß Hy Innen im Land so gar gröblich, daß es I sund und schand ist." Als im Jahre 1480 die Ritterschaft i

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