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Jüdisch-liberale Zeitung · 1921-07-22 · 33 (22.7.1921) · page 3

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
1 (1920-1921)
Issue
33 (22.7.1921)
Date
1921-07-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Eine interessante Urkunde. Herr Justizrat Bendix, Breslau, hatte die Freundlichkeit, folgende Schriftstücke aus seinem Familienbesitz uns zum Abdruck zur Verfügung zu stellen: Dfil Bezug auf den Bericht vom 7. August d. I. remitieren wir Ihnen das Privilegium vom 15. Januar 1508 mit dem Eröffnen, daß es vorläusig bei der, den Juden Abraham Jonaszkiewicz und Michel Bendix zu Krotoschin erteilten Erlaubnis zum Bierbrauen bewenden muß und zwar nunmehr, als die christlichen Brauer keine exclusive 'Realberechtigungen Nachweisen können. Uebrigens wird diese Erlaubnis bei den jetzigen Verhältnissen, wo die Preise des Bieres der christlichen Brauer gegen die Getreiidepreise außerordentlich -hoch stehen, eine Wohltat für das Publikum sein. Posen, den 1. September 1824. Königl. Preuß. Regierung 11. (Unterschrift.) An den Herrn Landrat Krotoschiner Kreises Nr. 1318. zu Krotoschin. Abschrift obiger Verfügung nebst Original-Anlagen dem Edlen Magistrat zu erteilen, umsowohl die Braukommune als den Abraham Jonaszkiewicz hiervon in Kenntnis zu setzen. Krotoschin, den 2. Oktober 1824. Königl. Preuß. Landrath Krotoschiner Kreises. (gez.): v. B o r ch. An Einen Edlen Magistrat Nr. 5441. Hier. ' Abschrift des Vorstehenden denk p. und Michel Bendix zur Nachricht. Krotoschin, den 19. Oktober 1824. Der Magistrat. (gez.) Unterschrift. Air die Alttestamentarischen Glaubensgenossen Abraham Jonaszkiewicz und Michel Bendix Hier. Die Richtigkeit vorstehender Abschrift beglaubigt. (Unterschrift.) Auf den Bericht vom 7. d. Mts. wegen der den Juden Jonaszkiewicz und Michel Bendix erteilten Concessionen zur Biersabritation. Per copiam Decreti. Es bleibt lediglich bei unserer Verfügung vom 1. Septenrber Nr. 1313 ans den darin enthaltenen Gründen und sind den Juden Jonaszkiewicz und Michel Bendix durchaus keine ferneren Hindernisse im Betriebe der Bierbrauerei in den Weg zu legen. Es liegt am Tage, daß den Protestationen des Stadtrais nur Zunftsinn und Eigennutz auf Kosten des Publikums zu Grunde liegt. An ii:. den Herrn Landrat Krotoschiner Kreises zu Krotoschin. Abschrift dem Magistrat in Krotoschin auf die Eingabe vom 6. October cr. Abschrift auf die Eingabe vom 7. October cr. Posen, den 12. October 1824. Königl. Preuß. Regierung 11. (gez.) Unterschrift, pro vero Copia. An die Alttestamentarischen Glaubensgenossen Jonaszkewicz und Michel Bendix. Nr. 696. zu Krotoschin. Umstehende beide Abschriften der beiden Regierungsverfügungen vom 2. October 1824 Nr. 5441 und vom 12. October 1824 Nr. 696 sind mit den in den landrätlichen Akten befindlichen Urschriften voll gleichlautend, welches hiermit bescheinigt wird. Krotoschin, den 14. März 1830. Königlicher Landrat Krotoschiner Kreises. (L. S.) Unterschrift. Ms üem Reich. Berlin. Eine der wichtigsten Aufgaben des Hilfsvereins in der nächsten Zeit ist es, den Ostjuden, die sich nach Deutschland geflüchtet haben, zu ermöglichen, mit ihren Verwandten in den überseeischen Ländern in Verbindung zu treten und die Verwandten, sobald sie aufgefunden sind, zu lbewegen, den in Deutschland sich befindenden Flüchtlingen zu Hilfe zu kommen. Die amerikanischen jüdischen Organisationen, das Joint Distribution Committee und die Hias, haben sich zur Mitarbeit bereit erklärt. Sollten die Flüchtlinge, nachdem sie von ihren Verwandten in den überseeischen Ländern die nötige Unterstützung erhalten haben, Deutschland verlassen wollen, so wiw ihnen der Hilfsverein behilflich sein, die zur Ausreise nötigen Papiere zu erhaltet:. Zur Durchführung einer untfassertden systematischen Aktion hat der Hilfsverein der Deutschen Inden die Mithilfe von Vertrauensmännern und Komitees in: Reiche gewonnen. In Anbetracht der großen Wichtigkeit der von uns geplanten Aktion, die sowohl im Interesse unserer Glaubensgenossen aus dem Osten, wie auch im Interesse der deutschen Juden liegt, veröffentlichen wir nachsteheird die erste Liste der Vermittelungsstellen, an die sich ostjüdische Glaubensgenossen behufs Erkundigungen über Verwandte, mit denen sie die Verbindung verloren haben, wenden können. Weitere Listen werden folgen. 1. Liste von Vertrauensleuten und Vermittelungsstellen. Braunschweig: Landesrabbiner Dr. Rieger, Steinstraße. Bremen: Rabbiner Dr. Rosenak, Parkallee 15 17. Breslau: Ernst Muyr, Kornerstraße 10. E a j \ e l: Landesrabviner Lr. Waller. D a r m st a d t: Theodor Meyer, Bleichstraße 26. Düren: Alexander Bendix. Düsseldorf: Rabbiner Tr. Eschelbacher, Kasernenstraße 67. Emden: Jakob H. von der Walde. Erfurt: Rabbiner Dr. Salzberger. Fürth: Damd Lehmann, i. Fa. Lehmann u. Co., Bahnhosstraße 1. Frankfurt a. O.: Max Strack, Schmalzstrahe 3. Frankfurt a. M.: Israelitischer Hilfsverein, Langesirahe 30. G l o g a u : Max Moses. Göppingen: Rabbiner Dr. Tänzer. G ö t t i n g e n : Rabbiner Tr. Behrens, Bunsenstraße 12. Hagen: D. Strauß, i. Fa. Kaufmann u. Strauß, 12 bis 12)4. Hamburg: Hilfsverein der Deutschen Juden, Ferdinandstraße 14. Hannover: Rabbiner Dr. Freund, Stiststraße 1,1. Hildesheim: Landesrabbiner Dr. A. Lewinsky. Konstanz: Siegmund Schwarz, Töbelestraße 16, Werktage 1—2. L ü b e ck : Marlin Mansbacher, Antonlstraße 2, 7 bis 9 nachmittags. Magd bürg: Leonhard Sperling, Kaiserstraße 16. M' ü n ch e n : Verband der Israelitischen Wohltätigkeitsvereine, Herzog-Maxstraße 5, Speech stunden 10—12. Rostock: Arnold Bernhard, Schnickmannstrabe 9, werktäglich 10—12. Saarbrücken: Gilbert Worms, Kaiserstraße 22. Ulm a. D.: Rabbiner Dr. Straßburger. Zwickau i. Sa.: Wilhelm Grün'berg, Jsr. Gemeindeamt, Mtttelstratze 4. II. Berlin. Die russischen Monarchisten zur Judenfrage. Ein hier erscheinendes russisches Blatt berichtet über eine geheime Konferenz der russischen Monarchisten in Reichcnhall. In offizieller Form wurde auf dieser Konferenz zur Judenfrage nicht Stellung genommen, doch wurde der Wunsch geäußert, bei entschiedener Ablehnung und Bekämpfung des Bolschewismus, diese verderbliche Bewegung nicht einzig den Juden in die Schuhe zu schieben. Es gäbe unter Juden wie unter Nichtjuden ebenso kommunistische wie antikommuniMche Elemente. Potsdam. Fahnenjkandal. In Treinmen, Kreis Osthavelland, fand die Grundsteinlegung zit einem Kriegerdenkmal statt. Da alle Bewohner Geld dazu hergegeben hatten, verlangten die linksstehenden Parteien auch neben der schwarz-weiß-roten Flagge die Farbe der Republik zu Wen. Im selben Moment brach ein Tumitlt ans. Der Kriegerverein verlangte die soforüge Entfernung der chwarz-rot-goldenen Fahne. Pastor Dietz weigerte sich, die Rede zu halten, wenn dieser „verhaßte Lappen" noch weiter an dem Mast hinge. Ter Vorstand des Denkmalsausschusses, Lehngutsbesttzer Fritze aus Tremmen, legte sogleich seinen Vorsitz nieder. Als die aufgeregten Bauern handgreiflich wurden und Rufe wie ,/Nieder mit der Berliner Judenfahne", „Nieder mit dem dreckigen Lappen" iimner aufgeregter erschollen, entschlossen sich die Männer der Linksparteien, um nicht die Feier äusfallen zu lassen, die republikanische Fahne ins Spritzenhaus zu bringen. Die Menge drang nach und verlangte die Vernichtung der Fahne. Schließlich blieb nichts anderes übrig, als die Flagge auf dem Felde zu vergraben. Dann kehrte Pastor Dietz zum Fundament zurück und legte seiner Rede. die Fronterdolchung und Judenregierung zugrunde. Hannover. A n t i s e m i t i s ch e s N o 1 g e l d. Die hannoversche Stadt Tostedt gibt als Notgeld einen 50-Pfg.- Schein heraus, der ein antisemitisches Hetzbild übelster Sorte als „Zierde" enthält. Es ist da als Symbol ein Baum abgebildet, an den: zwei Juden aufgeknüpft sind, wahrend eine Anzahl Raben sich abseits halten, als scheuten sie sich, diese Leichen anzurühren. Ein Hpruch, in dem von „Schiebern" die Rede ist, illustriert die geistreiche Zeichnung. Gewissenloser kann wohl die Politische Hetze kaum getrieben werden. Görlitz. Zum Besten der „I ü d i s ch e n K i n d e r - hilf e" veranstaltete Kantor P a g l i n (Dresden) am 5. Juli d. I. hier einen Liederabend. Dem Charakter der Veranstaltung entsprechend, hatte er für die Vortragsfolge fast ausnahmslos Werke jüdischer Komponisten gewählt. Mit der großen Eleazar-Arie aus Halevys „Jüdin" erhielt der Abend einen stimmungsvollen Auftakt. Es folgten zwei Lieder von Rubinstein (Vertonungen Heinescher Gedichte), ernste Jargonlieder von Braunstein („Sand und Steine") und Arno Nadel („Aheim") und schließlich ein bunter Neigen meist heilerer Volkslieder im Jargon. Ein Programm von solcher Mannigfaltigkeit setzt eine starke künstlerische Persönlichkeit voraus; die Aufgabe gelang restlos. Ein Sänger von dem blendeiDen Stimmbesitz Paglins ist natürlich des äußeren Erfolges sicher; dafür bürgt sein sieghafter Tenor, eine Stimme von heldischem Glanz, die das hohe 6 mühelos herausschmettert. Es spricht für den Sänger, daß er von diesem Material nie geschmacklosen Gebrauch macht; davor bewahrt chn ein feines musikalisches Empfinden und ein hochtünstlerisches Einfühlen in den musikalischen Gehalt der Werke. Diese Unterordnung unter den Geist des Kunstwerks verrät den echten Künstler! Der lebhafte Beifall bewies den Dank der Hörerschaft für den hohen künstlerischen Genuß, aber auch für die Bereitwilligkeit des Künstlers, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen. Königsberg i. Pr. Das jüdische Ferienheim R e u h a u s e r. Die Mische Gememoe von Königsberg übt seit ki;er eine großzügige Woylsahrtsarbeit, die sich schon daraus ergibt, bap iie kürzlich in drr Lage war, lm Kreise geladener Gäsie die Einwerhungsseier ihrer zwölften Wohlfahrtsanstalt, nämlich des Jüdischen Ferienheims in Reuhäuser zu begehen. Eine große Anzahl von Würdenträgern, Vereinsdelegiertcn und Prwatpec vnen war der Einladung gefolgt. Das Heim ist bereis je.t dem 5. Juni dieses Jahres in Betrieb genommen, und die frische Farbe und rundliche Fülle der jetzt dort weilend-n F<rienkinder zeigte am besten, daß es seine Aufgabe, der Jugend — und außerhalb der Ferienzeit auch erwachsenen M.nnern und Frauen — die notwendige Erholung zu bieten, vollauf erfüllt. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Kaufmann Arthur Cohn, gab nach einigen Begrüßungsworien einen Ueverblick der Geschichte des Ferienheims, das der Jniti.ckive des Schwesternbundes der Kamloge uno einer Stiftung der Eheleute Keller seine Emstehung verdankt. Ter Präsident der Kantloge, Pros. Dr. Theodor E o h n , wies aus die ethische Begründung des Bivclwortes „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" hin und wünschie dem Seim eine in jeder Hinsicht gesunde Zukunft. — Gemeindaabbiner Dr. Lewin pries als Vertreter des „Jüdischen Wohlsahrtsverbandes" und insbesondere des „Frauenvereins für israelitische Krankenpflege" die Liebesarbeit und. soziale Gesinnung, die dieses Heim entstehen ließ. Stadtme'd-izinalrat Dr. I a n k o w s k i begrüßte im Aufträge des Königsberger Magistrats die Arbeit des Kuratoriums dankbar und betonte die Notwendigkeit engen Zusammenhalts zur Stärkung der Arbeitsfreudigkeit. ich will nicht hier sterben, wo mich hundert Dinge an vergangene Zeiten erinnern. — Und in ernster, aufrechter Männlichkeit packte er seine wenigen Sachen zusammen, besorgte einen Korb mit bunten Herbstblumen und schüttete ihn zum Abschied vor der Türschwelle des Hauses ans, in dem sie früher gewohnt hatte. Als die Sonne emporstieg, schien sie auch in den Eisenbahnzug, der ihn in ein anderes Land führte. — Still und gefaßt saß er da und blickte in das lichtüberglänzte Land, über die goldenen Stoppelfelder, auf die in leuchtenden Farben prangenden Bäume. — Bald werde ich in euch allem sein, murmelte er, und ihm war, als wüchsen ihm Schwingen, mit denen er über Raum und Zeit dahinslog. Breslauer Kunstausstellung. Es ist schade, daß in Breslau nicht regelmäßig alljährlich mit staatlicher Unterstützung große Kunstausstellungen veranstaltet werden, wie in Berlin, München und Dresden. Es würde sich dann zeigen, daß die zahlreichen hier wirkenden Kunstkräste nicht weniger beachtenswerte Leistungen zu. tage fördern, als in jenen alten Metropolen deutschen Kunstschaffens. Für einige kunstgewerbliche Bestrebungen ist Breslau geradezu jungfräulicher Boden und man muh, sich über den Fleiß und Ernst, mit dem just hier gearbeitet wird, aufrichtig freuen. Die letzthin in dem reizenden Scheitniger Parkgelände von der Galerie Lichtenbevg veranstaltete, Ausstellung bot eine derartige Fülle des Interessanten und Schönen, daß jeder, der sie nicht sah, wirklich etwas versäumt hat. Junge bahnbrechende Talente, die jede Förderung und Anerkennung verdienen, sind z. B. die Söhne Conrab und Alfred des bekannten hiesigen Kunstgewerblers und Gravierers Carl Scheu. Es war bedauerlich, daß Alfred Scheu nicht eins seiner Plakate oder eine seiner getriebenen Etsenarbeiten :c. ausgestellt hatte, denn sämtliche Arbeiten dieses jungen Künstlers, vor allem seine modernen Oelmalereien, bekunden hervormgendes Talent; Alfred und sein Bruder Eonrad sind ganz bedeutende Könner, die wohl noch eine große Zukunft haben! — Conrad Scheu machte uns m.t mehreren seiner Plakate vertraut; seine große Antündigung zmn ..Mirakel", sein mit verblüffender Verve in wenigen Stricken hingeworfener Affe (Plakat für den Zoologischen Garen), sein Bastionsplakat, (das B mit der schwingenden Fahne), sind schon Mleisterwerke! — Recht interessant waren auch die Plakate Gerhard Stein's „Wählt Deutsch!" und sein Blatt mit der Totenmaske. — Eine ganze Reihe jüdischer Künstler und Künstlerinnen tvaren mit typischen Arbeiten vertreten und widerlegten in überaus treffender Weise das immer wieder neuausgewarmte antisemitische Märchen, daß bet der. jüdischen Bevölkerungsgruppe in Deutschland künstlerische und kunstgewerbliche Tätigkeit von der kommerziellen verdrängt würde. Wie fein waren die Silhouetten der Berliner Zeichnerin F. Lewin! In der umfangreichen Silhouettensammlung nahmen sie einen ehrenvollen Platz ein! Charlotte Berend, die Gemahlin Cornth's, war mit ihrem „Selbstporträt mit Töchterchcn" vertreten, das '.n der Auffaffung und etwas ungeschlachten Malweise sehr an die Art ihres Gatten erinnert; ihre Graphik — mehrere Akte — ist selbständiger. — Von jüdischen Plastikern zeigte der ausgezeichnete Benno Elkan seinen Flötenspieler und Rudolf Marküe. der vor vielen Jahren mit seinem fabelhast lebendigen Knaben, der eine Schlange abwehrt, weithin berühmt wurde, eine reizende neuere Arbeit, den „Florettfechter". Von unserem Altmeister M'ar Liebermann konnte man zwei sehr feine Werke bewundern, sein Porträt Hem ich Thannhausers, das zu seinen besten Arbeiten auf diesem Gebiet gehört, und das Bild eines alten Bauern; die prachtvolle, schwarz in grün gehaltene Studie des faltigen Bauerngesichts mit den verschlagen blickenden Aeuglein befindet sich leider im Privatbesitz; die Unterhandlungen wegen An'aufs dieses wertvollen Gemäldes mit einer staall.chen Galec^e zerschlugen sich seiner Zeit. Von jüdischer kunsthandwerklicher Fertigkeit müssen vor allem die ausgestellten Innenarchitekturen der Breslauer Firma Ignatz Walsch gerühmt werden; das in dunklem Rot gehaltene Schlafzimmer z. B. war ein Kabinettstück neuzeitlicher Wohnungskunst; auch das Bibliothekszimmer der Firma Hauswaldt mit den eingebauten Bücherschränken wirkte sehr geschmackvoll. — Ganz prächtig war unter anderem auch die schmiedeeiserne Tür des Breslauers Otto Schwartz. — Im allgemeinen muß bedauernd sestaestellt werden, daß die Ausstellung viel zu kurze Zeit geöffnet war; man hätte sich vieles gern noch einige Mal in Ruhe angesehen. Dr. L. D. Willst du Gott erringen Mußt du von der Weltenesche Ring um Ring entzwingen Mußt den Weltenschöpfer ahnend^ Ihren Lrib und Grund durchdringen Oefsnet sich dann dir ihr Keimen Sich enträtselnd dem Geheimen Dann erschaust du sonnentrunken Gottes geistgeborepen Funken Und in süßen Schöpferwonnen Glüht dein Herz mit allen Sonnen Lichte Paradiesespracht Offenbart, dir Gottes Macht. Walter Briuitzer.

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