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Jüdisch-liberale Zeitung · 1921-04-08 · 19 (8.4.1921) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
1 (1920-1921)
Issue
19 (8.4.1921)
Date
1921-04-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Haltung des Friedens bemüht sind. Aber der Erfolg dieser Bemühungen wild durch die leidenschaftlichen und ihnen fsvndsÄigen Erregungen der Volksseele gefährdet. Infolge der demÄratischen Entwickelung der europäischen Äaaten tragen die Böller heute in weit höherem Grade als früher die Verantwortung für Krieg mW Frieden. Daher ist die planmäßige Bekämpfung des Völkerhasses, die Erziehung zu gerechter Beurteilung fremder Völler und die Pflege menschlicher Sympathie unter den Kulturvölkern die Forderung der Zeit (vgl. Christliche Welt 1913. Nr. 51). Kant ruft in feinem „ewigen Frieden" sogar dazu auf, auf die Begründung der tauglichsten Konstitution (vielleicht den Republikanismus aller Staaten samt und sonders) hinxuwirken, um dem heillosen Kriegführen, worauf als den Hauptzweck bisher alle Staaten ohne Ausnahme ihre inneren Anstalten gerichtet haben, ein Ende zu machen. Zu der Erziehung zu friedvoller Gesinnung aller sollten 'sich alle Glaubensgemeinschaften aller Bekenntnisse und alle Anstalten zur Beförderung der Humanität zusammenschlreßen! 2. Schiedsgerichte. Eines der «wichtigsten Mittel, den Krieg zu verhindern, ist die Einsetzung von 'Schiedsgerichten, wobei sich die einzelnen Staaten nicht der Macht eines Gesamtstaates unterwerfen, sondern nach Treu und Glauben einer durch die Staatengemeinschaft gegebenen Gesamtentscheidung. Die sittliche Forderung «der Friedensliebe drängt dazu, die Streitigkeiten unter den Völkern nicht durch Gewalt, sondern durch eine über -den Parteien stehende rechtliche Instanz entscheiden zu lassen. Unser moderner Prozeß, der sür die Streitigkeiten der Bürger untereinander gilt, und die Entstehung und Einsetzung von Gerichten in den einzelnen Ländern ist auch erst eine Schöpfung später Zeiten. Als si^h die ursprüngliche Selbsthilfe als untauglich erwies und alle Kultur in Frage stellte, als die Blutrache sich nicht nur gegen den Täter, sondern gegen das ganze Geschlecht richtete und ganze Geschlechter hingerafft hatte, erwuchs aus der Schnsucht nach Ordnung und Frieden die moderne Gerichtsbarkeit, deren Zweck es ist, «die friedliche Ordnung im Staate, den Rechtsfrieden zu wahren. Kant sagt in seiner Abhandlung „zum ewigen Frieden" von der Bölkevbundsidee und den Schiedsgerichten: „So schwärnverisch diese Idee auch zu sein scheint und als eine solche von einem Abb>6 St. Pierre und Rousseau verlacht worden: so ist es doch der unvermeidliche Ausgang der Not, worein sich Menschen einander «versetzen, die die Staaten zu eben der Entschließung zwingen muß, wozst der wilde Mensch ebenso ungern gezwungen ward, nämlich: seine brutale Freiheit aufzugeben und in einer gesetzmäßigen Verfassung 'Ruhe und «Sicherheit zu suchen." Wie mag man jenen Mann verhöhnt haben, der zum ersten Mal den Traum geäußert hat, daß die Blrrtrache eine Dummheit und ein Unrecht sei. Warum soll man dieses Verlangen nicht auf die Blutrache zwischen den Völkern ausdehnen? Schied sverträge hat es schon in früheren Zeiten gegeben, im 19. Jahrhundert haben sie nrehr uud mehr zugenommen. Auch gab es von Alters her Schiedsgerichte. Gesteigert wurde der Gedanke durch die Haager Konferenz. Der Gedanke ist der: Der Wille zur Macht im Kriege hat in sehr vielen Fällen den Ursprung darin, daß zwei Staaten über Rechtsfragen in Zwiespalt kommen und jeder die Ansicht durchführen will, die er für die richtige hält. Hier kann dadurch geholfen werden, daß zwischen den streitenden Teilen das Recht festgesetzt und damit der Grund des Krieges aus der Welt geschafft wird. Häuftg sind es andere als Rechtsdifferenzen, welche die Feindseligkeiten schüren, so Expansionslust oder das Bedürfnis, zum Zweck seiner Kulturentwickelung sich andere tatsächliche Grundlagen zu verschaffen. Hier müßten die Schiedsgerichte die Stellung voll Einigungsänrtern einnchmen, die unparteiisch die Interessen abwägten und zur Lösung brächten. Der Idee des Pazifismus gehört die Ankunft, das hoffen wir zuversichtlich. Als mächtige Stütze der Schiedsgerichtsidee würde sich die Schaffung eines W e l t b ü r g e r re ch t s erweisen, aus dem sich ein Gemeinschaftsgefühl herausbilden würde derart, daß jede Rechtsverletzung an einem Platze der Erde an -allen gefühlt würde. Man komme nicht mit Worten wie Schwärmerei, Unmöglichkeit; denn solche Worte entstammen entweder eingewurzelten trägen Gewöhn-, wenn nicht Denkfaulheiten oder gar entgegengesetzten — wenn auch noch so leisen — Wünschen. Ein Ideal, einmal in der menschlichen Seele erdacht, kann niemals wieder aufhören, ein Ideal zu sein. Wir vertrauen dem prophetischen Wort: Einmal wird der Tag kommen, wo an Stelle des Wasfengeklirrs und des grausen Mordens die Ruhe und der Friede treten «wer«den, wo die blutige Arbeit des Krieges abgelöst sein wird durch das friedliche Dun -des Landmanns uüd aller derer, die Dinge des Friedens und der Wohlfahrt der Völker treiben. Das werden die herrlichen Tage sein, Wo man die Schwerter mttschmieden wird zu Pflugscharen Und die Lanzenspitzen zu Winzermessern, Nicht wird Volk wider Volk zum Schwert greisen Und keiner wird mehr das KriegshaiMverk lernen. ^um Kbleben -es Seminarrabbiaers Sr. G. Horovih. Bon Tr. N e l l h a u s -- Rybwk OS. Als der Sabbath der vorigen Woche zur Neige ging, schwand mit ihm zugleich das Leben eines der größten jiidischen Gelehrten der Gegenwart dahin. Der hochverehrte Seminarrabbiner am Breslauer jüdisch-theologischen Seminar, Herr Dr. Saul Horovitz, der erst vor wenigen Monaten sein fünftnldzwanzigjähriges Amtsjubiläum feierte, ist nach langem, schwerem Leiden, 02 Jahre alt, sanft und friedlich in die Ewigkeit hinübergeschlummert. Da es ärztlicherseits nicht gestattet wurde, die Trauerfeier wie üblich in der Seminarsynagoge zu veranstalten, so fand sich am letzten Dienstag, nachmittags 4 Uhr, eine stattliche Gemeinde in der Friedhofshalle Lohestvaße an der Bahre des dahingeschiedencn Meisters ein. Besonders zahlreich war die Beteiligung seiner Schüler, die zum Teil von weither herbeieilten, um dem verewi-gten Lehrer das letzte Geleit zu geben. An seiner Bahre sprachen in: Namen der Gemeinde Rabbiner Dr. Simonsohn, für das Kuratorium und Lehrerkollegium des Seminars der derzeitige Vorsitzende. Dr. .Heinemann, sür die Hörerschaft Dr. Hahn, Essen, und inr Aufträge der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Professor Julius Guttmann, Berlin. Sämtliche Redner verliehen dem gewaltigen Schmerze Ausdruck, der durch den schier unersetzlichen und darum so beklagenswerten Verlust dieses ausgezeichneten Mannes all den Kreisen, die zu ihm in Beziehung standen, bereitet wird. „Das ganze Haus Israel beweint den Brand, den der Ewige gestiftet hat." Einer alten ungarischen Gelehrtenfamilie entsprossen, hat H. sich von frühester Kindheit an dem Studium des Talmud gewidmet und es «dank seiner vorzüglichen Geisteßgabcn und der gediegenen Ausbildung, die er bei den bedeutendsten jüdischen Gelehrten seiner Zeit genoß, zu einer souveränen Beherrschung der gesamten talmudischen Literatur gebracht. Mit seinem umfassenden Wissen verband er eine seltene Treue «des Gedächtnisses, eine Schärfe des Geistes und eine methodisch-wffsenschastliche Schulung, durch die er m meisterhafter Weise befähigt war, die schwierigsten und verwickeltsten Probleme talmud-sicher Diskussion klar darzustellen, für sic eine neue und befriedigende Lösung zu geben uud selbständige wertvolle Forschungsarbeit zu leisten. Nach nrchrjähriger Tätigkeit als Rabbiner in Bielitz, an welche uns ein Band mustergültiger Predigten erinnert, wurde daher H. im Jahre 1896 als Dozent für Talmud an das Breslauer jüdisch-theologische Seminar berufen, und bekleidete nach dem Tode von Israel Lewy die Würde des Seminarrabbiners. Wie er als Lehrer es verstand, oft dem Stofs ganz fremd gegen ü verstehende Hörer in das Verständnis des (M>an«kenganges einzuführen, sie mit pädagogischem Geschick zu unterrichten und durch Hervorhebung des Wesentlichen aus den praktischen Rabbinevberuf vorzubereiten, so legt er auch durch seine talnmdischen Schriften und desgleick-en durch seine Werke über mittelalterliche Religionsphilosophie Zeugnis ab von einer tiefgründigen Gelehrsamkeit und einer außergewöhnlichen Selbständigkeit des Forschens mch Urteilens. Werke, wie die Herausgabe des Sisre Suttah und des Sifre d'be Raw, ferner „Die Psychologie bei den jüdischen Religionsphilosophen des Mittelalters von Saadja bis Maimuni, 4 Teile" haben seinen Namen in der jüdischen Wissenschaft unvergeßlich gemacht. Bon seinen übrigen Schriften auf talmudischem Gebiete seien noch erwähnt: Beiträge zur Erklänrng schwieriger Talmudsletlen, Analekten zum Jerusalemischen Talmud, Miscellen; auf religionsphilosophischem Gebiete: „Nommalismus und Realismus bei den arabischen und jüdischen Religionsphrlosophen", „Ueber den Einfluß, der griechischen Skepsis auf die Entwickelung der Philosophie bei den Arabern", „Der Mikrokosmus des Joseph ibn Saddik". Staunenswert war die Fülle seines jüdischen Wissens, staunenswert aber auch seine Beherrschung vieler alter und neuer Sprachen und seine Vertrautheit mit der gesamten Weltliteratur. Jedes Hevvortreten in die größere Oeffentlichkeit meidend, hat H. nur seinem Lehrberufe und der jüdischen Wissenschaft gelebt, und so hat auch sie, vor allem das jüdisch-theologische Seminar, den schwersten Verlust durch den Heimgang seines Führers und Meisters erlitten. So manchen Plan, den er sür die Gestaltung des Unterrichts und sür feine literarische Tätigkeit mit sich herumtrug, zur Verwirklichung zu bringen, hat der frühe Tod ihm verwehrt. Aber ebenso schmerzlich wie sein Verlust als Gelehrter und Lehrer und sür viele, die ihm nahcstanden, noch schwerer zu ertragen, ist sein Verlust als Mensch. Gegen sich selbst schonungslos, von einem zähen Lebenswillen und nie erlahmender Energie, hat er schwere körperliche Leiden überwunden und an sich und seinen Werken gearbeitet. In seinen Anforderungen an andere zeigte er sich streng, wo es sich um den Nachweis unentbehrlicher jüdischer Kenntnisse handelte, im übrigen milde uud nachsichtig. H. war nicht für jedermann leicht zugänglich. Man mußte sich schop mit ihm in gleichen wissenschaftlichen öder sonstigen sachlichen Interessen gefunden haben, wollte man seine Freundschaft und «fein Vertrauen gewinnen. Aber wem dies gelang, dem erschloß sich ein Herz voll Liebe und Güte, dem Eine neue Leistung -es Euphorien» Verlages. B i b l i o p h i l e u - D r u ck der Klagelieder des Jeremias. Es ist ein gewisser Trost und erfüllt uns mit Stolz uni) Befriedigung, daß die unsäglich trübe Zeit, die über unser «deutsches Vaterland hereingebrochen ist, der bei uns immer noch blühenden Wissenschaft unfo Kunst bisher keinen tödlichen Streich versetzen konnte. Und eine g<mz besondere Freude ist es, festzustellen, daß jüdischer Kunst- und Unternchmungssinn einen wichtigen und nicht zu unterschätzenden Bestandteil in unserem Kunstleben bildet. Otto Brahnt, Max Reinhard, L.Jeßner, die führenden Bühnenleiter unserer Epoche, — alles Juden! Der Begründer des größten Berlages für neuzeitliche Literatur (Samuel Fischer) ist Israelit, und im vergangeneil Jahre war es «wiederum ein Jude, Dr. A. H o r o d i s ch, der den beste« und bekanntesten deutschen Bibliophilenverlag, den Eu pH o r i o nv e r l ag, ins Leben rief. Es ist in diesen Blättern schon einmal aus die überragende und rasch wachsende Bedeutung dieses Unternehmens hingewiesen worden, das in glänzender Weise auch dazu berufen ist, dem — uns immer wieder beschimpferwen — Auslande zu zeigen, was neuere deutsche Buchkultur leisten kann. Bisher marschierten die reichen Länder England und Amerika in buchkünstlerischen Bestrebungen cm der Spitze; in weitem Abstande folgten erst Deutschland und Frankreich nach. Die Leistungen des jungen Euphorionvetlages haben jedoch mit erfreulicher Schnelligkeit Deutschland eine führende Rolle in der Buchkmrst zugewiesen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis alle Bibliophilen in den wichtigsten Kulturländern die künstlerische Tätigkeit des Euphorionverlages mit gespanntestem Artevssse verfolgen werden. Gerade jetzt hat dieser Verlag wiederum eine Kostbarkeit herausgebracht, die man zu dem Schönsten rechnen muß, was die Buchkunst unserer Zeit überhaupt Hervorbringen kann. Es ist eine Ausgabe der Klagelieder des Jeremias, (Format 35X26 Zentimeter), nur in etwa hundert Exemplaren auf ganz schweres, hcuw geschöpftes Zanders-Bütten gedruckt, in einem wuitdcrvollen, hcmdgebundenen Lederernband, dessen Entwurf zum Buchinhalt fein abgestimmt, und 'der mit prächtiger Vergoldung' überaus geschmackvoller Blindpressung und wertvollen Lederauflagen reich geschmückt ist. Die Uebertragung aus dem masovetischen Text und die Druckleitung «hat der ausgezeichnete Buchkünstler und berühmte Talmud-Uebersetzer Lazarus G o l d s ch m i d t besorgt, die Offizin Otto v o n H o l t e n in Berlin hat das Ganze in etwa 2 Zentimeter großen, herrlichen Antiqua- Lettern gedruckt, und die 5 Initialen und zahlreichen Illustrationen hat ein noch junger, vielversprechender Künstler, Wilhelm Schocken, in Langholz geschnitten. Ich habe viele Wochen emsigen Studiums aus der Londoner Bücherausstellung 1906 zugebracht, ich habe die Brüsseler und Leipziger Buchgewerbe-Ausstellungen (1910 und 1914) besucht, muß aber gestehen, daß ich etwas so Schönes, wie diese Ausgabe des großen Propheten, bisher noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Mit tiefer Ergriffenheit habe ich wieder in den gewaltigen, ans Herz greifenden Reden dieses Weltgenius geblättert, und die ganze Kraft jüdischen Gottsuchertums, das von den biblischen Zeiten über die hYmnenartiDn Sätze Spinozas in seinem „Tractatus theologo-politicus" hinweg bis zu manchen Aeußerungen unserer Tage durch die menschliche Geistesgeschichte — einer ungeheuren Glocke vergleichbar — tönt, hat mich von neuem bis ins Innerste erschüttert. Man kann tatsächlich auch heilte noch, selbst in dem abgeschwächten Spiegel einer modernen Uebersetzung, die Lieder des Jeremias nicht losen, ohne daß einem die Augen feucht -werden, — wahrlich, die Jahrtausende können diesen großartigen Emanationen menschlicher Sehnsucht nach einem höheren und reineren Sein nichts anhaiben! Sie wirken heute noch genau so ursprünglich, wie in jenen längst versunkenen. Zeiten, und die beiden neuen großen Erkenntnisse, die Jeremias der Welt gab, — die Formungen für den Idealismus und Universalismus der Religion —, anklingend an die irralte, im letzten Jahrhundert von Nietzsche wiäer neu-durchlittenen Schnsucht nach dem „dritten Reich", sind in der heutigen traurigen Zeit wieder einmal unheimlich „aktuell". Die Gotteserkenntnis ist dem Menschen angeboren; wie die Vögel im Herbst „instinktiv" nach südlichen, sonnigen Ländern, über denen Wanne Himmelsbläue leuchtet, ziehen, so braucht auch der Mensch nur dem Zuge seines Herzens zu folgen, um zu Gott zu gelangen. (Jeremias 8, 7.) Und wie die Gotteserkenntnis allen Menschen anhaftet, so gibt es auch keinen Unterschied zwischen Juden und Andersgläubigen (vgl. Jeremias f2, 14, 16—20). Jede Religiosität, ganz gleich welche, soweit sie nur echt ist, steht Gott gleich nahe, und jedes Menschen Bestimmung ist es, nach Heiligung zu streben; nichts t»on einer „alleinseligmachenden Religion" (wie z. B. im Katholizismus), — herrlichster Ausdruck jüdischer, die ganze Menschheit erlösen-wollender Ethik! — Im Jeremias scheu wir die reinste Blüte und die höchste Vollendung des israelitischen Prophetismus und der alttestamentlichen Religion! Es ist kein geringes Verdienst des Euphorionverlages, dieses wunderbare Kleinod der Weltliteratur in düser einzigartig-schönen Nell-Ausgabe wieder gedruckt zu Haberl. Ganz un«vergleichlich hat auch Schocken in seinen kräftigen Holzschnitten die lodernde Glut der Prophetenworte sinnfällig vor Augen gestellt. — Freilich, viele Menschen werden sich den beneidenswerten Luxus des Besitzes dieser Ausgabe nicht gestatten können, denn erstens sind, — wie erwähnt —, nur etwa 100 Exemplare hergestellt, zweitens ist der Preis naturgemäß so hoch, daß sich nur recht Begüterte werden das Werk an'schaffen können. — Vermutlich werden die meisten Exemplare ins valutastärkere Ausland wandern. «Deine gute Seite hat dies ja auch, denn zur lieferen Erkenntnis des Großen im Judentum und zum Ruhme deutscher Buchkunst wird dieser Versand jedenfalls beitragen! Dr. L. D.

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