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Jüdisch-liberale Zeitung · 1921-03-24 · 17 (24.3.1921) · page 3

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
1 (1920-1921)
Issue
17 (24.3.1921)
Date
1921-03-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
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verweist zur Begründung dieses Antrages daraus, daß ein Teil der Gemeuweraddmer aus Vielem Semmar hervorgegangen ist. Borjlanosoezernent ^)r. Freund verweist aus die bisherige Praxis, naa) weicher Lvuboetttionen nur nach t^ingarlg eines bvgrmweren Asttrages bewüttgt werden, der von der LrivventtonsLommstston unv dom zustandtgen Ausschutz vorgeprufi wird, ^m Prinzip können gegen oen vottspartettm-en Antrag Emwansc nicht eryvven werden, dvcy ist es vor der gegenwartrgen Finanzlage der tsemernoe autzerst sragncy, oo auch nur die orsyerrgeir ^udveirtronen wettevbowrurgt -werden tonnen,!Lre dieprasenrantenverjammiung tu deshalb nicht in der Lage, ohne Me Borveratung eine ^>u-vventionierllng zu veschrretzen. Rt. A. Loev (Kons.) fordert Die panlarffcye Betz anoiung beider Lehranstalten. P tolle (Llb.) erttart stch grundsätzlich mit der Dowttllgung einer L>uvveittlon all das vravvtnerseminar einverstanden, unter der serdswerstandttcyen Boraussetzung emer eingehenden Prüfung der Verhältnisse der Anstatt. Professor 2-r. Loewe (Jud. BP.) wünscht aus Gerecyttgteitsgrunoen die GteWteunng des Seminars mit der Hochschule und hebt die Wissenscyastliche Bedeutung der Anstatt hervor. Die Bersamnnung beschlietzt, der Hochschute für die Wissenschaft des .Judentums die gesorderte -suooentton von uuu Mart zu vowittrgen. Der gleiche Betrag soll dem Rabbinersonlurar gewahrt werden. .. Berlin. Zum 100. Geburtstage des Komponisten Lewandowski, rvelcher die ^ynagogenumstk um zahlreiche wertvolle Schöpfungen bereichert hat, ist eine Ehrung des verstorbenen Kleisters der Synagogenmust vorgesehen. Der Gemeindevorstand will diesen!Lag nicht vorubergehen lassen, ohne Lewandowskis Berdienste um die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes der Berliner Gemeinde geziemend zu würdigen. Bon einergrößeren Feier wird mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse ribgesehen. Eine besondere Ehrung Lewandowskis soll im Rahmen des Gottesdienstes stattfinden. Am ersten Pessachlage soll in der bleuen Synagoge ein schlichter Festakt in den Gottesdienst eingeschaltet werden, bei dem in der Predigt die Bedeutung und die Persönlichkeit des Jubilars gewürdigt werden soll, während der musikalische Teil der Feier aus Lewandowskis Kompositionen bestehen soll. Auch in den anderen Synagogen wird in der Predigt Lewandowskis gHacht werden. Berlin. Aus eine Anfrage des Abg. Ätumm (Deutschnational) betr. Uoberhandnohmen der Ostjuden, erwiderte für die Regierung Ministerialrat Hering, daß sie nach Kräften bemüht sei, der unerlaubten Einwanderung durch Pahvorschristen und Fremdenpolizei entgegenzutreten. Eine Massenalbschiebung unerlaubt Eingewanderter scheitere aber an dem Widerstand der polnischen Behörden. BerhaEungen mit Polen über diesen Gegenstand seien im 'Gange. An der Ostgrenze sind 1920 11 453 Personen wegen unerlaubten Grenzübertritts verhaftet, 6169 wieder über die Grenze abgeschoben, von dem Rest wurden 1500 aus polnischen Gefangenenlagern entwichene Kriegsgefangene oder Deserteure in Internierungslager abgeschoben, die übrigen sind teils den Gerichten, tells den jüdischen Fürsorgeorganisationen übergeben worden. Für die vorläufge Internierung solcher fremdstämmigen Ausländer. deren Abschiebung noch nicht durchführbar, sind rnehrere Lager eingerichtet; in dem Lager bei Stargard in Pommern liegen 2700 solcher Personen. Hamburg. In der letzten Sitzung des Repräsenlantenkolleginins der Deutsch-Israelitischen Gemeinde wurde ein Antrag des Dr. Kalmus einstinnnig angenommen, an den Gemeindevorstand das Ersuchen zu richten, die jüdischen Institute und Vereine darauf hinzuweisen, daß das Repräsentantenkollegium den Standpunkt vertritt, daß bei Vergebung von Arbeiten in erster Linie die hiesigen jüdischen Handwerker und Gewerbetreibenden berücksichtigt werden nrüßten, wenn diese mit ihren Forderungen und Leistungen nicht hinter den anderen Zurückbleiben. Braunschweig. Bezeichnend ftir der: Geist, der unter den offenen und versteckten Antisemiten, insbesondere auch in der Presse herrscht, ist folgendes Verhalten der hiesigen „Landeszeitung". In Kattowitz war der bestens bekannte Sonderberichterstatter der „Bossischen Zeitung". Dr. Manfred Georg, von dem französischen Kreiskontrolleur de Bic unzulässigerweise sestgenommen und tätlich insultiert worden. Mit Recht hatte sich Dr. Georg in gleicher Weise zur Wehr gesetzt. Die „Landeszeitung" macht aus dem Franzosen einen Herrn Levicq und versieht den Namen mit dem vielsageiÄen Satze: „Der Deutsche mag sich diesen Namen merken." Also natürlich wieder einmal ein Jude, mag es sich in Wirklichkeit auch um französischen Adel haüdeln. *' Düsseldorf. Die hier erscheinende „Völkische Rundsä>au" enthält in ihrer Nummer 3 folgendes Inserat: Deutschvölkische Aktien-Gesellschaft Filmfabriken. * Ltchtspielüäuser t Zukunftsreiches Unternehmen für gute deutsche Filme) erhöht ihr Aktienkapital um 3 Millionen Mark uno legt die neuen 1000-Mark-Aktten mit 1100 Mark auf. die gleich den alten Aktien nur von nachweisbar reinblüttgen, in keiner Weise verjludeten oder fremdrafftg versippten Deutschen erworben werden können und nur mit Genehmigung des Aussichtsrates an ebensolche Deutsche übrrtragbar sind. — Meldungen mit Kapttalhöhe-Anlage erbeten unter „Aktien" an Anzeigenbureau E. Behr's Verlag, Leipzig 13, Schließfach 83. Wir wollen hoffen, daß recht viel Deutschvölkische au dies verdammt ur^kaufmännrsch cmmutende Inserat hineinfallen werden. Erfahrungsgemäß kann man sein Geld gar nicht sicherer losweüden, als wenn man es in Gründungen hineinfteckt, die die „Blutsprobe" zur Grundlage haben. Kus üem Ausland. Wien. Das „Neue Wiener Journal" gibt eine Nachricht wieder, wonach die mohammedanischen und christlichen Parteien in Palästina beabsichtigen, eine Abordnung nach London zu entsenden, um gegen die Einwanderung fremder Juden in Palästina zu protestieren. Prag. Eine Vereinigung aller jüdischen Richtungen für soziale Zw ecke. Nach langen schwierigen Verhandlungen ist fischen den sich heftig bekämpfenden jüdischen Parteien eine Vereinbarung zustandogekommen, um gewisse notleidende Wohlfahrtsanstalten vor dem Untergang zu bewahren, das Armenwesen zu reorganisieren und insbesondere ein Kindergenesungsheim, das im Lause dieses Monats eröffnet wer- «den soll, ferner eine Versorgung der Kriogswaffen und -Witwen und' der Kriegsinvaliden ins Lsben zu rufen. Es wird eine gemeinschaftliche Institution unter dem Titel „Jüdische Fürsorgezentrale für die Tschechoslowakei" gegründet, die Sonntag vormittags in der PragerPrvduktenbörse ein öffentliche Versammlung einderust. Auf dieser werden Vertreter des bekannten American Joint Destribution Comittee, zusammen mit Vertretern der neuen Fürsorgezentrale, ferner Repräsentanten des B'nai B'rich der deutschen und der tschechischen Judenschast, des jüdischen Nationalrats, ferner lder jüdisch-religiösen Korporationen sprechen. London. Nach langen Verhandlungen ist endlich der vom Jewish Board of Deputies ausgegebene Plan zur Schaffung einer die englffche Judenschaft repräsentierenden Institution zur Bekämpfung des Antisemitismus zustande gekommen. In der letzten unter dem Vorsitz Lord Rothschilds stattgefundenen Ätzung des Vorbereitungskomitees wurde der definitive Entwurf dieser Institution, die den Namen „Vereinigtes Preßkomitee" tragen soll, fertiggestellt und bedarf nur noch der Genehmigung der beteiligten Organisationen. Diesem Entwurf gemäß wird sich dös „Joint Preß Committee" aus je vier Vertretern des Jewish Board of Deputies, der Anglo-Jewish-Affociation und der League of British Jews und eventuell aus je ztvei Vertretern anderer Organisationen, die das Komitee zur Entsendung ihrer Vertreter entladen wird) zuammensetzen. Von der letzteren sind vorläufig folgende Körperschaften zur Entsendung ihrer Vertreter in das Joint Preß Comittee eingeladen worden: „Bne-Brith", die Jüdische Historische Gesellschaft und die „Maccabeans". Hus -er Provinz. die Abstimmung in Oberschlesien, Der 20. März ist vorüber. Wie man auch fernen Ausgang im Einzelnen politisch bewerten mag, das eine können wir voll dankbarer Freude fesfftellen, daß die überwiegende Stinnnenzahl für Deutschland abgegeben wurde. Der unglückliche Kriegsausgang hat die Entscheidung über das endgültige Schicksal des Landes in fremde Hände gelegt. Wir hoffen indessen, daß in gerechter Würdigung des Willens der Mehrhett der Bevölkerung und der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge Oberschlesien ungeteilt Dem deutschen Baterlande erhalten bleiben möge. * 4- * Wie sich der polnische Nationalismus insbesondere zu den .Juden Oberschlesiens stellt, zeigt ein Artikel, der vor kurzem in der „Gazeta Ludowa" erschien. War er auch vor der Abstimmung geschrieben, so entbehrt er doch auch heute nicht des aktuellen Interesses. Wir geben chn daher im folgenden wieder: Im „Orendownik Komisarjatu Plebiscytokego" find in der letzten Zeit einige Artikel über die Stellungnahme des ganzen .Judenvolkes zum polnischen Staat und Volk 'erschienen. Im ersten Arttkel haben wir bewiesen, daß die Juden der ganzen Welt Feinde Polens sind, in den nächsten haben wir darauf hingewiesen,, .wie die in den polnischen Gebieten wohnhaften Juden systematisch gegen die Macht des polnffchen Reiches arbeiten, indem sie sich mit den Feinden der Polnischen Republik vereinigen. Me außerhalb der Grenzen des Polnischen Reiches erscheinenden Blätter stärken uns in der Ueberzeugung, daß die Verbreiter des Bolschewismus in Polen ebenfalls Juden sind. Es ist wohl wahr, daß ein gewisser Tell der Jtwen im polnischen Reiche polnisch denkt und fühlt, die Zahl dieser Juden fft aber so gering, daß sie garnichl in Frage kommt. Selbstverständlich geht die polnische Gesellschaft im unabhängigen Polen energisch gegen «die Juden vor. Sie tut dies nicht mit Hllfe der Pogrome, nein, sie schreitet den legalen Wog, sie boykottiert den jüdischen Handel. Dieser Hieb ist so empfindlich, daß viele Juden aus Polen nach dem Auslande auswaüdern. Me war die Sache mit den Juden vor dem Kriege in den polnischen Gebieten, die unter preußischer Herrschäst waren. Es ist bekannt, daß die Juden nach dem Kriege 1870/71 während des Nationalkampfes in Ostpreußen, Posen und Oberschlesien auf Seiten Deutschlands waren. Die Polen in Preußen und in der' Provinz Posen fingen an, sich vor den jüdischen Angreffern zu verteidigen, sie "bildeten einen eigenen Mittelstand, sie unterbrachen die Handelsbeziehungen mit den Juden, und 'das ausschließlich aus diesem GvurÄe, weil die Söhne Israels sich dem Lager der Hakatisten-Deutschen angeschlossen haben. Das jüdffche Element wurde in Preußen und in Pole^ bekämpft und die Folge dessen war, daß die Juden Äffsenweffe aus Preußen und der Provinz Posen nach den größeren Städten des deutschen Reiches zogen. Die Polen in der Provinz Posen und in Ostpreußen sind also schon vor dem Kriege die Juden, dies feindliche Element, losgeworden, gegenwärtg werden sie, mit Polen vereinigt, den Juden erst recht nicht gestatten, sich einzunisten. So ist also kurz gefaßt die jüdische Frage und die Lage der Juden in Polen. Wie schaut die Lage der Juden in Oberschlesien aus, wie Verhalten sich die oberschlesischen Jtiden zur polnffchen Bewegung und zu den oberschlesischen Polen überhaupt? wird gründlch mit den eitlen, dilettantischen — freilich schon längst abgetanen — Hirngespinnsten Chamberlains, ferner Wilsers, Woltmanns, Hausers aufgeräumt. Der Rassenbegriff und die Ergebnisse der Rassenan-th^opologie werden scharf herausgearbeitet; überall sind sichere Ergebnisse neuerer Forschung verwertet und in glänzender Weise vorgetragen. Aber so klar, spannend und überzeugend die Art und Weffe ist, mit der Fritz Kahn die Probleme behandelt, die Kritik muß doch mit Bedauern fesfftellen, daß einiges gar zu skizzenhaft dargestellt, und der Nichtabdruck des wissenschaftlichen Apparates bei der Bedeutung des (Mauzen ein Mangel ist. Die neuere, hauptsächlich von Birchow, Klaaffch und Mols Bastian vertretene Ansicht, daß „Rasse" mehr oderweniger nur von zufälligen und variablen körperlichen Eigenschaften, durch die Gruppen zusammengefaßt iverden, bestimmt wird, scheint mir catch noch nicht durchgängig genügend lbetont. Was aber dem Buch seinen dauernden Wert und seinen suggestiven Zauber verleiht, fft das umfangreiche letzte Kapitel iiber die „Kultur der .Juden". Was diese für die menschliche Entwickelung und Soelengestallnug geleistet haben, wird mit hinreißendem Schwünge und dichterischer Glut — frei von allem Chauvinismus — in einer prachtvoll lebendigen, lodernden und temperamentvollen Sprache geschildert. Damit wird das Buch — um ein Clichewort zu gebrauchen — wirklich zu einem „großen Wurf"! Man möchte das letzte Kapitel am liebsten in Massenauflagen verbreiten nud jedem jungen, jüdischen Menschen in die Hand geben, auf daß er sich mit Stolz seiner ^Abstammung und Aufgabe bewußt werde! Me nichts anderes fft es geeignet, gebeugte Rücken sich straffen und schwermütige Augen mffglänzen zu lassen! — Fritz .^tahns Buch isl tat sächlich „etwas, was man gölesen haben muß", und das bestimmt erschien als sie. In ihr hat er das hohe Geschenk einer emcm für das gmizc Leiben eine» tiefen Embmck hinterbefchett «hal."n'und7n *2 I«n",en"b«rÄ s" läßt. Es fft ein Wetk, das niemand aus der Hand legen wird, ohne innerlich bereichert irnd höher gestimmt worden zu seiu, ein Buch, von dem Zuversicht und seelffche Erhebung ausgeht. Der Schluß, in dem die sogenannte .Kultur unserer Tage abgetan lvird, atmet ragende Größe! Mit freudiger Erwartung muß mau späteren Veröffentlichungen Kahns und — hoffentlich erweiterten — Neumtflagen dieses Werkes entgegensehen! Vücherbesprechungen. Die Brautbriefe Wilhelm» tmb Karolinen» von Hnm» boldt. Herausgegeben von Albert Leitzmann. Im Jnselverlag zu Leipzig. Der Briefwechsel des seelisch gleichgestimmten Paares aus der Brautzeit zählt zu den schönsten Liebesbriefsammlungen, die wir aus dem schreibseligen 18. Jahrhundert unserer Literatur besitzen. Oede und freudlos dahinwelkend nennt Wilhelm von Humboldt einmal seine Kindheit, traurig seine Jugend. Daß schließlich doch seine Individualität sich in höchster Freiheit zu schönster Vollkommenheit entwickelt hat, verdankt er dem beneidenswerten Glück, zur rechten Zeit aus der beengenden Atmosphäre der Berliner Aufklärung in die liebevolle Nähe Karoline von Dacherödens und dadurch in den weimarischen Kreis Schillers und Goethes versetzt worden zu sein. Humboldt hotte ol» Jüngling einst grenzenlos für Henriettes Herz geschwärmt, als die geistig bedeutendere der Freundinnen erschien ihm Brendel Veit, die Lieblingstochter Moses Mendelssohns, die spätere Gattin Friedrich Schlegels, die erst nach ihrem Uebertritt den Namen Dorothea annahm. Humboldt hätte schwerlich ein Wesen finden können, das ihm durch ähnliche Jugenderfahrungen ols durch ähnliche Anschauungen und Ideale vom Leben mehr zu einer engeren Verbindung mit ihm vorher segneten Zusammenleben durften Wilhelm und Karoline von Humboldt über den Tod hinaus das höchste und innigste Glücksgefühl genießen, das Mensckenseelen im Erdendosein beschieden sein kann. Wir empfehlen dieses Hohelied einer großen, reinen und tiefen Liebe insbesondere unseren Frauen und Töchtern warm. . BreSlau, Februar 1921. Regina Reißer. „Esther", ein -Schattenspiel für jung und alt vo« Alex uwd Lotte Baerwald. Weltverlag, Berlin 1920. Die Geschichte von Esther, dem armen Judemnädchrn, das gegen dte Ränke des bösen Hamann zur Freude ihres treuen Onkels Mordechat und zum Segen der ganzen Judenschast zur Gattin des berühmten „Perser-Heros" Ahasveros ausstetgt, erzählen Lotte und Alex Boerwaid in luftigen Versen und Schattenbildern. Geschickt ist der kindliche S.tt getrogen. Das hohe Ethos der Eschergeschichtr — der Sieg der einfältigen Wahrheit über dir raffinierte Verlogerchrtt und Schlechtigkeit — kommt klar und leuchtend zur Geltung. Dabei ist drr äußere Rahmen so lustig, bisweilen sogar übermütig —, wie die Kinder finden werden, die Erwachsenen werdrn sie geistreich und witzig nenncn —, die Verse o leichtflüssig, die Reime so einprägsam, daß das Lehr- .aste des Stoffes ganz zurücktritt uno nur vergnügte Feiertags,'ttmmung übrig bleibt. Ganz desonvers gelungen ist die bildliche Ausschmückung; Silhouetten aller „austretenden Peffonen", die schon durch ihr Erscheinen, bevor sie noch den „Mund" aufmachen, den Jubel der Kinder erweckenmuffen. Die Großen wird besonders die zetchnrrische Feinheit dieser Menschen- und Tierscherenschnitte, der köslltche Humor, der in ihren Bewegungen liegt, und die Sicherheit, mit der das Charakteristische jeder einzelnen von ihnen getroffen ist, erstenen. Jeder Akt hat seine besondere Kulisse. Scherenschnitt von unter Architektur. All diese Schattenbivder können die Kinder sich sellst ausschneiden und M Hintergründe dieser Kuliffen das Spiel aufführen. Dr. M. M-i *

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