Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 1 (1920-1921)
- Issue
- 8 (21.1.1921)
- Date
- 1921-01-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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starkes, religiöses Leben, tiefe Inbrunst, restlose Mrgabe, die sich paart mit offenem SKm fLc moderns^Denkeu, stark genug, neue Formen kulftschenLebertzS zu erzeugen, und ich werde in Ehrerbietung <meS würdigen, auch wenn ich mieh nicht dazu bekennen kann, aber bleiben Sie fort mit Ihrem Materialismus — denn' Materialismus ist es zu nennen, Geistiges könne nicht bestehen ohne machtvolle Zusammenfassung äußerer Art. Der Zionismus macht vielleicht das Judentum äußerlich stark, innere Erneuerung aber ist mit seinen Zielen nicht notwendig verbunden. . Mit vorzüglicher Hochachtung > v ergebenst Ernst Moering. Sehr geehrter Herr Kollege! Ist es üblich, daß auf einen Brief, auch einen offenen, ein anderer als der Adressat antwortet? Gewiß nicht! Oder bedarf vielleicht Herr Pastor Moering eines — Verteidigers? ...... Noch viel weniger!; - Weshalb schreibe ich Ihnen also, wozu trete ich neben Herrn Pastor Moering als Ihr Gegner in die Schranken? Weil Ihr starker und reintönender Kampfrüf in den jüdischen Wald hinein erschollen ist, und weil es sich darum geziemt, daß auch aus ihm ein Echo komme. Durch Ihren Brief geht eine schwere, getragene Abschiedsstimmung. Freilich: Sie stehen nicht da, „die Lenden gegürtet, die Schuhe an den Füßen und den Wanderstab in der Hand", wie die aus Mizrajim ziehenden Bäter; Sie selbst wollen vielmehr mit der übergroßen Mehrzahl Ihrer deutschen Gesinnungsfreunde Ihre körperliche Existenz im deutschen Lande fortsetzen. Aber wie der von einem schweren Schicksal an ein fremdes Gestade verschlagenen Iphigenie schwärmen auch Ihnen „abwärts immer die Gedanken", und Sie suchen mit der Seele das alte Judenland, das Ihrem Herzen die neue, die einzig wahre Heimat heißt. Die Lauterkeit Ihres Sehnens und Strebens kann kein fühlendes Herz verkennen. Aber drei bange Fragen heischen Antwort. Die erste: Ist diese innere Abkehr von deutschem Land und Volk nötig? Sie antworten mit einem entschiedenen Ja. Die Tatsache, daß in den seit der Emanzipation verronnenen hundert Jahren noch nicht all die spitzen Steine, die unseren Weg durch die Welt so beschwerlich machen, beseitigt worden sind, daß man im Gegenteil heut wieder neue auf unsere Straße wälzt, ist Ihnen Grund genug zu glauben, dieser Pfad könne nimmer zum Ziele führen. Und so wollen Sie entschlossen von dem Wege abbiegen, den die Moses Mendelssohn und Gabriel Rießer, die Lazarus, Steinthal und Eohen, die Fuchs und Horwitz uns gewiesen. Wir aber sind zutiefst davon überzeugt, daß diese Ab- und Umkehr nicht notwendig ist. Für uns einzelne Menschlein ist ein Jahrhundert eine Ewigkeit, denn es übersteigt die Dauer unserer Lebenstage. Im Bölkerdasein aber sind hundert Jahre wie ein Tag. Wir sind e r st 100 Jahre aus dem Druck und Drang des Ghettos heraus. Und haben es doch im kulturellen, wirtschaftlichen und staatlichen Leben Deutschlands einigermaßen zu Ansehen und Geltung gebracht. Wenn wir noch nicht weiter sind, wenn noch nicht alle Schranken gefallen sind und hie und da neue sich auftun wollen: es ist nicht allein die Schuld der anderen! Gerade weil es mit dem Fortschritts zumal dem wirtschaftlichen, eine Zeitlang, besonders im Laufe des letzten Menschenalters, etwhs beängstigend rasch ging, habe« wir zu weyig Zeh gchccht, über uns selbst WchzudWe«,' an urch selbst -u Meilen^ PA so haben pür drnst Manche Me MettoeiAnschast nicht grtzndlich gen*s& Mestxchst. Sie heben nur allzu richtig hervor, baß «ns — ober sagen wir; vielen unter uns — „die Bescheidenheit ruhigen Selbstbewußtseins" abgehe. Mit diesem Wesensmangel trotz des Kontrastes seltsam gepaart ist dann aber eine innere Unfreiheit und, wie Sie es richtig nennen, Selbsterniedrigung, die vor allem in der Verleugnung und Geringachtung unserer köstlichsten Erbgüter; der jüdischen Religion, des jüdischen Schrifttums, und der jüdischen Geschichte oft beschämend zu Tage tritt. Aber diese Mischung von Unbescheidenheit und falscher Bescheidenheit ist nichts spezifisch jüdisch: sie'ist nur spezifisch parvenühast. Wir sind eberx erst 100 Jahre aus dem Ghetto heraus und sind in der äußeren Entwicklung rasch vorwärts gekommen; die innere aber hat damit nicht gleichen Schritt halten können. ^Daher kommt es auch, daß unsere berufliche Eingliederung in das deutsche Volk so überaus unbefriedigend ist. Noch sitzen wir hauptsächlich in einer verhältnismäßig dünnen Schicht des deutschen Bürgertums, Mir sind .Kaufleute, Aerzte, Anwälte und allerhand, sonstige Federfuchser. Wir sind nicht Handwerker, nicht Landwirte. Mag dies historisch noch so leicht erklärlich, noch so selbstverständlich sein, können wir uns trotzdem wundern, wenn man uns hie und da einen Borwurf daraus macht, daß wir unseren christlichen Mitbürgern in manchen Berufen das schmale Brot noch schmäler machen, können wir uns wundern, wenn andererseits große Teile des deutschen Volkes uns nicht genügend kennen und unserer Eigenart darum nicht volle Gerechtigkeit widerfahren zu lassen vermögen? Das alles ist so leicht erklärlich für den, der die Menschen und ihre Schwächen kennt. Mag darum auch die Welle von Fremdheit — es ist nicht überall „Abneigung und Haß" —, die uns jetzt aus dem deutschen Volke entgegenschläA, unseren Nachen ein Stück zurückwerfen: um so fester müssen wir uns in die Ruder legen, und hinter all dem Gischt und Wogenbrand werden wir dann schon wieder das ruhige Blinkfeuer eines Leuchtturmes aufblitzen sehen — und hoch darüber den Glanz der ewigen Sterne. So kann denn meine Antwort auf die erste Frage nur lauten: Nein! Die innere Wwendung vom.Deutschtum und den Wegen, die zu ihm sichren, ist nicht notwendig, nicht durch die geschichtliche^Entwickelunü und unsere gegenwärtige Läge geboten, Aber ist vielleicht, so frage ich zum zweiten, diese Umkehr eine sittliche Notwendigkeit? Sie bejahen diese Frage mit besonderem Nachdruck. Aber Sie übersehen dabei eines und zwar, wie mir scheinen will, das wichtigste, Mit warmen Worten preisen Sie deutschen Geist und deutsches Wesen als unsere Lehrer, unsere. Erzieher, und die noch innigeren Empfindungen, denen Sie selbst keinen Ausdruck leihen mögen, deuten Sie durch den Hinweis auf Iphigenies warmbewegte Abschiedsworte an. Aber die priesterliche/Jungfrau läßt Thoas' Volk in Glanz und Glück hinter sich. Deutschland jedoch ist heut zermürbt und. geschlagen, ein Spott , und Spielball rachgieriger Feinde, ein Schatten seiner selbst. Es bedarf gerade jetzt zu seiner Wiederaufrichtung der ganzen Liebe und ganzen Kraft jedes seiner Söhne, jeder seiner Töchter. Es heischt heut nicht allein die Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten, es fordert vielmehr jenen höchsten Gemeinsinn/ her nur aus dem Gefühle, Mt diesem Volke auf Gedeih und Verderb verbunden zu sein, geboren werden kann. Und der natürlich nicht „zuvörderst fragt, was den Juden frommt". , . , . Seine Wege von denen des Lehrers zu scheiden, kann für den Schüler, der sich reif und der Zucht entwachsen fühlt, ein Gebot der Selbstachtung i, uijtf. miiii )jwu-ipi1*■! i'iiuim.-.i11!,; u.'j-'P.'HWMWMWMMWffWWW und Selbsterhattmrg fefct. Abck von dem Lehrer, Erzieher und. WHrvater sich abzukehren, wenn^M, MyP einem f#h*Än; Geschick geRrochön^rraftW urMhllfsbedürftig zusammengestmken ist/ daS ist nicht recht, dalehnen nm ab. * Und mm zum dritte« und letzten: Wohin führt Ihr Weg? Ich meine damit ickcht die vielen, die als Pioniere eines-neuen Judentums hinausgehen ins alte Judenland. Auf diese reinen Träger einer reinen Idee blicken wir mögen wir 'ihre Hoffnungen teilen oder nicht — mit Liebe und Stolz. Aber waS sollen wir von denen denken, die sich zwar innerlich vom Deutschtum loSlösen, äußerlich aber ihre enge Verbundenheit mit deutschem Äaats- und- Wirtschaftsleben beibehalten wollen? Me trotzig bekenne«, .daß sie — ich nmß das befremdliche Wort wiederholen — ^zuvörderst fragen, was den Juden frommt^, und die doch erwarten,-daß das deutsche Bott ihnen überall die gleichen Rechte einräumt wie denen, die zuvörderst fragen, was Deuts chland frommt? Können. Sie, dürfen SiePch wundern, wennJhrem Bekenntnis unseres Fremdseins die Forderung, uns unter Fremdenrecht zu stellen, entgegenschallt? Dürfen Sie uns schelten, wenn wir, die wir darryrtex zu leiden haben, daß man aus der lauten Agitation der Zionisten die Stimme der gesamten Judenschaft herauszuhören meint, mit einem deutlichen Bekenntnis zum Deutschtum von Ihnen abrücken? - , , Aber freilich: Sie verlangen ja'. für uns Juden das'Recht, so zu handeln, als wären wir „in einem festummauerten.Tempel, allein mit Gott". Wir lehnen diese Forderung entschieden ab. Wir wollen nicht immer von Schranken umgeben sein, weder von selbstgeschaffenen Tempelwänden, hinter denen schon oft Mißbrauch und Erstarrung gewohnt haben, noch von den Mauern, die der Haß der anderen um uns herum aufrichten möchte. Wir wollen als deutsche Juden, als freie Glieder eines freien Volkes, unser Leben so einrichten, daß wir vor-den anderen ebensowenig etwas zu verbergen haben wie vor Gottes Sonne, die auf uns herabscheint. Nicht , feige-Rücksicht auf das „was die Antisemiten sagen", sondern der heiße Wunsch, Deutschland zu dienen und dabei doch den erhabenen Lehren unseres Glaubens und unserer Geschichte nachzuleben,. soll uns dabei leiten. So und nur so köirnen wir M-mWich dem '.Ziele näherkommen, von dem. wir uns auf dem von Ihnen gewiesenen Wege nur immer weiter entfernen würden: der Üeber'windung des Antisemitismus. Mit dem Ausdruck aufrichtiger Wertschätzung bin ich Ihr ergebener " ' Et ich S Pitz-. Kus öem Reich. Berlin. Am 24. und 25. Januar findet hier die I.Tagung der Zenttalwohlfahrtsstelle^ der deutschen Juden statt. Folgende Beratungsgegenstände stehen auf der eben so reichhaltigen wie bedeutsamen Tagesordnung: Montag, den 24. Januar 1021, vormittags 9y2 Uhr: 1. Eröffnung durch den Vorsitzenden, Geheimer Justizrgt Berthold Ti m e Nd or f e r-Berlin; 2. Geschäftsbericht (Eugen C a s p a r y und vr. 'S egal l-Berlin), 3. Vorlage der Satzungen der Zentralwohlfahrtsstelle (Berichterstatter Justizrat S a l o m o n-Berlin, 4. Finanzen (Frau Henriette M a y-Berlin), 5. Wahlen des Gesamt^ vörstandes und des ersten Vorsitzenden, 6. „Die Forderungen der Gegenwart an die jüdische.- Wohlfahrtspflege" (Frau S. Wr o ns k Y-Berlin), '7. „Jüdische Sozialpolitik" (Dr. Georg Bau m-Berlin), Aussprache. Nachmittags 4 Uhr: 1. „Die Not unserer Waisen- und Erziehungsanstalten" (Emil Wald st e i n -Breslau), I Seltsames Begräbnis. Bon Richard K a tz , Berichterstatter der „Bossischen Zeitung". , Prag, io. ganuar. Gestern um 2 Uhr nachmittags fand die Bestattung der a« 18 Rovember 1V2u bet den Demonstrationen «errlfleneit Thorarollen auf dem altm jüdischen Friedhofe statt. Trübnasser Tag über Prags uraltem Ghetto-Friedhof. Grabsteine über Grabsteine, schief, bröckelnd, tropfen Nässe. Da, schräg und breit, der Denkstein des hohen Rabbi Löw, der den Golem geknetet und geknechtet. Dort, segnend hochgestreckt, Levitenhände im Stein. Halb in die Erde versunkene hebräische Lettern. Ein Wald von Steinen aus jener Zeit, da däs Prager Ghetto, in festen Raum gezwängt, platzte vor der U berzahl seiner Bewohner und seine Toten übereinander begraben mußte, Denkstein hart an Denkstein setzte. Raumnot der Toten. Sehenswürdigkeit der Gegenwart. Wer vdrirrt sich jetzt ins dichte Wirrwarr der Leichensteine, ungepflegt wucheriiden Grases und verwilderter Fliederbäume? Baedeker-bewehrte Engländer. Eine Sehenswürdigkeit ist es, längst kein Friedhof mehr. Seit Kaiser Joseph, der die Ghettomauern brach, ward hier kein Mensch mehr beerdigt. , * Und heute wieder? Da die Stadt längst um die Grabruinen gewachsen, da Prags teuerstes Viertel die Friedhofsmauern umsäumt, .alter Ghettoschutt längst unter das Fundament eleganter Brerstockhäuser gepreßt ist und das Dach des Kammerpakästes über die bröckelnde Historie hinwegsieht? Heute wieder? Trotz Regen und Kälte stauen sich-Tausenbe von Schwarzgekleideten zwischen den Grabsteinen. Kind neben Kind sitzt auf den Balken, welche die verdächtig schiefen Umfassungsmauern stützen. Die Aeste der Fliederbäume, morschknackend wie Knochen, voll Neugieriger. Heute begräbt man wieder auf dem alten Prager Judenfriedhof. , ... §tt Füßen eines frommen Mannes ist'die Grube austet, seltsam kurz, fast quadratisch. In ihr aufgerichtet zwei leere Tonröhren. Die Tausende zwischen den Grabsteinen, auf den Balken, auf den Aesten, blicken hierher, wirrten in Regen und Kälte seit nunmehr zwei Stunden auf?eiu höchst eigenartiges Begräbnis der Art, die der Friedhof zum letztenmal vor fünfhundertzweiuUddreißig Jahren gesehen Hat.' Hier sollen Thorarollen beerdigt werden. Ein Bild steigt auf; 16. November 1920.. Prags Straßen voll Erregter, Wütender. Kalter, böser Abend. Sturm aufjüdische Rathaus.! Gleich hier am Friedhofsrande steht es Zerrissene Pergamente fliegen durch eingeschlagene Fenster auf die Straße. Jahrhundertalte. Urkunden unschätzbaren Wertes kleben im Straßenkot, Fetzen von Gebetrollen flattern — Beute und Andenken — in pathetisch fuchtelnden Händen. Im Haüptsaal des Rathauses jüdische Flüchtlinge aus Polen, geschreckte Herde, sinnlos vor Angst. Männer, Frauen flettern über Simse aufs Rathausdach, klammern sich am gottschspitzen Zierrat. Feindliches Bild! Es floß kein Blut wohl; dennoch haftet es im Gedächtnis. Weshalb tobte der nationale Streit auch gegen diese? Verfluchter Streit! Hier werden ein paar seiner Reste begraben. Wollte Gott, es wären restlos alle! Aber die Haßwurzeln blieben. Heute beerdigt man die zerrissenen Thorarollen. Denti der Ritus befiehlt: „Unbrauchbare Thorarollen müssen auf ewige Zeiten erhalten bleiben!" Man sargt sie in Röhren, mauert feste Deckel darauf und begräbt sie nahe der Leiche eines Frommen. Im Pogrom-Rußland, im Pogrom-Polen mögen solche Begräbnisse häufig gewesen sein. In Prag ist es das erste seit fünfhundertzweiunddreißig Jahren. Und hoffentlich auch das letzte. Mühsam zwängt sich ein kleiner Zug zum offenen Grabe. Ein Rabbiner, der zwei Pergamentrollen trägt, eine in rotsamtnem Mäntelchen, die andere violett umhüllt. Hinter ihm ein alter Mann im Trauerkleid, der ein winziges hölzernes Särglein unter dem Arme trägt, fo klein, daß es nicht einmal für ein neugeborenes Kind reicht. Gs birgt die Pergamentfetzen, die lange nach dem Sturm von Bereuenden zurückgebracht wurden. Die Menge schweigt, der Regen rieselt kalt über sie und sammelt sich im offenen Grabe zu lehmiger.Pfütze. Ohne Gebet pntz ohne "Rede gleite tknPernd das Pergament in die Röhren. Diener zementieren die Dackel auf und legen die Röhren wagerecht um. Dann fAlt, von vielen Händen geworfen, Erde ins Grab. Ein Stück Mittelalter... Nein doch, drüben kurbelt ein Filmmann, und da, über der Mauer,' schiebt sich von außen'ein zweiter Apparat hoch, um dem Konkurrentem die seltene Aufnahme wegzuschnappen. Ein Dutzend Kodaks knackt. Der Rabbiner pteckt segnend die Hände Über das nun geschlossene Grab und geht. Bon Näss» triefend; folgen ihm wohl Dreitausend. . . Ter alte Prager Friedhof liegt wieder leer. Neunhundertjdhrige Grabsteine, halb in die Erbe gesunken, schief, verwittert, tropfen Nässe ... ' Mein Heimatlanö! . Meiner oberschlestschen Heimat und insbesondere meiner Vaterstadt Rativor gewidmet. Ich habe ein schönes Heimatland» Liegt da, vom Strome durchflossen, Umgeben von dichter Forsten Wand, Vom Sonnenschein übergossen r ' — Die Häuser sind sauber» die Wege so rein Und fruchtbar die prächtigen Felder, And eS fang diesem Lande manch' Liedlein so fein .Der deutsche Sänger der Wälder. Dort glüh'n die Oefen, dort schafft der Fleiß Dem Vaterland reichen Segen, Zu deutschem Ruhme, zu deutschem Prets Die emsigen Hände sich regen. Dort fördern sie mutig aus schaurigem Reich Die schwärzlichen Schätze der Erde, - Dort ziehen die Schwäne auf grünlichem Teich, Dort grast manch' prächtige Herde. Ich habe ein schöne- Heimatland, Hilf Gott, daß mir'S fremd nicht werbe, Ich eil' zu dir, ich reich' dir die Hand Du oberfchlestfche Erde;. Du heiliges Land, ja im siehe dir bei, WaS immer das Schicksal unS sende, O, mütterlich Erde, ruf' mich herbei Faß' meine sehnenden Hände. Ich habe ein schönes Heimatland. Liegt da, vom Strome durchflossen, Umgeben von dichter Forste«: Wau Vom Sonnenschein übergossen; . Umgeben von dichter Forste«: Wand» Vom Sonnenschein übergossen; — Die Häuser sind sauber, die Wegs so rein And fruchtbar die prächtigen Felder, , 0, du mein.Heimatland, deutsch sollst du sein, Deutsch, wie dein Pänger der Wälder. Felix tzeimann. ' (Au-der „Großen Glocke?)