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Jüdische allgemeine Zeitung · 1934-12-19 · 94 (19.12.1934) · page 7

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
94 (19.12.1934)
Date
1934-12-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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CO \m$m mm #ce jowsgkus) Die ,Jüdifche Allgemeine" fetzt hier die Ausfprache fort über das Tliema Bund — oder nicht? Schule, Elternhaus, Bund "In dem nachfolgenden'Anbau treten die venuemtliriien iüdaeosisel.en Gegenspieler: Schule. Kltcrniiaiis. Hund :mr. Ks | ist sehr charakteristisch, dail einer der führenden Menscht«- / ans dem bündischen Laser der wünschenswerten Venühtiita» Oas Wort redet. Dieses Thema ist in der letzten Zeit von allen beteiligten .bcitcii so oft in allen Kreisen diskutiert worden, ilali man meinen sollte, seine Bedeutung, seine Eigenart und seine Lüsuiij; seien nun hinreichend bekannt. Und trotzdem — im Kähmen einer ..Stunde der Jugendbünde'-- der Pädagogischen Woche des Philantrof.ins in 1-rankfurl a. II. entstand eine Diskussion, bei der jeder Teilnehmer den Eindruck hatte, als seien diese Dinge noch nie besprochen worden. . E1 is' °,ft SC,1US S053?1 wordcn- «1er Hund erkennt ohne weiteres die heilige Ordnung der Familie, ohne Widerspruch die Aufgabe der geisügen Ausbildung des Jugendlichen, die. der Schule | obliegt, an. ^'ic kommt es trotzdem immer wieder zum Konflikt? Weil plötzlich die Schule Ansprüche anmeldet, die sie bisher nicht erfüllte, oder auch mir zu erfüllen gewillt war. weil in der zusammenbrechenden Gesellschaftsordnung des deutschen Judentums das Elternhaus Aufgaben, die ihm oblagen, sehr oft nicht mehr zu erfülleil imstande war und weil man sicli empört, daß der Bund nicht nur in die Lücke, die so entstanden war, einsprang, sondern aus seinem tätigen Eingreifen auch bestimmte Forderungen ableitetb. . Wenn heute in der Presse, in allen Schulen, in allen Unterhaltungen im grüßten und im kleinsten Kreis immer wieder das Wort \pm jüdischen Bewußtsein, vom G e-s c h i ch t s b c w11 ß t - sein, von der Haltung, mit der man aus ihm heraus das Schicksal der Gemeinschaft und damit das eigne Schicksal trägt, ertönt, so sei in aller Klarheit einmal das herausgestellt: Es waren die Menschen in den jüdischen Bünden, die dieses jüdische Bewußtsein haften, die keinen Augenblick ihr Geschichtsbewußtsein verließ. War in den jüdischen Bünden diese Erhaltung des jüdischen Lcbcusgcfühls eine der wichtigsten und dringlichsten Aufgaben, so tritt Iheute, da es nur noch gilt, dieses Lcbcnsgcfühl vor dem Cbcrcifer einiger ..neuer .luden'- zu schützen,, eine alte Aufgabe erneut in den Vordergrund. Das Bewußtsein der Bünde, daß jdie Gesellschaftsordnung drs deutschen Judentums . umgebaut werden müsse, hat sich als richtig erwiesen., In einem Zusammenbruch, der sich auch ohne' die Ereignisse der letzten Zeit eingestellt hätte, gilt es, die Fundamente einer neuen jüdischen Gesellschaftsordnung, das hediculet einen neuen Lebensinhalt und damit eine neue Lebensfarm zu schaffen. Denn eine Ordnung kann nur dort entstehen, wo ein bestimmter Inhalt zur Ordnung drängt. Eine Form will dort, geschaffen sein, wo die Ordnung das Wesen des Inhaltes herausgestellt hat. Wo sollte diese Aufgabe in Angriff genommen werden, wenn nicht dort, wo ein bestimmter fuhalt, ein bestimmtes Erlrlmisgnt auch vor dem 30. Januar schon vorhanden war, wenn nicht dort, wo die Menschen stehen, deren Form und Ordnung es au schaffen gilt? - Die Aufgabe der Bünde ist eine im Letzten soziale Aufgabe. Das Wort von der Gestaltung - des Lebens aus innerer Wahrhaftigkeit und Vcrantwortungsbcwtißtsc u gegen sich und die Umwelt ist für die jüdischen Bünde mehr als nur Formel gewordeu in einer Zeit, da die Be«c«ung, die es geschaffen hat, einen Abschluß erreicht bat. Wurde in Frankfurt immer wieder gesagt, daß den Jugendlichen der seelische Ausgleich nur im Bund gegeben werden könne, so sei gesugt, daß nicht der seelische Ausgleich das letzte Ziel der Bünde ist. sondern »Ii« neue Gesellschaftsordnung, liier allerdings gilt «las Wort Otto Uricscns, die Bünde seien die Wegweiser, an denen das Leben iu der mutigen, druufgüngcrischeii Art der Jugend gelebt wird. Wenn aber weiter gesagt wurde, die Jugend habe wohl das Wort, nicht aber das große Wort in der Schule, so muß widersprochen werden. Der Bund wünscht in den Angelegenheiten der Schule >tcdcr das Wort, noch das große Wort. In all dem aber, was über den Bereich der S e Ii u 1 c Ii 1 n a u s g r r i f t. braucht er nicht dos Wort zu fordern, weil er - es bat. Wenn z. II. der Oneg-Schaliliath von der Hcichsvcrlretung empfohlen, von Gemeinden und Schulen gepflegt wird, so wissen wir, daß dieser Oncg-Sehahbatli längst vor dem Umbruch das Ccmeingllt der jüdischen Jugendbewegung war. Das Verhältnis zwischen Schule, Elternhaus und Hund wird abhängig sein von dem Verständnis, das jeder der Beteiligten für die anderen aufbringt. Das heißt: Es kommt darauf an. ob das Elternhaus den Weg der Jüngeren in einem jüdischen Lebensbewnßtsciu begreift, billigt und ihn vielleicht sogar mitmacht: ob die Schule die Aufgaben der Bünde erkennt und es respektiert, daß sie auf anderem Gebiet andere Arbeit leisten; schließlich, ub der Bund die Situation des Elternhauses begreift und es versucht, seine Wege ihm begreiflich zu innrhcii, und ob er seinerseits nicht versucht, in das Gebiet der Schul« einzugreifen. Denn letztlich sind die Schwierigkeiten nur S c Ii w i e r i g - k c i t c n ilcs C b c r g u n g s. Nirgends konnte man so gut wie in Frankfurt erkennen, daß das Problem der Schule in ihrem Verhältnis zum Bund dann gelöst ist. wenn d e r I. e Ii r e r a u s der .1 u g e u d b e w e g u u g stammt, und daß das Verhältnis des Elternhauses zur Sehlde dort kein Problem ist, wo mit den Kindern eine j ü d i s c Ii e A Im» p Ii fi r e in da» Elternhaus eingezogen ist. Keine der drei Mächte kann einen Tolnlitülsan-priich aufstellen: Die umfassendste Gemeinschaft aber ist der Bund. Denn nur er erzieht seine Menschen so. daß er in der Gestaltung des Lebens Elternhaus und Schule mit einbaut. Eine Totalität aber kann und wird gefordert werden. Es ist die der ' ' menschlichen Führung. Iiier allerdings gilt nicht das Wort, das in Frankfurt von einem Lehrer ausgesprochen wurde: ..Wir werden uns die pädngogisihir Führung 1 der Kinder, wenn es sein muß, erzwinge».-' Denn Führung kann nicht erzwungen werden. Den Eltern, die begreiflicherweise ihre Kinder nicht verlieren "wollen, den Lehrern, die meinen, Lehrer seien aurh immer Pädagogen, und den Gruppenführern, deren Ehrgeiz sie anstachelt, eine völlig ihnen hörige Gcfolgschalt zu schaffen, sei das gesagt: Aus diesen Konflikten gibt es mir eilten Ausweg, und er muß von allen Beteiligten 'gegangen werden: sich kennenlernen, sich achten lernen und die Gemeinschaft derer, die wirklich erziehen können, gleich wo sie arbeiten, zu bilden. Günther Friedländcr Der künflige Lehrer fpricht Hier spricht der Seminarist, der kmnmeade ■ Junclehrer, der die niclit ern-iim-clitc und erzieherisch nicht untrefuhrliclie Trennung des Pädagupeu während geiner AusnildunirrZeit von der bündi-schea Jugend beklagt, der er eines Taues der - Führer und Lehrer seia soll. „ Seine eigentliche Bedeutung hat der Bund erst im letzten Jahre gewonnen. Denn jetzt konnte er die Aufgahc, die ihm schon immer gestellt war, verwirkliehen: die Zeit zwang ihn, einen neuen jüdischen Menschen zu formen. Wenn wir von den Trägern des zukünftigen deutschen Judentums sprechen, so wissen wir, das sind die Menschen, die im Bunde geformt werden. Der ..Bund" zeigt also heute schon so ungefähr, wie das Judentum in der Zukunft aussehen'wird. Wo der ..Bund" fehlt, kann kein neues Judentum entstehen, wer außerhalb des Bundes steht, lüuft Gefahr, außerhalb dc3 zukünftigen Judenturas zu stehen. Die Welt um uns hat Schluß mit dem Einzelgängcrtum gemacht, die neue jüdische Welt darf und wird auch keinen Platz für Einzelgänger haben. Es wäre aber verfehlt, wollte man den Teil der 'jüdischen Jugend, der noch nicht den Weg zum ..Bund" gefunden hat. in Grund und Boden verdammen, ohne ihn vorher gehört zu haben. Wie ich schon sagte, ist dem „Bund" eine große und schöne Aufgabe gestellt» die er gemeinsam mit seinem Verbündeten, der Schule, zu lösen hat. Denn die jüdische Schule hat heute nicht nur die Aufgabe, Wissensstoff zu vermitteln, sie muß den jungen -Menschen zur starken Persönlichkeit, zum Charakter formen, sie. muß ihn dazu erziehen, auf /üe verschiedensten Ereignisse nach denselben Gesetzen zu reagieren. Schule und ..Bund" haben gemeinsame, . nicht gegensätzliche Erziehungsaufgaben. Daraus erwächst für den Pädagogen die Pflicht, das Leben im ..Bund" mitzuerleben genau wie der hündische Mensch das Leben der Schule miterlebt. Warum ist das oft nicht so? Nun. vörf älteren Pädagogen kann man ein Mitlebcn im „Bund" nicht verlangen. Der junge Pädagoge will gern, zum „Bund" kommen, ihm fehlt aber die Zeit dazu. Ich denke dabei in erster Linie an die Studenten, die zum jüdischen- Lehrer ausgebildet werden. Sie kommen vielfach" atis Kleingemcinden, in denen man sich unter ..Bund" nicht* Hechtes vorstellen kann; ,.Bim«l*' ist für sie meist; nur ein leeres Wort. Während ihrer Ausbildungszeit möchten sie so gern in den ..Bund" — sie können vielleicht dem .,Hiiiidu viel gehen, der ..Hund4' kann ihnen noch mehr gehen —, es ist immer dasselbe Lied: Zeh. Zeit, Zeit'. Denn die Ausbildung zum Volksschullchrcr ist im Gegensatz zur rein philologischen Ausbildung so vielseitig, daß «lern jmLischcn Studenten «liebes Faches außerhalb seincs Studiums' nicht mehr zu viel Zeit übrig bleibt. Gewiß hat die vielseitige Ausbildung ihre Vorteile. Sollten die dafür Verantwort-, liehen nicht auch ihre Schattenseiten sehen? Gerade in den Klein- und Mittelgemeindcn darf der Lehrer nicht nur Lehrer im engsten Sinne des Wortes sein. Der Lehrer ist dort der einzige geistige Führer der Alteren und Jugend. Das starke Judentum erwarten" wir auch wieder von den Klein- und <Mittcigcmcindeii. Das Judentum kann aber nur dort stark werden, wo es von Menschen geführt wird, die selbst" starke Juden sind lind starkes Judentum haben wachsen scheu. Starkes Judentum^entstellt in den Bünden. Gebt «loch, den jungen Pädagogen, die noch in der Ausbildung stehen, die Möglichkeit, auch die Bauleute am neuen Judentum sein zu dürfen, das dann von ihnen nach ihren Gemeinden getrogen werden muß. Die Stunden; die man vielleicht am I*chrplau streicht, sind bestimmt nicht verloren, wenn sie für Arbeit im Bund verwendet werden. Der juniie Lehrer, der meistenteils erst durch .den Umbruch der' Zeit zu diesem Beruf gekommen ist, darf natürlich diesen Berti 1 nicht als Notbehelf ansehen, weil ihm alle anderen akademischen Berufe verschlossen sind. Er muß als jüdischer Lehrer unbedingt tief religiös sein, er muß die Beziehung zur Religion, zu Gott, gefunden halten. Der junge jüdische Lehrer darf im Gegensatz zu früheren Anschauungen das Judentum nicht innerhalb eines bestimmten Bezirkes I>cgrcn7.t empfinden, sondern als Kraft, die in alle Bezirke "des Lebens ihre Energien auszustrahlen hat. Für den zukünftigen deutschj wüschen Lehrer ist das Judentum eine Religion, die vor den Toren de» Lebens nicht halt machen darf, die das Leben mit ihrem Programm zu durchsetzen hat. Leben und Religion müssen Einheit werden. Wäre diese Religion des künftigen Lehrers ober echt jüdisch, wenn sie nur passiv, nicht auf das fließende Leben gerichtet ist? Diese, religio, dieser Bund Mcuseh-(*>lt kann nur dtuiu vollkommener Bund sein, wenn er nicht auf d c u Menschen Im*- schräukt wird. Mindern sich cm eitert zum Bund *i"e r Mcnsclu-n untereinander, der sein letztes Ziel in» Ii u n tl der Mensche» mit Gott findet. Der jüdische Lehrer muß also infolge meiner inneren Einstellung zum ..Bund", der für ihn schon ein gut Stück lebendiger Religion hedeutrt, kommen. Es können schwere innere Konflikte entstellen, wenn irgendwelche andere Umstände ihn daran hindern. Dieser ..Bund" muß aber frei >ou uationaljüdischcn Färbungen sein. Religion mit nationaler Beimischung ist ein Zeichen primitiver Religiosität. Denn—-für den jungen jüdischen Studenten ist Judentum nicht kraft de-* im Ict/ini Jahre erlassenen Gesetzes du. es verpflichtet ihn auch nicht. weine Exi>tcnz durch zeilgchuudcuc mhhinisrhe Gesetze zu bejahen, Beweiskraft ist ihm das eigene Gefühl und die Geschichte, in der er seine Empfindungen bestätigt findet. - Dcntschjüdischc Frömuiig-, keil .sieht anders aus wie etwa italienisch-jüdische und dies«' «Jeder ganz anders als «lie .polnist-h-jüdische. Verpflichtet also «las religiöse Lehen «leti «erdenden Volkssehullehrcr zum „Bund**, so kann er vielleicht "kralt «licser Einstellung «lein Bund wieder etwas gehen. Daß im „Bund" "religio«.?* l.rlirn uU glrichberrrhtiglrr Faktur mitschwingt, das ist seine Gabe au den- Buml. Der zukünftige Lehrer kam: mit seiner lebendigen Bcligio*itäi. «In* ihre Bestätigung durch dir Menschen findet, nicht abseits >lehen. Man muß ihm auch dazu die Zeit gehen. Denken wir doch einmal au die alten Lehrer des Volke», «lie Propheten. Sie waren die lfüler des „Brilh". ihre Erzichuugsaufgnbe au den Menschen war. «len verfälschteu Bund Mensch-Gott wiederherzustellen. Der ..Bund" al** Form ist da. der einstige jüdtscin' Lehrer muß ihm »Ich Inhalt «les „Briih". des (Hittcshumlcs, gehen, dessen Träger der deutsche .lüde der Zukunft ist. " L*otam jhe adam. vor allem sei du ein Mensch. |iev«ir du andere Menschen formen willst. Bist du «lieser Mensch, jre schnmajiiu hßelher, gnllc~fürrhtig in der Tiefe «h-s llcr/rn». dann darfst du andere Meuchen führen. Du darfst es nicht nur. du mußt et sogar. Du mußt dir Zeil dazu schaffen, und andere,.die dich kraft ihrer Religiosität führen, werden dir auch «lie Zeit dazu geben. Frilz SuKuuimi. Will Steinbergs tragifches Ende Der Frau mit dvr Muttvr in dvn Tttti Kp/oi^i Der Itekiinnte IWhiier t.ihrettet. Will S t <• t u Ii e r u ist einen T.'.u Hiu-li dt-iii Ahieben seiner Krau mit.' Meiner Mutier der l.t tM'iiM:erülirtiii ilf den T««l tfef.ili;!. V<<|| einem r'reuiid und' S<-1iu1k:uiici;ideii des Tuten wild ilits uer>elirielH<n: Wir Schulkameraden haben "hinter dem sttUen. fast "verschlossenen W ill Stciuherg niemals einen Menschen verniulel, dem ilie Gabe verliehen war, Tmiseudc seiner Mitmenschen durch die Kunst, 1 leilcrkeit zu spenden, von den Sorgeu «les Alling« abzulenken. Und «laß ilieses Urteil der Freunde der frühesten Jugend «bis richtige gewesen ist, «laß dieser Autor unzähliger Vers«*, diu, „wohlgcrcimt und siugbar1', zahllose Menschen erfreut IiiiIhmi, im tiefsten Grunde ein schwerblütiger, ja ein scliweriutitiger Mensch gewesen ist, zeigt «In» Ende, weichet* «tiefte« junge, leiten genommen hat. Der Tod der geliebten Frau, die einer heimtückischen Krankheit zum Opfer gefallen ist, hat dem Verkünder heiteren Lehen** den Lchciifiniul genommen. Vf<iruii«Jxwji»xJ# Stunden mich dem Hinscheiden seiner Frau int er ihr, geineinjuini mit seiner oiten Mutter, erst 42jflhrig, freiwillig gefolgt. In einem ergreifenden Absehiedsbricf, «len er dem niehljfidischcu Freunde und BerufsgeuosKen, der ihm auch in den veränderten Zeiten «Ii«? Treue gehalten linl, zurückließ, int «ün Tai begründet: Nicht die Zurücksetzungen, «lie Will Stciuherg hinnehmen mußte, dadurch, daß er sein Amt im AnfsichtMrat und iur—~ Kuratoriun; der VerMirguii^skasse der GEMA, mich htugriii, aufopferndem Wirken nicdeilc-icn mußte, nicht die Sorgeu um seine Existenz.haben ihn in den T«wl getrieben. All «lien hätte, ihm nicht «len Mut gebrochen,-neu aufzuhauen. Aber ohne die geliebte Frau hat er nicht mehr leben wollen, und «eine Mutter, «lie den Alllag und die Freuden mit «lein Ehepaar (eilte, hat nicht mehr ohne ihren Sohn-leben können.' Der Autor fröhlicher Lieder, der Librettist «ler juchtten Operetten «les Koni[Kiiiisteii Brouiuic, . vieler Operetten von Oscar' Strauß, Walter Kollo, Pauj Liuckc, der den IBjährigeu entdeckte, hat ühcr »einem Schaffen und über seinen Erfolgen nie vrrgiwn, der Gemeinschaft seiner Berufskollegen einen großen Teil seiner Arbeitskraft zu .widmen. Sie alle, Christen und "JThIcii, folgten den drei Särgen, die ihn und «lic beiden Frauen bargen, «Irneii sein Leben galt. Rabbiner Dr. Swarsensky hielt eine ergreifend«: Grabrede. k Selbfimord der Witwe Imo Falls Wim. Frau Bertha Fall, die Witwe des im Jahre 1025 verstorbenen Kom|mniHten f^eo Fall, hat ihrem Igelten ein Ende bereitet. Sie wurde, iu ihrer Villa im 13. Bezirk mit VeronaI vergiftet toi aufgefunden. Frau Fall stand im Mittelpunkt einen Erbsehnftsstrciles, der für sie ungünstig ausgegangen war. Sie. halte seit einigen Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und war zuletzt vollkommen verarmt. *' Synagogen-Attentäter verhaftet Zürich. Nach eingehenden Erhebungen ist es der Kantonripnlizei grhingen, einige Burschen zu ermitteln, die kürzlich um . unteren Eingang der Synagoge au der Freigutstraßc in Zürich eine Petarde zur E x p I o s i o tu g e b r a eh i hatten, wobei einige Fensterscheiben zertrümmert und sonstige Sachschäden angerichtet worden waren. Verhaftet wurden ein tOjährigcr Handlanger, ein 15jähriger Bursche und ein 20 Jahre alter Koinmis. Sie erklärte», am gleichen Abend an einer j»ohUneben Versammlung .in der Stadthallc teilgenommen zu haben. Gegen die Verhafteten wird Anklage wegen böswilliger Eigcntumsbcschödigung zum Nachteil der jüdischen Kultusgemeindeerholten. Der Anschlag auf die Synagoge in Akams in Westfalen, über den wir berichtet? haben, hat sieh als ein Dummer-Jungens t r c i c1i herausgestellt. Die Täter sind von der Kriminalpolizei ermittelt worden. Äc0*££im Wtakt,Xwmftr.42 BEKANNT DURCH QUAUTXTS-WAREN

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