Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 94 (19.12.1934)
- Date
- 1934-12-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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JUDISCHEN ALIGEMEINEN Wir meinen: Dir- Handball- und ' Fußballgc&cllschuftsspielc. die m letzter Zeit jüdische Mannschaften Berlins gegen Maunschuflcn des Gau III austragen konnten, haben Ergebnisse gezeitigt, die nicht immer dazu angetan waren, reine Freude zu erwecken. Der JTSC 05 hat Niederlagen einstecken müssen, der Bar Knchba wurde vor 14 Tagen schwer geschlagen, und selbst die JTSC- Fraucmuuunschaft. die in ihren Spielen bisher 'ungeschlagen war, mußte gegen Carbaty die-bittere Pille einer Niederlage schlucken. Trotzdem ist dieses ungünstige Abschneiden nicht weiter verwunderlich und darf vor allem nicht allzu tragisch genommen werden. Vt'a» wir schon in voriger Woche an dieser Stelle für die Leichtathletik sagten, gilt in gleichem Maße mich für Ballspiele: Dauernde Kample mit gleichwertigen Gegnern sind die Voraussetzung zur Förderung der Spielstarke. Wie sichres nun damit bei uns aus? Sowohl im Handball als auch im Fußball haben wir m Merlin zwei bis drei, höchstens vier Gegner, die in ihren Kämpfen nahezu gleichwertiges*Können und ausgeglichenen Spielverlauf versprechen. Alle anderen Mannschaften — so cifrcufich ihre große Anzahl auch sein mag — fallen dagegen rapide ab. Ergebnisse von 18:4, 19:1 und 14:0 für die Spitzenmannschaften sind keine Seltenheit.; Wir meinen nun, daß man hier umgehend Abhilfe schaffen muß, wenn die Verflachung.unserer Spielstarke inj-ht weiter fortschreiten soll. Wir müssen es unseren Spitzenmannschaften, die im Reich bestimmt viele interessante und zumindest gleichwertige Gegner (denen es im übrigen umgekehrt genau so geht} vorfinden, ermöglichen, in Form von Pokal- und Meisterschaftsspielen gegen die Spitzenvcreine der anderen Landesverbände anzutreten. Diese Fahrten verursachen Kosten, die d/c Vereine aus eigenen Mitteln kaum werden aufbringen können. Wir glauben jedoch, daß die Unkosten derartiger Veranstaltungen, vor allem Fahrtspesen der reisenden Mannschaften, durch einheitliche Organisation vonseiten des Itcichsausschusses jüdischer Sportvereine glatt aufzubringen sind. Vorfchau zu Sonntag, 23. Dezember BSG 33 — Sperber Die Berliner Sport-Gemeinschaft 1933 spielt auf dem Sportplatz in Britz mit vier Fußboll-Mmmschaftcn gegen den FC. Sperber. Das llauptspiel der erste» Mannschaften beginnt um 14 Chr. Berliner Sport J.S. C. Hagihor V.f.B. Der Ii Der J.S. C. llagibor liut zum kommenden Sonnuig gegen den V. f. I). licrlin, der im Augenblick an erster Stelle in der Tabelle der Krcisklasse stellt, mit vier Munnsehaften eingeladen. Die Spiele, die auf dem Lattesuorlidalz in Niedcrseliünliauscn, liuibliolzer SlralSe, stattfinden, beginnen um 10 Uhr. Ilatititsiiiel: 2 llir. II SC. 33 — T.S. Groß-Herl in Bereits um *J Uhr wird die erste llandballmeifttersehafl der BSG 33 auf dem Gninewaldswortiilatz der spielstarken Mannschaft der Tum- und Siwri-Gcmcinsclialt Groß-Ilerlin gegenüberstellen. Anschließend treffen sich die beiderseitigen ersten Frauenmannschaften. Nach wuchs-Hingen beim Maccabi Am 20. Dezember werden die Nachwuchs- und .lugendriugcr des J.II.C. ,r\Iaci abi'; Gelegenheit haben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Im Kähmen des Trainings werden die Kämpfeder Hiiigerableilung in der Turnhalle Kaiserstraße 22—24, abends 8 Uhr. abgewickelt. Unsere Uilderscrie Fußball: ' Zweimal ia—J6 in den Verbanthfpielen Mit dem Zusammentreffen der beiden in den Berliner llundcnspiclcn führenden Mannschaften von Hakoali Ia und llakoah Ib gab es den wohl schönsten Kampf der bisherigen Vcrbandsspielsiiison. Erst in den letzten Minuten gelang es der favorisierten Ia-Mannschaft, durch S c h o 1 I a c k s unhaltbaren Schuß . den-knappen 3:2 Sieg gegen die Nachwuchsmannschaft sicherzustellen. Glänzend gefielen bei der Ib-Klf Fleischer im Tor, der weit mehr als sein Gegenüber Sebald in Aktion treten mußte ■ und de:* Verteidiger I s e u h c i in . während bei der siegenden Mannschaft, die Läuferreihe durch offensives Spiel den Angriff sehr gut in Fahrt zu bringen wußte. Eindeutig überlegen und nicht sehr interessant verlief da- - gegen die' andere Begegnung, die llagibor Ia unbehindert, gegen llagibor .lb mit 5:2 Toren für sich cntscliied. Weitere Ergebnisse: BSG 33 III — llagilibr II 4 : 1. BSG 33 Alte Herren JTSC Uj 2 :2, llakoah Alte Herren — BSG 33 V 5:2, Hakoali III _ llagibor III 12:1. BSC 33—Britifh Football Club Am Sonnabend spielte die erste BSG-Maunschaft auf dem S. C. C. - Platz am Bahnhof Eichkamp gegen eine Mannschaft des British Football .Club,: die sich aus Mitgliedern der Berliner englischen .Kolonie zusammensetzt.' Die H.j.F.-Lcutb . konnten mit 7 :1 Toren glatt und sieher gewinnen und zeigten seit langem wieder einmal eine Leistung, die der Mannschaft würdig ist und die Hoffnung auf den. sehnlichst erwarteten Form-Anslicz aufkommen läßt. Ililkowitz war neben HcSff, der diesmal im Sturm spielte, der erfolgreichste Torschütze, i Handball: ' ■ JTSC 05—TS Grofi-Berlin Mit wechselndem Erfolge spielten am Sonntag vier Mannschaften des .JTSC 0.» gegen die-Turn- und Sportvereinigung. Grofi- Bcrlin. Im llauptspiel dieses Klubkanipfcs hatte die mit Ersatz antretende erste JTSC-Elf einen recht spielstarken und fairen Gegner, der nach «pannendem Kampf die 5: l-llalbzcitführuiig ■ des-JTSC aufzuholen und noch mit 10:1) Toren zu siegen ver- ■ stand, 1'eell für den JTSC. der sich nach dem Yorsprung in der ersten Halbzeit zu sicher wühulc und eine konsequente Deckung der oft mit serhs Mann anstürmenden Gegner vermissen Heß- — Die Frauenmannschaft dürfte ihre Schwache vom Vorsonntage überwunden haben. Mit 11:3 Toren gelang ihr ein hoher und verdienter Erfolg gegen die körperlich überlegenen Gegnerinnen. Wieder war Vera Gold Wasser mit 8 (von Heimelt und Dr. Yossmann glänzend vorbereiteten) Toren die erfolgreichste Schützin. Doch scheint es uns. daß das Slurmspirl allzu sehr auf diese schußstarke Slürnicrin zugesrhnillcn ist, und daß die anderen vor lauter Uncigcunülzigkcil das Schießen inzwischen verlernen. JTSC 0.1 II — TS. Cmß-Berlin II 10: Iii JTSC 05 I. Jugend — TS. Groß-Bcrliu 1. Jugend 3:8. Bar Kochba—TSD Spamlau Der Bar Knrhha hatte sich diesmal einen spielsi'hwächcren Gegner eingeladen, den er nach fairem Kampf mit 6:2 Toren ~ besiegen konnte. Gill gefielen beim Bar Kochba Kultur im Tcir und als Außenstürmer Sonn, der mit Siimmerfeld und Spandau für die Tore verantwortlich war. BSG 33 Frauen— SC Carbaty Die BSG Frauen hatten sich doch etwas zu viel zugetraut. Die nur mit acht Frauen antretende Garb.ity-Mannsiliaft genügte, Hin ilie BSG jederzeit in.Schach zu halten und mit 5: U überleiten die Oberhand zu behalten. Ergebnijfe der Vvrbandufpiele Einen selten harten und lauten Kampf gab es in dem fälligen Verbandsspiel zwischen BSG 33' 1 und Triton. Nur mit 3:2 Toren blieb die BSG knapper als erwartet erfolgreich, nachdem es bei Halbzeit noch 2: I i-ir die linderer gestanden halte. Erst als ein - T,ritonc herausgestellt w ar, bekamen die Schw arz-lloleii das zum Sieg notwendige Übergewicht. Bannasch schoß alle drei Tore. Weitere Ergebnisse: BSG "33 IV — Bar Kochba V 4:2. JTSC ÖS IV — BSG - - 33 III 5:2. JTSC 05 V - - Bar Kochba 3. Jugend 10:0. JTSC 4. Frauen — BSG 33 2. Frauen 3:0. JTSC 05 2. Jugend — Bar Kochba 1. Knaben 3:0, JTSC 03 1. Knaben — Bar Kochba 2. Knaben 6:0, Bar Kochba 2. Frauen — Hagibor 1. Frauen 9:0. Jüdische Sportler Gretel Bergmann Wenn man im jüdischen Sport Deutschlands überhaupt von Olympia-Anwärtern sprechen darf, so muß man in erster Linie die zwanzigjährige Gretel Bergmann erwähnen, ein bescheidenes und •surückliallcndcs Schwabcumädcl, das dem R.j.F. Laupheim seit seiner Gründung angehört. In ihr, die groß und kräftig gebaut, den Typ einer Sportlerin verkörpert, besitzen wir ein Talent, . das zu den schönsten Hoffnungen berechtigt und auch würdig wäre, wenn diese Hoffnungen in'Erfüllung gingen. Gretel Bergmann bereitetsich im Augenblick in einer Sportschule in der Nähe >oi: Frankfurt u. M. auf den Beruf einer ö|Mjrtlehrcrin vor. - Sie lebt ihrem S|wrt, sie nimmt ihn ernst ohne jede Starallüren. Ihre bisherige sportliche Laufbahn ist schnell geschildert. 1924 startet und siegt sie ah* Schülerin, erringt 192*) auf den Turnfesten der D.T. ihre ersten Lorbeeren und geht dann zur DSB über. Als kaum Sechzehnjährige erreicht sie bei den Süddeutschen Meisterschaften im lloehsprung bereits die Höhe von 1.47 in und erscheint mit dieser Leistung an erster Stelle auf der süddeutschen Bestenliste. 1931 setzt sie ihre Siegesscrie fort, wird mehrfache Gaumcistcrin und erringt neben der südhayerischeu auch die süddeutsche Meisterschaft. Durch ihre Jahrcsbcstlci>tung von 1,50 m kommt sie erstmalig, auch in die Liste der 3U besten Deutschen auf den 4.—10. Hang. Ein .fahr später wiederholen sich diese Erfolge und werden noch vergrößert durch einen weiteren Sieg in der Dreikampfmeislcrschnfl. cl>cnfnlls mit süddeutscher Jahrcsbestlcistung. Anfang 1933 muß sie dann ans dem Klub, dem sie so viel Ehre gebracht hat, ausscheiden. Lange dauert es danach, bis sie wieder am Sport Freude bekommt. Erst Ende des Jahres, als die H.j.F.-Sporlgruppe in Laupheim gegründet wird, beginnt sie mit dem Handballspielen. Zu richtigem Training kommt sie jedo'-h er^L in diesem Jahre in London, wo sie das Polytechnikum besucht. Der Erfolg bleibt nicht aus. Auch in London spielt sie bald sportlich eine große Bolle und wird auf Grund ihrer vielen Siege zu den englischen Mei<lcr?cjiaflen gemeldet. In llertne Hill erringt sie. dann, ihren schim>(cn und wertvollsten Sieg. Allein auf sich angewiesen, steht;ie als . deutsches Sportmfulcl gegen ihre englischen Konkurrentinnen.- Schwer hat sie zu kämpfen, ehe sie. überglücklich, die Gratulationen zur englin-hen Meisterschaft in Empfang nehmen durfte. Ihre Leistung von 1.35 m liegt nur 1 cm unter der bei den ' Dcub-chcn Meisterschaften -gesprungenen Höhe. Im I ferbst desselben Jahres betätigt sie sich als Mchrkämpferiu auf B.j.F.-Sportfesleu und ist naturgemäß ihren Kameradinnen in den meisten Fällen weit überlegen. Gretel Bergmann steht lange nicht am Ende ihrer Entwicklung., Sic kann sowohl in ihrer SpezialÜbung, dem Hochsprung. als auch im Mehrkampf noch weit mehr leisten, das bestätigte uns der Olympia trainer Brechemnachcr. der sie während eines Olympiakurstis unter seineu Fittichen gehabt hat und sie beispielsweise im Hochsprung für fällig hält, 1.65 m zu springen. Das läge über «lern augenblicklichen deutschen Bckord. Wir vertrauen auf Gretel Bcrgmajm! Sport im Reich ISK, Berlin in Leipzig Der Jüdische Sport-Club besuchte am letzten Sonntag mit seinen ersten Fußball- und Handballmannschaftcn den Leipziger Bar Kochba. Während im Fußballspiel die Leipziger nach überlegener Leistung mit 8:0 Toren verdient gewannen, blieben die Gäste im Ilandballtrcffcn mit-4:2 siegreich. Fleischer, Iludi Siegel und Hosenberg waren die Torschützen für die Berliner Mannschaft. Tifchtennis-Turnier in Breslau An dem von der Tischtennis-Abteilung des „Schild" Breslau veranstalteten Tischtennis-Turnier beteiligten sich auch Mannschaften des Bar Kochba und des Touren-Iluderklubs. Die Kämpfe; die besonders in den Schlußrunden ganz ausgezeichneten Sport brachten, hatten ■ folgende Ergebnisse: Im Hcrrcneinzel gewann Haus Cohn (Schild), der in der Vorschlußrunde überraschend gegen Boil Ii find er''mit 3:0 Sätzen gewonnen hatte, vor II i c s c ii I c 1 d -(Schild), der in der Vorschlußrunde seinerseits den ausgezeichneten Bar-Kochba-Spicler Redlich I ausschalten konnte. Im Dameneinzel siegte Fräulein Schönfcld (Schild) vor Fräulein Blatt (Bar Kochba), im IIerrcud«ppcl überraschend Aschncr/Angrcss über II i e s e n f e I d / Co Ii n (sämtlich Schild), und im Gemischten Doppcl endlich kam auch der Bar Kochba zu einem Erfolg, Fräulein Blatt/Redlich siegten in der Schlußrunde mit 2:0 Sätzen über Fräulein Schönfcld/ I. e v y. Vom Jiidifchen Turn- und Sportverein München W e 11 k ä m p f e de r T u r n c r Bei einem Vett-Turncn der ersten Männerriege, das leider vor nur wenigen Zuschauern stattfinden, mußte, gab es in den einzelnen Übungen, in Anbetracht der kurzen Cbungszcit gute Leistungen. Die Ergebnisse des Gcrätcsiebeiikampfcs, der aus Cbungcn am Barren, Heck, Pferd breit und lang und einer Pflichtfreiübung < bestand, waren folgende: 1. Leopold Lehmann 123 Punkte, 2. Heinz Ilcincmann 122 Punkte, 3. .Martin Mannheimer 113 Punkte, 4. Max Rohrbach 104 Punkte. Box - und Judokamplabcnd Mehr als 300 Zuschauer wurden Zeugen des ersten Box- und Judokampfahends, dessen Leistungen auf beachtlicher Höhe standen. Bei den Boxkämpfen siegten Blechner gegen Adler nach Punkten, Golombs II gegen Golombs I mit dem gleichen Ergebnis und im schönsten Kampf des Abends Gersinsky I gegen Scherz. Einen unentschiedenen Ausgang nahmen die Kämpfe Meyer gegen Wild und Cohn gegen Gersinsky IL Sportliches Allerlei Internationale Boxkämpfe des R.j. F;TSportbundes— ' Am 6. Januar wird der Sportbund des R.j.F. im Kölner Rcichslialleutheater eine große Veranstaltung, aufziehen, bei der die R.j.F.-Ueichsmcistcr, die vor kurzem ermittelt worden sind, gegen eine holländische Auswahlmannschaft antreten werden* Internationales Makkabi-Sch wimmfest Im Laufe des Januar wird" der Deutsche Makkabikrcis in Berlin ein internationales Schwimmfest veranstalten, zu dem Schwimmer der Mukkübivcreinc aus Prag, Budupcst und Antwerpen eingeladen worden sind. Rudi Ball in Mailand Rudi Ball, der einstige deutsche Eishockey repräsentative, der mit seinen Brüdern Gcrhart und Heinz bei den Mailänder „Roten Teufeln" spielt, konnte in der vergangenen Woche im Spiel seines Vereins gegen den Fußcncr Eislaufklub durch hervorragendes Spiel seiner Mannschaft einen 6:4- Sieg sichern. Mas Bacrs Bruder entwickelt sie Ii Amerikas Boxsport hat einen neuen Stern am Himmel der Schwergewichte zu verzeichnen. Buddy Baer, der jüngere Bruder des Weltmeisters, hat im Augenblick seinen siebenten entscheidenden Sieg in ununterbrochener Reihenfolge gefeiert. Der Anwärter auf den Wcltmcistertitcl im Weltergewicht, . Barncy Boss, verteidigte in Mexiko-City seinen Titel als Junior-Wcitcrgewicritsm eiste r mit Erfolg, indem er den Mexikaner Bobby Pancha überlegen nach Punkten besiegte. * , In der Generalversammlung des J.B.C. Berlin wurde Dr. L c - w in als Vorsitzender und Rechtsanwalt. Erich Max Simon als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. « Im Anschluß an unsere Veröffentlichung über den Boxer A 11 r c d M i c h c I soll n in Nr. 92 unseres Blattes werden wir gebeten mitzuteilen, daß Michel söhn in seiner Eigenschaft als . Trainer des J.B.C. ,.Maecabi" nicht die Kampfmnnnschaft, insbesondere nicht Preiß, Malz,- Fuchs und Buchbaum trainiert hat. Der Berner Prozeß Bern. Der in dein Berner Prozeß um die ..Protokolle der W eisen von Zion'- von den Angeklagten benannte Sachverständige, Oberstleutnant a. D. F I c i s chli a u c r aus Frankfurt, hat im Gericht Einsicht in die Akten genommen und bei dieser Gelegenheit die Bitte vorgebracht, es möge ihm die am 16. Dezember d. J. ablaufende Frist zur Überreichung eines Gut- , achtens — das, wie es heißt, sehr umfangreich sein soll — um zwei Monate, das ist bis zum 15. Februar 1935, verlängert werden. Gerichtspräsident W. Meyer hat dem Experten eine F r i s t v e r 1 ä n g v r u n g bis z um 1 5. Januar gewährt. Nach diesem Zeitpunkt wird der Gerichtspräsident nocli^darüber entscheiden, ob und «eiche weiteren Zeugen vernommen werden sollen. Uulcr dicscu Umständen ist mit der Wiederaufnahme der Verhandlung vor Ende Januar oder Anfang Februar nicht zu rechnen. Ehepaar sucht bescheidene Existenz Kaution oder Baivein.ögen bis 1500 RM. Offerten unter G. W. 100 an die Expedition dieser Zeitung Hauutsthriftleiler: Dr. Eueen Tannenbaum, Berlin-Wilmersdorf. Leiter der Aazeiüen'-Ablciluns und verantwortlich für den Inhalt der 'Anzeigen: Hans Ehrlich,- Berlin W 15, — D.-A. III. Vj. illoO. Zur Zeit, ist Preisliste Xr. 2 Bültig. Verlas: VerlatfSRCnossenschaft ia Deutschland ansässiger Juden eGrnbH., Berlin Vi Ii. Ulilandstmfle 15S. Druck: Sunncndrnckerei GmbH. (Fell* WolQ, Derlin-Cliarluttcnburg.