Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 93 (12.12.1934)
- Date
- 1934-12-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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2. Beilage 12. Dezember 1934 JÜDISCHE AUGEMEINE Taufend Künfiler warten ... Von FJtlTZ SEGALL - L-»!.^"-1" Jn" d"rslcI1,;n'>«> Künstler.» gibt es zwei Bernfskategorien Die Koiincr, die im folgenden gemeint sind, wenn von Künstlern die llede isl, und die Nichtskönner. Nnr lrlr ■ ^'.'.r"''"-", V»'*'!^ kann produktive Hilfe geleistet «erden. Sie lieilsl Arbc.lsbcsc..affm.g im Halllnen des Möglichen. Die ton L)r. Schildbergcr geleitete Künsllcrhilfe der berliner Jüdischen «.emcindc beweist damit die Notwendigkeit ihrer Existenz. ■ Mehrals tausend Künstler sind ohne Engagement. .Wh diejenigen von ihnen, die wirklich von Zeit zu Zeit Beschäfti..,m.. linden, können ton ihr nicht leben. Es ist daher keine Scltenbcn «lab namhafte Künstler tormiltngs irgendwie Beschäftigung im Büro ausüben, nachmittags Strümpfe, Krawatten, Wäsche, Schukolade, Zigaretten verkaufen und abends dann und wann auftreten Sie können aber wenigstens — wenn auch «furch mühevolle Arbeit — selbständig für ihren Lebensunterhalt sorgen. Anderen geht es schlechter, d. Ii. nicht besäer als solchen Erwerbslosen, die Unterstützung beziehen. Die Künstler sind auf das engste mit 'ihrem -Berufsleben verbunden. Es ist zu beobachten, daß viele ton ihnen, die län-cre ' ,v ■', der,lianll": standen, innerlich zu zerbrechen drofie«. JJie Beratungen, die vornehmlich während der Sprechstunden der Kunstlerlulfe vor sieh gehen, sind nicht nur wirtschaftlicher, sondern m gewissem Sinne auch ärztlich-scclsurgcrisehcr Natur. Die Künsllerhilfc setzt deshalb von ihren Mitarbeitern schärfstes \erstaudnis für die Situation jedes einzelnen Künstlers voraus; Andererseits glaubt die. Künstlerhilfe von dem Künstler vcrlaii-en zu können, dali er weniger sein persönliches ich als den Gedanken an die Gemeinschaft in den Vordergrund stellt". Der Künstler ist kein Ausnahmcinciisch. Fast alle Beteiligten haben, sich an diese notwendigsten Voraussetzungen emer Zusammcnarlicit gewöhnt. Ihr harmonischer Verkauf zeigt sich.nm cindringlielisten während der Sprechstunden. Manchmal warten 3U~10 Künstler in einem Korridor, der noch nicht einmal ausreichend mit Stühlen versehen werden kann weil keine da sind, und weif die Räumlichkeiten sollst noch' beschrankter wären. Sie kennen sich, kommen ins Gespräch und merken, daß nicht einer allein, sondern alle das Schicksal ihrer Gemeinschaft tragen. Und diese Feststellung macht sie. versöhnlieh. JJcr Burolcitcr hält seine Sprechstunden in einem Zimmer ab, dessen Milchglas-renstcrsclicibc auf die eigentliche Bestimm.,,," der Kammer m früheren Zeiten hinweist. Im übrigen wird die' \ ergangenheit nicht erwähnt, obgleich manch Heldenvatcr nur zu gern bereit wäre, aus der Zeit seiner Liebhaherrollen zu erzählen. Es gehört oft viel Geduld und Takt dazu, eine Unterredung zu beendigen, wenn ihr wichtigster Teil erledigt ist. Trotzdem' zieht sich- «lie wöchentlich zweimal angesetzte Sprechstunde stunden, lang hm. " ' - Vor jeder Unterredung erhält der Berater den Fragebogen des Bcsucncrs, auf dem dieser seine persönlichen, beruflichen Sud materiellen Verhältnisse schildert. Vom Fragebogen wird eine Karte für die Kartei angefertigt, die jetzt.in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe für das Itciehsgcbictzusammeugcstcllt wird, um Berliner Künstler nach auswärts und Künstler, die. im Hcich beschäftigungslos sind, nach JJerliu zu engagieren.. Stets wird der Künstler nicht nur alst Jtatsuchcnder, sondern in gleichem MalSc auch als Mitarbeite'r angesehen, der nach seinen Vorschlügen "gclragt wird. Erweist sich ein Vorschlag als durchführbar, wird ein oder zwei Tage später mit den Vorarbeiten beonnen, zu denen der Künstler gleichfalls hinzugezogen wird. ° Was aber geschieht mit den Künstlern, die nicht verwendet werden können, jenen Musikern, Sängern und Schauspielerinnen, die vielleicht schon zu .,alt" siridV Mit den Regisseuren, Dompteuren, Tänzerinnen und Artisten? Die-Sorge um die Zukunft jener Menschen darf weder ihnen noch «ler Künsllerhilfc allein überlassen bleibe... Sie gibt der jüdischen" Gcmcinschaft in ihrer Gesamtheit Verpflichtungen auf. Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dali erhebliche Teile der jüdischen Üifcnllichkcit bereit sind, diesen Verpflichtungen nachzukommen. Durch Spenden von Freunden und Gönnern ist es der Künstlcrhilfe möglich, einen Mittagstisch zu unterhalten. Ä 49 -.'--? >'V ■ * V *: '■->:■ * . .V_ > ^„.i> Dro Esperanto / Der Bckämpj'er des biibyloiiij'vhen Spraclicmvirrwarrs phot. Sonaeafeld. Opernstudio der Künstlerhilfe probt Die fnhaber größerer Wohnungen stellen ihre Häumliehkeiten zu Ilausvcranstaltungcn zur Verfügung. Das jüdische Publikum ist bisher bereitwilligst den Einladungen der Künstlerhilfe nachgekommen, wenn sie eigene, größere kabarettistische oder , musikalische ••Veranstaltungen mit ihrem Erwcrhsloscnorchcster stattfinden ließ. Sechs Veranstaltungen in einer Woche brachten den Bestich ton 1700 Zuhörern. Schulen und Altersheime laden die Künstler zu Vorführungen ein. Es ist nur zu hoffen, daß dieses Interesse der jüdischen Bevölkerung an der Not jüdischer Künstler nicht nur anhält, sondern auch besonders für den künstlerischen Nachwuchs gcstei»ert wird, der noch nicht in der Prominentculistc verzeichnet ist. Je mehr die Bereitwilligkeit der Gemeinschaft wächst, um so stärker kann sich die Aktivität der Künsllerhilfc auswirken und um so mehr werden ideelle und materielle Nöte der Künstler- Schaft gelindert, die ja dazu berufen ist, deutsch-jüdische Kultur zu pflegen und zu verbreiten. Fritz Lechner vom Berliner Kulturbund sans uater Gencralrausik direkter Dr. Hermann Seherchen im Grand Tlicatre in Gent mit KmDem Erfolg die Baiitonpartie in der Oper „Der arme Matrose" von Milhaud in französischer Sprache, und würde daraufhin für eine Tournee nach Italien (Turin, Mailand. Florenz) engagiert. vV-'if'i5feÄl.i ' '-'^W® ..l Uli es war die ganze Knie nur eine Kpiat-hc „ml einerlei Heile,!.-' Sil hi-iiinl . ■la- II. Kapitel' dir. I. If.iihi-t Mos., woran sich in wt-nitM-i, Säi,,-,, de»' luclktiüriligc 11,'-' rieht ton. Tui.uh.-i.i lind di r Sluillgriiiiduug ton Iti.bi l ans. hlii-ISl. Di-r .Nanuder Sla.ll ' bcdculcle. " daß il.n l der Ewige dir Sprachen der Menschen verwirrt halle. daß einer den nuilctcu nicht n.rhr terstaud .....und es -zcrsticule . der Ewige die ll.uuhner über die ganze Knie." Si schlieUl der Bericht. Die Mensrhen _.t erstanden rinauder nicht- . n.ehi. Sic wurden zu \ olkern, Hassen, Nationen. Der Flnrh wirkte fori: ein wahrhaft unerklärliches Agens war unheimlich tätig, eine _ heimlich iumierllin ersehnt* — Verständigung zu verhindern. Heute weiß „um nicht einmal genau die Zahl «ler Sprach™, die von den Menschen gesprochen Iticrdcn, wobei jede Sprache wieder so und so viel Dialekte hat. Deutsch und Deisel, sind gar vielerlei: Man bringe einen Berliner in etiur Gesellschaft, in der Plattdeutsch, echt bayerisch, pfälzisch, schwäbisch, Srhwyzcr Dütsch gesprochen wird, und er wird kaum ein Wort versiehe... So gebt es aber n.iih in anderen Unxlcrn. Der Engländer vcrslehl nicht irisch und nicht schottisch, der Franzose nicht prmciic.ih'seh ' AUSGANGSPUNKT DE» SPIt.U.lll'.N\ EltW IltltUiNG Dr. L. L. Zanirnhoi, der Erfinder des Esperanto tun Fabian Zaüicnhui. der gleichfalls Sprachlehrer für Englisch und Deutsch. g,wi-.iii war. Mini...» Zuiucnhul kam IltTIt nach Warschau iiml v.urd.- il.irl l'riili-Mir fiir IVuc-rh und K,.",li»i-|fa.i di r I icrär/.llit iicu Sehnie iiml an. Ili'algt iiuiasiiuu. Kr war einer der drei er-lrn .luiti-ii. die im dau.aliücu I(u*'>i'>cli-Pi>lci, eine liölu-rr Bca.nii-.isti lle h.iichallcu. und cihieli de. Titel eines kaiserlich-ni>si>chcu Staatsrates. I ..(er Milihe.n EinriuU war es nicht ~M terwundern, daß Ludwig l.azar Znnu-uluif „,hiui als Kind Iiiiitomfür Sprachen zriglc. Kill, wohl .-■ .-rl.l>-~. Sprailniilaliiil ti-rlu.K ihm dazu, si.b «hu.- große Mühe die Sprachen, die er „Iii dem tln.Mm-.mi, e.l««„te t.ai.uuMli. G,iciIii-.Ii. l'ran/.iisiscb, Engli.,.Ii. Dcul.-ch griuidliiher auziirigiii-n. aU dies durch «leu Sclnilunlerrichl in der Hegel der Fall Da er außi ril.in i.aliirl.VI. ri.s-isch und polnisch sprach .....1 des I h-hräisi lu n nn.l ,{,., .Ii,|,|i», |„ ii kundig war. so terlügle er ülicr_cinen Spra.li-cl.alz."der ihm die \e,"' ttirkhchmi« sei.,.-. Ideals, die S.Miallimg einer \\. lisprmln-, wrseni- . bei. rrlciihicrte. Z.iin.nliof ,/;,,|,iini.-Iit daran, etwa die Sprachen nb/i.»clu,ffen, Muideiu »ullie der Welt eine IUI (»spräche geben, die jeder, neben der Multer-praclii-. beherrschen und damit emer allgemeinen \c,slä,ul,guug,i,„-,gli,hUit der. Menschheit den Weg frei mache.r Millle. \\ntiele große Männer wurde Za.nenh.if. als er in. Jahre lliliT »eiue Pläne u.llei dem Pseudimvm ..Ilm V. s p e - ran tu", d.h. ,j„ ll„f|ruder. terriffenllichlc, terlacbt, ai.grgrilfeii, ein lrmmier und l'haulasl gr«'hnltrii. Dabei warmer nicl.l riiiu.ul to.i der Z.uifl. Lein llerulspliilnloge, sumlrrn Arzt^.aini nbof balle siel, IWCI in \\ nrsrhnu als A u g e n a r /. [ niedergelassen, »■■ er ■■(-Mindert, für die arme lletölkeiuugsschii lit segensreii Ii üTrkli'.- Aber neben s.i i^m 11,-rul gall alle sei.,,. Zeil und Arbeil dein ';".l"'rI"..... «»• <r '«nie genial konstriuerle llilfssprarhr llau.lle. Mit pri>pln-li»rhriii Eifer terlnil er seine ,„„1 |,ä,npfle fiir sie. Die Zahl seiner Anhänger und Mils|r).iler teriuehile .ich, und jeder, der uiil l^peraulislen zu Inn hal, weiß, daß r» begeislerle Slreiler, lirsser gesagt. Missionare sind; denu die Kspcran- ■ lislei. sind kein streitbares Volk. Der Babylonische Turn, nach einem Gemälilc I'ieter Brui-gl.els d. A. aus dem Wiener Kuusthistorisihen Museum oiler lirelouiseh, «ler Neapolitaner nicht loskanisch, genuesisch oder picmonlcsisch. Wcstjudei. klingt das „jiddisch" der Osljudcii als eine durchaus frcimle Sprache. Und der VClkcrlmnd'i. Schoo die Ciicrselznng von .,Soc.ele des Nations" ist »lieht genau. Die Sprache der Diplomatie ist französisch, zun, Teil englisch. Politische Itedcu und gar politische Noten sind so gehalten, daß man jedes Wort auf «lic Goldwaage legen muß — trotzdem gibt es genug — manchmal sogar gewollte — Mißverständnisse. Auch im kaulmünnischen Leben kann ein nicht korrekt üliersclzlcr Ilm f oder Vertrag erheblichen Schaden anrirhleii. Der Wunsch, die. babylonische Sprachen« crwirrniig z.u knrnieren, ist sehr all. Viele Versuche wurden gelliachl. es sei nur u das jetzt vergessene Volapük «rinuert, aW sie fiihrl.-n zu keiucni Erfolg. r . . . \or 73 Jahren, am 15. Dezember llk>!>. wurde nun „, der .sisch-polnir ehen Stadt llialyslok Ludwig Lazar Z a m e n h f "Choren, als Kind des Sprachlehrers Markus Zameuhof, als hnkel lumitlen des Krieges-slurb Zameulmf-: am 14. April lf 17. Die Bewegung aller lebt weiter und entwickelt «ich immer mehr. Heule gibt es hcreils über -BIIHI bcdeulellde Espcranlovereill« in der ganzen Well, /.aldrei«he. Zeitungen, Zeitschriften und llflclier in Kspciaiilo. Die Bibel, die inciKlcn Klassiker, viele brdcllcliilc Werke der Weltliteratur sind in Es|>eriii,l« crscbieneli. Für jüdische. Dinge bat Zamenluif gleichfalls immer ein große» Interesse gehabt. Ur»|rrfinglich Z.iunisl, wandle er sich später von ileiu |Mililisch nalioiialislisclKli Zionismus ab und predigte den;,ll;i 11 c 1 i s in u s", wie er seine Idee nannte: ein Judentum, aufgehallt allein aul' dem Gedanken «len reinen Monolheisniu» und der reilli n Meilscbinliel.e. Die allen Sitten und Gebräuche H,Ilten Itirlbcslehen, doch nirlil als Gcsclz,- st.uileni nur als Tradiliiin. Ibeiall. tvo beule E-peranio geplbgl und gesprochen wird. - und in welcheiil Lande goschnhi; das uichl fl - wir.lL in hhwil de, leider zu früh gesltirbcueii Manne» gcdnehl werden, dessen 75 Gi-Imi-Isln« Aldaltzu .•.aldreichi ii (iedeukfeierll bii len wird. . " l)rv II. Srh. Maharadfcha ftatt Wunderrabbi ' Der Liebesroman einer rumänifrhen Jüdin Bukarest. Die Zeitungen melden: Im vergangenen Jahre fand in Gödöllö bei Budapest eine internationale Pfa.llii,der-.la,nlM.ree statt, an welcher Jugendliche aus allen Ländern der Welt teilnahmen. Auch der junge indische Maharadscha llnbaklew Manul.«.,, der Thronfolger des Staates Sahor in Indien, hetedigle s.e . daran. Ucr junge Kronprinz aus den. .Morgenlande terbebte »ich m die rumänische Pfadfinder!.. F 1 o r i c a > r i e d ... a n u au» enier Ortschaft in Siebenbürgen. Nach Sehlub der Jamborcc kehrte di r Maharadscha nach Sahor und Floriea nach •iuuuinj«' »■"'•*• Zwischen beiden wurden Briefe ausgetauscht, schheßl.ch > ■ jungen Leute in Paris zi.san.mcn und verlobten «eh. Wn 1 ans -begleitete Fräulein Floriea Friedmann den Maharadscha .. . Indien, wo die Eheschließung vollzogen werden w.rd. Die, I fadfinderin aus llumänien wurde iu.lische Prinzessin ohne J« Segen ihrer Ellern, die orthodoze Juden sind und ihre Tochter mit einem W underrabbi aus der Tschechoslowakei verheiraten wollten. Lueger dramatifiert W ien. Der Bürgermeister ton Wien um die Jahrhundertwende und Begründer der Christlich-sozialen Parle, dem es gelang, d.eaiiüscmilischc Bichtung in Österreich allmählich gew.s^rit.aßen zu legalisieren, ist jetzt dramatisiert worden. .An. Wiener \olksdicater gelangte ein dramatisches ..cbcnsb.ld „Lueger - .. l. g r o Ii e r O s t e r r e i c 1. c r" zur Uraufführung. Der Verfasser ,st der Wiener Journalist Hans Naderer. In ».eben Bildern eiltrollt sich ein Lebensabriß Lueger», angefangen vorn ersten Aufstieg des späteren Bürgermeisters als Verrsammlungsrcdner uiid Parleigründer, über Kückschläge und Schwierigkeiten, bis zum Ende als bliiiibi Gri-i», ihr ton. Wiener llalhans »einen Miihfirgcr» so etwas wie eil. S eriii.icllllll's verkündet, «In» freilich trotz der hesclm.-.ic.i.lrn Abwehr de- A.llur» eil, bißchen allzu »lllrk nach Kiiui.inl.llir sihineiitl. Nach den tiirliegcnden Prcsscstimiuell. Ih-- mf.hl sich Naderer immerbin ehrlich, Licht und Schallen möglich»! ••crrrhl zu ti rleilin und suvteil es ihm möglich ist, politisch neutral zu bleiben, wenn auch nicht» von de», lehll, was heule im iiili'zicllcii Oslcrrrirh Klang und Geltung hat. - Bernhard Sekles geßorben Der frühere Direktor des IIiKhfclwn Konfervatorlumt Frankfurt a. >I. Im Alter von (,2 Jahren ist in eimim hiesigen Krankenhaus der Frankfurter Komponist Bernhard Sekles gestorben. Er war ein geborener Frankfurter, halle seine Ausbildung an Dr. Iloihs Konservatorium empfangen und i»lnach kurzer Kapellmeislerprazis au den Bühne» in Heidelberg und Mui.iz. 30 Jahre hindurch als ei» hertorragcl.der |j-l.rer ü„d «eil l'JÜ bis zum vergangenen Jahre al» Direktor des 11... Indien Konservatoriums tälig gewesen. DuriuWr hinan» hat Sekle» jn «len Jahrzehulen des Cbergnngs ton der »pätroninnlisehrn Mu»iUr|K.«hc zur neuen Musiklicwcgiing als Komponist und eben ...ich als Lehrer der Komposition ' im deulw hci Musikleben eine bedeutende Holle anregender und vermittelnder Art gespielt. Au» seinem vielseitigen Silraf len sind etwa W Werke, in die breitere Öffentlichkeit gelangt: Lieder, Kammermusiken, ()rrhc»lerwcrke. sowie die. Opern „Schahrazadc", „Die Hochzeit de» Faun" unij „Die Hl Küsse". Ein Teil seiner Werke trägt ul»- Merkmal orientalisches Kolorit und fremdartige Melodik. Bei dem Lehrer Sekles hallen zahlreiche junge Musiker komponieren und instrumentieren gelernt. Aus «lein Kreis «einer Schüler sind neben zahlreichen-ausübenden Musikern Kom.ioiusicii wie Hudi Stephan und Paul Hindern ith hervorgegangen.