Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 91 (28.11.1934)
- Date
- 1934-11-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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der. JÜDISCHEN ALLGEMEINEN Der ITSC 05 fpielt gegen NS.C. Cimbria Am kommenden Sonntag spielt der JTSC 05 mit_2 Frauenlind 2 Männermannschaften gegen den Nü.C. Cimbria. Beginn der Spiele: 10 Uhr. Das Hauptspiel zwischen den beiden ersten Männermannschaften nimmt um 12,50 Uhr seinen Anfang. Wir meinen: In diesem Winter, in dem alle verfügbaren Kräfte in den Dienst der Wohltätigkeit und Hilfsbereitschaft gestellt sind, hat *u-}i mich die deutsche Sportbewegung nicht ausgeschlossen und veranstaltet in den verschiedensten S]>ortartcn groß aufgezogene Sjmrlfc&tc, deren Erlös dem -W i n t e r - II i 1 f s w c r k des deutschen Volkes zugute kommt. Wir ineinen, daß es eine einfache Ehrenpflicht der jüdischen Sportverbünde sein müßte, diesen Gedanken aufzunehmen. Es kann keine Schwierigkeiten bilden, an einem Sonntag im ■ Dezember zum Beispiel die Fußballer im f;anzen He ich, im Januar die Handballer und daneben an weiteren X'htiiumtcJi Tagen die Leichtathleten, Schwimmer, Boxer usw. zu repräsentativen Kämpfen aufzubieten und sie in ihren Sjwrtortcn für die Sammlung von „(Ulfe und Aufbau" werben "zu lassen. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten gesehen, daß sich Ziiachiiuermasscn auch für jüdische Sportcreignisse, wenn sie zugkräftig zusammengestellt und gut propagiert sind, auf die Beine bringen lassen. Nutzen wir diese Erkenntnis zu .einem guten Zweck aus; wir lindern damit dje Not vieler bedürftiger Glaubensgenossen. "3 Jn diesem. Rühmen ist es erfreulich, davon berichten zu können, daß der Tennis-Klub Grunewald 1933 seine ■ Chanukkn-Veranstaltung am kommenden Sonnabend zugunsten von Hilfe und Aufbau bereits durchführt. Dieser nachahmenswerte Beschluß und vorstehende Zeilen, .die lediglich eine Anregung sein wollen, mögen die Verbünde zu weiterer Veranlassung mahnen. gegenüber. Nach ausgeglichenem Spielverlauf konnten die JTSCcr kurz vor Schluß den 2 :1 Vorsprung der BSG aufholen und durch einen schönen Schuß von Lieber das Endergebnis herstellen. Bei den Fruucuspiclcii gewann JTSC 05 I mit 14: 0 Toren gegen HagiUir. Nicht uninlercssunt ist es hierbei zu wissen, daß während der gesamten Spieldauer die JTSC-Torsteherin nicht einmal einzugieifcu brauchte. überraschend kommt auch der 3:2 Sieg der BSG-Damcn, die mit einer kombinierten Mannschaft eine eltenfalls kombinierte Elf des Kar Kochba, in der immerhin 6 Mitglieder der erster* Mannschaft standen, schlagen konnten. Weitere Ergebnisse. Männer: JTSC 05 III — Jvria I 2:2, Bar Kochba 2. Jugend — JTSC 0. Hur Kochba 1. Jugend — JTSC 05 IV 6:0, BSG 33 II —.Bar Kochba II 2: 1, Unsere Bilderscrie Jüdische Sportler Südicefideutfchland. meldet: Fußballßege des ,£child", Frankfurt . Mit 5 :1 Toren zeigten sich die Frankfurter Schildmanncn in Offriiliaeli dem .I.B.H. Offenbach überlegen. Die H.j.F.-Lcute, die zum ersieh Mal eine heue Aufstellung 'ausprobierten, zeigten . ..eine ausgezeichnete Mannschaftslcistung, die die Offenbacher bei weitem überragte. Auch die Ia-Mannschaft des „Schild", die in Frankfurt ihr fälliges Verbandssjiicl gegen R.j.F. Gießen auszutragen hatte, blich siegreich. Nachspannendem Spiel mußten sich die. jungen Gic- IWner der größeren Houtinc ihrer schon vici länger zusammenspiclcnden Vcrhandskameradcn beugen. Schild Jugend — Bar Kochba Jugend 2:0 Schild 1. Schüler — J.B.B. Offenbach 1. Schüler 2:2 Bar Kochba Frankfurt fchlägt R.j.F. Wiesbaden im Handball Infolge ihres i durclischlagkräftigcrcn Sturmsplcls und einer ßcschlosBencrcn MamiBchoftslcistung gewannen die Frankfurter liar Kochbaner gegen die liisucr ungeschlagenen "Wiesbadener mit 7; 4 Toren und «ctxtca sieb damit allein an die Spitze der Tabelle. ILj.F. Wailmden 11 — Bar Kocbba Franltturt II 2 -. 1 H.j.F. Wiesbaden III — Bar Kochba Frankfurt III 0:2 Schild Frankfurt — J.B.B. Offenbach 17:1. Berliner Sport Hagibor Ja erzwingt gegen Hakoah Ia ein 2:2 Unentschieden Unter der fehlerfreien Leitung von Jodkowitz lieferten sich die augenblicklichen Berliner Spitzenmannschaften ein stets faires und hochinteressantes Spiel, das mit 2:2 einen nicht ganz unerwarteten Ausgang _ nahm. Trotz des Drängens des Hakoah- S türm es in der zweiten Spielhälfte muß man das Ergebnis als gerecht bezeichnen; denn was die llakoah Elf ihren Gegnern an Technik und effektivem Können voraushatte, ersetzten die flagiborspiclcr durch einen enormen Kampfgeist, der sie mit vollem Einsatz das ganze Spiel durchhalten ließ. Czupper, der diesmal beste des Ilakoali-Sturmimintctts, erzielte vor der Pause die beiden unhaltbaren Tore seiner Farben. E. Wind gelang es noch in der ersten Hälfte, seine Mannschaft auf 2:1 heranzubringen und in derzweiten Hälfte fiel dann auf einen gut vors Tor ■ gegebenen Freistoß Cersons das vielbciuhclte Ausgleichstor. Der guten Hakoah Ib Nachwuchsmannschaft gelang nach dem vorsonntäglichen Unentschieden gegen Hagibor nun auch ein Sieg gegen BSG I._ Die BSG, bei der sich schon seit längerer Zeit cm starker Leistungsrückgang bemerkbar gemacht hat, vermochte trotz drückender Überlegenheit, namentlich in der Nachpausenzeit,' . nicht, den Sieg gegen die während des ganzen Spiels nur 10 Mann starken Gegner zu erringen; denn abgesehen vondem großen Schußpech, dass viele noch so gut gemeinten Bomben an Latte, Pfosten oder knapp danebengeben ließ, hielt der neue Hakoah- . Torstelier Fleischer (früher Hertha B.S.C.). geradezu hervorragend. Noch 5 Minuten vor Schluß stand das Spiel 2 :2, und man hatte sich. schon allgemein mit diesem unentschiedenen Resultat abgefunden, als bei einem Ilakoah-Angriff die BSG- Vcrteidigung einen Elfmeter verwirkte, der von Isen he im unhaltbar zum dritten sieghringenden Tor eingeschossen wurde. Eine Alinute später bekam die BSG ebenfalls einen „Elfer" zugesprochen, aber H i 1 k o w i t z vcrjjaßtc diese Chance. Fleischer hielt in großartigem Wurfe seinen nicht scharf und plaziert genug geschossenen Ball. ' /Weitere Ergehnisse: BSG 33 II — Hagibor II 3:1, . BSG 33 IV — Hagibor IV 1:4, Hakoah II — BSG 33 III 8: 0, llakoah IV — JTSC 03 1:0, BSG 33 Jugend Ia — llakoah Jugend Ib 4:2. Zweifiellige Siege der SpitzenmannfcSiaften Der JTSC 05 führte auf dem Gruncwaldsportplatz in seinem Spiel gegen die erste Mannschaft des „Maccahi" ein recht ergiebiges -Torschießen durch, das mit 19 :1 unerwartet hoch, aber trotzdem den gezeigten Leistungen entsprechend, ausfiel. Die schwache Hintermannschaft des „Maccahi", in der der Torstchcr trotz der vielen Tore noch der beste Mann war, konnte dem Sturm des JTSC, der in selten gesehener Genauigkeit kombinierte und schoß, nicht den nötigen Widerstand entgegensetzen. Beim JTSC 03 war diesmal DorTmann mit 9 Toren der erfolgreichste Torschütze. Das Ehrentor für den „Maccahi" erzielte beim Stande von 12:0 Max Lieber. Bar Kochba, I gegen Triton. I hieß die andere Paarung _ der ersten Klasse, in der die Bar Kochbaner mit . 11:3 glatt siegreich blieben. Nachdem bis zur Halbzeit die entwicklungsfähigen Ruderer ernsthaften Widerstand entgegengesetzt hatten und sogar zweimal in Führung gegangen waren, fehlte es ihnen zum Schluß an den notwendigen Reserven. In einem sehr interessanten Gesellschaftsspiel standen sich des weiteren BSG 33 I und JTSC. OS JJ, durch 3 Spieler der' ersten Mannschaft verstärkt, Kurt HUkotcitx — Bar Kochba IV lt. C. 23 II 8:0, 4:3. — Frauen: Bar Kochba 'II — Sportliches Allerlei Inland phoL D2UD2S JTSC JTSC „Pictze" Hilkowitz, der der Fußballabteilung der Berliner Sport-Gemeinschaft 1933 (im R. j. F.) angehört, ist wohl im Augenblick den besten jüdischen Fußballspielern in Deutschland zuzuzählen. Ihn machen sein technisches und taktisches Können, verbunden mit einer enormen Schnelligkeit und Ausdauer, zu einem Stürmer, von dessen erfolgreicher Arbeit manche gegnerische Hintermannschaft ein Liedeben zu singen weiß. Ein Genuß ist es, Pietz« Spiel zuzusehen, wenn er sich in Laune und Hochform befindet. Kaum noch hat er sich im Mittelfeld den Ball erkämpft, treibt er ihn schon in schönen Dribblings nach vorn; wundervoll versteht es dann der beinahe schmächtig Gebaute, durch haargenaue und weiche Vorlagen seine Nebenlcute ins Spiel zu bringen und ist selbst immer da, wenn es gilt, eine Torchance mit plaziertem, raffiniertem Schuß auszunutzen. Hilkowitz, der 1911 in Königsberg geboren wurde, siedelte bald nach Berlin über und begann mit 11 Jahren im 1. F. C. Neukölln Fußball zu.spielen. Von Anfang an machte er durch sein naturwüchsiges Talent auf sich aufmerksam und schon mit dreizehncinlialb Jahren Heß man ihn das erste Mal als Ersatz in der Oberligamannschaft spielen. Zwei Jahre später fand er dann dauernde Verwendung in der „Ersten", die damals eine beachtliche Holle in der Berliner Oberliga spielte. Hilkowitz, der von Beruf Gärtner ist, mußte In der nächsten Zeit mehrfach seinen Verein wechseln. Im Anschluß an Ausflüge nach Karlsruhe und Hahnover schloß er sich 1928 der Berliner Hakoah an, fuhr im selben Jahre mit einer Makkabi-Auswahlmannschaft . nach Antwerpen und hatte dort nicht geringen Anteil ah dem Erfolg des deutsches Kreises in der Makkabi-Wcltmcislcrschaft. über den Sportverein der Bewag und Norden-Nord-Wcst landete er dann 1933 bei der BSG., der' er seither ein ebenso treues wie erfolgreiches Mitglied geblichen ist. Zweimal wurde ihm übrigens auch die Ehre zuteil, die Berliner Stadtfarben in Rcpräscntativspicleu zu vertreten, und zwar in einem Auswahlspicl der Bezirke Ost gegen West und in einem Städtespiel Berlin gegen Stettin. niiiiuiiiiiiiiiiiM Herrn iians »ernnuxu zm« jiv^iwuuioi«! —, Herrn Willy Ncubcrg zum Landcssportleiter für Niedersachsen und Herrn James Askanas zum Stellvertreter des Reichsobmanncs für Handball ernannt. # In Breslau fand zwischen der Tischtennisabteilung der Sportgrappc im R.j.F. Breslau und dem JTSV Bar Kochba ein Tischtennis-Wettkampf statt, der von den R.j.F.-Vertretern mit 7 :2 Spielen gewonnen wurde. Die Mitglieder der R.j.F., Sporteruppc Bad Kreuznach, Erich Hcilbron und Heinz Strauß hoben vom Deutschen Radsportverband auf Grund ihrer radsportlichen Leistungen das Deutsche . Radsportabzeichen in Bronze verliehen bekommen. Da in den letzten Berliner Fußballvcrbandsspielcn eine große Anzahl von Spielern infolge unfairen Spiels oder Scliicdsrichterbclcidigung herausgestellt werden mußten, hat der Spielunsschuß jüdischer Fußballvcrcinc verfügt, daß herausgestellte Spieler ohne weitere Verhandlung auf-4 Wochen disqualifiziert sind. * Bei dem von der nctigcgründctcn. Sportkcglcrvcrcini^ung im R.j.F. in der Alexandrincnhalle stattgefundenen Schau- und Wcrbckcgcln wurde bei stärkster Beteiligung R.Tworogcr Sieger im Einzclkcgcln. Er erzielte 738 Holz bei 100 Kugeln. Den Mannschaftskampf gewann Merkur mit 3493 Holz. Ausland Der Makkabi-Verband Amerikas hat beschlossen, sich an der Anfang April 1935 in Tcl-Awiw stattfindenden zweiten M a k k nbiah zu beteiligen. Der Verband wird bei den Wettkümpfcu in Tel-Awiw; durch eine 25 Mann starke Abordnung vertreten scin, # In der vor wenigen Tagen vom englischen Tennisverband herausgegebenen offiziellen Spieler-Rangliste belegt der jüdisch-englische Tennischampion „Bunny" Austin, der auch in Deutschland durch seine Davis-Cup-Spiele bekannt ist, hinter Ferry einen ehrenvollen zweiten Platz. Im Verlauf des Boxländerkampf es Deutschland gegen Polen, der am Wochenende in Essen stattfand, und der von der deutschen Mannschaft mit 11 :5 Punkten überlegen gewonnen wurde, gelang es dem Polen Rotbolz, dem deutschen Meister im Fliegengewicht Rappsilber ein ehrenvolles Unentschieden abzuzwingen, obwohl dieser mit Übergewicht antrat. « Heck, der bekannte Marathonläufer des „Hagibor" Prag, gewann in neuer Streckenrekordzeit dos unter großer. Beteiligung veranstaltete Hennen* „Quer durch ncichenbach". Die beiden Fußballspieler der „Hakoah**, Wien, Donnenfeld und Brcitfcld, wurden in letzter Zeit auf Grund ihrer hervorragenden Leistungen des öfteren zu Reprösentativspielcn herangezogen. Donnenfeld konnte sogar im letzthin stattgefundenen Länderkamp E Österreich gegen Ungarn das einzige Tor für seine Mannschaft schießen. j « ' ■ ' 1 Im Kampf um die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht wurde Max Rosenbloom von Bob Olin nach Punkten geschlagen. Chanukka-Veranflaltungen l.Dcz. 2. Dez. 3. Dez. 9Ühr 9 Uhr 5 Uhr 4 Uhr 30 8 Uhr 30 5 Uhr 8 Uhr 30 Berliner Sport-Gemeinschaft 1933 Tennis-Klub Grunewald 1933 J.B.C. Maccabi J.B.C. Berlin B.R.C. Triton Deutsch. Makkobi-Kreis Loge Kleiststr. 10 Brüdervereinshaus Kurfürstenstr. 115-116 Conditorei Leon, Kur- ■ fürstendamm ' Loge Kleiststraße 10 König von Portugal, Burgstr. 16 Singakademie^ Am Festungsgraben 9:0. BSG 33 III - 05 II — Damen 05 I 1:0. Interner Waldlauf des Bar Kochba Die erste Waldlaufvcranstnltung, die der Hcrliiicr Bar Kochha am Bußtag mit Start und Ziel auf dem Grunewalds]»ortplatz? durchführte, hatte mit über 100 Teilnehmern eine .zahlreiche Besetzimg gefunden. In der Hauptklassc, die eine Strecke von 7 km zu durchlaufen hatte, nahm Werthcn bald nach dem Start die Spitze und konnte das Hennen unangefochten mit etwa- 25 m Vorsprung vor Petzall nach Hause laufen. Der Best folgte weit zurück; In den anderen Klassen setzten sich ebenfalls die Favoriten glatt durch. Ergebnisse. Senioren (7 km): 1. Werthcn 31:39,2 Minuten, 2. Petzoll, 3. Hirsch. Anfänger (7 km): 1. Bcrkowitz 35:40,9 Min., 2. E. Simon. Jugend (4 km): 1. Cohn 16:6Min., 2. Wolfsohn. Nebensport (4 km): 1. E. Spandau 16:44,4 Min., 2. W. Spandau. Mittelstreckler (4 km): 1. Feuehtwanger. 2. Al|>crn. Alte Herren (4 km): 1. Wissiüa, 2. Solomon. Frauen (1,5 km]: 1. Färber 7:40 Min., 2. Einhorn. Knaben (1,5 km): 1. Kahn 6:58 Min., 2. Jaffcc. Gefängnis für „Zeugen Jahwes66 - Halle. Vor dem Sondergericht - hatte sich eine Anzahl Mitglieder des Bundes „Zeugen Jahwes" der Fortsetzung der verbotenen Organisation der „Ernsten Bibelforscher*.4, zu verantworten. Sie erklärten sich für unschuldig. Sie seien treue Staatsbürger, achteten vor allem auch den neuen Staat und seinen Führer Adolf Hitler und hielten sich immer im Rahmen der Gesetze, „natürlich aber nur, soweit sie mit dem Willen Jahwes übereinstimmen^/ Ihr Anwalt berief sich auf den Schutz der freien Religionsübung, den die Verfassung von Weimar jedem Staatsbürger verbürge. Sowohl die „Zeugen Jahwes" wie die „Ernsten Bibelforscher*'' seien Religionsgescllschaftcn, wie sie die Weimarer Verfassung im Auge habe, ein Verbot käme einem Verfassungsbruch gleich. Diese Argumentation lehnte aber das Sondergericht sehr. entschieden ah. Es handele sich hier um Religionsgescllschaftcn, die ihrem Wesen nach dem Staate gefährlich werden kannten. ' , Mit Schriften, die aus dem Auslände hereinkommen, werde eine sehr bedenkliche Zersetzungsarbeit betrieben, der der Staat, obwohl er den Schutz der freien Religionsausübung grundsätzlich zugestehe, nicht müßig zusehen dürfe. Dos Sondergericht, das zur Begründung seines Standpunktes Material über die Zersetzungsarbeit der „Zeugen Jahwes" beibrachte, sprach olle Angeklagten, Männer und Frauen, schuldig und verurteilte jeden zu drei Monaten Gefängnis. HanptscorÜUeiter: Dr. Engen Tannenbaum, Berlin-Wilmersdorf. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für dea Iahalt der Anzeigen: Hans Ehrlich, Berlin W 15, — D.-A. . III. Vj. C000. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 gültig. Verlag: Verlagsgenössenschaft ia Deutschland ansässiger Juden eGmbH. (in Gründung), Berlin W15, UMandstraDo 158. Druck: Sonnendruckerei GmbH. (Felix Wolf), . Berlin-Charlottenburg.