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Jüdische allgemeine Zeitung · 1934-11-21 · 90 (21.11.1934) · page 5

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
90 (21.11.1934)
Date
1934-11-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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f> rahon ab. Der größte Teil Jer Juden werde hier bleiben können und müssen, wenn er den Weg zu sich selbst-findet. Er wird hier leben können, wenn er sich vollkommen umstelle. Die Ausführungen wurden mit begeistertem Beifall anfgenom- *arhInVm «orstb-Cerhatd Gottsebalk in seiner bekannten, humorvollen Weise für den heiteren Teil des Abends, traulcin_ Alice L.ndcmann, sang, begleitet von Herrn Martin tu» l c in mit gepflegter Stimme einige Lieder. Außerdem ha ten sich von den Anwesenden einige zu Vorträgen bereit geiumlen, wofür, man ihnen dankbar war. Eine Synagoge jubiliert Cleiwit,. Die'Synagogen-Gemeinde Cosel beging in feierlicher Weise das uOjfilirige Bestehen ihres Gotteshauses.. In der geschmückten Synagoge fand ein Gottesdienst statt, bei dem nach einleitendem Gesang und einer Begrüliung der Gäste durch den l^scler Wtand, Justizrat Koch mann, als Vorsitzender des obcrscBlesischen Synagogen-Gemcmdeverbandcs und Mitglied des Preußischen .Landesverbandes der Gemeinde Gosel seine Glück, wünsche entbot. In seiner lestprcdigt gedachte. He/irksrahbiner , , hc,nl>"S. Groß-Strclitz, der Synagogenweihe ,or fünfzig Jahren, schilderte die Kiitwickhmg des Gemeimlelebens in diesen. Orte «ml, an dlc Bedeutung des Jubeljahres in der Bibel als eines Jahres der Uclreiung und Hückkehr erinnernd, gab er der Hoffnung Ausdruck, das 50jährige Bestehen der Synagoge möge auch lur die Gemeinde Cosel eine Befreiung von Sorge durch Hückkehr zum Judentum werden. Hierauf dankte der I lindenlmrger Gemeindcrabbincr, Dr. Kaatz, der Coscler Gemeinde als einem ieile der oberschlcsisclicn Judenheil' Tür ihre treue IVliehterfülhni« in schwerer Zeit gegenüber dem deutschen Vaterland?. Kr gedachte der vielen I!luto|ifer des W eltkrieges, der lleimatveiliiiudeiihcil des oberschlcsischeu Juden in den Tagen der Abslinmiuii" und der Belehrung, die das deutsche Judentum im Jahre 1U33 erlahrcn mußte. Er forderte, unentwegt an den sittlichen W erten des Judentums, der Wahrheit, des Urcbtes «ml der Bruderliebe iestzuhalten. Der würdigen Feier schloß sieh ein zwangloses Beisammensein im Ccmcinderat an. Nach Ernennung Jer früheren Vorstandsmitglieder Bcrger und!•" r i e d m a n n-. zu Ehren. Wstehcm unter Cbcrrciehimug der Ehrenurkunde wurde eine reiche Anzahl von Glückwunschtelegrammen und -briefeu verlesen. Besonders hervorzuheben sind die herzlichen Gratulationen «Vs ortsansässigen Pfarrers und Pastors, die der Synagogen- Gemeinde Cosel ein glückliches Fortbesteben in Kuhc und Frieden w ünschleu. Hubert Buky. Brief aus Breslau Bericht f ii r .1 i e ..J ü d i s e h c Allgemein e". Breslau, im' November. ' Der II1 e I i g i ö s - L i b c c a I e Verein der hiesigen Synagogeugcir.eiiide veranstaltete einen Vortragsabend, an dem Kabbinrr Dr. W'olff. Dresden, über das Thema ..Vom Lcbeiisreclit des religiösen l.ihcralismu-" simieh. Der Vorsitzende des Itcligiüsl.ibernlen Vereins, l'Iiili|ij> Lachs, gab zu Anfang einiges aus der Arbeit der nächsten zwei Monate bekannt. Es sollen regelmäßig Kreitagsabendfeiern durchgeführt werden, bei denen ungefähr 50 Personell gespeist werden, außerdem soll, wie im . vorigen Jahr, auch diesmal eine W'intcispcisuiig einsetzen. .Auch der Zusammenhalt der Mitglieder wird durch nunmehr wieder regermüßig stattfindende Mitgliederversammlungen gestärkt werden. Rabbiner Dr. Wolff führte, dann ungefähr ■ folgendes uns: Ans der Erkenntnis, daß Itcligion etwas Lebensnotwendiges sei, sei allein der Lebenswille des religiösen Liberalismus zu erklären. Gott, Sein sind Dinge, die man aus der Vernunft nicht ableiten l.,~jiin;. Nur die Vernunft selbst sei regulativer Faktor, wobei der Beilner das wunderschöne Wort Franz Iloscnzwcigs gebrauchte, daß die .Vernunft ihre letzten Wurzeln im Irrationalen habe und „selbst das . größte Wunder sei'". Das Hau|>Lj>rinzi]> des religiösen Liberalismus -sei die Verantwortlichkeit. Der wahrhaft religiöse Mensch werde erfüllt von der Sphäre seelisch-religiösen Gleichgewichts und erlange eine unmittelbare Beziehung zur Religion. Dem Liberalismus falle die Aufgabe zii, den deutschen Juden svc.lisvh etwas zn geben. Der Pianist Michael Wittels, der bis Milte vorigen Jahres als Professur an der Staatlichen Musikhochschule in Köln wirkte, ist Breslau kein Fremder. Das Programm, das er einem geladenen Kreis bot, gewährte dem Miisikkenncr einen ungetrübten Genuß. Wittels Stärke liegt in der sensiblen, fein empfindende» Gcslnllung der Werke Delmssys und Chopins, dessen Beiccuse er faszinierend zum Ausdruck brachte. Aul einem ganz anderen künstlerischen Niveau stand der erste Theaterabend des hiesigen K ü n s t I e r k r e i s e s (Inlere^rngcmcin-Vhafl llrcslauer jüdischer Künstler), der hier zum ersten Male ein nunmehr giilgeschiiltcs und einheitlich ziisamnieiiaiheitcmles Ensemble auf die Bühne . stellte. W ahl des Stückes: ..Der junge Deine" von Mels. Ort: ein Logensaal, dessen kleine. Bühne, durch die ausgezeichneten Bühnenbilder von Arthur S.hv.arz den Zuschauer in die Welt vor 100 Jahren versetzten. Den Vogel schoß der Schauspieler Siegfried Jl ruck in seiner "Holle als Hiiliiirraiigeniipcralriir ab. dessen Humor dein ganzen Stück etwas Anziehendes gab. Das Publikum ging dmikkir Uchenil mit. ' Im Verein „für Jüdische Geschichte und Literatur sprach Dr. pbil (Jskar G Ii 11 m a n n (Berlin) über das viel umstrittene Thema ..Gab und gibt es eine jüdische Musik V" Der von Schall, plattcnvorffiliiüngcil umrahmte Vortrag fand viel Anklang und Würfle auch in sachlicher Hinsicht interessante Schlüsse aufgezeigt haben. Ruth Tichaurr. Öffenbach in Dresden Dresden. Die. hiesige Künsllcrhilfr hatte den schönen Ehrgeiz, einen Theaterabend zu veranstalten. Die dafür gewählte heitere •Jiolc in Verbindung mit den zu erwartenden Noten einer graziös prickelnden Otfcnh'achmusik schuf die erwartungsvolle Stimmlingsr< son.inz für die kleinen aus des Meisters Frühzeit stammenden Werke ,.Uas M ä <l e Ii c n v o n Elizoudo" und ..N r. 6 fr'.... Am Flügel cnllallctc- 'Walter G o 1 d m an n der liebevoll bemühte Einsludicrcr beider Stücke, seine pianistischc und kapellmeislerlichc Verve. Musikalisch wertvoller ist vielleicht ..Das Mädchen von Elizondo". wirksamer -Nr. 66". die auf bäuerheh- ' romantische Art sehr munter abrollende Geschichte eines Lotterieloses, das in Wahrheit umgekehrt S'J lautet und, obwohl es natürlich eine Niete ist, das Liebesglück zweier junger .Menschen mit Hille eines wiedercnldecklcn Verwandten begründet. Hier konnten unter der Hcgie von Emil Fischer, der selbst in köstlicher Weise die Baßbufforollcn gab, sich auch die Darsteller gut entfalten: Bella Er'docs und Hans Horsten, ihr Tenorpartner. Es gab starken Beifall. «b- Fahrt durch Oberfchlefien \ «i ii Ii n s v r c m Il.. - S (i n (I e r h i* r i e h t c r * t a l l >* r (Heinitz, im No\ einher. .^Scrm au Jer Saar der Tag »irr Abstimmung anbricht, dann werden die Itcwuhucr OhcrM-hlrMcnä die Vorgänge im Werten mit gauz besonderem Verständnis begleiten. Mit jener besonders Icidcnsc-huftliehen Anteilnahme, die ans eigener Erfahrung und Krinnerimg entspringt. Niemand weiß ja besser, \*ar» das Wort „Abstimmung" nach dein llrzcjitc wm Versailles bedeutet, als der Obcrschlcsicr. Keiner kennt ja besser die tausend dunklen Wege, die gegangen wurden, um das (.'umöglichc möglich zu gestalten und deutsches Land zu zerreißen. Tagesgefprüch: Saarabftimmung Aus diesem tiefen Verstehen heraus bildet denn aueli da-« Saarprohlem gerade hier einen großen Teil des politische» Tagesgespräches. In der selbstverständliche» Erwartung. dnU die Satir in. wenigen Worhen ilortliin zurückkehren wird, wohin sie gehört:-* zum Deutschen Iteielir. Und es zeigt sieh aufs neue, wie tief das deutsche Judentum mit seinem Vnterlande verbunden ist. Dies miII iiicht als Kcsuudcrhcit hervorgehoben, vielmehr lediglich nU Feststellung U-merkt werde». Gerade die Nachkriegszeit mid der oherschlrsische Ahstimmungskampf Iiabeu hier im Osten immer wiedei den Ite'wcis solcher Verbundenheit »1er dcut>cheii .luden Oberscblfsieus mit ihrer enteren Heimat erbracht. Dieser von jeher bezeugten Gesinnung entsprechend, erfreuten sich die deutschen Juden Obcrschlesiens stets gmLVn Ansehen* und hochgeachteter Stellung im privaten und öffentlichen l-ebr». Sie saßen, und nicht erst etwa während der Nachkriegszeit, in Gemeindevertretungen und anderen offiziellen Körperschaften, und kaum, eine öffentliche Feier wurde ohne Einladung des Itahhiiu-rs oder eines.anderen angesehenen Vertreters-des deutschen .Judentums - abgehalten. Besonders verdiente ohcrsrhlcsisrhe deutsche Juden machte man 211 Khrenbürgern ihrer Stadt (Hier benannte Straßen nach ihnen. Die Fabrik mit 15 000 Bünden Unbestritten war auch die kulturelle Bedeutung der oberschlesischen Judenbeit. In großen wie in kleinen Orlen. Weit über die Grenzen ihres llcimatshczirkcs hinaus hat dir einzigartige S e h l c s i e r b ü c h c r e i des im Juni dieses Jahres verstorbenen Knmmerzicurals Max Pinkus in Neustadl ffiir die Kultur Oht-rschlcsiens geworben* Dieser Mann, der in der deutschen W irtschaft eine sn große Holle spielte, schuf nicht nur ein mit allem modernen wissenschaftlichen Rüstzeug ausgestattetes Krankenhaus, er fand auch noch Zeit v.ur Einrichtung einer der wertvollsten' liuehcreieu. Ks ist ein langgestreekler, hober, stiller Kaum innerhalb eines der massigen grauen Fabrikgebäude, in dem -ick die ..SchlcMcibüchcrei'' befindet. " In fast fünfzehn!imscml ltfinden umfaßt;HC alles, was jemals von Schlesien« oder Tiber Schlesien geschrieben wurde. Es ist eine gewaltige KulUirtut. die der »ngeschene Großindustrielle hier vollbrachte. Dies um so 'mehr, uls sich die Pforten dieser Hüchersammluu^ stets -/ablreiibt .t hervorragenden Forsehern, Dichtern und anderen geistigen Persönlichkeiten, öffneten. So fördernd-khir und erheblich die politische und kulturelle Bedeutung der deutschen Juden OberschlesiciiH gewesen, so war sie auch wirtschaftlich. Gehörte Max Pinkus als Chef der alten Firma S, Fracnkel, einer der größten I,einenfahriken Schlesiens, zu dem kleineren Kreise der deutsch-jüdischen Industriellen dieser Gegend , andere arbeiten industriell in der Faß-, IJkor-, -Möbel-, Glas- und sonstiger Fabrikation — so besteht der größte Teil des deutsch-jüdischcii Wirtschaftszweiges hier im Laden- und Knufhausgeschäft. Viele von ihnen existieren schon seit Jahrzehnten, alle erfreuen sieh des Hufes, solide und reell zu »ein. Lüftende Not Von Gleiwilv. nach Ifiudcidmrg und Reuthen kann mau entweder mit der Hcichsbahn oder mit der Elektrischen fahren. .Mit der Elektrischen ist es teurer und dauert länger. Aber es ist .- ahwcehshmus- und aufschlußreicher. Dabei ist das Hild der l^mdschnft dirsrs frühen I lernst morgens in unTrcund liehe Düslerkeil gehüllt. Vom grauen Himmel rieselt es hernieder, beulend fegt iler Wind, und die Arbeiter besteigen fröstelnd, mit hnrhgcklajmtem Mantelkragen, das Geffihrl. Ist es dieser Tag allein, der sulrlir Stimmung aufkommen läßt, oder ist es \irlleicht auch der Gedanke;in die schwere I.a»r der deulsehen Jtnleu au>h hier imleit'j' In den Orten Hculben. Gleiwitz. I lindcnhiirg. Ilalibor. Neiisindl. Ziegenhals. Neiße und Oppeln leben unter rund einer halben Million Hewohnern rund zehntausend deutsche Juden. Sie nlle leiden seelisch und materiell schwer. Trotz der Genfer Konvention die ihnen Incr dir unbeschränkten Arbeilsmö»liibkeiten läßt, ein Vertrag, an den sich auch die deul.-che llcgiernug gebunden hält. Am ungünstigsten ist anscheinend die jüdische Bevölkerung H e u l Ii e u s daran. Die ärrnfie Gemeinde Die Jüdi-che Gemeinde in 11 i n d e u b it r g . die bei V.Y2 ODO Einwohnern rund 1.1(10 Seelen umfaßt, ist 1011 allen Gemeinden OhersrhIcktens die »rm*le. Denn f liudcuhurg ist eine Arbeil-rsladl mit entspreehenil geringer Kaufkraft. So beträgt da- Einuahmesoll der lUmlenhurger Jüdi-cbcn Gemeinde nur filUHHI Mark gegenüber etwa dem Einnalmiesoll der Jüdischen Gemeinde in Oppeln Von ]",0 000 Mark bei f»50 Seelen. W ie meist die materielle l-nge hat auch da-* kulturelle l^hen' der deutschen Juden Obersehlesiens einen grundlegenden W'unilel erfahren. Besonders stark zeigt sieh dabei der Wunsch nach Veranstaltungen, in denen jüdisches Wissen vermittelt wird. Jüdische Menschen, die jüdischen Dingen fern gestanden haben, drängen sieh jetzt zu solchen Darbietungen- Teils haben sich örtliche künstlerische Oriranivalionen gebildet, trils veranstaltet der Berliner ..Kulturbund Deutscher Juden" Gastspiele «der richtet Zweigstellen ein. Der Kampf der Jüdischen Gemeinden und anderer Organisationen gegen die wirtschaftliche Not wird mit gewaltiger Anstrengung geführt. Zum Neuaufbau zerstörter Existenzen wurden ebenso finanzielle Mittel zur Verfügung üestellt wie zur Auswanderung. Die deutfeh-jüdifche Jugend Ein großes und ernste» Problem bildet die jüdische Jugend Obersehlesiens. Tief aufgewühlt \on den Ereignissen, wandle sich ein nicht unerheblicher Teil dem Zionismus zu. Ihr schien plötzlich das einzige flcil mihi Berge Karuiel her zu trinken. Die Begeisterung der schnell entflammten Jugend für das Ferne. LuhckmifiKtat das Ihre, diese Strömung noch zu fördern. Die -teilten Monate haben" hier zweifellos einen stets fortschreitenden W ji n ii e 1 geschaften. Immer: stärker »chuillt in den oherschlc.-isriien Gebieten der Sir o m zur ^1 e u t s e b - j ü il i ■•eben Jugendbewegung an. All iIicm- .bingen und "Mädchen sind stolz auf - ihr Judentum. Aber nicht in jüdisch nationalem, -oiideru j ü d i s c Ii - rv 1 i g i ö > e in S i u u e. Die \ erau>ialtiiug der Freitag-Abende, der Wanderungen iisu. haben auf die jungen Mitglieder der Bewegung einen überall** güiisiigen Einfluß gehabt. I>t so' mit der Behandlung dic-er Frage der jüdischen Jugend die >eeliscb-geistige Hiehiuug gewiesen, so fordert doch die l 'uerbittliebkeil des Lebens nicht weniger dringend die Lösung des anderen Problems: der K x l s t e u /, frag e. Was s»fl -aus der deut-eh-jüdi-chen Jugend, die auch wi-ilei'liin auf licintailiebem Boden leben und arbeiten mtl. werden'( Mit allen Kräften hat uuiti sieh auch in Ober^chle>ien dem PmhlcuL-der H e r u f * - ii m f e h i c h t ii u g -/ugewandt. mit dem Erfolg. - daß c» /. B. in B e ii t Ji e u gelungen ij.1. die .gesamte mUltllliche sclmlentlas?.ene jüdische Jugend in Lehrstellen niil'crzubriugcif. Dort arbeiten sie iiiiii al < ansehende Bäekei. Fleischer, Si fdo-^cr. Bödclier. Schult uiacliei. Iii ähnliche Berufe sowie auch in der Landwirtschaft hat iiuiii junge deutsche Jiuleii in anderen Orlen Ohcr-chlc-icu* ein geführt. Aber es muß leider \\ iWr iw diewu Becher *lee Zu friedrnheil ube»" >olehet Ergebnis der Bernf.-nm-cliiihhmg ge go.-sen veiden. Denn aus vielen Atißerungeii erfahrener PctmIk lichkci;ci: til-erschlesicns. die in der Benifsiiiusthichhmg liittg -iud i-l zu erkcuucii. daß ein Teil di*r weiblichen deul-chrjüdischen Jugend oflenbtir nmh in\m1*r nicht begriffen hui, worum es geht. Noch immet will sich, gar manche von ihnen nicht einschließen. gewi.->e.Berufe zu ergreifen. Iii Beulheii /.. Ii. i^t keiue. einzige jüdische Friseuriii \orhamh-n.. Ein dort wohnendes jüdischem junges Mädchen, da.« Lehrerin lür Säu-.üngsgvuuia-lik ist. unterrichtet "rier/ig Kinder, l ud, wo >ind .die jüdwehen II u n s n n g e s t.v 1 I .1 e-ii '( Die Itr-rtifseiiiführuiig der weiblichen Jugend bei eilet-al-o in Oberst ble-icii weit größere Schwierigkeiten ,%U die der jungen Männer. Der Lebensweg der Menschen ohne Eiu-ichl ist iiniuer schwer, und um. so doruenreichei'. je schwieriger 'die Zeitiuustilude sind. IIa- Hingen lies deittscheii Judentums in Obersvhlrsirn um sein Dasein, um M-iueii l'ortbestaiul isL noch in \ollem ('aiu>e. Die Tatkraft, mit der c*. hier geführt wird, (jißl M-iiieu ^Krlolg gewiß erscheinen. * <0otksi>imfte in drn Bcrlinrr S\nag«grn intl lieiirm Hitus. I; r e i l a g , den NnvemlxT. Neue Synagogi^ 'Lindenstniße. Ftiedeustempel; 4 Ihr 15. Lützowstraße (Satouionsky): 6 libc; Fasanenstraße. iSwarseiisky): -fi Uhr 'M). Levetzowstriiße und Schmargendorf: *7 lihr. l*"riu/.regeiiteiislrtiße (CulUuer): 7 Uhr \~*. Liberale Syuagogft Norden, SchöuhiiUrH'r Aller 162 ^Gnet«;: 7 Uhr 15. Liberale Synngoge1 OMteu, Ka'lM'rstraße 'Mi ',(.'.rafJ; 7 Uhr 3Ü." Liberale Synagoge Nordost, Prenzlauer Prmitciiude- 176. Plant)-. 7 Lhr 'Mi. Liberale Synagog%: Westend, Kaiser dämm 7H iScheiiernianii): 7 l In* \~>. Liberale ^Synagoge Wedding-Heiuickeudorf. Exi-rzierslraße El ( Adlerj: 7 Uhr 'Mi, . Jüdische Beligionsgemeiudu Cliarloiteiiburg, Schi|Islraße 7: 4 Uhr IS. Jüdische* Hofftrm£cm*'in<U; JonciiirwttUitlvr StraWe t3 (UoHcnthnl): 6 VHr'.Uh Sonnabend, den IM..November. Ifutipfgotle»dicut-t 10 Ulir. Frühgolfesdieimi LindenslraH«*, Levelj-owntrnÖ», Prinzrrgeiilcimtatf*'.- 7 lihr .10. — Predigte»: Neue Synagoge; \VVyJ. Lindenstraßi': Warseliauer. Liberale Synagoge Norden: Lit. Goelz. Liberale Sy nagoge Osleiu f Jl. <>\lt(. ' AütlMir i(e/igi««Hge|nemde f'Juirhilteiiburg: *> Ihr W t lainburgcr). S it n n In», di t 2.1. No-i einher. Jüdische ll'-fiii rugciiieiiiilc Johauui-siraße" 16:!" I *.r l\U Golfehalk). cffiid.c/eu(^44u/leM Ks \erlobleil s-ieh: Dr; jnr. Kurl Kauf 'lli-rlin) niit I rl. M'nni Slrrn l:bi ninil/,. Herr ll' iberl l.oeoi-nlhal 'Kisrnarh, - inil. Krl. So-i- Kalz Liij./^/. Dr. nird. Krim/. I inggeiihriiii Ixiiulon; mit l'rl. Marianne Anker 'Dan/ig;. Herr llolf ,\n»|iinb Merlin; mit l'rl. Kva Crüneualil 'Ibunbllrgj. Anbitekl Henry lloiiislein (Viarsrhaiij mit l'rl. Ilse llogger (l,ei|izigi. Ihn I ril/. MarkofDni-liilrg;■ mit Tri. Kditb Wölfl '(liil-i. Herr Marli» lleiiieherg flliirnns Aires; n'iil l'rl. (lirlrnil lllniik 'Ibd/. uitüden.} Iis v e r in fi Ii I I e.n „ i r Ii : l)r. Hans Krühherg llleiilierodi-i ■nid Iran llrdda. gib. WoriiiH-r 11 Iniiiimerj. Il'ir .llllin» SVallaeh (l'iilda; und Krim Hella, geb. Kriediiiiimi 'Mniii.iiH'Uieiiii.. - Herr Williebii Kein litwinig und Kran Kva, geb. Ilzig 'llerliii,. Herr Krieb Miinnsm» 'lleiii-ber^. iiimI Krau Hilde, geh. Kiider Neii«ie.lj. Dr. Kril/. Lieber und Knill (.'liirn, geb. I'erlmilller HerlinV Herr lleriiiunii (iihnbeiin (Halle) .....I Krim Adele. geb. ZiberMllit 'Soest i.. \\ .; Herr Hall» llimrnlierg 'Anebeil; und Kran .Marianne, geb. Koseiitbal (AiiebeiiJ. Kiu So, Im »lirde geboren: Herrn Dlilllerbnieh uinl Kran llertlin, geb. Wulff 'Wiirzbnrg,. Herrn liernbard .laeobsohn und Kran Anny. geb. Piek '/iirieh;. — Knie Toehter wurde geboren: Herrn Wolfgan» Sehoenberg lind Kran Susi, geb. Fließ (llerlin;. - Dr. Iliubilf Iteermanii und Krau Ten. geb. llirsehweb fllerliii). Herrn Max Kinmd und Kran '1'ben, geb. Laitehbeimer- (Mftneheu). Ks starhcli: Herr l.e« Herz 'Krankfurl n. \tj Herr lleimann Kaiimhe.imer Nilniberg). Herr K/(uard Adrian (llaiiiimer;. — Kran .luliheu Keibelmaiiii 'Uülulieini). — Herr Kr«in Ilaer 'Frankfurt a. .M.). - Herr hVruhard Grriiieliiium (Kranklurt am Main). — Herr Abraham von Dyk, Khremorsilzrniler der "Syiiagogengemeinde Aurieh. — Oheimer .filstizrat Adolf SalmniMi;llerlin> — Herr Paul Pinkun (Ikrlinj. — Krau lleuiiy Mnlliog ■ 'Hannover). — Herr Jarnb Blarh 'Weinbeim). Wirsudien Ab o e n t e n w e r b e r in Berlin und in der Provinz. Damen und Herren mit Beziehungen zu religiös-liberalen Kreisen finden lohnende Betätigung durch Übernahme unserer Zeitung. Zuschriften erbeten an Jüdische Allgemeine Zeitung, Verlagsleitung, Berlin W 15, Uhlandstr. 158

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