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Jüdische allgemeine Zeitung · 1934-11-21 · 90 (21.11.1934) · page 3

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
90 (21.11.1934)
Date
1934-11-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1. Beilage 21. November 1934 JUDHCHE AIUENBNI Wir und Paläftina \ Vi... HEIN/ KK1.I.KUMANN Ii» den nächsten Tayea erscheint im \'ortriipn-Veri;i£ Sutoraelhantl ualcr dem. Titel „Wille Biid W e ff des deutscheu .Hdeiiuas", in dem eine Reihe von Orauniiationea des deutsch gesinnten Judentums mit Selbst. dnrstelluuk'ea zu Wort kommt. Aus eiuem iieitr.ii; unseres Mitarbeiten! Heinz ' KeUennanil veröffentlichen wir uaclistehend einen tiemerkcusu-erteu Al.selttiiU. Palästina ist eine Realität. llcalitätcn kann mau nicht leugnen. .Mai. kann sie bekämpfen, aber Kampf ist Iiier nicht tun l'lalz. seit Palästina Zuflucht für tausende jüdischer. Existenzen 'aus UcuUchland!) geworden ist, steht uns hiergegen ein moralischer Einspruch nicht mehr zu. Seitdem Palästina aber auch als die neue Heimat von Freunden und Angehörigcif in so intime Nähe geruckt ist, wird selbst unserer Kritik die frühere Schärfe fehlen. "n n,?)"scWicll<;'1 u»u kulturellen Leistungen verdienen unsere größte Bewunderung und die Hoffnung seiner .Menschen auf frieden und Sicherheit unsere wärmste Anteilnahme. Das alles hat aber nichts mit Palästina als Idee zu tun. Idee und fleahtät sind zwar gerade heute so selten identisch, wie es. nun eben, wie es auch beim Beispiel des Zionismus und des l'alSslina- Autbaus der Kall ist. Wo die Auswanderung nicht mehr das Bekenntnis, sondern die Not zur Voraussetzung hat. fehlt die geistige Angriffsfläche, und das ist 'bei sehr vielen Chaluzim der hall. Aber all den Idealisten, denen wie unseren ehemaligen ..Kameraden noch der Auszug eine geistige Entscheidung bedeutet, und die dem Judentum eine Kontinuität unter mildernden Umstanden, sichern wollen, gilt unser Einwand. Er richtet sich vor allem «gen den endlos wiederholten und in der zionistischen Presse bis zur Erschöpfung vorgetragenen Standpunkt, daß Palästina, das geistige oder „zumindest moralische-' Zentrum der Judenhctt sei. Wir sind nicht der Oberzeugung, zudem: Zentren kann man nicht „machen", Zentren .wachsen. Palästina ist imch uns Ausgangspunkt, aber nicht .Mittelpunkt der Lehre. Ob es da* in späteren Togen einmal sein wird, steht dahin. Sicher ist aber, daß es heute noch nicht so weit ist. Die Masstcrun" judischer -Menschen ist noch nicht gleichbedeutend mit ihrer Kegeneration, und selbst eine geglückte Berufsnormalisicrung wäre noch kein Gegenbeweis. Nicht alles, was von Juden gemacht wird, ist deshalb auch schon jüdisch. ' Die religiösen Kräfte in Palästina sind dort wahrlich nicht in der Majorität. Immerhin wäre es unsinnig, diesem Lande, in dem .wirklicher Eifer zum Werk, ungeheurer Arbeitswillen und starkes Verantwortungsbewußtsein herrscht, die Fähigkeit zur jüdischen Produktivität für alle Zeiten abzusprechen. Sollte dort wirklich einmal religiöses Lehen wachsen, sollte dort wirklich ohne . jeden falschen Ehrgeiz Kraftlcistung und nicht Kraftanspruch eine jüdische Erneuerung werden, nun, so werden wir mit gleicher Liebe und gleicher Ehrfurcht nach Palästina blicken, mit der das religiös-liberale Judentum der ganzen Welt heute nach seinem Muttcrlandc Deutschland blickt. Man sollte sieb nur davor hüten, Hoffnungen, und Wunsche schon heute als Realitäten auszugeben. Man sollte sich hur ferner davor , hüten, Palästina eine politische Mission f ür die gesamte Judenheit zuzuweisen, die es bisher kaum je erfüllt hat und wohl auch niemals zu erfüllen in der l-ase sein wird. Dum -chört die stets wieder erhobene llchauptung. daü Palästina die sirhrrheit und evtl. die Lösung der .ludcnfrage verheiße. Auch unsere .,Kameradcnw meineu dieses. Diese Schar, die da auszieht, sich ihr Judentum mit Mein Pflug zu erobern, ist gewiß nicht blind und zu allerletzt feige: Sie sehen sehr wohl, dal» die .ludenfrage sie auch dort erwartet.-wo sie hinziehen. Diese Schar ist es nur satt, Objekt der Geschichte zu sein und ernstlich gewillt, ihre Geschichte endlich selbst in die Hand zu nehmen. Sie weiß, dalä sie dabei nur den We« des kleineren Cbcls geht, daß Palästina aber die Jiidenfragr „mindestens zu einem Stück'- zur Lösung bringt. Nun mag es zweifelhaft' sein, wie erheblich dieses Stück ist, dab dort in die Sicherheit eingehen will, gewiß ist aber, dulä eine Lösung scllwt für 50 «> aller Juden niemals eine 3Ui.rozcntigc Lösung der Judenfragc ist. Der jüdische Mensch steht immer in der Gefahr. Ein moderner Staatsrechtler hat einen neuen üegriff geprägt: die Integration. Er versteht darunter die Summe aller -Funktionen, in denen Staat und Staatsbewußtsein nach außen Ichensmäßig ili Erscheinung treten. Nun, für uns Juden ist ein beträchtlicher Teil jener Integration, wenn wir diesen Begriff einmal übertragen wollen, die Gefährlichkeit unserer. Geschichte und das Gcfährdetsciil unserer leiblichen Ejislenz. Nicht, weil jüdische Geschichte eine Geschichte von Schwächlingen, sondern weil sie für die Zeit der politischen Macht dir Geschichte einer Minorität ist. Und diese Zeit ist einstweilen nicht absehbar. Auch Esra hat den Traum der völkischen Auferstehung geträumt. Er hat ihm mit allen Mitteln des nnlinnalcn"Eifc rcr» und des religiösen Fanatikers zur Itealitüt vcrholfeu. und auch dieser Traum endete unter dem Tempelschutt der nationalen Selbständigkeit. -— So wahr es nicht das erste .Mal ist, daß Juden sich ihr Land erobern, so wahr wird es nicht das letzte Mal sein. Nur die Methoden wechseln. Sie lauteten zur Zeit .losuas, des Conquistadörs: Feuer und Schwert, zur Zeit Esras, des Schreibers: Basse und Gesetz und heute — llevisinnisuius oder C b. o. I uxiul h. -Alle diese Versuche sind noch aus einem anderen Grunde in ihrer Wirkung zweifelhaft. Jene schmale Landhrückc. zwischen Asien und Afrika, deren ungeschützte Breitseite dem dritten Kontinent, Europa, weitoffen zugewandt ist, teilt in vielem das frühere Schicksal Deutschlands. Auch auf seinem Boden wurde Bruderkrieg geführt, auch auf seinem Boden wurden die Interessen fremder Mächte .im Kriegswege ausgetragen. Hecht eigentlich liegt Palästina immer noch zwischen .\gypten und Assur. Später hat zwar Griechenland und Horn, Islam und Kreuzrittertum sich am Kampf beteiligt. Aber Namen sind nicht wesentlich, und oh die politischen Mächte, die die Unabhängigkeit Palästinas verwalten, Ägypten und Assur oder England und Arabien heißen, bleibt im Effekt das gleiche. Nein, die Sicherheit ist nicht da und sie fehlt, wie un» scheint, noch auf lange Sicht. Solange aber ihr Ende nicht in Aussicht steht, solange, hatten wir daiur, daß die Nathanache These ihre Gültigkeit behält, solange sind wir dafür, die Judenfrage in den Ländern zu losen zu versuchen, in denen sie gestellt wird. UNSERE GESCHICHTE Esras Raffengefets ' In diesen Tagen der Auferstehung eines jüdischen Bewußtseins in Deutschland gewinnt eine Gestalt erhöhte Bedeutung. Die für eine Regenerationseporhc in der jüdischen Geschichte verantwortlich zeichnet. Sein Name wird Diskussionsstoff und die Betrachtung seines Werkes wird in den Lehrplan jüdischer Bililungsinstitute aufgenommen. Es handelt sich um den großen Schriftgclehrtcn Esra ben Sera ja. auch Esra hasofer genannt, der einen Teil seines Lebens noch in der babylonischen Gefangenschaft verbrachte,- später aber (45o v.) vonwie es heißt, 17C0 Männern begleitet und mit königlichen Vollmachten des Artaxcrxes I. Longimanus ausgestattet, nach Jerusalem zog. ..Denn Esra hätte sein Herz ilarauf gerichtet, zu erforschen die Weisung des Ewigen und sie auszuüben, und zu lehren in Israel Satzung und Recht." Der Grund zu diesem Unternehmen bildete die sich täslich mehrende Kunde vom Religions- und Stnmmcsabl'all dernach Jerusalem zurückgewanderten jüdischen Exulanten. Fest- und Sabbattage wurden, "wie es hieß, nicht beachtet und mit dem Judentum verband die in Jerusalem ansässigen Juden oft nicht mehr als eine schwache Erinnerung und ein schlechtes Gewissen Den vollen Umfang.der Wahrheit erfuhr Esra erst nach seinem Einzug in Jerusalem, wo die Obersten ihm klagten: „Es haben sich nicht abgesondert das Volk Israel und die Priester und die Lcwijim von den Völkern der Länder trotz ihrer Greuel . . . Denn sie haben sich undihren Söhnen Frauen genommen von den Töchtern derselben und vermischt den heiligen Samen mit den Völkern der Länder: und die I Iand tief Obersten und der Vorsteher war bei dieser Lntraie die erste." .. _ Da begann Esra das Kapitel seiner Reform, das noch aus besonderem Grund gerade heute seine Erwähnung verdient, den effektvollen Kampf gegen' die Mischehen. Und Esra stand auf und sprach: ..Treulos habt ihr gehandelt und heimgeführt fremde Weiber, so daß ihr die Schuld Israels vermehrt habt. Und nun legt Bekenntnis ab dem Ewigen, dem Gofte eurer Väter, und tut seinen Willen, und sondert euch von den Völkern des Landes und von den fremden Weibern ..." ,-L'nd sie gaben ihre Hand darauf, ihre Weiber fortzubringen, und als Schuldige zu bringen einen Widder für ihre Schuld." Das war eine Maßnahme von ungeheurer Wirkung. Das Buch Esra zählt eine damals eigens angefertigte lange Liste prominenter Namen auf, die unter dieses Gebot fielen. Aus ihr ergibt sich nicht nur ein schlüssiger Anhalt für die zahlenmäßige Grüße der stattgehabten Rassenmischung, sondern auch für die Hemmungslosigkeit, mit der sich die Juden bis zu ihren höchsten Würdenträgern (selbst die Familie des Hohe Priesters befand sich darunter) an dieser leiblichen Assimilation beteiligt hatten. Vornehmlich waren es die höheren Schichten der Bevölkerung die Aristokratie, die sich mit Fremdstämmigen versippt, nun die ganze Strenge des Gesetzes zu fühlen bekamen. Nicht zufällig liatte daher wohl Esra gerade Vermögenskonfiskation im Ungehorsamsfalle angedroht. Aber der zu diesem liehufc eingesetzte Untersuchungsgcrichtshof ging unbekümmert um Proteste, ja selbst unbekümmert um tlic mit der Maßnahme notwendig verbundene finanzielle Schädigung des Volksvcrmögcns radikal vor. Das Volk stand hinter Esra. Schwer traf die Härte der rigoros durchgeführten neuen Verordnung, die das conniihium und das commercium sprengte. Familien wurden auscinandergerisscti, Frauen und Kinder wurden verstoßen. Dubnow schreibt dazu: ..Es war dies eine sehr schroffe Maßnahme,.denn sie war mit der Auflösung engster Familienbandc und mit der Verletzung persönlicher Gefühle verbunden; allein dieses schwere Opfer war unvermeidlich zur Festigung der zerrütteten nationalen Lcbcusartuiig. Die Ausstoßung der fremdartigen Elemente -aus der jüdischen Nation war zur Erhallung der Reinheit der Rasse, der Religion und der eigenartigen Volkskultur unumgänglich.1' Uns scheint es etwas einseitig, die Gesetzgebung Esras als reine Rassengesctzgcbung zu bewerten. Gewisse Ähnlichkeiten sind unverkennbar. Aber Esra war kein Rasseneifercr. sondern eine tief religiöse Natur, die in prophetischer Begeisterung um, der Rettung_ tler Religion willen zu drakonischem Zwang sich hinreißen . ließ. Sein später verwirklichtes Ziel ist auch nicht der Uasseustaat, sondern, wie der protestantische Theologe Kittel'sagt, der „Kirchenstaat", also ein rein theokratisches Regime. Immerhin-, Mit der Regeneration des jüdischen Staatswesens mochte Esras Rassengesetzgebung erträglich erscheinen: mit der Erneuerung jüdisch-religiöser Werte ist sie weit schwerer in Einklang zu bringen. * -H. K. DIE BIBEL ERZÄHLT im tf'ochenabfchnitt WajiftMuch von der Rückkehr Jakobs nach Kanaan. Er läßt Ksau sein Herannahen melden und erfährt, daß sein Bruder ihm mit'vierhundert Manu entgegeiuieht. Da fürchtet sich Jakob und \ erteilt, tun die Gefahr zu mildern, seinen Besitz auf zwei Lager. Dann bete! er. Gott möge ihn aus der Hand, seines Krittlers retten, bringt seine Frauen und Kinder in Sicherheit und schickt ksau reiche Geschenke entgegen. Am nächsten Morgen begegnen die Brüder einander, ümu eilt Jakob entgegen, umhalst und küßt ihn. Gemeinsam mit ihm will er weiter ziehen, otler einen Teil seines Gefolgt'.* bei ihm zurücklassen, doch-Jakob wehrt nb. So trennen sich die Brüder, und erst die Trauer um den Tod ihre» Vaters führt sie wieder zusammen. Feindschaft und Versöhnung zwischen Ksau und Jakob, das ist die kürzeste Formel für tlicpolitische Geschichte des Judentums. Gleichviel, ob unsere Väter im eigenen Lande otler auf fremdem Roden lebten, immer traf sie tler Haß ihrer Umwelt. Die Begründung, die man ihm gab, wechselte in den Jahrhunderten. Bald war sie religiöser, halt) wirtschaftlicher, ader politischer Art, doch die [<'eindschuft blieb. Au» ihrer geschichtlichen Erfahrung aber wußtenunsere Väter auch, tlaß das Verlangen nach Friede.....ach Versöhnung tler Gegensätze im Herzen der..Menschen stärker ist, als die Gegnerschaft. Diese Erkenntnis half ihnen, die seelische Spannung zu ertragcu; in der sie leben mußten. Dieselbe Gewißheit muß auch heute wieder vorhanden sein. Bevor Jakob wußte, in welcher Gesinnung ihm Esau begegnen würde, betete er zu Gott um Rettung. Die Worte, die er damals gesprochen hat, gewinnen ihre volle Bedeutung erst dann, wenn wir ihnen das Gebet gegenüberstellen., das Jakob beim Verlassen der Heimat zu Gott emporsundte. Es lautet: „Wenn Gott mit mir sein und mich behüten wird auf dein Wege, den ich gehe, mir Brot zum Essen und ein Kleid zum Anziehen geben wird und ich in Frieden in das Haus meines Vaters zurückkehren werde, 4ans sott der Ewige mein Gott sein." Das ist die Sprache einer Frömmigkeit, die ihre Bedingungen stellt. Hier ist der Glaube an Gott davon abhängig, ob sich das Sehnen des Menschen erfüllt. Eine solche Religiosität wird notwendigerweise zusammenbrechen, wenn das Leben einen tragischen Zug gewinnt.' Sie ist unfähige die Rätsel und Qualen des Menschenschiclcsab zu meistern. _ Bei seiner Rückkehr nach Kanaan aber spricht Jakob: „Zu gering bin ich für alle Gnade und Treue, die. Du Deinem Diener erwiesen hast." Er denkt nicht an das Leid, das er in den Jahren der Fremde getragen, er weiß, daß alles, was Gott ihm an Glück und Freude geschenkt hat, unverdient ist. Eine solche demulsvolle Frömmigkeit ist bedingungslos, unabhängig von allein äußeren Geschehen. Der Mensch ist' dann seines Gottes gewiß, wie auch immer sich sein Schicksal gestaltet. Sein Glaube kann darum durch da» große Leid nicht vernichtet werden. Er überwindet die Tragik des Lebens durch die Kraft »einer Frömmigkeit. l.rwkowitz-urrliu. Balakrund Bilam "/.ur hruliffn Erflnuffiihruiin in ilvr Nenrn Synagagr Innerhalb des iim»I<ti«-ii jüdische. Musikschaffen» verdiene« alle jene 'Werke eine ganz besondere Ilcnchtiiiig, 'die «ich im Iti-rri.h de* Itiligiiiscn bewegen. Wir wissen, wie lebendig heule wieder i» inneren geistig führenden Kreisen um religiöse PtoMrine gerungen wird, und c» ist erfreulich. duU Mich jüdische Kfillstirr in »teilendem Molle »ich mit dienen Dingen auseiiiiiiidcrsrlzcii; die Kunst \crmtig zumindest slnrk den Hoden aufzulockern für <i» jtiiilSeu Wuiidltnij;«i der religiösen Haltung. - Vnr eii)i"er Zeit hat m» A. Wcinhaum in S c h u I i I » Kreil»«:- ahcml-I.ilurgic ein führende-. Werk moderner Syiiagogenmusik zur Diskussion gestellt, .letzt gelaugt unter (I. Guttmaim» Ixtlimg die hihli-ehe Strne ..Huliik diu) Hihiui'". zur ernten Aufführung. Adler, ein Schüler Ernst Tuch«. Iiciiulzt wnlll nl« erster Muxikcr die Hul.er-lt<iM-ji/.»' i;:.ch.: Kihririüh. rlni|!Uii)t und hekuiidel ei((riltli.ll ».hon dmhirili hüiik Iterfihriiiiu mit den reli|;iu»eil Knieuerlliijisteiidcnzeii unserer Tilge. Gleich Sclmlit weiLV aurh er durch eine' herhe und »treiijsi; .Schrrihweiw den Erhnlicnhciluchnrukter der Hihel sein Hecht zu 'gehen, durch Meiden einer keinriwcgn „urjüdin-hcn'- SeniiiiicnlBlitai. Uni* o Adler nicht um eine ilrainnlineJie Szene, Mildern um eine religiöse lnter|irrliil'mn den Slnlto geht, hcuci»! der Alim-Iiluß des Werke» durch den -M. I'»«hli: "diu', mit ulisern Ohren hahen wir'» gehört, un/i're Väter hahrn » ■in» erzählt'- — mit diesem Grundgedanken jridi»rher Tradition wird der religiöse. AktunlitülNins|irucli unterstrichen, wird der heutige Mensch uimiittelhnr n|H»lro|>hirrh Der rcJigifMen Interinelatioii dient weiterhin die Forderung einer cinzuwhiehendrii Sehrif terklärung (die in der heutigen Aufführung „durch Rahb. Dr. M. Swirientky gegeben wird) — auch die» ein Zug bester jüdischer "Tradition. Einen feierlichen Zug erhJlt das Canzc durch die Ceslalt de» Sprecher«, der — teil» melodramatisch, teils unbeglcitei — nach alter Oratorienweise den verbindeii- "de'n Text übermittelt; im "übrigen besteht die Besetzung aus zwei männlichen Solisten. Chor; Streichorchester, Klavier und Orgel. Die Aufführung wird durch eine Toccata und Fuge über ein hebrä-

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