Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 60 (27.7.1934)
- Date
- 1934-07-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Lage in Tel Awiw ist außerordentlich gespannt. In den Straßen kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Revisionisten und Arbeiterpartdlem. Eine Person wurde durch einen Steinwurf am Kopf verletzt, sechs Personen, die leichte Verletzungen erlitten hatten, wurde in einer Apotheke erste Hilfe geleistet. Stavsky und Rosenblatt wurde geraten, Tel Awiw zu verlassen, da die Polizei sich für ihre Sicherheit nicht verbürgen könne. Nur eine hebräische Tafel bleibt — zur Warnung Die Sulzbacher Synagoge wird Heimatmuseum In der kleinen oberpfälzischen Stadt SuTzbach, einst Sitz einer berühmten, hebräischen Druckerei, in der Bibel- und Taimudausgaben gedruckt wurden, wo bis vor etwa einem Jahr noch 170 jüdische Familien wohnten, leben heute nur noch 8 jüdische Menschen. Wie die in Nürnberg erscheinende „Fränkische Tageszeitung“ mitteilt wurde jetzt die Synagoge von der Stadt übernommen, um in ein Heimatmuseum verwandelt zu werden. „Die jüdischen Kulteinbauten,“ schreibt das Blatt, „werden abgebrochen. Der Vorhang beim Heiligtum mit den Löwen und der Krone der Hohen Priester, die einer Nachäffung des bayerischen Staatswappens von einst verdammt ähnlich sieht, das mit Goldschrift auf blauen Grund geschriebene Gebet für König Ludwig. II., eine bodenlose Heuchelei, da die Juden gerade König Ludwig II. auspowerten, verschwindet. Die bunten hebräischen Sechssteme aus den Glasfenstem weichen einem hellen Lichte und der Säulenraum im Hauptteil der Anlage und die darum sich ziehende Galerie werden in Abteilungen und Kojen die Heimatschätze Sulzbachs und seiner Umgebung aufnehmen. Zu beiden Seiten sind kleine Höfe, die ebenfalls für Museumszwecke und vermutlich auch für ein Freilichtmuseum Verwendung finden können. In der Nordseite der Mauer ist in Obermannshöhe der Davidstern mit hebräischen Inschriften. Unter diesem wurden bei freiem Himmel die Juden zur Ehe zusammengegeben. Diesen Stein wollen die Juden heraus haben, und Sulzbach wird ihn ihnen gern mitgeben. Nur die hebräische •Tafel, die das Baujahr der Synagoge im Jahre 182ö ankündigt, bleibt zur Erinnerung und Warnung für die deutschen Enkel Sulzbachs, nie wieder fremdstämmigen Angehörigen zu trauen. Mit dieser Umgestaltung der Synagoge zum Heimatmuseum sind 270 Jahre jüdischer Herrschaft über eine alte deutsche Stadt zu Ende und Sulzbach-Rosenberg geht in ein neues deutsches Zeitalter.“ Betrag von 1200 Zloty verschlungen hätte. Bezüglich des Vorhangs wurde ins Treffen geführt, daß ein verstorbenes Vorstandsmitglied der Kultusgemeinde in Sorau eine Schenkung gemacht hätte, wozu aber, wie die Sorauer erwiderten, niemand berechtigt gewesen sei. Ehe jedoch der Streitfall durch' ein Rabbinergericht ausgetragen wurde, verstand sich die Gemeinde Ustron dazu, der Gemeinde Sorau nicht nur die Kultgegenstände zurückzuerstatten, sondern darüber hinaus noch .einen mäßigen Benützungsbetrag zu bewilligen. Die Lösung dieses Konflikts hat natürlich zu einer Beruhigung der Gemüter auf beiden Seiten beigetragen. j Die Rechtsgültigkeit jüdischer Ehen in Öberschlesien Hur nach Trauung durch den Standesbeamten Kattowitz. Behördlicherseits wurde festgestellt, daß zahlreiche jüdische Bürger, insbesondere die aus den östlichen Provinzen zugewanderten Glaubensbrüder, den Brauch ihrer Heimat, Ehen nur nach jüdischem Ritus zu schließen, in Oberschlesien weiterpflegen. Auch wurde ermittelt, daß diese Eheschließungen von dazu nicht befugten Personen vorgenommen werden. Vonseiten der zuständigen Behörden wird mit allem Nachdruck betont, daß solcherart geschlossene Ehen ungültig sind. Daher, müssen auch Rinder, die einem solchen Ehebün'dnis entstammen, als unehelich geführt werden. Die Polizeibehörden wurden beauftragt,' nach den innerhalb der schlesischen Wojwodschaft geltenden Bestimmungen ein Zusammenleben der auf diese Art Gebundenen zu verbieten. Erst nach der vollzogenen Trauung vor dem Standesbeamten ist die Ehe rechtsgültig. Um demnach Unannehmlichkeiten vorzubeugen, wird den betroffenen Personen nahegelegt, ihrer rituellen Ehe durch nachträgliche Ziviltrauung die unbedingt erforderliche gesetzliche Basis zu verschaffen. Eine Statistik über die Auswirkungen der Ariergesetzgebung Arische und nichtarische Anwälte in PreuBen Die „Deutsche Justiz“ veröffentlicht eine Übersicht über die Zahl der am 1. Mai 1934 in Preußen, zugelassenert arischen und nichtarischen Rechtsanwälte und Notare. Danach hat auf Grund der letzten im preußischen Justizministerium getroffenen Feststellungen die Durchführung des Gesetzes über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft und des Berufsbeamtengesetzesvom 7. 4. 1933 hinsichtlich der fireußischen Rechtsanwälte und Notare in den einzelnen Oberandesgerichtsbezirken folgendes Ergebnis gehabt: Nach langen Verhandlungen beigelegt Konflikt um Kultgegenstände Zwischen der. Jüdischen Gemeinde _ S o r a u im ober- .schlesischen und der Jüdischen Gemeinde Ustron im techener Teil der Wojwodschaft bestand seit vielen Jahren ein sonderbarer Streitfall, der jetzt endlich geschlichtet werdenkonnte. - " Die Sorauer Gemeinde, die über hervorragende Kultgegenstände aus alter Zeit verfügte, hatte eine Reihe solcher Gegenstände, die für gottesdienstliche Zwecke /nicht mehr verwandt wurden, der Jüdischen Gemeinde Ustron überlassen. Es handelte sich dabei um Thorarollen, einen kunstvoll gestickten Vorhang für die Bundeslade, zwei Schofarhömer und eine Megilla. Als in Sorau sich wieder ein regeres Synagogenleben entfaltete, verlangte die Gemeinde die Gegenstände zurück. Die Rückerstattung stieß indessen aut den Waderstand der Gemeinde Ustron, die u. a. einwandte, die drei .Thorarollen hätten erst instand gesetzt werden müssen, Wjis einen Handwerk im Leltrhaus Mannheim. Das Jüdische Lehrhaus Mannheim hatte jüngst im Gemeindehaus eine Reihe Arbeiten seines Lehrgangs für Papp- und Buchbindereiarbeiten ausgestellt. Nachdem für die Gemeinde Synagogenrat Hartog über die Entwicklung des Handwerks gesprochen hatte, nahm für das Lehrhaus Professor Dr. Bilfigheimer das Wort. Das Lehrhaus befasse sich vor allem mit wachsenden- Werten. Im Winter wolle es den Ausstellungsgedanken fortsetzen durch eine Ausstellung jüdischer Lichtbilder im Dienste jüdischer Denkmäler; Ebenso ist eine Ausstellung „Das jüdische Buch“ geplant. Die gegenwärtige Ausstellung erhalte ihre Sonderart dadurch, daß sie ausschließlich das Werk der Kursteilnehmer des Lehrhauses ist. Redner gab dabei seiner Freude Ausdruck, wie hier das Ethos zur Grundlage gewerblichen Schaffens wurde. Die Ausstellung selbst ist trotz ihres bescheidenen Umfanges wirklich beachtenswert. Besonders interessant sind die zur Schau gestellten geflickten und ausgebesserten Bücher, wie die Altmaterialverwertung, so z. B. von Zigarrenschachteln, die man im neuen Gewände kaum.darunter ahnt. Besonders originell sind die aparten Muster selbstgefertigter Schmuckpapiere. Ober allem aber, was hier auf den Tischen zu sehen ist, thront die M e n o r a h als Sinnbild des Lichtes. Und wenn man in Betracht zieht, daß die Arbeiten hier teils von Schülern, teils von Erwachsenen geschaffenwurden, die erst etwa ein halbes Jahr dem Kurs. angehören, so ist das Ergebnis für Kursleiterin (Fräulein Grünbaum) wie Kursteilnehmer gleich erfreulich. —nn. Es wird gemeldet Aus Deutschland . . - Im Anschluß an die Meldung, daß im städtischen/ Schwimmbad in Kissingen ein Plakat angebracht wurde, in dem . der Besuch des Bades durch Juden als imerwünscht bezeichnet wird, teilt der „Verein zur Hebung des jüdischen Fremdenverkehrs in Bad Kissingen“ mit, daß in Kissingen sämtliche öffentlichen staatlichen Badeanstalten zum Gebrauch von kohlensauren Bädern, sowie die.Trinkquellen allen Kurgästen ohne Ausnahme — also auch den jüdischen Gästen — wie bisher uneingeschränkt zur Verfügung stellen. , Während'der Beurlaubung Professor Dr. Guttmanns an die Universität Jerusalem werden, wie die Lehranstalt für die Wissensch a f t _d es Juden-tums mitteilt, im nächsten Wintersemester- Rabbiner Dr. Max Wiener und Dr. Fritz Bamberger statt seiner Vorlesungen halten. Auf Einladung der Lehranstalt wird Professor Dr. Martin B u b e r vom ersten Januar 1935 ab über den biblischen Messianismus .lesen und wissenschaftliche Übungen anschließen. : Nach einer -Meldung des in Freiburg erscheinenden Blattes „Der Alemanne“ wurde in Ihringen der Sohn Leo des jüdischen Geschäftsinhabers Hermann. Weil verhaftet. Die Gendarmerie Breisach überführte ihn-wegen Verbreitung von 'Greuelmärchen auf brieflichem Wege in das Gefängnis nach Freiburg. * Wie das „Acht-Uhr-Abendblatt“ aus München meldet, hat der bayerische Staatsminister für die Wirtschaft, Esser, angeordnet, daß das Handeln in jüdischer Sprache auf den Viehmärkten yerboten ist. Halbamtlich 1 wird dazu mitgeteilt, daß auf verschiedenen Viehmärkten sich die vereinzelt noch zugelassenen jüdischen Händler in letzter Zeit wiederholt des Jiddisch bedient hätten, um so ihre gegenseitigen Abmachungen vor den Bauern verheimlichen zu können. * Die Beanspruchung der Standesämter durch Ausfertigung von Urkunden für den Nachweis der'arischen Abstammung sowie von Urkunden zum Zwecke der Famitienforschung geht iaus einer Mitteilung des „Westdeutschen Beobachter“ hervor. Danach wurden in Köln im letzten Vierteljahr rund 40 000 Abschriften aus Standesamtsurkunden ausgefertigt, rund 19 000 Abschriften aus Geburtsregistern, 10 000 aus Sferberegistem und ebenso vieleaus Heiratsregistern.' ■ . O&erfanbes' gecidjtshe]. Bm 7. 4.33 'jugelaffene StedrfsnmDätte SKdjtarijdje Be^tsamnälie am 7. 4.1933 -3ugeiajftne nidjtarijdje Sledjtsaninälte am 1. 5.1934 3uaefalfene otijdje IRedjtsamDälte am 1. 6.1934 Berlin 3890 1879 1159 2122 Breslau 1056 376 ■ 233 741 Celle 822 84 52 731 Düsseldorf 858 141 75 776 Frankfurt a. M. 607 275" 154 344 Hamm 1213 166 84 - 1168 Kassel 233 43 28 209 Kiel 505 34 21. 467 Köln 910 125 64 858 Königsberg 375 90 43 379 Marien- . - werder 118 17 8 101 Naumburg 787 81 49 - 635 Stettin . 431 59 39 345 Insgesamt waren also am, 1. Mai 1934 10 885 Rechtsanwälte zugelassen, von denen 2009 Nichtarier sind. -Von den 13 64 ausgeschiedenen nichtarischen Anwälten sind 1084 - auf Grund des Gesetzes über 'die Zulassung. zur Rechtsanwaltschaft und, wie die Aufstellung in der „Deutschen Justiz“ sagt, 280 aus anderen Gründen ausgeschieden. Die Gesamtzahl der am 7. April 1933 vorhandenen Notare in Preußen betrug 6226, darunter 2051 Nichtarier. Am 1. Mai 1934 waren noch 5216 Notare zugelassen, unter denen 852 Nichtarier sind.. Von den ausgeschiedenen 1199 nichtarischen Notaren sind 1055 infolge Zurücknahme der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft und auf Grund des Berufsbeamtengesetzes, und 144 aus anderen Gründen ausgeschieden. •- Aus dem Ausland Der bisherige Herausgeber und Chefredakteur der „Ne.uen Freien P r e s s e“. in "Wien, Dr. Moritz Benedikt, ist von seiner Stellung zurückgetreten, nachdem der Vertrauensmann der Kapitalsgruppe, der das Blatt gegenwärtig gehört, Dr. Stephan von Müller, die, Option auf die letzten 25°/o der Aktien ausgeübt hat. Dr. Emst-Benedikt, der Sohn Moritz Benedikts, der fast 40 Jahre lang Herausgeber der „Neuen Freien Presse“ war, ist 1906 in das Blatt eingetreteh und wurde nach dem Tode seines Vaters, im Jahre 1920, Herausgeber und Chefredakteur. Wie aus Wien gemeldet wird, wurde dem dortigen Universitätsprofessor Dr. H. Neumann im Rahmen einer von der dortigen rumänischen Gesandtschaft veranstalteten Feier ein Bild des rumänischen Königs überreicht, als Dank für eine erfolgreich vollbrachte Heilung des Königs. Professor Neumann ist Jude. * Der Chefarzt des Knappschaftslazaretts in Beuthen, Dr. Perl, der als Nichtarier seines Postens enthoben worden war und der bei der Gemischten Kommission eine Klage angestrengt hatte, hat, wie die „Jüdische Wochenpost“ meldet, jetzt die Nachricht erhalten, daß die deutschen Behörden gegen seine Rückkehr aus Polen, wohin er emigriert war, nach Beuthen nichts mehr einzuwenden hätten. Das Urteil der Gemischten Kommission in der Klagesache steht noch aus. * Wie aus Haifa berichtet wird, fand in Gegenwart des arabischen Bürgermeisters auf dem Gelände des Jüdischen Nationalfonds an der Haifa-Bucht die Grundsteinlegung zu dem neuen Wohnviertel für Siedler aus Deutschland statt, das zum Andenken an den verstorbenen hebräischen Dichter, wie bereits gemeldet, - Ki rj ath. B i a 11 k genannt wird. Die Tärifpflictit nichtarischer Firmen In einem Urteil des Arbeitsgerichts Berlin (Nr. 25/26 AC 220/34) war der Standpunkt vertreten .worden, daß nichtarische Firmen, d. h. Firmen, deren Inhaber oder gesetzliche Vertreter Nichtarier sind, ihren Beschäftigten gegenüber an die über den 30. April 1934 hinaus verlängerten ■ Tarifverträge nicht gebunden seien, soweit diese Tarifverträge nicht für allgemeinverbindlich erklärt worden sind. Diese Auffassung des Arbeitsgerichts Berlin wird vom „Nationalsozialistischen Wirtschaftsdienst“ scharf zurückgewiesen und als „schon rechtlich unhaltbar“ erklärt. Das Gericht meinte, daß die von der Aufnahme in der Deutschen Arbeitsfront ausgeschlossenen nichtarischen Firmen auch nicht an nicht für allgemeinverbindlich erklärte Tarifverträge gebunden seien. Die Beisetzung Neier Hildesheimers Wie bereits kurz gemeldet, ist am vergangenen Sonntag Leiter des Berliner Rabbinerseminars, Rabbiner Dr. Meier Hildesheimer, eine der führenden Persönlichkeiten des gesetzestreuen Judentums, nach kurzer Krankheit im 71. Lebensjähr gestorben. Meier Hildesheimer, der im Jahre. 18Ö4 2*tj als jüngster Sohn des großen. Rabbiners Esriel Hildesheimer geboren war, hat seine Lebensarbeit nicht nur m den Dienst seiner engeren Gemeinde, der Berliner Adass Jisroel, gestellt, er hat darüber hinaus zahlreichen jüdischen Organisationen seine wertvolle Mitarbeit geliehen. Abgesehen davon, daß der Aufbau des Schulwerks der Adass jisroel mit seinen 700 Kindern in hohem Maße seiner Mitarbeit zu danken ist ruhte-auch das Berliner Rabbinerseminar in wirtschaftlicher Hinsicht seit bald zwei Jahrzehnten fast ganz aut seinen Schultern. In der jüdischen Wohlfahrt Berlins und ganz Deutschlands war er seit vielen Jahren führend. In fast allen sozialen jüdischen Verbänden hat er sich betätigt,, nicht zuletzt in der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, die ihn zu ihren treuesten Mitarbeitern zählte. * Die Beisetzung Meier Hildesheimers fand am Dienstag unter außerordentlich starker Beteiligung aut dem Friedhof der Adass Jisroel in Weißensee. statt. In den Straßen, die der Trauerzug vom Sterbehause aus passierte, waren die jüdischen Geschäfte geschlossen. 'Da der Verstorbene letztwillig den Wunsch ausgesprochen hatte, daß bei seiner- Beerdigung keine Trauerreden gehalten werden möchten, beschränkte sich Rabbiner Dr. Munk in-der Zeremonienhalle darauf, unter Hinweis auf diesen Wunsch die Trauerversammlung zu bitten, in ehrfurchtsvollem Schweigen der Bahre-zu folgen. Die stille Totenfeier der riesigen Trauergemeinde, m der die großen jüdischen öffentlichen Körperschaften und Organisationen durch ihre führenden Männer vertreten waren, war außerordentlich eindrucksvoll. Dr. Baerwalds Beerdigung Frankfurt a. M. Die große Anzaht der Trauergäste, die der Beerdigung, des verstorbenen Vizepräsidenten der jüdischen Gemeinde Frankfurt a. M., Dr. Eduard Baerw a 1 d, beiwohnte, zeigte, welcher großen Liebe1 sich der Verstorbene in allen Kreisen der Gemeinde erfreute. Rabbiner Dr. Seligmann hielt die ergreifende Trauerrede. Nach -ihm sprach Justizrat Dr. Blau, der Vorsitzende der Frankierter jüdischen Gemeinde, den_ Dank der .Gemeinde aus. Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee, Berlin, brachte die letzten Gruße der Berliner jüdischen Gemeinde und des Preußischen Landesverbandes, an dessen Werden und Aufbau der- Verstorbene entscheidenden Anteil gehabt hat. Bemerkenswert war die Ansprache des Vertreters des Rotary-Clubs, Bankdirektor Weyrauch, der der tiefen Verbundenheit weiter nichtjüdischer Kreise Ausdruck gab. Alle für einen Budapest. Der Schüler Bandi Bacskai der IV. Klasse des Realgymnasiums der Pester Israelitischen Religionsgemeinde war. an. einer Herzbeutelentzündung erkrankt. Als seine 47 Klassenkameraden erfuhren, daß man sein Leben nur durch Bluttransfusion retten könne, meldeten sich alle wie ein Mann beim Spitalsleiter im Adele Brody-Spital und boten ihr Blut an. Diese. Entschlußkraft büßt nichts durch die Tatsache ein, daß dem Spital ständig Leute zur Verfügungstehen, deren Blut auch für die eben erforderliche Bluttransfusion benutzt wurde. Probesendung anfordern! '/aPfd.feinstenSaldor- Kaffee und 50 g I a Teemischung zusammen für RM. 2,— franko Haus. «. Uhrautdli. W 50, Schaperstr. 11, B 4 8785.