Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 48 (15.6.1934)
- Date
- 1934-06-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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der Isoliertheit lebenden Menschen ist Pflicht der jüdischen Gemeinschaft. Das Verlangen nach Wissen, nach künstlerischem Erlebnis, hach Aussprache mit den Gästen aus der andern Gemeinde ist in allen Kreisen stark. Wer die hier und da aufsteigende Resignation beobachtet, wer weiß, wie dankbar und aufgeschlossen Vortrag und gesangliche Gabe entgegengenommen werden, wer die Kräftigung des Zusammengehörigkeitsgefühls aP selbstverständliche Voraussetzung des Bestandes d. deutschen Judentums überhaupt anerkennt, erkennt auch die Not-1 wendigkeit, die religiöse, jüdisch-bildungspflegliche und -künstlerische Betreuung der Kleingemeinden durch die Zentralorganisationen erheblich auszubauen. 'Hier liegt eine lebenswichtige Aufgabe jüdischer Gemeinschaftsarbeit. Zum Tode des Führers der Breslauer Liberalen Erich Bayer gestorben Eine Lücke klafft im Kreise unserer nächsten und treuesten. Freunde. In der Blüte seiner Jahre ist unser teurer Freund Erich Bayer, der Führer der Breslauer Liberalen, einer 'heimtückischen, jahrelang an ilun zehrenden Krankheit erlegen. Ich kann hier nicht davon sprechen, was seine Nächsten, was Frau und Kinder an ihm verlieren, aber ich möchte doch für diejenigen, die fast zwanzig Jahre mit ihm zusammen in guten und bösen Tagen Seite an Seite gestanden und gestritten haben, hier Zeugnis ablegeh dafür, was uns dieser reine und treue Mensch gewesen ist. Erich Bayer stammt aus der alten Generation des Breslauer JIJ, der nun leider schon eine Reihe seiner Kämpfer durch den Tod verloren hat. Diese erste. Generation war eine in dieser Zusammensetzung kaum wiederkehrende Vereinigung von organisatorischer Begabung, opferfreudiger Ge- . sinnungstreue und bedeutender Geistigkeit. Nachdem der Gründer des Vereins, Albert Wolf, ins Amt gegangen war, führte Bayer den JIJ. Als ich ihn kennen lernte, war er Anfang der Zwanziger, ein Mensch, den praktische Energie, inneres eifervolles Ringen und der Wunsch, vom Wort zur Tat zu gelangen, von seihst in die vorderste Reihe gestellt .hat. Wie schöne Stunden haben wir im engsten Kreis der Jugendführer, auf den Delegierten-Tagungen des JIJ. und später in den Vorstandssitzüngen und Hauptversammlungen der Liberalen Vereinigung zusammen verlebt! Ungefähr zur selben Zeit, als ich aus der Jugendbewegung in die Hauptvereinigung übertrat, übernahm er nach dem Hinscheiden der älteren Breslauer Führer eine leitende Stellung und bald die Leitung der Breslauer Ortsgruppe. Früh auch trat er in den G e pi e i n d e vo rs t a n d ein, wo ihn ganz besonders die religiösen und gottesdienstlichen Aufgaben interessierten. Bayer stammt aus einem konservativen Hause. Er kannte Lehre und Leben des Judentums von Grund aus, und es magihm nicht leicht gewesen sein, sich vom gesetzestreuen Judentum, das in seinem Elternhaus eine starke Stütze fand, zu lösen: Gerade aber, weil ersein liberales Judentum nicht ererbt; sondern erarbeitet hatte, war er so lebendig und beweglich in der Arbeit. Er war kein Mensch mit fertigen Formeln, sondern rang an sich und mit sich bis an sein Ende.- - So nah wir uns persönlich und sachlich standen, so hat es auch Fragen gegeben, in denen wir gegeneinander auftraten. Bayer war bei aller seiner Liebenswürdigkeit und Herzensgüte ein; Mann, der wenig für Kompromisse übrig hatte. Bei unserer letzten Begegnung hat er mir aber verraten, daII er erst als älterer Mensch eingesehen hat, wie schwer es gerade in unserer Bewegung ist, die Flügel,.wie er es nannte, zu .verbinden. Auf den Sitzungen unserer Vereinigung führte er manchmal die Opposition, nicht etwa in gedanklicher Beziehung — hier standen wir uns sehr nah —, wohl aber in taktischen und organisatorischen Fragen. In den Versammlungen unseres Vorstandes und in den Hauptversammlungen .war er oft Referent; seine klare, von Begeisterung getragene Sprache nahm auch den gefangen, der seine Ansicht nicht teilte. Bayer war ein durch und durch religiöser Mensch. Liberales Judentum war ihm keine politische Angelegenheit; die Gemeindekämpfe, in die auch er verwickelt war, ständen ihm weit hinter den Aufgaben der religiösen Ausgestaltung zurück. Er war unerbittlich in den Fragen deutsch-jüdischer Gesinnung, aber sein Deutschtum war fn seinem Judentum, sein Judentum in seiner Vaterlandsliebe fest begründet. Das letzte Mal vor wenigen Monaten sah ich ihn schon im Krankenhaus. Ich konnte meine Bewegung kaum meistern, als ich ihn, der alle‘großen und kleinen Fragen, sachliche und persönliche, unserer Bewegung mit mir in alter Klarheit und Wärme durchsprach, doch daliegen sah, von der Hand des Todes gezeichnet. Als ich ihn verließ, hatte ich das Gefühl, von ihm Abschied genommen zu haben. Dieser Abschied wird nun zur Wirklichkeit. Ein wahres Scheiden kann es nicht werden. Menschen wie Bayer werden Freunden zu einem Stück eigenen Lebens. Wie man beim Anblick seiner Kinder seiner eigenen Jugend gedenkt, so werden wir, wenn wir auf unsere Söhne sehen; an ihn denken, wie er in unsere Reihen trat, jung, schlank, strahlend' in Arbeitsfrische und Begeisterung. So lebt er unter uns/so lange wir leben! Heinrich Stern. Das Alte Testament in den hessischen Schulen Wir haben'bereits kürzlich mitgeteilt, daß das Hessische Ministerium im Einvernehmen mit der Kirchenregäerung eine vorläufige Ordnung getroffen hat, wonach in Sexta und Quarta, in denen bisher das Alte Testament behandelt wurde, das Neue Testament in den Lehrplan aufgenommen worden ist. ln einer Mitteilung des Evangelischen Presseverbandes heißt es nun, daß dem Alten Testament, wie sich nach dem Umbruch des vorigen Jahres herausgestellt habe, doch ein zu großer Raum "gewährt worden sei. „Es trat dreimal auf, gleich in der-Sexta, dann wieder in Quarta und wiederum in Untersekunda. Das war des Guten entschieden zuviel, besonders erscheint es nicht richtig, daß die kleinen Sextaner ihren ersten Religionsunterricht in der höheren Schule, aus dem Alten Testament erhalten und nicht sofort zu_Jesus geführt werden. Es sind nunmehr neue Lehrpläne in Vorbereitung, sowohl in Hessen als auch im Reich und in Preußen und im übrigen Deutschland. Wann diese zum Ziel kommen werden, kann heute noch niemand sagen.“ Im Hinblick auf die oben erwähnte Neuregelung heißt es darin weiter: Die Sextaner, die im fünften Schuljahr stehen, sind durchaus imstande, die bisherigen Unterrichtsgegenstände der Quinta aufzunehmen. Ebenso werden die Quartaner in die Evangelien eingeführt, um wenigstens "darin für den Konfirmandenunterricht vorbereitet zu sein. Im nächsten Jahre würde dann, wenn bis dahin keine allgemeine Regelung getroffen worden ist, in Quinta das Alte Testament zu behandeln sein. Stunde der Bibliothek Die Bibliotheken der Jüdischen Gemeinde Berlin treten mit einer Einrichtung an die Öffentlichkeit, die den Weg zu jüdischem Wissen erleichtern soll. In einer regelmäßig statt* findenden „Stunde der Bibliothek“ sollen Vorträge über jüdische Büch erkunde stattfinden. Den Anfang macht Montag, 18. Juni, abends 7 Uhr, im .Lesesaal der Bibliothek Oranienburger Straße 29 30 ein Vortrag von Dr. Fritz Bamberger über „Die wichtigsten Nachschlagewerke des jüdischen Wissens“. In der Lesehalle Fasanenstraße 79/80 wird nacheinander zu interessanten und aktuellen Problemen die hauptsächliche Literatur zusammengestellt sein.. Vom 21. Juni ab wird zunächst Literatur zu dem Thema „Die ersten Niederlassungen der Juden in Deutschland“ aufgestellt. Der Eintritt zu den Vorträgen und die Benutzung der Literatur sind kostenfrei. Es wird gemeldet : . Zur Durchführung} der LandhHfe hat der Präsident der Reichsanstalt' für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung neue Bestimmungen erlassen, aus denen u. a. hervorgeht, daß Personen nicht arischer Abstammung zur Landlul fe nicht zugelasse» sind. Die Arbeitsuchenden hätten die Erklärung abzugeben, daß ihnen trotz sorgfältiger Prüfung keine Umstände bekannt seien, die die Annahme rechtfertigen köiinten, daß sic nicht arischer Abstammung seien. Wie der „Niederdeutsche Beobachter“ erfährt, hat der Hauptausschuß der Gemeindeverwaltung Arendsee beschlossen, allen jüdischen'Besuchern die Benutzuug des . Strandes innerhalb der Grenzen des Badeortes, der Seelandjingsbrücke, der Lesehalle und des Konzertgaiteus zu verbieten. . Zu der auch von uns veröffentlichten Mitteilung der „Katholischen Korrespondenz,** über Kardinal' Faulhäbe.rs Buch „Germanentum, Judentum, Christentum“ veröffentlicht die Führung des Oberbannes I 21 Süd-Baden der Hitlerjugend folgende Richtigstellung: „Bei der Besprechung des Ortsfachgruppenführers des Buchhandels in Freiburg mit dem Leiter der Polizeidirektion handelte es sich nur darum, ob die Polizeidirektion ihre Bedenken gegen den Verkauf des Faulhaber-Buches eventuell zurückstellen würde.. Die der Hitlerjugend gegenüber abgegebene* chrenwörtliche Erklärung der Faclischaftsmitglieder des Freiburger Buchhandels, von einem Wiederverkauf des Buches Abstand zu nehmen, besteht nach wie vor.“ * Zu dem S p r en gs t o f f a n s c h 1 a g, der kürzlich auf •das Max Reinhardt gehörende S c h I o ß Leopoldskron bei Salzburg verübt wurde, wird jetzt bekannt, daß der Abwurf .von drei Böllern und einer Bombe fast sämtliche Fensterscheiben,' mehrere Türen und kunstvoll bemalte Fenster zerstört habe. .Max R e i n ho r d t sei zur Zeit des Anschlags im Schloß gewesen. **. * Die jüdischen Studierenden an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bukarest haben in einer Eingabe an die Regierung Klage geführt, daß sie durcli antisemitische Umtriebe an dem regulären Besucli der Vorlesungen gehindert werden. Ministerpräsident Tatarescu wird gebeten, Maßnahmen gegen die Terrorisierung jüdischer Studenten zu treffen. * Nach einer vom ungarischen Kultusminister erlassenen Verordnung wird die Abhaltung einer israelitischen La n des Versammlung zwecks entsprechender Modifizierung und Ergänzung des veralteten Kongreß-Status vom Jahre 186S angeordnet. In der Regierungsverordnung werden zwei wichtige staatsrechtliche Prinzipien festgelegt, indem ausgesprochen wird, daß der ungarländischen israelitischen Konfession eine gesetzliche A u t on o m i e gebührt und1 daß, unbeschadet der Organisationsspaltung im ungarischen Judentum, nur eine einzige jüdische Glaubensgemeinschaft besteht. * Wie aus Saloniki gemeldet wird, Wurden im Hinblick auf die jüngsten judeiifeindüchen Ausschreitungen in Castoria strenge Maßnahmen zur Verhütung weiterer Exzesse getroffen. Der Rädelsführer der Ausschreitungen, der den Sohn des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde schwer verletzt hatte, ist verhaftet worden. * In Warschau ist es wieder zu schweren judenf cj u d 1 i c Ii en A us s c h re i tu n ge n gekommen, bei denen ein jüdischer Hauseigentümer, Jecheskel Dalmann, den Tod fand. Zahlreiche Juden sind aus dem überfallenen Viertel in das Stadtinnere geflüchtet. Mehrere Teilnehmer an den Ausschreitungen wurden verhaftet. In Kielce wurden nachts die Fenster des Jüdischen Altersheims eingeworfen, wobei einige Insassen durch Steinwiirfe verletzt wurden. Wie aus Jerusalem gemeldet wird, wird Frau Sima Arlosoroff nach der Verurteilung Stavskys zum Tode Palästina verlassen.' Zwi Rosenblatt, der bekanntlich freigesprochen wurde, ist aus Kfar Saba abgereist, weil dort handgeschriebene Anschläge mit Drohungen gegen ihn -angebracht worden waren. In Jeszow* bei Lodz ist im Alter von 94 Jahren der jüdische Veteran 'Joseph Fuchs gestorben, der an den polnischen Freilieitskämpfen von 1S63 teilgenommen hat. Er fiel in die Hände der Kosaken, die ihn zum Tode verurteilten; im letzten Augenblick jedoch gelang es ihm, zu entfliehen. Bis zu seinem Tode erhielt er eine Rente' von der polnischen Regierung. Ans den Gemeinden Dresden. Der jetzt 30 Jahre bestehende Kinderhort betreut täglich etwa 80 Kinder. Daraus ergibt sich die dringende Notwendigkeit, dieser sozialen Einrichtung sofort ansehnliche Mittel zuzuführen. Trotz aller Anerkennung, die der Hortarbeit immer von neuem zuteil wird, fehlen in diesem Jahre erstmalig sogar die Mittel,' Kinder zum Ferienaufenthalt in das unweit vom Weißen Hirsch gelegene Gemeindeerholungsheiiri in Oberrochwitz zu schicken. Die Finanzlage des Hortes ist so schwierig; daß selbst bei einfachster Führung die Aufrechterhaltung des Betriebes nur noch wenige Monate möglich ist, wenn nicht durch größere Geldspenden eine Änderung dieses ' Zustandes herheigeführt wird. Dazu soll u. a. der Vertrieb von Gratulatiönskarten beitragen, die der Hort mit der Bitte .lierausgibt, sie an Stelle von Blumen und Festgeschenken zu verwenden. Als erste Wohltätigkeitsveranstalhmg für den Hort fand im Rochwitzer Erholungsheim ein gutbesuchtes Kinderfest unter, dem Motto „Helft uns helfen!“ statt, dessen Ertrag der Hortkasse zufließt. — Vor zahlreichen Kameraden und Gästen der Ortsgruppe des R.j.F. sprach Dr. L o e \v e, der Teilnehmer der Wegener-Polar-Expedition, über Grönland und das Inlandeis. Der Gruppenvorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Wienskowitz, betonte, welche Freude, und Genugtuung es in jüdischen Kreisen äuslösen müsse, daß ein deutscher Jude hervorragenden Anteil an weltbedeutenden wissenschaftlichen Forschertaten nehmen konnte. Frankenberg. Hier verstarb nach längerem Leiden der Kreisvorsteher Herr Isak Marx. Für die kleinen Gemeinden des Kreises Frankenberg war der Entschlafene mit vorbildlicher Gewissenhaftigkeit der.hilfsbereite Sachwalter. An der Bahre würdigten Provirizialrabbiner Dr. Cohn, Marburg, und Lehrer Stern, Frankenberg, das Wirken des Verblichenen für die jüdische Gemeinschaft. - * Kassel. Am 12. Juni beging Justizrat Dr. M. Rotlifels seinen 80. Geburtstag. Seit fast drei Jahrzehnten steht der Jubilar an der Spitze des Vorsteheramts der Israeliten in Kassel, dem er auch heute noch trotz seines hohen Alters eifrige Mitarbeit leistet. Für die religiösen Belange der dem Vorsteheramt der Israeliten -unterstellten Gemeinden, für die Erhaltung ihrer Institutionen setzte er sich stets mit Energie und Tatkraft ein, und viele gemeinnützige Vereine zählten ihn seit Jahrzehnten zu ihren rührigsten Mitgliedern und Förderern. Aus dem Kreise seiner Bekannten wurden dem körperlich rüstigen und geistig regsamen Jubilar beim Eintritt ins neunte Jahrzehnt mancherlei Aufmerksamkeiten bereitet. Alarinheim. Im großen Saale des Casino fand hier im Zusammenhang mit der beabsichtigten Gründung eines Schulvereins eine ungewöhnlich stark besuchte Kundgebung der Reichsvertretung der deutschen Juden. statt, bei der Ministerialrat Dr. Hirsch über Wirken und Wollen der Reiclisvertretung sprach. Vorher hatte Stadtrabbiner Dr. Grünewald über, den neuen jüdischen Menschen von heute und den Willen B Kleider Kurfürstendj Eigene Ateliers im Hause Vetter-Sobantf; Strickwaren Kurfürstendamm 153 (Universum) Hüte Q J 7, 4902 H zur Autorität, wie er sich in der Reichsvertretung symbolisiere, gesprochen. Musikalische Darbietungen der Instrumentalgemeinschaft und des Svnagogenchors umrahmten die Kundgebung, wobei man unter Kapellmeister Sinzheimer auch erstmals eine von Hugo Adler geschaffene wirkungsvolle Orchesterbearbeitung des Adon olom hörte. k. s. Dem Hilfsverein der Deutschen Juden wird mitgeteilt, daß die Einreise von 50 deutsch-jüdischen Familien, bestehend aus Vater, Mutter und Kindern unter 21 Jahren, nach Chile gestattet werden soll. Jede der Familien muß außer den Reisekosten bei der Landung im Besitze einer Summe von mindestens 2000 Mark sein. In Betracht kommende Personen, hauptsächlich Handwerker und Techniker, können sich unter Angabe ihrer Personalien an die Zentrale des Hilfsvereins der Deutschen Juden in der Martin- Luther-Straße 91 und an die Beratungsstelle des Hilfsvereins der Deutschen Juden, Oranienburger Straße 31, wenden. Die Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung der Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsriachweise sucht dringend handwerkliche Lehrstellen für Knaben und Mädchen für sofort. Außerdem werden Paten, die bereit sind,'die Jugendlichen durch Zuzahlung von Lehrbeihilfen zu unterstützen, gesucht. Sprechstunden der Berufsberatung finden statt: Montag bis Freitag, außer Mittwoch, Rosenstr. 2 4, für Knaben: von 9.30 bis 12. 30 Uhr; ausnahmsweise finden die Sprechstunden für Mädchen bis einschließlich 15. Juni 1934 Montag, Dienstag und Mittwoch nachm, von 3 bis 4 Uhr statt. Westen-Sprechstunde: für Knaben und Mädchen: Donnerstag, nachm, von 4 bis 7 Uhr, Bleibtreustr. 2. ■-Schlosserei -VIOMIIIIAlAf 'liiullirh Knsfnuiruchl-yj. Samt!. iw’/«- -ftieilipiicrei M.V». luuhtuitn b!H. Pr*L<ti Feyerabend, C 25 Kl. Alexanderstr. 16 Fordern 5>e mu rr-