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Jüdisch-liberale Zeitung · 1934-05-25 · 42 (25.5.1934) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
42 (25.5.1934)
Date
1934-05-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Aus Berlin: ln der Synagoge PrinzregentenstraBe 11 Mädchen wurden eingesegnet Am ersten Tage Schowuaus fand in der Synagoge Prinzregentenstraße zum ersten Mal seit'Bestehen dieses Gotteshauses die Einsegnung von elf Mädchen statt. Nachdem Rabbiner Dr. Swarseusky die zehn Gebote in deutscher Sprache vorgelesen hatte, trug jedes der Mädchen eine ausgewählte Stelle aus dem alten Schrifttum und der neuen jüdischen Literatur vor. In seiner formvollendeten, tief zu Herzen gehenden Predigt zeigte Dr. Swarsensky die Bedeutung der sinaitischen Offenbarung für das Kulturleben der ganzen Menschheit auf, und gab der Freude Ausdruck, daß junge jüdische Menschen an diesem Tage ihr Treuebekenntnis zum Judentum ablegen. Er ermahnte die Mädchen, stets ihr Judentum zu wahren und wie die Voreltern Bescheidenheit und Einfachheit zum Grundsatz ihres Lebens zu machen und in Arbeit Befriedigung zu suchen. Mit den Worten des Priestersegehs, mit dem er seine und der ganzen Gemeinde Wünsche verband, schloß die'eindrucksvolle Feier. Nach dem Gottesdienst fand im Trausaal ein Empfang der Gemeindebehörden für die eingesegneten. Mädchen und ihre Angehörigen statt. Namens des Gemeindevorstandes sprachen Moritz Rosenthal, im Aufträge der Repräsentantenvcrsammlung Rechtsanwalt Heinrich Stern und im Aufträge des Synagogenvorstandes der Synagoge Prinzregentenstraße Dr. Gach herzliche Worte an die eingesegneten Mädchen. Die Einsegnung war erst nach Oberwindung von .Hindernissen zustande gekommen, sie hat aber gezeigt, daß "die Verbindung der Jugend mit dem Gotteshaus und der Gemeinde durch diese Neueinführung gefördert wird. G. Al. Lestle E. Edgar M. A., Hilfsrabbiner der Jüdisch-liberalen Synagoge in London, schildert hier die vielseitige Aktivität des liberalen Judentums in England: Von Predigten, Tanz und schriftlichen Anfragen an den Rabbiner London, im Mai. Die Gemeinschaft von Juden und Christen Rabbiner Dr. Jelski tritt in den Ruhestand Im Gotteshaus der JüdischcnReform gemeinde, das anläßlich des Wochenfestes festlich mit Blumen geschmückt'war, hatte sich am vergangenen Sonntag eine Zuhörerschaft eingefunden, um von ihrem Prediger Dr. Julius Jelski, .der 37 Jahre dort gewirkt hat und jetzt in den wohlverdienten Ruhestand tritt, Abschied zu nehmen. -Mit bewegten Worten schilderte Dr.‘ Jelski den •Beginn seiner Tätigkeit bis zum Tage seines Ausscheidens. Nicht auf Äußeres habe er Wert gelegt, er habe vielmehr eine Berufung in sich gefühlt, die er versucht habe, seiner Gemeinde zu vermitteln. So habe er gewirkt und so habe er seine Stellung in der Jüdischen Reformgemeinde aufgefaßt. Wenn er nun aus dem ihm liebgewordenen Amte scheide, so möchte er mit dem Dank, den er allen aussprach, seiner Gemeinde ein Wort mit aiif den Weg geben, das ihr als Motto dienen möge: „Seid b es c h c i d e n.“ . Für die heutige J-C&ivere- Gegenwart, so führte er aus, könne er sich nichts Schöneres wünschen. Nach dem Gebet und Segen für Vaterland und Gemeinde sprach der stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Reforingemeinde, Direktor Hermann Lipschitz, Worte des Dankes und der Anerkennung, Berta- Marie Katsch insky sprach für die ehemaligen Schüler und Prediger Dr. Karl R o s c n t h a 1 für seine Amtskollegen. Aus allen Reden klang die Wertschätzung und Achtung hervor, die sich der Scheidende in den vielen Jahren seines Wirkens erworben hatte. Wir wünschen und hoffen, daß er, noch, viele Jahre für unser Vaterland und fürunseren Glauben, für Deutschtum und Judentum, wirken möge. - - A. H. 60 Jahre Taubstummenanstalt Aus Anlaß des 60jährigen Bestehens der Israelitischen Taubstummenanstalt und des 50jährigen Jubiläums des Vereins Freunde der Taubstummen, Jedide ilmim, fand in der Anstalt eine schlichte Feier statt, zu der sich neben vielen Freunden Vertreter verschiedener Organisationen, unter,denen allerdings die Jüdische Gemeinde fehlte,: eingefunden hatten. In seiner Ansprache schilderte Ludwig Ginsberg den Werdegang des Vereins, der der Anstalt .erst eine sichere Grundlage gab, und gedachte dabei dankbar all der Männer und Frauen, die für die Anstalt zum Segen gewirkt haben. Es sprachen ferner Direktor Dr. Reich, Erwin Kaiser, Moritz Deligtisch. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte der erste Vorsitzende der „Ehemaligen“, Richard Meyer, einen silbernen Kidduschbecher mit Widmung. Rechtsanwalt Lipschitz gab sodann die Ernennung der Herren Ludwig Ginsberg und-Max Rvchwalsky zu Ehrenmitgliedern bekannt. Ein Reigen, die Aufführung von Bildern aus der Geschichte der Anstalt und der Joseph- ' geschichte durch;Kinder sowie Chorgesang beschlossen die eindrucksvolle Feier. - Zu Ehren der langjährigen Vorsitzenden des Hilfsvereins für die jüdischen Taubstummen, Johanna Löwenberg, die 'demnächst Deutschland verläßt, hat der Vorstand des Vereins zur Förderung der Interessen der Israelitischen Taubstummen Deutschlands E. V. beschlossen, um das Andenken an die Wirksamkeit Johanna Löwenbergs lebendig zu erhalten, eine —Stiftung zu errichten, dje den Namen „Frau Johanna Löwenberg-Stiftung“ tragen j soll. Es wurde hierfür ein Kapital bereitgestellt, dessen Zinsertrag an besonders bedürftige jüdische Taubstumme verteilt werden soll. Erwerbt die Beitragskarte für! Hilfe und Aufbau! Der Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau und 'in seinem Aufträge die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden führen] jn diesen Tagen die Beitragskarte für Hilfe und Aufbau in. die jüdischen Gemeinden ein. Ziel der -Beitragskarte ist, daß jedes Mitglied der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland mithelfcnd und mittragend an der Arbeit der [jüdischen - Wohl fahrtspflege und an den andern Werken von Hilfe und Aufbau teilnimmt. Die monatlichen: Beiträge — von 25 Pfg. bis 3 Mark — sind so bemessen, daß keiner von der gemeinsamen Arbeit ausgeschlossen ist. Alle in den Gemeinden, Männer, Frauen und Jugend, Vereine und Bünde, werden aufgefordert, mit allen ihren Kräften mitzuwirken. Die Beitragskarte ist. ein Ausdruck desjüdischen Lebens- und Gemeinschaftswillens, -der Verantwortung und des Opfers. Unter dem - Titel „Roskin’sches Kammerorchester“ hat der Chordirigent Janot S. Roskin eine Orchestergemeinschaft ins Leben, gerufen. Dieses Orchester wird u .a. mit Beginn der kommenden Saison bei der vom Roskin’schen Gemischten Chor E. V. vorbereiteten Aufführung! des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn zum: ersten Mal in größerem Rahmen vor die Öffentlichkeit treten. Für diese Aufführung hat Kammersänger Hermann Jadlowk e r die Tenorpartie übernommen. Berufsmusiker und stimmbegabte Damen und Herren werden heu aufgenommen. Meldungen beim Dirigenten Roskin, Berlin-Wilmersdorf, Bayerische Straße 23 (J 2 Oliva 66S3). Wenn man über die Tätigkeit des liberalen Judentums in England berichten will, ist es vielleicht das beste, mit einem allgemeinen Bericht über die Liberale. Hauptsynagoge in London und ihre Arbeit zu beginnen. Der Jahresbericht der Synagoge ist gerade herausgekommen und zeigt eine Fülle sehr verschiedener Aufgaben, deren sich die Synagoge unterzieht. Einige dieser Aufgaben sind .schon deshalb von mehr als örtlichem Interesse, weil im Juli die Weltkonferenz des re 1 i g i ö s -1 iberalen Judentums in London abgehalten wird,- und hoffentlich einige deutsche Delegierte bei den Sitzungen in der Synagoge anwesend sein werden. Gottesdienst am Sonnabend und Sonntag Jede Woche werden in der Synagoge Gottesdienste, und zwar am Sabbat und am Sonntag abgehalten. Außer diesen Gottesdiensten werden während der ganzen Woche die verschiedenartigsten Grupperiarbeiten geleistet, die Arbeit für jede Art von Interesse geben. Da gibt es z. B. Diskussionsgruppen für die Jugend, bei denen religiöse und soziale Probleme gemeinschaftlich mit den Rabbinern durchgearbeitet werden. Eine Diskussionsgrüppe von Männern trifft sich einmal im Monat abends, wobei ein Sachverständiger ein einleitendes Referat über irgend ein Thema von aktuellem Interesse gibt, und woran sich dann eine Diskussion schließt. Ein Frauenbund der Synagoge arbeitet auf sozialem und Wohlfahrts-Gebiet. Die Jüngeren-Gruppe, die über 200 Mitglieder hat, soll den jüngeren Mitgliedern der Synagoge Gelegenheit geben, sich gesellschaftlich zu treffen. Jeden Montagnachmittag bringt ein Nähkränzchen 20 bis 30 Frauen zusammen, um Kleidung für Arme anzufertigen. Dr. Mattuck, der erste Rabbiner der Synagoge, hat außerdem am Sonntagnachmittag im letzten Winter eine Reihe von Vorträgen über Grundfragen des Judentums gehalten. Die erste elektrisch betriebene Orgel Wir könnten sicherlich all diese verschiedenartigen Aufgaben nicht bewältigen, wenn wir nicht das großartige Gebäude besäßen, das uns reichlich Raum gibt, sogar verschiedene Zusammenkünfte zur gleichen Zeit abzuhalten. Die Synagoge selbst ist die größte Englands und faßt ungefähr 1400 Menschen. Sie ist nebenbeigesagt auch ganz eigenartig im Bau und in der Ausstattung; fast herbe mit ihren breiten hellgrauen Wänden, aber sehr hell und voll beleuchtet durch ihre Mittelkuppel. Das Gestühl von hellem Holze erhöht diesen lichtstarken Eindruck. Die heilige Lade an einer Wand der Synagoge, auf niedriger Plattform von dunklem Eichenholz stehend, schließt die Synagoge nach der einen Seite völlig ab. Es dürfte von Interesse sein, daß die Synagoge die erste elektrisch betriebene Orgel Englands besitzt und daß ein gleiches Modell von der Groß-Britannischen Radio-Kompagnie erst kürzlich gebaut worden ist. ' Tanz in der Montefiore-Halle Außer dem gottesdienstlichen Raum selbst befindet sich im Erdgeschoß die Montefiore- Halle, so genannt zu Ehren unseres Präsidenten Claude Montefiore. Sie enthält eine vollkommen ausgestattete Bühne und einen Raum zum Tanzen für die Jugend. Sie faßt ungefähr 400 Menschen und ist an den hohen Feiertagen neben dem Gottesdienst in der Synagoge mit Besuchern überfüllt. An die Halle schließt., sich ein Raum an, der namentlich für Vorträge benutzt wird, der aber in Wahrheit als Laubhütte gebaut ist. Er ist so eingerichtet, daß der Himmel durch eine Öffnung des Daches gesehen werden kann und hat Gitterwerk an den Wänden, das zu den Laubhüttenfeiertagen "völlig mit Blumen, Früchten und Blättern umrankt wird. Im Obergeschoß ' ist der Vorstands-Sitzungssaal, in dem sich auch eine große Bibliothek befindet. Hier hängen u. a. Bilder der Mitglieder unseres Vorstandes Claude Montefiore, Lionel Jacob, eine Plakette von Miß Montagu und das Bild von Dr. Mattuck, das die Gemeinde, ihm kürzlich zu seinem zwanzigjährigen Amtsjubiläum geschenkt hat. Dieser Raum wird übrigens nicht nur für Vorstandssitzungen benutzt, sondern auch für Zusammenkünfte aller Art und kleine Konferenzen. Hier hat kürzlich z. B. eine formlose Zusammenkunft von Förderern der Jüdischen Universität stattgefunden. Es befinden sich in diesem . Stockwerk noch sieben große Räume, die am Sonntag von etwa 100 Schülern der dort eingerichteten Religionsschule besucht werden. Alltalirhl G- Gabriel. Seit über 10 Jahren Spezialhaus HUIUlltlll für elektr.Autoausrüstungen. Repar. alle Lichtu. Zündanlag. Amerik. Licht-Zünd Dienst. Bosch-Reparaturen. Batterie-Werkst., Ladestation. Leihbatterien für jed. Wagen. Berlin - Wilmersdorf, Wexstraße 49, Ecke Kufsteiner Straße __H 6. 5033 _ Bei dem Raumüberfluß können in unserem Haus nicht nur unsere eigenen Arbeiten geleistet werden, wir geben vielmehr, auch Andern die Möglichkeit, unser Gebäude in Anspruch zü nehmen. So'hält die Gesellschaft zur Förderung des Völkerbundes („Society of the League of Nations“) häufig ihre Versammlungen in unserer Halle ab, und die meisten der Versammlungen der „Gemeinschaft von Juden und Christen“ werden in unserm Hause äbgehalten. Diese Organisation, deren Gründung in hervorragendem Maße auf die Leiter unserer Synagoge zurückgeht, bezweckt, Verständnis zwischen Juden und Christen dadurch zu erwecken, daß man sich gegenseitig die Möglichkeit gibt, sich weltanschaulich zu unterhalten, wobei jeder Versuch gegenseitiger Bekehrung strengstens verpönt ist Diese Gesellschaft hat sich aus kleinen Anfängen einen ziemlich bedeutenden Einfluß im englischen religiösen Leben errungen; sogar der ErzbischofvonYork, nach dem Erzbischof von Canterbury das Haupt der Kirche %'on England, ist jüngstens dem Vorstand der Gesellschaft von Juden und Christen beigetreten, deren Vorsitzender Dr. Mattuck ist So werden Besucher unseres, schönen Gebäudes stets unter dem Eindruck stehen, daß, wann auch immer sie die Synagoge besuchen, irgend .eine Tätigkeit darin ausgeübt wird. Auch Nichtjuden hören die Predigten Ober den Sabbat-Gottesdienst braucht nichts gesagt zu werden. Er ähnelt dem Gottesdienst der Reformgemeinde in Berlin (mit etwas stärkerer Betonung'des Hebräischen); Der Sonntagsgottesdienst jedoch ist in mancher Beziehung - einzigartig. Die Predigt nimmt eine besonders wichtige Stellung in diesem Sonntagsgottesdienst ein. Sie behandelt immer Fragen religiöser und sozialer Art, die sich a n Zeit Verhältnisse anlehnen und die Juden und Christen gleichmäßig interessieren. Selbst wenn . das Thema ein spezifisch jüdisches ist, pflegt . es gewöhnlich so gehalten zu sein, daß auch Christen Anteil daran nehmen. So hat z. B. Dr. Mattuck kürzlich bei diesem Sonntagsgottesdienst zwei Predigten gehalten über das Thema: „Was schulden sich Judentum und Christentum gegenseitig?“ Die erste Predigt behandelte die Schuld des Christentums an das Judentum, die zweite umgekehrt die Schuld des Judentums an das Christentum; übrigens ein sehr heikles Thema, das wahrscheinlich kein anderer Rabbiner in England sich zu behandeln getrauen dürfte. Oft versuchen die Predigten, das religiöse Moment bei Fragen öffentlichen Interesses herauszuarbeiten, wie z. B. die „Sterilisation von Geisteskranken“, die „Zukunft der Demokratie“, „Religion und Faschismus“, um nur einzelne Themen von Sonntagspredigten der letzten Zeit zu nennen. Der Charakter der Predigten ist übrigens zum Teil dadurch bestimmt, daß neben Juden auch eine recht beträchtliche Zahl von Nichtjuden dem Sonntagsgottesdienst beiwohnen, während natürlich die Sabbatgöttesdienste ausschließlich von Juden besucht sind und den ausgesprochen jüdischen Charakter des Sabbats betonen. Die durchschnittliche Besucherzahl der Gottesdienste am Sabbat beträgt zwischen 150 und 300, an Festtagen bis zu 1000 Personen. Der Sonntagsgottesdienst wird kaum weniger als von 300, meistens jedoch von mehr als 500 Personen besucht. Anfragen an den Rabbiner Auch bedeutende nicht jüdische Sprecher haben bereits in diesen Sonntagsgottesdiensten Ansprachen gehalten, insbesondere. solche, die im religiösen und wissenschaftlichen Leben Englands eine Rolle spielen. < Während . die Round-Table-Konferenz über Indien in London abgehalten wurde, predigte sogar eine der indischen Delegierten, Miß Särojini Naidu, in unserer. Synagoge. Häufig werden die Sonntagsgottesdienste von ausgezeichneten jüdischen Musikern.verschönt. Der bezeichnendste Charakterzug dieser Gottesdienste ist aber, daß nach der Predigt jedes Mitglied der Gemeinde berechtigt ist, schriftliche Anfragen dem Rabbiner zuzusenden, der sie dann öffentlich beantwortet. (Ein zweiter Artikel folgt.) Der südwestdeutsche Rabbinerverband tagte Errichtung eines Synhedrions! Mannheim. Unter dem Vorsitz des Rabbiners Dr. Lazarus', Wiesbaden, trat hier der Südwestdeutsche Rabbiner- Verband, der jetzt 40 Mitglieder, liberale und konservative, zählt, zu einer Tagung zusammen. Nach-kurzen Begrüßungsworten des Vorsitzenden, der zugleich einen Geschäftsbericht gab, folgten warme Begrüßungsansprachen des Vertreters des Synagogenrates der Israelitischen Gemeinde Mannheim, Herrn Oberrat Hartog, des Vertreters der August-Lamey-Loge, Rabbiner Dr. Lauer, und des Herrn Stadtrabbiners Dr. Grünewald. In allen Reden klang der Wille zur Geschlossenheit innerhalb des deutschen Judentums durch. Nach einem Referat des Rabbiners Dr. Sch iff er, -Karlsruhe,' über „Kontemplation und Exerzitium als religiöse Notwendigkeit“ er-

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