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Jüdisch-liberale Zeitung · 1934-04-24 · 33 (24.4.1934) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
33 (24.4.1934)
Date
1934-04-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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unserer Kartothek in. den verschiedenen Abteilungen rund 20000 Menschen. Auch jetzt ist unsere Inanspruchnahme noch außerordentlich stark. Im Monat Februar wurden wir (ohne Arbeitsnachweis) von 3713 Menschen in Anspruch genommen, von denen 1208 erstmalig zu uns kamen.“ ' ~ Wir sind kein Bankinstitut „Auf Ihre Frage, welche finanziellen Mittel bisher aufgewendet wurden,fährt Woyda fort, „möchte ich nicht antworten. Icli darf aber wohl das Eine sagen: alle Anträge, die ■ sich als wirtschaftlich vertretbar erwiesen, und deren finanzielle Wünsche in den Rahmen einer wirtschaftlich-charitativen Stelle sich einfügten, konnten erfüllt werden. Aus Mangel an Mitteln brauchten Ablehnungen nicht zu erfolgen. Natürlich sind wir kein Bankinstitut. Wenn also beispielsweise jemand au uns herantritt und von uns ein Dar lehn von 20 000 Mark wünscht, so hat er sich in unserer Potenz, geirrt. Auch in solchen Fällen bemühen wir uns aber um die Erschließ u n g ge eignet ct Hilfsquellen, wenn uns das angebracht erscheint. Daß — neben Anerkennung unseren: Tätigkeit — auch oft herbe Kritik an unserer Arbeit geübt wurde, hat uns niemals verbittert, sondern stets nur zu nochmaliger Nachprüfung der Fälle Anlaß gegeben. Alle Geldliergaben von uns erfolgen jetzt nur noch in der Form von Darlehen. ' Beihilfen werden nur noch in ganz besonders gelagerten Ausnahmefällen gewährt. Hinsichtlich der Finanzierung unserer Arbeit'darf ich folgendes, sägen: Alle Personalausgaben und Büro-Unkosten unserer Stelle werden aus dem Steueraufkommen der Jüdischen Gemeinde getragen. Die Sachausgaben werden zum kleinen' Teil aus Sammlungen der Berliner Jüdischen Gemeinde, zum größeren Teil aus den Sammlungen des Zentralausschusses für Hilfe und Aufbau finanziert.“ Berufsumschichtung — eine Notlösung Die Frage nach den Erfolgen der Wirtschaftshilfe bei der Berufsumschichtung wird von Woyda folgendermaßen beantwortet: . , „Die Berufsumschichtung ist nur eine Notlös ungfür etwa 10 Jahrgänge. Für diese hat sie sich als außerordentlich segensreich erwiesen. Besonders günstige Erfahrungen haben wir mit der Umschichtungder Frauen gemacht. Durch die Zusammenarbeit unserer Berufsumschichtungsabteilung mit unserem Arbeitsnachweis waren wir in der Lage, ein gut Teil der Kurse immer nach den uns bekannten Bedarfszahlen des Arbeitsnachweises ein/urichten. Dadurch wurde gewährleistet, daß nach-intensiver Anlernling in dem Umschichtungskursus eine Einreihung in" den Arbeitsprozeß herbeigeführt werden konnte. Vom Standpunkt der künftigen Berufsgliederung der deutschen Juden ist es bedauerlich, daß ein großer Teil der Umschichtler die Berufsvorbereitung für andere Länder Trifft. Besonders betrüblich ist, daß die Ansiedlung von Juden in Deutschland zur Zeit noch nicht möglich erscheint, obwohl wir ja gerade auf eine weit stärkere berufliche Betätigung von deutschen Juden in der deutschen Landwirtschaft hinsteuern müssen. Fast noch wichtiger als die Arbeiten der Berufsumschichtungsabteilung erscheint mir unsere Berufsberatungimd ~L eh rsTe 11 en v e r in i 111 u n g. Denn hier wird Entscheidendes für die künftige Berufsgliederung der deutschen Judenhcit geleistet. Die Eingliederung in den Arbeitsprozeß Wir haben' hei Verkündung der neuen Arbeitsschlacht durch den Reichskanzler einen Sonderdienst eingerichtet, Ulli insbesondere bei jüdischen Arbeitgebern darauf hinzuwirken, daß sie, soweit ihnen das irgend möglich ist, neue Kräfte einslelleu und dabei sich auch der Verpflichtung gegenüber jüdischen Arbeit n’e h m e r n bewußt bleiben. Wir benutzen jede Gelegenheit, in der uns eine Kitte vorgetragen wird, darauf hinzuwirken, daß als Gegendienst, auch jüdische Arbeitnehmer eingestellt werden. Die Eingliederung der Juden in den Arbeitsprozeß ist unser alle Entscheiz.u dem Mitarbeiter der'.„Jüdisch-liberalen Zeitung“, „wenn I II L 1 I d 1 I I ich 'sagenschwerster Existenzkampf in vielen Klein- und Mittelgeiueinden, Entschlossenheit und Behauptungswillen in den Großgenieiiidcn. Haben die Pläne’der Reichsregierung zur Verminderung der Arbeitslosigkeit 'weiterhin Erfolg, so teil haben. Der Kampf um das Arierprinzip, in der Wirtschaft ist von der Regierung eindeutig entschieden. Gewiß wird der bisherige Lebensstandard weiter jüdischer Kreise nicht mehr dem der Vergangenheit gleichen, und unzweifelhaft wird in ,Zukunft eine neuartige Berufsgliederung der deutschen Judenhcit herheigefülirt werden müssen. Ohne Hoff-, nung auf eine Zukunft wäre unsere Arbeitunmöglich. Sie kann nur geleistet werden, wenn in uns ein starker Glaube vorhanden ist, daß den deutschen Juden auch eine wirtschaftliche Zukunft in Deutschland sein wird.“ Der Sportverkehr zwischen deutschen und jüdischen Vereinen öffentlichte ./. übe risclu . niserer letzten Niini den Spielverkehr der jüdischen Sport- ' Sportvereinen ’ des Deutschen FußbalUiundes Makkabikreis bereit.. .... ... _ _. „. ... Deutschen Sporfbehürde und am 10. März d. J. vom Deutschen Fußbällbuud die' Genehmigung zum Austfagcn von Wettspielen gegen die Vereine dieser Verbände erhalten hat. Am 13. Mai spielt Bgr-Kochba-Hakoah, Berlin, mit drei Fußballmannschaften gegen Corso auf dem Sportplatz am Schäfersee. Weitere Spiele stehen vor dem Abschluß. Es wird gemeldet : Die Lügenabwehrzentrale der NSDAP, teilt mit: „Von interessierter Seite 'wird das Gerücht verbreitet, der Reichsjugendführer Baldur von Schirach heiße in Wirklichkeit Schmitt, und seine Mutter sei Jüdin, Es bedarf keiner Erwähnung, daß es sich bei dieser Behauptung um eine plumpe Zwecklüge handelt, die die Herabsetzung ,der Person des7 Reichsjugendführers in den Augen der Angehörigen der Jugendbewegung zum Ziele hat.“ Es wird darauf hingewiesen, daß gegen die Verbreiter der Lügenmeldungen in Zukunft in jedem Falle vorgegangen werde. Der Adelsmarsehall der Deutschen Adelsgenossenschaff hat,-der Frankfurter Zeitung zufolge, nach Rücksprache mit dem Reichskanzler die.Vorlegung von Ahnentafeln bis zum Jahre 1750 zurück angeordnet. Im Zug dieser Anordnung, von der etwa 1, 5"/o der Mitglieder der Adelsgenossenschaft betroffen sein sollen, haben diejenigen ausschciden müssen, die selbst oder deren Ehegatten den neuen Bestimmungen der Deutschen Adelsgenossenschaft in Bezug auf Reinblütigkeit nicht entsprechen. Nach einer Meldung aus Warschau wurde eine Gruppe agudistischer Chalüzim, die sich von Slonim mit einem Autobus nach Warschau begeben wollte, von einem schweren Unfall betroffen. Beim Zusammenprall mit einem entgegen- . kommenden Fuhrwerk stürzte der Autobus um und begrub einen Teil der Passagiere unter sich. Einer der Insassen War sofort tot, zwei wurden in. lebensgefährlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Wie aus Wien berichtet wird, hätte dort dieser Tage' die Haupttagung des Gremiumsder jüdischen-Kaufmann schaft stattfinden sollen. Die Tagung, die eine Loyalitätskundgebung für die Bundesregierung darstellen sollte, mußte aus technischen Gründen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. 'Durch die Zeitungen ging kürzlich eine Meldung, von der auch wir Notiz genommen hatten, wonach der Zutritt zum Luftbad beim Mannheimer Stadion’Nichtariern nicht gestattet sei. Wie hierzu nunmehr aus Mannheim berichtet wird, sei eine derartige Tafel weder am Städtischen- Luft- und Sonnenbad noch am Mannheimer Stadion angebracht worden, und Nichtarier'hätten nach wie vor Zutritt zu dem Luftbad. , Der Vorsitzende des Weltverbandes jüdischer Studenten, Rev. M. L. Perlzweig, nimmt an der bevor- ‘ stehenden Tagung der Internationalen Studentenkommission des Internationalen Instituts für geistige Zusammenarbeit beim Völkerbund in Genf als Führer der jüdischen Delegation teil. Der Tagung wird eine Erklärung über die für jüdische Studenten an manchen Hochschulen bestehenden Schwierigkeiten vorgelegt werden. Wie aus Jerusalem gemeldet wird, ist die Eröffnung des 'Hauptverfahrens im Arlosoroff-Mordprozeß nunmehr endgültig auf den 23. April festgesetzt worden. Es wird mit einer Dauer des Prozesses von etwa -zwei Monaten gerechnet. Die Anklage gegen Abraham Stavsky, Zwi Rosenblatt und Achi Meir lautet auf vorbedachten Mord. Das Berliner Amtsgericht hat, wie die ITA meldet, dea früheren Rechtsanwalt Georg Israel wegen unlauteren Wett-, bewerbs und unbefugter Titelführung zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte war als Nichtarier von der Anwaltsliste' gestrichen worden, trotzdem hat er Briefe an eine Reihe früherer Mandanten, mit seinem Namen und dem Zusatz „Rechtsanwalt“ unterschrieben. Die Bayerische Volkszeitung in Nürnberg entnimmt der Denkschrift des Preußischen Justizministers, Nationalsozialistisches Strafrecht, Berlin 1934, eine Reihe von Gesichtspunkten aus dem Vorentwurf zu einem neuen Strafrecht, der die Entwicklung ahnen läßt, in der diese Reform verlaufen wird. In dem Abschnitt, der sich mit dem Schutz der Rasse befaßt, heißt -es, daß vor allem die künftige Eheschließung von“ rassischen Mischehen durch Reichsgesetz zu verhindern sei. Wie das Frankfurter Volksblatt meldet, hat in Birstein der erste judenfreie Markt im Kreis Gelnhausen stattgefunden. „Es ging,“ so schreibt das Blatt, „jedenfalls auch ohne Juden, und der . Anfang ist gemacht, die fundamentalen Grundsätze innezuhalten,, auf denen unser ganzes wirtschaftliches Leben aufgebaut sein muß: Treue und Glauben im Geschäftsverkehr.“ t» Die Reichsversicherungsanstalt erläutert: Rentenansprüche von Auswanderern Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte hat kürzlich darauf hingewiesen, daß V e rs i c h e r t e.deutscher oder ausländischer Staatsangehörigkeit, die Deutschland verlassen, ilife Anwartschaft nur durch freiwillige Weiter Versicherung, die nach § 21 Abs. 2 des Angestelltenversicherungsgesetzes ohne Rücksicht auf die Staatsangehörigkeit auch vom Auslande aus zulässig ist, aufrechterhalten können. Bei Aufrechterhaltung der Anwartschaft können in Deutschland selbst später die Renten,’ unabhängig von dem zeitweiligen Aufenthalt im Ausland, bezogen werden. Beim. Kentenbezug im Ausland muß zwischen Reichsdeutschen und Angehörigen solcher Staaten, mit denen Gegenseitigkeitsabkommeu bestehen, unterschieden werden. Die letzteren Staaten sind Österreich, Polen und Jugoslawien. Für Reichsangehörige sowie für Angehörige dieser drei Staaten gilt die Bestimmung, daß die Rente auch ins Ausland gezahlt wird. Dabei ist es gleichgültig, in welchem fremden Staat sich der Versicherte aufhält. Hingegen erhalten Niederländer ihre Renten nur überwiesen, wenn sie sich in den Niederlanden aqfhalten. ein, wenn sie sich nicht nur vorübergehend im Ausland Stabschef Rohm vor dem diplomatischen Korps-und der Auslandspresse „BegleiterscheinungenderUmwälzung“ Der Stabschef der S.A. und SS., Keichsminister Ernst Rohm, hat vor dem diplomatischen Korps und der ausländischen Presse über das Thema „Die nationalsozialistische. Revolution und die SA.“ eine Rede gehalten und führte im Rahmen einer Charakterisierung der Wesensgrundlagen des Nationalsozialismus ti. a. folgendes aus: Das Ausland starre oft auf irgendwelche Begleiterscheinungen der Umwälzung und halte Konzentrationslager und die Rückführung der Juden auf den Stand, der ihrem Bevölkerungsanteil entspreche,' für den Nationalsozialismus schlechthin. Es sei erstaunlich, wie milde die nationalsozialistische Revolution mit ihren Gegnern umge- gangen sei zum Unterschied von den Blutopfern, die die französische Revolution gefordert habe. Reichsminister Rohm wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß selbst die Einführung des, Christentums in Deutschland unerhörte Blutopfer gekostet habe; die heidnischen Sachsen seien zu Tausenden habe unzählige'Opfer gefordert, gemessen an den ^Gewalttaten und Greueln, welche andere Weltanschauungen nötig hatten, um sich durchz.iisetz.en; aber der Nationalsozialismus habe mit beispielloser Großmgt und Disziplin von Deutschland Besitz ergriffen. Die Erringung der Macht im Staate sei aber nur ein Teilabschnitt des Kampfes. Die nationalsozialistische Revolution sei ein weltanschaulicher Erzieh u hgsprozeß, der vor langen Jahren begann una erst abgeschlossen sein werde, wenn der letzte deutsche Volksgenosse Träger und Bekenner des Nationalsozialismus geworden sei. katenkammer in Wien, Kantor, und auf die übrigen jüdischen Vorstandsmitglieder der Kammer ausgeübt worden. Während sich die jüdischen Journalisten dem amtlichen Druck beugten, weigerten . .sich die jüdischen Rechtsanwälte, ihre Posten in der.Advokatenkammer niederzulegen. Man rechnet daher damit, daß die Regierung einen- Kommissar für die Juristenkammer bestellen wird, der die von der Regierung gewünschten personellen Änderungen vornehmen soll. Oie der Bismarcks Auf den Artikel „Auch die Bismarcks arisch nicht einwandfrei“, der durch verschiedene Blätter ging, erklärt, wie wir im „Gablonzer Tagblatt“ lesen, die Enkelin von Frau Arr.im-Kröchlendorff, der einzigen Schwester des Fürsten Otto von Bismarck, diese Behauptung auf -Grund adelsgenossenschaftlicher Berichtigung für unwahr. Sie übermittelte diesen Blättern eine Erklärung, in der es heißt: „Die Bismarcks können ihren Stammbaum urkundlich bis 1270 nacliweisen und dartun, daß sie sich vollständig rasserein erhalten haben. Die Gattin des Fürsten Herbert Bismarck ist eine geborene Gräfin Hovos, deren Mutter eine geborene Miß Whitehead, Tochter des Robert Whitehead. Ein James- Wlütehead bekleidete die Stelle eines Vorstandes der und zwar nicht auf Grund seiner rassischen Eigenschaft’ sondern als staatlicher Kommissar, als Oberbürgermeister (Lordmayor) von London, der von Amts wegen den Vorständen aller Religionsgesellschaften angehören mußte, folglich auch der jüdischen Kultusgemeinde. Außerdem aber ist zwischen dem genannten Sir James Whitehead und der Familie Whitehead, der die Gräfin Hoyos entstammt, kein genealogischer Zusammenhang nachgewiesen. Da der Name Whitehead in England nicht selten ist, ist ein solcher Zusammenhang auch nicht unbedingt vorauszusetzen. Die für die Ahnenschaft des Fürsten Bismarck in Betracht kommende Familie Whitehead geht in direkter Linie zurück bis auf-einen 1711 geborenen Geistlichen der anglikanischen Hochkirche, Reverend Thomas Whitehead. Seit Anfang des IS. Jahrhunderts ist sie auf Haslem Hev in der Nähe von Manchester ansässig und zur „landred gentry“ (Landadel) gehörig. Die Stellung des Thomas Whitehead als anglikanischer^ .Geistlicher schließt jüdischen Ursprung Auch auf Seiten der eingeheirateten Ehefrauen liegt keinerlei Verdacht für jüdische Herkunft oder jüdische Blutmischung vor. Übrigens ist die Ahnentafel des Fürsten Bismarck im ersten Bande der bei Perthes in. Gotha gedruckten ausgewählten Edda-Almentäfeln veröffentlicht worden, wie denn der junge Fürst Otto von Bismarck, derzeit Legationsrat in London, sich bereits 1924 der mit der Eintragung in das „Eiserne Buch deutschen Adels deutscher Art“ verbundenen sorgsamen rassischen Prüfung unterworfen hat. Mit diesen Ausführungen,, die die Rassenreinheit der Bismarcks einwandfrei nachweisen, hoffe ich, die Legende von dem jüdischen Blut der Bismarcks endgültig zerstört zu haben Eva von Härtungen geborene von Arnim." Die jüdische Frage in Oesterreich Wien. Alle jüdischen Vorstandsmitglieder der Organisation der Wiener Presse haben auf der hier abgehaltenen Generalversammlung der Vereinigung ihren Rücktritt erklärt. Den betreffenden jüdischen Vorstandsmitgliedern war von amtlicher Seite nachdrücklich nahegelegt worden, auf ihre Ämter im Vorstand zu verzichten. Ein ähnlicher Druck ist auch auf den jüdischen Präsidenten der Advo- Neue Richtlinien des Zentralausschusses Wie der Zentraiausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau mitteilt, hat sich, nachdem sich die Ergebnisse der Arbeit des ersten Jahres überblicken lassen, die Notwendigkeit ergeben, Grundlagen und Methoden der wichtigsten: Arbeitsgebiete einer grundsätzlichen Überprüfung zu unterziehen. Der Zentralausschuß beabsichtigt daher, für alle Arbeitsgebiete neue Richtlinien herauszugeben, die das Ergebnis eingehender Beratungen darstellen. In einer eigens hierfür einberufenen Tagung unter Heranziehung führender Sachverständiger ist zunächst das Gebiet der Beruf s u m sch i chtung und der damit in Zusammenhang stehenden Fragen beraten worden

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