Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 31 (17.4.1934)
- Date
- 1934-04-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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€Lz/s>te, „Sottftw“ nwd jiV3isdW Sp cSricf ci Gle Vor der gemischten Kommission für Ol; bereits kurz berichtet, eine Beschwefdi verbände» aus Westöbcrschlesien gegen dasjv< » Rabbiner- — -___-‘r deutschen Regierung erlassene Verbot der rituellen Sihächtung zur Verhandlung. Es wurde auch die Frage der Zuteilung von Armensachen an nichtarische Rechtsanwälte aufgerollt. Die Beschwerdeführer waren durch Rabb. Prof. Dr. Golihski aus Beuthen und zwei Rechtsanwälte aus Westoberschlesien ver- Die Entscheidung der gemischten Kommission wird - Wege zugelten.— Nach ’e Beschluß der gemischten Kommissic Arzte, denen seinerzeit ihre Tätigkeit an der Knappschaft entzogen worden' war, wiederum als Knappschaftsärzte eingestellt. Die Nachzahlung der Gehälter wurde zugebilligt. - Die jüdische Gemeinde Gleiwitz veranstaltet demnächst _/ bei genügender Beteiligung neue Unterrichtskurse in folgenden Fächern: Anfängerkurse in englischer Sprache (Frau Käthe Ehrlich), Übungen in technischem Rechnen (Direktor Brann), Stenographie (Fr!. Pick), Lackschrift (Zeichner Sam). Das Glciwitzer Gastspiel des ..Kulturbundes deutscher Juden“ mit ,,Sonkin und der Haupttreffer“ entsprach nicht den Erwartungen der Zuschauer. Abgesehen davon, ■ daß die sketschartige Aufführung den Abend nicht ' füllte, kam die grobmaterialistische Tendenz des Stückes nicht dem Fühlen und Denken eines Publikums entgegen, das im - Judentum zumal heute .tiefere Werte sucht. Diese Geistesverfassung hätte der Kulturbund besonders bei seinem ersten jüdischen Milieustück berücksichtigen sollen. Auch die Darsteller vermochten sich — bis auf Kurt* Katsch — nicht in die Mentalität der ostjüdischen Typen hineinzuversetzen, was ja schließlich begreiflich ist. " - Begabte jüdische Menschen haben sich unter der Leitung des Schauspielers Gustav Alexander zur „O h e r s c h 1 e s i - und sind am Sonntag, 8.-April; mit dem dreiaktigen tustspiel „Der Sprung in die Ehe“ (von Reimann und Schwartz) zum ersten Male vor die jüdische Öffentlichkeit getreten. In dem lustigen und an witzigen Einfällen reichen Stück wirkten neben Betty Adler-Rosenbaum und Kurt Lichtenstein in den Hauptrollen noch mit: Salo Landsberger, Walter Rosenbaum, Else Siedner und Erna Gotthelf. Man war angenehm überrascht über die unter erheblichen Schwierigkeiten stabil gebaute und sorgfältig ausgestattete Bühne, die exakte Einstudierung und das natürliche und flotte Spiel der Darsteller. Das Publikum unterhielt sich jedenfalls ausgezeichnet und spendete dankbaren Beifall. — Die Spielschar will in sämtlichen größeren, aber auch in kleineren, oft vernachlässigten Gemeinden Oberschlesiens gastieren und künftig auch Stücke jüdischen Inhalts zur Aufführung bringen. Aus Hamburg und Freiburg Oie Schwestern Lotte und Karla Müller gaben — unterstützt von Werner Jürgen-Singer — im Gabriel Rießer-Saal in Hamburg ein Konzert, das ein verdienter Publikumserfolg wurde. Insbesondere Lotte Müller errang starken Beifall durch den Vortrag eines Melodrams nach dem Andersenschen Märchen „Die Nachtigall“ in der Vertonung von Wintemitz. Ein schmiegsamer Begleiter war Werner Jürgen-Singer, der die Rezitatorin wirkungsvoll unterstützte. Mit weicher, vollet Stimme brachte Karla Müller eine geschmackvoll ausgewählte Reihe insbesondere lyrischer Lieder zum Vortrag, auf die ihr prächtig geschultes Organ ganz besonders abgestimmt, ist. Leute Nachrichten Kammersängerin Frieda Leider -Der Preußische. Ministerpräsident. Göring hat fünfzehn bekannte Berliner Künstler und Künstlerinnen der Staatstheater zu Preußischen Kammersängern beziehungsweise zu Preußischen Staatsschauspielem ernannt. Unter den auf diese Weise Geehrten befinden sich neben Gustav Gründgens, Werner Krauß, Emmi Sonnemann, Schlusnus, Bockeimann, Wittrisch, Maria Müller und Käthe Heidersbach auch Frieda Leider. Die Künstlerin ist erst am Sonnabend von ihrem Gastspiel an der Metropolitan Opera in New York zurückgekehrt und wurde mit dieser Nachricht überrascht. Wie es in der Verlautbarung des Amtlichen Preußischen Pressedienstes heißt, soll die Ernennung der fünfzehn Berliner Bühnenkünstler mit einer langfristigen Bindung an die Berliner Staatsbühnen verknüpft sein. Außerdem erhalten die vom Preußischen Ministerpräsidenten ausgezeichneten Künstler und Künstlerinnen einen Ehrensold. ' ArlosoroH-ProieB vertagt Jerusalem. Das Hauptverfahren im Prozeß gegen die, des Mordes an Dr. Chaim Arlösoroff angeklagten jugendlichen Revisionisten Stavski, Rosenblatt und Achi'Meir, dessen Beginn für den 16. April erwartet worden war, ist auf unbe- ' stimmte Zeit verschoben worden. Abonnementskonzert_ mit hervorragenden Gät.... _ _ _ Mitglied des Frankfurter Opernhauses Benno Z _ „ Tenor Rolf Sander und als-Begleiter Dr. Willy S Der Abend wurde den Hörern zu einem großen Erlebnis und erweckte spontane Begeisterung.' Aus dem reich und schön gewählten Programm seien die eigenartig reizvollen Lieder von Schalit (nach Texten von Jehuua Halevi) hervorgehoben. Die Freiburger „Arbeitsgemeinschaft jüdischer Musiker“ veranstaltete in Basel auf Einladung der dorligen Loge eine musikalische Soiree. Die Vortragstolge, der eine kurze Einführung vorausging, berücksichtigte neben klassischen und vorklassischen Meistern vor allem auch Musik moderner jüdischer Komponisten, Werke von Mahler, Castelnuovo-Tedesco, Ravel und (als Erstaufführung) zwei nur von einem Solocello begleitete, an älteste Synagogalmusik erinnernde Gesänge von Erich Katz. •<■ Wenn Schaufenster beschädigt werden •.. Braunschweig. Nach einer Mitteilung des hiesigen Po- . _ _ lizeipräsidiums sind mehrfach bei Geschäftsleuten die Schau- , ieder- und Arienabend fensterscheiben durch Anbringung von Schimpfworten und Aufschriften mittels ÄtzsäiTre Stark beschädigt worden. Obgleich derartige Schäden von den Versicherungsgesellschaften nicht ersetzt würden, seien die wirklich Geschädigten schließlich nur die Versicherungsgesellschaften; denn durch Ätzsäure werde die Bruchgefahr erhöht. Es werde also damit letzten Endes mir deutsches' Volksvermögen vernichtet. Jüdische Schule in Stettin eröffnet Mit einer Ansprache des Rabbiners Dr. Max Elk wurde die jüdische Schule der Stettiner Synagogengemeinde eröffnet. Dr. Elk unterstrich dabei das Versäumnis, das die Behörden der Errichtung der Schule entgegengebracht haben. Der Vorsitzende der Synagogengemeinde, Justizrat Moritz, sprach den Wunsch aus, daß die Schule, die gegenwärtig drei Grundklassen hat und von etwa 65 Kindern besucht wird, zu einer Pflegestätten jüdischen und deutschen Wissens werden möge.. Staatslotterie Ziehung f. Klasse 20.-21. April Doppel Lose Möbeltransport Merkur Inh. Leopold Abraham I Spez.: Transporte nach Frankreich u. Palästina I ErichLietnch.i.i.”pn'.r.i Heizungs-.Oasu.Wasseranlag. CbirU FfTUchestr. 60 C1 Steinpl. 8862 . Hamar-Rekfame Inh.: Hans Marolzke. Haleasee, Joachim -Friedrich- Straße 21 Anfertigung v. Firmenschildern In Eisen, Glas, Holz und Emaille. Spez.: Transparente. Buchstaben. Ausstellungs- und Messe-Reklame, Leinewandschilder und ■Kraffi-Zigarren ■ ■ Friedrich Knntze H ■ nur König Straße 6a ■ m - Feraspr. B 1 Berolin« 0603 ■ Wlsdierd und PMtteiei M. Kraatz Berlin W 57, Kuriürstenstr. 170 Klslderpflsge W. 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Hauptschriftleiter und verantwortlich für den gesamten redaktionellen Text: Dr. Eugen Tannenbaum, Berlin- -a ...—.—igeiK^G e o r g^Al i c h ael sj> h n, ^Berlin-Charlottenburg. DA 5000 III/34. — Druck: Sonnen-