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Jüdisch-liberale Zeitung · 1934-05-04 · 35-36 (4.5.1934) · page 13

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
35-36 (4.5.1934)
Date
1934-05-04
Page
– (sequence 13)
Language
German
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§>c$vuJjzayz ini ©Ici^ie^pu^vlU c&iief an Sic ,ßiici^Ji-(i{,;catc Siituiiij“ Mannheim, Anfang Mai. Im Mittelpunkt des Interesses steht gegenwärtig auch in unserer Gemeinde die S c h u I f r a g e. Ist. doch hier nun mit ^er zuständigen staatlichen und städtischen Stellen die erste jüdische Schulklasse, die in der Luisenschule untergebracht wurde, und die bereits 61 Schüler umfaßt eröffnet worden. Es ist dies die erste jüdische Volksschul- Klasse hier, die infolge ihrer Stärke in zwei Abteilungen unterrichtet wird. Die Lehrkräfte mit Ausnahme des Religionslehrers, werden-aus staatlichen Mitteln besoldet. Am Abend dieser Klasseneröffnung fand im dicht besetzten großen Saal der Lamej-Loge eine Eltemversammlung statt, Tn der . Rabbiner Dr. Grünewald, der sich besondere Verdienste . in der Schulfrage erwarb, ein ebenso fesselndes wie umfassendes Referat über die ganze Frage der jüdischen Schule erstattete. Sei ihre Aufgabe auch, den jüdischen Menschen zu retten, ihm Form und Haltung zu geben, so werde doch selbstverständlich in ihr deutsche Geschichte, deutsche Literatur kurz deutsches Kulturgut volle Berücksichtigung und Pflege finden. Rabbiner Dr. Unna richtete an die Eltern einen warmen Appell, in der Frage des Sabbath solidarisch zu handeln und den Kindern die religiösen Werte des Sabbath zu retten. Um für den künftigen Aufbau der jüdischen Schule die erforderlichen Mittel aufzubcingen, soll auf Vorschlag von Synagogenrat Stiefel ein Schulverein gegründet werden, m das vorbereitete Gremium für diesen wurden die Herren Dr. Steiner, Dr. Steinfeld, Dr. Kronstein und Professor Darmstädter gewählt. Professor Darmstädter dankte am Schlüsse allen, die sich in der Schulfrage mühten, vor allem Herrn Rabbiner Dr. Grünewald. Besonders verdient um das geistige Leben unseteij Gemeinde, auch im praktischen Sinne, macht sich das Jüdische ZiiaratteicHalm - Apparat« Koatenloae Aufstellung Iri jedem Haushalt mit Jeder .Marke auch Jedes Quantum ohne'Apparat frei Haus. H.ap, Pfalsbil'raaratr. 60. H 7 WU- .mersdorf 8S72. Vertreter werden noch eingestellt Lehrhaus hier. In einem Elternkurs, der allwöchentlich zusammentrat, wurden Eltern, vornehmlich Mütter, in die Welt des jüdischen Lebens und des jüdischen Hauses eingefüßrt. Die Sprachkurse wiesen, starken Besuch auf. Die französischen Sprachkurse hatten insgesamt 103, die englischen 89 Teilnehmer, die neue chorische Arbeitsgemeinschaft 40 Teilnehmer, im Lehrhaus fehlt so wenig ein Kurs für Philosophie und Pädagogik wie für Palästinakunde und Bibel, auch ein Handfertigkeitskurs und Buchhaltungskurs sind eingerichtet. Um den gesamten Auf- und Ausbau des Kurswesens hat sich vor allem Professor Dr. B i 11 i g h e i m e r besondere Verdienste erworben. Im Israelitischen Altersheim bot jüngst: die Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Vereinigungen Mannheims einen Rezitationsabend, bei dem die talentierte Ruth Heilbrunn und Regisseur Franz Oppenheimer mit Gedichten und Geschichten lebhaften Beifall fanden. Vor. kurzem veranstaltete der „Liederkranz“ im eigenen Heim einen Hugo von Hofmannsthal-Richard Strauß-Abend. Man hörte dabei von Emmy Joseph und der materialreichen Altistin Lisbet Dühren Soli und Duette aus Straußschen Werken. Von Kapellmeister Max Sinzheimer stilvoll begleitet, bildete den sanglichen Höhepunkt die von Emmy Joseph brillant gesungene Arie der Zerbinetta aus der Ariadne..... Im... Mitteljmnkt des Abends stand ein stilistisch wie inhaltlich ■ gleich hochstehender, nur etwas breit ausgesponnener Vortrag von Dr. Hans Hirsch über Hugo von Hofmannsthal. _ K. S. _ Plauen. Seit mehr als 10 Jahren hat. Frau Hermine Lowenthal in ihrer Eigenschaft als .Vorsitzende des Frauenvereins alle Wohlfahrtsangelegenheiten der Gemeinde erledigt. Besonders im letzten Jahr hat diese Tätigkeit, sie derart in Anspruch genommen, daß ihr nicht genug Dank für ihre aufopfernde Arbeit gezollt werden kann. Da sie infolge .äußerer Behinderung ihr Amt nicht weiter übernehmen kann, versammelten sich in der vergangenen Woche die Damen des Frauenvereins und Vertreter der Gemeinde, um der Scheidenden nochmals herzliche Worte des Dankes zu sagen. Zur Nachfolgerin von Frau Löweiithal ist Frau Julie Strelitz gewählt worden. In der Zeit von Ende März bis Ende April bot der Kulturausschuß unserer Gemeinde seinen Mitgliedern wiederum ein Programm mannigfaltiger Art: einen bunten musikalischen Abend, Dr. Friedländer aus Bad Brambach sprach über „Menschliches und Jüdisches in den Dichtungen jüdischer Schriftsteller“, Dr. Frankenstein aus Berlin über das Thema „Moral und Wirtschaft**. Außerhalb dieser Darbietungen gab die Breslauer Kleinkunstbühne „Der Schminkkasten“ ein Gast- . spiel, das bei den Anwesenden fröhliche Zustimmung zeitigte. Wann? Wo? Am 5. Mai, abends 8.30 Uhr, findet im Hause des Herrn Dr. A. Moses, Joachimsthaler Straße 9, ein Hauskonzert unter Mitwirkung von Paula Lindberg, Julius Peissachowitz, Elsa Koch-Stabinski sowie des Madrigal-Chors unter Leitung des Herrn Dr. Ludwig Misch statt. Am 7. und 8. Mai, abends 8.15 Uhr, veranstaltet die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde im Verein mit dem, Kulturbund in der Philharmonie Aufführungen von „Judas M a c c a b ä u s“ von Händel. Dirigent: Dr. Kurt Singer. Solisten: Lotte Leonard, Paula Lindberg, Max Mansfeld, Fritz Lechner. Die nächste Premiere des Kulturbundes deutscher Juden, die Shakespeares „W a s 1 h r w o 111“ bringt, findet am 9. Mal als Festveranstaltung des Zentralausschusses der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau statt. > Im Mai beginnen folgende Kurse der Freien Jüdischen Volkshochschule: Magistratsrat Dr. Adler: Ration e 11 e Se 1 bsth i 1 f e. 5 Abende. Fasanenstr. 79/80. Beginn: Dienstag, 8. Mai, 8.30 Uhr abends. Wanderungen in die Natur. Vorbesprechung Mittwoch, 9^.Mai, 8.30 Uhr abends. Bibliothek Fasanenstr. 79/80. Führungen durch jüdische Stätten in Berlin. Vorbesprechung Donnerstag, 10. Mai. Bibliothek Fasanenstr. 79/80 Dr. Stern-" berg spricht am Dienstag, 8. Mai, Bibliothek Fasanenstr. 79/80, abends 8.30 Uhr, über „Die Gesetze der Erkenntnis“. Auf Einladung der Freien Jüdischen Volkshochschule Berlin werden die Mitglieder des Fuhrerrats und des Reichsausschusses Jüdischer jugendverbände im Rahmen einer Reihe von Kurzvorträgen unter dem Thema „Vom Werk .der nach Ferch. Treffpunkt 3.30 Uhr Bahnhof Charlottenburgr Bahnsteig D, mit Fahrkarte nach Potsdam. Dienstag, 8. Mat, 5 Uhr, im Logenhaus Joachimsthaler Straße 13, 5. Abend in der Vortragsreihe „Fragen der Gegenwart“. Dr. Fritz Bamberger über „Das jüdische Buch früher und heute*'. Gäste willkommen! Jüngerenbund: Montags, Gruppe Norden (Jünger? und Küken), Oranienburger Straße 31, Heimnachmittage von 4.45 bis 6.45 Uhr. Leitung: H. W. Abramowsky, Lilo Bendix. Donnerstags, Gruppe Westen (Jüngere), Münchener Straße 37, Heimnachmittage von 5 bis 7 Uhr. Leitung: H. W. .Abramowsky. Donnerstags, Gruppe Westen (Küken), Nürnberger Straße 5 bei Popper, Heimnachmittage von 4.45 bis 6.45 Uhr." Leitung Hilde Fopper. Donnerstags, Gruppe Westend (Küken), Bayernallee 48 bei Lore Mever. Heimnachmittage von 4.45- bis 6,45 Uhr. Leitung Eva Bendix. Die Räume der ZweigbiSliothek Friedenau- Steglitz sind nach Friedenau, Stierstraße 21, verlegt worden. Sie »st geöffnet: Mittwoch 6—3 Uhr nachmittags, und Sonntag 10—12 Uhr vormittags. " : Durch das Hinscheiden unseres verehrten Freundes, Herrn Justizrat Salomon Italisch sind wir schmerzlichst' und schwer betroffen worden'. Der Verblichene gehörte seit Jahrzehnten der hiesigen.Ortsgruppe der religiös-liberalen Vereinigung an und hat seine große Arbeitskraft, sein reiches Wissen und seine edlen menschlichen Eigenschaften als führendes Mitglied unseres Vorstandes dem Ausbau und der Förderung unserer Bewegung gewidmet. Aufrecht' und treu stand er immer zur Verfügung als Führer und als Kämpfer, wenn es galt, für die jüdische Gemeinschaft einzutreten oder dem einzelnen Glaubensgenossen zu helfen. Wir beklagen den viel zu frühen unerwarteten Heimgang dieses treuen Mitkämpfers. Sein Andenken wird ln unserem Kreise nicht erlöschen.' Breslau, im April 1934. Der Vorstand des Religiös-Liberalen, 'Vereins der Synagogengemeinde Breslau. Fast Jedes Geschäft kann auch oAnr gross» Kosten rentabler gemacht irenten. ff'ie das bst 20. Juni, 20 Uhr, im Saal der U.O.B.B. Logen, Kleiststr. 10 statt. Es sprechen Dr. Friedrich Brodnitz, Dr. Paul Eppstein, Rudolf Leibew'itz, Heinz Kellermann, Georg Pajje, Dr. Bruno Sommerfeld und Fritz Schwarzschild. Die'Ju gen dgerneinsctra f t de r J üd isehen Reformgemeinde veranstaltet: Sonntag, 6. Mai, Ausflug # Regensburger-Modelle ■ Die vornehme Herren- und Damen- ■ ■ Maßkleidung zu billigsten Preisen ■ 1 Berlin W t5, Kurfürstendamm 224 ' 1 ■ hochoarteiTe (Ecke Melnekestr.) Tel. 11 Bismarck 2450 | Emil Wotsdoiif Nachfg. 0:1 MyailDIInur KönigstraBe >48 ■ Ecke Hohersteinweg Tel. E 2 Kupfergraben 1070 - <tfce(Uet, Haßawitf Hiue ... TAN ZUSTIMMUNG Wo Homo «tt us tot wOsional „Caf£ Trianon“ inh. Bornsteln Bayerischer Platz 1, Tel. B 6 0833 Mltgh d. iüd. Gemeinde Täglich nachmittags und abends TANZ * Eintritt frei Anerkannt beste WIener'K&che bei ganz billigen Preisen. Wochentags nachm. 1 Tasse Kaffee 33 Pf. Gedeck 53 Pf Abends 1 Tasse Kaffee 46 Pf. SamsL u. Sonnt Abend 1 K3nncb.Kaffee62Pf. Vereinsu. Unterhaltungsräumlicbkeiten stehen zur Verfügung iiiiiiiiuumnmuiuimuunmitnHinimnmHiumiitumiimiuunnmnummumiuunnu '•platt _ tftgl.l.M LHava#d.SCAi*A Sonnabends 930 uod 12 Uhr Sonntags 5.15 u. 9.30 Vorverkauf lägt ab 12 Uhr Öhr Stammülne Emser Lichtspiele am Ludwigklrchplatz Ma Rauda atau giaUa Maaaas mit Carl Ludwig Dlehl Residenz-Lichtspiele KanUtr. 130 b 5. 7, 9.15 Maataaer ha MdaipraS Dazu: KSnl«t u. tdiauapialar Cor*o-r.ichtspiele Uhlandstr. 48 Ecke Pariser Str. 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