Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 13 (13.2.1934)
- Date
- 1934-02-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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stehende Frau, der ein eigenes Zimmer ring,-räumt wird, wo sie schlafen und wohnen kann, die einen anderen Beruf ansüben und doch dem Wunsch des alten Menschen entsprechen kann, der nachts nicht allein bleiben möchte. In einprägsamen Worten legte Frau Bertha .Falkenberg, die mit Frau Fnwty Rasenthal-Kuezynski zusammen einen Werbe-Abend für die „Jüdische Häuspflege" veranstaltet hatte, den Sinn und die Aufgaben dieser Abteilung des „Jüdischen Frauenbundes“- dar. „Wer andern hilft, der. hilft sich selbst- — dieser schöne Gedanke bildete das Leitmotiv ihrer -.Ausführungen.. Viele unserer jüdischen Hausfrauen suchen heute nach einer Möglichkeit, für sich und die Ihrigen eine kleine-Zubulle .zu erwerben.' Wenn sie sich der „Hauspflege“ zur Verfügung stellen, können sie diesen Wunsch erfüllt sehen; denn ihre Arbeit wird zwar mällig, aber dennoch vergütet. Mit 35—41) Pfg. für die Stunde, 2 Mark für den Tag, 2,50 Mark für Tag und Nacht. Schwere Arbeit, z. B. Wäsche waschen, wird mit 3,50 bis 4 Mark täglich abgegolten. Die „Jüdische Häuspflege“ erfreut sich des Wohlwollens haben, für von ihnen betreute Familien, also solche, die Wohlfalirlsunterstütziing beziehen, wo es'uot tut, eine Zubulle au die „Häuspflege“- zu bezahlen. Denn diejenigen, die die Hilfe der „Häuspflege" in Anspruch nehmen, entrichten je nach ihren Verhältnissen einen Beitrag au diese Organisati. die ihrerseits die „Hauspflegeriuiien“ bezahlt. Dali sie nötig ist, dürfte aus der Tatsache hervorgehen, dall sie während der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits über hundertmal beansprucht wurde. ■ Wiederum zeigte sich auf dem Werbe-Abend das grolle Interesse, das dieser wahrhaft sozialen Einrichtung von den Frauen entgegengebracht wird. Es war ein grober Ansturm auf die Leiterinnen der verschiedenen Meldestellen, die sich in allen Stadtteilen Berlins befinden. Man braucht sowohl Hauspflegerinnen, die bezahlt -werden, als auch ehrenamtlich tätige Kräfte zur Prüfung und Betreuung der hilfesuchenden Familien. Es zeigt, guten n älteren ler Krall Gefängnisstrafen für Beteiligung an judenfeindlichen Ausschreitungen in Warschau Das Warschauer Kreisgericht hat acht nationaldemokratische Studenten, die kürzlich im Anschluß an' eine polizeilich aufgelöste nationaldemokratische Versammlung in den Straßen von Warschau an jiidenfeindlichen Ausschreitungen teilgenommeu hatten, zu je 30 Tagen Gefängnis verurteilt. Gruppen von Juden waren von Teilnehmern an der aufgelösten Versammlung überfallen und Schaufenster jüdischer Geschäfte zertrümmert worden. Bezeichnung „Jude“ in der Briefanschrift Das Amtsgericht .Schweinfurth hatte sich mit-der Frage, zu befassen, ob die Bezeichnung des Adressat,“ *- “ — in der Briefadresse als Beleidigung zu wei _ Schweinfurther Rechtsanwalt hatte gegen einen Zollohcrsekretär Strafantrag wegen Beleidigung gestellt, weil der den Umschlag eines Schreibens an den Rechtsanwalt Adresse „an die Juden, die Herren Rechtsanwälte“ v hatte. Gegen einen Strafbefehl in Höhe von 50 Mat der Beklagte Einspruch erhoben. Der Verteidiger i geklagten' stellte die Frage: „Kann man einem langj Nationalsozialisten eine Beleidigung unterschieben, w die vorgenannte Form gewählt hat?" Das Gericht ve eine Geldstrafe von 25 Mark mit der Begründung, , Wort „Jude" zunächst an und für sich keine Beleidigung darstelle. Eine Beleidigung sei aber dann gegeben, welur - dem Gebrauch dieses' Wortes die Absicht der Beleidigung Eine bedeutsame Zeitungs-Neugründung Gottesdienste Liberale Synagoge Norden, SchSnhauser Allee 162 ■eirag, 10. 2.. 7./5 Vhr:-/hnet. Sonnabend'17. 2. < Fhr: V.iinei. . Liberale Synagoge Osten, Aula Kaiserstr,. JO Liberale Synagoge Westend; ' Aula des Jüdischen Schulvereins Kaiserdanuu 78 -W),/;;. 7./5 Vhr: llr. Sänger. 4t. E. Mütlcrstr. •silieitsl Schinargciiilur Iterkaer Straße .12 Jüdische Keligiiinsgeiiieiiiile Chartiitlenhiirg, Schulstraße 7 Jüdiscl«: iude Loge , Jouchinistlialer Sli -Schlcsi Jüdische Itefor Bielitz publizistische Programm des Blattes i regelmäßige Berichterstattung über tli niungeu . innerhalb der Judeuschaft guug mit dem Ziel der tischen Sonderstellung, Produktivierung und llii ltliieiikolouisaOo' Schaft und unser Schwe Entwicklung. ifalit folgen. ■richtigsten p Vorgän Geschäftliches Ablcli Riga. (Fünfzehn Iah re jüdisches Sc hufwesen in Lettland.) Die Organisation zur Erhaltung von Schulen mit jiddischer Unferrichtssprache in Lettland feiert das Jubiläum des fünfzehnjährigen Bestandes der. ersten von ihr gegründeten Schule. Heute hestehen in Lettland 40 Elementar- und 5 Mittelschulen mit jiddischer Unterrichtssprache, die von 5300 Kindern, die 45"> aller jüdischen Kinder im Schulalter in Lettland ausmachen, besucht werden. cmniefiCeuswecte j^tzuasqueMen BERLIN BERLIN I Willi! DonK Werkstätten für feint C 1 Steinplatz 5969. Uurllq, Installation Gas und Wasser Radio Charlottenbg., Mommsenstr.46 Baitiscklcrai WILLY KROGER Cbarloftenburg, Grolmamutr. 18 Tel. C I Slelnnlatz 4593 . Sduwr (vorm. Ooldau) Qroße Präsidentenstr. 5' Tel. D 2 Weidendamm 9939 Berlin W 50, Nachodstraße 26 | Altpapier Elektrotechnik Paul Bohna, srsa Versicherungen B Carl r.ilienbe Adolf Schmidt Altpapier- und . PajtjmbfaH- Kurt Rosenblum VmleberuafcH aller Art »f Scbadenberataaf o. AniAutt knuealot. *10, Eck llii'i'htrnt .11' OttoThie Matergeschäft. 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