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Jüdisch-liberale Zeitung · 1934-02-09 · 12 (9.2.1934) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
12 (9.2.1934)
Date
1934-02-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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HuCtur&piegeC Berliner Hauskönzerte Ein interessantes Programm Hause Baer stattfand. Man hörte denen ein „Schlaflied der Mirjam' bei aller modernen Klangliclikcit pc Klavierstücke des gleichen Koiiijxi jüdische Tänze von ■ J. Statschcw.sk Charakter; jüdisch als Versuch rstiieke von /;. Mur daV.^SchlielWürh Viört'" nian'du'gemi Indisposition um Nachsicht Harr ist als Klavierspieler i seine Interpretation der „B Mussorgsky wurde dem genii Lisztschen Rigoletto-Fantasie niker. -Gemeinsam mit Lotte Imitationen von Leierkastenklaiigen,-die dank der verständigen vorhergehenden Einführung denn auch die rechte Wirkling .Gleichfalls moderne jüdische Musik wurde in einem I lauskonzert hei Dr. Wolfsolln zur Diskussion gestellt. Eine „Kleine Suite fürs jüdische Heim“ von Peter Grudenwitz vermochte trotz des geschickten Wechsels vokaler und instrumentaler Sätze durch ihre Atonalität allein doch nicht zu überzeugen. Dagegen hat Dr. Georg Wolfsohn in seinem Chanukka- und seinem Purimlied zwei sehr hübsche jüdische Charakterstücke geschaffen, auf die man bei Feiern zurückgreifen sollte. Von seinen Liedern auf Calesche Texte wirkt namentlich „Eine liebe Stunde“ durch den schönen thematischen Einfall. — Die Lieder wurden von Heile Türk mit sehr lebendiger Gestaltung vorgetragen; ihre glockenreine, Weichheit mit Fülle vereinigende Stimme kam auch in Mendelssohnliedern und namentlich in einer prachtvollen weltlichen Bacharie schön zur Geltung; besonders sei das sichere Stilempfinden der Künstlerin und ihre lebendige Nachzeichnung der melodischen Linien hervorgehoben. Das musikantische Violinspiel von Charlotte Husen liell diesmal allzusehr die Süßigkeit des Tones missen, die ein Stuck wie das Andante _aus dem Mendelssolm-Konzert unbedingt erfordert. Dr. Wolfsolm erwies seine sichere Hand auch als temperamentvoller Klavierspieler, während man Erna Klein als Begleiterin mehr' klangliche Unterordnung gewünscht hätte. ln einem.Hauskonzert bei Dr. Meyer musizierten zwei Anwälte. Dr, Uebcck besitzt eine ■ Baßstimme von großer Tiefe und angenehmem Klang; ausdrücklich löste er sich erst im Verlauf des Abends aus seiner anfänglichen Reserviertheit. Besonders ansprechend gelang Schumanns „Freisinn“. T)r. Urbenthal als Klavierspieler hatte sich mit der Brahmsschen G-m’oll-Ballade doch eine zu. schwierige Aufgabe gestellt; in leichteren Stücken dürfte seine Musikalität besser zur Geltung'kommen. F. „Jeftdjen Gebert“ . Eine wohlgelungene’ Aufführung von Georg Hermanns bekanntem- Volksstück „Jettchcn Gebert“ veranstaltete in den Musiker-Festsälen der „Bund der jüdischen Arbeitnehmer“. Das wirkungssichere Drama verfehlte auch hier seine oft erprobte Wirkung nicht; das den großen Saal.bis aufs letzte Plätzchen füllende Publikum ging mit Stück und Künstlern mit, und so wurde diesen wie der Schöpfung des Dichters gleichermaßen lebhafter Beifall gezollt, der warm und echt war. ’ Diese aus ehrlichem: Herzen kommende Anerkennung ist den Künstlernum so eher zu gönnen, als sie, wie ihr Sprecher vor Beginn der Aufführung mitteilte, seit langem erwerbslos’ sind' und die Gelegenheit, wieder einmal zu spielen, glühend herbeigeselmt hatten. Das Zusammeiispiel war gut; die Leistungen von Leo Silpcrt als Salomon Gebert und Alfred Uchtenstein als Onkel Eli ^ragten besondere hervor, obgleich auch von den übrigen Schauspielern jeder, redlich das Seine getan hatte. -- F. Hü. Zeitlichen zum Ewigen aufzuzeichnen, die das Wesen des Verkünders charakterisiert, für den Zeit nur sinnvoll wird im Hinblick auf das Kommende. ,tand so vor uns, geschichtlich wohl bekannt — aber in seiner soziologischen Verflochtenheit Heutig erfaßt in den Beziehungen zu Volk, Nation und Staat, rischen Konvention und Revolution stehend, sich abhebend > gewaltiger Unheilskünder vom beamteten Schulpropheten, i Träger politischer Funktionen. Doch das Politische wird, » utopisch, negativ, fällt gleichsam wie eine Hülle vom Monument des religiösen Helden, dem Verkünder des Ewigen, Was kündet nun der Prophet seinem Volk? Welche Kraft geht von ihm aus? „Es ist einzig und allein das. Werk der freien Prophetie,“ sagt Salomon, „daß durch alle Prüfungen hindurch nach der Zerstörung der israelitischen Staaten das Judentum sich als religiöser Verband bis zum ’ :n Tag hat behaupten können.“ ler Vortrag verzichtete auf Aktualität, und gerade darum er. Olga Sternberg, Kammermufik von Berftj. Qolbfdjmibf Das Neue Streichquartett (Willy Frey, Hans Prager, Rmlulj Meyer, Hermann Weil) brachte in einem Berliner Hauskonzert drei Kanimeriiiusikwerke von Berthold Goldschmidt zur Aufführung. Der junge Komponist, aus der Berliner Musikhochschule hervorgegangen, hat frühzeitig die Beachtung der musikalischen Öffentlichkeit gefunden und ist mit seinem Schaffen auch in den Sinfoniekonzerten der Staatsoper unter Kleiber zur .Sprache gekommen. — Goldschmidt ist zweifellos eine starke Begabung; die drei Werke zeugten von Erfindungskraft wie auch von vorzüglicher kompositorischer Schulung; zudem ließ sich namentlich zwischen den beiden Quartetten op. 8 und op. 2ö eine unbedingte Aufwärtsentwicklung feststellen. Während das erste Werk, 1025 entstanden,- sich als eine freilich sehr begabte Arbeit im Stil Hindemiths darstellt, zeigt die Komposition aus dem Jahre 1033 Goldschmidt als einen Eigenen, der die empfangenen Anregungen in sich verarbeitet hat und selbständig mit der errungenen Technik zu schalten vermag. Mehr noch als das gleichfalls 1033 geschaffene Streichtrio op. 20 hinterläßt dieses neue Quartett den-Eindruck einer starken Leistung. Goldschmidts Musik, an sich unabhängig von den Grenzen der Tonalität, liebt gleich derjenigen Hindemiths den scheinbar „harmlos“-tonaIen Abschluß; an Hindemith mahnt auch die Festigkeit der formalen Struktur und die polyphone Tendenz. Dabei ermangelt diese Kunst keineswegs der gefühlsbetonten Momente, läßt sich daher (ebensowenig wie die Hindemithschc) unter der Kategorie „Neue Sachlichkeit“ abtun. — Den dankbar gesetzten, aber recht schwierigen Werken wurde durch die Künstler des Neuen Streichquartetts zu einer wahrhaft würdigen Wiedergabe verholfen; die Bereitwilligkeit, sich für für diese neue Kunst einzusetzen, verdient besondere Anerkennung. F. Ein Purim-Spiel Gerade rechtzeitig vor dem Purimfest erscheint ein kleines Spielchen, das unsere Kinder — im Elternhause mit ihren Freunden, oder in Schulen, Waisenhäusern usw. als Zöglingsschar der Anstalt — rasch einstudieren und mit wenig Aufwand an Dekorationen und Kostümen aufführen können. „Ruthehen träumt ein Purim-Märchen“ heißt es, Georg de Haas (einer der' Lehrer des Jüdischen Schulvereins in Hamburg) ist der Verfasser, und es bringt den biblischreligiösen Stoff der Esther-Erzählung in einen reizvollen Zusammenhang mit dem Frühlingszauber unserer ’deutschen Landschaft; Purim leitet ja den Frühling ein, und alle deutschen Frühlingsblumen vereinigen sich mit der „Myrte“ Esther zu einem Reigen. Also, Kinder, lernt es und spielt es fein! Wenn ihr den Text haben wollt, so schickt 1,50 RM' an das Büro des Israelitischen Tempel-Verbandes, Hamburg, Oberstraße 120. ' K.M. „Freude im Winter“ —-Die Abteilung Winterhilfe der Berliner Jüdischen Gemeinde veranstaltete in der Synagoge Prinzregentenstraße ihren 4. Unterhaltungsabend für die vom Winterhilfswerk des deutschen Volkes betreuten Juden Berlins. Der Abend wurde durch ein Orgelkonzert von Alfred Mai eingeleitet. Dann begrüßte Max Gundcrshcim, der Leiter der Abt. “Winterhilfe der Gemeinde, die Erschienenen und forderte sie auf, Kraft und neuen Lebensmut zu gewinnen. Es folgten Klaviervorträge des Pianisten Pani ■ Lichtenstent. von großer Feinheit; der Tenor Max Mansfeld brachte drei ’ Arien, mit großer Kunst zum Vortrag. Ein besonderer .Genuß war es, Werner Würzbarg zu hören, der „Uriel Acosta“ von Gutzkow rezitierte. Am Tage darauf fand eine besonders gut gelungene Kinder-Matinee statt, ebenfalls von der Abteilung Winterhilfe der Berliner Jüdischen Gemeinde veranstaltet. In den iiber- . füllten „Praterlichtspielen“ in der Kastaiiicnallee -hielt Max Gandersheim wieder eine Ansprache, diesmal an-die vielen, vielen. Kinder. Das Mundharmonika-Orchester der Zöglinge des Pankower Waisenhauses trug jüdische und andere Musikstücke vor. Es war eine Freude, die kleinen Musikanten in Exaktheit und Feinheit zu ’ ’’ gleichen Gruppe schlossen s: \vittchen“-Fi!m vorgeführt. - Die. Winterhilfe der Gemeinde sollte diese Kindei Veranstaltungen. weiter ausbauen, und recht vielen Kinder Gelegenheit geben;- an diesen teilzunehmen. Julius Walte. Die religionsgefdjidjflidje Debeufung ber Propljetie Kulturbund Rhein-Ruhr Brechet Euch einen Neul Es ist die Zeit, Jaliw Dieses Prophetcnwört kann da: Wir alle sind leidenschaftlich mter jüdischen Dingen, jeder in seiner A Prof.’ Albert Salomon sprach ül des Judentums. In Ehrfurcht voi als utopisch, negativ, fällt gleichst Hosea 10, 12. r eines der Urphänomeiie dah wie'eine HüncSvom „Ethos des Judentums11 Ein Vortrag von Professor Guttmann In der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums wurden die öffentlichen Montagsvorlesungen mit einem Vortrag von Professor /. Guttmann über „Das Ethos des Judentums“ fortgesetzt. Der Redner unternahm zunächst eine Abgrenzung jüdischer und allgemein, menschlicher, „humaner“ Sittlichkeit, die im 10. Jahrhundert, etwa bei Lazarus, gern gleichgesetzt wurden. Mögen sich noch so viele Übereinstimmungen in den inhaltlichen Forderungen ergeben, so bleibt doch die Grundlage durchaus wesensverschieden. Alle rein menschliche Ethik wurzelt im menschlichen Denken oder Fühlen; religiöse Ethik begreift sich stets als gottgegeben. Die Haltung etwa der stoischen Ethik ist Selbstgenügsamkeit, die der religiösen ist der Gehorsam. Die jüdische Ethik, inhaltlich weltzugewandt und weit-, verbunden, erhebt so das Individuum ins Transzendente. Aber auch im Inhaltlichen gelangen die fundamentalen Unterschiede gegenüber der humanen Ethik zur Auswirkung, wie ■ am Beispiel der Nächstenliebe aufgezeigt wurde. - Die religiöse Ethik sicht den Nehenmenschen als das Geschöpf und Ebenbild Gottes. Von hier aus erhält der Ausspruch des Talmuds ganze Welt vernichtet, und wer eine Seele erhält, ist, als ob er eine ganze Welt erhält.“ Diese religiöse Ethik nimmt die natürliche Sittlichkeit in sich auf. Anerkennung findet im Judentum schon jedes sittliche Tun als solches. — Die jüdische Sittlichkeit ist eine Sittlichkeit des Gebotes. In ihr steht an zentralster Stelle die Liebe. Sie ist nicht nur Inhalt des Gebotes, sondern die Erfüllung des Gebotes ist selbst ein Akt der Liebe zu Gott. Aus der „Freude am Gebot“, wie es der Talmud nennt, somit aus dem Gefühl der Liebesverbundenheit mit Gott heraus zu erfüllen, das ist letzte und idealste Forderung des Judentums. Ein Puppenspiel Die Knabenvolksschule der Berliner Jüdischen Gemeinde (Kaiserstrafie) hatte am Sonntag vormittag die jüdische1 Jugend nichtjüdischer Schulen zu einem lustigen Puppenspiel cingeladeii. — Nach einer interessanten Führung durch das Schulgebäude teilte sich in der Aula bald der Vorhang des Puppentheaters, das von den Jungens geschickt und geschmackvoll aus einer alten Holzkiste hergestellt worden war. Kasperle Wissen Sie sefion, daß der Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde, Direktor Heinrich Stahl, kürzlich eine Anzahl jüdischer Gemeinden in Mittel- und Osteuropa, der Präsident des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, Kammergerichtsrat Leo ’ Wolff, mehrere jüdische Gemeinden in Italien besuchte? daß - dem Begründer des Vereins ehemaliger Kavalleristen Wesels und Umgebung, Herrn Kurt David, nachdem er aus diesem Verein hatte ausscheiden müssen, vom Vorstanü der deutschen Kavallerie das Mackensen-Ehrenkreuz II. Klasse unter gleichzeitiger Überreichung einer von Generaloberst von Einem Unterzeichneten Ehrenurkunde verliehen wurde? daß die älteste der in Polen erscheinenden jiddischen Tageszeitungen, das „Lodzer Tageblatt“ sein Erscheinen eingestellt hat? daß die Koalition der nationalen Letten und der Russen, die : im Studentenrat der Universität Riga die Mehrheit bilden, den Beschluß gefaßt haben, mit Juden und Deutschen nicht zusammenzuarbeiten; und daß diese’ Mehrheit demgemäß auch in die Leitung und Kommissionen nur Letten und Russen gewählt hat? daß - in Prag eine Bewegung eingeleitet worden ist, die es sich zur Aufgabe macht, für Erhaltung der gerade in der Tschechoslowakei so berühmten und zahlreichen. Denkmäler zu wirken? ■ . 2)ec IBäeßasteH dec A. G. in St. Ihr Brief bereitet uns eine große Genugtuung, ist cs doch der Zweck jeder Zeitung, nicht etwa nur Aufsätze zu bringen, die das Publikum „erbaulich“ oder, „interessant“ findet, sondern darüber hinaus im Leser den Willen zu erregen, selber im Sinne der in dem Blatt aufgezeigten Ziele etwas zu tun. Daß Sie sich durch den Aufsatz „Geber und Nehmer“ in Nr. 8 unseres Blattes in dieser Art gleichsam persönlich aufgerufen fühlen, ist uns eine -große Freude. Wenden Sie sich also unter Berufung auf den genannten Aufsatz an ,die ,',Zentralstelle' für jüdische Wirtschaftshilfe“, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158. Und — aut gutes Gelingen! Alirjam B., Berlin. Liebes Kind, nimm Dir ein Beispiel an Deiner Namensschwester aus der Bibel; die hat gewußt, was Du offenbar noch erst lernen mußt —-. wer anonym schreibt, hat das Recht verwirkt, sich moralisch zu erregen! Also; mehr Mut das nächste Mal; und im übrigen müßt Du auch erst lesen lernen,, damit . Du einen völlig harmlosen Witz von einer Verunglimpfung unterscheiden kannst. Ben Kalonymos. Von Ihnenbefindet sich ein längeres Manuskript in der eingegangenen Post unserer Schriftleitung, doch ist keine Adresse angegeben. Vielleicht schreiben Sie uns, wie. wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen können. Sollte Herr A. G, in H. uns das Manuskript übersandt haben, so bitten wir ihn um Mitteilung, ob'er auoh der Verfasser ist. rief durch lustige Szenen und drollige Einfälle bald großen Jubel unter der Kinderschar hervor, die begeistert auf seine Zurufe reagierten und über jede neuerecheinende Puppenfigur ihre helle Freude äußerten. — Das Schulorchester wartete zwischendurch mit recht hübsch gespielten kleinen Stücken auf. Ein paär lustige Musikanten mit Teufelsgeige, Flöte und Ziehharmonika, die nach dem Puppenspiel auftraten, machten ihre Sache ganz famos, vor allem ihr stimmungsvoller „Anführer“ (H. Dorfmann), der die lustigen Verse auf die Lehrer mit Schmiß und Elan vortrug. — Groß und Klein unterhielt sich ausgezeichnet und spendete lebhaften Beifall. Es ist auch schön, daß man schon die Kleinen zur Gemeinschaftstat erzieht: denn es wurde Eintrittsgeld erhoben, und für den Ertrag werden, wie Herr Rektor Resehke mitteilte, Bücher und Milch für die bedürftigen Kinder der Anstalt beschafft. Fllv Ludwig. Kiinsterspiele Uhlandeck Wer jemals die „Künstlerspiele Uhlandeck“ aufgesucht hat, wird zugeben müssen, daß die Direktion dieses'Kabarett- Unternehmens sich die allergrößte Mühe gibt, ihr Publikum zufriedenzustcllen, und das Publikum wieder belohnt diese Arbeit dadurch, daß es in immer’größeren Scharen in die „Künstlerspiele“ wandert, um Zeuge dessen zu sein, was erfindungsreiche Köpfe ihm dort vorzusetzen haben. Das Programm der ersten Februarhälfte bietet wiederum Ausgezeichnetes. Namen, wie Vichy und Luise Werckmeister, die in einer Chanson-Revue auftreten, der Groteskkomiker Erich .Nickel, der seine Zuhörer mitreißt. Flow, der unverwüstliche, geistreiche Spötter und Ansager, und viele andere Namen mehr, die aufzuzählen uns der Platzmangel verbietet, zwingen geradezu einen jeden, die „Künstlcrspiele Uhlandeck“ aufzusuchen.“ Kunstnachrichten Hauskonzert zum Besten derjüdischen Künstlerhilfe Hauskonzert zum Besten der Jüdischen Künstlerhilfe im Hause von Dr. Arthur Bloch, Kaiserallee 208, Sonntag, IV. Februar, abends 8 Uhr, Lieder und Duette, gesungen von Alice Hannes-Cassirer und Else Wachsmann. Am. Klavier: Pan'. UchtcnsteriH Programm u. a. Cherubim, Mahler, Schubert, Beethoven, Dvorak. Eintrittskarten 1,50 RM bei allen .Mitwirkenden, bei Dr. Bloch und in der Apotheke, am Zoo, Joachimsthaler Straße. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr Theater: „Mirandolina, die Wirtin von Venedig“, ein Lustspiel von Carlo Goldoni. — 7. und 8. Februar, 20.30 Uhr: Essen, Loge; 14. Februar, 20.30 Uhr: Gelsenkirchen, Loge. „ nzert: Lieder- und Klavier-Abend. Ruth Kisch-Arndt (Alt,. Alice Kriegcr-Isaac (Klavier); Werke von Beethoven, Mahler, Schubert u. a. — 7. Februar, 20.30 Uhr: Aachen, 'Ballsaal des Stadt. Konzerthauses; 8. Februar, 20.30 Uhr: Gelsenkirchen, Loge; 14. Februar, 20.30 Uhr: Krefeld,. S\ nagoge. Freunbe fdjöngeijfiger fflufik Auf vielfachen Wunsch Wiederholung des Künstler-Tees als Selbsthilfe der programmausführenden „Freunde’ Schöngeistiger Musik“ bei Lochau, Altonaer Straße 34 (Hansaviertel), am 10. Februar, 8.30 Uhr. Mitwirkende: Annie Schildberger (Violine I), Karl Giesen (Violine II), Gerhard Singer (Cello), Fritz Walicnberg.' (Klavier), Kurt Liebling /Vlovi(*r\ f-’tm tioMinn tn«anfTl Firttritf tO Pf ct Vnr. BerHn Wb50- Lei mfr der T1? c h Ve,rla£ Berl.n-C! arlottenburg 4. Hauptschnftleiter und verantwortlich für den gesamten redaktionellen Text: George Goetz' Berlin \\ aü. Leitung der Anzeigenabteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Willi Tisch. Berlin NW 21. DA 5000 1-34. - Druck; Sonnendmckerd G.m.b.H. , (Felix Wolf), Berlm-Charlottenburg, Weimarer Straße 18

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