Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 3 (9.1.1934)
- Date
- 1934-01-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jude hinter dem Pflüg. Von Heinrich Kurtzig. Wer erinnert sich nicht seiner Kindheit und der Gespielen, jener tendierenden Tage, als in unsern kleinen Köpfen und Herzen allerlei Sehnsüchte und Pläne erblühten, welchem Beruf wir, wenn wir grob geworden, uns einmal /uwenden würden? So verschiedenartig-die Kinder auch gewesen sein mochten, in einem stimmten sie überein, daß sie „etwas werden'* wollten. Wünsche nach Rang und Ruhm traten nicht hervor, diese schlummerten noch tief hn Verborgenen. Die uneigennützige ideale Liebe zu dem etwa zu erwählenden Beruf beherrschte die Kinder einzig und allein. Vielen' Knaben erschien es wohl am verlockendsten, einmal Kutscher zu werden und mit einer Peitsche zu knallen, andern, als Soldat den Säbel rasseln zu lassen und ein Schießgewehr zu tragen. Bei einzelnen traten auch Neigungen, auf, die abseits von dem Üblichen lagen, aber Gedanken an irgend welche materiellen Vorteile lagen den Kindern auch hierbei fern. So ist es auch noch heute. Oie uneigennützige Sehnsucht nach einem beglückenden Beruf ist bei den Kindern unverändert geblieben, nur dem Waiidel und der Entwicklung der Technik entsprechend, richten sich die Wünsche der Knaben heute auf andere Ziele. Sie möchten Chauffeur, Autobusschaffner, Flugzeugführer oder Ähnliches werden. Tritt dann in spateren Jahren bei Beendigung der Schulzeit an den Jüngling die ernstere Frage der Berufswahl für das» Leben heran, so steht wohl auch dann noch Neigung und Liebe zu bestimmten Berufen im Vordergrund; doch die Probleme des materiellen Erfolges und. der sozialen Stellung beeinflussen jetzt schon die Gedankengänge, genälirj durch schulten Berufsberatern. Immer aber wird es hier auch solche lehrten Berufsberatern. Immer aber wird es liier auch solche geben und hat es immer gegeben, die unbeeinflußt von jedweden materiellen Erwägungen nur dem reinen Drange ihres Herzens folgen und Schauspieler, Sänger, Geiger, Maler, Bildhauer, Dichter, Voikshelclen usw. werden wollen, allen sich ihnen cntgegeiistellehdeu Hindernissen zum Trotz. Nicht allen Menschen ist es beschieden, einem Berufe, den sie einmal, sei es aus Neigung, sei cs aus praktischen Erwägungen ergriffen hatten, dauernd treu bleiben zu können. Der von den verschiedenartigsten Stürmen des Lebens gezauste, inf. Erwerbsleben stellende Mann , sieht sich oft genug auch in späteren Jahren vor eine „Berufsumschichtung**, vor Rom und der Gedanke des Judentums Feierliche Eröffnung des Rabbiner-Seminars in Rom Bei Anwesenheit von Vertretern des Kultusministeriums und der Leiter der größeren jüdischen Gemeinden Italiens, sowie von Repräsentanten des Verbandes italienisch-jüdischer Gemeinden wurde in Rom das ’Rabbinef-Seminar (Collegie Rabbinico Italiano) feierlich eröffnet. Der Präsident des Gemeinde-Verbandes, Advokat Police Ravenna, legte in der Eröffnungsrede die Ziele des neugeschaffenen Instituts dar, das im religiösen und geistigen Leben des italienischen Judentums wegweisend sein soll. Das von der Regierung geschaffene Gesetz über die jüdischen Gemeinden Italiens enthält eine Bestimmung, daß das bisher in Florenz bestandene Rabbiner-Seminar in die Hauptstadt Italiens zu übertragen und auf neue Grundlagen zu stellen sei. Dieses neue Rabbiner- Seminar werde sich seiner Florentiner Vergangenheit würdig .erweisen. Aus ihm seien die prominentesten jüdischen Persönlichkeiten Italiens-hervorgegangen. Der Redner betonte die Verbundenheit des italienischen Judentums mit der ausländischen Judenheil, der es überall da, wo sie Not leide, beistjjhen wolle. An-,den jüdischen Traditionen und* den jüdischen Knlturwerten halte das italienische Judentum fest. Der Oberrabbiner, von Rom, Professor Angela Saeerdati, kennzeichnete die Aufgaben des Judentums in der heutigen Zeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Rabbiner- Schule in Rom dem italienischen Judentum seine -geistigen Führer geben wird. Im Rahmen der Feier hielt Professor Cossuto die Eröffiiungsvorlesung des Seminars. Sein Thema lautete: „Rom und der Judentumsgednnke“. Das Seminar wird bereits jetzt von etwa 25-Hörern besucht. Der Vertreter der Holländischen Judenheit im Beirat . des Emigranten-Hoclikommissars Wie der Amsterdamer JTA-Vertreter erfährt, wurde der Sekretär des Komitees für jüdische Interessen in Holland, einer von den holländischen Juden im Hinblick auf die schwerwiegende Bedeutung der gegenwärtigen Entwicklungen in verschiedenen Ländern gegründeten repräsentativen Körpcr- :scliaft, Professor Dr. />. Cohen, zum Vertreter der holländischen jtidcuhcjt im Beirat 'des Emigranteiikoinmissars ernannt.. Auszeichnung englischer Juden anläßlich des Jahreswechsels Die anläßlich des Jahreswechsels veröffentlichte Honours List enthält eine Reihe von Auszeichnungen bekannter Persönlichkeiten des englischen Judentums. Dem ehemaligen Präsidenten des Board of Deputies und derzeitigen Vorsitzenden des Council der- Jewish Agenev for Palestine O. /:. il'Avigilor Oafdstniii wurde „für politische und öffentliche Verdienste in der Grafschaft Kent“ die Baronetwürde verliehen.- Eine Auszeichnung erhielt ferner die Tochter des verstorbenen Chief Rabbi Dr. Hermann Adler, Miß Kelly Adler, für ihre Arbeit auf dem.Gebiete der Jugendsoziaifürsorge. Miß Adler ist seit 1010 Mitglied des. Londoner Grafschaftsrats und war eine Zeitlang stellvertretende Vorsitzende dieser Körperschaft. Sie ist Mitglied des *Rats der Anglo Jewish Association, des Jewish Boards of Guardians, .des jüdisch-religiösen Er/ichungsaussehusses und der Britischen Abteilung der Jewish Agency. Ferner erscheinen in der Aus-, /eichnungsliste die. Präsidentin der Zionistischen Frauenorga-. nisatiou Kanadas „Hadnssah“, Frau Lilian Frei man, und .der Direktor der PICA in Palästina, Victor Cohen. „Idt Habe niemals einen Cent für antisemitische,Zwecke gegeben,“ Eine neue Erklärung Henry Fords Henry Lord, der bekanntlich seinerzeit der antisemitischen Bewegung nahestaud, aber 1027 in einer öffentlichen Erklärung für die in seinem Blatte „The Dearborn Independent“ gegen die Jude» erhobenen Vorwürfe um Entschuldigung bat, rückt in einem iin „New York Evening Journal4* -erschienenen Interview neuerlich vom Antisemitismus ab. Ford Berufswahlfragen gestellt. Aber welch andere seelische Vorgänge gegenüber denen bei der ersten Berufswahl als Jung« ling! Damals im Vordergrund die ideale Liebe zu dem zu erwählenden Beruf und nebenher die materiellen Fragen — jetzt dagegen im Vordergrund das Materielle und vielleicht nur ganz schüchtern noch die Berücksichtigung von Neigung und innerer Befriedigung^ Wohl dem gereiften Erwachsenen, der bei seiner Entscheidung, ein wirtschaftliches Unternehmen neu zu begründen oder es zu übernehmen, beiden Erwägungen Rechnung tragen kann: materiellen Gewinn, zu erzielen und dabei auch in der neuen Arbeit Lust und Freudigkeit zu finden. Daß in solchen Situationen auch Juden, und diese gerade in auffallend starkem, Maße sich der Landwirtschaft zugewandt und Landgüter erworben haben, spricht dafür, daß sie — mögen dabei in manchen Fällen auch die wirtschaftlich-ökonomischen Beweggründe Einfluß ausgeübt haben — doch von der Landwirtschaft und dem reizvollen Landleben, das ihnen meist ein nicht fremdes, abseits liegendes Gebiet war, stark angezogen wurden Vielfach wohnten die Juden ja in kleineren Land- Städtchen, wo sie dauernd mit der sie umschließenden Natur, mit dem Leben und Treihyn der Landleute, mit Ackerbestellung, Säe« und Ernten in engster Berührung waren. In vielen Fällen hatten schon die Eltern und Großeltern in der Umgehung der Stadt einige Morgen Land besessen, die sie mit eigenen Pferden selbst bewirtschafteten und auf denen sie wohl auch Kühe oder Ziegen hielten. So war den Söhnen Ackerbau und Viehzucht schon etwas Bekanntes, Vertrautes, Liebes. Ein größeres ländliches Besitztum selbst einmal ihr eigen nennen zu dürfen, war für die so Aufgewachsenen ein erstrebenswertes Ziel, dem zu geignetem Zeitpunkte eifrig nachgegangen wurde. Mochte auch bei Manchen schon von vornherein die Absicht bestanden haben, das betreffende Gut nur für einige Zeit in Besitz zu behalten, und das vielleicht devastiert gewesene nach intensiver Bewirtschaftung mit Vorteil wieder zu verkaufen — bei den Meisten geschah der Erwerb aus wirklicher Liebe zur Landwirtschaft. Der den Juden vielfach gemachte Vorwurf, daß sie sich der Landwirtschaft lediglich zugewandt haben, um mit Gütern Handel >.u treiben, ist abwegig. Den zahlreichen Fällen, wo Güter Geuciationen hindurch in jüdischen Familien blieben, steht auch die Tatsache zur Seite, daß es viele jüdische Landwirte gab, die Landgüter nur in Pacht hatten, wobei also ein Geldgewinn durch Güterhandel ausgeschlossen war, und ferner, daß jüdische junge Leute behufs gründlicher Fachausbildung sich oft genug um Stellungen als Landwirtschaftseleven bemühten erklärt u. a.: Ich bin kein Judenfeind, ich habe niemals weder direkt noch indirekt, auch nur einen Cent für antisemitische Zwecke beigesteuert. Die Juden'füllen ihren Platz in der sozialen Struktur der Welt ehrenhaft aus. Ich habe jüdische Freunde *in meinen Geschäftsverbindungen, jüdische Kunden, Beziehungen zu finanziellen Körperschaften, die von Juden kontrolliert werden. Ich glaube nicht, daß die Juden mich für einen Judenhasser oder Judenverfolger halten. George Alexander Kohut gestorben Nach etwa fünfwöchiger Krankheit ist der bekannte amerikanisch-jüdische Gelehrte und Bibliograph George Alexander Kohut im 60. Lebensjahr gestorben. Er war der Sohn des berühmten Rabbiners Alexander Kohut, des Gründers des Jewish Theological Seminary of America, eines der bedeutendsten Führer der amerikanischen Orthodoxie, und Abkömmling einer langen Reihe berühmter Rabbiner und Gaonim. Alexander George Kohut, der aus Ungarn gebürtig war, kam im Alter von elf Jahren, als sein Vater nach New-York als Rabbiner berufen wurde, nach Amerika. Seinen akademischen Grad hat er an der Columbia University erlangt. Die religiöse Zeremonie bei seiner Bestattung wurde von Rabbi Dr. Stephen S. Wisc geleitet. George Alexander Kohut, der von 1901 bis 1903 als Bibliothekar am jewish Theological Seminary tätig war, wandte sich später von | der orthodoxen Richtung seines Vaters ab, schloß sich der Liberal Free Synagogue an und wurde Mitglied des Kuratoriums des von Rabbi Wise geleiteten Jewish Institute of Religion. Chile lehnt den Antisemitimüs ab Als Antwort auf eine in der antisemitischen Zeitung „El lmparcial“ erschienene Darstellung der „Protokolle der Weisen von Zion4* hat der bekannte chilenische Publizist Joachim Bella einen Artikel veröffentlicht, in dem er der Überzeugung Ausdruck gibt, dalL Chile sich niemals dem Antisemitismus ergeben werde. Die Verbreitung des Antisemitismus in -Chile, erklärt Bello, wäre widersinnig und antiamerikanisch. Er billige zwar viele Grundsätze des chilenischen Faschismus, doch müsse sich dieser von der antisemitischen Strömung, deren Forderungen amerikanischen Verhältnissen nicht angepaßt seien, fernhalten. Antisemitische Ausschreitungen in Monastir In der südserbischen Stadt Bitolj (Monastir) ist es zu antisemitischen Ausschreitungen gekommen. Eine Gruppe von jungen Leuten drang der; Reihe nach in mehrere' Catehäuser ein und überfiel dort unter antisemitischen Ausrufen ‘jüdische Gäste. Die Behörden haben Maßnahmen getroffen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Venizelos gegen den Antisemitismus? Aus Saloniki wird gemeldet: Der ehemalige Ministerpräsident Eleutherios Venizelos, Führer der venizelistischcn Partei und des Blocks der griechischen Oppositionsparteien, erklärte im Gespräch mit einer hervorragenden jüdischen Persönlichkeit Salonikis, er bedaure tief, daß sich die Beziehungen der Juden zu seiner Partei in letzter Zeit verschlechtert hätten. Als Venizelos darauf aufmerksam gemacht wurde, daß dies eine Folge der seit langem von den Venizelisten Salonikis immer wieder gegen die. Juden erhobenen Angriffe sei, erklärte sich der ehemalige Ministerpräsident bereit, seinen persönlichen Einfluß zur Anbahnung einer. Versöhnung geltend zu machen. Diese Erklärung des Führers der Opposition wird als Desavouierung der antisemitischen Politik der Salonikier Venizelisten aufgefaßt. Während der letzten antisemitischen Kampagnen hatte Venizelos zunächst erklärt, er lasse diesbezüglich den Salonikier Führern freie Hand. Er müsse es ih'Cm Urteil überlassen, ob eine solche Taktik den Parteiin'eressen förderlich sei. Den offenen Brief eines ehemaligen jüdischen Abgeordneten, in dem Venizelos aufgefordert worden war, offen zu erklären, ob er die antisemitische Kampagne billige oder verurteile, war von Venizelos unbeantwortet geblieben. ^Pissen Sic sdkotif daß, auf einer Ende Dezember in Amsterdam abgehaltenen Tagung der Zionistischen Vereinigung Hollands ein Beschluß gefaßt wurde, der — bei sonstiger Aufrechterhaltung völliger parteipolitischer Neutralität — die Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der Zionistischen Organisation erklärt, und daß aus diesem Beschlüsse sofort auch die sich ergebenden Konsequenzen gezogen wurden? daß der Finanzberater Roosevelts, Henry Morgenthau jitn., — er ist der Sohn des Botschafters Henry Morgenthau — nunmehr endgültig zum Schatzsekretär der Vereinigten Staaten ernannt worden ist? daß der „Israelit44, das Zentralorgan der jüdischen Trennungs- Orthodoxie in Deutschland, jetzt seinen 75. Jahrgang' begönnen hat? daß in Rotterdam unter dem Namen „Der Ruf44 und unter der Redaktion von Dr. Nathan Birnbaum (den Haag), Aimee Palliere (Paris) und Alfonso Pacifici (Florenz) eine unabhängige jüdische Halbmonatsschrift gegründet worden ist? lind den Beruf eines Inspektors erstrebten. Daß ihre Zahl in Deutschland keine allzu große gewesen ist, lag nicht etwa an mangelnder Liebe zur Landwirtschaft, sondern an der vorurtcilsvollen, abweisenden Haltung der nichtjüdischen Umgebung, die, den Juden den Eintritt in den Inspektorenberuf außerordentlich erschwerte, ja fast versperrte. Dort, wo diese •Vorurteile nicht bestehen, kann man jüdische Wirtschaftseleveu und Inspektoren in größerer Anzahl antreffen, und jüdische Bauern pflügen, eggen, säen und ernten dort in treuer Anhänglichkeit an ihre Scholle, mit Liebe, und Befriedigung in ihrem Beruf, innig verbunden mit der segenspendenden Mutter Natur. . ~ Zählt man .die verschiedenen Berufe auf, für die die Juden Begabung ünd Neigung besitzen, so darf ihre Fähigkeit und Liebe zur Landwirtschaft nicht außer acht gelassen werden. Körpert zu Gunften ber Dübifdjen Älfersljilfe Groß-Berlin Zugunsten der Jüdischen Altershil}c Qrofi-Berlin E. V. findet am Sonntag, den 28. Januar, abends 8 Uhr, ein Konzert im großen Saal des Logenhauses Kleiststraße 10 statt. Mitwirkende- Hermann Schey (Gesang, Stefan FrenheC (Geige), Michael Taube (Klavier). Spradjkurfe ber Freien 3übifdjen' Volksijodjfdjule In dieser Woche beginnen. in der Freien Jüdischen Volkshochschule E. V. die Kurse für Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Engl. Stenographie und Handelskorrespondenz, Buchführung, Bilanzkunde, Maschineschreiben und Stenographie-Übungskurse. Meldung und Auskunft im Sekretariat: Berlin W 35, Lützowstr. 16, III. Tel.: B 2 Lützow 5507. Cidjfbilbvorfrag: „Jubenfum unb mobeme Kunft“ . Über dieses Thema spricht am Donnerstag, 11. Januar. 8.15 Uhr, im ehemaligen Logenhaus, Joachimsthaler Str. 13, Herr Prof. Dr. Franz Landsberger im Rahmen der Vorträge, die der Verein für jüdische Geschichte und Literatur zusammen mit-der Freien jüdischen Volkshochschule e. V. veranstaltet. Beschaffung von Arbeit "Offene Stellen: Gesucht werden für Berlin: Direktrice für Büstenhalterfabrik, perfekte Oberhemdenzuschneiderin, geübte Handschuh- und Pulloverstrickerinnen.. (Heimarbeit), erstklassige Blusenzuschneiderin mit- Nähen, jüngere Direktrice für Mäntel und Kostüme, Einrichterin für Damenkonfektion (Mittelgenre), perfekte Damenrocknäherinneit und Mäntelstepperinnen, erfahrene Zuschneiderin für Damenmäntel. fiir auswärts: Abnehmerin und Direktrice für Damenkonfektion nach Holland, perfekte Konfektionsnäherin für bessere Kleider nach Holland, erstklassige Oberhemdenzuschneiderin mit Nähen - nach Holland, Korsettdirektrice nach Belgrad, Korsettnäherin und Zuschneiderin nach Mitteldeutschland, Putzdirektrice nach der Tschechoslowakei, Putzmachermeisterin nach Ostpreußen, jüngere Putzmacherin nach Breslau, tüchtige * Friseuse nach Oberschlesien. Wir benötigen dringend Arbeit für gutempfohlene Hausschneiderinnen, Wäscheausbesserinnen, Fachkräfte aller Art„ insbesondere aus dem Bekleidungsgewerbe. Wir suchen handwerkliche Lehrstellen für Knaben und Mädchen. Für besonders gute Lehrstellen können kleine Beihilfen gezahlt werden. Außerdem suchen wir Paten, die bereit sind, die Jugendlichen durch Zuzahlung von Lehrbeihilfen bei der Dmchführung der Lehrzeit zu unterstützen. Die neuen Sprechstunden der Berufsberatung sind: Montag bis Freitag, außer Mittwoch, 9.30 bis 12.30 und Montag bis Mittwoch, nachmittags von 3.30 bis 5 Uhr Rosenstraße 2 4, und Donnerstag, nachmittags von 4 bis 7 Uhr, Bleibtreustr. 2. 5ü&ärf)fiberafe3ptfunjj ioL i/inw^ KWt’Q/ccsysQ.'nK %'WQÄ wöcfieiit'fidV Jenseits der Grenze Herausgeber: Hanns Loewens t ei n und Willi Tisch Verlag, Berlin-Charlottenburg 4. Hauptschriftleiter, und verantwortlich für den gesamten redaktionellen Text: George Uoctz, Berlin w. d0; für den Inseratenteil: Willi Tisch, Berlin NW 21. DA 5000 XII. Druck: Sonncndruckerei G.ni.b.H. (Felix Wolf), Charlottenburg 4, WeimarerStr. IS..,