Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-12-27 · 37 (27.12.1933) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
37 (27.12.1933)
Date
1933-12-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2613366-2613479-2613518--4651-2616360
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Die Juden in Italien . Von Anton Petzold Man weiß im großen Publikum, sehr wenig von den italienischen Judenj weil sie sich in diesem Lande nur selten so bezeichnen. Sie ziehen es vor, lediglich Italiener genannt zu werden. Das soll aber nicht etwa heißen, daß sie sich ihres Judentums schämen, wie das in anderen Ländern manchmal der Fall ist — im Gegenteil. Sie sind stolz' darauf, Juden zu sein. Sie' legen nur größeren Wett auf ihre Zugehörigkeit zum italienischen Staat, als' auf die Betonung ihrer Herkunft und ihres Glaubens. Hinzu kommt, daß man allgemein in Italien keine Rassengegensätze kennt, und so ist denn Italien eines jener Länder, in denen der Jude den übrigen' Staatsangehörigen nach jeder Richtung hin völlig gleichgestellt ist. Die italienische Regieruhg hat sich stets der größten Toleranz befleißigt, und das Volk handelt auch dementsprechend. Trotzdem aber muß — der Wahrheit entsprechend — zugegeben werden, daß das niedere italienische Volk nicht ganz frei von Vorurteilen ist. Es gibt gewisse kleine 'Distrikte im Lande, besonders im Süden, in denen die katholische Bevölkerung —. meistens Bauern — zu Feindseligkeiten .gegen die Juden geneigt ist, aber mehr, aus Neid als" aus Bigotterie. Die wenigen , Juden, die in diesen Bezirken wohnen, sind, unternehmungslustige und erfolgreiche Kaufleute, und das erklärt eine gewisse Gegnerschaft bei einem Teil der minderbegüterten Volksmassen. Es gibt auch Italiener, die die Juden immer noch als Mörder Jesu Christi und als Feinde der Kirche bezeichnen, aber das sind doch nur sehr wenige. Die meisten dieser einfachen Leute wissen in Wirklichkeit fast nichts von den Juden, ausgenommen das, was sie vielleicht in irgendwelchen Tendenzschriften gelesen haben. Von diesen engbegrenzten Bezirken abgesehen, werden die Juden Italiens sowohl im Süden wie im Norden als -solide und angesehene Mitbürger geschätzt. - Obwohl in Italien nur der Katholizismus Staatsreligion ist, genießen die Juden uneingeschränkt alle bürgerlichen Rechte. Alle Regierungsstellen, Universitätswürden, militäschen und Marinekommandostellen, ebenso alle anderen Macht- und Ehrenstellen sind den hierfür befähigten Juden offen. So wurde der Jude Nathan zum Bürgermeister von Rom gewählt, Baron Sonnino wurde Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Fortis und Luzzatti hatten das Amt des Ministerpräsidenten inne, -und Mortora wurde Präsident .des höchsten italienischen Gerichtshofes. Es gibt nur eine Ehrung, die die Juden nicht ebenso erhalten können wie Nichtjuden, das ist der Annunziatenorden, der den Inhaber zum „Cousin“ des Königs macht. Obwohl für gewöhnlich jeder Ministerpräsident auf diese höchste Auszeichnung Anspruch hat, so konnten Fortis und Luzzatti als Juden diesen Orden nicht erhalten. Wenn wir die geschichtlich überkommene Einteilung der Juden in Sephardis und Aschkenazis'beibehalten wollen,, so .ist es kein Zweifel, daß die italienischen Juden zu Ersteren gehören, eine Tatsache, auf die sie sehr stolz sind. Zu den Sephardis zählt man alle lateinischen, besohders die spanischen, portugiesischen und italienischen Juden. Nach dem Fall von Jerusalem im Jahre 7Ö, als Titus mit seinen Römern die Stadt und den Tempel zerstörte, floh ein Teil der jüdischen Bevölkerung nach Spanien und Portugal, während die Zurückgebliebenen als Sklaven nach Rom gebracht wurden. Die Geschichte dieser nach Italien gebrachten Juden ist reich an Verfolgungen. Besonders schwer hatten sie es unter den Kaisern Domitian und später unter Theodosjus, der. die Juden als „eine niedere, moralisch verkommene Rasse“ bezeichnete, „eine gottlose und gefährliche Sekte!1. Auch unter den Nachfolgern dieser Machthaber mußten sich die Juden mm / Das Qualitäts- Zeichen! mm viele Einschränkungen gefallen lassen. Man verbot ihnen, öffentliche Geschäftsräume zu unterhalten, Eigentum zu erwerben, Sklaven zu halten, Gesinde zu mieten oder sich in irgend einer Hinsicht an der Staatsverwaltung zu beteiligen. Unter .Domitian wurde der Übertritt zum Judentum entweder mit dem Tode bestraft oder mit der Beschlagnahme des ganzen Vermögens des Schuldigen. ln der Renaissancezeit gestand mau den Juden ein gewisses Maß von Gerechtsamen zu, so daß sie an" der künstlerischen und literarischen .Wiedergeburt, die Italien .damals ■ erlebte, teilnehineu konnten. Robert d’Aragön, der Generalvikar des päpstlichen Stuhles, unterstützte sie sogar — wie erzählt wird — in ihren wissenschaftlichen und literarischen Bestrebungen. Männer wie Kalonynus und Emunuel, Freunde Dantes und Juden, hatten zweifellos Anteil an dem damaligen Kulturaufschwunge Italiens — so sagt die „Enfcyclopädia Britannien“. Doch die den Juden während der Renaissance erwiesene Toleranz war nicht von Dauer. Bald setzten die alten Verfolgungen wieder ein. Angesichts dieser Anfeindungen suchten nun die Juden Zuflucht in den Ghettos, in denen sie sich zusammendrängten wie eine geschlagene Armee, die der Gnade und Ungnade des Feindes ausgeliefert ist. Das berühmteste dieser altitalienischen Ghettos ist noch heute in Rom zu sehen. Seine einstöckigen Häuser mit ihren finsteren und luftlosen Räumen erinnern an die Armenquartiere des alten Jerusalem. Die Kirche verbot den Christen das Ausleihen von Geld. Die Folge war, daß diese Geldgeschäfte ausschließlich den Juden zufielen. Die Juden wurden sogar gesetzlich gezwungen, die alleinigen Bankiers jener Zeit zu werden. Das scheint ein Zugeständnis zu sein, das für die Juden von sehr ■ großem Wert sein müsse. In Wirklichkeit aber wurden die Juden dadurch moralisch *und sozial geächtet. Es setzte sie direkt der Verachtung der Christen aus. Obendrein konntendie Juden bei den großen Geldanforderungcn, die nun an sie gestellt wurden, bei der Unsicherheit der Zeit keine mäßigen Zinsen -nehmen, und so wurde die Beschuldigung des Wuchers eine Waffe in der Hand aller Judenhetzer, von denen sie viel zu leiden hatten. Die Juden waren daher genötigt, sich durch allerlei geschäftliche Maßnahmen vor Verlusten zu schützen, und hier ist- Wohl die Wurzel des kaufmännischen „Genies“ der Juden zu suchen. Die französische Revolution und die napoleonische Herrschaft schienen eine Zeit der Judenemanzipation einzuleiten. Mirabeau und Napoleon bezeigten ihnen eine damals ungewöhnliche Toleranz, und während ihrer Herrschaft erfreuten sich die italienischen Juden eines großen Maßes von Freiheiten und genossen vollen staatlichen Schutz. 1816 setzte aber wieder eine Reaktion ein, und die Juden, wurden gezwungen, in ihre Ghettos zurückzukehren. Dreißig Jahre lang mußten.sie sich wieder allerlei Verfolgungen erwehren. Verhaftungen und Kontributionen waren an der Tagesordnung. Doch endlich im Jahre 18-18 wurde dieser Zustand wieder durcK die neue Verfassung geändert. König Karl Albert gewährte volle religiöse Freiheit in Piemont und Sardinien. Weitere Freiheiten erwarben die Juden mit der Annexion von Toskana, Modena, der Lombardei und Romagna im Jahre 1859, 1860 von Umbrien, 1861 von Sizilien und Neapel, 1866.von kZeaezien-und.endlich--18|70 von Rom beim Ende des Kirchenstaates. Den italienischen Unabhängigkeitskrieg machten vieleluden mit, so Daniel Manin, Isaac Pesaro Marogonato, der Finanzminister Veneziens, Isaac Arton, Sekretär des Ministers Cavour, L’OIper, der Kanzler Mazzinis, Ernesto Natan, später Bürgermeister von Rom, Luzzatti, Senator Salyatore Barzilai. — „Die Namen der jüdischen Soldaten, die für die Freiheit Italiens starben,“ — so sagt die Jüdische Encyclopädie — „stehen mitten unter denen ihrer christlichen Kampfgenossen an allen Kriegerdenkmälern, die zu ihrer Ehre errichtet wurden.“ s Nach der Einigung Italiens waren die alten Bedrückungen', denen die Juden früher ausgesetzt waren, vergessen, und alle Gesetze wurden mit liberalem Geiste erfüllt. Die Regierung Victor. Emanuels II. war das Ende des Antisemitismus in Italien und der Beginn eines gegenseitigen Verstehens zwischen Juden und Christen! das noch heute andauert. Die gesamte jüdische Bevölkerung Italiens ist von 34 000 -im Jahre 1900 auf 50 0(10.im Jahre 1927 angewachsen. Die meisten "Juden, wohnen in Rom, Turin,. Triest, Mailand, Venedig-, Vicenza, Padua und Florenz. Obgleich ihre Zahl unter einer Gesamtbevölkerung von 40 Millionen Alenschen vergleichsweise sehr gering ist, ist doch ihr Einfluß außerordentlich bedeutend. Er macht sich auf der ganzen italienischen Halbinsel bemerkbar und dringt in . jedes Gebiet des öffentlichen Lebens. Das 19. und 20. Jahrhundert ist ein goldenes Zeitalter für die italienischen Juden, eine Atjra des Friedens und des 'Wohlstandes. Neben den bereits erwähnten bedeutenden jüdischen Staatsmännern seien noch genannt: Alessandro Fortis, Ministerpräsident, dermit Garibaldi bei ,Mentana focht — Baron Sydney Sonnino, Italiens Repräsentant auf der Pariser Konferenz und Minister der auswärtigen Angelegen- TK-iteii — General' Ottoleiighi und Senator Barzilai, Kriegsminister unter Salaudra und einer von Garibaldis Tausend. Unter den Wissenschaftlern und Künstlern nennen wir als prominente Juden: Cesare Lombrose, Gründer der wissenschaftlichen Schule, die seinen Namen trägt — Isaia Ascoli, Autorität mit" dem Gebiete der alten Sprachen — Senator Vito Volterra, Dekan der italienischen Mathematiker und Levi Civita, der zugleich' mit"Einslein,.den Anspruch erheben kann, die Relativitätstheorie aufgestellt zu haben — Federico Cameo, Professor der Jurisprudenz in Bologna, ein direkter Nachkomme der -Familie Spinozas — Pio Foa, ein bekannter ■Pathologie — Guido Fauo, .Physiologe- — Enrico Fauo, Volkswirtschaftler. ' Auf. geschäftlichen Gebieten wären als bekannte Juden zu nennen: Boualso Stringher, Leiter der Bank von Italien — Carlo Toepitz, Präsident der Banca Coiumcrcialc — Luzzatto, der Gründer der bedeutenden „Assicuranzioiii Generale Venezia“, einer der bedeutendsten Versicherflngsfachleute Europas. — Michelangelo Jessurum, der Gründer der Spitzenwerke in Venedig — undviele andere. Sehr interessant ist die Einstellung der italienischen Juden zum Faschismus. Hierzu hat der Hauptrabbiner Italiens, bäccrdoti, in allen italienischen Zeitungen eine Erklärung erlassen, daß sich die Juden mit dem Faschismus solidarisch erklären, weil — wie er sagt — „der Faschismus den Frieden wiederhergestellt hat, das Recht auf Arbeit garantiert und eine, stetige Produktion der Wirtschaft sicherstellt“. Hunderte von Juden nahmen auch am-Weltkriege teil und galten glänzende Beweise ihrer Tapferkeit und Vaterlandsliebe, tragen dqs- Schwarzhemd seit den Anfängen dieser Bewegung und haben zur Wiedergeburt der Nation ihr Teil beigetrageu. Wenn behauptet wird, daß 'die katholischen Neigungen des Faschismus bei den orthodoxen Juden Uneinigkeit hervorgerufen haben, so hat dieser Teil der Juden in Italien keine große Bedeutung. Die Majorität der Juden sieht jedenfalls im Faschismus keine religiöse Bewegung, sondert) eine soziale, wirtschaftsfördernde und patriotische, die sich zur Aufgabe gestellt hat, Italiens Ansehen und Einfluß .in der Welt zu heben. — Zur Verhaftung des Rabbiners Dr. Dienemann In der vorigen Nummer berichteten wir, daß -unser Freund, der allseitig beliebte Rabbiner Dr. Dienemann (Offenbach) wegen einer Äußerung in seinem Chanukkahvortragc in der Synagoge in Schutzhaft genommen worden ist. Die Nachricht hat in der jüdischen Öffentlichkeit allgemein großes Bedauern" hervorgerufen. Dr, Dienemann soll inzwischen iu das Konzentrationslager Osthofen überführt worden sein. Angesehene Mitglieder der Offenbacher Gemeinde erklären, daß es sich um ein Mißverständnis des Polizeibeamten handle, der dem .Vortrag Dr. Dimwnntms buiwohnto. Man ist bemüht, dieses Mißverständnis aufzuklären. Volljurist kautionsfähige Miets-Häuscr-Hypotheken, Steuer- und Qrundstücksfachmann sucht j-tausverwaltungen, Beteiligungen, Syndici- Posten, jur. und- Terminstätigkeit für Abzahlungsgeschäfte. Angeb. Sch. - II U. 60983 Zeitungsexped. Berlin W 30. Vertrotop-(innen) gesucht für' leistungsfähige. Bremer Kaffee - Großrösterei Carl MaX Josephs, Bremen . Lieferant von Peuacl|.KafTee u.Tee <Zßeatet, Haftaxett, Hino auch Fritz Tachauer und Claus Brill nicht entbehrten. Das Tanzpaar Black auil White erfreute durch zwei Tänze, und Herr Bonis trug am Flügel durch seine einfühlende Begleitung zum Gelingen der Vorträge bei. Last not least sei Jack Poiischuk mit seiner vorzüglichen Kapelle erwähnt. Alles in allem ein unterhaltender Abend, der die Aufmerksamkeit der gesamten Berliner jüdischen Bevölkerung verdient. ' —hu. Kunstnachrichten „Neues Streichquartett“ Das „Neue Streichquartett", das am 26. November 1933 mit außerordentlich großem Erfolg im Logenhaus konzertiert hat, veranstaltet sein zweites Konzert am Sonntag, 7. Januar, S Uhr, in der Singakademie in Gemeinschaft mjt Herrn Josej Rcsenstock, .Generalmusikdirektor des Kulturbundes, (Klavier). Ein Teil der Einnahme wird auch diesmal wieder einer jüdischen Gemeinschaft zugeführt. Programm: Klavierquartett von Mozart, Streichquartett E-Moll von Mendelssohn, Klavierquintett von Dvorak. Eintrittskarten von 75 3t/f bis 2,50 3l.ll bei Wertheim, Kadewe, Hans Riedel, Uhlandstr. 38 und an der Abendkasse. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr Dr. Ludwig Strauß, Privatdozent für Literaturwissenschaft in Aachen, spricht innerhalb des Vortragszyklus’ des „Jüdischen Kulturbundes Rhein-Ruhr“ über das Thema „Der Anteil der Juden an der deutschen Dichtung der Gegenwart" am 27. 12. in Krefeld, am 28. 12. in Aachen, am 30. 12. in Wuppertal, am 2. 1. 34 in Gelsenkirchen, am 3. 1. in Bochum und am 4. 1. in Köln. Gesellschaft für jüdische Volksbildung e.V., Frankfurt a.M. Samstag. 30. Dezember 1933, abends 8 Uhr, im großen Saal der Frankfurt-Loge, Eschersheimer Landstraße 27: Tanzabend bekannter Tänzerinnen. Mitwirkende: Trude Auerbach, Nauy Conley, Aenne Grünwald, Ruth .Levy (Stuttgart), Fini Maier-Gradel, Trude Strauß u. a. Begleitung: Helene Lorch-Morgenstern und Max Firnberg. — Karten zu 0,50, 1,— und 2,— 3UC sind in folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: Joseph Strauß’sche Buchhandlung, Bibergasse 13; Delikatessengeschäft M. Gerlich, Grüneburgweg S; Drogerie Schneemann, Schillcrstraße 2; Drogerie'Hermajin Loeb, Goethestraß-* -1: Konditorei Freimark, Baumweg 1; Wäschehaus Fuld, Schäfergasse 52; beim Kastellan der Frankfurt-Loge uml an der Abendkasse. | Mitteilungen des Kulturbundes deutscher Juden 11 Die noch ausstehenden Orchester-Konzerte dieses Monats .werden geleitet von: Joseph Rosenstock (Haydn Sinf. iMlur, Beethoven-Sinf. Nr. S F-dur), Michael Taube (Ouvert. Iphigenie und Egmont, Schubert-Sinf. B-dur) und T ritz Gold, schmidi, (Haendel, Concerto grosso d-nioll, Ouvert. Hebriden, Schubert-Sinf. B-dur). Ihre solistische Mitwirkung haben zugesagt: Rose Ethin (Konzertstück von Weber), Joseph Schwarz- (Beethoven Klav. Konz. c-moll), lilse Jansen (Arie), Mildred Cable (Arie). * ■ * Der Kulturbund Deutscher Juden bringt als nächste Aufführung das Werk „Die neugierigen Frauen“, komische Oper von Ernesto Wolf-Ferrari, das am 11. Januar 34 im Berliner Theater erstaufgeführt wird. — Musikalische Leitung: Generalmusikdirektor Joseph Rosenstock, Regie: Kurt Baumann, Bühnenbilder und Kostüme: Heinz Condeil. im Rahmen der Vortragsäbteilung des Kulturbundes Deutscher Juden wird der Kinder-Nachmittag ‘unter Leitung von Lucy Gelber, der am 17. Dezember einen außerordentlichen Erfolg hatte, auf Wunsch zahlreicher Mitglieder nochmals am Sonntag, den 14. Januar 34 nachmittags 3,30 Uhr im Berliner-Theater wiederholt. Eintrittskarten sind als Zusatzkarteu für die Wahlvorträge gegen Zahlung von 0,50 'ft.il in unserer Geschäftsstelle Kochstr. 64 zu allen Geschäftsstunden und in den Zahlstellen Buchladen Bayrischer Platz, Kedem, Dahlmannstf. 8 und Blumenhaus Gerson, Meinekestraße 2, erhältlich. *• Am Abend des 31. Dezember 1933, 7.15 Uhr, spricht im Rahmen des Kulturbundes Deutscher Juden Ludwig Hardt, im Beethoven-Saal (Köthenerstr.) „Heitere Dichtung“, von Andersens Märchen und Münchhausens Abenteuern über Wilhelm Busch zu Morgenstern und Scholem Aleichem. Karten für diese Sonderveranstaltung sind nur für Mitglieder des Kulturbundes gegen Vorlage der Mitgliedskarte zum Preise1 von i/Mt 1.— und nur in der Geschäftsstelle des Kulturbundes Kochstr. 64 zu allen Geschäftsstunden zu haben.. Direktion: flatow-Elow ElOW (iinfericrt I Das naua Programm Ca l»t noflh baaaar ' Bilder, Bketscbe, Parodien. . Abends 70 .Pf., kleine Preise Täglich nachm. Hausfräuen- Vorstellung, Eintritt frei Kanne Kaffee mit Kuchen Mk. I,- KOMODIE Kurfiirstendamm 206. Bism. 904 Täglich SVz Georg Alexander in .. AmTeetisch mit Lia Eibenschütz BirtirMM 4329 U Mob ifV 0Pl«lt uci.a.af i,fi»uae d. hCALiA lataKomb« Sonnabend« OJiO und I J Uhr Sonntag» u. 9.30 Vorverkauf Ugl. ab 12 Uhr Kabarett Alt-Berlin Kurfflrtfendammtt 1 1 Bismarck 2645 Tlgl, Aborts 9.15 Da* große Dezember-Programm mit Conference Harbart Zcrnkk Nachmittag! 4J0 Kabarett and Tanz KlntrlH frei Kabarett Maria Hey konlerrtdKlictl 9.R» . ait jtovua dar Mwtautr* KurfBratoodamnIM' Telelon J 7 7liZI Drucksachen Oiiferianonen li Dtiur luilOfirotg. Billig« mim Saaaaainchaial: Felix Woll Welmareratr. IS C 1 SUdnpl. II2H Pension Naumann Berlin- Wilmersdorf, Nikoliburgec-Platz 6-7 Ecke Kaiserallee• Trautenaustrafie H7 Wilmersdorf4704,470Su.lj90 abends nach J0 Uhr nur 4704 U nt er r i ch t Junger Rabbiner sS&äEZZVSSt unterricht, auch Konflrmations-Vorbereitung. Anfragen erbeten unter L 428 an die „Jüdisch-liberale Zeitung’', Berlin- .Charlottenburg 4.. Akrobatik* Schute Hilfoset, KurfQritMdsmin 119-120 geführt vom weltbekannten artistischen Fachmann WMhr KUPP*!! Hochmeister 3lf«H Amerikaner lehrt Englisch Berlin NW 87, Lessingstr. 3f Einzelstungen -- Kleine Ziiäel Mäßige Preise " * 78592^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.