Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 36 (22.12.1933)
- Date
- 1933-12-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein deutscher Jude br. ) "n k r", "^Hn l“eia i7t^Rt-gZwigimTdfzhiäbat a. b.. in Berlin zur letzten Rahe geleitet. Deutschtum, Judentum! Alan will diese Begriffe trennei hüben und drüben. Kein Tag vergeht, keine Stunde, i der diese Begriffe nicht jetzt als brennende Fragen in unst Leben treten. Schauen wir näher: In einer Winterabendstunde -führt uns der Weg dorthin, wo letzter Ausklang des Lebens verströmt. In dem. weiten Kaum des Krematoriums stehen viele hundert Menschen. Auf dem Katafalk ein schlichter St kein Pomp, keine grolle Begräbnisaufmachung, alles unend schlicht und darum tun so tiefer ergreifend. Fahnen lind ticistc Mark fühlte. Immer wieder strömen neue Scharei uhlichc Nachruf, hören wir recht? Wörtlich vernehmen wir: Fugen Üorchardt war ein echter Deutscher; er liebte die ‘ Heimat, er liebte sein Vaterland mit der Inbrunst seiner Seele. Fr war beherrscht von echt preullisclteitt Geist, und als der Kriegsruf erscholl, zog er als Generalarzt mit seinem 39. Arlillcrieregimeut begeistert ins Feld. -Restlose Hingabe " Flire und Vaterland, Pflicht und Güte: das waren die Devi seines Lehens. Als einer der Letzten kam er zurück, Orden und Fhrciizeicheu in Fülle und mit der Bezeichnung eines Generaloberarztes. Ihm galt das alles wenig, sein Deutschland litt und er mit seinem geliebten Vaterlande. Er ■nullte es erleben, dal! seine Heimatstadt Memel von Deutschland abgetrenut wurde. Das war wohl mit sein herbstes Leid. Seine Landsmannschaft - der Verein der Memelländer wurde gegründet. Unermüdlich vertrat er die Belange se Hyimatgenosseu.“ — Dies und noch vieles andere vernahmen wir in jener Abendstunde, sahen Helm und Schärpe, Mütze und Band auf (lein schlichten Sarge. Und der, der so sprach, war. kein jüdischer Rabbi, sondern ein christlicher Freund, ein gelehrter Professor, ein Mensch mit unendlich warmem Empfinden. Dann spricht der Erste Chargierte einer Burschenschaft, die heute sicher keinen Juden mehr aufnehmen wird. Spricht von dem ehrenhaften Alten Herren und dessen Verdienste um das Corps. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten entbietet durch seinen Vertreter dem treuen deutschen Juden die letzten Grülie, dann tritt der jüdische Kantor an den schlichten Sarg, spricht das übliche ergreifende Toten-; gebet: „Ob der Mensch kurze Zeit lebt, ob er viele Jahre liier weilt — er muH dahiugehen, aber was sein Geist ' Erden gewirkt hat, das hat Dauer. Die Liebe, die er , gesäet, sie bleibt unvergänglich, der Ruf, den er sich erworben, bleibt beständig.“ Eine kleine schlichte Volksweise als Abschiedslied. Schläger blitzen auf, Fahnen senken sich tief, bald ist der schlichte Sarg verschwunden. Man hat einen deutschen Juden geehrt. Delegationen des Offizierskorps seines geliebten Regiments, militärische Vereine, zahllose Ärzte, sie alle strömen wieder aus dem weiten Raum hinaus; sprechen von Eugen Borchardt als der Treuesten einen. — Wir aber sagen mit Stolz: Er war Unser! —ids—. „Jules“ letzte Szene Unter dieser Überschrift lesen wir im „S-Uhr-Abendblatt“: Auf dem Friedhof kann der grolle Warteraum bereits eine, halbe Stunde vor Beginn der Trauerfeier die Menschenstein die letzten Ehren zu erweisen, ln der winterlichen In seiner Ansprache gedenkt der Geistliche des Frohsinns, den der früh Dahingeschiedene seinen Mitmenschen gespendet. Der Humor, mit dem er die Menschen erfreute, habe die tiefe Verbundenheit erzeugt, die die Vielen zur letzten Ruhestätte Falkensteins geführt. Ergreifender Gesang beschließt die schlichte Feier.- bereits in der im Kurfürstendanim-Theater vorangegangenen Gedenkfeier die Persönlichkeit Falkensteins, den tiefschürfenden Künstler und den allgemein geschätzten Berufsgenossen, in einem warm empfundenen Nachruf gewürdigt. Mau bemerkt ferner llka Griüiing und Erika Gläßner, Eugen Burg und Rickelt und Paul Hörbiger und viele, viele andere. Kranz auf Kranz ist gehäuft vom Deutschen Bulmenklub, vom Kurfürstendanim-Theater, von Hans Albers, von Filmgesellschaften. Einer solchen Popularität war „Jule“ sich zeitlebens nie bewußt ... S. Dem Bericht ist hinzuzufügen, daß Julius Falkenstein auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee zur letzten Ruhe bestattet worden ist, daß der darin erwähnte Geistliche Rabbiner Dr. Blumenlhal und der im Bericht nicht erwähnte Kantor Oberkaninr Davidsohn war.-! HuCtur&piegeC Berliner Kunftdjronik L Rezitations-Abend Frau Ilerrnsladl-üUingen Ob sich der Laie im Klaren ist, wie schwierig die Kunst des Rezitators ist? Eine hellerleuchtete, farbige Bülme, die Hilfe aller möglichen Requisiten, die Möglichkeit, das Wort durch Bewegung und Geste zu unterstützen, er- -1'- Wirkung eines Schauspielersauf die ZuHörer- Zuschaut Mimik bedien« - Dies alles fehlt dem Rezlitator: t._. alle darf-er sich der Geste, ja auch der Die Stimme mit dem ganzen Reichtum Vor- Wirkung und der Garant seines Erfolges. Die warme di jede seelische Regung widerspiegelnde Stimme der tragenden ermöglicht ihr, die Zuhörer sofort in die vc gewünschte Stimmung zu versetzen und die akustischen inittelnden Eindrücke erzeugen im Zuhörer fast op . Visionen. Ganze Kapitel aus Schalom Ascli’s Werken einzelne Szenen aus dem wundervollen „Hiob“ von Roth vorgetragen).erzwangen in dem Saal diejenige lautlose Stille, die auf die'"Konzentration und Ergriffenheit der Zuhörer schließen läßt und die zum Schluß durch starken Applaus den spontanen Dank, zum Ausdruck bringt. . - 'rs Lieder-Abend haben wir t. gebracht. Und was könnte iiesen wundervollen Säuger sa?ifer, muh selbstverständliche :hen Siimmkultur und Vortr rie von Haendel ner Vollendung feinfühlig heglc die di Leistung nur zu zwei Dritteln besuc dieses Künstlers ausverkai es auch jetzt noch im Ae an diesen „Lücken" Schn •ganisation des Kulturbünde Pflicht, auf diese Tatsacl Abend hihlikuu III. Ein neues-Trio Bruno' Flisner—Van der Berg—Uwe! Stegmamt stellte sich dem Publikum des Kulturbundes im Beethovensaal vor. Alle drei Künstler sind den Berlinern seit Jahren bekannt. Wenn die beiden Trios: Brahms (C-moll) . und Beethoven (B-dur) nicht in derjenigen Vollendung herauskamen, wie wir sie. von solchen iMusikern erwarten durften, so lag es hauptsächlich au der scheinbaren- Indisposition des Geigers (leider war es dem Rezensenten nicht möglich, die späteren Abende zu besuchen). Zwischen den beiden Werken der Kammermusik saug die beliebte Korizertsängerin Olga Fisner Lieder von Beethoveu, Brahms u. a. Ihre weiche, warme, in allen Lagen ausgeglichene Altstimme und ihr beseelter Vortrag eroberten das Publikum, das die Künstlerin jinr ungern vom Podium gehen ließ. Bruno Fisner begleitete die.Sängerin in bekannter Meisterschaft. Einen außerordentlich großen Erfolg hatte das Rostal- Quartett njit dem Vortrag des Reiter-Quartetts von Haydn, mit dem nachgelassenen Quartett-Fragment von Schubert und einem Dvorak-Qnartett errungen. Konnte mau die Exaktheit, das Rhythmische dieser herrlichen Vereinigung und die hervorragende Bogenteclmik des Primgeigers im Haydn-Quartett bewundern, so war man andererseits dankbar für das herrliche Singen der vier Instrumente in Schuberts ewigen Melodien. Mit Brillanz wurden die Volksweisen Dvoraks gespielt, doch hätten dieselben einen Schuß Zigeunerhaftes mehr vertragen Bei diesem Konzert hatten wir die Bekanntschaft eines Sängers gemacht, den wir noch häufiger zu hören hoffen. Alax Mansfeld besitzt einen sehr schönen, gut geschulten und tragfähigen Tenor. Der feinsinnige und vornehme Vortrag einer Arie aus der Havdnschen „Schöpfung“ und einiger Schubertscher Lieder zeigte, daß der Sänger sowohl dem Oratorium-Stil als auch dem Lied-Stil gleich gerecht wird, wenn auch bei dem Vortrage der Schubertschen Lieder eine größere Einfachheit noch zu wünschen wäre. V. Im überfüllten großen Saal des Logenhauscs in der ststraße wurde ein Konzert zugunsten der jüdischen Kiinsflcrhilfe veranstaltet. An diesem Abend stellte sich eine Quartett-Vereinigung unter dem Namen „Neues eich qua rtett" vor. Die vier Herren 'flV/7/r Frey, s Prager. Rudolf Aleyer. Hermann Weil) haben,'wie es int, durch fleißiges Zusammenarbeiten eine ausgezeichnete tung des Quartettspiels präsentiert. Und so konnten sie gutem Gewissen an ein technisch so schwieriges Werk .... der musikalischen Erfindung dieses Opus kommt leider die ganze Begabung und das Können dieses jungen Komponisten nicht genügend zum Vorschein) wie das 2: Streichquartett Von BertItold Ooldschmidl, das sie zur erfolgreichen Uraufführung brachten. Die italienische Serenade von Hugo Wolf hätte man gerne in der Farbe differenzierter gehört. 'an/a Lindberg trug mit großem Einfühlungsvermögen v chiedeue jüdische Volkslieder vom Streichtrio begleitet v las Publikum ruhte nicht, bis die Sängerin einige Lieder riederholte. — Zum Schluß noch ein Wort über die Pro-;r:umnzusammenstellung dieses Abends. Wir wissen nicht, rer dafür verantwortlich zeichnet, doch muß gesagt werden, laß eine solche „bunte Schüssel“ auch nicht in ein W'ohlätigkeitskonzert gehört. Eine Wanderung durch so verchicdeiie Stilarten, wie es die primitiven Volksweisen, Goldchmidts moderne Musiksprache, Wolfs Romantik, und Beetlovens mystischen Tiefen sind, ist eine Zumutung an ünstlerische Gefühl des-Zuhörers und wirken störend. - Leider ließ auch das Programm des letzten Orchesterkonzerts unter Leitung von Michael Taube diejenige Stileinheit vermissen, die wir sonst bei diesem feinsinnigen Künstler gewohnt sind. Der Hinweis iin Programmheft, daß die Konzerte einen Zeitraum von siebzig Jahren umfassen, ist keine plausible Erklärung für die Tatsache, daß auf die Ouvertüre zu „Iphigenie“ von Gluck, die „Kette aneinandergereihter Lieder" (s. Programmheft) der rührenden „Unvollendeten“ von Schubert folgt, und daß die sehnsuchtsvolle Glückseligkeit des wundervollen; Meiidelssohnschen Violin-Konzertes durch die Wucht der Egmont-Ouvertüre erdrückt und ausgelöscht werden muß! Übrigens war die Egmout-Ouvertüre entschieden eine Prachtleistung des Orchesters und seines Dirigenten, während in der Schubertscheu Symphonie die Rücksicht auf die exponierte Stellung der Holzbläser den Dirigenten sicht; lieh hemmte. Die Solistin des Abends, die in Berlin von früher her sehr bekannte Violinistin Anni Steiger-Be/zah, entzückte und begeisterte die Zuhörer durch eine feinsinnige Interpretation des Meiidelssohnschen Violin-Konzertes, in dem man sowohl ihren blühenden ..männlichen” Ton als auch ihre •hervorragende Technik bewundern konnte. .VII Ein Nachwort. „Figaros Hochzeit", als Serienauffühig! „Figaros Hochzeit", IS mal nacheinander gegeben, mal das Berliner Theater bis auf den letzten Platz besetzt, IS mal lauschten begeistert je 1000 Menschen den unsterblichen Melodien Mozarts! Und etwa zwanzigtausend Menschen gingen in dieser schweren Zeit beglückt durch neues Erlebnis nach- Hause. Auf diese Tat kann der Kulturbund deutscher Juden stolz sein, und für diese Tat sagen wir ihm hier noch einmal a r Stelle Dank! BP. Konzert in Hübest) eim Die Hildesheimer Gemeinde versammelte sich am 14. ds Mts. wiederum zu einem Konzertabend, der dem vorangegangenen in Schönheit nicht nachstand. — Diesmal waren Stefan Frenket, Geige, und Oberkantor Israel Aller, Tenor, als Solisten gewonnen. — Stefan Frenkel spielte neben Vivaldi, Beethoven, Mendelssohn, Couperin, Nick-Frenke! und d’Ambrosia, eine Pastorale von Händel, die wohl den stärksten Eindruck hinterließ. — Der geniale Geiger ließ dieses Stück in seiner ganzen Einfachheit und Ländlichkeit in niegehörter Art erstehen, so, daß man beinahe eine Hirtenschalmei, zu hören glaubte, Der 2. Solist, Oberkantor Alter, sang hebräische und jiddische Lieder, von denen besonders letztere alle Herzen der Zuhörer ergriffen. Beide Künstler wurden , in feinsinnigster Weise von Herrn John Mandclbrod, Hannover, begleitet. R. M, Ein Ceonib Kreufzer-Sbenb in Karlsruhe In der Konzertabteilung, des Vereins für jüdische Geschichte .und Literatur spielte Professor Leottid Kreutzer-• Berlin am 14! Dezember mit virtuoser Technik und großer Gestaltungskraft Handels Orgelkonzert g-moll und Schumanns große c-dur Fantasie und hierauf eine Auswahl von Werken von Chopin, von welchen besonders das_ Nocturno in 'c-moll und die Baccarole hervor zu heben sind. Die von dem Künstler beabsichtigte Wirkung wurde etwas beeinträchtigt durch den Klang des BIüthner-Flügels, welcher nicht weich genug war. Es gelangen daher die von dem Künstler bevorzugten plötzlichen Uebergänge vom stärksten Fortissimo zum hauchartigen Pianissitno nicht immer restlos. Professor Kreutzer wurde lebhafter Beifall zu Teil. Dr. A. K. Breslauer Iflu(ikbrief. Die Witwe des Jüstizrats Bab hat in dem von ihr bewohrften Einfamilienhaus im Breslauer Süden, der in sozialer Hinsicht dem Berliner Westen entspricht, behagliche Klubräume eingerichtet und einer intimen, gesellschaftlich verbundenen Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.-" Dieses „kleine Haus der Geselligkeit“ ist eine sehr-nette Vereinigung von Konditorei, Schach- und Bridgesalon und Kammermusikraum. Ruth Hennig trug dort moderne Chansons und jüdische Lieder vor, technisch sehr sauber und mit gut nüanciertem Temperament; Susanne Traugott gab als Begleiterin und Solistin Proben ihrer sicher fundierten Pianistik, und Siegfried Bruch, den man. den „Nestor der Breslauer Schauspieler“ zu neunen pflegt, unterhielt die Hörerschaft mit anziehender, humoristisch belebter Erzählerkunst. ln einem anderen Hauskonzert hörte ich den Violincellisten Jaschn Bernstein. Der beste Beweis für seine reife- Kunst ist die. Tatsache, daß ihn das berühmte Guarneri- Quartett unlängst als Mitglied aufgenommen hätte. Freilich -müßte sich Bernstein nun auch ein den Instrumenten seiner Quartettgenossen wertgleiches Violoncello anschaffen. Hans Baron verpflichtete den Konzertsänger Max Mansfeld und die Hamburger Opernsängerin Rose Book, die ein paar Jahre lang in Breslau tätig gewesen ist, zu einem gemein; samen Arien- und Liederabend. Mansfelds zu feiner Kultur befähigter, metallischer und doch warmer Tenor würde uns reinere Freude machen, wenn die Vokalisation besser und freier wäre. Rose Book ist als Kolorätursopranistin eine Rose ohne Dornen; sie rankt sich mühelos bis zur Mitte der dreigestrichenen Oktave. Frau Schoeps-Rogosinshi war die um- und einsichtige Amtswalterin am Flügel. Künftlertjilfe ber Uübif^cn Bcmeinbe Konzert am Mittwoch, 27. Dezember, abends 8 Uhr, Johannissträße 16 (Synagoge). Ihre Mitwirkung haben freundlicherweise zugesagt: Paula Lindberg, Lola Polaferner (Gesang), Ilse Nathan (Harfe), Prof. Lconid Kreutzer (Klavier), Madrigalchor unter-Leitung von Dr. Misch. Zur Aufführung ngen: Klavierwerke von Beethoven (Mondscheinsonate), pin (F-Moll-Phantasie), Mndrigalchure alter -Meister, Duette von Mendelssohn, jüdische Volkslieder usw. Eintrittskarten zum Preise von 0,25, 0,50, 1,— und 2,— M.g sind b Freitag, 15. Dezember, in folgenden, Vorverkaufsstellen u haben: Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde, Oranienburger Straße 31 (D 2 Weidendamm 5131), Rosenstraße 2 4 (Hauswart), Synagoge Kaiserstraße 29 30 (Kastellan), Johantisstraße 16, „Bühne und Brettl“, Joachimsthaler Straße 13 (J 1 Bismarck 6979), Svnagoge Prinzregentenstraße 69 70 (Kastellan). Sportnachrichten Bericht über das Handballspiel B.S.O. 1-I.T.S.C. 05, I. Jugend 6 .-3 ln dem scharfen, schnellen Spiel war die Mannschaft der B.S.G. im Vergleich zu ihrer Form vor 14 Tagen nicht mehr wiederztierkenhen. Der Sturm kombinierte zweckmäßig; Läuferreihe und Verteidigung deckten gut und ließen keine Schwächen verraten. Nur der Torwächter scheint'für schwere Spiele zu schwach zu sein. Die Tore fielen durch: Weidenreich (2), Caro (2), Groß und Schönland. //. 83 Vereine im Sportbund des R. j. F. Die Sportarbeit des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten macht weiterhin große Fortschritte. Im ganzen Reich erhöht sich stetig die Zahl der jüdischen Tunt- und Sportvereine, welche sich dem Spörtbund des R.j.F. anschließen bzw. von den Ortsgruppen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten neu gegründet werden. Unter der Vielheit .der dem Sportburid neu angeschlossenen Sportvereine sei besonders der Beitritt des Berliner Ruderclubs „Helvetia“ hervorzüheben, welcher auf ein 28jähriges Bestehen zurückblicken kann und damit nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der hervorragendsten Ruderclubs Berlins ist und heut noch über ein eigenes Bootshaus und Bootsmaterial verfügt. Ebenso hat sich in Berlin auch der Tennisclub Grunewald 1933 (ehemals Schwarz-Weiß) dem Sportbund, des R.j.F. angeschlossen. Mit seinen S3 Sportvereinen ist der Sportbund des R. j. F. heute der Zahl seiner Vereine nach dem Deutschen Maccabi- Kreis um fast das Doppelte überlegen, ein Beweis, daß es d e r Breitenarbeit'des' Sportbundes gelungen ist, auch in kleinsten Gemeinden die sportinteressierte Jugend um sich zu sammeln.