Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 29 (28.11.1933)
- Date
- 1933-11-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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sonstigen allgemein bekanntgegebenen Grundsätzen der Reichsregierung durch öffentliche Verlautbarung Stellung zu nehmen sowie direkt oder indirekt den Boykott gegenüber jüdischen Wirtschaftsunternehmungen oder jüdischen Anwälten weiterzuführen. Die Wiederaufnahme derartiger Maßnahmen wird von allenfallsigen Anweisungen der Keichszentralstelle abhängig sein. Wieder arabische Kundgebungen gegen jüdische Einwanderung Jerusalem, 22. November (J.T.A:). Die extrem nationalistischen arabischen Kreise beabsichtigen, die Demonstrationskundgebungen' gegen jüdische Einwanderung wieder aufzunehmen. Am Freitag, dem 24. November, wollen die Istiklalisten eine Demonstration gegen jüdische Einwanderung und gegen jüdischen Bodenkauf veranstalten. Die verstärkte Aktivität der radikalen Gruppen wird auf die Einwirkung der aus dem Gefängnis entlassenen Führer der Istiklalbewegung Auni Bey Abdul Hädi und lzzat.Darwaza zurückgeführt. Mohammedanische und christliche Mitglieder der arabischen Jugendorganisation haben auf einer in Jerusalem stattgefundenen Tagung beschlossen, eine faschistische „Grünhetnden-Organisation“ zu bilden, die völlige Einstellung der jüdischen Einwanderung, Beschränkung des Bodenverkaufs an Juden und Einsetzung einer autonomen Regierung in Palästina anstrebt. Protestversammlungen in Palästina Jerusalem, 22. November (J.T.A.). In Jerusalem und in anderen Städten fanden mehrere massenhaft besuchte Versammlungen statt, in denen Redner aller jüdischen Parteien und Richtungen des Jischuw gegen die Einwanderungspolitik der Palästina-Regierung protestierten und dieser Politik schärfsten Kampf ansagten. Die von der Regierung in der Einwanderungsfrage befolgten Richtlinien wurden als eklatante Verletzungen des Mandats bezeichnet. Die Redner aller Parteien traten für innerjüdischen Burgfrieden ein, damit der Kampf gegen die englische Palästina-Politik mit vereinten Kräften geführt werden könne. Es kam nirgends zu irgendwelchen Ruhestörungen: Weitere Kundgebungen im ganzen Lande sind angesagt. , Will Dollfuß den Numerus clausus einführen? Wie das Katholikenblatt „Neue: Zeitung“ aus zuverlässiger Quelle erfährt, hat eine soeben stattgefundene Führertagung der Vaterländischen Front in Linz eine Entschließung angenommen, die den Numerus clausus für Juden auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens fordert. Der Wiener Zentrale der Vaterländischen Front, die direkt der Führung des Bundeskanzlers Dr. Dollfuß untersteht, wurde diese Resolution übermittelt. . ' ' Winterhilfe auch für. Juden Von Max Gandersheim, Leiter der Abteilung Winterhilfe beim Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinden zu Berlin Das,Wort „Winterhilfe“ ist seit einigen Jahren zu einem feststehenden Begriff geworden. Es bezeichnet den beson-y deren. Kampf, der gegen die durch die kalte Jahreszeit verschärfte Not geführt werden muß. Zu Beginn des Winters sind Tausende von Menschen nicht in der Lage, eine warme' Stube, eine gute Mahlzeit, ein wärmendes Kleidungsstück sieh leisten zu können. Während in den vergangenen Jahren diesef Kampf gegen Hunger und Kälte von verschiedenen Seiten geführt wurde, von städtischen Behörden, Organisationen der freien Wohlfahrtspflege und privaten Personen, ist er in diesem Jahre zentralisiert durch das Winterhilfswerk desdeutschen Volkes. Die, Durchführung dieses Werkes ist in erster Linie der N.S.-Volkswohlfahrt übertragen. Mit ihr arbeiten alle Organisationen und Verbände des Reiches. Die N.S.V. ist jenseits, aller Tagesfragen der Politik ein soziales Hilfswerk von Mensch zu Mensch. Es ist der Wille des Reichskanzlers, daß niemand von diesem sozialen Hilfswerk ausgeschlossen sein soll. Dieser Grundsatz ist in vorbildlicher Weise auch zur Durchführung gelangt. Hier in Berlin hat der Gau- und Landeswart Spicwock seinen Amtswaltern ausdrücklich eingeschärft, Arier und Nichtarier in gleicher' Weise zu berücksichtigen. Es war also die Aufgabe der Jüdischen Gemeinde, sich mit der N.S.V. in Verbindung zu setzen, um Richtlinien über die Betreuung der Juden durch die Winterhilfe zu erhalten. Diese Richtlinien sind in dem nachfolgenden Rundschreiben der N.S.V., Gau Groß-Berlin, .das an alle Kreis- und Ortsgruppenwalter ging, enthalten: ' „Auch die hilfsbedürftigen Juden sollen aus der Winterhilfe bedacht werden. Auch hier ist wie bei den anderen Bedürftigen Voraussetzung, daß jeder Bedürftige: einen Antrag stellt, der geprüft und' genehmigt wor-‘ denist. Um irgendwelche Streitigkeiten zu vermeiden, ist das Jüdische Wohlfahrtsamt angewiesen, an ihre Hilfsbedürftigen die Anweisung zu geben, daß sich diese aus ihrem Kreis für die jeweilig zuständige N.S.V.-Ortsgruppe einen Obmann heraussuchen, der für die anderen hilfsbedürftigen Juden, die zu dem betreffenden Ortsgruppenbereich gehören, die Unterstützungsanträge und sonstigen schriftlichen Arbeiten erledigt. Für den Fall, daß die Mitarbeit dieses jüdischen Obmannes zu Streitigkeiten führen würde, sind sicher innerhalb der Arbeitsgemeinschaft einige Mitarbeiterinnen, die mit dem nötigen Taktgefühl die Obmannschaft über die zu betreuenden hilfsbedürftigen Juden übernehmen. Als Prüfer für die Prüfung der jüdischen Antragsteller sind gleichfalls geeignete Mitarbeiterinnen aus der Arbeitsgemeinschaft zu bestimmen. Im übrigen sind solche Anträge wie jeder andere Antrag zu behandeln.“ Es muß gesagt werden, daß diese Richtlinien überall zur. Durchführung gelangt sind. Die Anträge der jüdischen-Hilfsbedürftigen werden in den Bezirks-Wohlfahrtsstelleu des jüdischen Wohlfahrtsamtes aufgenommcii, geprüft, mul an die N.S.V. weitergeleitet. In vielen Ortsgruppen nehmen die Vertrauensleute der jüdischen Hilfsbedürftigen au "den Sitzungen der N.S.V .-Ortsgruppen teil. Im . Bezirk Mitte ist eine eigene Geschäftsstelle der N.S.V. in Verbindung mit dem jüdischen Wohlfahrtsamt fiir Jmlen errichtet worden; hier arbeiten gemeinsam Angehörige. der N.S.V. und jüdische Helfer und Helferinnen. _ Eine große Zahl von ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen hat sieh zäir.Verfügung gestellt, um die Verbindung mit den N.S.V.-Kreis- und Ortsgruppenstellen aufrecht zu erhalten. Ihre Aufgabe ist es insbesondere, diejenigen, die sich ihrer Not schämen und keine öffentliche Stelle in Anspruch nehmen wollen, zu beraten und dafür zu sorgen, daß. sie durch die Winterhilfe der N.S.V. und der Jüdischen Gemeinde vor Hunger und Kalte bewahrt bleiben. Die Berichte aus dem Reich lassen erkennen, daß in größeren und kleineren Gemeinden die Organisationen der Winterhilfe nach dem Berliner Beispiel eingerichtet worden ist. Es ist zu hoffen, daß dem Willen des Reichskanzlers, daß kein Aleusch hungern und frieren soll, überall Folge, geleistet ist. Für. die rituell lebenden Juden ist die Bestimmung wichtig, daß für die ausgegebenen Fett- und Lcbensmittctschcine auch koschere Fette und Lebensmittel in den entsprechenden Geschäften bezogen werden können. Neben der Winterhilfe gegen die materielle Not-gehen auch die Bestrebungen zur .Bekämpfung der seelischen Not. Für die Juden wird durch Einrichtung von Wärtnestuben, in denen Vorträge und musikalische Darbietungen' bei Tee und Gebäck in hellen Räumen geboten werden, durch die jüdischen Gemeinden versucht, bedrängten Menschen einige lichte Stunden zu schaffen. So ist es Pflicht jedes Juden, das Winterhilfswerk des deutschen Volkes nach seinen besten Kräften zu unterstützen und durch reichliche Spenden die Winterhilfsarbeit der N.S.V. zu fördern. Keine jüdischen Krankenkassenärzte in Städten mit mehr als 100000 Einwohnern Der „Angriff“ meldet: Eine soeben erlassene Verordnung des Reichsarbeitsministers über die Zulassung von Ärzten, Zahnärzten und Zahntechnikern zur Tätigkeit bei den Krankenkassen trifft neue, für Krankenkassen und Ärzte bedeutsame Bestimmungen. Danach werden bis auf weiteres in Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern Ärzte nichtarischer Abstammung zur Tätigkeit bei den Krankenkassen nicht zuge- " lassen. Diese Regelung war notwendig geworden, weil gerade in Großstädten noch ein großes Mißverhältnis zwischen arischen und nichtarischen.Kassenärzten besteht. Dieser Zustand, bedarf dringend der Abänderung. . ' Bisher konnten nichtarische Ärzte bei den Krankenkassen zugelassen werden oder bleiben, wenn ihre Väter oder Söhne im Weltkrieg gefallen sind. Aus Billigkeitsgründen erstreckt die neue Verordnung die Aufnahmemöglichkeit auch auf die Fälle, wo der Ehemann einer nichärischen Ärztin im Weltkriege gefallen ist.' Das gleiche gilt naturgemäß für Zahnärztinnen und Zahntechnikerinnen, Nachdem die meisten Verfahren, über die Beendigung der Zulassung von nichtarischen Kassenärzten, -Zahnärzten und -Zahntechnikern abgeschlossen sind, wird nunmehr bestimmt, daß der Artikel II Nr. 6 der Verordnung über die Zulassung von Ärzten zur Tätigkeit bei den Krankenkassen vom 22. April 1933 und die Verordnung über die Tätigkeit von Zahnärzten und Zahntechnikern bei den Krankenkassen mit Ablauf des 31. Dezember 1933 außer Kraft treten. Diese. Vorschriften regeln im einzelnen das Verfahren wegen der Beendigung der Zulassung. Für schwebende Verfahren bleiben die. Vorschriften in Kraft. Gummijchwämme tf&ß&onxugcn. S/e tei Jkna SinlzcLufkn. das fvAnendc CtyitfaeJkoL BettUN* SCfföf/eeeaa . /Scuupis/r.163 U nte r r i ch t ENGLISCH bei geborener Engländerin, Kurfürstendamm 50 (Ecke Schlüterstraße) - Tel. Bism.983 Zeitgemäße .Preise Akrobatik-Schule Hilensee, Kurtflrstendinm 119-120 geführt vom weltbekannten artistischen Fachmann WlHir Kuppelt Hochmeister 3198 Pariserin Massigen französischen Unterricht Bleibtreu 2240 vorni. 8—10 Autöf ahrschule Technische Privatschule, Dipl.-Ing. Steklmacher Friedrichstr. 118/19. Tel..- D292« «Maschinenbau,Elektrotechnik, Installation, Galvanotechnik, Metallfärben. Gelegenheit zum Berufswechsel FRAUENBERUF existenzsicher für Palistina and Anstand. Ausbildung in Kosmetik, insbes. in Elektrolyse zum Beseitigen von Freaenbert» LeberfTeckenr Warzen sow. sSratl. Hantfeblem unL Garantie. Frei Ifvkalu ftotzstra&e 9 (am NoUendotiplatz). Seit 1902. PaUtv4557. Ans den Gemeinden Berlin. '(Altersrerso rgungs wesen der Berliner-Jüdischen Gemeinde wird ausgebaiit.)^ Eine der bekanntesten Wohtfahrtseinrichtungen der Berliner Jüdischen Gemeinde, das von Moritz Mannheimer gestiftete Altersheim, feierte sein aOjähriges Bestehen, ln den Reden aut der Erinnerungsfeier, die aus diesem Anlaß stattfand,, wurde ein Oberblick über die der Anstalt zuteil gewordenen Stiftungen gegeben und damit ein wesentlicher Abschnitt der Geschichte der-Berliner Jüdischen Gemeinde und ihrer Wohlfahrtseinrichtungeri in den letzten 50 Jahren aufgerollt. Die Feier wurde durch eine Festrede von Rabbiner Dr. Warschauer eingeleitet. Für den Gemeindevorstand und den Vorstand der Altersheime sprach Gemeindevorsteher Moritz-, Rosenthal, für die Repräsentantenversammlung Rechtsanwalt Dr. Klee. Der Gemeinde ist in den letzten Wochen wieder ein großes Legatan Grundstücken und Werten zugefallen, das zur Errichtung einer neuen Altersversorgungsanstalt benutzt werden soll. Für die Verhältnisse der Zeit charakteristisch ist die Tatsache, daß über 3000 Voranmeldungen auf Plätze in einem Berliner Altersheim vorliegen. Berlin. (Wohlfahrtsbriefmarken.) Das Wohlfahrtsamt der Berliner Gemeinde gibt folgendes bekannt: Wie alljährlich, werden auch jetzt die von der Deutschen Nothilfe ausgegebenen Wohlfahrtsbriefmarken vertrieben. Der größte-Teil des Reinerlöses der durch das Jüdische Wohlfahrtsamt verkauften Marken wird für die Unterstützung jüdischer Hilfsbedürftiger verwendet. Wir bitten daher, Bestellungen auf Wohlfahrtsbriefmarken an unsere Abteilung Winterhilfe, Rosenstraße 2M, Telefon: D l 6711, zu richten. Berlin. (Ein Jubilar.) Eine der bekanntesten Persönlichkeiten der südlichen Stadtteile, Herr Jacob Loeser, Alte Jacobstraße 120 b, beging am 27. November d. J. in voller Rüstigkeitdes Geistes und des Körpers, seinen 85. Geburtstag. Herr Jacob Loeser hat lange Jahre der Stadtverordnetenversammlung angehört und ist in den'verschiedensten deutschjüdischen Bewegungen, u. a. auch in den. religiös-liberalen Organisationen vielfach hervorgetreten. Dem treuen Mit-- kämpfer seien auch hier die herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. ^entaittdeaßoHd der Jüdischen Gemeinde zu Brrlin. Donnerstag, 30. Nav. 1933, abends 8'k Uhr, in der Synagoge Ryiestraße 53 „Die Aufgaben der JDdledien Gemeinde** Reiner-. Rechtsanwalt Heinrich Stern Vorsitzender der Repräsentanten- Versammlung Dr. Hans Sachs Mitglied der Repräsentanten- Versammlung Geeinte: Oberkantor Hanns John Eintritt frei, gegen Einladungskarten, die kostenlos im Werbereferat Berlin N 24, Oranienburger Straße 29, Zimmer 50, erhältlich sind. Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Ilnferhaltunis-Uend KSTtStÄSS Magnns Davidsohn (Gesang), Ilse Intrator-Davidsohn, (Rezitation) Lieder u« DIditungen ernsten uv heiteren Inhalts Kart/tn zu M. 1.50 u. M. 1.— unter B 4.5987 u. J 7 2557, sowie Buch* Handlung Wollt, Prager Platz und Abendkasse. Donnerstag, den 30. November 1933, 8V> Uhr im Kaffee Leon, Kurfürstendamm 155 Konzert Boris Maftusis unter Mitwirk. von Lee Bollaein, Kart Neeateaa, R. Keefmsae, L 0. Packer, H. Uttea. Preise von M. 0,50 bis M. 2.— Kein Verzehrzwang. Vertreter-Onnen) gesucht für leistungsfähige Bremer Kaffee - Großrösterei Carl Max Josephs,' Bremen. Lieferant ,«• praracb-turt« n.T» ' Berlin-Charlottenburß. (Gern ei nile ab e n d der Jüdischen R e 1 i g i on s gern c i n de Gharlott e u b u r g.) Anf Mittwoch, den 29. November 1933, abends 8,30 Uhr, findet in der Synagoge Charlottenbiirg, Schulstraßc 7, ein Geniejndeabend statt. Es. sprechen: Rabbiner Dr. Manfred Siearsensky: „Judentum in dieser Zeit" und Direktor Alfred Jaulus, Mitglied der Repräsentantenversammlung: „Aus der Gcmemdearueit“. Gesänge: Oherkantor Kart Neitmann vom Friedenstempcl. Eintritt frei. Kassel. Die Wirtschaftshilfe der jüdischen Gemeinde hatte kürzlich zur Entgegennahme eines Referats von. Frau Dr. Sielict-Gotllietft über die Tagung der Berliner Zentrale und über die eigenen -Leistungen ungeladen, .ln '200 Fällen wurden notleidenden Oemeindemitgliedern, Auswanderern, Jugendlichen, die vor der Berufswahl bzw. Berufsumschichtung standen, u. a. geholfen; auch für die Einrichtung fremdsprachlicher Kurse waren Mittel bereitgestellt.. Ludwig Katzenstein machte.auf die sozialen Einrichtungen, die dein - Mittelstand Unterstützung boten, aufmerksam. Frau Kom-“ merzienrat Wertheini sohildcrte als Vorsitzende der Zentralwohlfahrtsstelle die täglich zunehmende Not und warb für die’ finanzielle Stärkung der Kasse, damit den zahlreichen Ansprüchen genügt werden könne. Mannheim. (Ein Neunzigjähriger.) ln erstaun-- lieber, voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit wurde am 26. November der langjährige, im Ruhestand lebende hiesige Kantor Robert Hirsch neunzig Jahre alt. Herr Hirsch, der im Kurhessischen, in Bergen bei Frankfurt geboren ist, kam im Jahre 1874 als Kantor an Mannheims Hauptsynagoge und wirkte hier bis zum Jahre 1921. In diesen 47 Jahren seines Wirkens wurden nicht weniger als 1200 Konfirmanden bei ihm Barmizwah. .Vom Jahre 1874 bis 1894 gehörte er mit seinem prächtigen hohen Bariton aktiv dem hiesigen „Lieder- . kränz“ an und wirkte auch im hiesigen Synagogenchor bis vor zehn Jahren noch mit. Der Jubilar, der in -weiten Kreisen der Gemeinde sehr beliebt ist, ist derart rüstig, daß-er heute noch jeden Tag zur Synagoge geht. Einer seiner Söhne ist 1 Redakteur an der New Yorker Staatszcitung, der andere Arzt in Amerika. 'ffamlllaH-'Hacfnlcfiten (Aufnahmen In diese Rubrik kostenlos.) Barmlxwcüi: Frankfurt a. M., Elkenbachstraße 16. Walter, Sohn des Herrn Moritz Eldodt und Frau Sara, geb. Fiebermann. 2. 12. 1933. Gastorlpan: Berlin, Steiiimetzstraße 11. Frau Helene. Herschmann, geb. Brandt, 73 Jahre. Wer - vervollkommnet das Idael meines Bruders, der junge, blonde, sportl. Deutsch-Jüdin sich zur Frau — wahre. Lebenskameradin — wünscht. Mein Bruder ist 28 J. alt, repr. schlanke Ersch., Intel)., vornehm, ruhig. CharakL, gute Existenz, sucht ein geb.,. liebes Mädel a. erstkl. Farn, kennen z. lernen. Oefl. Zuschr. m. Bild unt, streng. Diskretionszusage erb. unter H. 195 a. d. Qeschäftsst. d. „jüd.-lib. Zeitung“, BerL-Charf. 4. Zimmer gesamt! 8Sr»sVBa;,3& Beding., v. kaufm. Angest. p. 1. Jan. ges. Ang. a) ohne b) mit voll. Pens. u. 0 984' erb. a. d. „Jud.-Ilb. Zeitung“, Berl.-Chari.4_ Eleg. möM. Vorderzimmer Bad.Warmw. Telef. zu 1. Dez. zum vertut 2 Min. v. Rlngbahnh. Wilmersd.- Friedenau, glänz. Verb. Milch, Friedenau, Mainauerstr. 12, I. Tel. H 3, 8597. Akademiker-Ehepaar, sä,! 6 u. 9 J„ das demn. a. d. franz. Riviera eig. Haus m. Oarten 1. herrlicher Lage bezieht, ist bereit Kinder ln Pension aufzunehmen. Schulverhältnisse sehr günstig. Olf.-u. 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