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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-11-17 · 26 (17.11.1933) · page 2

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
26 (17.11.1933)
Date
1933-11-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Dje jüdische Religion sei nicht mehr zeitgemäß, sagen manche aus unseren Reihen. Manchmal könnte man glauben, daß sie recht behielten. Denn: stehen nicht Glaube iind Wirklichkeit in krassestem Widerspruch? Das Judentum ist so oft die Ursache von Sorge und Not, die Zugehörigkeit zurjüdischen Gemeinschaft macht vielen, das tägliche Leben so schwer, aber: „Wir freuen uns der Worte deiner Lehre und feiner Gebote immerdar. Denn sie sind unser Leben, geben unseren Tagen Dauer, und über sie sinnen wir Tag und Nacht.“ Sinnen wir darüber nach, so erweisen gerade diese Worte unseres. Abendgebetes die Auffassung derer, die die jüdische Lehre für überholt erachten, als Trugschluß. Die Vertiefung in Thora, Schrifttum und Geschichte läßt uns erkennen, daß das Judentum gerade in Zeiten des Leides seinem Gott am nächsten kam und daß es andererseits eben deshalb vielfachem Unglück und allen zersetzenden Einflüssen standhielt, weil das Leben jedes Einzelnen durch die Satzung seines Glaubens bestimmt war. Dabei geht es nicht um die Form; es geht um den Geist. Auch das liberale Judentum' unserer Tage kann und muß das Leben in jüdischem Sinne gestalten- Dann gilt das Gebetwort, wie für die Väter, so für uns; und auch wir dürfen uns der Lehre freuen, die jeden von uns durchs Leben führt und unserem Judentum dauernden Bestand verbürgt. Hans Bloch, Hamburg. liehe Vi gefunden t, als si Damals ein feuriges Aufbegehren: „Wer mir den Anspruch auf mein Deutschtum nimmt, der raubt mir die Luft, in der ich atme, und ich mul) mich gegen ihn wehren wie gegen meinen Mörder!'- — heute nur schwache Loyalitätserklärungen, an deren innerer Wahrhaftigkeit zwar kein Kundiger zweifelt, die aber doch auf kaum irgendwen einen Eindruck machten denn es scheint, als seien die Juden von dem gegen sie geführten Schlag noch immer betäubt und könnten die rechten Worte nicht finden. Dabei hatte es an Anlässen hierzu nicht gefehlt; schon dal! man unsere Entfernung aus der Beamtenschaft und anderen. Berufskategorien als „Säuberung“ be zeichnet hat, womit man nicht nur unser Deutschtum, sondert sogar unser Menschentum traf und unserer Gesamtheit die jeuige. moralische Stellung zuwies, die die deutsche Regierung Recht abgelehnt hat. Die deutschen Juden sind dran ui... drauf, sich mit dem jetzigen Zustande ahzufuiden, und das ist es, was^ihrem Deutschtum wie ihrem Judentum gleich übel erweckte den Eindruck einer jüdischen Vorherrschaft, und sie führte zu der Tatsache, dal) wir allzu wenig'mit der Gesamtheit unseres deutschen Volkes Fühlung gewannen. Dal) dieser Zustand nicht Wiederkehre, daß unsere Berufsstruktur normalisiert werde, das wünschen wir jetzt alle. Aber wie es ein Fehler war, daß wir uns auf wenige Berufe beschränkten (immer noch auf mehr, als gemeinhin angenommen wird; davon legt.das rote Büchlein der jüdischen Handwerkerorganisatjon,Zeugnis, ab), SD würde es ein Unrecht sein, weggwic nun aüs gewissen Berufen völlig ausgeschlossen bleiben sollen. Die Handhabe zu diesem Ausschluß bietet jene Theorie, Grund derer man uns unser Deutschtum abspricht, und eben das ist cs, womit wir uns niemals abfinden werden. Wir wissen uns als Deutsche, und so wenig der jüdischen Grupi als solcher irgend ein politisches Mitbestimmungsrecht odi gar ein Vorherrschaftsrecht in Deutschland zusteht, so sei muß doch der einzelne jüdische Deutsche nach Maßgabe seini Wertes und seiner Leistung jede Möglichkeit vor sich sehe Die einzige politische Aufgabe, die der jüdischen Gruppe a solcher oder ihrer Führung daher verbleibt, ist die, daß sie ihren Individuen diese Möglichkeit wiedererkämpft, damit -jeder jüdische Deutsche gleich allen anderen Deutschen „d Marschallstab im Tornister trage“. Beileibe nicht, damit u alle „Marschälle“ werden, aber doch, damit der es werd kann, der dazu befähigt ist. Dies ist die politische Aufgabe, die von der Geschichte den deutschen Juden heute gestellt ist. Aber die deutschen Juden sind weit davon, diese Aufgabe zu erfüllen oder aucl nur zu erkennen. Soweit neben ihrem materiellen Existenzkampf überhaupt eiü geistiges Ringen sich zeigt, ist es meist auf ein ganz anderes, ja auf ein entgegengesetztes Ziel gerichtet. Man hat uns aus. der deutschen Gemeinschaft ausgestoßen, und mm meinen in der Tat viele von uns, wir müßtet; uns rückwärts konzentrieren und unsere „jüdische Eigenart“ uuese uns außer Landes, oder doch auf ein kulturelles Eigenleben. Aber hatten nicht Moses Mendelssohn, der Sohn des Thoraschreibers aus Dessau, und Gabriel Rießer, der Enkel des Oberrabbiners Cohn aus Altona, jüdischer Eigenart in sich als alle gestoßen, halb freiwillig,; ziehen; und hätten nicht aisu jene cs meiner gcnaui, vor hundert Jahren den Schritt zu tun, der heute als die angebliche Lösung dei Judenfrage uns angepriesen wird! Man darf glauben, daß man in jenen Zeiten unsere Vorfahren mit Freuden hätte ziehen lassen, aber sie wählten bewußt den schwereren Weg. Wählten ihn vielleicht gerade auch deshalb, weil die wirkliche jüdische Eigenart in ihnen lebte: für Gabri Rießerist, nach seinem eigenen Ausspruch, die Frage d- Judenemanzipation immer eine Frage der QlaubensireWu gewesen. Würden wir Heutigen mehr vom jüdischen Gedankt wissen als von unserer ängeblichen biologischen Eigenart, w würden diesem Gedanken Anhänger geworben haben aus al/t Stämmen und Rassen, unsere nationale Zugehörigkeit i diejenigen, _.. i Deutschtum Auf diese Selbstverteidigung wird in Zukunft alles ankommen: Denn es genügt nicht, zu sagen, auf die Dauer würden sich die ewigen Gedanken der Bibel durchsetzen, sondern es bleibt unsere Pflicht, gerade als die von der Ger schichte Beauftragten jenes Bibelgeistes, für die Realisierung jener Gedanken etwas zu Inn. Der Messias kommt nicht von selbst — Du mußt ihn holen! Sind nun unsere materielle Existenz und unsere bürgerliche Stellung an die allgemeine Anerkennung der biblischen Ethik geknüpft, um so mehr haben wir nach einem anderen Dichterwort über das Bürgertum zu handeln, nach dem Uhlandschen Verse: „Der wird als Bürger sich bewähren, Der seine Burg zu schirmen weiß.“ Diese Gedanken und dieses Wort sind Mahnung der. Stunde. Es muß. ein Sturm durch die Herzen der deutschen Juden gehen, der mit den Lebenstrieben auch die Seelentriebc weckt, der sie frei macht von der Stimmung des Beiseite- . Stehens, des Auswegsuchens, der sie stark, froh und siegesgewiß macht zu einem Kampf für ihr Recht als Deutsche, und der schon deshalb auch ein Kampf für den Geist des Judentums sein wird, weil er ein Kampf ist um göttliche^ und menschliches Recht. Die Judenfrage ad acta Von Rabbiner Dr. Davin M" lüde el Dr. Goebbels anläßlich der Eröffnung der Reichstagswahlpropaganda in einer Rede in Dresden getan haben soll: „Wir haben an der Judenfrage das gelöst, was zu lösen war, und sie dann ad acta gelegt.“ — Es mag gewiß manchen er uns geben, der aufatmend sich damit zufrieden gibt, 1 ein weiterer Einbruch in unsere staatsbürgerlichen Rechte ..] Regierungswegen nicht mehr erfolgen soll, daß die Gesetzesmaschine, deren eiserne Macht mit unerbittlicher Strenge die Deklassierung des deutschen luden zum deutschen Staatsgeselz erhob, nunmehr in dieser Richtung eingehalten werden soll; aber alle diejenigen unter uns, die im deutschen Vaterland sich innerlichst verwurzelt fühlen, alle die auch, cht die Not der ExistenzumwälzUng, sonderndas Leid 1 tiefsten verwundeten Seele als das furchtbare Geschick Gegenwart empfinden, — alle die, denen Recht, Heimatmid Stolz auf Deutschtum und Judentum kein Problem, rn eine Realität ist, sie werden erneuten Schmerz ihrer Seelenwuude spüren bei diesem ,,zu den Akten Gelegtwerden“. l Akten lassen sich Akten legen, aber Seelen, lebendige, blutende Seelen lassen sich nicht bloßen Maßnahmen einreihen. Das ist es, was wir Juden erst einmal selbst begreifen müssen. Wir müssen wissen, daß nicht unser Dasein das Höchste ist, sondern unser seelisches Dasein! — Gewiß: ion uns geschieht, um durch Helfen und Aufbauen deutscher Juden vor dem Zerfall zu bewahren, .... .. ind notwendig. Aber unsere eigentliche Not — das gilt es festzuhaltcn — wird durch keineäußere Regulierung aufgehoben. Unsere eigentliche Not ist Seelennot. Unsere Seelen sind verwundet,Weil man ihr Menschentum deklassiert hat, weil man glaubt, uns in minderwertiges Rassentum einkatalogisieren zu können, weil man unsere Jugend ausschließt von allem, was ihr das stolze Zugehörigkeitsgefühl zur heimatlichen Erde geben kann. Das alles frißt an unserem Herzen, ist der nagende Grant an unserer Seele. Schönberger, Aachen. Wehe uns, wenn wir uns zufrieden gäben mit einer Ruhe, die allen Anspruch auf höchstes Menschentum, auf Ehre, Recht und Würde begräbt unter dem Aktenstaub einer einigermaßen auskömmlichen Existenz. Nein, nicht das Judenproblem in Deutschland würde damit ad acta gelegt, sondern unsere Seelennot würde als nicht vorhanden betrachtet werden. Gerade die Männer, die jetzt die Geschicke des deutschen Volkes so unbeirrbar durch die Fährnisse politischer Wirren steuern, betonen ja selbst immer und immer wieder, daß Achtung vor der Seele des deutschen Volkes, vor seiner Wurde und seiner Ehre ihnen über alles geht. Sie werden aus der Echtheit ihrer eigenen Haltung heraus verstehen, daß der deutsche Jude seine Seelennot nicht ad acta legen läßt, daß — :mtner und immer wieder seine Stimme erheben muß für was er als sein Recht und seine'Würde erachtet. Täte :s nicht, er verdiente, daß man seine Seelennot ad acta Solche Haltung aber ist auch das, was allein unserer Seele von uns aus die Lebenskraft und Heilung geben kann. Seelischem Sein genügt es nicht zu wissen, daß ihm seine Treue, sein' Stolz, sein Wert und sein ehrlicher Wille nicht von außen her abgesprpehen werden kamt. Erst der Kampf für die göttlichen Güter wahren Menschentums gibt der verwundeten Seele ihr.e Gesundung!. — Wenn wir nicht in ein Ghetto des Geistes' uns einzwängen wollen, dann darf sich unser ehrlicher Wille und Anspruch auf Gleichverpflichtung und Gleichberechtigung in dem Land unserer Geburt nie und nie zum Schweigen bringen lassen. Unser Judentum lehrt uns die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott. Diese Lehre ist eine Forderung an unsere Seele, dem göttlichen Recht der Gleichwertung alles edlen Menschentums Vorkämpfer zu sein. Deutsche Art und deutsches Wesen lehrt uns, eher zugrunde zu gelten, als den Anspruch auf Menschenwürde und den Heiniatsanspruch aufzugeben. — Das Judenproblem läßt sich zu den' Akten legen, die Seelennot der deutschen Juden niemals! \ Nochmals: Auflösung der Ehe zwischen Juden und Ariern? Von Rechtsanwalt Leo Nehab, Frankfurt a. d. O. Dieses Thema, über das wir in Nr. 14 vom 6. Oktober 1933 im Anschluß an einen Artikel des Gerichtsassessors -Wöhrmann berichtet haben,’ wird in einem Aufsatz des Landgerichtsrats Dr. Jung wieder aufgenommen. In diesem, gleichfalls in der „Juristischen Wochenschrift“ erschienenen Aufsatz wird die Ansicht Wöhrmanns abgelehnt, nach der auf Grund des geltenden Rechts alle Mischehen im Wege der. Anfechtung zur Auflösung gebracht werden könnten. Jung wendet sich auch gegen die Einseitigkeit, die nur dem arischen Teil das Anfechtungsrecht zugestehen will und erklärt es für unbillig, dem n/r/Parischen Gatten, in Konsequenz der abgelehnten Meinung, einen Unterhaitsanspruch zu versagen. Er weist ferner darauf hin, daß eine generelle und einseitige Auflösung der Mischehen im Wege der Anfechtung „auch in den Augen des Auslandes nicht als eine Rechfslösung erscheinen“ würde. Auch Jung sieht in der Frage der Mischehe ein Rechtsproblem, das eine Lösung verD::gt.,.Ejsieht abey. auch, daß es Fälle gibt, in denen die Fortsetzung der Ehefür den n/cA/arischen Teil schwer tragbar ist. Da Jung aber mit Recht für die weitaus meisten Ehen eine Möglichkeit der Auflösung nach Lage der Gesetzgebung verneint, fordert er eine Regelung durch ein neues Gesetz. Bei seinen Vorschlägen ist die abwägende Besonnenheit des erfahrenen Praktikers und das Bestreben, eine gerechte Lösung des Problems zu finden, nicht zu verkennen. Jung knüpft dabei an einen schon im geltenden Recht vorhandenen Sclteidungsgrund au, bei dem — im Gegensatz zu den anderen Scheidungsgründen — von einem Verschulden keine Rede ist, dem Scheidungsgrund der unheilbaren Geisteskrankheit. ln Anlehnung an die hier geltenden Regeln für die Unterhaltsfrage will der Verfasser, daß derjenige Ehegatte, der auf Grund der Verschiedenrassigkeit' die Auflösung der Ehe fordert, dem andern für die Zeit nach der Trennung den gesetzlichen Unterhalt zu gewähren hätte. Diese Unterhaltspflicht solle nur dann fortfallen, wenn beide Gatten die Scheidung forderten. Kongreß der Jüdischen Reichspartei Rumäniens „Seelische Identifizierung mit der Gesamtnation“ In Bukarest wurde im Saale „Izbanda“ in' der Calea Vacaresti der Kongreß der Jüdischen Reichspartei eröffnet. Aus Altrumänien sind 114, aus Bessarabien bl, aus Siebenbürgen 32 und aus Bukowina 11 Kongreßteilnehmer anwesend. Das Kongreßpräsidiunt setzte sich aus den Herren Dr. Abraham Fried (Sighet), -Salomon Fuchs (Soroca), Advokat B. Rohiich (Bolcsani), Karl Klüger (Czernowitz) zusammen. An den König wurde ein Huldigungstelegramm abgeschickt. Der Präsident der Jüdischen Reichspartei Dr. Theodor Fischer präzisierte in seiner Eröffnungsrede die politischen- Rabbiner Dr. Sali Levi, Mainz beging kürzlich seinen 50. Geburtstag (vgl. Artikel in Nb. 19 der ,.J.l.-Z.-‘) Richtlinien der Jüdischen Reichspartei wie folgt: Seelische Identifizierung mit der rumänischen Nation, Respektierung sämtlicher von der Konstitution garantierten Rechte für alle Bürger, welcher ethnischen Abstammung sie auch sein mögen. Aufrechterhaltung des Ideals der kollektiven Emanzipation der Minderheiten, Glaube an Demokratie und Förderung sämtlicher Faktoren der Produktion, sowie sämtlicher sozialen Dr. Fischer schloß seine Rede mit der Erklärung, daß die gemeinschaftlichen Interessen eine Zusammenarbeit zwischen der Palästina — Übersaa - Ausland UA5.ZtTGrE MöbelspeicHer auch durchheizte Kabinen Carl Deyke Nachf., Berlin 0 17 Jüdischen Minderheit und deh anderen Minderheiten notwendig erscheinen lassen. - Oberrabbiner Dr. Niemirotver, der dem Kongreß als Gast beiwohnte, erklärte: Obwohl es dem Vertreter' eines Kultus nicht zusteht, aktive Parteipolitik, zu betreiben, so befinde ich mich heute in Ihrer Mitte, um Ihnen meinen Gruß zu uberbringen, als den Vertretern des Volkes, das für die Durchsetzung seiner Rechte kämpft. ötto (fyaxnsUin X9$iticxt in ^xank^uxt Im Zuge ihres angekündigten Winterprogramms brachte die „Gesellschaft für jüdische Volksbildung“ als Trägerin der Frankfurter- Kulturarbeit einen Vortragsabend des bekannten Rezitators Otto Bernstein. Der Künstler hatte sein Programm einheitlich auf einen ernsten Ton abgestimmt. Er las ein Kapitel aus Max Brods Rotnan „Reubeni“, die Schlußszene aus. „Jaäkobs Traum“ von Beer-Hofmann und das gewaltige Finale der Dichtung „Jeremias“ von Stefan Zweig. Das ewige Schicksal^ Israels, sein Leid, seine Verfolgung, aber auch die Gewißheit seiner Sendungerständen in hohen dichterischen Visionen vor dem Hörer. Dabei hatte die etwas blasse Symbolik Beer-Hofmanns neben der flammenden, bildhaften-Prosa Brods und der gegenwartsnahen, gemeißelten Sprache Zweigs einen schweren Stand. — Bernstein, ein Sprecher von Rang, war seinen anspruchsvollen Stoffen geistig durchaus gewachsen. Die Modulationsfähigkeit seines Organs war wohl durch eine Indisposition etwas getrübt, aber seine reiche Gabe der Charakterisierung wurde dadurch kaum herabgemindert. Bei „Reubeni“ erschwerte eine gewisse Überhastung das Verständnis. Als Gesamteindruck prägte sich der Ak„„n t:.f Matt ging nachdenklich, aufgerüttelt, auf.. Kunstnadirlchten Kulturbund deutscher Juden Auf vielseitigen Wunsch wird der Vortrag von Arno Nadel. „Das Jüdische Volkslied“ am Sonntag, 19. November, vorm. 11,30 Uhr, im Berliner Theater wiederholt. Diejenigen Mitglieder', die im November noch keinen Vortrag gehört haben, können an den Zahlstellen Einlaßkarten erhalten, die in Verbindung mit der Mitgliedskarte zum Eintritt berechtigen- - Konzert der Jüdischen Künstlerhilfe Die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde veranstaltet am Bußtag. Mittwoch, 22. November, abends S,15 Uhr, Joachimsthaler Straße 13 (Bühne und Brettl), Oberer Saal, ein Konzert. Mitwirkende: Rosa Etkin (Klavier), Charlotte Rosen (Violine), Max Mansfeld (Tenor) und Max Raymarin (Bariton). Zur Aufführung gelangen u. a. Werke von Beethoven, Brahms, Schubert, Hugo Wolff. Karten zum Preise von 0,60, 0,90, 1,20 und 1,50 RM. sind zu haben Joachimsthaler Straße 13 (Kasse 11 bis 2 .Uhr), Wirtschaftshilfe Oranienburger Str. 31, Zimmer 34 (Weidendamm 5131), Buchhandlung Kedem, Charlottenburg, Dahlmannstraße S und an der Abendkasse. Gesellschaft für Jüdische Volksbildung, Frankfurt a. M. Montag, den 20. November, 8,30 Uhr, im kleinen Saal der Frankfurt-Loge, Vortrag von Frau Dr. Dora Edinger: „Der neue'Joseph-Roman von Thomas Mann“. Eintritt frei!

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