Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 16 (13.10.1933)
- Date
- 1933-10-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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ir wandern, um zu ruhen. Wir ruhen, um zu -wandern- Doch schützt vor wüster Öde uns unser religiöses jahr. Sein Ende ist Zusammenklang von Flehen und Erhören, Von müdem Zweifeln, kühnem Beginnen, von unserer Selbsterneuerung Auf dem Weg zu Gott und seiner „lehre“, deren Ende uns. zum Anfang führt. Wie ein Alpstrom seinem See entfließt, geläutert und der Sonne offener. Verlassen wir die große Feierzeit, zielfroh durch unsere Lande wandelnd, lm Leid: die Sicht für unsere ewige Kraft, in Freud:. besorgt um alle Not! Profe'jor Or. S. Billigheimer, Mannheim. (zu unseren. Schlußfesten.) - daß. einige unserer Richter es gut mit uns meinen,; andere uns weniger wohlwollend gegenüberstehen. ln einem Punkte jedoch trifft das Beispiel aus der ' Tristansage nicht zu. Jene Isolde nämlich weiß sehr wohl, wie sie zu ihrem rechtmäßigen Gatten Marke und zu ihrem Liebhaber Tristan steht, und sie könnte Antwort geben, wenn sie nicht die Folgen fürchtete; die jüdische Isolde hingegen ist völlig ahnungslos über ihre wirkliche geschichtliche Situation und könnte Antwort auch dann nicht geben, wenn die. Richter sie zu Wort, kommen ließen. Diese Tatsache, daß eine . ganze Menschengemeinschaft über sich selbst nicht Bescheid weiß, daß die Einen so und die Andern . entgegengesetzt meinen, das ist es, was die Judenfrage tatsächlich, um mit den Worten des Herrn von Keller zu spretfien, zu einem „Problem sui generis“ macht, und wir werden es erleben, daß in den nächsten Wochen nun in der Tat in der jüdischen Öffentlichkeit eine lebhafte und zweifellos höchst gelehrte Diskussion darüber einsetzen wird, ob wir . tjun wirklich eine rassische Minderheit sind, wie die deutsche Regierung behauptet, oder ob wir eine nationale Minderheit darstellen, wie die Delegierten anderer Länder behaupten; daß aber kein jüdischer Schreiber oder Redner auf den nächstliegenden und einzig richtigen Gedanken geraten wird, daß beide Auffassungen gleich falsch sind und daß eine „Klärung“ der Judenfrage in dem einen wie iii dem anderen Sinne uns Juden selbst nur immer weiter ins Unglück stürzen kann- Wohl wäre vom Standpunkt des Judentums zu den Genfer-Fragen außerordentlich viel-zu bemerken, aber die Juden haben vergessen, was sie über sich selbst aussagen müßten, wenn man sie fragen würde. Sie haben vergessen, was sie selbst gesagt haben, als man sie noch fragte. Dehn es ist keineswegs immer so gewesen, daß man sie' nicht mitsprechen ließ. Zu Beginn der Emanzipation hat das Pariser „Sanhedrin“, das xsn^Mepoleon für die französischen Juden ins Leben gmtfene Parlament, den Grundsatz proklamiert, _ daß das Judentum aus zwei streng voneinander geschiedenen Elementen besteht, aus rein religiösen und aus gesetzlichen Bestimmungen. Die Theorie dieser Unterscheidung stammt von dem jüdischen Politiker Abraham Furtado aus Bordeaux, und seinen Veröffentlichungen gemäß haben die französischen Juden im Kampfe um die Gleichberechtigung die Autonomie der Rabbiner auf dem Gebiete ziviler Jurisdiktion im Jahre. 1S07 offiziell an den Staat abgegeben; die Politik der deutschen Juden ist dann dieser Theorie gefolgt, denn, wie auch Samuel Hold heim, der ja nicht nur der erste Geistliche der Jüdischen Reform- . gemeinde, sondern zugleich auch einer der Führer der Emanzipationsbewegung gewesen ist, in seinem 1S43 erschienenen Buch „Über die Autonomie der Rabbinen" bemerkt, haben die politischgesetzlichen Bestimmungen mit dem. Untergange des jüdischen Staates ihre Bedeutung verloren, und beizubehalten sind lediglich die religiös-sittlichen Gesetze, die für -das individuelle Leben bestimmend sind. — Das ist so klar wie das kleine Einmaleins, ln einem soeben erschienenen- ■ Büchlein;,Der Religiönsliberalismus im deutschen Judentum“ von Dr. Bernhard Isaak (Dresden) wird erneut darauf hingewiesen, daß im alten Israel Staat und Kirche völlig zusammenfielen, so daß zum Beispiel kultische Bestimmungen unmittelbar neben solchen über das .Mein und Dein-stehen,.und es gibt nichts Einleuchtenderes, als daß dieimmer klarere Herausarbeitung der jüdischen Religion zur immer weiteren Abstreifung alles Jüdischnationalen führen muß. Daß die Juden hierin nicht die nötige Konsequenz aufbrachten, daß sie meinten, als Glieder einer Religions-; gemeinschaft die Emanzipation erstreben und dennoch in milieumäßig-nationaler Abgeschlossenheit verharren zu können, das ist ihre historische Schuld;. Schuld sowohl gegenüber dem universalen Gedanken der jüdischen Religion, des wahren Judentums,also, wie auch sich selbst gegenüber, da sie ihre zweideutige Haltung mit den Rückschlägen der Emanzipation und mit der Gefährdung ihrer Existenz schwer . büßen. Diese „Schuld*-1 ist keine bewußte: das braucht hier nicht .. weiter betont zu werden; aber es ist ein altes Gesetz, daß Unwissenheit .nicht vor Strafe schützt, und die Unklarheit der Juden über sich selbst beschwört nun eine Strafe herauf, deren geschichtliches Ausmaß schier untragbar ist für die ahnungslosen "Einzelindividuen, die davon betroffen werden. Sie wissen nichts von jüdischer Geschichte und nicht einmal vom ®!esen des Judentums. Völlig geschichtslos sehen sie auf die politische und wirtschaftliche Existenz der Juden in den einzelnen Ländern; aber daß das Wort vom Sinai eine praktische Bedeutung habe, das wissen diese Menschen eines religionslosen Zeitalters nicht. Die unerwartet über sie gekommene Not ist ihnen Anlaß, sich „über das Judentum zu unterrichten“ — wo aber suchen sie diesen „Unterricht“? Sie hören auf die Genfer Politiker; diese aber, selbst Nichtjüden, hören wieder nur auf die jüdischen Wortführer, die, von der Politik herkommend und in religionsloser Zeit wurzelnd, nichts vom Geiste des Judentums wissen. Der Geist des Judentums spricht aus der Bibel; und wer im Zeitalter der Technik es über sich gewinnen würde, sie aufzuschlagen, der würde erfahren, was die Väter der Emanzipation gewußt haben: daß das Judentum Religion ist, und daß die Juden bei aller treuen Hingabe an das ewige Gedankengut der altjüdischen Propheten all das abzustreifen Haben, was sie hindert. Glieder ihrer Heimatvölker zu sein. Nicht rassische und nicht nationale Minderheit sind wir; aber eine religiöse Gruppe sollten wir werden: dann können wir jedem Volke angehören, und Glteder aller Völker und Rassen können unserem Gotte anhangen. Niemand kann erwarten, daß diese Klarheit und damit die Vollendung der Emanzipation gerade in diesem Augenblicke sich durchsetzen werde. Wie können wir Klarheit von anderen verlangen, solange unendlich Viele unter uns selbst im Unklaren, dafür, aber mit um so größerer Betriebsamkeit am Werke sind, ihre eigene Finsternis nun unter den Nichtjuden zu verbreiten! Die Predigt gegen den Zionismus gilt heute, da Palästina tatsächlich einen gewissen Bruchteil von Auswanderern aufzunehmen vermag, als suspekt. Aber wenn der Prager Zionistenkongreß es vermochte, Mussolini vom völkischen Charakter des Judentums zu überzeugen, und wenn Mussolinis Fehlurteil nun, so wohlwollend es gemeint sein mag, die auf die Judenfrage bezüglichen Völkerbundsberatungen überschattet, so sieht man wohl, daß das Unheil des Zionismus selbst von seinen radikalsten Gegnern bisher noch, unterschätzt worden ist und daß der Kampf für ein reinreligiöses Judentum seine große praktische Bedeutung hat. Der Kampf um Gott ist auch ein Kampf für Dich, lieber Leser, für Dein eigenes Leben und das Deiner Kinder, und, mag es merkwürdig klingen, daß wir "schwer bekämpften Juden untereinanderuns bekämpfen, so zeigt doch gerade eine Durchleuchtung der Dinge, daß wir erst im eigenen Hause Klarheit schaffen müssen, bevor wir sie von draußen erwarten können. Auch führen wir diesen Kampf nicht gegen Menschen, d. h. gegen einzelne Zionisten, sondern nur (gegen ihr falsches Ideal, gegen den unsere Existenz {gefährdenden Zionismus. Der Kampf um die innere Klärung ist ein Kampf ums Leben; und wenn er vorhin zugleich als ein Kampf um Gott erwiesen wurde, so gilt von ihm das altjüdische Wort: „Ein Kampf um Gottes Willen hat Erfolg und bleibenden Bestand .** Sanitätsrat Dr. Schlesinger, Oppeln Mitbegründer der „Vereinigung für das religiös-liberale Judentum“ beging kürzlich seinen 75. Geburtstag, (vergl. den Artikel in Nr. 12 der J.-l. Z.) Offizielles Coraraunique des Völkerbundsekretariats. Die deutsche Delegation gegen eine Völkerbundinstitution zur Behandlung der Flüchtlingsfrage. Nachdem der ursprünglich von der zweiten Kommission der YölVerhusdjver&ammhmg entworfene Antrag über die Einsetzung eines r lüehtlmgskommissars im Zusammenhang mit der Hiifsäkrion für die jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland hauptsächlich infolge des Widerstandes der Delegierten Italiens. Kanadas und Norwegens fallen gelassen worden war, wurde der Kommission in "ihrer Sitzung vom 7. Oktober ein abgeänderter Antrag vorgelegt, demzufolge den Flüchtlingen „soweit als möglich" Arbeit in allen Ländern, die hierzu in der Lage sind, verschafft werden soll". In dem Entwurf wird die Hoffnung ausgesprochen, daß die Regierungen den Flüchtlingskotnaiissar bei der Arbeit unterstützen werden. Mit dieser Fassung gaben sich die Delegierten Italiens, Kanadas und Norwegens zufrieden. Dagegen erhob der deutsche Vertreter, Ministei ialdirektor Ritter. Einspruch gegen den Plan, ein besonderes Organ des Völkerbunds mit der Behandlung des Flüchtlingsproblems zu betrauen. Er betonte hierbei, daß es nicht die Absicht Deutschlands sei, das Flüchtlingswerk an sich zu verhindern, daß es jedoch die Durchführung dieser Aktion im Rahmen des Völkerbundes nicht zulassen könne. Die deutsche Delegation werde daher dem Antrag nicht zustimmen und bei der geplanten Organisierung des. Flüchtlingswerks durch den Völkerbund nicht mitarbeiten. Bundesrat Motta. der Vertreter der Schweiz, wies darauf hin, daß die Vöikerbundssatzungen einstimmige Annahme aller Anträge durch den Völkerbund vorsehen, daß somit die weitere Behandlung der Resolution ohne Zustimmung Deutschlands zwecklos sei. Er richtete an die deutschen Delegierten den dringenden Appell, sich an der Lösung des Flüchtlingspfoblems zu beteiligen und bat die deutsche Delegation, sich nochmals mit ihrer Regierung in Verbindung zu setzen. Er regte an, daß sich Deutschland mit den an der Frage interessierten Mächten direkt ins Benehmen setzen möge, damit eine Regelung der Flüchtlingsfürsorge erzielt werden könne. Die Anregung Monas wurde auch durch die Vertreter Italiens una Spaniens unterstützt. Der deutsche Delegierte dankte Bundesrat Alotta für seinen Vorschlag, der sofort der deutschen Reichsregierung zugeleitet werden würde. Die weitere Beratung über die Flüchtlingsfürsorge wurde sodann auf Mittwoch, den 11. Oktober, vertagt. In der politischen Kommission fand die französische Resolution über den Minderheitenschutz durch die die Gleichberechtigung auch der jüdischen Minderheit in allen Staaten gesichert werden soll, die Zustimmung der Vertreter sämtlicher Staaten mit Ausnahme des deutschen Delegierten. Bei der Abstimmung erklärten die. Vertreter Italiens und Ungarns, daß sie mit ihrer Haltung durchaus nicht eine Einmengung in innerdeutsche Verhältnisse beabsichtigen. Falls die deutsche Delegation auch in der Völkerbundsversammlung ihren ablehnenden Standpunkt zu dem französischen Vorschlag aufrecht erhalten sollte, wird die Resolution nicht angenommen werden können, weil die Völkerbundsversammlung bekanntlich alle Beschlüsse einstimmig fassen muß. Der Vorschlag der zweiten Völkerbundskommission betreffend die Behandlung der Flüchtlingsfrage. I her die Vorschläge der zw eiten Völkerbundskommission betreffend die Behandlung des Problems der Flüchtlinge aus Deutschland durch den Völkerbund — der deutsche Vertreter hat bekanntlich erklärt, diese Vorschläge nicht akzeptieren zu können- — gibt die Informationsabteilung des Völkerbundsekretariats folgendes offizielle Communiijue aus: Der von der niederländischen Delegation vorgelegte Entschließungsentwurf hat den wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Charakter des Problems der aus Deutschland kommenden jüdischen und anderen Flüchtlinge aufgezeigt. Aus diesem Giunde hat die Völkerbundsversammlung die Prüfung dieses Problems der zweiten Kommission zugewiesen. Diese sah sich somit vor einen tatsächlichen Zustand gestellt, mit dem sie sich dringlich zu beschäftigen hatte, ohne jedoch in eine Untersuchung der Ursachen einzutreten, die ihn herbeigeführt haben Nach gründlicher Erörterung des Gegenstandes hat sie festgestellt: ' : 1. daß das Problem in befriedigender Weise nur durch internationale Zusammenarbeit gelöst werden kann:. 2. daß die Lösung dieses Problems eine dringende Notwendigkeit darstellt. Unter Berücksichtigung dieser beiden Momente ist die zuteite Kommission zu dem Schlüsse gekommen, daß die beste Methode, rasch praktische Resultate zu erzielen, in der Ernennung eines Hochkommissars, dem weitestgehende Handlungsfreiheit eingeräumt werden müßte, bestellen würde. Die Kommission hat Gründe, zu hoffen, daß der Hochkommissar über aus verschiedenen Quellen, hauptsächlich privaten, stammende Mittel vertilgen wurde. Die Koordinierung der verschiedenen Hilfsaktionen und die Zentralisierung der aus verschiedenen Quellen stammenden Mittel würde deren bestmögliche Verwendung' gestatten. Andererseits wäre es . unerläßlich, daß der Hochkommissar ebensowohl mit den Regierungen derjenigen Länder, die an diesem Problem unmittclbar interessiert sind, wie mit denjenigen der Länder, die in irgend einer Art zu dessen Lösung beitragen könnten, in Verbindung stehe. ist der Ansicht, dal! die Völkerbundsversammlung diesen Punkt hervorheben sollte —, daß der Hochkommissar von nun an mit Dübifdje Kunlfabenbe in Breslau. Die Veisuche, den jüdischen Kunstinteressen zu dienen, haben in Breslau noch nicht die rechte Grundlage bekommen. Außer ein paar Synagogenkonzerten hatten wir nur „Kleinkunst-Abende" von Llntemehmern, die einander unfriedliche Konkurrenz machen. Zwiespältig sind auch die Tendenzen dieser Veranstaltungen. Natürlich ist die Pflege des Jüdischen in Wort und Ton eine Möglichkeit,'ihnen eigene Geltung zu verschaffen: aber diese Eigenart ist auf musikalischem Gebiete doch zu eng begrenzt. Man sollte vor allem Tlen wegen ihrer nichtarischen Abstammung in ihrer Betätigung behinderten Künstlern von Rang und Ruf ein fruchtbares Arbeitsfeld bieten, sie brauchtensich . als Schaffende und Nachschaffende nicht darauf zu beschränken, ihren Hörern das mitzuteilen, was „arrrecht-jüdisch" ist, sondern sie sollten wie bisher den Beweis auch dafür liefern, daß sie der Kunst Mozarts und Beethovens, Schuberts und Wolfs ebenso gerecht werden wie ihre arischen Kollegen. Das Guarneri-Quartett z. B., ein hervorragender Viercerband, der zu drei Vierteln jüdisch ist, wird für die der Allgemeinheit zugänglichen Konzerte nicht mehr engagiert, solch einen Fehlbetrag könnten die Veranstalter jüdischer Kunstahende ausgleichen und dadurch den hoch tendierten Interessen des kritikfähigen Publikums semitischer Herkunft mehr nützen als durch bunte Familienabende mit der Devise: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“. Der Leitspruch sei: „Multum, non multa — Viel, nicht vielerlei". ‘ ■» Im Gegensätze hierzu bevorzugt die von M. L. Schein geleitete Vereinigung mit dem Ziele „Bühne und Brettl“ Programm-Potpourris, die bei Konzerten und Kabaretten,. hei melancholischer, und humoristischer Literatur von jüdischer Wesensart Anleihen machen. Der Buntheit dieser Abende entspricht die Buntheit der Leistungen, die zwischen dilettantischen Begabungsprohen und reifem Kunstvermögen pendeln. Aus echt künstlerischen Bezirken kommen der Geiger Mer "renke! und die Sopranistin H. Lerntet-, bei denen sich ie Glätte der Technik mit positiven Vortragswerten verbindet. Bei Ursel Berlys erreicht die Technik des Gesanges noch nicht den Reiz der mimischen Charakteristik. Fr. Lachmann ', was sein Humoristenname verspricht,.und Heinz Broti zeigt sich vertraut mit jüdischer Chargenkomik. Die Tatle, daß Herr Schein soeben die Konzession zur Leitung r jüdischen Bühne bekommen hat, möge ihn dazu verissen, das Niveau der Darbietungen nach den hier angedeun Richtlinien zu heben. Dr. P. R. Kunst na ehr ichten. Der „Jüdische Kuilurbond Rhein-Ruhr" Kymnl sein.